Nissan Primera
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Nissan Primera
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 Auto
Platz 68 in der Kategorie "Autos".
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Nissan Primera Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Hatamoto-Chi

Enjoy the Ride

ein Testbericht von 2003-05-09 14:48:54 vom 09.05.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Motor, Fahrwerk und riesen Spaß beim Fahren...
Nachteile/Kritik: Die Lenkradhöhenverstellung geht nur nach unten
...das ist Nissan´s Werbe-/Leitspruch im Ausland. Warum sie ihn hier nicht benutzen ist mir unklar, weil die von anderen hoch besungene "Freude am Fahren" findet man bei Nissan wieder......z.b. im 200 SX, 300 ZX , Skyline GT-R und zu guter letzt im R390 GT1

Das (subjektiv) beste Beispiel dafür ist aber der, fälschlicherweise zum "Rentnerauto" degradierte Primera (in diesem Fall die 1.Modellreihe...Werkscode P10), der meiner Meinung nach einer der besten Mittelklassewagen für Leute ist, die ein fahraktives Auto suchen, anständige Qualität bevorzugen und sich nicht von Klischees blenden lassen.

Jahrelang wurde der Primera von der dt. Presse zum langweiligen Japaner heruntergeschrieben (bei dt. Modellen wird Langeweile immer Understatement genannt...naja, ist halt Ansichtssache) und seine wahren Talente wurden/werden nie richtig gewürdigt.

Nach 3 Jahren mit 2 Primera´s (spanisch: der Erste/ der Beste) - unter anderem auch ein wirklich schwerer Unfall - denke ich mal das ich mir hier ein Urteil erlauben darf.

Welches lautet - "Einfach nur geil".

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Außen
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Fangen wir mal beim Design an. Das Fließheckmodell (beide Primera´s waren 5-Türer) hat nach meinem Geschmack einen dynamisch, eleganten Auftritt und ist außerdem noch als Kombierstatz recht nützlich (schon Sessel und 2-Sitzer reinbekommen). Sein Stil erinnert mich manchmal ein bißchen an sanften und modernen Barock.....Ansichtssache. Was beim Primera nicht fehlen darf ist der stillisierte Flügel im Kühlergrill (der mir Silvester 98/99 von einem Scherzkeks weggesprengt wurde...Chinaböller...Kostenpunkt ca.85 DM. Viele verwechseln den Primera auch mit dem Vectra.....was mir schleierhaft ist und bleibt.

-----
Innen
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Die Amaturen sind echt Smart, unter anderem mit gepolstertem und auf die Außenfarbe abgestimmtem Amaturenbrett (schwarz, grau, dunkelblau oder beige) - und das bei einen japanischen Auto Bj. 91 (die ja sonst angeblich immer so trist & langweilig sind). Was ich immer faszinierend fand war die Warnlampe für den Scheibenwischwasserstand (ca. 3,5-4 Liter Fassungsvermögen).......an und für sich nichts außergewöhnliches so eine Warnlampe, aber außer dem Primera kenne ich kein anderes Auto das so ein Feature hat. Wenn das Lämpchen der Tankanzeige geleuchtet hat (Reserve) bin ich "immer" noch mind. 100 km weit gekommen............und bei 102,7 km ging dann doch einmal der Motor aus (nachts um 1 Uhr) und die Warnlämpchen an........Tank leergefahren und das Auto voll mit Freunden......wer den Schaden hat braucht für den Spot nicht zu sorgen.


Die Sitze sind sehr gut (bin knapp 2m und vielleicht ein wenig zu breit geraten), man sitzt bequem, hat trotzdem sehr guten Seitenhalt (zivile Sportsitze) und übersteht auch 5-6 h in denn Sitzen ohne irgendwelche Probleme. Zudem ist beim Fahrersitz die Sitzfläche höhenverstellbar, wobei der vordere & hintere Sitzflächenteil unabhängig voneinander verstellbar sind und er hat eine 2-fach verstellbare Lordosenstütze.

Das Platzangebot vorne ist großzügig (sowohl in Länge und Breite), dagegen fällt es hinten ein wenig enger aus, aber auch hier bekommt man 1,85m Menschen gut unter (habe selber mehrmals über 4-5h hinten ohne Probleme gesessen - nur wer ist dann gefahren..........keine Ahnung).

Die Rücksitzbank ist geteilt umleg-/klappbar (1/3 zu 2/3), erzeugt dabei eine ebene Ladefläche und verfügt über höhenverstellbare Kopfstützen (richtige Kopfstützen) und das bereits seit 1990.

Zum Kofferraum wäre zu sagen, daß er ...groß (490l)...gut zugänglich (Heckklappe)... vollständig mit Teppich ausgekleidet ist und man bekommt trotz musikerzeugendem Gezeugs (Wooferrolle/Verstärker etc.) im Kofferraum noch das Urlaubsgepäck von 3 Leuten (darunter 1 Frau) unter.

An der Serienausstattung (2.0 SLX) gibt es nichts zu meckern...Colorverglasung, Drehzahlmesser, elektr.Fensterheber rundum, elektr. verstell-/beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Anti-HiJackSystem (whatever), Servolenkung, regelbare Cockpitbeleuchtung, elektr. einfahrende Teleskopantenne (pflegebedürftig, aber ein Hingucker hoch 3), höhenverstellbarer Fahrersitz mit Lordosenstütze, höhenverstellbares Lenkrad, sportlich orientiertes Serienfahrwerk (Straßenlage geht vor Komfort), Umluftschaltung, geteilte Rückbank (1/3 zu 2/3), beim 4 Türer Mittelarmlehne hinten, der Rest ist oben schon erwähnt.

Ab Bj. 94´ oder 95´ wurde in Folge einer Modellpflege die (serienmäßige) Ausstattung um folgende Posten verändert bzw. verbessert: ABS, Nebelscheinwerfer, dezente Anbauteile, 2 Airbags, neue Scheinwerfer mit weniger Streulicht und kurze Dachantenne.

Die vorher eingebaute automatisch einfahrende Teleskopantenne, sollte man regelmäßig Säubern (abwischen) und Pflegen (Teflon aufsprühen oder auch Öl dünn auftragen).

Einer der wenigen Schwachpunkte ist die Heizung, diese spricht beim normalen Warmfahren erst nach 10-15 min an....vorher bleibt es eiskalt.

Kommen wir nun zu den Paradedisziplinen des Auto's -

--------------------------
Motor, Fahrwerk & Getriebe
--------------------------

Der Motor ist das reinste Sahnestück (die beste 2 Litermaschine seiner Zeit - laut Fachpresse und eigener Meinung), geht verdammt gut für seine 115 Ps (9,8 s 0-100 km/h), hält 40 im 5.Gang ohne Stottern aus und zieht promblemlos aus diesem Tempo hoch bis Tacho 220 (Werksangabe 198 km/h). Zwischen 2500 und 5000 U/min geht er am Besten, darüber fängt er dann, in den ersten 2 Gängen, an ein bißchen zu klingen als ginge ihm die Luft aus...klingt aber nur so. Bei 6500 U/min rennt er dann gegen den Begrenzer, riegelt komplett ab und nimmt kein Gas mehr an bis er wieder auf 5000-5500 U/min gefallen ist.

Ein wahres Phänomen des Motors ist, das er bei 4/5 Gas scheinbar besser geht als bei Vollgas......da bekommt er wohl die fettere Mischung.

Die überragenden Fähigkeiten lassen sich zum Teil auch damit erklären, das der Primera 2.0 bei uns mit "offiziellen" 115 Ps verkauft wurde, wohingegen der gleiche Motor im Ausland 130 Ps hatte.

Auf der Autobahn reicht das Maschinchen aus um neue BMW 320d (E36) zu jagen (er hat angefangen) und zu bekommen, obwohl er sich anhand der aufsteigenden Russwolken (klassische Zeichen für Vollgas beim Diesel) ziemlich gewehrt haben muß.

Die Trinksitten bleiben in Grenzen und pegeln sich zwischen 7.5 Liter SuperPlus (3 Leute + Gepäck bei 25°C Außentemperatur und durchschnittlich 150 Reisetempo) bis 13 Liter Super (5 Leute + Gepäck bei 35° und die ganze Fahrt volle Granate) ein. Im Stadtverkehr sind es beim Fahren im höchstmöglichen Gang (flottes mitschwimmen), so um die 9 - 9,5 Liter. Wen man ihn allerdings ordentlich tritt, bekommt man auch 13 Liter Sprit in Abgase und Vortrieb umgewandelt. Überland waren es so 8,5-9 Liter.

Mit SuperPlus (normalerweise Super) übrigens geht das Wägelchen ab wie Schmidt's Katze, das ist der helle Wahnsinn und es rechnet sich auch noch (mehr Power bzw. weniger Verbrauch, je nach Fahrweise).

Nun zum Fahrwerk, welches nichts für zartbesaitete Fahrer ist (Verwandte mit einem Opel Vectra bezeichnen es als "Knüppelhart", was aber Ansichtsache ist).
Der gebotene Komfort reicht eigentlich, aber er reagiert etwas allergisch auf ausgeprägte Querfugen oder kurze Schläge anderer Art, besonders wenn beide Vorderräder gleichzeitig darüber fahren (gibt herrlich Geräusche im Auto). Auf welligen Buckelpisten (Prinzip der alten Ost-Landstraße) bringt ihn nichts aus der Ruhe und auf Kopfsteinpflaster bleibt er die Ruhe selbst.....kein dröhnen o.ä.. Ich kenn´ da andere Auto´s, die springen da rum als gäbe es kein morgen mehr.

Von der sportlich Seite aus gesehen, ist man jedoch sehr gut bis bestens bedient.....für ein Serienfahrwerk und das ganze mit Serienreifen (185/65 R 14H). Ab Werk stand er auf Dunlop (Bezeichnung weiß ich nicht mehr) und die haben dann auch 3 Jahre strapaziösen Dienst überlebt. Der nächste Satz waren Dunlop SP 2000....geschmeidiger Reifen auf dem Auto....der 2.Primera fuhr auf Semperit (und schon wieder die Bezeichnung vergessen), die waren im starken Regen besser als die Dunlop, haben dafür aber auch in Rekordzeit den Geist aufgegeben.....die äußeren Profilklötzer waren komplett runter und ich bin nicht anders gefahren als sonst.....zackig.

In (wirklich) engen, zu schnell angegangenen Kurven schiebt der Primera über die Vorderräder. Bei langgestreckten Kurven liegt er wie eine 1 und fängt beim Erreichen seiner physikalischen Grenze (liegt leicht jenseits der Angstgrenze) an, über alle "Viere" nach außen zu schieben. Wer jetzt allerdings beherzt (zart ist BESSER) bremst, kann seinem Kofferraum beim überholen zugucken.

Die Lenkung ist servounterstützt und bei höheren Geschwindigkeiten ausreichend direkt und zielgenau.....ein Freund der den Primera mal testweise fuhr meinte aber das sie bei Stadttempo ein wenig zu leichtgängig wäre und damit hatte er eigentlich auch recht.....die erste halbe Lenkraddrehung ist wirklich ein bißchen zu leichtgängig. Das Lenkrad an sich ist dagegen wieder über jeden Zweifel erhaben.....nett anzufassen, nicht zu groß, ausreichend dicker Lenkradkranz, großer Huppralltopf, ansprechendes 3-Speichen-Design und kein Airbag.......im Endeffekt das gleiche wie im Nissan 300ZX TwinTurbo (Z32)


Beim Getriebe handelt es sich um eine typisch japanisches Teil.

Schaltet sich wie ´ne 1.

Die Gänge liegen dicht beieinander (beim Polo II/III z.B. liegen der 1. & 3. soweit auseinander, wie beim Primera der 1. & 5. Gang) und lassen sich schnell und ohne Kraftaufwand flüssig/exakt einlegen. Einzig der Rückwärtsgang muß mit Trick eingelegt werden (klassische Japanerschwäche). Zuerst in den 1.Gang (um die Zahnräder zu ordnen) und dann mit Nachdruck (keine Gewaltakte) in den Rückwärtsgang, dann ist er meistens drin (eine alte Macke bei Nissan). Bei älteren Modellen (hohe Laufleistung) gibt es ansonsten immer einen leichten Schlag, wenn man gleich den Rückwärtsgang einlegt (Synchronisierung nutzt sich auch ab) und geschmeidig für die Technik ist das ganz sicher nicht.


Auto´s werden halt auch älter und entwickeln "liebenswerte" Charaktereigenschaften.

Die Bremsen sind ein Kapitel für sich, eigentlich richtig geil die Teile (rundum Scheibenbremsen beim 2.0, vorne innenbelüftet), wenn sie "warm" sind, verzögern sie atemberaubend, sollten sie doch zu heiß werden, geht das Bremspedal ein wenig nach unten weg,
z.B. bei 3 maliger Vollbremsung aus 200 auf der BAB.
Sie bekommen einfach nicht genug Frischluft (wurde bei der Modellüberarbeitung berichtigt) bzw. die Serienfelgen sind zu klein oder aber man bekommt trotz Rechnung 2 Jahre lang die Bremsflüssigkeit nicht gewechselt, sondern nur aufgefüllt, was ein großer LEBENSWICHTIGER Unterschied ist...SCHEIß SKRUPPELLOSE WERKSTATT/Nachbar.

Die Bremse hat einen klar definierten Druckpunkt und ist auch ohne ABS (wurde erst 94/95 Serie, vorher gegen Aufpreis) gut beherrsch-/ kontrollierbar.
Man hat es sprichwörtlich im Fuß, ob sie blockieren oder nicht.

Bei früheren Modellen quietschten die Bremsbeläge/-scheiben, was zwar nervig, aber in keiner Weise gefährlich ist. Wurde aber, glaube ich, Ende 93/94 durch Materialwechsel aus der Welt geschafft (vorher gab es immer Antiquietschpaste in der Werkstatt).
Im Jahre 93 oder 94 gab es auch eine Rückrufaktion wegen poröser Bremsschläuche und defektanfälliger Benzinpumpe......da sollte man sehr drauf achten, wenn man sich den mal eine gebrauchte Benzinpumpe bei SEIK oder so kauft.

Die Lichtanlage ist sehr gut (in all den Jahren nur 2 kaputte Lämpchen)und das Aufblendlicht hat beinahe Waffenqualität (bei Aufblendlicht gehen alle 4 Lampen vorne an), hat aber bis Bj.94 zu viel Streulicht nach oben.
Das kam daher, daß der Primera in Sunderland (Schottland) gebaut wurde/wird und seine Scheinwerfer, die eigentlich für Linksverkehr sind, nur auf Rechtsverkehr umgebaut wurden (anderer Reflektor und Streuscheibe). Ab der Modellpflege 94/95 hat er dann neue, eigens für Rechtsverkehr gefertigte Scheinwerfer bekommen.

Es gab da auch mal das Gerücht der Primera wäre nur vom Vectra abgekupfert (von verschiedenen dt. Autozeitungen hartnäckig behauptet), was aber garnicht geht, weil der Primera 1. früher entwickelt wurde und 2. auch schon früher auf dem Markt war (in Japan/Großbritannien).
Mal wieder so eine Unterstellung der dt. Presse (beim schaffen von Vorurteilen sind sie echt gut).

Was jap. Fahrzeuge angeht sollte man sich (fast) nie auf die dt.Presse verlassen...immer schön selber fahren. Mein Meister des Vertrauens sagt immer "...die fahren die Autos garnicht, die sehen sie einmal an und meinen sie wüßten schon alles".
Ich sage die versuchen dt. Autos schön zu schreiben, z.B tolle Habtik des Amaturenbrettes im Golf III/Polo III/IV...bei mir ist und bleibt das Hartplaste, mag sie noch so schön geriffelt sein.

Nun noch ein paar Tips (für Primera 2.0 SLX) worauf man beim Gebrauchtkauf achten sollte.
Dazu sei allerdings noch zu erwähnen, das meine Werkstatt glaubt am Km-Zähler wurde gedreht. In echt hätte der Wagen 100 TKm mehr runter als angegeben, also 280.000 TKm.

-Kupplung...kam bei ungefähr 150Tkm. Als Test...3.Gang einlegen, Handbremse anziehen und Kupplung langsam kommen lassen und kein Gas geben. Wenn er abwürgt gut, falls die Kupplung jedoch "rutscht" und nicht greift...wird sie wohl demnächst fällig (Kostenpunkt 450 DM für die komplette Kupplung und ja keine Billigkupplung nehmen). Ferner kommt irgendwann das Kupplungsseil (Teflonbeschichtung löst sich ab), was sich durch ein knarrzendes Geräusch und/oder erhöhten Kraftaufwand beim Kupplung treten bemerkbar macht (Kosten ca. 120 DM).

-Antriebswellen (die vom Motor/Getriebe zu den Rädern), kam bei ca. 140Tkm...wenn sie dann anfangen den Geist aufzugeben, hört man ein schnelles metallisches Klackern aus Richtung Vorderrad. Als Test...1.Gang einlegen, rechtwinklig (bzw. eng) abbiegen und ordentlich Gas geben. Wenn es dann klackert, sind die Lager ausgeschlagen und die Welle fängt an sich festzufressen (dauert -kann- ca. 3/4 Jahr bis Exodus)...Kostenpunkt 350 DM pro Seite

---UPDATE---Antriebswellen

Habe das Auto mit 180.000 km abgegeben und sie halten immer noch.

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-Different ial, kam bei 155Tkm...wenn es anfängt den Geist aufzugeben zieht der Wagen mehr oder weniger in eine Richtung beim Gasgeben. Als Test erstmal den Leerlauf rein und rollen (mit ca. 80 km/h) lassen, dabei schauen ob der Wagen geradeausläuft, dann Gang einlegen (3. oder 4.) und langsam aber bestimmt gasgeben, wenn der Wagen jetzt in eine Richtung zieht (bei mir war es links), cést la vi...kaputtes Differential, oder es ist was an den Querlenkern vorne (war es bei einem Freund).

Weiterhin macht sich ein defektes Differential durch Unruhe im Lenkrad und leichte Schlängellinien bemerkbar.
Vorsicht ist in diesem Falle beim Gaswegnehmen geboten, der Wagen versetzt teilweise sehr stark (bei 150 auf der Autobahn ungewohlter Spurwechsel....wenn man es nicht darauf gefaßt ist).

Beheben kann man das nur durch reparieren (3000 DM aufwärts) oder austauschen, durch Gebrauchtgetriebe (1000-1500 Märker für ein Getriebe mit 50-75 Tkm Laufleistung....meiner Meinung/Erfahrung nach die bessere Lösung).

---UPDATE---Differential

Das Differential hat bis zum Verkauf bei 180.000 km gehalten und nicht so gewirkt als wenn es gleich den Geist aufgibt. Mein Meister meinte aber "es müßte eigentlich", naja das Auto hat halt meine Liebe erwidert.
------------------------

-Getriebe, kam bei ca. 110Tkm (Schaden wurde vom Vorbesitzer verschwiegen und war beim Kauf noch nicht bemerkbar). Dies ist absolut kein normaler Fall, der Vorbesitzer muß die Gänge wohl ohne Kupplung eingelegt haben. Bei mir war es der 5.Gang, der bei starkem Gasgeben ab und zu raussprang. Die Ursache ist absolut lächerlich, da hat sich dann meistens nur irgendein Wellenlager (an und für sich Pfennigkramm) im Getriebe um 2 oder 3mm verschoben, was zur Folge hat, daß sich die Zahnräder einseitig abnutzen und der Gang halt rauspringt.

Reparieren kostet ca. 3000,-(bei einer Vertragswerkstatt, mach´ ich nie wieder), da macht sich ein Austauschgetriebe besser und das Problem mit dem Differential ist dann auch gleich gelöst.

Als Test für dieses Problem, sollte man beim Gasgeben die Hand am Schaltknüppel lassen (sanft auflegen). Macht dieser dann ungewöhnlich "große" Zuckungen/Bewegungen in Längsrichtung, hat man das oben beschriebenen Problem im Anfangsstadium (das hätte ich früher wissen sollen). Wird das Problem nicht behoben, gehen die einzelnen Gänge langsam nach und nach flötten und springen raus. Das Getriebeproblem ist auch abhängig vom Schalt stil...ich bin Schnellschalter (ca.1 Sekunde für einen Schaltvorgang...nie gemessen), kein Reißer.

-Simmerringe, hierbei handelt es sich um ein typisches Werkstattproblem.
Die Simmerringe kosten Pfennige und sind fast überlall zum Abdichten eingebaut (Getriebe, Antriebswellen usw.) und hier kommen nun die Werkstätten in´s Spiel. Wenn diese Ringe nicht 100pro paßgenau eingebaut werden (nur mit Spezial-Nissan-Werkzeug möglich), läuft Öl aus. Das Problem hatte ich 3 mal (2 mal bei Vertagswerkstätten), bis ich die richtige Werkstatt gefunden habe. Also wenn irgendwas an Antriebsteilen oder Getriebe gemacht wurde und hinterher Ölflecken unterm Auto sind, kann das "wahrscheinlich" an der Werkstatt liegen...hingehen, angucken lassen und eventuell auf die Finger klopfen und Mängelbeiseitgung verlangen.

Benzinpumpe...bis ca. Mitte 93 wurden Benzinpumpen eingebaut die Materialfehler hatten (zu schnelle Abnutzung irgendwelcher Kohlestifte im Innenleben), das Problem wurde aber durch eine Rüchrufaktion behoben. In einem solchen Falle sollte der Vorbesitzer einen Schrieb haben wo drauf steht, ob das gemacht wurde oder nicht (Hatte meiner nicht, aber aus Schaden wird man klug). Wenn nicht, kommt irgendwann die Benzinpumpe...Kosten ca. 400,-, für eine gebrauchte Pumpe. Hatte ich 2 mal, weil meine (1.) freie Werkstatt/Nachbar keine Ahnung von Nissan hatte.

Türschweller, hier hat sich bei früheren Modellen immer mal wieder Dreck verfangen (unten) und zu Rost geführt, wurde aber auch auf Garantie behoben und neu lackiert. Hier sollte man nachfragen ob das auch gemacht wurde. Ansonsten ist Rost aber kein Problem (größtenteils verzinkt, ca.80%) .

Die hier beschriebenen Probleme beziehen sich auf das 2 Litermodell, beim 1,6er dürfte das nicht oder viel später auftauchen, hat halt weniger Drehmoment und damit weniger Belastung/ Verschleiß.
Die Probleme können, müßen aber nicht bei den beschriebenen Laufleistung auftreten, können aber früher oder später kommen. Bei mir lag es zum Teil an der fehlenden Pflege des Vorbesitzers ( beim 2.Primera) und/oder daran das mein Fahrstil (sportlich, nicht selbstzerstörerisch) so viel anders war als der des Vorbesitzer. Manche fragen sich jetzt..."Warum hat er das Auto behalten"...ich liebe es, was sehr viel über seine Qualitäten aussagt.

Man trennt sich auch nicht von seinem Mäuschen, nur weil es manchmal zofft, dafür sind die Versöhnungen zu schön.

Im Endeffekt kann man aber sagen, daß das Auto absolut zuverlässig ist. Der 1.Primera (5 Jahre im Familienbesitzt) war NIE außerplanmäßig in der Werkstatt, nur die normalen Inspektionen/Rückrufaktionen s.o..... bis er von zwei dt. Eichen angesrungen wurde. War wohl der falsche Umgang für ihn.

Achso, jetzt noch was zum Thema Sicherheit. Ich kann beruhigten Herzens (und aus eigener Erfahrung) sagen das der Primera so Einiges aushält...mit 5 Leuten und 130 gegen 2 Bäume -erster Treffer vorne links, dann Dreher und rückwärts gegen Nr.2...Ergebnis 1 Schwerstverletzter (Fachjargon...ich fand´s übertrieben), 1 Schwerverletzte (Beckenbruch) und 3 Menscher mit nichts...und 4 waren nicht angeschnallt.....Heureka....und alle Insassen leben heute genauso wie früher. Ein anderer Bekannter hat sich mit seinem Primera mehrfach überschlagen und ist hinterher ohne Schrammen und Hilfe wieder ausgestiegen.

Dazu möchte ich bemerken, das ich nicht stolz drauf bin und es war meine Schuld...bin eingeschlafen.....und wieder eine Grenze gefunden ;-(...das Auto konnte garnichts für.

---UPDATE---

Seit dem 9.April 2001 steht der Primera nun beim Händler auf´m Hof....HEUL...Schnief...Verzweifelung.

Erst jetzt weiß ich wie es ist, wenn man ein Auto liebt und es verliert.......MEGASCHEIßE. Hab ihn das letzte Wochenende nochmal Auslauf gegeben und er ist gerannt wie der Leibhaftige.

Ich hoffe bloß das es noch in 2 oder 3 Jahren gepflegte 2-Liter P10-Fließheck´s in atlantisblaumineraleffekt mit Klima, ABS und Schiebedach gibt...wenn nicht verzweifele ich und laß mich einliefern. Aber das gute ist, ein Kumpel von mir bekommt "vielleicht" demnächst einen 2-Liter-P10....

...da wird er mich wohl ab und zu fahren lassen müssen oder es setzt Hiebe, da bin ich gnadenlos...;-)




...er hat sich ´nen Focus geholt....smartes Gefährt, Ford bringt mich zum staunen.....Respekt....und fahren durfte ich nur einmal.....WAR ja KLAR !!

RYA Steini

Rechtschreibfehler sind natürlich beabsichtigt, sowie als kostenloses Extra anzusehen und mit Grammatik hab ich in der 12.Klasse abgeschlossen. Die Kommas und ich haben uns auf Stillschweigen über das gegenseitige Versagen geeinigt. Zum Thema restliche Interpunktion.......mit solchen Kleinigkeiten geb ich mich nicht ab. ;-)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
draagonw25

Nissan

ein Testbericht von 2010-07-10 12:28:46 vom 10.07.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: 4 Zylinder...
Nachteile/Kritik: nichts
Fabrikat Nissan
Verkaufsbezeichnung Primera 1.8 visia
KBA Herstellerschlüssel 9648
KBA Typschlüssel 0
Interne Modellbezeichnung -
Hersteller-Adresse (D) Renault Nissan Deutschland AG, Renault-Nissan-Straße 20, 50321 Brühl, Tel.: 02232-57-0
Hersteller-Adresse (Int.) Nissan Motor Co. Ltd., 17-1, Ginza 6-chome, Chuo-ku, Tokyo 104, Japan
Produktionsbeginn 2002
Produktionsende 2 007
Karosserie
Aufbau Limousine mit Schrägheck
Türen Hintergrund:
Heckklappen bei Schrägheck- und Kombilimousinen sowie bei Coupés zählen als Tür.
Opel Meriva 5
Sitzplätze 5
Motor & Kraftübertragung
Interne Motorbezeichnung -
Bauart Reihe
Zylinderzahl 4
Einbaulage Frontmotor quer
Hubraum 1769 cm³
Leistung 85 kW (116 PS)
bei 5600 U/min
Bohrung x Hub 80,0 x 88,0 mm
Verdichtung 9,5:1
Ventile/Zylinder 4
Lage der Nockenwelle und Ventile hängende Ventile, zwei obenliegende Nockenwellen
Gemischaufbereitung Einspritzung, Multipoint
Aufladung Keine
max. Dehmoment Hintergrund:
Der maximale Drehmoment gibt die Zugkraft eines Motors in Newtonmeter (Nm) an. bei einem Dieselmotor ist er konstruktionsbedingt größer als bei einem Benzinmotor.
163 Nm
bei 4000 U/min
Partikelfilter -
Lichtmaschine -
Batte rie -
Spezifische Leistung 48,0 kW/l
65,5 PS/l
StartStop -
Antriebsart Frontantrieb
Sc haltgetriebe 5 Gänge
Automatik 4 Stufen
Fahrleistungen mit Schaltgetriebe
0 auf 100 km/h Hintergrund:
Die Beschleunigungsleistung ist nur ein in Maßen objektiver Wert: Selbst die Hersteller messen zum Teil unterschiedlich. Einfluss haben unter anderem Messgewicht und Luftdruck. In der Regel korrigieren die Hersteller die auf dem Werksgelände gemessenen Werte auf 1000 mbar Luftdruck (Meereshöhe), 20 ºC Aussentemperatur und 43% Luftfeuchtigkeit - die EU-Normwerte, die auf den meisten Leistungsprüfständen angewendet werden.
11,9 s
Höchstgeschwindigkeit 194 km/h
Leistungsgewicht 16,0 kg/kW
11,7 kg/PS
Fahrwerk
Vorderachse Doppelquerlenker
Federbein
Querstabilisator
Hinterachse Verbundlenkerachse
Federbein
Querstabilisator
Servolenkung Serie
Bremsen vorne innenbelüftete Scheibenbremsen
Bremsen hinten Scheibenbremsen
Serienbereifung 205/60 R 16 H
Felgen vorne -
Felgen hinten -
Lenkübersetzung -
Lenkumdrehungen -
Wendekreis -
Sicherheit
Antiblockiersystem (ABS) Hintergrund:
ABS verhindert bei starkem Bremsen ein Blockieren der Räder. Dadurch kann der Fahrer den Wagen selbst bei einer Vollbremsung noch lenken und so einem Hindernis ausweichen. Außerdem gibt es keinen Bremsplatten mehr.
Serie
Antriebsschlupfregelung Hintergrund:
Die auch Traktionskontrolle genannte Technik verhindert ein Durchdrehen der Antriebsräder etwa bei Straßenglätte oder Nässe.
Optional
Elektronisches Stabilitäts-Programm Hintergrund:
ESP wirkt Schleuderbewegungen des Autos entgegen und verhindert ein Ausbrechen des Fahrzeuges durch das individuelle elektronische Abbremsen an bis zu drei Rädern und das Abregeln der Motorleistung.
Optional
Seitenairbags Serie
K opfairbags Serie
Verbrauch mit Schaltgetriebe Hintergrund:
In den Euromix-Verbrauchswert geht der Stadtverbrauch mit 36,8% und der Überland-Verbrauch mit 63,2% ein.

Kraftstoffart Super
Ø-Verbrauch L/100 km 7,4
Innerorts L/100 km -
Außerorts L/100 km -
CO2 Emission Hintergrund:
Der CO2-Ausstoß ist direkt abhängig vom Verbrauch und von der Kraftstoffart. Der Umrechnungsfaktor beträgt für Benzinmotoren 24, für Dieselmotoren 27. Bei uns finden Sie entsprechend den tatsächlichen Ausstoß, nicht die gerundeten offiziellen Angaben der Hersteller. Gerechnet wird nach der Formel: ø-Verbrauch in l/100 km x Faktor = CO2 in g/km.
177,6 CO2 g/km
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:weniger hilfreich
Zuverlässigkeit:Zuverlässigkeit von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Fahreigenschaften:Fahreigenschaften von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Fahrkomfort:Fahrkomfort von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Empfundene Qualität:Empfundene Qualität von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Bedienung:Bedienung von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Platzangebot:Platzangebot von Nissan Primera  Auto: 5,0 großzügig
Modelljahr:2003
Service:Service von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Dauer des Besitzes/der Nutzung:seit 1 Monat
Häufigkeit der Nutzung:häufig
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Kommentare
barbu
barbu, 19.07.2010
ein bisschen unübersichtlich. wäre toll wenn du den bericht etwas sortierst und ihm überschriften vergibst. dann mir bescheid geben! dann lese ich erneut und bewerte ggf. um.
silvernightcentral
silvernightcentral, 10.07.2010
sry, kein einziger satz mit drin! bitte keine rachebewertungen. danke
Likelihood
Likelihood, 14.07.2010
super! freue mich immer über gegenlesungen!
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monomood

Primera eGT Sport Limousine aus dem Land des Lächelns

ein Testbericht von 2006-09-01 12:33:09 vom 01.09.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Verbrauch, Sitze, Fahrkomfort, Leistung...
Nachteile/Kritik: umklappbare Rücksitze, hakelige Schaltung
Nachdem ich Ihn nun seit knapp einem Jahr den verschiedensten Beanspruchungen unterzogen habe, ist es an der Zeit meine doch sehr unterschiedlichen Empfindungen in einem Bericht zusammen zu fassen.

Um dem chronlogischen Ablauf gerecht zu werden seien im Nachfolgenden kurz die Umstände umrissen, die mich zum Kauf des Nissans bewegten.

An einem Tag wie jedem anderen fuhr ich mit meinem damaligen Volvo 440 von Berlin nach Potsdam auf Arbeit, als mitten auf dem Autobahndreieck Funkturm der Motor dieses seltsame Röcheln, dann Schreine, dann Kreischen, dann gar nichts mehr von sich gab. Das bunte Mäusekino am Armaturenbrett, verhieß nichts Gutes. Ich konnte mich doch noch am Ende der Auffahrt in Sicherheit bringen, habe den Herrn im gelben Overall gerufen und die Diagnose lautete Zahnriemenriss und Motorschaden.

So war ich natürlich gezwungen mir binnen kürzester Zeit einen neuen Wagen zu besorgen. Er sollte die Kriterien:

- 5 Türer
- Kein Jedermannsauto
- Sportlich
- moderat im Verbrauch
- ein bischen Schnick Schnack (el. Fensterheber und sowas)

besitzen. Nach kurzer Zeit wurde ich bei Autoscout fündig mit eben jenem:

Nissan Primera P10 eGT
Leistung: 110 KW (150 PS)
Hubraum: 1998 ccm
Baujahr: 1996
Km-Stand: 101.000
2 Vorbesitzer
Extras: Klimaanlage, el. Fensterheber, ABS, Servolenkung
Preis: 2150,00 €
(damaliger Schwackewert)

Nach der Probefart beim zugegebener Maßen etwas dubios auftretendem Gebrauchtwagenhändler mit nicht allzu guten Deutsch Kenntnissen, entschloss ich mich dazu den Wagen zu nehmen. Gesagt getan.

Erste Überraschung:
***********************

Bei der Ammeldung stellte sich heraus, dass der Wagen im Fahrzeugbrief keine Schlüsselnummer zu zweitens vorweißt und somit ein Import-Wagen ist. Bis heute, weiß ich nicht, welche Schlüsselnummer auf den Wagen zutrifft.

Zweite Überraschung:
************************

Der Wagen besitzt keine Leuchtweitenregulierung für die Scheinwerfer. Er besitzt aber eine Ausnahmegenehmigung, welche auch im Fahrzeugschein vermerkt ist. Da schließt sich dann auch gleich die

Dritte Überraschung:
***********************

an. Bei einer Nachtfahrt von leipzig nach Berlin mußte ich feststellen, dass der rechte Scheinwerfer, die Vogelnester im Baumbestand an der fahrbahn und der Linke nur eine Fläche von einem Quadratmeter vor meiner Stoßstange beleuchtete.
Die Erklärung lieferte die

Vierte Überaschung:
***********************

Ein KFZ-technisch versiehrter Bekannter (Ich = Volllaie) teilte mir mit, dass der Wagen mal nen Frontschaden hatte, der nur mit vorsteinzeitlichen Methoden repariert wurde. Da war vorn alles verzogen und die Scheinwerfer waberten da nur so rum. Dieses Problem wurde gelöst durch die


Fünfte Überraschung:
************************

Nach noch nicht mal einem Monat passierte es eines morgens auf dem Weg zur Arbeit, dass mir eine (wie sich später herausstellen sollte sehr uneinsichtige, weibliche Person) die Vorfahrt nahm und vorne links in die Karre bretterte. Das Problem mit dem Frontschaden, war erst mal aus der Welt.
Jedoch nachdem der ganze Versicherungs- und Reperatur-Leihwagen-Marathon abgeschlossen war und ich zum TÜV mußte, teilte mir der ansässige KFZ-Mechaniker quasi als

Sechste Überraschung:
**************************

mit, dass die Klimaanlage nicht anspringt. Erst später stellte sich heraus, das der Flachriemen, der normalerwieise den Klimakompressor antreibt, überhaupt nicht über diesen rüber läuft. Spitze.

So, nachdem ich mich von den Überraschiungen erholt hatte, konnte ich zum alltäglichen Gebrauch des Primeras über gehen und dessen

Fahrleistungen:
#############

beurteilen. Nun, an und für sich ein feines Auto.
Auf der Autobahn brilliert der Japaner durch starken Durchzug ab 120 km/h. So zieht er gleichmäßig bis 190 km/h und dann langsamer bis 230, was, wie ich finde, für die Fahrzeugklasse recht annehmbar ist. Die Geräuschentwicklung hält sich bis 180 auch in Grenzen erst danach ist das Motorengeräusch viel lauter, als das der Reifen und übertönt Gespräche und Musik.
Der Verbrauch liegt bei seniorengerechter Fahrweise (also 120-130) bei 7,5 l. Tritt man aber aufs Pedal, wie Schwarzenegger, wenn er eine Kackerlake zerquetscht, genehmigt er sich gern auch mal 10-11 Liter. Generell ist der Wagen bestens für lange Autobahnstrecken geeignet, da man auch bei 160 noch gut Schub nach vorn verspürt und die Sitze zum entspannten Cruisen einladen (dazu später mehr).

Auch auf der Landstraße fährt sich der Primera ausgezeichnet. Das gegenüber dem Serien 2.0'er etwas straffere und tiefere Fahrwerk läßt einen auch zügig durch die Kurven flitzen und bleibt dabei komfortabel. Will man jetzt wirklich den Pseudo-Schumi raushängen lassen, muss man den Primera stets in hohen Drehzahlen fahren, da der Schub "unten rum" doch deutlich zu wünschen übrig lässt. Ab 2800 U/min geht er dann aber ganz ordentlich bis bei 7500 der Begrenzer zum schalten auffordert. Der Verbrauch pegelt sich hier unter senilem Fahrstil bei 7 Litern ein; fährt man als wäre die GEZ hinter einem her sind es um die 9 Liter.

Im Stadtverkehr ist das Fahren ebenfalls entspannend. Es sei denn, man muß über lange Strecken Stop & Go ruckeln, dann belastet das recht schwergängige Kupplungspedal das Fußgelenk doch enorm. An der Ampel kommt man auch gut weg und der Schub reicht um den Ameisenkiller-GTI vom benachbarten Muckibudenbesucher stehen zu lassen. Wie gesagt in hohen Drehzahlen ist alles möglich. Einzig als etwas störend empfinde ich die langen Schaltwege und das bekannte Problem mit dem Rückwärtsgang.

Die vier Scheibenbremsen (vorn innenbelüftet) greifen auch ganz ordentlich, lassen sich gut dosieren und sorgen für einen schnellen Stand. Das man jetzt nicht die Präzision einer Porsche-Bremsanlage erwarten kann ist aber selbstverständlich.
Ist der Untergrund mal so griffig wie ein frisch gebohnertes Museumsparkett, hilft das ABS um die Reifen nicht blockieren zu lassen und den Bremsweg zu verkürzen.

Die Servo-Lenkung ist angenehm direkt und auch etwas Drehzahl gesteurt. Heißt, man muß sich nicht einen abbrechen um aus der Parklücke zu manövrieren und im Gegensatz auch nicht annehmen, dass man in der Leitplanke landet, wenn sich auf der Autobahn eine Fliege aufs Lenkrad setzt.

Negativ aufgefallen ist mir der vergleichsweise hohe Ölverbrauch von einem Liter auf 1000 Km. Da werden einige jetzt müde lächeln aber der Primera verbraucht normalerweise so gut wie kein Öl. Könnte also auch an einem speziellen Deffekt meines Wagens liegen.

Innenraum:
#########

Dieser versprüht jetzt nicht unbedingt den Rennfahrercharme den man von einem Grand-Tourismo-Fahrzeug erwarten würde. Es dominiert Plaste und Elaste in zeitlosem grau. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen sind alle Bedienelemente übersichtlich angeordnet und gut erreichbar. Toll ist, dass das Radio auf einer Höhe mit dem Schalthebel ist und man nur den Zeigefinger ausstrecken muß, um die Tasten zu betätigen :).
Auch bei Nachtfahrten läßt das Cockpit nichts an Übersichtlichkeit vermissen. Die regelbare Armaturenbrettbeleuchtung erstrahlt in niederfrequentem Weiß, so dass auch niemand geblendet wird. Die zusätzlich zur Innenraumbeleuchtung vorhandenen Leselampen für Fahrer und Beifahrer erleichtern das Studium von Kartenmaterial in verdunkelten Großstädten erheblich.
Gewöhnungsbedürftig sind die el. Fensterheber, welche bis auf den vom Fahrer von der Mittelkonsole aus bedient werden. Hat man sich aber dran gewöhnt, stört es auch nicht mehr.
Platz ist im Innenraum des Primera mehr als genug vorhanden. Sowohl vorn als auch hinten muß nach längeren Fahrten niemand über Wasser in den Beinen und klaustrophobische Anfälle meckern. Da ist wohlfülen wie im Wohnzimmer angesagt. Apropos wohlfühlen: Das heimliche Highlight im Innenraum des Primera sind die Sportsitze vorn. Ich kann nicht behaupten jemals in einem Fahrzeug mit auch auf längeren Fahrten so bequemen Sitzen gesessen zu haben. Die Sitze gewährleisten sowohl sicheren Seitenhalt bei kurvigen Strecken und quietschenden Reifen als auch einen nicht zu verachtenden "Reinlümmel"-Faktor vor allem für den Beifahrer.
Das lederbestickte Lenkrad mit integriertem Airbag im 4-Speichen-Design liegt gut in der Hand, könnte für meinen Geschmack aber etwas dicker sein.
Die Lüftungsautomatik läßt sich sehr komfortabel über Auswahltasten (wo soll es blasen?), einem Schieberegler (mit welcher Temperatur soll es blasen?) und einem Drehregler (wie stark soll es blasen?) bedienen. Eine zusätzliche Taste dient zur Aktivierung der Klimaanlage (über deren Funktionalität ich ja nicht sooo viel aussagen kann :( )

Insgesamt also stimmig und komfortabel. Als einziges unangehmen empfunden habe ich die klapprige Verarbeitung vor allem der Türen und der Fenster, positiv fällt noch der Beifahrer-Airbag auf.

Kofferraum:
##########

Dieser ist riesig (460 Liter) und bietet genug Platz für sämtliche Einkäufe. Einziges gewaltiges Manko, dass mir bei meinem Umzug extrem negativ aufgefallen ist, stellen die umklappbaren Rücksitze dar. Das Umklappen ist an sich kein Problem, allerdings entsteht (warum auch immer?) nur eine ovale Öffnung zum Kofferraum, also kein direkt erweiterter größerer Raum. Tischplatten, die ungefähr 5/8 der gesammten Rückbankbreite einnehmen, kann man nicht transportieren, da sie ja nicht durch diese Öffnung passen. Habe ich sonst noch nie bei einem Auto gesehen und frage mich, was sich die Konstrukteure dabei gedacht haben.

Design:
######

Insgesamt unauffällig und etwas bieder aber mit kleinen Verbesserungen gegenüber der Serienlimousine präsentiert sich der eGT. Dazu zählen neben den lackierten und etwas größeren Front- und Heckstoßfängern (die Frontstoßstange mit Nebelscheinwerfern) auch dezente Seitenschweller und ein ekelhaft riesiger, die Sicht nach hinten versperrender Spoiler. Grauenhaft häßlich. Leider kann man den nicht so ohne weiteres abmachen, da er in die Kofferraumklappe eingeklippt ist und demzufolge Löcher hinterlassen würde. Es soll ja tatsächlich Leute geben, die sich mit sowas freiwillig den Wagen verschandeln. Grauenhaft, wenn dann so eine vollverplastete Karre mit lächerlichem Ofenrohr hinten dran an einem vorbei braust (umtz, umtz, umtz...). Aber ich scheife ab...
Cool ist der rote 2.0 eGT Schritzug am Heck des (wie meinem metalic-grünen) Wagens.
Die 14" Alufelgen mit 195 60 R14 V Bereifung sind jetzt nicht unbedingt das Maß der Dinge an Ästhetik aber immer noch besser als Radkappen und Aspahlttrennscheiben.

Unterhalt:
#########

Wie alle Import-Wagen ist der Primera eGT auch auf Grund der höheren Leistung in der Versicherung teurer eingestuft als vergleichbare deutsche Wagen.
Im Moment zahle ich knapp 800 € Versicherung.
Durch die Euro 2 Norm muß man allerdings "nur" 300 und zerquetschte € Steuern abdrücken.
Wenn man anständig und zurückhaltend fährt, hält sich auch der Spritverbrauch in Grenzen. Das Auto frisst einem also auf keinem Fall die Haare vom Kopf.
Recht teuer ist die Bereifung, da V-Reifen für das Maß recht selten sind. Ich habe bei ATU für 4 Sommereifen mit Montage 300€ bezahlt und das war das günstigste,was ich bekommen konnte. Was Werkstattkosten anbelangt, kann ich keine Auskünfte geben.

Bekannte Macken:
****************

Rost in den Radläufen, kaputte Querlenker, durchgegammeltes Flexrohr oder Flammrohr, Schrittweises Versagen der Armaturenbeleuchtung.
Keines davon, bis auf die Auspuffproblematik (fahre auf Grund des vergammelten Gewindes zur Zeit ohne Lambda-Sonde und das ohne mehr Spritverbrauch!!!) hat mich bis jetzt getroffen. Alles was sonst an Kleinigkeiten anfiel, konnte der KFZ-versierte Bekannte ohne großen Aufwand erledigen.
...
Produktbewertung: 6
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Zuverlässigkeit:Zuverlässigkeit von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Fahreigenschaften:Fahreigenschaften von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Fahrkomfort:Fahrkomfort von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Empfundene Qualität:Empfundene Qualität von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Bedienung:Bedienung von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Platzangebot:Platzangebot von Nissan Primera  Auto: 5,0 großzügig
Modelljahr:1996
Service:Service von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Dauer des Besitzes/der Nutzung:seit 1 Jahr
Häufigkeit der Nutzung:so oft wie möglich
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Kommentare
Bayer04-Fan
Bayer04-Fan, 01.09.2006
sh
mami_online
mami_online, 03.09.2006
Überraschung.... Erstbericht, dann noch über ein Auto, und dann so gut gelungen.. GLÜCKWUNSCH!!! LG, Nicole
morla
morla, 01.09.2006
sh
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diginator

Über einen alten Benzinsaufer von Nissan...

ein Testbericht von 2006-06-16 18:55:47 vom 16.06.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Verbrauch, Optik?...
Nachteile/Kritik: einiges aber nichts schlimmeres...
Willkommen zu meinem Testbericht zum Nissan Primera 2.0:



Also, meine Mutter fährt seit ca. 5 Jahren einen roten Nissan Primera 2.0. Eigenartigerweise hat er nicht, wie hier bei Ciao angegeben 140 PS, sondern nur 116, was umgerechnet 85kw’s ausmacht. Warum da 140 PS stehen weiß ich nicht – der Nissan Primera 2.0, den meine Mutter hat, hat halt nur 116. Wer mehr darüber weiß, kläre mich bitte mittels Kommentarfunktion auf. Danke.

Ciao meint, hier sollen wir doch vordringlich Erfahrungsberichte posten. Stimmt, ist richtig, wird auch gemacht. Ich darf das Auto nämlich auch des öfteren fahren – meistens wenn es dreckig ist, in die Werkstatt oder eben getankt werden muss. „Junge mach doch mal.“ Ich hör es schon fast wieder.

Da wir grad beim Tanken sind. Trotz seiner 2-Liter-Maschine und bei normaler Fahrweise verbraucht der Primera nicht mehr als 8,2 l. Halt ich nicht für zu viel. Es gibt hierbei aber auch Ausnahmen. Eine wäre zum Beispiel, wenn ich mir das Auto über einen längeren Zeitpunkt leihe und es auf der Autobahn ein wenig „trete“. Die Tachonadel zittert dann schon mal bei 210km/h (wenn alles optimal läuft) und der Spritverbrauch steigt auf 11,5 l. Also, ich mein jetzt bei meiner Fahrweise.

Reden wir mal über Platz. Man fährt ja nicht nur alleine.
Also Platz ist massig genug. Vier Personen (zur Not auch fünf) können mit diesem Auto bequem auch über längere Strecken fahren. Durch die, ja ich möchte fast sagen, optimale Beinfreiheit ist ein fast ermüdungsfreies Fahren angesagt. Ach ja, vier oder fünf Personen machen dem Auto fast nix. Ich meine jetzt, und das halte ich für wichtig, das Handling des Autos. Ob bremsen oder schnelle Kurvenfahrten, die ca. 300 kg mehr im Auto werden fast nicht bemerkt.

Bleiben wir gleich mal ein wenig bei der Sicherheit. Ich weiß nicht ,ob man bei den Autos der heutigen Zeit hier noch alle Selbstverständlichkeiten wie ABS oder Airbags aufzählen muss. Der Nissan Primera hat sie auf jedenfalls alle, incl. Kat.

Innenausstattung ist bei diesem geräumigen Fahrzeug für meine Begriffe optimal. Alles, was irgendwie elektrisch (sinnvoll) betrieben werden kann, geht auch elektrisch. Fensterheber, beidseitige Spiegelverstellung – das Sinnvolle halt.

Apropos sinnvoll: Meine Mutter hat sich gleich vom Werk aus eine Freisprecheinrichtung mit einbauen lassen. Prima, dann können die ihr mit ihren neuen Gesetzen nix anhaben – im Auto meiner Mutter ist sie (gegen Aufpreis) schon drin.

Oben hab ich geschrieben, dass ich dieses Fahrzeug auch in die Werkstatt begleiten soll. Ja, mach ich auch. Bis dato aber nur zu den turnusmäßigen Serviceintervallen. Leute, ich weiß nicht, wen meine Mutter bestochen hat, aber das Auto war noch nie kaputt. Einmal hat sich ein Pfeiler genau in den Weg Ihres Rückspiegels gestellt. Ich fand dies eine Unverschämtheit von diesem Pfeiler – der Rückspiegel konnte leider nichts mehr sagen. Er wurde mit samt einer Zierleiste beerdigt und ist jetzt im Ersatzteilhimmel. Sein durch die Werkstatt schnell angebrachter Kumpel versieht seine Arbeit dank Spiegelheizung auch im Winter hervorragend.

Jetzt ziehe ich noch ein schnelles, persönliches


Der Nissan Primera 2.0, so wie ihn meine Mutter hat, ist zwar mit seinen ca. DM 40.000,- für mich etwas zuuu preiswert – wer ihn sich aber leisten kann, hat ein durchweg solides Auto, welches für meine Begriffe kaum Wünsche offen lässt.
Das Fahrverhalten ist auch in schwierigen Situationen vorbildlich und sogar in Extremsituationen hatte ich das Fahrzeug immer unter Kontrolle.
Bei der Innenausstattung habe ich keine Mängel gefunden und auch bei längeren Fahrten wird der Wagen nicht unbequem.
Ich persönlich halte den Spritverbrauch für die Leistung angemessen.
Ein ganz winzig kleiner Wermutstropfen fällt auf die Einstufung in der Schadensklasse. Sie erscheint mir – ist aber so glaube ich bei allen Japanern so – etwas zu hoch.

Summa summarum würde ich dieses Auto einmal als Familienkutsche, aber auch für den etwas sportlicheren Fahrer empfehlen.

Ich möchte aber auch diese „Automeinung“ dazu nutzen, Euch noch einmal an eine wichtige Sache im Straßenverkehr zu erinnern: Don’t drink and drive – oder zu gut deutsch: Laßt bitte den blöden Alkohol, wenn Ihr noch mit einem Fahrzeug unterwegs sein müßt – Danke.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Zuverlässigkeit:Zuverlässigkeit von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Fahreigenschaften:Fahreigenschaften von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Fahrkomfort:Fahrkomfort von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Empfundene Qualität:Empfundene Qualität von Nissan Primera  Auto: 3,0 mittelmäßig
Bedienung:Bedienung von Nissan Primera  Auto: 3,0 mittelmäßig
Platzangebot:Platzangebot von Nissan Primera  Auto: 4,0 recht großzügig
Modelljahr:2000
Service:Service von Nissan Primera  Auto: 3,0 mittelmäßig
Dauer des Besitzes/der Nutzung:länger als 1 Jahr
Häufigkeit der Nutzung:so oft wie möglich
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Kommentare
honeymaus
honeymaus, 22.06.2006
LG, Manuela
morla
morla, 16.06.2006
sehr hilfreich
topware2002
topware2002, 24.06.2006
....SH...
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bjlghs

Familienkutsche ohne Mängel

ein Testbericht von 2005-01-11 10:28:39 vom 11.01.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: solide, zuverlässig, gut ausgestattet, sparsam, große, praktische Ladefläche, sicher...
Nachteile/Kritik: zu großer Wendekreis, kein Hingucker
Familienkutsche par excellence

Habe im Frühjahr des Jahres 2004 den Primera Traveller 1,8 family plus gebraucht erworben und habe nun bereits knappe 19.000 Kilometer darin verbracht.

Das etwas biedere, aber auch als fast zeitlos einzustufende Äußere ist sicher nicht jedermanns Geschmack (mir gefällt er), aber für mich zählen dann bei einem Auto eher schon die inneren Werte, sprich Technik, Raum, Verbrauch, Unterhaltungskosten und Zuverlässigkeit.

Ich hatte zuvor ebenfalls den Primera Traveller als Diesel und empfinde deshalb den heute gefahrenen 1,8 Liter Motor mit 114 PS als durchaus zügig und wenn nötig auch als schnell. Der Motor ist sicher kein Sprintaggregat, aber die vom Werk angegebenen 191 km/h Endgeschwindigkeit sind sicher zu erreichen und zwar mit nicht so langer Anlaufzeit. Tachonadel 210 hat mein braves Familienauto schon erreicht und ich hatte nicht das Gefühl, dass der Primera Mühe dabei hatte, hohe Geschwindigkeiten auch zu halten.

Das Durchzugsvermögen ist gut, wenn man denn das Gaspedal ganz durchtritt, und insbesondere im oberen Drehzahlbereich (ab 4000 Umdrehungen aufwärts) macht der Motor einen durchaus agilen Eindruck. Der bislang erzielte Verbrauch lag zwischen 6,4 Lietern in Skandinavien (lange Strecken ohne Ampeln mit 70-100 km/h) und etwa 8,5 Litern (zügige Autobahnstrecken gemischt mit Stadt).

Das Innenleben des Primera ist in dieser Ausstattungsvariante als sehr bequem und vielseitig zu beschreiben. Neben dem sehr guten Xenon-Licht ist insbesondere die gut und rasch funktioinierende Klimaautomatik zu loben.
Die elektrischen Fensterheben bewegen die vorderen und hinteren Fenster, die Nissan-Radio-MC- und CD-Abspielanlage mit sechs Lautsprechern wird durchaus gehobeneren Ansprüchen gerecht.

Das Motor- und Reifenabrollgeräusch ist gut abgedämpft, die Sitze, auch die hinten, sind ausreichend lang dimensioniert und bequem, und was besonders wichtig ist, sie bleiben auch auf langen Strecken bequem.

Das Fahrwerk ist solide und man bekommt den Wagen mit seinen 1 1/2 Tonnen Gewicht nur von der Straße, wenn man gröbste Fahrfehler macht. Ansonsten zieht der Primera auch durch schnell gefahrene Kurven souverän durch.

Die Raumgröße ist ausgezeichnet. Mit vier Peronen kann man wie schon erwähnt durchaus bequem verreisen und dabei auch lange Strecken ohne Rückenprobleme der Insassen bewältigen.

Die Ladefläche des Primera ist sehr groß (1,90 m bei umgelegten Sitzen und 67-68 cm hoch, für meinen Airdale genau die richtige Höhe) und insbesondere die Feuchtwanne im Boden der Ladefläche ist sehr nützlich. Im Sommer lassen sich darin sehr gut geschützt und sicher vor Erhitzung Lebensmittel transportieren (wir sind Skaninavienfans, da braucht man so etwas).

Ein Mangel hatte mein Primera allerdings doch. Die computergestützte Temperaturanzeige ist wahrlich ein lustig Ding. Zum einen gab sie bereits einmal den Geist auf (Kulanz Nissan) zum zweiten springt die Anzeige gelegentlich im Sommer z.B. von hohen Plusgraden plötzlich auf minus 30 Grad, wenn ich einmal einen längeren Hupton erzeugt habe. Die Nissan-Werkstatt-Leute meinten, das sei nicht zu regulieren, weil die Leitungsstränge von Hupe und Temperaturfühler nebeneinander verlaufen würden. Man konnte mir aber nicht erklären, was die beiden Leitungen miteinander zu tun hätten.

Die Karosserie macht einen sehr soliden Eindruck. Es klappert nichts, die verwendeten Materialien machen keinen billigen Eindruck, die Türen schließen satt klingend, die Lackierung zeigt auch nach nun vier Jahren Betrieb kaum Schwächen. Rost ist eh kein Thema bei Nissan.

Und die Werkstattpreise halten sich nach meiner Erkenntnis in einem sehr überschaubaren Rahmen, zumal ich bislang in meinen 8 Nissan-- Jahren (Nissan Almera / Primera Traveller Diesel, Primera Traveller 1,8 Benziner) keine außerterminliche Werkstatt-Termine benötigte.

Sowohl Auspuff noch die Bremsen erwiesen und erweisen sich als langlebig und rostresistent (Auspuff), vorausgesetzt, man nutzt den Traveler nicht allzu sportlich.

Fazit:
Wer einen familientauglichen, sparsamen, qualitativ solide gebauten, schnellen und bequenem Kombi braucht, kommt an einem Nissan Primera 1,8 kaum vorbei, zumal der Primera Traveller als Gebrauchtwagen nicht so gefragt (verstehe ich nicht) ist und deshalb für weitaus weniger Geld zu bekommen ist, als meist technisch und ausstattungstechnisch schlechtere Autos z.B. deutscher oder deutschamerikanischer Marken.

Ergänzung:
Verbrauch : ich habe den Primera auch bei strammen Autobahnfahrten noch nie über den Wert von 8,7 L/100Km gebracht, fahre täglich Gemisch Autobahn Landstraße und Stadt, bin allerdings kein ständiger Schnellfahrer (dafür ab und an sehr gern).

Die Unterhaltungskosten (bestehend aus Werkstattkosten, Verbrauch, Steuern und Versicherung und Ersatzteilen -Reifen,Bremsen-) sind aus meiner Sicht relativ niedrig, aber diese Kosten sind bei gleichem Auto sicher bei jedem anders. da ich keine außergewöhnlichen Werkstattaufenthalte hatte, entfallen diese Kosten. Der Reifenverschleiß (fahrstilabhängig) : Vorderräder alle etwa 55.000 Km bisher bei allen gefahrenen Modellen, Hinterreifen sogar erst bei etwa 65.000 Kilometer.

Auspuffteile habe ich in den letzten 8 Jahren gar nicht gebraucht. Versicherung hängt von der Versicherungsgesellschaft ab (möchte für meine hier keine Werbung machen).

Gekauft habe ich den Primera mit einem Tachostand von 12.500 Kilometern als Dreijährigen (Vorführwagen mit längerer Stehzeit) für 13.500 Euro, ein wie ich meine sehr fairer Preis für soviel Auto.

bjlghs
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Zuverlässigkeit:Zuverlässigkeit von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Fahreigenschaften:Fahreigenschaften von Nissan Primera  Auto: 5,0 ausgezeichnet
Fahrkomfort:Fahrkomfort von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Empfundene Qualität:Empfundene Qualität von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Bedienung:Bedienung von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Platzangebot:Platzangebot von Nissan Primera  Auto: 5,0 großzügig
Modelljahr:2001
Service:Service von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Dauer des Besitzes/der Nutzung:seit 1 Jahr
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Kommentare
Overknees
Overknees, 11.01.2005
... gespannt, was so die Inspektionsosten ergeben.

Und wuumlrd mich freuen, wenn Du dem Bericht noch ab und zu Updates goumlnnst... liest sich echt gut.

greetz

Marc A.
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Andre3004

Nissan Primera Traveller

ein Testbericht von 2004-07-07 12:53:30 vom 07.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Motor, Fahrwerk, Kofferraum...
Nachteile/Kritik: empfindliche Kunststoffe im Innenraum, Platzangebot vorne
Testbericht Nissan Prima Traveller 1.8 (116PS) Baujahr 2001


Hallo ich möchte heute über meine Erfahrungen mit dem Nissan Primera Traveller berichten, den ich für einige Zeit von meinen Eltern „in Pflege“ hatte.

Design:

Von außen betrachtet wirkt der Primera eigentlich recht gelungen, von vorn strahlen einen mandelförmige Xenon-Scheinwerfer an, die in Verbindung mit den in der Frontstoßstange untergebrachten Nebelscheinwerfern, eine gewisse Sportlichkeit ausstrahlen. Die Seitenlinie und das Heck fallen da schon etwas schlichter aus. Zwar ist der Primera nicht langweilig oder gar häßlich, aber man sieht ihm schon ein bißchen die Produktionsjahre an, die dieses Modell schon hinter sich hat. Damals galt es halt noch einen wirklich Kombi zu bauen und nicht ein Lifestyle PKW, der etwas mehr Gepäck faßt als ein Stufenheck.

Innenraum:

Von Innen präsentiert sich der Primera recht aufgeräumt, man findet sich schnell zurecht und alles ist gut erreichbar. Einzig die Sitzposition ist für Fahrer über 1.90Meter nicht ganz optimal einstellbar. Sitzt man aber erstmal drin, fühlt man sich doch recht wohl.
Die Aufmachung des Innenraums ist durchaus ansprechend und die Sitze bieten sowohl in der Stadt als auch auf längeren Strecken, einen wirklich angenehmen Komfort.
Kleiner Kritikpunkt im Innenraum wäre an dieser Stelle, die an den Türen verarbeiteten Materialien, denn diese sind doch recht kratzempfindlich und sehen schon nach 2-3 Jahren nicht mehr wirklich schön aus. Außerdem ist leider auch bei diesem Modell festzustellen, dass im Prinzip alles in Ordnung und wunderbar ist, aber leider hier und da immer wieder Geräusche auftreten die nicht wirklich in das Fahrzeug gehören und die Freude über das Fahrzeug etwas trüben. Neben knarren der Kunststoff gesellt sich hier und da leider ein Knacken der Fensterheber hinzu.
Was aber wirklich positiv auffällt ist das Soundsystem mit CD Wechsler (die Boxen sind schon recht ordentlich), die Armlehne hinten in der Rückbank, Die Klimaautomatik und natürlich der sehr große Kofferraum! Bei umgeklappter Rückbank lassen sich hiermit durchaus kleinere Umzüge mühelos erledigen, denn der Primera schluckt schon eine ganze Menge!

Motor/Fahrwerk:

Der 1.8 Motor mit 116 PS kann sich sehen lassen, dank einiger technischer Besonderheiten, wie z.B. variable Einlassventil-Steuerung, zieht der Motor bereits bei 2500rrp ordentlich an und geht dabei angenehm laufruhig und sparsam ans Werk. Wer also mag kann ihn entweder schaltfaul durch die Stadt fahren oder bei Bedarf mit Tempo 200 über die Autobahn jagen, beides stellt für diesen Motor kein Problem da. Das Fahrwerk tut hierbei sein übriges, denn der Primera liegt obwohl er sehr komfortabel ist, auch ordentlich straff auf der Straße und läßt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Schnelle Kurven oder Autobahnfahrten stellen für ihn ebenso wenig ein Problem da, wie lange Pflastersteinstrecken in der Innenstadt.
Gut zu wissen ist in jedem Falle, dass die Bremsen dank ABS, Bremskraftverstärker und elek.Bremskraftverteilung stets ordentlich und sicher zupacken.

Fazit: Ein durchaus gelungener Kombi, der auch wirklich noch als Kombi gewehrte werden darf! Günstig in Anschaffung und Unterhalt bietet der Primera viel Auto für relativ wenig Geld.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Zuverlässigkeit:Zuverlässigkeit von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Fahreigenschaften:Fahreigenschaften von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Fahrkomfort:Fahrkomfort von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Empfundene Qualität:Empfundene Qualität von Nissan Primera  Auto: 3,0 mittelmäßig
Bedienung:Bedienung von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Platzangebot:Platzangebot von Nissan Primera  Auto: 4,0 recht großzügig
Modelljahr:2001
Service:Service von Nissan Primera  Auto: 4,0 gut
Dauer des Besitzes/der Nutzung:länger als 1 Jahr
Häufigkeit der Nutzung:häufig
ulrichmal

Ein Sportliches Arbeitstier

ein Testbericht von 2004-02-29 13:06:45 vom 29.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: günstiger Anschaffungspreis, gute Serienausstatung, viel Platz, Übersichtlich...
Nachteile/Kritik: Ab 140 KM/H recht laut, nicht gängige Reifengröße
Bei meinem 5. Auto war eigentlich die Marke schon im Voraus klar. Es sollte wieder ein Nissan sein. Nach meinen seht guten Erfahrungen mit dem Bluebird wollte Ich das Nachfolgemodel, den Primera. Nur diesmal sollte es ein Kombi sein.


Bei der suche nach diesem Auto fand Ich bei meinem Händler um die Ecke einen Blauen Nissan Primera 2.0 SX Traveler. Der Kaufpreis von ca. 28.000 DM war für einen Jahreswagen mit 27.000 KM recht günstig. Zumal der Neupreis irgendwo bei 35.000 DM liegt ( Grundmodell) . Zusätzlich wurde noch eine Klima Anlage eingebaut, die im Preis inbegriffen war.

Das Model war ein Primera W10, bei diesem ist nur noch der Name Japanisch. Zusammengebaut wurde er in Holland (steht zumindest so im Fahrzeugbrief), der Motor kommt aus England. Der größte Vorteil gegenüber dem Vorgängermodel P10, der äußerlich fast keinen unterschied hat, ist die günstigere Steuer, denn er ist mit Euro 2 eingestuft.


Hier mal die Technische Daten


Model: Nissan Primera 2.0 SX Traveler

Motor: 2,0 L mit 115 PS

Getriebe: 5 Gang Handschaltung

Antrieb: Vorderrad

Bremsen. 4 * Scheibenbremse, Innenbelüftet mit ABS

Bereifung: 195 HR 14

Baujahr: 1997

Ausstattung ( Serie ): Fensterheber vorne, Zentralverriegelung inkl. Heckklappe. Beheizbare Heckscheibe und Spiegel, El. verstellbare Spiegel. Getönte Frontscheibe, el. Schiebe / Hubdach, ABS, Servolenkung, Asymmetrisch geteilte Rücksitzbank (1/3 2/3), Lendenwirbelstütze im Fahrersitz


Extra: Klimaanlage ( nachträglich eingebaut ), Anhängerkupplung



Das Fahrverhalten :

Der Motor ist für das hohe Gewicht ideal. Das 2L 115 PS Triebwerk bringt schon bei niedriger Drehzahl viel kraft auf die Räder, was leider schnell zum durchdrehen der Antriebsräder führt, vor allem auf nasser Fahrbahn.

Ab 3000 U/min wird der Motor erst richtig munter aber leider auch etwas laut. Ab 140 KM/h sollte man ein gutes Radio haben. Bei ca. 5500 Umdrehung ist Schluss, aber das reicht um den Primera auf 200 KM/h zu beschleunigen. Der Verbrach liegt bei 9,5 l / 100KM , fährt man schneller als 170, denn bekommt er erst richtig Durst. Aber für den Altagsgebrauch ist der Verbrach akzeptabel. Es könnte zwar weniger sein, aber durch das hohe Gewicht und die Klima ist da nicht viel zu machen.

Ein weiterer Vorteil des hohen Gewichts und es langen Radstandes ist die geniale Kurvenlage. Der Nissan liegt hier fast wie ein Brett auf der Straße und das mit dem Serienfahrwerk. Auch mit nässe und Schnee hat er keine Probleme. Das ABS sorgt schon dafür das dass Auto beim Bremsen auf der Straße bleibt. Aber ab und zu bricht doch mal das Heck auf glatter Fahrbahn aus, was man mit kurzem Gasgeben wieder korrigieren kann.

Die Schaltung ist ziemlich leichtgängig, ab und zu hakt der Rückwärtsgang.

Über die Klima kann man nicht viel sagen, da es eine halbautomatische ist, die nur die Frischluft runterkühlt und trocknet, was auch im Winter, wenn es draußen extrem feucht ist seht hilfreich sein kann.

Die 4 Innenbelüfteten Scheibenbremsen bringen den Nissan innerhalb kürzester Zeit zum stehen, wobei das ABS das Auto in der Spur hält.

Die Ladefläche ist recht großzügig, da der Primera noch ein steiles Heck hat. Zwischen Reserverad und Ladefläche ist noch mal eine Ablagemöglichkeit, wodurch die Fläche sehr gut ausgenutzt wird und vor allem eine Ebene bildet, diese Fläche kann man durch umlegen der Rücksitze noch vergrößern. Allerdings müssen dazu die Kopfstützen ausgebaut werden.



Fazit:


Der Nissan Primera 2.0 SX ist ein Arbeitstier mit dem man auch mal Sportlich fahren kann. Die Sitze sind sehr bequem, auch dank der Lendenwirbelstütze. Lange Fahrten sind keine Qual

Der Neupreis liegt deutlich unter dem eines vergleichbar ausgestattetem Passat oder Audi. Die Verarbeitung ist sehr gut. Nach 7 Jahren noch kein Rost, und auch ältere Modele neigen nicht zum rosten.

In den Laderaum passt viel rein, die genauen Abmessungen müsste Ich nachlesen, aber eine 2,5 m lange Arbeitsplatte z.B. passt genau rein, allerdings muss dann der Beifahrer auf den Rücksitz.

Um die Motorleistung voll auf die Straße zu bringen braucht es etwas Gefühl im Fuß.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
MAXwell77

Viel Platz und zuverlässig

ein Testbericht von 2002-10-01 15:06:45 vom 01.10.2002
Empfehlung: ja
Hallo. Vor einem Jahr entschloß ich mich von meinem Mazda zu trennen. Er hatte 7 Jahre gut gehalten, doch es wurde Zeit für ein neues und etwas größeres Auto. Es stellte sich nun die Frage, welches? Da ich jetzt einen Bericht über den Nissan schreibe, kann sich jeder vorstellen auf welches Auto meine Wahl gefallen ist. Ich kaufte mir einen Nissan Primera (Kombi) Baujahr 9/98. Er hatte zu diesem Zeitpunkt 50000 km runter. Nachdem ich das Auto jetzt schon länger besitze und etliche Kilometer gefahren bin, bereue ich meinen Entschluß überhaupt nicht. Ich werde jetzt etwas über meine Erfahrungen und Eindrücke zum Auto berichten.

Am besten ich fange von Außen an. Aussehen ist ja bekanntlich eine Geschmackssache. Ich persönliche finde die Optik in Ordnung. Besonders die Frontpartie sieht hervorragend aus. An das Heck mußte ich mich erst etwas gewöhnen aber mit der Zeit finde ich es auch ok. Der dunkelrote Metalliclack läßt mein Auto immer sauber aussehen. Eine Dachreling bessert nicht nur das Design auf, sondern glänzt auch durch ihren praktischen Wert. Somit ist ein sicherer Transport (mit entsprechenden Dachgepäckträger) auf dem Dach möglich.

Von Innen ist der Nissan sehr gelungen. Er ist toll verarbeitet und bietet eine Menge Platz. Der Kofferraum des Kombis ist natürlich sehr groß. Der Transport von gößeren Sachen oder ein Familienurlaub sollte kein Problem darstellen. Durch die umklappbaren Sitze hinten, vergrößert sich der Platz enorm. Durch die große Kofferraumklappe ist das einladen recht einfach. Mit einem Rollo, kann man den Inhalt im Kofferraum verbergen. Da ich immer viel herumliegen habe (Skater, Schützer, Decke,...), brauche ich mir keine Sorgen darüber machen, was andere Leute über meine Ordnung denken. Mit einem Netz kann man den Laderaum abtrennen. Dies habe ich aber meist draußen, da es mich beim nach Hinten schauen stört. Für Hundebesitzer ist es aber eine schöne Sache.
Die Sitze sind bequem, wobei man den Fahrersitz gut einstellen kann. Das Cockpit ist zeitgemäß und übersichtlich. Es läßt sich alles ohne größere Turnübungen erreichen. Airbags und Klimaanlage sind meiner Meinung zwei sehr wichtige Bestandteile, die auch im Nissan nicht fehlen. Durch einen zweiten Zigarettenanzünder im Kofferraum, muß man das Kabel der Kühltasche (welche ich häufig benutze) nicht vorne rein stecken. Den Aschenbecher finde ich aber etwas zu klein und könnte in einem so großen Auto auch etwas größer sein. Durch einen Filter in der Belüftung, bleibt der Innenraum auch staubfrei und sauber. Wenn ich da an mein altes Auto denke, wo ich alle 3 Tage das Cockpit reinigen mußte, ist das sehr angenehm.

Kommen wir zum Fahrverhalten. Der Nissan fährt sich recht einfach. Die Kupplung funktioniert einwandfrei. Trotzdem hat man hin und wieder mal Schwierigkeiten beim Runterschalten (Gang geht nicht gleich rein). Die Lenkung geht leicht und präzise. Jedoch der Wendekreis ist sehr groß und macht rangieren öfters nötig. Dazu kommt natürlich auch noch die Länge des Autos.
Die Straßenlage ist durch den langen Radstand aber ausgezeichnet. Er liegt gut auf der Straße und hat ein gutes Fahrverhalten. Unter 3000 Umdrehungen merkt man noch nicht sehr viel von den 136 PS. Aber darüber kann es richtig Spaß machen und der Nissan geht ganz schön los. Die Motorengeräusche im Innenraum sind erträglich und somit auf längeren Fahrten nicht belastend. Der Benzinverbrauch ist relativ mäßig. Er liegt bei mir im Schnitt um die 9 Liter. Die Bremsen greifen gut und durch das ABS hat man auch die nötige Sicherheit.

Auch wenn ich das Auto erst seit ein Jahr habe, kann ich sagen das es bisher zuverlässig ist. Ich selbst hatte bisher noch keine Probleme und wenn ich dem Vorbesitzer glauben darf, hatte er auch keine. Im allgemeinen fallen die Pannenstatistiken für Nissans auch recht gut aus. So denke ich schon ein recht zuverlässiges Auto gekauft zu haben.

Viel mehr kann ich auch nicht zum Nissan sagen. Ich will hier auch nicht die ganzen technischen Daten auflisten, da ich mehr über die eigenen Erfahrungen schreiben wollte. Ich habe mit dem Auto schon etliche Kilometer weg. Im Sommer waren wir mit einem großen Wohnwagen unterwegs. Das stellte für das Auto absolut kein Problem dar. Selbst in den enge und steilen Pässen kam ich gut zurecht und der Nissan machte keine Probleme. Auch nach einem Jahr freue ich mich jedesmal , wenn ich in das Auto steige.

FAZIT:

Man kann zusammenfassend sagen, daß der Nissan ein schönes und empfehlenswertes Auto ist. Es eignet sich für längere Reisen und bietet dazu den nötigen Komfort. Durch sein großes Platzangebot kann man sehr viel befördern und mitnehmen. Seine Motorleistung ist ausreichend und sein Fahrverhalten angenehm. Man kommt mit dem Auto sehr schnell zurecht.
Minuspunkte kann man vielleicht beim Benzinverbrauch geben. Außerdem besitzt er einen großen Wendekreis und ist mit seiner Größe nicht unbedingt ein Stadtauto. Aber ich muß sagen, daß ich auch in der Stadt zurechtkomme und mit der Zeit auch auf engen Parkplätzen. Wenn man jedoch nur in der Stadt unterwegs ist, sollte man sich natürlich einen Kleinwagen holen.
Aber sucht man ein Auto was viele Zwecke erfüllt und auch vom Preis erschwinglich ist, kann ich den Nissan empfehlen. Er ist im Gegensatz zu anderen größeren Autos preiswerter und durch seine Zuverlässigkeit weit vorne. Er kann als Familienauto, Reisauto, zum Einkaufen,... benutzt werden. Mit der Zeit kommt man auch in engeren Situationen zu recht. Ich habe es nicht bereut dieses Auto gekauft zu haben und bin damit sehr zufrieden.

Also, ich hoffe ich habe euch etwas zu diesem Auto sagen können.
Bis dann MAXwell77
(Diesen Bericht habe ich auch bei ciao veröffentlicht)
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
viertelvordrei

Junge, nu mach doch mal

ein Testbericht von 2002-09-29 11:00:19 vom 29.09.2002
Empfehlung: ja
Hallöle

Was ich Euch schon lange mal fragen wollte: Sagt mal, kennt eigentlich jemand von Euch das Auto meiner Mutter?
Ne??? Ja??? Ja was denn nun???
Hebt doch mal bitte die Hand hoch – nicht alle, nur diejenigen, die das Auto meiner Mutter kennen.
So, Moment: Eins, zwei, drei, vier!!!
Was, mehr nicht???
Tja, dann werd ich den anderen wohl was darüber erzählen müssen. Ihr vier könnt in der Zwischenzeit wieder bewerten gehen. Der Rest – zugehört!!!

Also, meine Mutter fährt seit ca. 5 Jahren einen roten Nissan Primera 2.0. Eigenartigerweise hat er nicht, wie an vielen Stellen angegeben 140 PS, sondern nur 116, was umgerechnet 85kw’s ausmacht. Warum einige 140 PS sagen weiß ich nicht – der Nissan Primera 2.0, den meine Mutter hat, hat halt nur 116. Wer mehr darüber weiß, kläre mich bitte mittels Kommentarfunktion auf. Danke.

Ich darf das Auto meiner Mutter des Öfteren fahren – meistens wenn es dreckig ist, in die Werkstatt oder eben getankt werden muss. „Junge mach doch mal.“ Ich hör es schon fast wieder.


Spritverbrauch

Da wir grad beim Tanken sind. Trotz seiner 2-Liter-Maschine und bei normaler Fahrweise verbraucht der Primera nicht mehr als 8,2 l. Halt ich nicht für zu viel. Es gibt hierbei aber auch Ausnahmen. Eine wäre zum Beispiel, wenn ich mir das Auto über einen längeren Zeitpunkt leihe und es auf der Autobahn ein wenig „trete“. Die Tachonadel zittert dann schon mal bei 210km/h (wenn alles optimal läuft) und der Spritverbrauch steigt auf 11,5 l. Also, ich mein jetzt bei meiner Fahrweise.


Platzangebot

Reden wir mal über Platz. Man fährt ja nicht nur alleine.
Also Platz ist massig genug. Vier Personen (zur Not auch fünf) können mit diesem Auto bequem auch über längere Strecken fahren. Durch die, ja ich möchte fast sagen, optimale Beinfreiheit ist ein fast ermüdungsfreies Fahren angesagt. Ach ja, vier oder fünf Personen machen dem Auto fast nix. Ich meine jetzt, und das halte ich für wichtig, das Handling des Autos. Ob bremsen oder schnelle Kurvenfahrten, die ca. 300 kg mehr im Auto werden fast nicht bemerkt.


Sicherheit

Bleiben wir gleich mal ein wenig bei der Sicherheit. Ich weiß nicht, ob man bei den Autos der heutigen Zeit hier noch alle Selbstverständlichkeiten wie ABS oder Airbags aufzählen muss. Der Nissan Primera hat sie auf jedenfalls alle, incl. Kat.


Innenausstattung

Innenausstattung ist bei diesem geräumigen Fahrzeug für meine Begriffe optimal. Alles, was irgendwie elektrisch (sinnvoll) betrieben werden kann, geht auch elektrisch. Fensterheber, beidseitige Spiegelverstellung – das Sinnvolle halt.

Apropos sinnvoll: Meine Mutter hat sich gleich vom Werk aus eine Freisprecheinrichtung mit einbauen lassen. Prima, dann können die ihr mit ihren neuen Gesetzen nix anhaben – im Auto meiner Mutter ist sie (gegen Aufpreis) schon drin.

Oben hab ich geschrieben, dass ich dieses Fahrzeug auch in die Werkstatt begleiten soll. Ja, mach ich auch. Bis dato aber nur zu den turnusmäßigen Serviceintervallen. Leute, ich weiß nicht, wen meine Mutter bestochen hat, aber das Auto war noch nie kaputt. Einmal hat sich ein Pfeiler genau in den Weg Ihres Rückspiegels gestellt. Ich fand dies eine Unverschämtheit von diesem Pfeiler – der Rückspiegel konnte leider nichts mehr sagen. Er wurde mit samt einer Zierleiste beerdigt und ist jetzt im Ersatzteilhimmel. Sein durch die Werkstatt schnell angebrachter Kumpel versieht seine Arbeit dank Spiegelheizung auch im Winter hervorragend.


Jetzt ziehe ich noch ein schnelles, persönliches


Fazit

Der Nissan Primera 2.0, so wie ihn meine Mutter hat, ist zwar mit seinen ca. € 20.500,- (DM 40.000,-) für mich etwas zuuu preiswert – wer ihn sich aber leisten kann, hat ein durchweg solides Auto, welches für meine Begriffe kaum Wünsche offen lässt.
Das Fahrverhalten ist auch in schwierigen Situationen vorbildlich und sogar in Extremsituationen hatte ich das Fahrzeug immer unter Kontrolle.
Bei der Innenausstattung habe ich keine Mängel gefunden und auch bei längeren Fahrten wird der Wagen nicht unbequem.
Ich persönlich halte den Spritverbrauch für die Leistung angemessen.
Ein ganz winzig kleiner Wermutstropfen fällt auf die Einstufung in der Schadensklasse. Sie erscheint mir – ist aber so glaube ich bei allen Japanern so – etwas zu hoch.

Summa summarum würde ich dieses Auto einmal als Familienkutsche, aber auch für den etwas sportlicheren Fahrer empfehlen.

Ich möchte aber auch diese „Automeinung“ dazu nutzen, Euch noch einmal an eine wichtige Sache im Straßenverkehr zu erinnern: Don’t drink and drive – oder zu gut deutsch: Laßt bitte den blöden Alkohol, wenn Ihr noch mit einem Fahrzeug unterwegs sein müßt – Danke.

In diesen Sinne – gute Fahrt – viertelvordrei

PS: Nehmt den fünften Gang bitte wirklich nur für das, was er ist. Geschwindigkeit halten bzw. Höchstgeschwindigkeit erreichen und dabei Sprit sparen. Durchzugkraft hat der fünfte nun wirklich nicht. Soll aber bitte nicht allzu negativ aufgefasst werden. Die anderen Gänge sind gut abgestimmt.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
morla
morla, 06.06.2008
ich wünsche dir ein schönes sonniges wochenende lg. petra
Baby1
Baby1, 02.09.2007
.: :. Liebe Grüße Anita .: :.
hjid55
hjid55, 22.05.2007
Sh lg Sarah
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michimaen

Zuverlässiger Reiskocher

ein Testbericht von 2002-07-11 21:12:32 vom 11.07.2002
Empfehlung: ja
Nissan Primera 2,0 SLX

Ich möchte erst etwas ausholen, um dann näher auf das Auto einzugehen. Im März '99 war ich auf der Suche nach einem Auto. Eigentlich sollte es was kleines für die Stadt sein, denn in Berlin ist oftmals Parkplatznot angesagt. Und dann verflucht man sein großes Auto. Nach diversen Autohäusern landete ich dann beim Nissanhändler. Nach ein bißchen schauen war eigentlich klar, es wird ein Primera werden. Der Verkäufer schlug mir zwei verschiedene Modelle vor, einen in weiß mit Alufelgen und einen in indischgrün mit Klimaanlage. Ich entschied mich für die Klimaanlage, da ich Alus günstiger als eine Klimaanlage nachrüsten konnte. Meine erste Tour führte mich dann auch schon von Berlin nach Hamburg. Sage und schreibe 1,5 Stunden brauchte ich nur. Mein Auto ist also ein zügiges Verkehrsmittel.

Technische Daten

Länge 4400 mm
Breite 1700 mm
Höhe 1390 mm
Hubraum 1998 ccm
Leistung 85 KW bei 5600 U/min
Höchstgeschwindigkeit laut Fahrzeugschein 200 km/h (fährt aber schneller)

Gewicht leer 1190 kg
zulässiges Gesamtgewicht 1730 kg

Bereifung 195/60R14 85V

Ausstattung

In diesem Auto ist fast alles elektrisch, Fensterheber, Spiegel, Glashubdach etc. Nur die Sitze müssen manuell eingestellt werden. Eine Klimanlage ist trotz des Baujahres 1994 vorhanden und vor allem in den Sommermonaten sehr hilfreich. Ein Radio hab ich mir selbst eingebaut, da ich eins mit CD-Wechsler haben wollte und das wäre bei Nissan zu teuer gewesen.

Fahrgefühl

Das Fahrgefühl ist sehr gut. Man kann sehr schön einfach nur dahin cruisen. Wenn man es mal eilig hat, hängt etwas mehr am Gas und reizt die Leistung des Motors aus, die reichlich vorhanden ist. Das Fahrwerk ist sportlich gefedert, für die ältere Generation etwas zu straff. Aber mir gefällt das. Ich kann das Fahrgefühl wirklich nur loben.

Kosten

Der Verbrauch ist okay. Im Stadtverkehr 10 Liter Super /100 km. Auf der Landstraße 8-9 l/100 km. Auf der Autobahn je nach Fahrweise 8-10,5 l/100 km. Für einen Zweilitermotor ist der Spritverbrauch echt in Ordnung, vor allem wenn ich mir überlege, dass der neue Audi A4 2,0 über 11 Liter verbraucht (laut Hersteller) und der Audi zwar mehr PS hat, aber trotzdem nicht wirklich schneller ist.
Die Versicherungskosten halten sich auch im Rahmen, seblst in einer Stadt wie Berlin, wo die Autos doch etwas teurer zu versichern sind. Alles in allem kann ich dieses Auto nur loben. Für sein Alter hält es tapfer durch und hat auch keine größeren Pannen bis jetzt gehabt.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Nissan Primera

 
Allgemeine Informationen Nissan Primera
gelistet seit: 22.08.2003
Hersteller: Hersteller: NissanNissan, www.nissan.de
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