Wer einmal hören will, wie man keltische Folklore mit französisch-sprachigem Rap verbindet, sollte sich unbedingt das erste Album der Gruppe Manau besorgen.
Aufmerksam geworden bin ich auf Manau durch das New Pop Festival 99 des SWR, in dem die Band mit ihrer Live-Performance in einem klassisches Theater (ich glaube es war in Karlsruhe) die Zuschauer so mitriß, daß man das sogar noch in der TV-Aufzeichnung fast spüren konnte.
Manau besteht aus zwei jungen Bretonen, die auf der hier besprochenen Platte „Panique Celtique“, einem Mix geschaffen haben aus der traditionellen Musik ihrer Gegend und dem Sprechgesang und den Rhythmen des modernen Rap und Hip-Hop. Die Bretange ist ja auch ursprünglich keltisches Siedlungsgebiet und somit ähnelt die Musik, die Manau als Grundlage für ihre Songs nehmen sehr den traditionellen irischen und schottischen Liedern, wie sie z.B. von Clannad, Altan oder Capercaillie gespielt werden. Das Grundgerüst der Musik wird von Instrumenten wie der Geige oder auch dem Dudelsack getragen. Es sind im Gegensatz zu anderen Rappern auch keine einzelnen Samples, sondern in jedem Lied eine eigene, durchgängige Melodie, die durch auch Solos, Variationen etc. beinhaltet. Auf diesen Meldodienbogen baut dann für mein Gefühl sehr passend der Rap auf. Mir kommt dieser Rap teilweisen etwas zurückhaltender, mehr erzählend, als sich produzierend vor. dies kann natürlich auch daran liegen, daß ich der französischen Sprache nicht mächtig bin und ich daher den Gesang eher als Teil der Musik und nicht als Meinungsausdruck empfinde. Auch wenn der Vergleich an vielen Ecken klemmt, insbesondere musikalisch, erinnert mich einiges an der Art zu Rappen an spätere Stücke von den Fanta4. Der Name Manau ist übrigens der keltische Name der Isle of Man
Doch nach soviel Allgemeinem jetzt noch ein paar Worte zur einigen Liedern der CD selbst; normalerweise gehe ich ja auf die Texte ein, aber mangels Sprachkenntnis muß ich mich wohl auf die Musik konzentrieren, was aber der Qualität der CD keinen Abbruch tut:
Nach einer Einleitung durch eine bedrohlich klingende Erzählstimme, beginnt die CD eigentlich mit „La tribu de Dana“, einer sehr eingängigen Melodie, auf Dudelsack und Geige aufgebaut. Der Refrain lädt förmlich zum Mitsingen ein.
„L’avenir est un long passe“ ist ein eher nachdenkliches Stück, daß durch die Betonung des Akkordeon deutlich macht, daß Manau natürlich nicht nur keltische Wurzeln haben, sondern ihre Musik auch durchaus von typisch französischen Klängen beeinflußt ist. Selbst die Scratches in diesem Lied passen wunderbar in den Gesamteindruck.
Auch in „Panique celtique“ gibt es wieder ein Akkordeon, aber im Zusammenspiel mit einem Dudelsack entsteht ein doch typisch keltischer Sound und verbunden mit dem recht schnellen Rap hat man hier ein richtiges „Gute-Laune“-Lied.
Gleich darauf wird es wieder etwas langsamer und nachdenklicher (soweit man das ohne Textverständnis beurteilen kann). Insbesondere Harfe und Chor am Anfang von „Le chant du druides“ verstärken diesen Eindruck.
„Le chien du forgeron“ hat als Grundtenor eine ruhiges Zusammenspiel von Geige, Harfe und dazu passenden Schlagzeug-Samples. Das Lied vermittelt ein durchgängig ruhiges Gefühl, ohne hervorgehobenen Refrain oder sonstige Höhepunkte. Eines der schönsten Lieder der CD.
Bei „La confession“
gibt es eine Art Zwiegespräch zwischen dem Rap und einer sehr schönen Frauenstimme, die sowohl den Refrain singt, als auch im Hintergrund des Raps summt. Das Lied ist eher vom klassischen chanson als vom Celtic-Sound beeinflußt.
„Mais qui est la belette“ sit ähnlich wie „Panique celtique“ ein „Gute-Laune“-Lied mit einem Refrain, der „im Ohr hängen bleibt“.
Und zu letzt gibt es noch einen kleinen Stilbruch: „La parle“ ist ein jazziges Lied mit bestimmendem Saxophon, das irgendwie das Gefühl eines Krimis der „Schwarzen Serie“ ala Kommissar Marlowe vermittelt; man sieht förmlich den einsamen Mann auf der verlassenen, regennassen Straße einer Großstadt bei Nacht (jetzt gehen meine Gedanken wieder mit mir durch :-)
Insgesamt eine wirklich gelungene Kombination aus traditionellen keltischen Tönen und modernem Rap.
(Original dieses Beitrags von mir in diversen Foren, auch bei YOPI, am 20.01.01 veröffentlicht. Diese Hinweis ist mir so wichtig, da ganze Sätze und Aussagen eines anderen Beitrages hier aus meiner Meinung übernommen wurden. Da dieser mit genügend eigenen Sätzen aufgefüllt wurden, kann man den Fake weder nachweisen noch beweisen, aber trotzdem find ich es dreist !!!! )
...
DrKnickely, 12.03.2002
oh toll, jmd. der manau kennt, ich kenne sie, da ich 99 auf schuumlleraustausch in frankreich war und quotla tribu de danaquot damals gerade die nummer eins der franz. charts war, irgendwie find eich manau einfach klasse :o
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Gallischer HipHop mit Esprit
ein Testbericht von downloth2002-06-28 23:24:42vom 28.06.2002Empfehlung: ja
"Manau" stehen für eine Mischung aus französisch-sprachigem HipHop und gallisch-keltischer Folklore. Gott sei dank spielt jedoch nicht Troubardix die Laute und die Römer haben nicht ganz Gallien besetzt. Statt dessen hören wir klassische Instrumente wie Geige, Akkordeon oder Dudelsack. Die Band "Manau" stammt aus der Bretagne und sie verstehen es auf meisterhafte Weise die traditionellen Sounds ihrer Heimat mit frischem funky französischem Sprechgesang zu kombinieren. Die Musik ähnelt sehr dem traditionelllen IrishFolk wie wir ihn aus Frankreich bisher jedoch noch nicht gehört haben.
Die Lieder verkörpern die typische französische Lebensphilosophie: sie handeln von Liebe, Harmonie sparen jedoch auch nicht existenzieller Philosophie und beleuchten in kritischer Art und Weise die Probleme unserer Zeit wie etwa die Kernkraft und ihre Folgen. Die Risiken sind nach wie vor sehr hoch gerade in Frankreich wird sehr viel Strom dieser Art produziert.
das Album
In der Einleitung eine MännerStimme die Erfurcht gebietet, die Weissagung des Druiden wird zum Auftakt eines Spiels zwischen Musik, Mystik und Romantik.
Die CD beginnt eigentlich mit "La tribu de Dana", Maunau besingen von ihre Heimat, die Bretagne, nach der schweren und verlustreichen Schlacht, wird nun alles gut. Auch hier sehr gute beats verbunden mit einer eingängigen Melodie, auf Dudelsack und Geige aufgebaut. Irgendwie verkörpert dieses Lied, Hoffnung das wir uns alle einmal im uns schützenden Tal wiedersehen.
"L'avenir est un long passe" ist ein eher nachdenkliches Stück. Manau haben natürlich nicht nur keltische Wurzeln haben, sondern ihre Musik auch durchaus von typisch französischen Klängen beeinflußt ist, wie etawa dem Akkordeon. All die verlorenen Seelen fängt dieses Lied auf, der Tod allgewärtig und doch sterben kann man ja wenn man tot ist, all das was passiert, wichtig ist an den Traum zu glauben, denn die Zeit heilt alle Wunden.
Das titelstück "panique celtique" ist ein sehr fröhliches Lied, groovt und funkt; lädt förmlich zum Mitsingen ein. Auch in "Panique celtique" gibt es wieder ein Akkordeon, einen Dudelsack darus brauen die gallischen HipHopDruiden einen typisch keltischen fonkyfonqueSound und verbunden mit pfeilschnellen Raps; man hier ein wahrhaft von gallischem Rap sprechen. Diese Art fränzösischen Raps wirkt etwas zurückhaltender, mehr erzählend, als die Rapper und Gangsters, die sich selbst am allermeisten bei ihrer Musik produzieren.
"le chant des druides" greift wieder das Motiv des Druiden auf, der für die Band Glauben verkörpert als auch eine quelle der Regeneration. Musikalisch wird das durch einen Chor Gesang im hintergrund untermalt, er hat unserer die Seelen unserer jungen französischen Freunde geküsst und hoffentlich wird er noch lange in ihnen fortleben
"fault pas tiser en bretagne"; Hip Hop funk, die musik hat einfach alles, die Manau Rhythmusattacke wirkt, bretonische Rap und Rhythmusattacken, da schwoovt alles oben rum und unten rum.
"Le chien du forgeron" hat als Grundtenor eine ruhiges Zusammenspiel von Geige, Harfe und dazu passenden Schlagzeug-Samples. hiphop beats zimmern hier das fundament für einen besinnliches, ruhiges Liebeslied. Es erzählt von einer armen verlorenen Seele
"La confession": das Lied ist eher vom klassischen Chanson als vom Celtic-Sound geprägt. Ein Motiv dass sich tief verwurzelt in der Musik von Manau hat, ist diese
Angst vor der Ausweglosigkeit, die Einsamkeit, die schmerzt. Dieses Lied stellt eine Art Zwiegespräch dar zwischen ihr und ihm.
Mit "un mauvais dieu" haben Manau sehr düster gehaltenen Hip hop mit tiefem Bass komponiert; finster,arabesk, als würde eine große Angst über uns allen liegen.
"Mais qui est la belette" ist ähnlich wie "Panique celtique" ein Gute-Laune-Lied, es handelt von Freiheit, Liebe und vor allem von Mädchen, denn hört gut zu wenn manau mal in der Stadt sind...
"La parle" beschließt den musikalischen reigen; ist ein jazziges Lied mit Saxophon, mellow; hier zeigt der Scratcher mal seine ganzes Können. es geht um alle, die zu viel reden über Sport, Musik und Politik, aber wer kommuniziert eigentlich noch. Dieses regt sehr zum Nachdenken eben darüber an.....
Danach gibt es noch eine edierte Fassung von "Mais qui est la belette"; oder eben ein Remix, wie man da so sagt.
Résumé
Insgesamt ist Manau - panique celtique eine wirklich gelungene Kombination aus traditionellen keltischen Tönen und modernem Rap. Mich hat diese Musik vom ersten Mal an, dass ich sie im jahr 2000 hören durfte, sofort verzaubert, ich bin der meinung, dass ist der Grund warum Musik erfunden wurde, diese Atmosphäre und diese Harmonie, nach der auch ich mich sehne. auch auc klanglisch gehört diese Aufnahme zur Referenzkategorie..
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-28 23:24:42 mit dem Titel HipHop mit Esprit, mein Engel halt mich im Arm
"Manau" stehen für eine Mischung aus französisch-sprachigem HipHop und gallisch-keltischer Folklore. Gott sei dank spielt jedoch nicht Troubardix die Laute und die Römer haben nicht ganz Gallien besetzt. Statt dessen hören wir klassische Instrumente wie Geige, Akkordeon oder Dudelsack. Die Band "Manau" stammt aus der Bretagne und sie verstehen es auf meisterhafte Weise die traditionellen Sounds ihrer Heimat mit frischem funky französischem Sprechgesang zu kombinieren. Die Musik ähnelt sehr dem traditionelllen IrishFolk wie wir ihn aus Frankreich bisher jedoch noch nicht gehört haben.
Die Lieder verkörpern die typische französische Lebensphilosophie: sie handeln von Liebe, Harmonie sparen jedoch auch nicht existenzieller Philosophie und beleuchten in kritischer Art und Weise die Probleme unserer Zeit wie etwa die Kernkraft und ihre Folgen. Die Risiken sind nach wie vor sehr hoch gerade in Frankreich wird sehr viel Strom dieser Art produziert.
In der Einleitung eine MännerStimme die Erfurcht gebietet, die Weissagung des Druiden wird zum Auftakt eines Spiels zwischen Musik, Mystik und Romantik.
Die CD beginnt eigentlich mit "La tribu de Dana", Maunau besingen von ihre Heimat, die Bretagne, nach der schweren und verlustreichen Schlacht, wird nun alles gut. Auch hier sehr gute beats verbunden mit einer eingängigen Melodie, auf Dudelsack und Geige aufgebaut. Irgendwie verkörpert dieses Lied, Hoffnung das wir uns alle einmal im uns schützenden Tal wiedersehen.
"L'avenir est un long passe" ist ein eher nachdenkliches Stück. Manau haben natürlich nicht nur keltische Wurzeln haben, sondern ihre Musik auch durchaus von typisch französischen Klängen beeinflußt ist, wie etawa dem Akkordeon. All die verlorenen Seelen fängt dieses Lied auf, der Tod allgewärtig und doch sterben kann man ja wenn man tot ist, all das was passiert, wichtig ist an den Traum zu glauben, denn die Zeit heilt alle Wunden.
das titelstück "panique celtique" ist ein sehr fröhliches Lied, groovt und funkt; lädt förmlich zum Mitsingen ein. Auch in "Panique celtique" gibt es wieder ein Akkordeon, einen Dudelsack darus brauen die gallischen HipHopDruiden einen typisch keltischen fonkyfonqueSound und verbunden mit pfeilschnellen Raps; man hier ein wahrhaft von gallischem Rap sprechen. Diese Art fränzösischen Raps wirkt etwas zurückhaltender, mehr erzählend, als die Rapper und Gangsters, die sich selbst am allermeisten bei ihrer Musik produzieren.
"le chant des druides" greift wieder das Motiv des Druiden auf, der für die Band Glauben verkörpert als auch eine quelle der Regeneration. Musikalisch wird das durch einen Chor Gesang im hintergrund untermalt, er hat unserer die Seelen unserer jungen französischen Freunde geküsst und hoffentlich wird er noch lange in ihnen fortleben.
"fault pas tiser en bretagne"; Hip Hop funk, die musik hat einfach alles, die Manau Rhythmusattacke wirkt, bretonische Rap und Rhythmusattacken, da schwoovt alles oben rum und unten rum.
"Le chien du forgeron" hat als Grundtenor eine ruhiges Zusammenspiel von Geige, Harfe und dazu passenden Schlagzeug-Samples. hiphop beats zimmern hier das fundament für einen besinnliches, ruhiges Liebeslied. Es erzählt von einer armen verlorenen Seele.
"La confession": das Lied ist eher vom klassischen Chanson als vom Celtic-Sound geprägt. Ein Motiv dass sich tief verwurzelt in der Musik von Manau hat, ist diese Angst vor der Ausweglosigkeit, die Einsamkeit, die schmerzt. Dieses Lied stellt eine Art Zwiegespräch dar zwischen ihr und ihm.
Mit "un mauvais dieu" haben Manau sehr düster gehaltenen Hip hop mit tiefem Bass komponiert; finster,arabesk, als würde eine große Angst über uns allen liegen.
"Mais qui est la belette" ist ähnlich wie "Panique celtique" ein Gute-Laune-Lied, es handelt von Freiheit, Liebe und vor allem von Mädchen, denn hört gut zu wenn manau mal in der Stadt sind...
"La parle" beschließt den musikalischen reigen; ist ein jazziges Lied mit Saxophon, mellow; hier zeigt der Scratcher mal seine ganzes Können. es geht um alle, die zu viel reden über Sport, Musik und Politik, aber wer kommuniziert eigentlich noch. Dieses regt sehr zum Nachdenken eben darüber an.....
Danach gibt es noch eine edierte Fassung von "Mais qui est la belette"; oder eben ein Remix, wie man da so sagt.
Insgesamt ist Manau - panique celtique eine wirklich gelungene Kombination aus traditionellen keltischen Tönen und modernem Rap. Mich hat diese Musik vom ersten Mal an, dass ich sie im jahr 2000 hören durfte, sofort verzaubert, ich bin der meinung, dass ist der Grund warum Musik erfunden wurde, diese Atmosphäre und diese Harmonie, nach der auch ich mich sehne. auch auc klanglisch gehört diese Aufnahme zur Referenzkategorie..
http://www.manau.com/ hier kann man sich auch ein paar musikvideos ansehen.
http://www.manau.de/index.html die deutschsprachige Webseite
http://www.manau.net/ fränzösischsprachige, offizielle Webseite
...
ein Testbericht von Ich-Perspektive2002-02-27 20:57:35vom 27.02.2002Empfehlung: ja
naja.. auch wenn ich nicht jedes wort verstehe,da manau französischer rap ist, es klingt nicht unbedingt nach "typischem" rap.. aber naja.. was ist schon "typisch"? rap hat so viele facetten,dass es da nicht mehr wirklich ein "normal" gibt...
ich wuerde gerne den genaueren inhalt von manaus tracks kennen.. das ist mir aber leider im moment nicht moeglich und darum kann ich auch nier nicht wirklich etwas darueber schreiben...
aber jeder sollte sich das mal anhoeren und sich seine eigene meinung drueber bilden.. falls mir jemand was drueber erzaehlen kann.. schickt
mails und so...ich muss mein wissen erweitern....es lebe der input!
...