|
Home > Medien & Unterhaltung > CDs: Musik aller Interpreten > The Automatic Box - R.E.M. > Überblick
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Fantimeein Testbericht von northstar2002-09-18 13:35:57 vom 18.09.2002 Empfehlung: jaKein Bericht zur Automatic Box? Das geht ja wohl nicht an denk ich mir. Also das gute Stück in den Player gesteckt, den Bericht getippt, den ihr jetzt eben lesen werdet, solltet... Die „Automatic Box“. Vier CD’s mit 4, 5 Stücken drauf. Ein dummer Titel, aber schließlich warf Warner die Sammlung 1993 kurz nach dem Erscheinen des Megasellers „Automatic For The People“ auf den Markt. Was ist denn nun in dieser Kiste, dieser Box zu finden? Dazu gleich.... Doch zunächst wiedereinmal ein Rückblick auf die Geschichte R.E.M.s. Aber wer meine Berichte zu R.E.M. Platten bisher schon kennt, der darf den folgenden Abschnitt auch ruhig überspringen (der Rest ließt bitte aber weiter!); hier also die kurze Bandhistorie: R.E.M. sind 4 Leute aus Athens, Georgia, einer Kleinstadt im Süden der USA, die außer einer Uni und einer regen Künstlerszene wohl wirklich nicht viel zu bieten hatte.Die Band traf sich mehr zufällig, einer kannte den anderen, der kannte wieder rum den nächsten, etc.. R.E.M. sind: (John) Michael Stipe, Sänger, Texteschreiber und charismatisches Aushängeschild der Band. Peter Buck, wandelndes Musiklexikon und Gitarrist. Mike Mills, Bass, mit einer zwischenzeitlichen Vorliebe für extrem hässliche Anzüge. Bill Berry, bis „New Adventures in Hi-Fi“ aus dem Jahre 1996 Drumer der Band. Angefangen hat wohl alles bei einem legendären Konzert der 4 zusammen in einer ehemaligen Kirche in der Oconee Street in Athens. Das zur WG umfunktionierte Gotteshaus bot prima Platz um Parties zu feiern, auf einer dieser dann R.E.M. zum ersten Mal zusammen spielten. Seitdem probte man immer weiter, nahm später die EP „Chronic Town“ auf. Die verkaufte sich verhältnismäßig gut, die Single „Radio Free Europe“ wurde ein College Radio Hit. 1983 erschien dann die erste Platte „Murmur“. Was folgte war in etwa das hier: alle 2 Jahre eine Platte, dann der Wechsel des Labels zu einem Giganten der Plattenindustrie, zu Warner Bros., wenig später der Hit mit „Losing My Religion“, dann der Bekanntheitsgrad einer Topband vergleichsweise mit Acts wie U2, dann weiter Platten, gute Verkaufszahlen, aber nie mehr ein Megahit, dafür aber weitere unzählige zeitlos schöne Songs bis heute. Wie bereits erwähnt brachte man 1993 die sogenannte „Automatic Box“ herraus. Warner dachte wohl mit R.E.M. kann man nun in jeder Form Geld verdienen, also mal ein paar rare Stück auf CD pressen und für teures Geld in den Laden bringen. Cover & Booklet: Die Box ist eben das: eine Box, aus Pappe, darauf ein Photo der Band, der Titel, undeutlich sind die Namen der Tracks zu erkennen. Alles gehalten in Brauntönen. Auf der Rückseite der Box dann die Trackliste der 4 CD’s. Würde sich hübsch im Regal machen, passt so ja auch nicht in den CD-Ständer. Die 4 CD’s an sich sind unterschiedlich farbig. Disc 1 ist dunkel violet, Disc 2 hell braun, Disc 3 grün & Disc 4 blau. Alle zeigen das selbe Coverbild wie die Box. Darunter ist dann der jeweilige Titel der Disc zu finden. Die Discs: Disc 1 – R.E.M. – Vocal Tracks: - It’s A Free World Baby – Düster, verstört, „I don’t mean it, I hit my head, I can’t feel anything, you gave too much away, you came to say, it’s a free world baby“. Was soll das uns sagen? Freiheit über allem, dazu ein schöner Refrain, eingängig, gelöst aus der bedrückenden Stimmung des Songs... - Fretless – Gitarren, traurig, leise, Stipe ebenso, dann kräftiger, man legt Gewicht in die Töne, die Worte. Der Refrain is wunderschön, intensiv, eines der besten R.E.M. Stücke ever. Das sich dann in Düsterniss verlieren will, die aber aufklärt. „Don’t talk to me, about beeing alone“. Einsamkeit, in Schöneheit. Beides ist möglich. „Don’t try to tell me what I am....“ - Chance (Dub) – Michael Stipe versucht sich im Hip Hop, so könnte man dieses Stück wohl bezeichen. Starke Beats, Verzerrungen, das Lied springt so vor sich her. Eine Erzählung, die fast in Langeweile zu verkommen scheint. Ein Experiment über Glück & Glückseeligkeit... - Star Me Kitten (Demo) – Das altbekannte Stück von „Automatic For The People“, hier in einer Demofassung. Merken wir nen Unterschied? Stipe singt heller, klarer. Ansonsten recht ähnlich. Etwas spährischer vielleicht. Oder leigt das Stipes Stimme nochmals über seiner eigenen? Yep, tut sie, was das Stück dichter macht. Aber auch befremdlicher.... Disc 2 – R.E.M. – Instrumental Tracks: - Winged Mammal Theme – Klavier, Gitarre, Schlagzeug, ein catchiger Hook, Stipe singt doch, nämlich „Winged Mammal“, lassen wir aber noch mal als instrumental durch gehen. Tolles Stück. - Organ Song – Eine Orgel, fast eine Kirchenorgel legt los und verliert sich in den Tönen. Naja, passend für Weihnachten im besten Fall... - Mandolin Strum – Wieder die Orgel, darüber dann das damaliger R.E.M.-Lieblingsinstrument, die Mandoline. Die mal schneller, mal langsamer eine Melodie entwickelt. Ganz ok. - Fruity Organ – Eine Orgel, fröhlich, locker, dazu dann Gitarrenspiel. „Fruity“? Ja, doch das trifft’s ganz gut. Dafür das ich Instrumentale Stücke nicht mag, sehr gut. - New Orleans Instrumental # 2 – Ähnlich wie auf „Automatic“, eine Variante des Stücks. Mag ich wieder nicht sonderlich. Disc 3 – R.E.M. – Cover Versions: - Arms Of Love – Mit das beste Stück der Box. Geschrieben von Robyn Hitchcock, kennt man jetzt nicht. Stipes Stimme und dazu eine simple Gitarre, dazu Mills ergänzender Gesang. „Maybe you’ll soon be flying, into the arms of love“. Liebe, das Streben danach, das man sie bald erreicht, da ist der Sänger sich sicher. Dann die Orgel dazu, Stipe pfeift dann auch noch die Melodie mit. Unbeschwert, wunderbares Stück. - Dark Globe – Ein Klavier, Stipe als Barsänger möchte man meinen, ein ruhiger Track. Aber leider nicht der beste. „Wouldn’t you miss me at all?“ fragt Michael da. Nein, das Lied würde keiner vermissen. Syd Barrett hat’s geschrieben. Ich kenne ihn wieder nicht. - The Lion Sleeps Tonight – Das wohl bekannteste Coverstück. Unsäglich im Original, macht das Lied bei R.E.M. irgendwie Spaß. Ist ja eigentlich Schwachsinn der Text, daher sparr ich mir den hier auseinander zu nehmen. Geschrieben von G. Weiss, L. Creatore und H. Peretti. - First We Take Manhattan – Düstere Gitarren, ist ja auch ein düsteres Stück. Mal endlich auch eins von jemand bekannten, nämlich Leonard Cohen. Worum geht’s? Orientierung, „I really like to libe beside you baby“, den Part singt dann Mills ein, der dafür wie geschaffen wirkt. Den Rest übernimmt Stipe. Und das auch richtig gut, Cohen hat’s wohl auch gefallen.... Disc 4 – R.E.M. – B Sides From The Box-Set „Singleactiongreen“: - Ghostrider – Eine Gitarre setzt langsam ein, Stipe singt los, das Stück geht auch los. „Ghost Rider, motorcyle hero“; geht’s jetzt um die Marvel Comicfigur? Wir nehmen es mal nicht an. Schade. Erinnert mich irgendwie an die B 52’s. Dazu Stipes helle, hohe Ausrufe mitten ins Lied. Alles sehr wirr, alles sehr cool. „America, America is killing ist youth“, na dann.... - Funtime – Klingt eher wie eines der frühen R.E.M. Stücke, ausgelassen, wie etwa das „Toys In The Attic“-Cover. Dreckiger, rockiger, schon recht gut, doch. „We want some, we want some“ – fun?! Ja, denn „all aboard for fun time“. Warum Stipe dann am Ende wie ein Hund bellen muss? Just for fun! - Memphis Train Blues – Ein Zug rollt los, die Mandoline setzt ein. Ein richtiges Blues Stück, aber das sagt der Titel ja bereits. Kein Text, arg verspielt. Ganz nett. - Pop Song `89 – Einer der bekannteren Songs des Albums „Green“, hier in einer Akustischen Fassung. Bei der dann wieder nur Stipe und eine Gitarre richtig gut zu hören sind. Stipes Stimme, klar, hell, der Text mal verständlich. Guter Track, der aber hier deutlich gegenüber der Albumfassung an Härte verliert... - Everybudy Hurts – Ebenfalls live eingespielt, man hört ja sogar das Publikum. Wieder einer der Hits der Band. Aufgeführt & mitgeschnitten damals bei den 1993ern MTV Video Music Awards. Klingt fast wie auf „Automatic“, nur eben intensiver. Schönes Stück. Alle Songs, aus den Coverversionen, sind geschrieben von Berry, Buck, Mills & Stipe. Fazit: Lohnt sich die Anschaffung der Box? Für Komplettsammler auf jeden Fall. Allerdings haben diese das ein oder andere Stück schon als B-Seite auf diversen Singles gefunden. So etwa „Fist We Take Manhattan“ auf „Drive“. Aber wer die hübsche Box unbedingt im Schrank haben will, der sollte zuschlagen. Das ist allerdings nicht so leicht, denn mittlerweile ist das guet Stück heiß begehrt. Der Preis, welche damals bei rund 50 DM lag, ist zwischenzeitlich sicher gestiegen, immerhin ist die Box ja gut 10 Jahre alt. Natürlich sind auch Tracks drauf, die man nicht kennen muss und auch nicht dauernd hören will. Diese sind eher belanglos, daher nur 4 von 5 Sternen in meiner Bewertung. Trotzdem, die Anschaffung lohnt, feine, kleine Stücke, die eben nicht jeder kennt. Nicht unbedingt für die Allgemeinheit gedacht, eher für Fans. Die sich, so wie ich, wahrscheinlich noch Jahre über den blöden Titel aufregen könnten.... ------------------- by Northstar `02 ----------------- Abermals ein Tipp für eben diese R.E.M. Fans: „R.E.M. – Rolling Stone – Fakten – Artikel – Interviews“ erschienen 1995 im Hannibal Verlag, ISBN 3-85445-107-5-00114. Das Buch trägt alle Artikel, Berichte, Interviews über und mit der Band aus dem renomierten amerikanischen Musikmagazin „Rolling Stone“ zusammen. Von „Murmur“ bis zum Datum der Veröffentlichnug des Buches aktuellen „Monster“. Und ebenso nochmals ein weiterer Tipp: Tretet dem offiziellen Fanclub bei: 12 $ im Jahr zahlen & dafür den Newsletter frei Haus und zu Weihnachten das Weihnachtspaket der Band, mit exklusiven (soll heißen: bald richtig teuer und sonst nirgendwo zu bekommen) CD’s, Postern, etc.. Infos auf der Website der Band unter: www.remhq.com (btw. Auch eine tolle Site, wo man derzeit r.e.m.IX runter laden kann!!!)! Lohnt sich wirklich!! Diskographie: 1982 – Chronic Town 1983 – Murmur 1984 – Reckoning 1985 – Fables Of The Reconstruction (Of The Fables) 1986 – Lifes Rich Pageant 1987 – Dead Letter Office 1987 – Document 1988 – Eponymous 1988 – Green 1991 – Out Of Time 1992 – Automatic For The People 1993 - The Automatic Box 1994 – Monster 1996 – New Adventures In Hi-Fi 1998 – Up 1999 – Man On The Moon OST 2001 – Reveal 2002 – r.e.m.IX ... |
|
||||
| 1-1 von 1 CDs: Musik aller Interpreten | |||||
Allgemeine Informationen The Automatic Box - R.E.M.
gelistet seit: 10.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
| Allgemeine Informationen Interpret: R.E.M. Interpreten von A-Z: R Genre: Rock / Pop Tonträger-Typ: CD |
































