ein Testbericht von StephanNBG2005-01-20 18:06:46vom 20.01.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Gewicht, Innenfokussierung, Abbildungsleistung, superschneller USM, ...Nachteile/Kritik: vielleicht der Preis, aber den ist das Teil mehr als wert!!
Im folgenden möchte ich meine Erfahrungen mit dem Canon EF 70-200/4 L USM darstellen. Angefangen hat alles mit dem tief verwurzelten Bewusstsein, zuerst mal günstig zu probieren und dann zu schauen was noch sein muss. Den Schritt hätte ich mir allerdings sparen können.
Nach dem Kauf und Test von mehreren Objektiven im ähnlichen Brennweitensegment, z.B. 55-200 USM, 75-300 USM, 75-300 III, 75-300 Makro Super II von Sigma, 55-200 DC von Sigma, bin ich schlussendlich beim 70-200/4 L hängen geblieben.
Dieses Objektiv stellt alles bisher dagewesene in den Schatten. Schärfe, Brillanz und Kontrast der Fotos sind Beispiellos. Ich habe sogar das neuere 70-200 2,8 L ausprobiert. Aber slbst das war nicht so scharf in der Abbildung. Bei 70mm Brennweite gibt es auch bei Offenblende nahezu keine merkbare Vignettierung. Bei 200mm ist diese allerdings vorhanden und relativiert sich mit zunehmneder Blende. In punkto Schärfe ist jedoch mit abblenden auch nicht mehr viel zu verbessern. Ich nutze die Linse an meiner 10D und habe so gute Möglichkeiten, abschnittsweise herauszuvergrößern und mit anderen zu vergleichen.
Die Autofokusgescchwindigkeit lässt keine Wünsche offen und der USM läuft leise und präzise. Gerade im Bereich der Sportfotographie, oder wenn man gerade eben mit dem Foto in der Hand den Kleinen nachjagen will, erweist sich eine schnelle und präzise Scharfstellung als A und O. Das Gewicht ist für die Leistung sehr gering und fügt sich mit der 10D zu einem Guss zusammen. Das Objektiv wird von mir zur Tierfotographie ebenso wie People- und Portrait-Fotographie eingesetzt. Bei der guten Abbildungsleistung spricht auch nichts dagegen, die Optik mit Makroringen als Makro-Objektiv zu verwenden.
Ich bin nach wie vor fasziniert von der Linse und werde sie auch bestimmt nicht mehr hergeben. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum die Objektive so schwer gebraucht zu bekommen sind....jeder ist zufrieden damit.:-)
Fazit:
Wer also jetzt am überlegen ist, obs erstmal ein billiges sein soll und weiß, dass ihm die Fotographie Spaß macht, dem wirds wahrscheinlich ähnlich gehen wie es mir ergangen ist. Das 70-200/4L USM ist meines erachtens das Maß der Dinge im Tele-zoom Bereich und dabei noch so kompakt, dass es mit auf Reisen gehen kann.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Man möchte es nicht mehr missen!
ein Testbericht von Falabella2011-02-11 19:39:09vom 11.02.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Haptik, Verarbeitung, schneller AF, etc....Nachteile/Kritik: -
Ich habe mir das Canon EF 70-200mm f/4L ohne Bildstabilisator für 600 € gegönnt, da ich mit dem Kitobjektiv der Canon EOS 350D nicht mehr zufrieden war. Ich nehme es selbstverständlich noch immer her, jedoch braucht man für manche Situationen eher eine längere Brennweite.
Der Preis scheint auf den ersten Blick vor allem Einsteigern der Fotografie sehr hoch, ist jedoch, wenn man sich die Alternativen ansieht, recht günstig und vor allem gerechtfertigt. Es handelt sich um ein Objektiv der L-Reihe, welche eine hohe Qualität besitzt und deswegen etwas mehr ins Geld geht als die Äquivalente von beispielsweise Sigma und Tamron; diese Qualität ist jedoch wirklich bemerkbar!
Das Objektiv verfügt über einen recht leisen und schnellen Autofokus; man besitzt mit dem 70-200mm wirklich das Potential, überaus scharfe Bilder zu erhalten, was beispielsweise bei dem Kitobjektiv eine schwierigere Angelegenheit ist, meiner Meinung nach.
Weiterhin entsteht mit diesem Objektiv im Hintergrund (je nach Lichtquelle) ein sehr schönes, weiches Bokeh.
Die Verarbeitung des Objektivs ist erstklassig; es besitzt eine weiße Oberfläche, ist jedoch dementsprechend schwer, vor allem an einer der leichten dreistelligen und vierstelligen Canons! In Verbindung mit einem Stativ ist eine Stativschelle nötig. Dazu kann ich jedoch nicht viel mehr sagen, da ich noch nie ein Stativ gebraucht habe.
Ich benutze das Objektiv nun seit 2 Jahren in allen erdenklichen Situationen, und ich musste noch nie etwas feststellen, das mir nicht gefiel oder das ich verbessern hätte wollen. Es ist jeden Euro wert und man möchte es in seiner Ausrüstung nicht mehr missen!
Bevor man zuviel Geld in den Kauf eines Kamerabodys steckt, sollte man lieber über die Anschaffung dieses Objektivs nachdenken, da es definitiv mehr aus den Bildern herausholt als der Body an sich. Der Unterschied zwischen Kitobjektiv und diesem Objektiv der L-Reihe ist gewaltig und schlägt sich sehr deutlich in den unbearbeiteten Out-of-cam Bildern in 100 % Ansicht nieder!
Für dieses Objektiv spricht ebenfalls eine hervorragende Bewertung bei Amazon: 25 Bewertungen mit 5 Sternen, keine einzige mit 4 oder weniger.
Wer ein Objektiv dieser Brennweite und Lichtstärke sucht und auf den Bildstabilisator verzichten kann: ZUSCHLAGEN! Alternativen wären das 70-200mm f/4 L IS sowie das 70-200mm f/2.8, welches lichtstärker, jedoch auch teurer ist.
ein Testbericht von chevyfan2008-07-17 13:24:11vom 17.07.2008Empfehlung: ja
Vorteile: mechanische Verarbeitung und optische Qualität...Nachteile/Kritik: fehlende Stativschelle
Mit ca. 700 g und mit moderaten Ausmaßen von ca. 76x172 mm ist es im Vergleich zu den Canon-Zooms mit 2,8er Lichtstärke geradezu ein Zwerg. Und das ist gerade das Angenehme, es liegt nicht wie ein "Ziegelstein" in der Fototasche oder gar zu Hause, weil man sich ein größeres Gewicht nicht antun will.
Ja, es ist schon eine Profi-Optik. Dies will Canon einmal durch die weiße Objektivfarbe (das Objektiv soll sich in der Sonne nicht so aufwärmen, wie ein schwarzes Teil und dadurch durchgehende optische und mechanische Qualität bieten)
und zum anderen am roten Ring am vorderen Objektivteil verdeutlichen.
Gut, dieser Ring ist Gimmick aber dennoch zeigt dieser jedem Nutzer, dass er hier perfekte mechanische und optische Qualität erwarten darf und dem wird diese Optik durchaus gerecht. Das ist die eine Meinung über weiße Objektive. Ob es allerdings die weiße Farbe sein muss, habe ich so meine Zweifel. Ich hätte lieber ein schwarzes Objektiv, denn erstens brauche ich so ein Teil nicht zum angeben und zweitens ist es in der Natur-Fotografie eher hinderlich, denn da kann ich gleich mit den Händen winken und damit scheues Wild davon treiben, wenn ich so einem auffälligen Objektiv unterwegs bin. Für solche Aufgaben nehme ich dann doch ein anderes Zoom mit. Der Zoom- und Fokusring sind angenehm breit gummiert und laufen absolut spielfrei und leichtgängig.
Der Fokus kann jederzeit manuell korrigiert werden, ohne dass umständlich auf M geschaltet werden muss, der entscheidende Vorteil des Ultraschallantriebes in der Ring-Ausführung, dessen Erfinder auch der Hersteller ist. Der Fokusvorgang kann noch durch den vorhandenen Fokusbegrenzer von 3 m bis unendlich beschleunigt werden. Die Normaleinstellung ist natürlich 1,2 m bis unendlich. Ein kleines Fenster zwischen Zoom- und Fokuseinstellring zeigt mit die eingestellte Entfernung an.
Objektive der L-Serie von Canon zeichnen sich durch besonders hohe optische Leistung aus. Und dies kann man dieser Linse durchaus bescheinigen. Sehr farbneutral und verzeichnungsfrei bei durchgehender Lichtstärke von F/4 bringt es Freude im Fotoalltag.
Die durchgehende Lichtstärke von f4 hat schon auch seine Vorteile, denn wie vorhin erwähnt, habe ich ein leichtes Objektiv zur Hand, was ich auch stets dabei habe.
Die Abmessung der mitgelieferten Gegenlichtblende sind allerdings nicht gerade als "zierlich" zu bezeichnen. Eine angepasste Gegenlichtblende in Tulpenform wäre hier vorteilhafter gewesen. Trotzdem sollte man sie benutzen, sattere Farben im hellen Sonnenlicht sind dann der Lohn dafür. Dennoch hat sie den gleichen "Fehler", wie alle Canon Gegenlichtblenden sieht man an der Außenseite jeden Fingerabdruck auf dem mattschwarzen Hintergrund. Auf der Innenseite der Ge-Li sorgt schwarzer Samt dafür, dass keine Spiegelungen zustande kommen.
Canon bietet für dieses Telezoom eine Stativschell (A II) an, diese werde ich mir noch anschaffen, denn erstens sieht's Objektiv doof aus (als ob was fehlt) und zweitens ist diese für Stativaufnahmen vorteilhafter. Leider verkauft Canon für einen schon unverschämten Preis von ca. 120,00 Euro.
Einige technische Details:
Optischer Aufbau: 16 Linsen in 13 Glieder
Fokussiermotor: Ring-USM
Naheinstellgrenze: 1,2 m
Filterdurchmesser: 67 mm
Fazit:
Ein wirklich tragbares Edelzoom, hervorragend für alles DLRS der Canon EOS-Reihe geeignet, bei den digitalen Spiegelreflex mit einem Verlängerungsfaktor von 1,6 habe ich ein 320mm-Zoom bei Lichtstärke F/4 und ist auch noch kombinierbar mit den von Canon angebotenen Telekonverter bei vollem Erhalt aller Funktionen.
Der Hersteller hat inzwischen auch einen Nachfolger für dieses Zoom mit IS (Bildstabilisator) auf den Markt gebracht. Der Beliebtheit des Zooms ohne IS hat es offenbar keinen Abbruch getan, denn Canon hat dieses Objektiv immer noch im Angebot. Das Objektiv mit IS hat leider einen satten Aufpreis von ca. 400,00 Euro. Ob ich mir das gönnen werde, kann ich noch nicht sagen. Erstmals bin ich mit diesem Objektiv sehr zufrieden.
...
ein Testbericht von deviloper2007-11-06 17:08:28vom 06.11.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Preis
Verarbeitung
Schneller Fokus
Gute Bildqualität
Scharf...Nachteile/Kritik: eig nichts
Das Canon EF 70-200mm L USM ist eines der vier 70-200mm Zooms der Canon „L“-Reihe. Es ist das „kleinste“ der vier Linsen und auch am Preiswertesten. Die anderen drei sind entweder mit Offenblende 2.8 oder auch mit Bildstabilisator. Das Canon EF 70-200mm L USM ist aber auch das Preiswerteste, leichteste und kleinste der vier. Es eignet sich vor allem für Naturfotographen die nicht so viel Geld ausgeben können/wollen. Sportfotographen sollten sich lieber die teurere Variante kaufen mit Offenblende 2.8, da in den Hallen häufig nicht genug
Licht vorhanden ist. Doch jetzt genug der Allgemeinheiten.
Lieferumfang:
Canon EF 70-200mm L USM wird wie alle Objektive der L-Reihe mit Gegenlichtblende ausgeliefert. Außerdem gehören Vorder- und Rückdeckel zum Lieferumfang. Leider fehlt eine, bei einem so großem Objektiv nötige, Stativschelle..
Handling:
Das Objektiv liegt super in der Hand und wiegt mit 705g recht wenig. Es ist nur 7,6 cm dick und 17,2 cm lang. Ebenso läuft der Ring für den Manuellen Fokus sehr flüssig.
Bildqualität:
Das Canon EF 70-200mm L USM hat eine super Bildqualität. Es verzerrt die Bilder für das bloße Auge nicht merkbar. Verzerrungen sieht man nur wenn man ein kariertes Blatt photographiert. Außerdem vignettiert es wenig. Bei Offenblende sind es 0,5 Blende in 200mm und 0,25 bei 70mm und 135mm, bei f/5,6 sinkt die Vignettierung auf 0,1 Blenden. Was die Schärfe betrifft ist es für diesen Preis wahrhaft überragen. Es ist sogar noch schärfer als die VIEL teurere 2.8’er Version. Es ist sogar schärfer als viele Preislich vergleichbare Festbrennweiten. Es ist selbst bei Offenblende mehr als nur zu gebrauchen und dies steigert sich nochmal beim abblenden. Was Chromatische Aberrationen angeht ist es ebenfalls sehr gut. Offenblende ist es bei 70mm bei 0,3 Pixel, bei 200mm sind es 0,2 Pixel breite. Bei Abblenden verdoppelt sich das ganze leider. Und bleibt dann auf 0,5 Pixel.
Fokus:
Der Fokus ist sicher und dank USM Antriebs auch sehr schnell. Des Ring für den Manuellen Fokus fließt wie oben schon gesagt sehr flüssig und er bietet sicheres Scharfstellen.
...
ein Testbericht von LittleSparko2007-03-07 13:22:55vom 07.03.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Guter Zoombereich, Abbildungsleistung, Verarbeitung...Nachteile/Kritik: Lichtstärke, Fokus, Serienstreuung
Bevor ich zu meinem EF 70-200/2.8L USM kam, hatte ich des öfteren das EF 70-200/4L USM eines Fotokollegen in Nutzung.
Natürlich machte ich mir so meine Gedanken, ob es nicht vielleicht auch dieses Objektiv sein könnte.
## EF 70-200/4L USM ##
Technische Daten von Canon.de
Bildwinkel (hor., vert., diag.) 29° - 10°, 19°30' - 7°, 34° - 12° Optischer Aufbau (Linsen/Glieder) 16/13
Anzahl Blendenlamellen 8
Kleinste Blende 32
Naheinstellgrenze (m) ca. 1,2
Größter Abbildungsmaßstab 0,21 (at 200mm)
AF Motor USM (Ultraschallmotor)
Filter Durchmesser (mm) 67
Max. Durchmesser x Länge
(mm) ca. 76 x 172
Gewicht (g) ca. 705
Gegenlichtblende ET-74
## Was spricht für das 70-200/4? ##
Zu allererst ist es leichter und kleiner als das 70-200/2.8, es wiegt immerhin beachtliche 500g weniger, im Vergleich zum IS Modell vom 2.8 sogar 800g!
Dem F4 wird eine sehr hohe Abbildungsleistung nachgesagt, also scharfe und saubere Fotos über die gesamte Brennweite bereits bei Offenblende - die bei diesem ja durchgehend Blende 4 ist.
Das Objektiv hat, wie heute die meisten L Optiken von Canon, einen leisen und schnellen USM Antrieb.
Das Handling des Objektives gefiel mir, die Verarbeitung ist qualitativ sehr hoch, das Objektiv ist sehr robust - dafür steht die L Serie von Canon ja auch.
Ebenso ist es auch bei diesem Exemplar möglich, jederzeit manuell in den Autofokus einzugreifen, ohne auf Manuell umschalten zu müssen, wie es bei dem lichtstarken Bruder auch der Fall ist.
Die Abbildungsleistung ist wirklich sehr gut, die Bilder, die ich damit machte, passten auf Anhieb, waren scharf und sauber auch bei Offenblende.
## Was spricht dagegen? ##
Das ist natürlich rein subjektiv aus meiner Sicht vorwiegend.
Ich merkte an meiner damaligen 300D schnell, dass die Blende 4 einfach zu dunkel ist für mich. Da ich bei der 300D nicht wie gewünscht mit hohen ISO gegensteuern konnte, fehlte für passable Auslösezeiten eine Menge Licht - vor allem bei meinen Einsatzgebieten Konzert und ähnliche schwere Lichtverhältnisse.
Hinzukommt, dass im letzten Jahr eine extrem hohe Serienstreuung bei diesem Objektiv auftrat.
Nahezu jedes zweite Objektiv war von einem bösen Front- oder Backfokus (Schärfe liegt erkennbar vor oder hinter dem fokussierten Punkt) befallen, der vor allem bei den Amateur und Semiprofi Modellen der EOS Kameras deutlich wurde, bei den Profimodellen hielt es sich wohl im Rahmen, da diese mit präziseren Techniken ausgestattet sind.
Viele Käufer mussten entweder ständig umtauschen oder ewig auf ihr bestelltes Objektiv warten, weil die wenigen guten dauernd vergriffen waren. Dafür 600 Euro ausgeben, für ein Objektiv, das man gar nicht hat, weil man wartet, es umtauscht oder es gerade bei der Justage ist? Nein danke.
Dazu stellte ich bei dem von mir genutzten Exemplar fest, dass der Fokus bei schwachem Licht erhebliche Probleme hatte und häufig nicht auf Anhieb korrekt fokussierte.
## Fazit ##
Es stand für mich bald fest, dass dieses Objektiv aus meiner engeren Wahl wieder rauspurzelte. Für meinen vorgesehenen Einsatzzweck war es mir zu dunkel und der Fokus war mir zu unsicher. Ebenso die damals bestehenden Probleme schreckten mich ab, mich weiter für dieses Objektiv zu interessieren.
Die Entscheidung, dass es definitiv ein 2.8er sein sollte ist also aufgrund der Testerfahrungen ganz schnell gefallen.
Wer weniger unter schwierigen Lichtverhältnissen, sondern eher in der freien Natur bei gutem Licht oder im Studio arbeitet, hat hier ein sehr gutes Objektiv mit einer klasse Abbildungsleistung und einem durchaus anständigen Preis-Leistungsverhältnis.
Gute gebrauchte Exemplar sind schon um 450 zu haben, aber auch der Strassenpreis um 600 bis 700 ist für die hohe Verarbeitungsqualität der L Serie durchaus ein angemessener Preis.
Für den Preis bekommt man auch meistens die Gegenlichtblende und die Stativschelle mit dabei. Köcher, Beutel und dergleichen können natürlich extra erworben werden.
Von mir erhält das Objektiv 4 Sterne und eine Empfehlung für oben genannte Einsatzgebiete.
KingSparko für Ciao.de / LittleSparko für Yopi.de
...
topfmops, 21.05.2006
Wer jetzt noch Beiträge liest und nicht bewertet, handelt unsolidarisch. Ersiees bringt den Schreiberling um den verdienten Lohn und unterstützt die Administration bei ihren unsäglichen Neuerungen. Und ihmihr sollen alle Zähne ausfallen, bis auf einen!!
wildheart, 21.05.2006
Nicht den Mut verlieren! Weniger Bezahlung und Zeitsperren beim Bewerten sind das eine: ärgerlich. Gute und ausgezeichnete Berichte sind das andere!! Letzeres ist mehr wert als alles andere! Weiter schreiben! Weiter bewerten ! Nicht aufgeben !! Wem nützt e
Nat_Tom, 13.03.2007
Guten morgen, sh von uns dir nen schönen Tag liebe Grüsse Nathalie Thomas
ein Testbericht von Overknees2005-05-06 10:28:10vom 06.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: + gute Verarbeitung
+ schneller Fokus
+ relativ kompakt...Nachteile/Kritik: - nur durchschnittliche Abbildungsleistung
Den Abschluß meiner kleinen Reihe mit Berichten zu Canon Objektiven aus der EF-Reihe bildet mein heutiger Bericht.
Von mir etwas ungewohnt, werden die Berichte kurz und knackig werden, bei den Objektiven werde ich in erster Linie auf den Einsatzzweck eingehen, für den sie jeweils geeignet sind.
Als zweites Zoomobjektiv stelle ich Euch heute das Canon EF 70-200mm 1:4.0L USM vor.
Geeignete Kameras
Das Objektiv verfügt über das Canon EF Objektivbajonett.
Damit ist es für alle Canon Spiegelreflex-Kameras mit Autofokus geeignet.
Die angegebene Brennweite ist für den Einsatz an Kleinbild-Filmen vorgegeben.
Beim Einsatz an Digitalkameras ergibt sich eine Brennweitenverlängerung,
hier eine Auswahl:
Canon EOS 30 D: Faktor 1.6 (ergibt ca. 112-320mm Brennweite)
Canon EOS 60 D: Faktor 1.6 (ergibt ca. 112-320mm Brennweite)
Canon EOS 10 D: Faktor 1.6 (ergibt ca. 112-320mm Brennweite)
Canon EOS 1 D: Faktor 1.3 (ergibt ca. 91-260mm Brennweite)
Canon EOS 1 D Mark II: Faktor 1.3 (ergibt ca. 91-260mm Brennweite)
Canon EOS 1 Ds: keine Brennweitenverlängerung
Canon EOS 1 Ds Mark II: keine Brennweitenverlängerung
Canon EOS 300 D: Faktor 1.6 (ergibt ca. 112-320mm Brennweite)
Canon EOS 350 D: Faktor 1.6 (ergibt ca. 112-320mm Brennweite)
Diese Aufstellung werde ich jetzt durch alle Objektiv-Berichte durchschleppen, es wird ja nicht jeder Interesse an jeder Brennweite haben.
Erster Kontakt
Beim ersten Kontakt sticht einem zunächst die graue Farbe ins Auge, die man oft bei langen Brennweiten antrifft, bei Zoomoptiken allerdings eher selten.
Auch wenn das Objektiv sicher nicht ganz klein geraten ist, im Vergleich zum eigentlich avisierten 70-200mm mit Lichtstärke 1:2.8 (da war ich dann schlicht zu geizig) ist es aber noch gut zu handhaben und wiegt weniger als die Hälfte.
Daß schon Profi-Ansprüche angedacht wurden, sieht man an der Möglichkeit, einen Stativhalter am Objektiv direkt zu befestigen.
Handhabung
Hier ergeben sich zunächst keine Überraschungen, EF-typisch wird lediglich der rote Punkt an Objektiv und Body in Flucht zueinander gebracht, eine Vierteldrehung mit dem Uhrzeigersinn und das Objektiv sitzt.
Zum manuellen Fokussieren muß ein kleiner Schiebeschalter bewegt werden, das Zoomen erfolgt am zweiten Ring (dem Body nähergelegenen), alles läuft gewohnt satt und rund.
Schlechter sieht es mit der Lichtstärke aus. Dem relativ kompakten Format geschuldet, beschränkt sich die größte Blendenöffnung auf 1:4.0, was den Einsatzbereich doch deutlich einschränkt.
Besonderheiten
Das „USM“ in der Typbezeichnung steht auch beim 70-200mm wieder für den Ultraschallantrieb des Fokussierungs-Motor. Nahezu lautlos und extrem schnell wird die Schärfe nachgeführt. Gezoomt wird manuell, für Umsteiger von digitalen Kompaktkameras zunächst sicher ungewohnt.
Als besonderes Gütezeichen gilt auch das „L“ der Typbezeichnung, hiermit wird auf eine spezielle Vergütung und die höchste Korrekturstufe der Linsen hingewiesen.
Technische Eckdaten
Autofokus-Zoom-Objektiv mit Canon EF-Anschluß
Brennweite: 70-200mm
Größte Blende: 4.0
Kleinste Blende: 32
Filterdurchmesser: 67mm
Optischer Aufbau (Linsen/Glieder): 16/13
Blendenlamellen: 8
Naheinstellgrenze (bei größter Brennweite): 120cm
Durchmesser/Länge: 76/172 mm
Gewicht: 705g
Die kompletten technischen Daten finden sich bei http://www3.canon.de/images/pro/fot/slr/file/EF_2_144dpi.pdf
Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon beträgt 729,- Euro, ich habe in 2002 rund 830,- Euro dafür bezahlt.
Heute (05.04.2005) findet man die günstigsten Online-Angebote ab etwa 620,- Euro, wobei ich den Online-Kauf bei dieser Geräteart nicht wirklich empfehlen würde. Auch gebraucht oder per Ebay bin ich bei optischen Geräten immer extrem vorsichtig, zu leicht kann man sich echten Schrott einhandeln, der äußerlich unversehrt erscheint.
Mit der Kaufentscheidung habe ich mich ein wenig schwer getan, aber das eigentlich favorisierte 70-200mm mit Lichtstärke 1.2.8 und optischem Bildstabilisator kostet weit über 2.000,- Euro, ich arbeite nicht soviel mit langen Brennweiten, um diesen Preis zu rechtfertigen.
Abbildungsleistung
Mir steht kein Meßgerätepark zur Verfügung, mit dem ich die optischen Eigenschaften messen könnte, ich muß mich auf das Auge verlassen.
Bei Zoomobjektiven rechne ich immer mit einer verminderten Bildqualität gegenüber vergleichbar hochwertigen Festbrennweiten.
Da ich sowohl analoge als auch digitale Bodys habe und auch andere Objektive, die zumindest Teile des Brennweitenbereichs mit abdecken, kann ich da ganz gut vergleichen.
Die Abbildungsleistungen sind wirklich in Ordnung, wobei ein deutlich sichtbarer Schärfeabfall gegenüber hochwertigen Festbrennweiten vorhanden ist.
Ein bißchen abgeblendet geht die Abbildungsleistung aber völlig in Ordnung und ist sicher immer noch besser als die der meisten Objektive von Drittherstellern.
Einsatzzweck
Canon definiert das besprochene Objektiv als kompakte Reisewaffe für längere Brennweiten.
Das trifft den Einsatzzweck sicher schon recht gut, als Spezialist für Sportaufnahmen und ähnliches ist es zu lichtschwach.
Bei mir geht es immer dann mit auf die Reise, wenn ich nicht allzuviel mitschleppen will, mit dem 28-70mm und dem 70-200mm im Gepäck ist man wenig belastet und hat doch fast immer was Passendes an der Hand.
Aber ich würde nie auf die Idee kommen, das Objektiv für Portraits einzusetzen… dafür habe ich bessere Festbrennweiten.
Zubehör
Da sollte zuerst einmal die passende Gegenlichtblende her, für einen vernünftigen Transportschutz wird wohl jeder, der sich das Objektiv leisten kann, ein passendes Behältnis für die Ausrüstung haben.
Hier kann man auch mal über den Extendereinsatz nachdenken, da es keinen optischen Bildstabilisator hat, ist dann natürlich Stativeinsatz Pflicht, optimal natürlich mit dem Stativhalter am Objektiv.
Ärgerlich war für mich die Anschaffung eines Extra-Polfilters, da das 67mm Filtergewinde in meiner Sammlung eine Sonderstellung einnimmt. Dafür bleibt bei der Fokussierung die vordere Baugruppe stehen, die erste Linse dreht sich nicht, am Polfilter gemachte Einstellungen bleiben also über den gesamten Zoom- und Fokusbereich erhalten
Fazit und Empfehlung
Natürlich sind auch 700,- Euro kein Pappenstiel.
Setzt man die aber in Relation zu den über 2.000,- Euro, die die echte Profi-Optik 70-200 mit der 1:2.8 Lichtstärke kostet, dann wird der Preis doch ein wenig friedlicher.
Ich kann es also klar empfehlen, allerdings mit dem Hinweis, hier nicht höchste Abbildungsleistung und Lichtstärke, sondern mehr eine relativ kompakte Telebrennweite an der Hand zu haben.
Soderle, wie immer an dieser Stelle sind mir Kritik, Kommentare und besonders Hinweise, was Ihr am Bericht vermißt, sehr willkommen! ...