Ich habe mal wieder ein Buch durch und will Euch gleich davon berichten!
1. Bibliographische Angaben
Titel Lauf, Jane, lauf! : Roman / Joy Fielding. Aus dem Amerikan. von Mechthild Sandberg-Ciletti
Verfasser Fielding, Joy
Ausgabe Dt. Erstveröff., 1. Aufl.
Verleger München : Goldmann
Erscheinungsjahr 1992
Umfang/Format 447 S. ; 18 cm
Gesamttitel Goldmann ; 41333
ISBN 3-442-41333-8
Einband/Preis kart. : DM 12.80 , heute 8,95 Euro
Der Originaltitel lautete See Jane Run
Es gibt zahlreiche andere Ausgaben und Nachauflagen. Bei Amazon oder Abooks ist es schon ab einem Euro zu erwerben.
2. Verlag
Goldmann Verlag
Neumarkter Str. 28
D-81673 München
Tel.: +49 (0)1805/ 99 05 05
Der Goldmann Verlag wurde bereits 1922 von Wilhelm Goldmann in Leipzig gegründet.
Heute ist der Goldmann Verlag einer der großen Publikumsverlage Deutschlands: ein Verlag der Autoren mit einem auf Vielfalt und Qualität ausgerichteten Programm für leidenschaftliche Leser - gleich, ob es sich um Literatur oder Unterhaltung, um Krimis oder Frauenbücher, um deutsche oder internationale Autoren, um zeitgenössische Schriftsteller oder Klassiker, um Belletristik oder Sachbücher und Ratgeber handelt.
http://www.randomhouse.de/goldmann/ver la g.jsp?men=448&submen=1139&pub=4000
Beka nn t ist Goldmann besonders für seine Taschenbücher, aber sein Verlagsprogramm hat weit aus mehr zu bieten zum Beispiel auch Sachbücher.
3. Wie kam ich zu diesem Buch?
Reiner Zufall, es lag bei einem Freund und kam mir unglaublich bekannt vor. Obwohl ich von der Autorin noch nichts gelesen hatte, sagte mir ihr Name im Zusammenhang mit spannender und sehr erfolgreicher Lektüre etwas. Der Text auf der Rückseite tat sein übriges.
4. Die Autorin
Joy Fielding wurde 1945 in Kanada geboren. In America gilt sie als eine sehr bekannte und erfolgreiche Autorin. Schreiben ist seit ihrer Kindheit ihre große Leidenschaft. Trotzdem versuchte sie sich nach ihrem Studium erstmal in der Schauspielerei, mit eher mäßigem Erfolg. 1991 gelang ihr mit dem hier beschrieben Buch der große, auch internationale Durchbruch. Es folgten viele weitere Besteller. Zuletzt veröffentlichte sie bei Goldmann "Schlaf nicht, wenn es dunkel wird", "Nur der Tod kann dich retten" und "Träume süß, mein Mädchen".
Die Gala meint: "Joy Fielding ist die Meisterin des Psychothrillers!"
Joy Fielding lebt mit Mann und 2 Töchtern abwechselnd in Toronto und Palm Beach.
5. Layout
Es handelt sich um ein handliches und leichtes Taschenbuch. Die Titelseite ist sehr dunkel oder besser düster gestaltet. Darauf abgebildet ist ein e Frau mit wehenden Haaren. Sie macht einen sehr gehetzten und ängstlichen Eindruck.
Der beschriebene Titel hat 447 Seiten und keinerlei Illustrationen oder Fotos. ES handelt sich um 32 Kapitel, die keinerlei Zwischenüberschriften tragen, einfach durchnummeriert wurden.
Auf der Rückseite befindet sich eine kurze Titelangabe sowie ein Zitat: Das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht werden - ein phantastisches, atemloses Leseerlebnis!" Kirkus Reviews.
Außerdem finde ich hier den Hinweis, dass ich die deutsche Erstveröffentlichung in den Händen hielt.
Die Gestaltung ist nicht umwerfend, aber passend. Ein Taschenbuch ist natürlich preiswerter, aber weniger haltbar, als ein Festeinband. Fürs Lesen im Bett ziehe ich aber die handlichen Taschenbücher vor!
6. Zum Inhalt
"An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittaker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war..." So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld, ohne Erinnerungsvermögen auf
den Straßen Bostons wiederfindet.
Jeden Moment hofft Jane auf die Rückkehr ihrer Erinnerung, sie weiß nicht mal ihren Namen und ihr Spiegelbild ist ihr fremd. Eine Handtasche mit Papieren hat sie nicht bei sich und außer Geld und einem mysteriösen Zettel ist da nichts, was ihr helfen könnte. 2 Tage versteckt sie sich in einem Hotel, erst als sie dann immer noch keinen Schritt weiter ist, entschließt sie sich zur Polizei zu gehen.
Das blutbefleckte Kleid und das Geld lassen sie Schlimmes fürchten, daher versteckt sie es vorher. Die Polizisten bringen sie in ein Krankenhaus. Dort untersucht man sie von Kopf bis Fuß kann aber keine körperliche Ursache für ihre plötzliche Amnesie ausmachen. Irgendein furchtbares Erlebnis muss ihr Unterbewusstsein veranlasst haben, jede Erinnerung auszuschalten.
Noch im Krankenhaus wird sie erkannt und als Ehefrau eines sehr angesehenen Kinderchirurgen identifiziert. Dieser, äußerst sympathisch und liebvoll scheinende Ehemann, holt sie dann schließlich nach Hause, ein zu Hause, das Jane fremd ist und lange bleibt. Sie hat sogar ihre kleine Tochter vergessen!
Michael, ihr Mann umsorgt sie aufopfernd und rücksichtsvoll. Scheinbar! Während er seiner Arbeit nachgeht, tut dies an seiner Stelle eine junge Haushälterin. Immer mehr erwacht in Jane der Verdacht, das hier etwas nicht stimmt. Da sind die Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen, mit denen es ihr aber immer schlechter geht. Immer mehr fühlt sie sich ruhiggestellt, als Gefangene im eigenen Haus. Michael hat zwar immer eine Erklärung parat, aber er kann Jane nur begrenzt überzeugen. Zumal die Haushälterin zunehmend brutaler dafür sorgt, dass Jane die Medikamente nimmt und von der Umwelt abgeschottet wird.
Schließlich lähmt Michael Janes Aufbegehren mit einer furchtbaren Geschichte. Sie soll einen Autounfall verursacht haben, der ihrer Mutter und ihrer kleinen Tochter das Leben gekostet hat.
Vorerst ergibt sie sich in ihr Schicksal, das einer psychisch und mittlerweile auch physisch schwerkranken Frau, ab nur vorerst.
Schließlich kommt ihr der Zufall zu Hilfe und der nährt den unglaublichen Verdacht, dass sie einem teuflischen Plan ausgeliefert ist. Verzweifelt kämpft sie um ihr Gedächtnis - es wird ein Kampf auf Leben und Tod.
7. Leseprobe
"Sind sie krank?" fragte der Apotheker besorgt, als er sie zu dem Stuhl hinter dem Ladentisch führt. Jane begann lautlos zu weinen. Sie ließ sich auf den Stuhl fallen und griff mit zitternder Hand in ihre Hosentasche, um die zwei kleinen weißen Tabletten herauszuziehen. "Können sie mir sagen, was für Tabletten das sind? Ich meine, ohne dass sie sie erst zur Analyse wegschicken müssen." Der Apotheker nahm die Tabletten aus ihrer geöffneten Hand und drehte sie mehrmals hin und her, um sie sich genau anzusehen. "Woher haben sie die?" "Wissen sie, was für ein Mittel das ist?" "Ich glaube, ich weiß es, ja." "Ativan?" "Ativan? O nein, das ist kein Ativan. Ativantabletten sind schmal und oval geformt. Wer hat ihnen gesagt, dass das Ativan ist?" "Es ist kein Ativan?" fragte Jane erregt. "Nein. Das sieht eher nach Haldol aus." "Und was ist das?" "Ein Mittel, von dem man lieber die Finger lassen sollte." Er kniff die Augen zusammen. "Haben sie etwa diese Tabletten genommen? Ohne Rezept?" Sie nickte schuldbewusst. "Ich hatte Schlafstörungen, und ein Freund sagte mir, die würden helfen." "Da kann ich ihnen nur eines raten: weg mit den Tabletten und weg mit dem Freund. Solche Freunde sind gefährlich."
Seite 259-260
8. Meine Meinung
Mir hat die Idee gefallen, das klang spannend und außergewöhnlich. Diese Vorstellung, so plötzlich das Gedächtnis zu verlieren und sich selbst im Spiegel nicht zu erkennen, hatte etwas Besonderes. Ich stürzte mich auf dieses Buch, gefesselt von der Idee und gespannt, auf das was da kommen würde. Leider fiel es mir sehr schwer über die ersten Seiten hinwegzukommen. Der Einstieg ist unglaublich langatmig, bevor es in der Geschichte wirklich vorwärts geht, sind 60 Seiten weg.
Dann allerdings steigt die Spannung still und leise, aber stetig. Man identifiziert sich immer mehr mit der Hauptfigur und kann ihren wachsenden Zweifel und ihre Ängste sehr gut nachvollziehen. Es ist der Autorin wirklich gut gelungen, hier jeden einzelnen Schritt mitzugehen. Nicht nur Jane fragt sich, was ist hier eigentlich los, was versucht man krampfhaft vor mir zu verbergen.
Die einzelnen Figuren werden von der Autorin sehr gut eingeführt und wirken sehr authentisch und realistisch. Man hat sie förmlich vor Augen.
Die ganze Geschichte, obwohl die Ausgangssituation so außergewöhnlich ist, wirkt nachvollziehbar. Da gibt es keine Brüche und nichts wo man als Leser sagt, hier übertreibt sie aber.
Janes verzweifelte Versuche sich zu wehren, bei klarem Verstand zu bleiben..., man kommt im Gegensatz zum Anfang gar nicht schnell genug von Seite zu Seite. Die Spannung ist grenzenlos!
Geschrieben ist es zwar aus Janes Perspektive, aber nicht in der Ich-Form.
Besonders gefallen hat mir dann die Auflösung des Rätsels - man hat vorher wirklich überhaupt keine Ahnung, was da kommen könnte. Klar, dass man hier überhaupt nicht aufhören kann zu lesen, wurde doch die Spannung systematisch aufgebaut. Die Überraschung ist groß. Aber auch des Rätsels Lösung ist in sich stimmig und nachvollziehbar.
Dieser Roman lässt sich sehr gut lesen, die Sprache ist angenehm, der Schreibstil schön flüssig. Immer wieder gelingt es der Autorin mit humorvollen Details, dem Leser auch mal ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Obwohl sie wenig mit Bildern und Metaphern arbeitet, kann man sich als Leser wunderbar in die Geschichte reindenken und auch fühlen.
Die Spannung hält sich tatsächlich bis zur letzten Seite. Legt man das Buch dann weg, so muss man erstmal tief durchatmen!
10. Fazit
Ich empfehle dieses Buch als sehr spannende Lektüre. Die Grundidee ist originell, die Figuren sympathisch und sehr gut dargestellt. Die Geschichte realistisch und nicht abgehoben, die Problematik hochaktuell. Es ist gut und flüssig geschrieben und wenn man erstmal über die ersten Seiten hinweg kommt, kann man es nicht mehr weglegen.
Also vergebe ich 5 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.
(1) Vorwort
(2) Der Klappentext
(3) Der Einband
(4) Die Story
(5) Die Autorin
(6) Meine Meinung
(7) weitere Infos
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(1) Vorwort
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Ich Liebe Frauenromane , ganz besonders dann wenn sie einfach nur lustig sind und eine tolle Liebesgeschichte darstellen. dabei muss es nicht einmal besonders realistisch zugehen, sondern einfach nur Spannend und unerwartet.
Aber auch Krimis lese ich sehr gerne - allerdings nur auf Empfehlung. Von vielen wurde mir hierfür die Autorin Joy Fielding empfohlen und auch in den höchsten Tönen angeprießen.
Nachdem sich mir die Titel bisher aber immer sehr heftig erschienen, entschied ich mich nun aber doch endlich mal ein Buch der Autorin zu lesen.
Angefangen habe ich mit dem neuesten Buch der Autorin : Das Verhängnis. Danach habe ich eins nach dem anderen verschlungen und gerade habe ich ihren Klassiker : Lauf Jane Lauf gelesen. Mit diesem Buch wurde Joy Fielding erstmals International berühmt. Wie ich finde zurecht.
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(2) Der Klappentext
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So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, in den Taschen viel Geld, ohne Erinnerungen auf den Straßen Bostons wiederfindet. Wer ist dieser Mann, der ihr als Ehemann vorgestellt wird und der sie so aufopfernd umsorgt? Was sind das für Medikamente, die ihr wohl helfen sollen? Und warum fühlt sie sich plötzlich als Gefangene in ihrem eigenen Haus?
Oder sind das alles Gedanken einer Geisteskranken? Ihre kleine Tochter, an die sie sich zu erinnern glaubt, ist auch nicht mehr da. Langsam wächst in Jane der Verdacht, dass sie einem teuflischen Plan ausgeliefert ist und verzweifelt kämpft sie um ihr Gedächtnis - es wird ein Kampf auf Leben und Tod - nicht nur für sie selbst.
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(3) Der Einband
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Dieses Buch gibt es nicht nur in den alten Auflagen, sondern auch in den ganz neuen Auflagen . Hierauf ist eine Frau zu sehen, die änngstlich zur Seite blickt. Bei den neuesten Auflagen wurden alle im gleichen Stil gehalten : Schwarz mit dezentem Bild und Titel. Gefällt mir sehr gut und ist passend zum Inhalt. Sehr düster. Bei diesem Titel ist bei der neuen Auflage ein Schloss an einem Seil zu sehen.
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(4) Die Story
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Eines Tages steht eine Frau in Boston auf der Straße und weiß nicht mehr wie sie hierergekommen ist. Sie weiß noch nicht einmal mehr wie sie heisst, wo sie wohnt, wie alt sie ist oder wie sie aussieht.
Langsam versucht sie ihre Gedanken zu Ordnen und so viel wie möglich herauszufinden, leider gelingt ihr das nicht, denn keiner scheint sie hier zu kennen und auch eine Handtasche mit persönlichen Dingen hat sie nicht dabei.
Also beschließt sie erst einmal in einem Hotel abzuwarten, denn eventuell kehren ja die Erinnerungen nach einer erholsamen Nacht wieder zurück. Aber auch nach zwei Nächten weiß sie nicht mehr über sich - nur , dass sie ein Blutverschmiertes Kleid anhatte - selbst aber keine Wunde hat und in ihrer Manteltasche befinden sich ca. 10000 Dollar.
Sie beschließt zu einem Artzt zu gehen. Dort wird sie untersucht und es wird festgestellt, dass sie womöglich an einer hysterischen Amnesie leidet, ausgelöst durch ein schlimmes Ereigniss.
Weiterhelfen tut
ihr dass nicht, aber der Besuch bei den Ärzten war nicht umsonst, denn eine Krankenschwester erkennt sie und kann ihr sagen wer sie ist und mit wem sie verheiratet ist.
Ihr Mann wird ihr vorgestellt und nimmt sie dann mit nach Hause. Dort soll sie sich ausruhen denn schon anch ein Paar Wochen Ruhe könnte ihre Erinnerung zurückkommen. Dochauch nach ein Paar Wochen geht es ihr immer schlechter und schlechter. Sie kann kaum noch aufstehen , geschweige denn sich an irgendetwas erinnern. Ihr Mann erscheint ihr auch immer komischer und nach und nach entdeckt sie Lügen, die er ihr erzählt. Was stimmt bloß nicht mit ihm und hat es irgendetwas damit zu tun, warum sie ihre Erinnerungen verdrängt hatte?
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(5) Die Autorin
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Joy Fielding wurde 1945 in Kanada geboren. Sie gehört zu den Spitzenautorinnen Amerikas und lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto / Kanada und in Palm Beach / Florida.
Weitere Bücher von Joy Fielding :
- Das Verhängnis
- Nur der Tod kann dich retten
- Sag Mami Goodbye
- Lauf Jane Lauf
- Im Koma
- Flieh wenn du kannst
- Zähl nicht die Stunden
- Schlaf nicht wenn es dunkel wird
- die Katze
- Träume Süss mein Mädchen
- Tanz Püppchen Tanz
- Schau dich nicht um
- Bevor der Abend kommt
- Am seidenen Faden
- Ein Mörderischer Sommer
- lebenslang ist nicht genug
- Verworrene verhältnisse
- Herzstoß
Das beste Buch, dass ich von Joy Fielding je gelesen habe. Spannend bis zu schluss, aber auch schon von Anfang an. Immer wieder ändert man als Leser seine Meinung - genau wie Jane - und weiß nicht mehr wem Man vertrauen kann und wer eigentlich die Lügen erzählt und wer die Wahrheit !
Sehr gut geschrieben und zurecht das Buch, mit dem Joy Fielding Internationalen Erfolg hatte.
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*****5 Sterne
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Info´s zum Buch ;
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ein Testbericht von gloriaforever2010-01-16 10:16:38vom 16.01.2010Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, flüssig geschrieben, interessante Personen, guter Preis...Nachteile/Kritik: manchmal etwas langatmig
Von einem Büchergutschein hatte ich noch ein paar Euro übrig und darum bin ich in den örtlichen Bücherladen marschiert und habe mir zwei Bücher von Joy Fielding ausgesucht. Das Erste habe ich jetzt fertig gelesen. Es heißt Lauf, Jane, lauf!
Aussehen des Buches
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Bei meiner Ausgabe handelt es sich um eine Taschenbuchausgabe aus dem Goldmann-Verlag. Das komplette Buch ist in tiefschwarz gehalten. Auf der Vorderseite sieht man ein mit Blut bespritztes Vorhängeschloss.
Text von der Vorderseite des Buches:
Joy Fielding
Lauf, Jane, lauf!
Roman
Goldmann
Allgemeine Informationen zum Buch
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Meine Ausgabe ist bereits die 50. deutsche Auflage seit Erstveröffentlichung.
Das Buch erschien 1991 bei William Mirrow and Company in New York unter dem Originaltitel See Jane Run. Die Lizenz für die deutschen Ausgaben liegt seit 1992 beim Wilhelm Goldmann Verlag in München.
Übersetzung: Mechthild Sandberg.Ciletti
Leserschaft:
ISBN: 978-3-442-41333-1
Seiten:
Preis: 8,95 Euro
Über die Autorin
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Joy Fielding wurde 1945 geboren und gehört zu den Spitzenautorinnen Amerikas. Alle ihre Bücher waren Bestseller. Mit dem Psychothriller Lauf, Jane, lauf! Gelang ihr der große internationale Durchbruch. Joy Fielding lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Toronto, Kanada und in Palm Beach, Florida.
Bei Goldmann erschienen unter anderem folgende Bücher von ihr:
* Am seidenen Faden
* Schau Dich nicht um
* Sag Mami Goodbye
* Lebenslang ist nicht genug
* Ein mörderischer Sommer
und viele weitere Bücher…
Buchbeschreibung von der Rückseite
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„An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittaker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war …“
So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld und ohne Erinnerungsvermögen auf den Straßen Bostons wieder findet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als ihren Ehemann vorstellt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Warum fühlt sie sich als Gefangene im eigenen Haus? Verzweifelt kämpft Jane von nun an um ihr Gedächtnis – es wird ein Kampf auf Leben und Tod …
„Das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht werden – ein phantasiereiche, atemloses Leseerlebnis.“
Kirkus Reviews
Meine eigene Buchbeschreibung
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Eine Frau steht in Boston an einer Ampel und erinnert sich plötzlich nicht mehr an ihren Namen. Sie weiß aber in welcher Straße sie ist und das sie etwas einkaufen wollte. Sogar die einzelnen Bestandteile ihres Kochrezepts fallen ihr ein. Nur ihr Name und was sie an diesem Ort wollte, weiß sie nicht mehr. Sie beschließt die bekannte Gegend abzulaufen. Vielleicht trifft sie ja jemanden der sie erkennt. Doch niemand scheint sie zu kennen. In einem Zeitungskiosk stellt sie dann fest das sie in der Manteltasche Stapel von 100 Dollarnoten hat. Ist sie eine Bankräuberin? Sie möchte noch nicht zur Polizei gehen, da sie befürchtet eine kriminelle Tat begangen zu haben. Darum mietet sie sich unter einem ausgedachten Namen ein Hotelzimmer. Als sie sich den Mantel auszieht, sieht sie, dass ihr Kleid vorne ganz mit frischem Blut befleckt ist. Hat sie am Ende jemanden ausgeraubt und umgebracht?
Sie kauft sich erst einmal etwas anderes zum Anziehen und versteckt das Geld in einem Schließfach. Anschließend geht sie schließlich am dritten Tag doch zur Polizei, nachdem sich die Erinnerung an ihren Namen nach wie vor nicht eingestellt hat. Die Polizisten bringen sie in das städtische Krankenhaus und dort erkennt sie nach einigen Untersuchungen eine junge Ärztin. Sie ist die Frau von Dr. Michael Whittaker und heißt Jane. Ihr Mann kommt sofort in die Klinik und nimmt sie schließlich mit nach Hause, nachdem klar ist, dass sie wirklich Jane Whittaker ist. Es konnten aber keine Unfallspuren oder andere Verletzungen an ihrem Körper festgestellt werden. Das blutige Kleid und das viele Geld erwähnt Jane bisher noch nicht, da sie irgendwie einen Zweifel an ihrem Mann hegt.
In ihrem Zuhause angekommen, sieht erst einmal alles gut aus. Janes Man ist ein erfolgreicher Kinderarzt, sie hilft im ab und zu bei der Buchhaltung. Sie haben eine Hausangestellte die sich um die Ordnung zu Hause kümmert und alle Nachbarn und auch die Hausangestellte beschwören Jane immer und immer wieder dass ihr Mann immer so gut zu allen und speziell zu ihr ist. Doch warum hat sie dann ihr Gedächtnis verloren? Und woher kam das ganze Blut auf ihrem Kleid?
Von dem Arzt im städtischen Krankenhaus hat ihr Mann Michael Tabletten bekommen, die ihr helfen sollen ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Doch statt ihr zu helfen, machen sie die Tabletten ganz schlapp und sie möchte eigentlich nur noch schlafen. In einem wachen Moment flieht Jane von zu Hause und geht in eine Apotheke um festzustellen was sie da eigentlich nimmt. Die Tabletten heißen ganz anders als die, welche ihr der Arzt verschrieben hat. Es sind Tabletten die Depressionen hervorrufen können und sogar Gedächtnisverlust bewirken können.
Was will Michael vor Jane verbergen dass er ihr so starke Tabletten gibt? Wem kann Jane noch trauen? Und was für ein schreckliches Ereignis hat sie gehabt, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat?
Meine Meinung und Fazit
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Joy Fielding fackelt nicht lange mit endlosen Anfängen. Das Buch beginnt gleich mit Jane, wie sie sich mitten in Boston befindet und nicht mehr weiß wer sie ist. Sie hat absolut keine Ahnung woher sie kommt, ob sie Freunde oder Familie hat und wohin sie eigentlich wollte. Sie weiß zwar das sie irgendetwas einkaufen wollte. Aber das ist die einzige Erinnerung. Alles andere ist völlig aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Damit hat die Autorin in mir beim Lesen der ersten paar Seiten schon eine unglaubliche Spannung ausgelöst. Diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch. An manchen Stellen ist die Geschichte zwar etwas langatmig, aber das Geheimnis um Jane bleibt bis fast zum Schluss. Dann wird der wahre Grund ihrer Amnesie gelüftet und der schreckliche Vorfall warum Jane ihr Gedächtnis verloren hat fällt ihr selbst wieder ein. Bis dahin kämpft sie eisern um ihr Gedächtnis. Immer wieder erleidet sie Rückschläge weil andere Personen, vor allem aber der eigene Ehepartner, ihr dabei im Weg stehen bzw. sie behindern. Sie wird systematisch durch Tabletten zum Stillschweigen gebracht und kann sich nur im manchen Momenten, in denen sie nicht im Tablettenrausch ist, mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Außerdem wird sie noch in die Irre geleitet, weil man ihr die Vergangenheit falsch erzählt und sie sogar als Mörderin darstellt. All dem muss sie begegnen obwohl sie keine eigene Erinnerung hat. Und damit ist auch das Buch sehr fesselnd.
Bis auf das Ende, wo das ganze Ausmaß von Janes Gedächtnisverlust klar wird, und einigen kleinere Stellen im Buch, ist es nicht zu grausam geschrieben. Das Ende hat es allerdings wirklich in sich. Jane muss feststellen warum sie Blut auf dem Kleid hatte. Außerdem muss sie sich damit auseinandersetzen das die eigene Tochter missbraucht worden ist. Von wem möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen, sonst ist die ganze Spannung dahin. Ich würde das Buch an sich aber eher reiferen Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen, denn das Ende war für mich sehr aufwühlend. An sich ist das Buch aber nicht zu brutal geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nicht zu lang gezogen. Bis auf die paar Stellen an denen es wirklich etwas langatmig wirkt. Aber es geschieht eigentlich immer etwas. Und wenn ich das jetzt so rückblickend betrachte, wüsste ich nicht welche Stellen im Buch man hätte weglassen können. Denn Jane braucht am Ende alle diese Fakten um zu ihrem Gedächtnis zurückzufinden. Und der Leser versteht so den Zusammenhang auch besser. Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von Jane erzählt.
Den Preis fand ich nicht hoch. Ich hatte sowieso noch einen Büchergutschein und auch wenn ich es hätte ganz bezahlen müssen, wäre es mir nicht zu teuer gewesen. Das Buch ist gut verarbeitet. Das Buchcover ist meiner Meinung nach perfekt gestaltet. Es gibt 32 Kapitel die mindestens zwischen 15 und 25 Seiten lang sind. Das einzige negative war für mich die doch etwas kleine Schrift. Wäre sie ein wenig größer gewesen, wäre das Lesen nicht ganz so anstrengend gewesen. Aber dann wäre das Buch wahrscheinlich 600 Seiten stark. Wenn ein Kapitel sehr lang war, gab es zwischendrin auch immer mal wieder größere Abschnitte, bei denen man stoppen konnte ohne den Faden zu verlieren.
Von mir erhält dieser Roman nicht nur eine Kaufempfehlung, sondern auch die Höchstwertung von 5 Sternen. Er ist auf jeden Fall lesenswert.
...
topfmops, 17.01.2010
Und wiederum bereichern sich einige Leserlinge an Deiner Arbeit und Deinem Wissen, ohne Dir den Dir zustehenden Lohn, sprich Bewertungen, zu zahlen.
liskeen, 16.01.2010
Ich finde den Klapptext schon zu einschlafen.
Für den Testbericht gibts allerdings ein BH :
Bunny84, 31.01.2010
Klasse Bericht. Du hast bei mir gelesen also lese ich auch ganz klar bei dir. Lg Bunny84
ein Testbericht von DarkBeauty2007-02-08 10:31:44vom 08.02.2007Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Bericht...Nachteile/Kritik: siehe Bericht
~~~~ Willkommen! ~~~~
Nachdem ich von dem ersten Buch, das ich von Joy Fielding gelesen habe, so begeistert war, konnte ich es nicht abwarten, bis die von mir bei Ebay ersteigerten Bücher der Autorin endlich bei mir landen. So erinnerte ich mich noch rechtzeitig, das ich ja ein ziemlich Altes Werk fast unbemerkt im Schrank stehen habe. Ohne lange zu überlegen, begann ich dann am selben Abend auch noch, dieses zu beginnen. Inzwischen bin ich durch und es gibt eine weitere Rezension von mir.
Gekauft habe ich das Buch vor bestimmt schon vier oder fünf Jahren an einer Tankstelle für 5 €. Inzwischen sollte man es noch günstiger bei Ebay oder www.amazon.de bekommen. Denn immerhin hat der Roman ja doch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.
Gelesen habe ich schon immer gern. Als ich dieses Buch damals allerdings für diesen unschlagbar günstigen Preis in der Tankstelle liegen sah, musste ich zuschlagen. Denn immerhin klang der Klappentext ja spannend. Leider [für das Buch] kam ich zu diesem Zeitpunkt aber in meine Stephen - King - und - nichts - anderes - Phase. Seitdem stand das Buch im Regal und staubte ein. Ob es lieber dort hätte stehen bleiben sollen, werdet ihr im Weiteren nachlesen.
ch denke also, dass ich das Buch mit knappen fünf Sternen bewerten werde, da die Spannung den Anfang wieder rausreißt. Somit kann ich den Lesern unter euch, die sich für Thriller interessieren, "Lauf, Jane, lauf!" wärmstens empfehlen.
..........................Eckdaten zum Buch.............................................. ..............
Titel: Lauf, Jane, lauf!
Originaltitel: See Jane run
Autorin: Joy Fielding
Übersetzer/-in: Mechtild Sandberg - Ciletti
Erscheinungsjahr: 1992
Genre: Thriller
Seitenzahl: 447 Seiten
Verlag: Goldmann
.....................Die Autorin - Joy Fielding.......................................... .........
Joy Fielding (geb. Tepperman) (* 18. März 1945 in Toronto, Kanada) ist eine kanadische Schriftstellerin und Schauspielerin. Sie lebt mit Ihrem Mann Warren in Toronto und Palm Beach und hat zwei Töchter, Shannon und Annie.
Joy Fielding begann schon im Alter von acht Jahren Geschichten zu schreiben und bald darauf auch kleine Theaterstücke, die sie mit ihren Freunden nachspielte. Mit zwölf schrieb sie ein Drehbuch für einen Fernsehfilm, in der eine Zwölfjährige ihre Eltern ermordet. Auch als Teenager schrieb sie weiterhin Geschichten. Alle wurden jedoch von Zeitschriften und Verlagen abgelehnt.
Ihr Studium der Englischen Literatur an der Universität von Toronto schloss sie 1966 mit dem Bachelor ab. Schon während des Studiums hatte sie ihren Plan verworfen, Schriftstellerin zu werden, und spielte stattdessen in ungefähr 20 Studentenfilmen mit. [...]
Joy Fielding schreibt Thriller und Psychothriller, die jedoch immer auf verschiedene Weise unterschiedliche Abgründe der Gesellschaft zeichnen. Die Themen spiegeln die ganze Palette der Gewalt wider: Vergewaltigung, Psychoterror, Gewalt in der Ehe, Kindesentführung und dergleichen. Die Geschichten sind fast durchgehend in großen US-amerikanischen Städten angesiedelt. Hauptfiguren sind immer Frauen, die oftmals gut ausgebildet und gutaussehend sind, die es im Leben "zu etwas gebracht haben", in einer scheinbar perfekten Beziehung leben und Kinder haben. Doch häufig tragen sie Geheimnisse, unverwirklichte Wünsche oder nie gelebte Sehnsüchte in sich, die durch zufällige Begebenheiten, Nervenzusammenbrüche oder schleichende Prozesse ans Tageslicht kommen. So gelingt es Fielding in oft überzeugender Weise, mal subtil und schleichend, mal ganz offensichtlich und brutal die Entwicklung und Veränderung der Identität ihrer Charaktere und des Umfeldes, in dem sie leben, pointiert darzustellen.
Das Buch beginnt damit, dass der Leser einer Frau begegnet, die sich mitten auf einer recht belebten Straße wiederfindet. Sie ist vollkommen verwirrt, denn sie weiß weder, wie sie dorthin gekommen ist, noch wo sie ist und geschweige denn, wer sie eigentlich ist.
Nachdem sie sich eine erste Orientierung verschafft hat, stellt sie fest, dass ihre Taschen voll sind mit gut 10.000 Dollar und ihr Kleid blutverschmiert. Sehr lange dauert ihre weitere Irrfahrt durch die Stadt nicht mehr. Denn bald wird sie erkannt und als Jane Whittacker identifiziert, Frau des hoch angesehenen Chirurgen Dr. Michael Whittacker. Er kümmert sich rührend um sie, versucht sie behutsam in ihr altes Leben zurück zu bringen und Jane beginnt Vertrauen zu fassen.
Irgendetwas scheint aber nicht so ganz zu stimmen mit der Idylle.
Denn Michael sowie die Haushälterin Paula behandeln sie zunehmend wie ein kleines Kind. Damit aber nicht genug: Denn Jane muss immer wieder Tabletten schlucken, die sie angeblich wieder auf die Beine und zu Kräften bringen sollen, aber nur das Gegenteil bewirken. Jane wird lethargisch und ist ständig wie benebelt. Als sie es schließlich schafft, sich aus ihrem eigenen Haus zu befreien, in dem sie gehalten wird wie eine Gefangene und von jedem Kontakt zu ihren Freunden abgeschirmt, werfen sich für sie noch mehr Fragen auf. Denn sie erfährt, dass die Tabletten, die sie bekommt, kein leichtes Beruhigungsmittel sind, sondern ein Antidepressiva, das bei Patienten, die nicht unter Depressionen leiden, erst ebensolche verursachen und sie zu sabbernden Kleinkindern machen. Man will scheinbar nicht, dass Jane sich jemals wieder erinnert...
Michael, der von jedem wie ein Heiliger verehrt wird, spürt sie aber schließlich auf und konfrontiert sie mit einer schrecklichen Wahrheit, die sie wie ein Schlag trifft.
Handelt es sich bei dieser Geschichte aber wirklich um die ganze Wahrheit?
...................................Me ine Eindrücke......................................... ...........
Die Begeisterung über "Schlaf nicht, wenn es dunkel wird" noch inne habend, stürzte ich mich sofort auf dieses Buch hier. Denn die Geschichte klang für mich nach wie vor spannend und ich war mir absolut sicher, dass auch dieses deutlich ältere Buch gut sein würde. Nach den ersten ca. 30 Seiten etwa hatte ich keine richtige Lust mehr weiterzulesen und legte das Buch erst mal beiseite. In den nächsten Tagen blieb es irgendwie bei die Anzahl an Seiten, die ich es schaffte, am Stück zu lesen. So schwand meine Hoffnung schon fast dahin, dass dieses Buch ebenfalls toll und super spannend sein würde. Wie aber schon bei sovielen Büchern, sollte sich das auch hier ändern.
Denn nachdem Jane erst mal wieder in ihrem Zu Hause ist, spitzt sich die Handlung schleichend zu. Ähnlich wie bei "Schlaf nicht, wenn es dunkel wird". Man selbst als Leser nimmt das so richtig eigentlich gar nicht wahr. Trotzdem will man das Buch nicht aus der Hand legen. So ging es mir dann nach einer Weile auch. Denn nur der Anfang der Geschichte, in dem Jane durch die Gegend irrt und irgendwie sogar ein bisschen unsympathisch wirkt, ist meiner Ansicht nach etwas langatmig. Danach steigt die Spannung stetig. Man macht sich beim Leser und auch noch danach wieder allein Gedanken, was passiert sein könnte. Und, wie ich es von einem guten Roman erwarte: man kommt nicht drauf. Am Ende wird man wieder einmal vollkommen überrascht.
Wie ich eben schon erwähnt hatte, erschien mir die Figur der Jane Whittacker zu Anfang etwas unsympathisch. Und wie soll man eine Geschichte mögen, wenn man ihren Helden nicht mag? Der Eindruck meinerseits hat sich glücklicherweise recht schnell wieder gelegt. Denn Joy Fielding ist es auch hier wieder grandios gelungen, die Figur[en] lebendig, vorstellbar und aus dem Leben gegriffen zu gestalten. So setzt sich im Kopf bald ein Bild von Jane zusammen, dünn, auf den Beinen klapprig, da sie vollgepumpt wird mit Medikamenten, irgendwie immer unordentlich aussehend...
Grade deshalb fühlt man vermutlich mit ihr mit und fiebert man auch mit.
Aber nicht nur Jane wirkt echt. Auch ihr Mann Michael, der ja von allen Seiten verehrt wird und einen makellosen Ruf hat, kann man sich prima vorstellen. Er erinnert mich in dem, wie er beschrieben wird, an die adretten Fernsehärzte, die nach außen hin in einer heilen Welt zu leben scheinen, für jeden ein offenes Ohr haben, zu Hause allerdings täglich einen Scherbenhaufen vorfinden, wenn ihre Arbeitszeit vorbei ist. Unrealistisch ist das doch bei weitem nicht, denke ich. Vor allem wird dem Leser bis fast zum Ende hin trotz aller Zweifel, die man auf jeden Fall, immer wieder sehr gut glauben gemacht, dass Michael der ist, der vorgibt zu sein und dass er die Wahrheit über Janes schreckliche Vergangenheit sagt und den vermeintlichen Grund für ihre Amnesie hat. Nicht nur die Protagonistin wird in die Irre geführt - auch der Leser. Und das mehr als einmal.
Joy Fieding ist mit "Lauf, Jane, lauf!" also ein wirklich grandioses Buch gelungen, das die Spannung wirklich bis zum Ende hält. Vor allem aber kann der Roman mit Figuren aufwarten, die keinerlei realitätsfern sind. Deshalb fesselt dieser Thriller auch so. Auch, wenn er das nicht von der ersten Seite an tut, habe ich nichts auszusetzen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, wenn auch diesmal nicht aus der Ich - Perspektive geschrieben, und reißt einfach mit. Deshalb bin ich auch ein wenig zwiegespalten, wie ich diesen Roman nun bewerten soll. Denn einerseits, ziehen sich die ersten knapp 100 Seiten ein wenig und andererseits ist das Buch ab dann wirklich super spannend. Ich denke also, dass ich das Buch mit knappen fünf Sternen bewerten werde, da die Spannung den Anfang wieder rausreißt. Somit kann ich den Lesern unter euch, die sich für Thriller interessieren, "Lauf, Jane, lauf!" wärmstens empfehlen.
ein Testbericht von nise882006-05-08 19:12:26vom 08.05.2006Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, ausschmückend, ergreifend......Nachteile/Kritik: nix
Hallo @ all!
Wieder einmal möchte ich euch ein Buch meiner Lieblingsautorin Joy Fielding vorstellen. Mit diesem Buch, welches ein Weltbestseller ist, hatte sie 1991 ihren internationalen Durchbruch.
- Klappentext des Buches -
„An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittacker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war…“
So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld und ohne Erinnerungsvermögen auf den Straßen Bostons wieder findet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als ihren Ehemann vorstellt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Warum fühlt
sie sich als Gefangene im eigenen Haus? Verzweifelt kämpft Jane von nun an um ihr Gedächtnis – es wird ein Kampf auf Leben und Tod …
- Inhalt des Buches -
Die Frau steht an einer Straße. Einer Reiseführerin zufolge auf den Straßen Bostons.
Doch wer war sie? Sie lief umher und findet sich an einem Spielplatz wieder. Sie trug flache Schuhe, und spürte durch den zugeknöpften Mantel, dass sie schlank war. Doch wer war sie? Als zwei Frauen, jede mit einer Handtasche, an ihr vorbeiliefen, suchte sie vergeblich nach ihrer eigenen Handtasche, da diese verraten würde wer sie war. Sie fand keine.
Sie lief in einen kleinen Laden und schaute sich eine Zeitung an. Dann fragte sie den Verkäufer, ob er wusste wer sie war. Aber da sie anscheinend niemand berühmtes war, kannte er sie nicht. Er wollte dass sie die Zeitung in ihrer Hand bezahlt. Doch sie erwiderte darauf nur, sie habe ihre Handtasche zu Haus vergessen. Der Verkäufer wurde grantig. Sie schob eine Hand in ihre Manteltasche und fühlte etwas. Sie holte nagelneue 100 Dollarscheine heraus. Dann wurde ihr komisch zu mute und sie musste auf Toilette. Der Verkäufer zeigte ihr seine Private.
Dort machte sie sich erst einmal frisch. Bei dem Anblick ihres Spiegelbildes erschrak sie, da sie keine vertrauten Züge erkannte. Doch erst als sie ihren Mantel öffnete und darunter das blaue Kleid, was mit Blut durchtränkt war, sah, machte sich große Verblüffung auf ihrem Gesicht breit. Was hatte sie getan? Was war passiert?
Nachdem sie den Laden verlassen hatte, stieg sie in ein Taxi und fuhr zum Lennox Hotel. Dort mietete sie sich ein Zimmer für zwei Nächte.
Auf ihrem Zimmer zerschlug sie sich den Kopf darüber, wessen Blut an ihrem Kleid klebte. Außerdem beäugte sie sich nackt vor dem Spiegel und fand sich gut gebaut.
Am nächsten Tag beschloss sie sich neu einzukleiden.
Später ging sie zur Polizei und ließ sich helfen. Sie wollte herausfinden, wer sie war.
Sie wurde in ein Krankenhaus in Boston gebracht. Dort führten sie verschiedene Tests mit ihr durch, um heraus zu finden, warum sie ihr Gedächtnis verloren hatte.
Als sie wieder auf den Dr. Meloff, der sie behandelte, wartete, wurde sie von einer Ärztin angesprochen. Dr. Irene Borovoy, eine Assistenzärztin im Kinderkrankenhaus. Sie behauptete sie zu kennen. Jane Whittaker, sagte sie. Frau von Dr. Whittaker.
Dann begegnete sie ihrem angeblichen Mann, Michael. Er klärte sie auf, dass sie seit elf Jahren verheiratet sind und sie zur Hochzeit 23 war. Sie rechnete und kam auf ihr jetziges Alter: 34. Ihre Mutter lebt noch, in Connecticut, während ihr Vater gestorben ist, als sie dreizehn war. Außerdem erfuhr sie, dass sie eine kleine Tochter namens Emily hat.
Er erzählt ihr die wichtigsten Dinge aus ihrem Leben, um sie zum erinnern anzuregen.
Später wird sie zu ihrem gemeinsamen Haus mit Michael gebracht. Dort soll sie sich erholen. Sie wird auf bestimmte Medikamente eingestellt und wenn Michael auf Arbeit ist, so ist die Haushälterin Paula da.
Eines Nachts hat sie einen Alptraum, doch Michael ist sofort bei ihr. Später geht sie dann ins Bad, auf Toilette. Danach blieb sie vorm Spiegel stehen und strich sich, wie Michael es zuvor gemacht hatte, eine Strähne aus dem Gesicht. Dann dachte sie daran, dass er eine Narbe an seinem Kopf hatte. Wovon hatte er diese bloß?
Nach geraumer Zeit bereiteten ihr die Medikamente Kopfschmerzen und sie fühlte sich immer schlechter. Helfen denn die Medikamente überhaupt?Sie zittert ständig und schwindelig ist ihr auch. Sie fühlt sich einfach kraftlos und von ihrem Körper verlassen.
Außerdem glaubt sie, dass ihr Gedächtnis einfach nicht wieder kommen will. Sie kann sich immer noch nicht an das erinnern, was ihr zugestoßen war. Warum nur nicht?
Später setzt sie von sich aus die Medikamente ab, um herauszufinden, ob die Tabletten Ativan sind, die ihr Arzt verschrieben hat, oder ob ihr Mann ihr andere gibt. (Textpassage)
Was hat die ganze Geheimnistuerei ihres Mannes nur auf sich? Warum gibt er ihr ein anderes Medikament? Was ist mit ihrer kleinen Tochter Emily, warum hat sie sie noch nicht wieder sehen dürfen? Sie möchte endlich wissen, was damals passiert ist, und warum ihre Taschen voller Geld und ihr Kleid voller Blut war… und wenn ihr es auch wissen möchtet, so empfehle ich euch, dieses Buch zu lesen. Denn damit die ganze Geschichte auch weiterhin spannend bleibt, möchte ich euch nicht das Ende verraten.
- Meine Meinung zum Buch -
Ich muss sagen, dass Joy Fielding mich mit jedem ihrer Bücher fasziniert hat. Genau wie dieses Buch auch eine wunderbare Kreation von ihr ist. Es ist schon Wahnsinn, wie sie die Geschichte einer Frau aufbaut, die nicht mehr weiß wer sie eigentlich ist. Vor allem kitzelt es einen, zu erfahren, was ihr zugestoßen ist.
Die Autorin baut die Spannung langsam auf und man weiß bis zum Schluss nicht, was einen erwartet. Außerdem erfährt man, was passiert, wenn man sich auf Menschen verlässt, die man glaubt zu kennen, die einem dann Medikamente geben, die einem eigentlich gar nicht helfen, sondern nur zu Verwirrung führen, um nicht herauszufinden, was denn passiert ist (auf Buch bezogen).
Natürlich ist wieder einmal alles genau beschrieben und sehr ausgeschmückt. Außerdem wird es dann zum Schluss hin etwas emotional, aber nicht schnulzig oder so was!! Da das Ende sicherlich hart aber auch gerecht ist.
Ich habe das Buch kaum aus den Händen legen können und empfehle jedem dieses Buch weiter.
- Eine ausgewählte Textpassage -
„Können Sie mir sagen, was für Tabletten das sind? Ich meine, ohne dass Sie sie erst zur Analyse wegschicken müssen?“
Der Apotheker nahm die Tabletten aus ihrer geöffneten Hand und drehte sie mehrmals hin und her, um sie sich genau anzusehen.
„Woher haben Sie die?“
„Wissen Sie, was für ein Mittel das ist?“
„Ich glaube, ich weiß es, ja.“
„Ativan?“
„Ativan? O nein, das ist kein Ativan. Ativantabletten sind schmal und oval geformt. Wer hat Ihnen gesagt, dass das Ativan ist?“
„Es ist kein Ativan?“ fragte Jane erregt.
„Nein. Das sieht mir eher nach Haldol aus.“
„Und was ist das?“
„Ein Mittel, von dem man lieber die Finger lassen sollte.“ Er kniff die Augen zusammen. „Haben Sie etwa diese Tabletten genommen? Ohne Rezept?“
Sie nickte schuldbewusst. „Ich hatte Schlafstörungen, und ein Freund sagte mir, die würden helfen.
(hier mache ich einen Sprung, damit ihr wisst, für was Haldol verschrieben wird)
„Und das ist gar kein Mittel gegen Schlaflosigkeit?“
„Gegen Schlaflosigkeit gibt es Tausende einfacher Mittel, die Sie ohne Rezept bekommen können. Haldol gibt man bei Psychosen.“
„Was?“
„Haldol ist gewissermaßen ein letztes Mittel. Man gibt es Leuten, die an schweren Depressionen leiden. Wenn das aber jemand nimmt, der keine Depressionen hat, kann das Mittel sie hervorrufen.“
„Das heißt also, wenn jemand, der eigentlich gar nicht an Depressionen leidet, Haldol nimmt, dann bekommt er Depressionen?“
2Wenn man Haldol lange genug ohne triftigen Grund nimmt, ist man am Ende nur noch eine menschliche Hülle. Ganz abgesehen davon, dass das Mittel sämtliche Symptome der Parkinsonschen Krankheit hervorrufen kann.“
„Und was sind das für Symptome?“
„Schluckbeschwerden, Krämpfe, Zittern …“
- Allgemeine Angaben zum Buch -
Die erste Ausgabe dieses Buches erschien 1992 beim Wilhelm Goldmann Verlag. Jedoch habe ich eine neuere Ausgabe vom März 2004. Insgesamt hat das Buch 448 Seiten Lesestoff. Das Buch liegt im Taschenbuchformat vor. Die ISBN ist Folgende: 3-442-45774-2 und er Preis des Buches liegt bei ca. 7,00€.
Ich danke allen Lesern für Bewertungen und eventuelle Kommentare.
Estha, 08.05.2006
jetzt muss man sich vorschreiben lassen, wie lange man zum lesen eines berichts zu brauchen hat!! obs gegen durchklicker hilft glaub ich nicht aber meine motivation darauf zu warten, so toll geschriebene berichte wie deinen hier auch endlich bewerten zu d
barbu, 08.05.2006
habe diesen bericht mal umbewertet da er mitlerweile sehr gut gelungen ist. ein hilfreich trifft also nicht mehr zu. weiter so!
übrigens. es wäre schön wenn man gegenseitig ein bisschen liest.LG
barbu
ein Testbericht von traumtaenzerin2005-05-05 10:51:15vom 05.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: spannende Geschichte, interessante Charaktere...Nachteile/Kritik: an manchen Stellen zu viele Fakten auf einmal
Lauf, Jane, lauf Joy Fielding
Eine Frau, mitten in den Straßen von Boston, ohne Papiere und vor allem ohne Gedächtnis... Genau das geschieht Jane Whittaker, Ehefrau eines angesehen Kinderchirurgen. Doch als sie auch nach Wochen ihr Gedächtnis nicht zurückerlangt, wird ihr klar, dass irgendetwas nicht stimmen kann und sie macht sich auf die Suche nach ihren Erinnerungen.
Joy Fielding beschreibt genau das, wovor sich jeder fürchtet, was jedem passieren kann, was man aber trotzdem nicht für möglich hält. Unter Drogen gesetzt und von den Menschen gequält, von denen man denkt, dass sie einen am meisten lieben...
Im Laufe der Handlung bekommt man immer mehr Mitleid mit Jane, mit ihrer Familie, bis man begreift, in welches gemeine Spiel sie verwickelt ist. Allerdings würde ich empfehlen, nicht so dumm wie ich zu sein und die letzte Seite zu lesen, bevor man zur Mitte kommt... Die Geschichte ist äußerst interessant, das gesamte Buch ist unterhaltsam geschrieben, meiner Meinung nach stürmen an einigen Stellen aber zu viele Fakten auf einen ein, so das man gelegentlich den Überblick verliert.
Trotz allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Verschwörungsgeschichten ohne viel Blutvergießen liest, außerdem natürlich jeden, der Joy Fieldings Bücher und ihren Stil mag.
Leseprobe
...
Jane hörte, wie die Haustür geschlossen wurde. Einen Augenblick später viel etwas weiter weg eine zweite Tür zu. Waren sie jetzt beide weg? Langsam und vorsichtig richtete sie sich auf und spähte über den unteren Rand der Fensterscheibe. Es war niemand da. Der Vorgarten zu Caroles Haus war leer. Ebenso ihr eigener Vorgarten. Aber natürlich konnte jemand am Fenster stehen. Sei musste vorsichtig sein. Behutsam stieß sie die Wagentür auf und kroch gebückt zum Bügersteig hinaus.
Und weiter? Wohin sollte sie? Sie hatte kein Geld. Sei hatte in ihrer kopflosen Flucht alles stehen und liegen gelassen. Wie gehabt, dachte sie. Jetzt irre ich also wieder einmal ohne Handtasche und ohne Papiere durch die Gegend. Nur weiß ich diesmal, wer ich bin, auch wenn ich mich noch immer nicht daran erinnern kann. Ich bin Jane Whittaker. Lauf, Jane, lauf, dachte sie, während sie geduckt die Straße hinunter hastete, den Oberkörper so tief, dass ihre Finger fast das Pflaster berührten, einem Affen ähnlicher als einem menschlichen Wesen.
An der Walnut Street wandte sie sich nach Norden, ohne sich eine Verschnaufpause zu gönnen. Sie wusste, wenn sie jetzt anhielt, und sei es nur für ein paar Sekungen, würde alle Kraft sie verlassen, und sie würde sich einfach hier an der Straße zusammenrollen und einschlafen. Sie konnte sich keine Rast leisten.
Sie hörte Autos vorbeifahren und dachte flüchtig daran, eines anzuhalten. Würde überhaupt jemand anhalten? Sie bezweifelte es angesichts des besorgten Blicks, den eine Frau ihr im Vorüberfahren zuwarf. Kein Wunder. Alltäglich war der Anblick gewiss nicht, wie sie da ganz in Rosarot schwitzend und schnaufend im Affengalopp die Straße hinunterlief. Was ich jetzt brauche, ist ein Taxi, dachte sie und versuchte, mit den Zehen die Steinchen oder was immer es war, das in ihrem rechten Schuh herumrollte, wegzuschieben. Nur habe ich im Gegensatz zu meinem letzten spektakulären Fluchtversuch diesmal kein Geld mitgenommen. Sie griff in ihre Hosentaschen. Nichts. Weit und breit kein Hundert-Dollar-Schein zu sehen.
Jetzt blieb sie doch stehen. Wenn sie schon dazu verdammt war, zu Fuß zu gehen, dann wenigstens bequem. Natürlich nur relativ betrachtet, sagte sie sich, während sie ihren rechten Schuh auszog und ausschüttete. Zwei kleine weiße Tabletten fielen heraus. Ihre Tabletten, die Tabletten, die Michael und Paula ihr täglich eingaben, die Tabletten, die sie versteckt hatte. Sie büchte sich und hob sie auf, blieb auf den Asphalt gestützt einen Moment in der Hocke, bis sie die Kraft fand, sich wieder aufzurichten. Dann steckte sie Tabletten in die Hosentasche und ging weiter, bis ihr plötzlich einfiel, dass Paula vielleicht beschlossen hatte, mit dem Auto nach ihr zu fahnden. Hastig suchte sie Schutz hinter einer Reihe von Bäumen.
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mami_online, 08.06.2005
auch gelesen. Ich konnte mich kaum wieder losreiszligen. Hat zwei Tage gedauert aber auch nur wegen der Kinder konnte nur abends lesen, bis ich das Buch durch hatte.