Lagavulin 16 Jahre
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Testberichte Lagavulin 16 Jahre

 Whisky
5.0 von 5
Platz 12 in der Kategorie "Whisky".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
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Lagavulin 16 Jahre Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Wirkungsgrad:  hoch
Nachwirkungen:  
Geschmack:  ausgezeichnet
Geruch:  ausgezeichnet
Vorteile
  • Angenehmer Geruch und Geschmack, sehr feiner Abgang
Nachteile/Kritik
  • Bei übermässigem Genuss fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker nach einem Alka Seltzer
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Gemeinwesen

Willkommen zur Torf-Meisterschaft

ein Testbericht von 2007-09-14 14:34:03 vom 14.09.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: - siehe Text -...
Nachteile/Kritik: - siehe Text -
Was kann, darf, sollte ein guter Single Malt Whisky kosten? Und – was sollte mensch sich ihn wirklich kosten lassen? Wie die Antwort ausfällt, kommt natürlich darauf an, was mensch erwartet.



Meine Ansicht: Mit 30 Euro sollte mensch schon rechnen – wer merklich darunter anfängt, sollte zumindest nicht erwarten, wirklich erstklassige Whiskys zu diesem Preis zu bekommen. Eine Obergrenze gibt es, wie so oft, natürlich auch hier nicht. Wer das nötige Kleingeld dafür hat, kann spielend auch drei- und vierstellige Beträge in eine Flasche mit 0,7 Liter Inhalt investieren.

Ob sich das lohnt, kann ich nicht beurteilen. Der Preis für die teuersten Destillate, die ich je verkostet habe, bewegte sich jeweils im niedrigen dreistelligen Bereich. Dass keine dieser Abfüllungen je zu einem großen Favoriten von mir geworden ist, heißt natürlich nicht, dass die betreffenden Whiskys nicht ausgezeichnet wären – das sind sie fraglos, und wahrscheinlich müssen sie auch ihren Preis haben: Je länger ein Whisky im Fass lagert, desto größer ist auch der Anteil, der über die Jahre hinweg durch das Holz hindurch verdunstet (der so genannte “angels’ share“). Was bleibt, ist quasi die Essenz eines Fasses, und deren Verkaufspreis muss dann auch den „Verdunster-Verlust“ wettmachen.

Womit wir auch schon beim Thema wären: Zu dem, was ein whisky ist, machen ihn eine Reihe von Faktoren, und das Fass (bzw. die Fässer – es können auch mehrere hintereinander sein), in dem der Whisky lagert, spielt für den Geschmack dessen, was dann irgendwann auf Flaschen gezogen wird, eine entscheidende Rolle.

Gestern abend habe ich, zum zweiten Mal in kurzer Folge, wieder an den Lagavulin denken müssen. Da habe ich mir nämlich „28 Days Later“ im Fernsehen angeschaut, und in einer kurzen Szene nahm eine der Figuren des Films eine Flasche mit Single malt Whisky aus einem Regal, las die Aufschrift auf der Verpackung und zitierte ein Versprechen, das mir sehr bekannt vorkam: „Takes out the fire, leaves in the warmth“. Gemeint ist da die Zeit, die dem jungen Brand das Feuer nimmt, ohne ihm Wärme zu rauben; und obwohl der Name des betreffenden Whiskys im Film nicht fiel, war mir klar, dass es sich um Lagavulin handeln musste.

Und am letzten Wochenende erst habe ich eine Flasche davon erstanden – nicht vom normalen 16-jährigen, der schon verdammt gut ist. Sondern von der Distillers’ Edition, abgefüllt im Jahr 1988, 16 Jahre lang gelagert und im Sherry-Fass endgelagert. Und abgefüllt nicht in Flaschen mit 0,7 Liter Inhalt, sondern mit 1 Liter Inhalt. Bezahlt habe ich dafür 40 Euro, und das ist das, was ich ein echtes Schnäppchen nenne. Regulär ist eine solche Flasche sicher nicht unter 60 Euro zu haben, und ich füge gleich hinzu: ich finde, das ist sie durchaus wert.

Dass ich so günstig an einen Liter Lagavulin gekommen bin, hat einen einfachen Grund: Die Dame, die ihn loswerden wollte, hatte sich verkauft. Irgendwer hatte ihr offensichtlich verklickert, ein Lagavulin gehöre zu den Whiskys, nach denen Kenner sich alle zehn Finger leckten. Das ist eine Aussage, die gleichermaßen richtig wie irreführend ist. Richtiger wäre es zu sagen: Kenner, die Islay Malt Whisky schätzen, lieben in der Regel auch den Lagavulin. Die Gemengelage ist ähnlich wie beim Bier. Ganz grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen obergärig und untergärig eingebrauten Bieren. Zu den ersten zählen Alt (die obergärige Brauart ist älter als die untergärige – genau daher rührt auch die Bezeichnung „Altbier“) und Kölsch, das Pils hingegen ist der klassische Vertreter eines untergärig gebrauten Bieres. Provinztrottel bauen sich um solche Unterschiede herum gern weltanschauliche Gerüste, wirkliche Kenner trinken derweil auf den feinen Unterschied, freuen sich über die Vielfalt und halten es mit dem weisen Rat „When in Rome, do as the Romans do“: Kölsch in Düsseldorf zu trinken verrät ebenso den bornierten Kleinstädter wie die Order an einen kölschen Köbes, ein Alt zu bringen, und Fiete, der im Hofbräuhaus Pilsbier ordert, gehört ebenso mit einem innerdeutschen Reiseverbot belegt wie Seppl, der in Hamburg eine Mass bestellt.

Ähnlich ist das auch mit dem Whisky. Den gibt es, damit fängt’s schon an, mit und ohne „e“. Whiskey stammt in der Regel aus Irland oder den USA, Whisky aus Schottland. Und Schottland ist natürlich auch nicht gleich Schottland. Da gibt es zum einen die allseits bekannten Highlands, zum anderen die Lowlands, und außerdem gibt es da noch einen Fluss namens Spey sowie Diverse Inseln. In all diesen Regionen Schottlands wird Whisky produziert, und, mensch ahnt es, regionale Unterschiede finden ihren Niederschlag auch im Charakter der Whiskys. Die eigenwilligsten und eigenständigsten aller schottischen Whiskys sind fraglos die Insel-Whiskys, und die Inselgruppe Islay nimmt in der schottischen Inselwelt noch einmal eine Extrastellung ein.

Das, was alle Islay Whiskys eint, heißt Torf – und wer das sehr unverkennbare Aroma von Torf nicht mag, der wird wohl auch den milderen unter den Islay Whiskys nicht sonderlich viel abgewinnen können. Schon der Versuch, die komplexen Aromen eines typischen Islay Malt zu beschrieben, kann Whisky-Neulinge verunsichern. Immer wieder ist da die Rede von Teer, Salz, Jod und altem Leder, zuweilen fallen auch Begriffe wie „Desinfektionsmittel“. Zu meinen liebsten „tasting notes“, die Bekannten von mir im Laufe der Zeit eingefallen sind, zählen Beschreibungen, in denen Teermaschinen, „Playmobil-Anmalstifte“ und „alte Eisenbahnschwellen“ eine Rolle spielen. Das alles sind, glaube ich, recht treffende Aussagen. Ich füge noch hinzu: Ein Islay Malt verhält sich zum Gros der Whiskys anderer Provenienzen wie ein alter Gouda zu Babybel oder wie holländisches Salzlakritz zu Katjes-Katzenpfötchen.

Für den Lagavulin gilt das Gesagte in besonderem Maße. Der Lagavulin ist für mich gewissermaßen die Essenz eines Islay Whiskys – wuchtig, komplex, mit viel Torf und Rauch. Einem Lagavulin in diesen Disziplinen ebenbürtig sind für mich nur die Whiskys von Laphroaig und Ardbeg (Ardbeg soll, so heißt es, auch hinter der vergleichsweise jungen und sehr treffend benamsten Marke „Smokehead“ stecken, die ich Islay-Fans ebenfalls ans Herz lege). Tatsächlich sind Single Malt Whiskys lange Zeit nicht in reiner Form auf den Markt gelangt, sondern wurden zu den so genannten „Blends“ verschnitten – ein großer Teil der Produktion aus der Speyside-Destillerie „Cardhu“ fließt nach wie vor in die Produktion der weltweit populären Marke Johnnie Walker.

Auch beim Torf gibt es offensichtlich Unterschiede: Der von der Insel Islay besteht zu einem nicht unwesentlichen Teil aus Algen – die so genannte „Nase“ eines Islay Malts kann also durchaus an den charakteristischen Geruch eines Hafenbeckens bei Ebbe erinnern. Sein Aroma entfaltet der Torf, wenn er in Rauch aufgeht – und dieser Rauch gibt dann wiederum seine Aromen an die Gerste ab, die über Torf geräuchert („gedarrt“) wird. Auch das fertige Destillat hat dann diese Aromen, hinzu kommen dann noch die Noten, die das Holz des Fasses im Laufe der Zeit an den Brand abgibt. In einer der hinteren Reihen meiner Sammlung harrt zum Beispiel ein wohl gehüteter Laphroaig seiner Öffnung, den der unabhängige Abfüller Murray McDavid in einem Bourbon-Fass endgelagert hat – diese Abfüllung, die ich vor Jahren kennen gelernt habe, finde ich sogar noch eine Nuance besser als die handelsübliche 10-jährige Abfüllung aus dem Stammhaus.

Den Lagavulin habe ich, wie bereits erwähnt, auch in der Distillers’ Edition. Ich gebe allerdings zu, dass ich die zwar gut, aber doch etwas widersprüchlich finde: Islay und Sherry – hier stoßen wirklich Welten aufeinander, und das Ergebnis ist, finde ich, zwar ein interessantes Experiment, wird aber auch Sherry-Fans sicher nicht zum Islay Malt bekehren. Und erklärte Islay-Fans? Werden in aller Regel mit Sherry nicht viel am sprichwörtlichen Hut haben. Trotzdem ist ein Lagavulin nie eine schlechte Wahl, wenngleich ich, wenn ich wählen sollte, die 16 Jahre alte Standard-Abfüllung bevorzugen würde. Die bietet zwar auch jenen Anflug an Sherry, mit dem so viele Whisky-Produzenten ihr Erzeugnis an- und bereichern, aber hier ist der Sherry eben wirklich nur eines von vielen Aromen, die im Lagavulin miteinander in Wettstreit um die Vorherrschaft am Gaumen treten.

Rauch und Torf allerdings sind überall; in der Nase wie am Gaumen. Sie beherrschen alles, und sie klingen nach – im Abgang, und sogar noch am nächsten Morgen: Lagavulin gehört zu jenen Whiskys, die mensch auch am auf den Genuss folgenden Morgen noch ausdünstet.

Lagavulin ist für mich eine von drei Marken, die eine wie die andere erste Wahl für Torf-Liebhaber sind: Ob ich einen Lagavulin, einen Laphroaig oder einen Ardbeg bevorzuge, ist vor allem eine Frage der Tagesform und des Anlasses – gut sind sie alle drei. Im Vergleich mit dem ebenfalls bereits erwähnten „Smokehead“ bieten alle drei für meine Begriffe eine größere Aromenvielfalt, wer sich erst langsam ans torfige Herz von Islay herantasten möchte, dem empfehle ich aber, vielleicht zunächst einmal einen „Highland Park“ von den Orkneys zu versuchen. Ist der Test bestanden, führt der weitere Weg über die Islay Malts Bunnahabhain, Bruichladdich und Bowmore. Wem die Standard-Abfüllungen dieser Marken noch immer nicht genügend Rauch und Torf bieten, der darf sich dann langsam ans Torf-Examen mit Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin wagen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Kaufanreiz:Preis
Geschmack:Geschmack von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 ausgezeichnet
Geruch:Geruch von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 ausgezeichnet
Wirkungsgrad:Wirkungsgrad von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 3,0 mittel
Nachwirkungen:Nachwirkungen von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 3,0 normal
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Kommentare
firestorm1105
firestorm1105, 14.09.2007
Klingt zwar sehr interessant, aber ich bleibe dann doch lieber bei meinem quotFreundquot Jim Beam. Der Bericht ist aber, wie immer, super. Liebe Grüße, Romy
sindimindi
sindimindi, 15.09.2007
Jim Beam...also das ist doch fast schon beleidigend...fg - das ist wie wenn jemand einen Hochland-Kaffee mit Albrecht-Kaffee von Aldi vergleicht...lach
Tuffi2106
Tuffi2106, 14.09.2007
SH, Lieben Gruß und schönes Wochenende. Tuffi
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Lagavulin 16 Jahre kaufen
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Die Mulde, in der die Mühle steht

ein Testbericht von 2009-12-26 02:25:12 vom 26.12.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Text...
Nachteile/Kritik: siehe Text
/// Über den Inhalt ///

Lagavulin 16 ist ein 43% starker Single Malt, der bei uns in 0,7 l Flaschen vertrieben wird. Er gehört zur "Classic Malts Selection" von United Distillers und soll damit besonders typisch für Whiskys seiner Gegend sein. Der Lagavulin kommt übrigens von der Insel Islay, von der traditionell starke, rauchige Whiskys kommen. Das Lagerhaus von Lagavulin steht direkt am Meer. Der Name "Lagavulin" übrigens bedeutet soviel wie : "die Mulde, in der die Mühle steht".

Ein Single Malt ist ein Whisky, der ausschliesslich aus Gerste besteht und rein aus einer Distillerie stammt.

Lagavulin 16 erhält man bei so gut wie jedem Fachhändler und auch grosse Supermärkte führen Lagavulin häufig. Trotz seines relativ hohen Preises ab 40 € zeigt dies, dass er anscheinend recht beliebt ist.

/// Verpackung ///

Eine dekorative Pappschachtel dient als Verpackung. Die Flasche selbst ist mit einem massiven Metall Siegel am Korken umschlossen. Der Lagavulin hat übrigens keinen Schraubverschluss, sondern einen auf Holzoptik getrimmten Korken, so dass sich die Flasche gut wieder verschliessen lässt.

/// Farbe ///

Die Farbe des Lagavulin 16 ist extrem dunkel, fast schon wie ein Tee. Im Licht betrachtet funkelt er bernstein farben. Hier sollte man aber nicht verschweigen, dass Zuckerkulör als Farbstoff eingesetzt wird, es wird also künstlich nachgeholfen, was mir gar nicht so gefällt.

/// Geruch & Geschmack ///

Gleich vorweg: Es ist kein Einstiegsmalt, er ist sehr anspruchsvoll. Im ersten Moment kommt er sehr vollundig rüber, und nimmt sofort den ganzen Mund für sich in Anspruch. Die rauchigkeit ist sofort präsent, aber auch fruchtige Noten von Orange schwimmen mit. Über dem ganzen liegt viel Sherry. Eine halbe Sekunde später wird der Malt schmaler, nun kommt der Torf durch, deutlich auch eine Seegras~salzige Note. Danach geht er trocken über, und in der Nase nimmt man deutlich Vanille töne war. Im Agbang geht die Trockenheit in Feuer über, ohne dabei wirklich zu brennen. Man bekommt ein wohlig warmes Gefühl im gesamten Mundraum. Im Geruch dominiert Rauch, Torf und Noten von Seegras.

/// Fazit ///

Ein ausgezeichneter Whisky, aber sicherlich nicht jedermans Geschmack - die extremen Rauch - Torf Noten sind einfach anspruchsvoll. Wer eine Single Malt Whisky Rundreise plant, der muss den Lagavulin unbedingt auf der Liste haben!

Für mich persönlich einer meiner Lieblingswhiskys.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Kaufanreiz:Empfehlung
Geschmack:Geschmack von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 ausgezeichnet
Geruch:Geruch von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 ausgezeichnet
Wirkungsgrad:Wirkungsgrad von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 4,0 hoch
Nachwirkungen:Nachwirkungen von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 keine
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Kommentare
Bunny84
Bunny84, 26.12.2009
Ich wünsche dir einen schönen 2.ten Weihnachtstag. Liebe Grüße BUNNY84
PS: Freue mich über Gegenlesungen
Baby1
Baby1, 26.12.2009
Noch einen schönen Weihnachtstag wünsch ich .: :. Liebe Grüße Anita .: :.
minasteini
minasteini, 26.12.2009
Sh für deinen Erstbericht. Freue mich über gegenlesung. LG Marina
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pedro57

Ein sehr feiner Single Malt

ein Testbericht von 2005-07-27 16:29:38 vom 27.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Angenehmer Geruch und Geschmack, sehr feiner Abgang...
Nachteile/Kritik: Bei übermässigem Genuss fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker nach einem Alka Seltzer
Lagavulin Islay Malt 16 Jahre


_____Kaufanreiz:_____

Zu diesem Whisky kam ich per Zufall, da ich mir einen ganz anderen kaufen wollte und dieser 16-jährige mir wegen seinem Preis von ca. 40 Euro ins Auge gestochen war. Ich dachte mir, wieso nicht mal einen 16-jährigen probieren. Wieso ich es nicht bereute, seht Ihr in meinem nachfolgenden Bericht.


_____Was ist Lagavulin:_____

Der Lagavulin, wie er vor mir steht, ist ein 16-jähriger Single Malt Whisky der Firma White Horse Distillers in Glasgow. Diese Firma wurde 1816 gegründet. In der grünen Flasche befinden sich 7 Deziliter. Er besitzt einen Alkoholgehalt von 43 Volumenprozent.


_____Aussehen:_____

Klare, dunkelgelbe Flüssigkeit. Das es eine Flüssigkeit ist, sollte eigentlich logisch erscheinen.


_____Geruch:_____

Ich persönlich finde den Geruch sehr angenehm. Wegen der Beschreibung schwanke ich ein wenig zwischen den Eindrücken holzig und erdig. Ich kann leider nicht genau sagen, an was mich dieser Geruch erinnert, aber ich denke eher an Holz. Ausserdem sticht mir der Whisky nicht in die Nase, auch bei tiefem Einatmen nicht.


_____Geschmack:_____

Ich würde es mal so sagen: Genauso wie der Whisky riecht, schmeckt er auch. Beim Einnehmen verteilt sich der holzige Geschmack (ich bleib jetzt mal dabei) angenehm im Mund und auch der Abgang ist dementsprechend.


_____Produktion bzw. Lagerung:_____

An dieser Stelle sei mir bitte eine Internet-Recherche und etwas Abschreiben erlaubt. Obwohl dies zwar nicht im Sinne dieser Plattform ist, möchte ich den Lesern doch Infos mitgeben, wie dieser Whisky produziert wird. Diese Infos entnahm ich der Seite www.thewhiskystore.de

Der Lagavulin Single Malt wird in Sherry-Butts und Puncheons gelagert. Die Sherry-Butts fassen 500 und die Puncheons 600 Liter. Ausserdem werden auch Hogsheads verwendet. Diese fassen 250 Liter.

Im Jahre 1995 betrug zum Beispiel die Produktion etwa 1 Million Liter Whisky mit einem Alkoholgehalt von 63 Volumenprozent. In dieser Stärke wird auch der Whisky in die Fässer abgefüllt, wo sie während mindestens 16 Jahre lagern. Diese lange Lagerzeit ist nötig, weil Malt Whisky in grossen Sherry-Fässern langsamer reift als in kleineren.

Der Absatz dieses Whiskys hat sich in den Jahren 1996 bis 2002 extrem vervielfacht, und es kommt auch zeitweise zu Versorgungsproblemen.


_____Fazit:_____

Ich kann jedem Liebhaber nur empfehlen, diesen Whisky einmal auszuprobieren. Seit ich den ersten Single Malt genossen habe, trinke ich nur noch Single Malt (ausser in Mixgetränken). Und es kann durchaus sein, dass ich von jetzt an nur noch Lagavulin geniesse. Werde aber gerne den Vergleich mit anderen Single Malt machen.

Es gibt auch noch einen 25-jährigen Lagavulin. Diesen Testbericht werde ich auch noch nachreichen. Aber Ihr müsst euch noch zwei Jahre gedulden, da ich mir diesen erst zu meinem 50-sten gönne, denn er kostet so gegen die 200 Euro.

Ich hoffe, dass ich etwas dazu beitragen konnte, diesen Whisky kennenzulernen und kann jedem nur raten: Trinkt diesen Whisky mit Verstand. In diesem Sinne: Zum Wohl!

© 2005 Pedro
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Kaufanreiz:Preis
Geschmack:Geschmack von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 ausgezeichnet
Geruch:Geruch von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 5,0 ausgezeichnet
Wirkungsgrad:Wirkungsgrad von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 4,0 hoch
Nachwirkungen:Nachwirkungen von Lagavulin 16 Jahre  Whisky: 3,0 normal
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Kommentare
plötzlichpapa
plötzlichpapa, 01.08.2005
Gebiet hatte ich noch extreme Wissensluumlcken wie so oft. Jetzt weiszlig ich wieder mehr.
Viele Gruumlszlige,
Uwe
HiRD1
HiRD1, 27.07.2005
...wenn ich mir einen besonderen Single Malt goumlnne. Da weiszlig man, was man hat :-
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1-3 von 3 Testberichten über Lagavulin 16 Jahre
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