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Testberichte Gallipoli

 (DVD) Antikriegsfilm
4.0 von 5
Platz 30 in der Kategorie "Antikriegsfilme".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
Meinungen:
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Gallipoli Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • interessantes Thema, Mel Gibson
  • Besetzung, relativ nüchterne Erzählweise, atmosphärisch dicht
Nachteile/Kritik
  • wenig
  • Teilweise Synthesizer-Soundtrack
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Tom_Araya

Run Forest, run...

ein Testbericht von 2005-02-04 17:35:09 vom 04.02.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: interessantes Thema, Mel Gibson...
Nachteile/Kritik: wenig
Gallipoli ist ein Kriegsdrama mit dem heutigen Superstar Mel Gibson als Läufer für eine australisch/englische Armee.


Originaltitel: Gallipoli, Australien 1981
Regie: Peter Weir
..mit: Mel Gibson, Mark Lee
Laufzeit: 110 Minuten
FSK: 12


Was ist Gallipoli überhaupt?
**********************************
Ei ne türkische Halbinsel in den Dardanellen, einer Meerenge in der Nähe Istanbuls, zwischen Mittelmeer und dem schwarzen Meer. Diese Meerenege wurde zur Zeit des ersten Weltkrieges von den Türken kontrolliert, die mit den Deutschen 1915 verbündet waren.

Die Engländer, allen voran Winston Chuchill, waren der Ansicht das diese Meerenge ein strategisch äusserst wichtiger Punkt für Truppentransporte sei und das man sie unbedingt unter Kontrolle bringen müsse.
Für den Angriff auf Gallipoli wurde eine Armee aus englischen und australischen Soldaten zusammengestellt, unter der Leitung britischer Offiziere.
Die Operation sollte zu einem beispiellosen Fiasko werden, ganz besonders für die Australier denn sie stellten den Hauptteil des Heeres das von den Türken geradezu niedergemetzelt wurde.

Peter Weir´s Film handelt von 2 australischen Freunden die sich für dieses Unternehmen anheuern liessen, und somit mitten in die Hölle eines sinnlosen Krieges hineingeworfen wurden.


Die Story
************
Archy Hamilton (Mark Lee) und Frank Dunne (Mel Gibson) haben eines gemeinsam: Sie können so richtig schnell laufen.
Die beiden treffen sich auf einem Sprinterturnier, das der australischen Armee insgeheim dazu dient sich junge Leute auszugucken die perfekt für die Armee geeignet wären.
Archy und Frank Freunde, doch Frank ist nicht sehr begeistert von Archy´s Idee der australischen Armee beizutreten...
Archy hingegen ist ganz begeistert von dem Gedanken seinem Vaterland zu dienen und somit endlich jemand zu sein.

Die beiden hängen eine Weile miteinander rum, und Frank merkt schnell das Archy um einiges beliebter ist bei den Leuten die sie treffen. Während er immer stolz erzählt das er zur Armee geht muss Frank kleinlaut seine Ablehnung gegenüber dem Krieg zugeben.
Das führt dann schliessliech dazu das Frank sich von Archy überreden lässt zu einer dieser Rekrutierungs-Veranstaltungen zu gehen.
Die beiden haben dort ein Problem: Sie sind zu jung, und das sieht man ihnen auch an. Während es Archy mit einem Trick gelingt sofort angenommen zu werden macht sich Frank eher zum Gespött aller Anwesenden, und die Wege der beiden trennen sich erstmal.

Da der Ausgang der Schlacht von Gallipoli ja bekannt ist will ich den weitern Inhalt nur kurz anschneiden:
Archy merkt sehr schnell das er einem Himmelfahrtskommando beigetreten ist, und Frank wurde letzendlich doch noch als Läufer für die Armee akzeptiert.
Die Ironie des Schicksals ist das es in Frank´s Händen liegen wird seinen Freund Archy, der an vorderster Front "kämpft", zu retten. Denn er hält die Befehle der Heeresleitung in Händen den Angriff, der in Wahrheit nur ein Opfern der eigenen Soldaten ist, in letzter Sekunde abzublasen.

Frank rennt also wie der Wind Richtung Front, aber wird er schnell genug sein um den Angriff zu verhindern und Archy zu retten?


Kritik
*******
Der Film hat mir gut gefallen, und am Ende hab ich schon ein paarmal schlucken müssen.
Auch weil die Schlacht so wirklich stattgefunden hat, und weil Regisseur Peter Weir die Grausamkeiten schonungslos offenlegt.

Man muss den Film zweiteilen:
die erste Hälfte handelt von der Freundschaft Archy´s und Frank, die beiden Charaktere werden einem nähergebracht und der Film beschäftigt sich mit der gefährlichen Euphorie die oft unter Jugendlichen herrscht wenn es um Krieg geht.
Ich persönlich fand Mel Gibsons´s Charakter ein wenig sympatischer, Archy kam mir ein bisschen vor wie ein Bauerntrampel der jeden Unsinn glaubt und der irgendwie nicht der Hellste ist.
Frank hingegen ist der rational denkende Typ dem durchaus klar ist das Krieg nichts ist worauf man sich freuen kann, ganz im Gegenteil.
Diesen Gegensatz fand ich äusserst sehenswert, man wird dazu angeregt über das Thema nachzudenken.
Ohne Mel Gibson wäre zumindest der erste Teil des Films aber wohl nur halb so interessant gewesen, ich finde er zeigt schon damals was er darauf hat und was ihn zu einem der teuersten Darsteller Hollywoods macht.

Die Kriegshandlungen auf Gallipoli drehen den Film dann um 180 Grad, aus der lockeren Erzählweise und der leichtlebigen Euphorie wird bitterer und verzweifelter Ernst.
Archy und seine Kameraden sind laufend unter türkischem Beschuss, und ziemlich schnell merken die zum grössten Teil sehr jungen Australier das sie einen riesigen Fehler gemacht haben.
Der Hauptreiz für mich war hier die Imkompetenz der britischen Offiziere, und ihre Hartherzigkeit mit der sie ihre Soldaten verheizen.
Auch fand ich es durchaus spannend zu sehen ob Frank noch rechtzeitig im Camp der Aussies ankommt, oder ob es zum befürchteten Gemetzel kommt.


Fazit
******
Insgesamt ein wirklich guter und vor allem sehr realistischer Film.
Empfehlenswert vor allem für Fans von Mel Gibson, und für Leute die Kriegsdramen spannend/interessant finden.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Lisolotto
Lisolotto, 04.02.2005
Die DVD muszlig ich mir mal besorgen,klingt sehr interessant,guter Bericht
retilein
retilein, 04.02.2005
interessant geschrieben. sg zum we
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Wagnerianer1979

Gallipoli 1915: Im Osten nichts Neues

ein Testbericht von 2011-08-30 11:32:22 vom 30.08.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: Besetzung, relativ nüchterne Erzählweise, atmosphärisch dicht...
Nachteile/Kritik: Teilweise Synthesizer-Soundtrack
Im Film Gallipoli (1981) setzt sich der australische Regisseur Peter Weir (von ihm u.a. Der Club der toten Dichter, 1989, Die Truman Show, 1998 und Master und Commander, 2003) mit der Gallipoli-Kampagne (Februar 1915-Januar 1916) im Ersten Weltkrieg auseinander. Bei diesem britisch-französischen Angriff auf das mit Deutschland verbündete Osmanische Reich an den Dardanellen sollten Bulgarien und Griechenland auf alliierter Seite in den Krieg gezogen, Konstantinopel (Istanbul) erobert und somit eine Seeverbindung zum verbündeten Russland hergestellt werden. Besonders Winston Churchill, damals Erster Lord der Admiralität, hatte diesen ambitionierten Plan durchgesetzt. Teilweise unterstützt von deutschen Militärberatern konnte die osmanische Armee aber Verteidigungsstellungen vorbereiten; nach für beide Seiten verlustreichem Stellungskrieg - Schätzungen zufolge gab es insgesamt über 130.000 Tote und annähernd 262.000 Verwundete - räumten die Alliierten schließlich das Feld. Eine prominente Rolle in der Gallipoli-Kampagne spielte auf aliierter Seite das Australian and New Zealand Army Corps (ANZAC).

Handlung
Australien 1915: Bei einem Sprint-Wettkampf in der Provinz lernen sich Archey Hamilton (Mark Lee) und Frank Dunne (Mel Gibson) kennen. Die beiden jungen Männer sind sehr unterschiedlich: Archey, auf dem Land in einer Familie von Viehzüchtern aufgewachsen, möchte sich unbedingt zum Kriegsdienst freiwillig melden, während Frank, aus der Stadt Perth stammend und sich als Gelegenheitsarbeiter verdingend, der "englische" Krieg ziemlich egal ist. Dennoch hilft Frank dem minderjährigen Archey, von der Kavallerie rekrutiert zu werden, und will sich aus Freundschaft sogar selbst zu den Waffen melden. Letzteres scheitert an Franks fehlenden Reitkenntnissen. Allerdings trifft er auf seine ehemaligen Arbeitskollegen Billy (Robert Grubb), Barney (Tim McKenzie) und Snowy (David Argue) und meldet sich mit ihnen zur Infanterie. Die australischen Truppen werden nach Ägypten gebracht, dort weiter ausgebildet und schließlich zum Fronteinsatz auf die Halbinsel Gallipoli gebracht.

Einschätzung
Gallipoli ist ein durchaus ungewöhnlicher Kriegsfilm, denn es wird sehr viel Zeit auf die Vorgeschichte in Australien und Ägypten verwendet - die eigentliche Landung auf Gallipoli ereignet sich erst nach 70 Minuten des Films. Dadurch ergibt sich allerdings viel Zeit für die Charakterzeichnung der beiden Hauptfiguren Archey und Frank. Hervorragend agiert hierbei der junge Mel Gibson (in seiner ersten Rolle nach Mad Max). Atmosphärisch überzeugend ist daneben die Welt des britischen Empires skizziert (inklusive einer uniformlastigen, fast operettenhaften Ballszene). Vorkenntnisse über den Ersten Weltkrieg und insbesondere über den Stellungskrieg werden bei der gewählten Herangehensweise um Grunde vorausgesetzt, denn die Kampfhandlungen sind eher angedeutet (eine spektakuläre Inszenierung im Stile von Spielberg war mit dem begrenzten Budget nicht zu machen). Etwas peinlich und anachronistisch ist die Verwendung von Synthesizer-Musik für den Soundtrack, denn ansonsten wurde klassische Musik sparsam und sehr passend eingesetzt (Johann Strauss, Albinoni, Georges Bizet). Im großen und ganzen ist der Film aber eine von Peter Weir rund erzählte Geschichte.

Angaben zur DVD
Regionalcode: 2
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Spieldauer: 107 Minuten
Specials: Making of, Trailer
FSK: ab 12
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Nina1805
Nina1805, 05.09.2011
SH! Einen guten Start in die Woche! Lg, Nina.
hundeliebe02
hundeliebe02, 02.09.2011
BW....Liebe Grüße Edith und Claus
katjafranke
katjafranke, 30.08.2011
Einen lieben Gruß von der KATJA
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