ein Testbericht von David19802010-02-06 16:18:29vom 06.02.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Interessante Story, Darsteller, Idee...Nachteile/Kritik: manchmal unbeholfen, viel im Verborgenen
Frankreich ist inzwischen bekannt dafür, dass sie herausgefunden haben, dass sie Klassiker lesen können und dabei ordentliche Störungen abbekommen, die sie in Form von Filmen verbreiten müssen. So kam es mir dann auch gleich vor, als ich dieses Filmchen in Händen hielt und den Text auf der Rückseite las. Wow, da könnte jemand Dante interpretieren wollen, wäre natürlich ein schmeichelndes Gefühl gewesen, aber wie ich eben so bin und die Hoffnung schon lange an der Tür abgegeben habe, bekam ich eben nur Angst und bin gespannt was nun hier auf mich wartet. Daher viel Spaß und Glück beim Lesen dieses Berichtes.
Inhalt:
Tolbiac hat wohl eine ziemlich heftige Nacht hinter sich, da er einfach keine Ahnung mehr hat wo er ist und vor allem wer er ist. OK, das er von Kopf bis Fuß voller Dreck ist, heißt da ja erst mal gar nichts, denn das könnte auch natürlich das Ergebnis einer ganz normalen Studentenparty sein. Schon eher scheint es problematisch, dass er, als er so durch die Gegend wandert immer mehr das Gefühl hat unter der Erde zu sein und das überall eine riesige Wurzel um ihn herum wuchert. Ist das dann eine dieser bösartigen Hippiekommunen? Wohl kaum, denn da ist das ekelhafteste Lebewesen nur das Ding, dass neben dir erwacht, und nicht das, dass wild mutiert hinter dir her jagt und versucht dich zu töten.
Komisch komisch komisch. Vor allem auch deswegen, da man sich fleißig nach oben durchschlagen kann und irgendwie immer mehr von den Viechern rum laufen und vor allem nun auch ziemlich abgedrehte Soldaten in Schutzanzügen, die wohl auch noch etwas suchen. Vielleicht ja sogar diese komische Frau in ihrem, naja sagen wir mal, Wohnwagen mitten Wurzelwerk, die an Tolbiac und den Wesen erst einmal Versuche vornimmt. Warum, da die einen Trip wohl nicht so gut verkraftet hat und nun davon redet, dass sie alle in einem riesen Baum leben, der vor einer Weile dazu erfunden wurde, dass er eine naheliegende Stadt mit Energie versorgt. Kein Wunder das bei solchen Reden Tolbiac anfängt sie irgendwann zu vergewaltigen um ein wenig Ruhe in den Wurzelraum zu bekommen, aber das hilft anscheinend ja auch nur vorrübergehend, denn anstelle so richtig wütend zu sein und ihn zu erledigen, läuft sie nun eben zusammen mit ihm durch die Gegend und findet wohl die starke animalische Seite an ihm ganz interessant. Sozusagen die Fleischeslust bei aggressiven Vegetarierinnen.
Aber wenn man so darüber nach denkt, ist auch ziemlich klar, dass ja irgendwann auch der Stamm anfangen muss und man sozusagen die Tiefen der Erde wieder verlässt. Da wäre es natürlich eine feine Sache zu wissen was hier wirklich los ist?!? Gut das kurz vor dem Ausgang und dem absoluten Geheimnis der Welt immer noch ein kleines Büro liegt, in dem man alles erfährt. So zum Beispiel, dass diese Wesen Menschen sind, die der Baum verwandelte um sich selbst zu schützen und um vor allem sein Fresschen zu bekommen! Denn der Baum braucht um so viel Energie zu erzeugen einfach auch ein wenig etwas für den
Hunger zwischen durch und da kommen Menschen ja gerade recht. Vor allem dann, wenn man der Welt eh deutlich machen muss, dass je mehr hier genascht wird, desto näher ist man wieder an einem Eden dran. Oder etwa nicht?
Last Botanist: Vimala Pons
(Président, Bazar, Gaspard der Bandit)
Technician: Zohar Wexler
(Coupé au Montage)
Techinician: Sifan Shao
(Terre d'assile)
Technische Daten:
Herstellungsland: Frankreich (2007)
Laufzeit: 97:27Min
Altersfreigabe: FSK 16
Bildformat: 1,85:1
Tonformat:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Extras:
Audiokommentar
Weitere Trailer
- Termination Point
- Fight Night
- Borderland
- Tornado
- Liebe um jeden Preis
- Driftwood
- No Exit
- Monster Village
Fassungen:
Der Film ist ungeschnitten bei Sunfilm erschienen.
Kritik:
*Story*
Wenn man den Film gesehen hat, stellt sich sofort das Gefühl ein, sowas hab ich ja im Leben noch nicht gesehen und gehört. Doch wenn man dann ein wenig nachdenkt, ein wenig zusammenfasst, dann merkt man, Moment Mal, der Regisseur hat mich reingelegt! Das ist doch die ganz einfache Geschichte des Weltenbaumes übertragen auf ein Konzerngefördertes Projekt gemischt mit Mutanten statt Elfen. Ok, dass hilft natürlich der Atmosphäre und macht diesen Film auch so interessant, aber tatsächlich beweist es wieder einmal nur, dass die Franzosen auch nur Ideen aus ihrer Geschichte klauen wie alle anderen auch und sie noch so laut schreien können das sie es nicht tun. Tja liebe Franzosen Bildung hilft!
Aber ansonsten bin ich hoch zufrieden mit der Story, da man tatsächlich, da es nur um ein hinaufsteigen und resümieren der Selbsterkenntnis geht, darauf verzichtet hat endlos zu labern und zu erklären. Man sieht erst alles macht sich sein eigenes Bild und ist dann entweder überrascht wie falsch man lag oder wie nahe man dran war zu dem, was der Film an Massage hat. Prima, denn die Amis hätten dem Kerl mindestens noch Flashbacks oder Visionen verpasst. Ein wenig denken beim Film schauen ist aber auch mal nicht shclecht!
*Regie*
Ha, da muss man nun natürlich sehr aufpassen, da der Film wirkt, eine interessante Kameraführung hat und der Soundtrack gar nicht schlecht ist. Aber ist das eine gute Regiearbeit? Nein! Denn der Regisseur schafft es nicht durch die Handlung zu überzeugen, sondern muss auf einen guten Schauspieler und tolle im dunkeln liegende Kulissen zurück greifen. Das ist mehr ein Mogeln, aber dadurch das er es so gekonnt und gut macht, meiner Meinung nach wiederum schon wieder eine sehr gute Arbeit und ein Film, den man sich ruhig mal anschauen sollte, wenn man nicht nur auf seichte Kost steht oder statische Aufnahmen.
*Kamera*
Wackelt, flackert, löst Epileptische Anfälle aus und ist Großteils viel zu dunkel. Fazit Atmosphärisch und Independent wie der Laie heutzutage sagt und dadurch in den höchsten Himmel lobt. Ich sage einfach mal es ist OK und die Kamera ist immer im Geschehen, auch wenn es manchmal mehr ein stolpern und draufhalten ist, wie man es sonst nur aus Pornos gewöhnt ist (Nicht das ich jemals sowas gesehen hätte! Pfui.. Obwohl da war glaub mal einer aber das war ja damals. Also damals sie verstehen. Heute, nein heute würde ich das nicht mehr schauen. Ist ja Frauenfeindlich. Ja schon, auch wenn die das freiwillig machen, aber hey böse eben... wieso wollten sie etwa gerade fragen ob ich mit ihnen einen anschaue?...). Da hätte man also noch ein wenig mehr herausholen können und man hätte vor allem sich da nicht die Fans in der Masse verbauen müssen, die ja bekanntlich bei so Bildern eher tendieren weg zu schalten!
*Schauspieler*
Clovis Cornillac ist Franzose und soll in dem Film die meiste Zeit die Klappe halten! Kein Wunder das er da immer so aussieht, als würde er kurz vorm durchdrehen und explodieren stehen. Das tut dem armen Kerl doch weh. Das nicht wie Kurt Russell, der in Soldier einfach das Hirn ausschaltet, der will hier was sagen. Obwohl, wer mit Hingabe und Aufopferung schauspielert, der hat meistens Talent. Daher muss auch das hier Talent sein und ich kann nur sagen, wow, schön gemacht!
Vimala Pons die kleine Pariserin ist einfach niedlich und vor allem genau das was man von einer Französin erwartet, dauernd am labern. Meine Fresse kann die Nerven und endlos wiederholen was los ist. Kann bei jeder Gelegenheit irrational handeln und dann auch noch anderen die Schuld geben! Aber, und da muss ich auch ehrlich sein, ist das nicht sexy? Ich finde schon und daher auch eine schöne Rolle die gut umgesetzt ist!
*Tricktechnik*
Die Tricktechnik ist interessant, da hier wohl jemand mitgedacht hat. Man hatte nicht Millionen für den PC, aber man hatte einen Schreiner oder einen Kulissenbauer der sagt, dann bau ich den Unsinn halt. Das doch immer noch die beste Art und ich bin hellauf erfreut, dass sich jemand an diese doch schon am aussterben befindliche Methode erinnert! Juhuu!
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Survival - Horror unter der Erde!
ein Testbericht von heliopolis2009-09-24 08:38:32vom 24.09.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Etwas ganz anderes, Kameraaufnahme, Tolbiac, dichte der Atmosphäre...Nachteile/Kritik: Manche würden ihn vielleicht langweilig finden
Ein Visueller Trip zu den Menschlichen Urängsten
Erstmal sollte man alle Erwartungen, die man an den Film Eden Log hat, fallen lassen und auch nicht versuchen, ihn in eine Schublade einzuordnen. Einfach ansehen und die Bilder und die Geschichte wirken lassen.
Der Baum des Lebens
Tolbiac wacht in einer sehr düsteren Umgebung auf und weiß einfach gar nichts mehr. Wo ist er? Wer ist er? Er hat keine Ahnung. Er will aber einen Ausweg finden und macht sich sofort auf die Suche. Tolbiac will die unterirdische Höhle nach einem Ausgang absuchen und jetzt erst wird ihm bewusst, wie tief er eigentlich unter der Erde sein muss und was noch viel schlimmer ist ...
Tolbiac ist hier nicht allein. Schreckliche Kreaturen trachten nach seinem Leben. Level für Level arbeitet er sich nach oben und dabei wird ihm bewusst, dass er den Kreaturen nicht ganz so unähnlich ist.
Später trifft er auf eine Botanikerin, die einige Antworten bereit hat, aber auch sie weiß nicht alles. Sie möchte mit Tolbiac einen Test machen. Sie schließt ihn an eine Pflanze an und will somit herausfinden, ob er auch infiziert ist, wie die Kreaturen. Doch was dann passiert, ist auch ihr ein Rätsel.
Tolbiac findet heraus, dass das Wurzelsystem ein unglaublich riesiges Labyrinth ist und u einem Energie liefernden Baum führt, der mit Nahrung versorgt werden muss. Die Kreaturen kümmern sich um diesen Baum, und umgekehrt, scheint es genauso zu sein. Jedoch die Nahrung ist kein Wasser und kein Dünger.
Es sind Menschen, die der Baum zum Leben braucht!
Alle Filme ausblenden, um diese Geschichte zu verstehen
Die Anfangssequenz ist schon sehr einzigartig. Hier entscheidet sich schon mal, wer den Film gut finden wird und wer jetzt schon keine Lust mehr hat, ihn weiter zu sehen. Tolbiac wacht halb nackt unter der Erde in einem Wurzellabyrinth auf. Dazu ist das Bild schwarz. Alle zwei Sekunden geht ein Licht unter der Erde an und nur dann hat der Zuschauer einen Einblick in die Welt von Eden Log.
Auch gibt es kaum Dialoge, da die Kreaturen nicht Sprechen können und sonst nicht grad all zu viel unter der Erde los ist. Man ist sozusagen mit Tolbiac ziemlich allein. Und die Botanikerin, die er trifft, scheint erst Redefreudig zu sein, aber Tolbiac kann mit seiner zweiten Identität als schreckliche Kreatur noch nicht umgehen und will sich erst einmal Fortpflanzen. Die Botanikerin findet logischerweise nicht gut, dass sie Vergewaltigt wird und redet die nächsten Stunden dann auch nichts mehr mit Tolbiac.
Was auch noch sehr stark aufgefallen ist, sind die Kameraaufnahmen. Der eine wird sie sehr nervig finden, ich hingegen fand, die Aufnahmen trügen mehr zur Atmosphäre bei. Die Kamera begleitet Tolbiac und wenn er in einer Kiste sitzt, ist auch dort die Kamera und wenn er unter einem Netz gefangen ist, ist auch die Kamera unter diesem Netz. Und was dabei sehr stark auffällt, ist, dass der komplette Film mit Handheld-Kameras gedreht wurde. Deshalb auch die manchmal wackelige Einstellung. Was mich aber nicht wirklich gestört hat.
Daten zur Blu Ray
Titel: Eden Log
Genre: Science - Fiction - Film
Dauer: 97 Minuten
Extras: Von Audiokommentaren bis hin zu einem Making Of, das man sich auf jeden Fall ansehen sollte, da hier noch einige Fragen, die nach dem Film offen geblieben sind, aufgelöst wurden. Auch ist es sehr interessant zu sehen, dass hier die Schauspieler, besonders Tolbiac bei dem Dreh sehr leiden mussten. Vor allem wurde der Hauch, der durch eisige Kälte erzeugt wird, nicht mit einem Computerprogramm hinzugefügt, sondern bei dieser Anfangssequenz und diesem Dreh war es so kalt. Und Tolbiac, nass und halb nackt. Der Arme. :)
Preis: 12,95 Euro / oder 10,00 Euro bei Ebay
Sprache: Deutsch & Französisch
Untertitel: Deutsch und auch bei den Extras vorhanden
FSK: Aber 12 Jahre und später dann ab 16 Jahre Erscheinungsjahr: 2007
Mein Fazit
Der Film punktet auf jeden Fall mit seinen Kameraaufnahmen und den surrealen Bildern. Bei diesem Film kann ich mir aber gut vorstellen, dass sie dabei einige langweilen werden, denn es passiert auch einige Zeit nicht wirklich viel in diesem Film und manches wird auch gar nicht so verstanden und wenn man dann noch versucht, vergleiche zu anderen Filmen zu ziehen oder gar etwas Erwartet, dann ist man wohl sehr enttäuscht. Ich hingegen fand die Art von Film ziemlich beeindruckend, da ich wohl auch von den ganzen Teenie - Horrorfilmen die Schnauze voll hab. Eden Log war auf jeden Fall mal eine willkommene Abwechslung.
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