Auch wenn ich immer wieder mal den einen oder anderen Titel entdecke, der mir gefällt, so kann ich mit der Musik der jeweils aktuellen Charts nicht viel anfangen. Vielmehr liegen meine musikalischen Vorlieben vielmehr im Bereich des Industrial und elektronischer Klänge, wobei ich auch hier natürlich diverse Favoriten habe.
Neben LAIBACH, die seit weit mehr als einem Jahrzehnt zu meinen bevorzugten Musikern zählen, und diversen anderen Bands, Projekten und Solointerpreten, ist es auch das Elektroprojekt SUICIDE COMMANDO, das in einer persönlichen Top 20 meiner Lieblingstitel mehrfach vertreten wäre.
In meinem heutigen Beitrag widme ich mich nun einer der wohl bekanntesten Veröffentlichungen von SUICIDE COMMANDO, nämlich der Maxi-CD des Clubhits HELLRAISER.
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ALLGEMEINE S
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Hinter SUICIDE COMMANDO verbirgt sich der belgische Musiker Johan van Roy, der die Maxi-CD HELLRAISER, die schnell zu einem Clubhit wurde und dies bis heute ist, im Jahre 2000 beim Independentlabel Dependent (www.dependent.de), den Vertrieb übernahm das seit den 80er Jahren stetig gewachsene, hannoversche Independentlabel SPV.
Unter anderem dadurch, dass HELLRAISER bis heute Kultstatus genießt, aber auch dadurch, dass derartige Musik zeitloser ist, als das stark trendabhängige und kommerziell ausgeschlachtete Einerlei der Charts ist diese Maxi-CD bis heute weitestgehend problemlos erhältlich. Zwar wird man HELLRAISER von SUICIDE COMMANDO nicht im CD-Regal des örtlichen Supermarktes finden, die meisten größeren Fachgeschäfte sollten diese Maxi-CD jedoch im Sortiment haben und völlig problemlos ist die CD für etwa 6,- € bei den spezialisierten Händlern im Internet (beispielsweise www.emso.de oder www.infrarot.de) zu bekommen.
Das Cover dieser Maxi-CD ist in Blau- und Grautönen gehalten und leicht futuristisch gestaltet, was hervorragend zur enthaltenen Musik passt. Leider fehlt der in einem SlimCase verkauften Maxi-CD ein Booklet mit den Texten der enthaltenen Titel oder andersartigen Informationen über Musik und/oder Musiker.
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PLAYLIST
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Die Maxi-CD HELLRAISER von SUICIDE COMMANDO beinhaltet folgende Titel und Remixe:
Die Musik von SUICIDE COMMANDO einem Genre zuzuordnen fällt mit hier etwas schwer und mit einer Zuordnung zur EBM (Electronic Body Music), wie ich sie schon gelegentlich gelesen habe, kann ich mich nicht so recht anfreunden. Als jemand, dessen Musikgeschmack in den (früheren) 80er Jahren geprägt wurde, denke ich beim Begriff EBM zunächst an die Klassiker und Begründer des Genres (die erwähnten Front 242, Nitzer Eb und andere), von denen sich SUICIDE COMMANDO doch recht deutlich unterscheidet.
Auch einer Zuordnung zum Industrial, die ich ebenfalls bereits mehrfach gelesen habe, kann ich nicht 100%ig zustimmen und so bleibt letztlich wohl der Begriff Elektro, der am passendsten ist.
Augenscheinlichstes Merkmal der Musik von SUICIDE COMMANDO sind neben der rein elektronischen Instrumentierung, die sehr eingängigen und in aller Regel auch sehr monotonen Melodien und ein verzerrter Gesang zwischen düster und aggressiv.
°° HELLRAISER °°
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In der "Psychopath 01-Version", die wohl weitestgehend der Albumversion entspricht (zumindest sind mir keine Unterschiede aufgefallen) startet der Titel mit "wummernden", monotonen Bässen, die einen nicht allzu schnellen Rhythmus vorgeben. Nach etwa 15 Sekunden setzten nun auch höhere Synthieklänge ein, die zwar die Instrumentierung verdichten, Rhythmus und Monotonie jedoch beibehalten. Im weiteren verlauf ist im Hintergrund ein
weiterer, schnellerer Synthieklang zu höheren, durch den die leicht düstere, bedrohlich wirkende Melodie noch eine etwa nervöse Note hinzugewinnt. Nach einer Spielzeit von etwa einer Minute hat sich daraus eine klare Melodie entwickelt, die zwar nach wie vor düster, bedrohlich und monoton, gleichzeitig aber auch absolut tanzbar wirkt.
Nach einer weiteren halben Minute setzt dann auch der Gesang ein, der den Text hier mit verzerrter, aggressiv wirkender vorträgt.
Eingängig, düster, bedrohlich, tanzbar ... perfekt.
VNV NATION, die ich ebenfalls zu meinen bevorzugten Interpreten elektronischer Musik zähle, ließen Melodie und Text des Titels für ihren "VNV Nation Remix" unverändert, veränderten die Instrumentierung allerdings deutlich in Richtung des eigenen Stils.
Dadurch klingt HELLRAISER in dieser Fassung von der ersten Sekunde an deutlich tranciger und wirkt weit weniger hart als das Original, wobei die Tanzbarkeit keinesfalls reduziert wird.
Der Gesang wurde in diesem Remix in seiner Lautstärke deutlich reduziert und tritt insgesamt ganz klar hinter die Melodie und das Instrumentenspiel zurück in den Hintergrund.
Insgesamt ein interessanter und auch absolut gelungener Remix.
Auch in der "Psychopath 02 Version" blieben Melodie und Text unverändert, allerdings wirkt der dominierende Bassrhythmus hier deutlich metallischer und abgehackter. Hinzu kommt ein hektisch wirkendes Synthiespiel. Der Gesang wurde nur geringfügig überarbeitet und wirkt für mich hauptsächlich etwas beschleunigt. So wird die "Psychopath 02 Version" zu einer Variante des Klassikers, die zwar ebenfalls sehr gelungen ist, für meinen Geschmack jedoch nicht ganz an die beiden anderen Fassungen heranreicht.
°° FRAGMENT OF TORTURE °°
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Von Beginn an wird der Titel FRAGMENT OF TORTURE von einem leicht verstörenden, hektischen Synthiespiel bestimmt, zudem sich schnell die bandtypischen Bassklänge gesellen. Nach einiger Zeit hat sich daraus eine klare, eingängige und auch wieder monotone Melodie gebildet, zu der hie nach über einer Minute ein Gesang einsetzt, der noch verzerrter, dunkler und aggressiver (fast schon bösartig) wirkt als in HELLRAISER.
Insgesamt ein absolut gelungener und ebenfalls tanzbarer Titel, der den Maintrack HELLRAISER aber nicht ganz erreichen kann.
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TEXT
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You´re condemned
I´ve put a spell on you
The smell of death
Has got all over you
Like a disease
I´ll control your mind
Get on your knees
You won´t survive the night
Hellraiser
You´re possessed
I´m your living pest
Put you to rest
Tonight you´ll be my guest
You´re oppressed
Abused on my request
Get ready for
The final inquest
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FAZIT
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HELL RAISER von SUICIDE COMMANDO ist längst ein Klassiker und da auch die Remixfassungen sowie der einzig andere Titel auf dieser Maxi-CD ausnahmslos gelungen sind, kann ich diese Maxi-CD hier dann auch allen Freunden elektronischer Musik empfehlen. Wer dagegen Mainstream/Chartsscheiss bevorzugt, der wird wohl nur wenig Gefallen an HELLRAISER von SUICIDE COMMANDO finden - mir gefällt die Musik ausgezeichnet und daher lautet mein Urteil hier auch folgerichtig SEHR GUT !
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Mit "Hellraiser" hat die belgische Industrialband eines ihrer bekanntesten und erfolgreichsten Stücke produziert. In vielen Clubs wird dieser Song gespielt und die Belgier werden bei Konzerten immer wieder von ihren Fans aufgefordert "Hellraiser" zu spielen. Ob der das Lied eine Anlehnung an der gleichnamigen Filmreihe sein soll weiß ich leider nicht genau. Was ich jedoch weiß ist, dass das Lied mindestens genau so cool ist.
Doch dazu mehr, bei der Beurteilung der einzelnen Tracks von der Single:
01 Hellraiser (psychopath 01-version) 5:01
Mit dumpfen Elektrotönen beginnt das Stück, welche schnell durch hohe Keyboardklänge ergänzt werden, welche die Melodie bilden, die sich durch das ganze Lied hindurchzieht. Nach 45 Sekunden kommen dann harte Schlagzeugtrommeln dazu. Schließlich setzt nach ca. 1,5 Minuten die tiefe, verzerrte Stimme von Sänger Johan van Roy ein. Immer wieder schreit dieser mit kraftvoller stimme "Hellraiser" ins Mikro, sodass es einem kalt den Rücken herunterläuft. Dieses Lied wurde nicht umsonst als Single ausgekoppelt. Das einzige was man bemängeln ist die vielleicht etwas fehlende Abwechslung.
02 Hellraiser (VNV Nation Remix) 6:42
Den ersten Remix haben die Jungs von VNV Nation beigesteuert. Die beiden Bands sind gut befreundet, weshalb ein Remix von deren Seite nicht ungewöhnlich ist. Der Mix beginnt in höheren Tönen und ist insgesamt ein bisschen schneller. Zudem klingt er mehr nach Techno als wie nach Industrial. Nach einer guten Minute setzt der Gesang ein, deren Lautstärke jedoch gesenkt wurde, wodurch vor allem die hohe Technoklänge im Vordergrund stehen. Diese bilden zwar jedoch einen hübschen Kontrast zu Johan van Roys tiefer Stimme, jedoch bin ich der Meinung, dass der Song deutlich an Härte verloren hat.
03 Fragment of Torture 5:33
Suicide Commando präsentieren auf ihrer Single den exklusiven Bonustrack "Fragment of Torture". Dieser beginnt mit hohen Synthie-Sound und kleineren Bassexplosionen. Nach 1,5 Minuten setzt auch hier die gewohnt tiefe Stimme ein. Der Gesang ist diesmal jedoch mehr ein Sprechen und ziemlich langsam. Insgesamt ein melancholisches Stück das seiner Verwendung als "B-Seite" gerecht wird.
04 Hellraiser (psychopath 02-version) 5:44
Zum Schluss folg die "Hellraiser (psychopath 01-version)". Der Mix fängt ähnlich an wie das Original, doch schon relativ früh setzt ein harter ungleichmäßiger Bass ein, wodurch sich der Song deutlich von dem Original anhebt, das nicht auf sehr harte Bässe zurückgreift. Zudem wirkt der Gesang etwas abgehackter und passt weniger zu der Hintergrundmusik als bei der ersten Version. Trotzdem allemal hörenswert.
Gesamtspielzeit: 23:00
Cover:
Das Cover ist ziemlich futuristisch gestaltet. Die Auf grauen Hintergrund ist der Ausschnitt eines blauen Bildschirms abgebildet auf dem diverse Zahlen zu sehen sind. Hinten sind zudem Röntgenaufnahmen ähnliche Bilder zu sehen. Die CD ist grau und blau.
Fazit:
"Hellraiser" ist ein genialer Song, der bei keiner guten Party oder auf keinem DJ-Pult fehlen darf. Der Kauf der Single lohnt sich jedoch nur für wirkliche Fans, da der "Normalbürger" mit den Remixen und dem Bonustrack unter Umständen nicht soviel anfangen kann. Fans von [:SITD:], Amduscia, Tactical Sekt, Dulce Liquido, Decoded Feedback oder Virtual Embrace sollten auf jeden Fall mal reinhören.
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