Jack Arnold Monster Collection
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Jack Arnold Monster Collection
Jack Arnold Monster Collection
Jack Arnold Monster Collection

Jack Arnold Monster Collection

 (DVD) von Koch Media
Platz 34 in der Kategorie "Spielfilm Paket Science Fiction".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Jack Arnold Monster Collection gebraucht & neu

Jack Arnold Monster Collection Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

mima007

Für Sammler und Fans lohnender Film-Kult

ein Testbericht von 2008-03-12 16:29:02 vom 12.03.2008
Empfehlung:
Vorteile: spannend, unheimlich, stellenweise temporeich, sehr gutes Bonusmaterial, gutes Bild...
Nachteile/Kritik: passable Tonqualität, mäßige Filme 2 und 3, kein Booklet, keine Untertitel für Kommentare und Interview
In dieser einzigartigen Sammlung präsentiert Koch Media die legendären Fortsetzungen von "Der Schrecken vom Amazonas" und ein weiteres Highlight aus der Schmiede von Monster-Kultregisseur Jack Arnold.

- In "Die Rache des Ungeheuers", der Fortsetzung zu "Der Schrecken vom Amazonas", gibt es ein Wiedersehen mit dem berühmtesten Monster Jack Arnolds.

- Im letzten Teil der Jack- Arnold-"Ungeheuer"-Trilogie "Das Ungeheuer ist unter uns" hat sich das Monster verändert: Es hat eine Lunge entwickelt und soll "domestiziert" werden.

- In "Der Schrecken schleicht durch die Nacht" verwandelt sich ein College-Professor in eine neandertalerartige Kreatur und macht den Campus unsicher. (3 DVDs)

Die DVD-Box enthält digital restaurierte Fassungen!

1) Filminfos zu Die Rache des Ungeheuers (DVD1)
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O-Titel: Revenge of the Creature (USA 1955)
Dt. Vertrieb: Koch Media
Erscheinungsdatum: 23.11.2007
FSK: ab 12
Länge: ca. 75 Min.
Regisseur: Jack Arnold
Drehbuch: Martin Berkeley
Musik: William Lava, Herman Stein
Darsteller: John Agar, Lori Nelson, John Bromfield, Nestor Paiva, Grandon Rhodes, Dave Willock u.a.

Handlung
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Mit ihrem Kutter fahren zwei Forscher eines Meeresforschungsinstituts einen Nebenarm des Amazonas hinauf, bis sie zur schwarzen Lagune gelangen, wo man die Kreatur schon einmal gesichtet hat (in „The Creature of the Black Lagoon“). Damals gab es fünf Tote. Sie wollen den Fischmenschen einfangen und studieren. Der Kapitän warnt sie, dass das Fischwesen schlau ist und das Einfangen schwierig sein werde.

Nach mehreren vergeblichen Tauchunternehmen jagen sie einfach ein paar Sprengladungen hoch. Neben etlichen toten Fischen taucht auch die Kreatur auf. Sie hieven das bewusstlosen Wesen an Bord und halt es in einem Behälter feucht. Als sie in Florida eintreffen, ist es immer noch bewusstlos. In der Forschungsstation von Ocean Harbor stoßen Dr. Creel Ferguson, ein Biologe, und die Fischkundlerin Helen Dobson (Lori Nelson) zu ihnen, um das Wesen zu studieren.

Erstaunlich, dass diese Kreuzung aus Mensch und Fisch bis in unsere Zeit überlebt hat. Vielleicht ist es ein Bindeglied, weil es durch Kiemen atmet, eine gepanzerte Haut wie ein Krokodil besitzt und doch wie ein Mensch über zwei Arme, einen Kopf und zwei gehfähige Beine verfügt. Aber ist es mehr Mensch oder mehr Fisch?

Sobald das Wesen wieder bei Bewusstsein ist, kämpft es gegen seine Kerkermeister und Gefangenschaft, so dass man es an eine Kette legen muss. Es verliebt sich in die schöne blonde Helen und schaut ihr nach, als diese mit Dr. Ferguson anbandelt. Tests ergeben, dass es intelligent ist und Sprachbefehle versteht, z.B. „Halt!“ Doch eines Tages gerät Helen zu nahe an es heran, und es versucht sie zu packen. Schließlich reißt es sich von seiner Kette los. Panik bricht aus!

Mein Eindruck
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Der erste Film in der Creature-Trilogie, also „The Creature of the Black Lagoon“, war ein klares Plagiat von „King Kong“ aus dem Jahr 1933: Expedition in den Urwald stößt auf Ungeheuer, das sich die einzige weiße Frau weit & breit schnappt, welche wiederum heldenhaft gerettet werden muss. Das Ungeheuer jedoch findet selbstredend ein unrühmliches Ende.

In diesem 2. Film, „Die Rache des Ungeheuers“ (obwohl es sich wirklich an niemandem rächt!), geht das Dreieckspiel weiter und wird fortwährend variiert. Erst macht Ferguson Helen zu seiner Freundin, dann tritt Joe als Don Juan auf. Angriff abgewehrt. Auch Helens Schäferhund stört die amouröse Idylle. Und schließlich tritt auch noch das Ungeheuer zwischen Helen und die Erfüllung der Liebe zu Ferguson. Es entführt sie à la King Kong und wird dafür mit einer Ladung Blei belohnt – ein Vorgeschmack auf das Liebesleben des weißen Mannes?

Die hohe Qualität dieses als B-Movie abqualifizierten SF-Films rührt nicht nur von der spannenden und actionreichen Story her, sondern auch von den guten Effekten. Die Maske der Creature ist noch ausgefeilter und ausdrucksvoller als im ersten Film, der schwere Anzug scheint den Schwimmer Rico Browning – seitdem eine Kultfigur unter Fans – kaum behindert zu haben, so graziös bewegt er sich darin durchs Wasser – wohlgemerkt: ohne Sauerstoffflaschen! Angeblich konnte er die Luft für fünf Minuten anhalten.

Dieser Film zeichnet sich auch dadurch aus, dass hier das Debüt eines jungen Schauspielers namens Clint Eastwood zu bewundern ist – etwa 30 Sekunden lang.

Weitere Details in meiner Beurteilung des Audiokommentars unten!

2) Filminfos zu Das Ungeheuer ist unter uns (DVD2)
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O-Titel: The Creature Walks Among Us (USA 1956)
Dt. Vertrieb: Koch Media
Erscheinungsdatum: 23.11.2007
FSK: ab 16
Länge: ca. 78 Min.
Regisseur: John Sherwood
Drehbuch: Arthur A. Ross
Schnitt: Edward Curtiss
Kamera: Maury Gertsman
Darsteller: Jeff Morrow, Rex Reason, Leigh Snowden, Gregg palmer, Maurice Manson, James Rawley u.a.

Manche Passagen werden in der englischsprachigen Originalfassung mit deutschen Untertiteln wiedergegeben, weil die deutsche Synchronisation dazu verschollen ist.

Handlung
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Die Florida Keys. Die reiche Blondine Peggy Barton trifft im Yachthafen ein, um an Bord des Schiffes ihres Mannes zu gehen. Es gibt noch weitere Forscher an Bord, so Dr. Morgan, Mr. Borg und Mr. Johnson. Auch der Matrose Grant bewundert Peggys schlanke Figur: Sie sei, wie alle Dinge, die Dr. Barton besitze, „schön und teuer“. Aber er warnt sie auch vor der Kreatur, die sie einfangen wollen.

Zunächst fahren sie zu einer Insel vor der Küste, wo sie Mr. Martino besuchen. Er ist von der Kreatur, dem Fischmenschen, verletzt worden und hat einiges darüber zu erzählen. Er jagte Alligatoren in den Everglades, als er auf sie stieß und den Kampf verlor. Anhand der Blutspuren auf seinem Messer können sie das Blut des Wesens studieren. Es ist so außergewöhnlich, dass man es nach Ansicht Bartons nutzen kann, um das Wesen mit den Methoden der Mikrobiologie zu verändern und ein Superwesen zu schaffen, das sich in der Raumfahrt einsetzen lässt.

Als Dr. Morgan moralische Bedenken gegen dieses Gottesspiel anführt, wischt Barton sie beiseite. Und die Forscher bleiben alle an Bord, denn sie sind neugierig, ob es das Wesen gibt, wie intelligent es ist und ob sich Bartons Pläne überhaupt umsetzen lassen. Die Gefangennahme der Kreatur ist gefahrvoll und schwierig, aber machbar. Sie schnallen es auf eine OP-Liege, fesseln es und dann beginn Bartons OP an der Kreatur. Er entfernt den Schuppenpanzer und legt die Kiemenfunktion lahm.

Unter der Besatzung und den Passagieren ist es zu Reibereien gekommen, denn Barton wacht eifersüchtig über sein Eigentum, das da Peggy heißt. Grant und Morgan schleichen um sie herum, und als Morgan und Barton nach einer Party zu Bett gehen, ergreift Grant seine Chance, von Peggy das zu bekommen, was er schon die ganze Zeit begehrt. Doch angezogen von den Schreien der Frau bricht das Ungeheuer aus und kämpft gegen Grant. Es kommt zu Schüssen, die das Wesen in die Flucht schlagen. Es springt über Bord.

Aber ohne seine früheren Kiemen hat es keine Überlebenschance. Bartons Traum scheint zu Ende zu sein. Da springt Morgan ins Wasser, um die Kreatur zu retten…

Mein Eindruck
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Story, welche Story?, schrieben die ersten Zuschauer der Preview vom Januar 1956 in die Befragungsbögen. Und in der Tat kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was uns der Film sagen will. Geht es wirklich um genveränderte Kreaturen nach dem Vorbild der „Insel des Dr. Moreau“, einem Roman von H.G. Wells? Oder dreht es sich nicht doch eher um die Eifersüchteleien zwischen Dr. Barton und seiner Frau Peggy? Und Action? Moment, da war was! Ja, nach etwa 35 bis 40 Minuten schaffen es die Forscher endlich, die Kreatur, wenn auch in reichlich verkohltem Zustand, einzufangen.

Nach der Flucht der generalüberholten Kreatur folgen mal wieder Unterwasseraufnahmen – schon wieder mit Rico Browning – worauf wieder mal eine lange Flaute eintritt. Erst ganz am Schluss randaliert die Kreatur und fordert ein Todesopfer: Frankensteins Monster tötet seinen Schöpfer, das kennt man ja schon zur Genüge. Darauf hat das Publikum 75 Minuten lang warten müssen. Warum ein derart langweiliger Film die FSK16-Einstufung erhält, ist mir jedenfalls ein Rätsel.

Weitere Details in meiner Beurteilung des Audiokommentars unten!


3) Filminfos zu Der Schrecken schleicht durch die Nacht (DVD3)
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O-Titel: Monster on the Campus (USA 1958)
Dt. Vertrieb: Koch Media
Erscheinungsdatum: 23.11.2007
FSK: ab 12
Länge: ca. 73 Min.
Regisseur: Jack Arnold
Drehbuch: David Duncan
Schnitt: Ted J. Kent
Kamera: Russell Metty
Darsteller: Arthur Franz, Joanna Moore, Judson Pratt, Nancy Walters, Troy Donahue, Phil Harvey u.a.

Handlung
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Dr. Donald Blake arbeitet an der Dunsfield Universität als Paläontologe und seine Zukunft sieht vielversprechend aus, denn er ist mit Madeleine Howard, der Tochter des Dekans, verlobt. Gerade nimmt er ihr eine Gipsmaske ab, um einen Gipskopf in die Sammlung der Köpfe der menschlichen Vorfahren zu stellen. Sein Student Jimmy liefert einen Fisch aus Madagaskar an, einen Coelocanth oder Quastenflosser - ein lebendes Fossil, das Donald interessiert. Unbemerkt schlabbert Jimmys Schäferhund Sammy von dem Blut, das aus dem Fisch tropft. Das Tier verwandelt sich daraufhin in eine wilde Bestie. Jimmy und Donald können Madleine gerade noch vor Sammys Attacke bewahren. Im Käfig zeigt der Hund zu Blakes Erstaunen verlängert Reißzähne – geradezu ein Rückfall in das Wolfsstadium!

Wenig später verletzt sich Donald an den Zähnen des Urfisches. Die Arztassistentin Molly Riordan soll ihm die Hand verbinden, denn er selbst hat kein Verbandszeug. Sie hat ihres im Auto. Dort verfällt Blake in einen halbbewussten Zustand, und sie muss ihn nach Hause bringen. Als sie in sein Haus geht und dort Dr. Cole verständigt, dringt ein schreckliches Wesen ins Haus ein. Molly beginnt zu schreien…

Lt. Stephens steht vor einem Rätsel. Madeleine Howard hat Blake im Garten seines Hauses gefunden. An einem Baum hängt immer noch die strangulierte Molly Riordan mit weit aufgerissenen Augen. In der Hand hält sie eine Krawattennadel, die Madeleine als diejenige identifiziert, die sie Blake geschenkt habe. Aber trotzdem passt das nicht zu den Spuren, die sich überall finden. Die Fußabdrücke gehören nicht zu einem Menschen, sondern allenfalls zu einem Gorilla oder so etwas. Und die Abdrücke einer Hand am Fenster sind völlig verschwommen, als wäre die Hand von Fell bedeckt gewesen.

Für Lt. Stephens ist sonnenklar, dass ein dritter Mensch im Haus gewesen sein und die Verwüstung angerichtet haben muss. Und der hat auch die arme Molly auf dem Gewissen. Doch niemand in der Gegend hat solch ein seltsames Wesen gesehen. Er verpasst Blake einen Aufpasser und wartet, was als nächstes passiert.

Er braucht nicht lange zu warten, denn noch seltsamere und erschreckendere Dinge ereignen sich an den sonst so ruhigen Universität…

Mein Eindruck
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Dieses Werk von Jack Arnold ist ebenfalls wirklich gelungen, auch wenn die wissenschaftlichen Thesen hanebüchen sind. Aber das waren diese schon in Meisterwerken wie „Tarantula“ und „Formicula“. Diesmal wird jedoch nur eine Libelle ins Riesenhafte vergrößert, und das auch nur, weil sie, ebenso wie der Schäferhund und Dr. Blake, einen Rückfall in ein evolutionsgeschichtlich früheres Entwicklungsstadium verfällt. Vor ca. 75 Mio. Jahren soll es solche Riesenbrummer gegeben haben. (Man achte jedoch auf die Marionettenfäden auf dem Modell der Riesenlibelle.) Motto daher: „Evolution reversed!“

Nach mehreren Rückfällen, nach denen Blake jeweils unter Gedächtnisverlust leidet (wie bequem), weisen alle Indizien auf die Existenz eines Neandertaler-artigen Urmenschen, der seinen Mitmenschen überhaupt nicht gutnachbarschaftlich zugetan ist, ganz im Gegenteil. Wen dies an das Vorbild von Dr. Jekyll und Mr. Hyde erinnert, dürfte genau richtig liegen. Allerdings ist Stevensons Mr. Hyde ein bewusst antisoziales Subjekt, wohingegen Blakes Neandertaler wenig Menschliches an sich hat.

Und nun tritt der King-Kong-Faktor wieder in Kraft: Das Ungeheuer raubt, entführt und bedroht die einzige weiße Frau weit & breit, die so dumm & ahnungslos ist, dass sie Blake für harmlos hält. Selbstredend findet das Ungeheuer wieder ein unrühmliches Ende, allerdings – und das ist das Indiz für seine Intelligenz – fordert es den Kugelhagel heraus, damit seine Bedrohung ein für alle Mal endet.

Bemerkenswert sind auch hier die Makeup-Effekte der Maske. Durch fließende Übergänge bzw. Überblendung wird die Verwandlung des Hauptdarstellers in das Ungeheuer und zurück zum Menschen vor laufender Kamera suggeriert. Damit rückt das Ungehuer zwar in die Liga der Wolfsmenschen und Frankensteins auf , doch leider hat es längst nicht die Berühmtheit jener Vorgänger erlangt – weiß der Kuckuck, warum.

Zu diesem Film gibt es leider keinen Audiokommentar.

Die 3 DVD
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Technische Infos

Bildformate: 1.33:1 (4:3)
Tonformate: D und Englisch in DD 2.0
Sprachen: D, Englisch
Untertitel: D

Extras:
- Trailer
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
- Super8-Film-Fassungen (nicht in Verpackung erwähnt)
- Audiokommentare zu „Die Rache des Ungeuers“ und „Das Ungeheuer ist unter uns“
- Jack-Arnold-Interview (nicht in Verpackung erwähnt)

Mein Eindruck: die DVDs
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1) Qualität von Bild und Ton

Da es sich um digital überarbeitete Fassungen handelt, ist die Bildqualität durchweg sehr zufriedenstellend – von der fehlenden Farbe mal abgesehen. Nur in einer Unterwasserszene in „Die Rache des Ungeheuers“ findet sich ein längerer schwarzer Streifen. Lustigerweise wird auch die Kamera in Mitleidenschaft gezogen – Spritzer auf der Linse und später ein verwackeltes Stativ, weil die Kreatur ein Auto umgeworfen hat. Shit happens. Die Tonqualität ist wie zu erwarten auf bescheidenem, aber ausreichendem Niveau angesiedelt. DD 2.0 entspricht in etwa Fernsehsound.

***EXTRAS

2) Bildergalerien
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Alle drei DVDs verfügen über Bildergalerien. Darin sind vier- und einfarbige Filmplakate, Aushangfotos (showcase cards) und sogar deutsches Presse- und PR-Material zu sehen. Für Filmhistoriker sicher sehr interessant.

3) Super8-Film-Fassungen
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Von „Rache des Ungeuers“ und „Das Ungeheuer unter uns“ liegen Super8-Filmfassungen vor. Diese unterscheiden sich vom Hauptfilm dadurch, dass sie maximal 5 Minuten lang sind und ausschließlich die Highlights enthalten, also vor allem Action. Die Bildqualität ist okay.

4) Audiokommentar zu „Die Rache des Ungeheuers“
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Der Journalist und Filmkritiker Tom Weaver unterhält sich mit dem Filmfan und Filmhistoriker Bob Burns, zusätzlich aber auch mit Lori Nelson, der weiblichen Hauptfigur des Films. Alle drei haben sehr viel Wissenswertes über den Film beizutragen. So verblüfft etwa die Aussage, dass Nelson ihre Szenen mit der „Aqualung“, dem Atemgerät, unter Wasser selbst spielte, da sie tauchen konnte (im Gegensatz zu manch anderem Darsteller). Häppchenweise wird ihre Biografie eingestreut.

Weaver sagt, dass der erste Film noch nicht fertig war, als schon feststand, dass es eine Fortsetzung geben würde. Burns weist daraufhin, dass die Kreatur nun ein anderes Design des Kopfes aufweist. (Es stammt von dem Deutschen Chris Mueller, aber wie stets: keine Nennung im Abspann.) Darin steckte Rico Brownings Kopf, der John Lamb ersetzte, mit dessen Leistung der Regisseur Jack Arnold nicht zufrieden war. Alle Kommentatoren loben Brownings herausragende Leistung, mit dem unbequemen und schweren Kostüm umzugehen. Burns hat es selbst einmal getragen: unerträglich!

Immer wieder wird der Zuschauer daran erinnert, dass die ersten beiden Creature-Filme für dreidimensionale Projektion in entsprechenden Kinos konzipiert waren. Deshalb springt die Kreatur in einer Szene direkt aus dem Becken geradewegs in die Kameralinse – die Zuschauer müssen sich damals sehr erschrocken haben, als es aussah, als würde das Monster sie anspringen! Leider kam es häufig zu Problemen bei der Ausrichtung der Projektoren, und manche Zuschauer fanden die 3D-Brillen lästig. 3D – heute wieder angesagt – verschwand nach nur fünf Jahren (1952-1956) wieder in der Versenkung. „Rache des Ungeheuers“ war Universals letzter Film in 3D.

Pannen

Natürlich wird auch hier nach Fehlern gefahndet. Etwas, das der Laie vielleicht gerne übersieht, ist der Elektroschockstab, den Ferguson unter Wasser benutzt, um die Kreatur abzuschrecken. Elektrizität unter Wasser?! Jeder weiß doch, dass Wasser ein guter Leiter ist, oder? Und das Schärfste: Als die Kreatur Lori Nelson gepackt hält, stößt John Agar trotzdem mit dem Schocker zu! Er hätte sie gemäß der Fiktion glatt ebenfalls schocken müssen!

Kurios ist auch die Entführungsszene im Nachtklub. Wer auf die Uhr über der Eingangstür achtet, wird feststellen, dass sie binnen Sekunden einen Sprung von 10 vor 11 nach 10 nach 2 macht, also um drei Stunden. Grund war ein Malheur: Wegen der Hitze, die die Scheinwerfer abstrahlten, schaltete sich die Sprinkleranlage ein, so dass alle Darsteller pitschnass wurden! (Es gibt noch weitere Fehler, aber damit soll’s gut sein.)

Kuriosa

Eine weibliche Version der Kreatur war in Planung, wurde aber nicht realisiert, ganz einfach deshalb, weil sich schon zwei Männer (entweder Ferguson und Joe oder Ferguson und die Kreatur) um eine Frau balgten – und dann noch eine Frau ins Getümmel zu werfen? Apropos Frauen: jack Arnold versuchte sein Glück bei Lori nelson, indem er sich das Motelzimmer neben ihrem reservieren ließ UND darauf bestand, dass ihre Tür unverschlossen sei… Sie trickste ihn aus, indem sie ihre Friseuse bei sich schlafen ließ. Übrigens wurde der Film in Indien wegen Nelsons aufreizender Bademode zensiert.

Ebenso wie in Film 3 stammte ein hoher Anteil der Musik von einem gewissen Henry Mancini, der später mit der Filmmusik zu „Der rosarote Panther“ unsterblich wurde. Leider wurde er nicht im Abspann aufgeführt, sondern nur sein Abteilungsleiter. (Es gäbe noch viele weitere lustige und interessante Details, aber damit will ich es bewenden lassen.)

Bestnote!

5) Audiokommentar zu „Das Ungeheuer ist unter uns“
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Der Journalist und Filmkritiker Tom Weaver unterhält sich mit dem Filmfan und Filmhistoriker Bob Burns. Alle Unterwasserszenen, in denen das Wesen zu sehen ist, sind aus Film 1 und 2 entnommen! Offensichtlich sollte hier so billig wie möglich produziert werden. Dafür spricht auch die Szene mit dem Puma: alles aus dem Archiv der Universal. Ungenannt ist wieder mal Henry Mancini, der fast eine halbe Stunde Filmmusik beitrug, vor allem zu den schönen Unterwasserszenen.

Der Skriptautor Ross, den Weaver interviewte, wollte die Kreatur aus dem Dschungel holen und zeigen, wie sich ihre menschliche Hälfte verhält. Das erinnert Weaver an H.G. Wells’ Horror-SF-Roman „Die Insel des Dr. Moreau“, in dem die Titelfigur Tieren durch diverse Methoden menschliche Wesenszüge und Intelligenz verleiht, mit fatalen Folgen. Wie auch immer: Ross’ Intention kollidierte mit den gestelzten pseudo-wissenschaftlichen Dialogen über eben dieses „Uplifting“ der Kreatur zu einem Superwesen. Denn diesem hehren Anliegen könnte die relativ erwachsene Eifersuchts- und Dreiecksgeschichte zwischen dem Ehepaar Barton und wechselweise Morgan oder Grant oder der Kreatur in die Quere. Story? Welche Story?

Neben zahlreichen Personalia werden wieder mal lustvoll Fehler aufgezeigt. In den finalen Mordszene sehen wir die Kreatur mit Dr. Barton auf einem Balkon seines Hauses. Dieser Balkon hat erst Blumentöpfe, dann in der nächsten Aufnahme keine mehr. Irgendjemand in der Filmcrew muss wohl gemerkt haben, dass diese Töpfe einem Sturz übers Geländer im Wege waren…

Ebenso interessant zu wissen: Eine Zeile aus dem Skript wurde gestrichen, wonach Dr. Barton seine Frau Peggy – sie ist lebenshungrig, aber doch meist demütig gegenüber ihrem Gatten (was sich auch in der Rechtslage der Ehefrau der damaligen Zeit widerspeigelte) – ebenso formen wollte, wie er die Kreatur formt. Das ergibt durchaus Sinn, ist aber ein sehr erwachsener Gedanke für ein junges Filmpublikum – zu erwachsen, wie sich herausstellte. Er wurde gestrichen.

Note: 4 von 5 Punkten. Der Charme und die Beiträge von Lori Nelson fehlen zur Bestnote.

6) Interview mit Jack Arnold (auf DVD 3)
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In diesem Interview, das sich anhand der miesigen Filmmaterialqualität auf Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre datieren lässt, verrät der Meister, wie er arbeitete. Er war fest beim Studio Universal angestellt, bis 1958 fast alle guten Leute entlassen wurden. Die Folge der Festanstellung: Er musste drehen, was das Studio wollte, nicht was er sich wünschte. Universal produzierte 60 Filme pro Jahr und Arnold trug davon immerhin fünf bei. (Zieht man Xmas und Urlaub ab, und teilt man die restlichen 10 Monate durch fünf, erhält man, dass Arnold nur zwei Monate pro Film Zeit hatte – ziemlich knapp.) Das Studiosystem – falls es eines gibt – funktioniere heute völlig anders. Außerdem gilt: Waren früher Leute wie Jack Warner und Louis B. Mayer (MGM) am Ruder, die etwas vom Filmhandwerk verstanden, so steuern heute Rechtsanwaälte und Controller die Konzerne.

Aber das alte System gab jungen Talenten wie Clint Eastwood (Debüt in „Die Rache des Ungeheuers“), Rock Hudson und Tony Curtis Chancen, durch die Schauspielschule entsprechende Fertigkeiten zu erwerben. Doch heute (= ca. 1975) werden Filme für 12- bis 24-Jährige von gleichaltrigen Regisseuren gedreht, die folglich über wenig Erfahrung verfügen. Damals gab es zwar lausige Drehbucher, aber das zwar die eingespielte Crew von Arnolds Mitarbeitern dazu, sich etwas einfallen zu lassen. Er sei überrascht, dass man die Filme nach 20 Jahre (= 1975) immer noch sehen wolle.

Höchst interessant sind Arnolds Pläne, die leider allesamt scheiterten. Er wollte Remakes der drei Creature-Filme drehen, außerdem Doyles „Die versunkene Welt“ (The Lost World) drehen und bis zum letzten Atemzug arbeiten. Er starb 75-jährig am 17. März 1992. Das Interview wird von Filmplakaten und Fotos der Dreharbeiten umrahmt.

Alles in allem belegt das umfangreiche Bonusmaterial, dass diese Collection die Bezeichnung „Sammleredition“ – die sie gar nicht beansprucht – durchaus verdient.

Unterm Strich
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Von den drei Filmen fand ich nur Nr. 1 und Nr. 3 interessant, und nur Nr. 1 wusste wirklich zu gefallen. Hier gibt es jede Menge Action, wundervolle Unterwasseraufnahmen, ein attraktives Hauptfigurenduo und eine wirklich gelungene Kreatur. Die Patzer, die im Audiokommentar zur Sprache kommen, fallen dabei kaum auf.

Das Bonusmaterial weiß aufgrund der Audiokommentare und des Interviews mit dem Regisseur Jack Arnold auf ganzer Linie zu überzeugen und macht diese Collection zu einem Sammlerobjekt. Hinzukommen seltenes Bildmaterial, Originaltrailer und sogar Super8-Filmfassungen (mit bescheidener Bild- und Tonqualität). Mehr kann man bei solch alten Filmen, auch wenn sie Kult sind, nicht verlangen, ohne in akademische Höhen abzuirren.

Allenfalls ein Booklet wäre noch denkbar, aber den Standardinhalt solcher Booklets finden sich in den Audiokommentaren und Bildergalerien. Übrigens liegen die Audiokommentare und das Interview in nicht untertiteltem Englisch vor, sind also nur für Hörer mit guten bis sehr guten Englischkenntnissen verständlich.

Fazit: Für Sammler und Fans lohnender Kult in astreiner Bildqualität, für alle anderen wohl eher nicht so interessant. Vier von fünf Sternen.

Michael Matzer (c) 2008ff
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
schesa1983
schesa1983, 15.03.2008
LG Sabrina
Tut_Ench_Amun
Tut_Ench_Amun, 13.03.2008
LG vom Ollen
schnecke10
schnecke10, 13.03.2008
Lg Claudia
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Produktbeschreibung Jack Arnold Monster Collection (DVD) von Koch Media

 
Allgemeine Informationen Jack Arnold Monster Collection
EAN: B000VLD9JC
gelistet seit: 10.03.2008
Hersteller: Hersteller: Koch MediaKoch Media, www.kochmedia.de
weitere Koch Media Spielfilm Paket Science Fiction
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