Seat Leon Testbericht

Seat-leon
Abbildung beispielhaft
ab 43,50
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von G-Punkt

Seat Leon Cupra R – Porschekiller oder Opaauto?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit, den Seat Leon Cupra R probezufahren. Drei Stunden lang scheuchte ich ihn über die verwinkelten Straßen des Odenwaldes und konnte mir so ein Bild über seine Leistungsfähigkeit machen.

Technisches
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Aus 1,8 Litern Hubraum mobilisieren 210 Pferdestärken die Kraft, die die beiden Vorderräder des Cupra R antreiben. Das sind zwar 8 PS weniger als bei meinem Subaru Impreza GT, trotzdem fühlte es sich mehr an. Das mag daran liegen, daß er eben durch den fehlenden Allrad-Antrieb das bessere Leistungsgewicht hat. Aber nicht nur die pure Kraft war besser, sondern auch die Art wie er diese Kraft entfaltete. Da gab es kein Ruckeln, keine Aussetzer – einfach perfekt. Sein maximales Drehmoment von 270 Nm soll angeblich zwischen 2100 und 5000 Umdrehungen anliegen. Dieses breite Drehzahlband kam mir vor der Fahrt sehr optimistisch bemessen vor, doch als ich das erste Mal Gas gab, bestätigten sich diese Traumwerte. War das erste, im Vergleich zum Impreza minimale, Turboloch überstanden, kam die Kraft gleichmäßig in eben diesem Drehzahlbereich auf die Straße – ein wahrer Genuß. Die 7,2 Sekunden, die von 0 auf 100 gebraucht werden sollen, kamen mir so viel kürzer vor.
Ein Ende des Vorschubs ist erst bei 237 km/h erreicht. Diese Angabe aus den Papieren erreichte ich auch auf der Autobahn. Auch bei diesen hohen Geschwindigkeiten lag der Leon gut auf der Straße, ohne große Unregelmäßigkeiten. Der sechste Gang tat hier sein Übriges.

Straßenlage
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Richtig Spaß macht es aber eben doch erst auf der Landstraße. Und je enger und kurvenreicher die Wege sind, desto besser. Hier macht der Leon trotz des fehlenden Allrads eine starke Figur. Weder übersteuern noch untersteuern kann man ihm entlocken, einziges Manko: in schnell gefahrenen Kurven wird er etwas schwammig. Trotzdem ist es kein Problem, ihn in der Spur zu halten, das Fahrwerk ist sehr gut ausbalanciert.
Auch Grip-Probleme beim Anfahren gibt es kaum, da haben bei weitem schlechter motorisierte Fahrzeuge größere Schwächen gezeigt.
Absoluter Glanzpunkt ist aber die Bremsanlage von Brembo. So ein energisches Eingreifen habe ich bisher bei meinem Auto immer vermißt, hier ist es einfach erquickend. Bis Mitte des Jahres 2003 gibt es dieses Bremspaket im Wert von 2800 € übrigens kostenlos dazu, wenn man sich einen Leon Cupra R kauft.

Innenraum
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Wie es sich für einen Sportwagen gehört, gibt es auch im Innenraum einiges zu entdecken, was das Rennfahrerherz höher schlagen läßt. Am Wichtigsten und Auffälligsten sind die Recaro Sportsitze. Diese umschlingen den Körper nicht ganz so wie im Subaru, bieten aber dennoch sehr guten Seitenhalt und sehen zudem sehr gut aus.
Des weiteren gibt es weiß unterlegte Tachoinstrumente, deren farbliche Gestaltung in den Seat Sport Farben silber und rot allerdings Geschmackssache sind. Der Bordcomputer gibt Auskunft über die wichtigsten Daten, wie man es auch beim normalen Leon gewohnt ist. Restkilometer, Durchschnittsgeschwindigkeit und der beim Cupra schmerzliche Durchschnittsverbrauch (ca. 12 l Super Plus) werden beispielsweise angezeigt.
Steuern tut man das Auto mit einem griffigen Lederlenkrad mit roten Nähten und den Aluminium-Pedalen, die die sportliche Note des Innenraums abrunden.
Ansonsten sieht es innen genauso aus wie in allen anderen Leons oder Toledos. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Materialien wirken hochwertig. Ein bißchen mehr Alu oder Karbon hätte ihm trotzdem gut getan. Einzig die Türgriffe innen werden sehr schnell abgenutzt und wirken unschön. Das darf nicht passieren.
Die Klimaanlage und das Soundsystem sind auf dem aktuellen stand der Technik, nichts Überwältigendes, aber durchaus ausreichend.

Außenansicht
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Das Design des Leon ist Geschmackssache. Mir gefällt es sehr gut, andere können dem Wagen nichts abgewinnen. Fakt ist aber, daß das Facelift des Jahres 2003 das Auto um einen Quantensprung nach vorne gebracht hat. In der Front wurden die Lufteinlässe geändert und sportlicher gestaltet, der wichtigste Pluspunkt. Um das Seat-Emblem wurde die Öffnung leicht abgeflacht, was um einiges dynamischer wirkt. Am Heck ist der Leon-Schriftzug nun Subaru-typisch mittig angebracht, was dem Auto mehr Eleganz verleiht und auch die Heckschürze wurde überarbeitet und wirkt nun nicht mehr so klobig.
An der dynamischen Seitenansicht haben die Designer zum Glück nichts geändert. Wunderschön mutet die geschwungene C-Säule an, die großen 18-Zoll-Felgen im OZ-Look geben dem Auto ein bulliges Aussehen.

Preis
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Durch die Preisharmonisierung hat Seat den Obulus für den Cupra neulich um 2000 € gesenkt, dazu kommt das Brembo-Paket im Wert von 2800 €, so daß der derzeitige Preis von 23000 € um knapp 5000 € günstiger ist als normal. Allerdings nur bis Mitte des Jahres, dann kommt ein neuer, stärkerer Motor auf den Markt und mit ihm die alten Preise.
Wem das zuviel ist, der kann sich auch aus dem TopSport-Sortiment bedienen. Die bis zu 180 PS starken Löwen gibt es dann auch mit Allrad und sogar in einer 150-PS-Diesel-Ausführung. Seat hat für sportlich ambitionierte Fahrer also ganz schön was zu bieten und da auch beim TopSport die Frontansicht überarbeitet wurde, sind auch diese Modelle attraktiver geworden.

Fazit
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Das Nonplusultra bleibt trotzdem der Cupra. Eine derartige Leistungsentfaltung habe ich bisher nur im Impreza WRX STi erlebt und der fährt mit seinen 265 PS eh in einer anderen Liga. Durch den zur Zeit so günstigen Preis bin ich ernsthaft am Überlegen, meinen geliebten Rallye-Japaner abzugeben und mir statt dessen dieses Geschoß zu kaufen. Braucht zufällig grad jemand einen 99er Impreza GT? ;-)

Frank Göpfert

24 Bewertungen