Die fetten Jahre sind vorbei (DVD) Testbericht




ab 6,79 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von schalkman
Kreuzzug gegen den Kapitalismus
Pro:
gute schauspielerische Leistung; gute Präsentation (Kamera, Regieführung, Story, Sound)
Kontra:
Hintergrund der Jungs bleibt leider im Dunkeln
Empfehlung:
Ja
1. Einleitung
===============
Tja, ist schon eine ganze Weile her, dass ich das letzte mal über einen Film geschrieben habe: Das letzte mal war im Jahr 2002, am 25sten Mai, um ganz genau zu sein. Grund genug sich mal wieder zu einem Filmbericht durchzuringen. Am letzten Super-Kino-Dienstag stand für uns „Die fetten Jahre sind vorbei” auf dem Programm, denn dieser Film lief in unserem Provinzkino erst Mitte Januar an und wurde auch nur eine oder zwei Wochen lang gespielt (deshalb die große Verspätung). Aber nun zum Film...
2. Handlung
===============
„Die fetten Jahre sind vorbei” oder „Sie haben zu viel Geld – Die Erziehungsberechtigten”, das steht in den Briefen, die Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) nachts in den Häusern reicher Leute hinterlassen. Natürlich bleibt es bei diesen nächtlichen „Hausbesuchen” nicht nur beim Briefeschreiben – Es werden Möbel verrückt, Fernseher und Stereoanlagen im Haus versteckt und Sammelgegenstände werden „mißhandelt”, geklaut wird aber (fast) nichts.
Doch was sollen diese Aktionen der beiden Freunde? Sie befinden sich mit ihrem blauen Uralt-VW-Bus auf einer Art Kreuzzug gegen die Ungerechtigkeit der Welt und so sind die Reichen mit ihren Traumvillen in Berlin die ersten Opfer. Da Peter jede Alarmanlage knacken kann und die Daten eines Yachtklubs besitzt, können die beiden ohne weiteres in jedes Haus des Edelviertels einsteigen ohne von den Besitzern gestört oder der Alarmanlage ertappt zu werden.
Peters Freundin Jule (Julia Jentsch) muss sich derweil mit ganz anderen Problemen herumschlagen: Nachdem sie auf der Autobahn mit ihrem kleinen, alten Auto in den Luxuswagen des Top-Managers Hardenberg (Burghart Klaußner) gefahren ist und einen Totalschaden angerichtet hat, schiebt sie eine Schuldenlast von 100.000 Euro vor sich her, die die Versicherung nicht übernimmt, da sie schon seit Monaten von Jule kein Geld gesehen hat.
Mehr oder weniger spontan beschließen Jan und Jule in Hardenbergs Haus einzusteigen während Peter für einige Tage verreist ist. Das Haus scheint verlassen, die Alarmanlage ist auch ohne Peter schnell deaktiviert und Jan und Jule machen das, was die zwei Jungs immer gemacht haben, doch sie will noch einen Draufsetzen und das Sofa in den Pool des Hauses werfen – dabei kommt es zu einem Techtelmechtel zwischen Jan und Jule – kurz bevor sie aus der Villa verduften können kommt allerdings Hardenberg nach Hause und wird von den beiden mit einem beherzten Hieb ins Reich der Träume versetzt. Die beiden stehen vor einem Problem...
... und rufen Peter an. Zu dritt schleifen sie Hardenberg in den VW-Bus und fahren mit ihm quer durch Deutschland bis sie schließlich in den Alpen ankommen, wo Jules Onkel eine kaum benutzte Berghütte besitzt, in der sie die kommenden Tage mit Hardenberg verbringen. Dieser erzählt ihnen nach und nach von seiner Jugend und Studienzeit (ja, er war auch ein 68er), doch seine Erzählung endet mit den Worten „und irgendwann ertappst du dich in der Wahlkabine dabei wie du dein Kreuz bei der CDU machst...”.
Nach und nach gewinnt man den Eindruck, dass sich Hardenberg mit seinen Entführern identifizieren kann, ihr Vertrauen gewinnt und ihnen das seinige auch schenkt. Währendessen brodelt es in der Dreiecksbeziehung Jan-Jule-Peter gewaltig, Liebe und Freundschaft scheinen zu zerbrechen. Über allem steht die Frage wie es weitergeht mit Hardenberg und wie die Zukunft der drei aussieht...
Mehr zum Ende sag ich an dieser Stelle nicht, nur dass es sehr gut...
3. Schauspieler
===============
Daniel Brühl, seit „Good Bye Lenin!” (GBL) wohl der bekannteste deutsche Jungschauspieler kann wie schon in GBL überzeugen, wenngleich ihm die Rolle des etwas abgedrehten Revolutzers Jan nicht so gut auf den Leib geschrieben wie die von Alex aus GBL. Trotzdem ist Brühls Leistung überzeugend, denn besonders in den Szenen, die Emotionen starke Emotionen beinhalten (Liebesszenen mit Jule; Konflikt mit Peter wegen Jule), lässt er sein Talent aufblitzen.
Stipe Ergec, spielt die Rolle des unberechenbaren Peter sehr gut. Hin und Her gerissen zwischen Liebe (zu Jule) und Freundschaft (zu Jan) verkörpert er den Charakter des Peter sehr überzeugend. Besonders den inneren Konflikt und die Unberechenbarkeit Peters wird dramaturgisch glaubwürdig von ihm umgesetzt.
Julia Jentsch, die im Film die Jule nimmt wird auf zwei Weisen gezeigt: Als auf Hochglanz polierte Edelkellnerin und als einfach Studentin, wobei ihr die zweite Rolle viel besser steht. Durch ihre natürliche Schönheit und ihr großes Talent bringt sie die leicht ökologisch angehauchte Globalisierungsgegnerin und Revolutzerin sehr glaubwürdig rüber. Sie ist vielleicht die schauspielerische Entdeckung des Films – sowohl die von einem Schicksalsschalg getroffene Frau wie auch die Zerissenheit in der Liebe und den Streit mit Hardenberg nimmt man ihr ab.
Burghart Klaußner, spielt Hardenberg, den Gegenpart zu Jan und Peter, auch bekannt aus GBL, wo er den Vater spielte. Auch diese Rolle hat mit Klaußner eine perfekte Besetzung gefunden. Die Rückverwandlung eines Kapitalisten in einen 68er vermittelt er dem Zuschauer sehr gut, vielleicht sogar zu gut, man wird am Ende von Hardenberg sehr enttäuscht sein...
4. Fakten
===============
Deutschland 2004
Regie: Hans Weingartner
Buch: Katharina Held & Hans Weingartner
Länge: ca. 126 Minuten
Freigegeben ab 12 Jahren
http://www.diefettenjahre.de
5. Kritik
===============
„Die fetten Jahre sind vorbei” ist einer der Filme, die man im Kino sieht und von ihnen auf Anhieb begeistert ist. Das liegt wohl am stimmigen Gesamtbild, das Regisseur Hans Weingartner zeichnet. Die perfekte Wahl der Schauspieler (lediglich Brühl hätte vielleicht noch ersetzt werden können, da er seit GBL für mich einen zu braven Ruf genießt), der absolut passende Soundtrack und nicht zuletzt die Kameraführung, die in diesem Film sogar irgendwie „mitspielt”.
Für die musikalische Untermalung des Films sorgen teilweise bekannte Bands wie Depeche Mode oder Placebo, doch man hat sich bei diesem Film nicht auf einige wenige Musiker beschränkt, sondern wählte aus einer langen Liste von Liedern für jede Szene das passende aus. Auf dem Soundtrack zum Film finden sich 32 Lieder von 30 Interpreten, also sehr abwechslungsreich. Man hat sich Gott sei Dank nicht auch nur auf eine Musikrichtung festelegt – Es wird alles quer Beet und passend zu Situation und Person eingespielt.
Die Kamera wirkt an passenden Stellen im Film wie eine Handkamera – verwackelt und etwas unscharf, doch die entsprechenden Szenen sind mit Bedacht gewählt und so macht die Kameraführung nichts kaputt, sondern spielt mit. Besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhand eine Szene in der Hütte in den Alpen, bei der die Kamera aus der Dunkelheit des Raums in die taghelle Umgebung getragen wird. Die Szene wirkt in diesen wenigen Sekunden genauso wie ein Amateurfilm der späten 60er, der plötzliche Lichtwechel lässt das Bild kurz ganz hell werden und erst langsam wird alles wieder scharf und farbig – man fühlt sich in diesem Moment ins Jahr 1968 zurückversetzt, den Studentenaufständen ganz nache, so glaubwürdig und echt wirkt diese Szene.
Die Story an und für sich schreitet langsam voran, kann auf einen echten Höhepunkt verzichten und das ganz ohne langweilig zu werden. Großartige Nebenrollen kommen in dem Film nicht vor, die vier Hauptcharaktere werden so stark thematisiert, dass dies alle 126 Minuten gut ausfüllt. Schade finde ich nur, dass der Hintergrund von Jan und Peter so blass bleibt. Von Jule weiß man, dass sie auf Lehramt studiert und nebenher Kellnert, dass Hardenberg Top-Manager ist, ist auch klar, nur die beiden Jungs bleiben im Dunkeln – Es ist zwar anzunehmen dass sie studieren, doch es wird zu keiner Zeit im Film erwähnt. Ebenso fehlen Schlüsselereignisse, die ihre Systemabneigung begründen ähnlich wie bei Jule.
6. Fazit
===============
„Die fetten Jahre sind vorbei” ist wohl einer der besten Streifen, die ich in letzter Zeit im Kino gesehen habe. Der Film besticht nicht durch große Action à la Hollywood, sondern durch Dialoge und Story, wirkt dadurch glaubwürdig und gut. Von Anfang bis Ende denkt man, dass jetzt ein Einbruch in der Qualität des Films kommen müsste, doch er bewegt sich auf konstant hohem Niveau und versteht es den Zuschauer sehr gut zu involvieren. Einzige Schwäche sind die beiden Jungs, deren Hintergrund unklar bleibt, daher vier Sterne und eine klare Empfehlung. Holt euch am besten die DVD, die im Juni 2005 erscheint, denn in den meisten Kinos ist der Film leider schon abgelaufen...
===============
Tja, ist schon eine ganze Weile her, dass ich das letzte mal über einen Film geschrieben habe: Das letzte mal war im Jahr 2002, am 25sten Mai, um ganz genau zu sein. Grund genug sich mal wieder zu einem Filmbericht durchzuringen. Am letzten Super-Kino-Dienstag stand für uns „Die fetten Jahre sind vorbei” auf dem Programm, denn dieser Film lief in unserem Provinzkino erst Mitte Januar an und wurde auch nur eine oder zwei Wochen lang gespielt (deshalb die große Verspätung). Aber nun zum Film...
2. Handlung
===============
„Die fetten Jahre sind vorbei” oder „Sie haben zu viel Geld – Die Erziehungsberechtigten”, das steht in den Briefen, die Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) nachts in den Häusern reicher Leute hinterlassen. Natürlich bleibt es bei diesen nächtlichen „Hausbesuchen” nicht nur beim Briefeschreiben – Es werden Möbel verrückt, Fernseher und Stereoanlagen im Haus versteckt und Sammelgegenstände werden „mißhandelt”, geklaut wird aber (fast) nichts.
Doch was sollen diese Aktionen der beiden Freunde? Sie befinden sich mit ihrem blauen Uralt-VW-Bus auf einer Art Kreuzzug gegen die Ungerechtigkeit der Welt und so sind die Reichen mit ihren Traumvillen in Berlin die ersten Opfer. Da Peter jede Alarmanlage knacken kann und die Daten eines Yachtklubs besitzt, können die beiden ohne weiteres in jedes Haus des Edelviertels einsteigen ohne von den Besitzern gestört oder der Alarmanlage ertappt zu werden.
Peters Freundin Jule (Julia Jentsch) muss sich derweil mit ganz anderen Problemen herumschlagen: Nachdem sie auf der Autobahn mit ihrem kleinen, alten Auto in den Luxuswagen des Top-Managers Hardenberg (Burghart Klaußner) gefahren ist und einen Totalschaden angerichtet hat, schiebt sie eine Schuldenlast von 100.000 Euro vor sich her, die die Versicherung nicht übernimmt, da sie schon seit Monaten von Jule kein Geld gesehen hat.
Mehr oder weniger spontan beschließen Jan und Jule in Hardenbergs Haus einzusteigen während Peter für einige Tage verreist ist. Das Haus scheint verlassen, die Alarmanlage ist auch ohne Peter schnell deaktiviert und Jan und Jule machen das, was die zwei Jungs immer gemacht haben, doch sie will noch einen Draufsetzen und das Sofa in den Pool des Hauses werfen – dabei kommt es zu einem Techtelmechtel zwischen Jan und Jule – kurz bevor sie aus der Villa verduften können kommt allerdings Hardenberg nach Hause und wird von den beiden mit einem beherzten Hieb ins Reich der Träume versetzt. Die beiden stehen vor einem Problem...
... und rufen Peter an. Zu dritt schleifen sie Hardenberg in den VW-Bus und fahren mit ihm quer durch Deutschland bis sie schließlich in den Alpen ankommen, wo Jules Onkel eine kaum benutzte Berghütte besitzt, in der sie die kommenden Tage mit Hardenberg verbringen. Dieser erzählt ihnen nach und nach von seiner Jugend und Studienzeit (ja, er war auch ein 68er), doch seine Erzählung endet mit den Worten „und irgendwann ertappst du dich in der Wahlkabine dabei wie du dein Kreuz bei der CDU machst...”.
Nach und nach gewinnt man den Eindruck, dass sich Hardenberg mit seinen Entführern identifizieren kann, ihr Vertrauen gewinnt und ihnen das seinige auch schenkt. Währendessen brodelt es in der Dreiecksbeziehung Jan-Jule-Peter gewaltig, Liebe und Freundschaft scheinen zu zerbrechen. Über allem steht die Frage wie es weitergeht mit Hardenberg und wie die Zukunft der drei aussieht...
Mehr zum Ende sag ich an dieser Stelle nicht, nur dass es sehr gut...
3. Schauspieler
===============
Daniel Brühl, seit „Good Bye Lenin!” (GBL) wohl der bekannteste deutsche Jungschauspieler kann wie schon in GBL überzeugen, wenngleich ihm die Rolle des etwas abgedrehten Revolutzers Jan nicht so gut auf den Leib geschrieben wie die von Alex aus GBL. Trotzdem ist Brühls Leistung überzeugend, denn besonders in den Szenen, die Emotionen starke Emotionen beinhalten (Liebesszenen mit Jule; Konflikt mit Peter wegen Jule), lässt er sein Talent aufblitzen.
Stipe Ergec, spielt die Rolle des unberechenbaren Peter sehr gut. Hin und Her gerissen zwischen Liebe (zu Jule) und Freundschaft (zu Jan) verkörpert er den Charakter des Peter sehr überzeugend. Besonders den inneren Konflikt und die Unberechenbarkeit Peters wird dramaturgisch glaubwürdig von ihm umgesetzt.
Julia Jentsch, die im Film die Jule nimmt wird auf zwei Weisen gezeigt: Als auf Hochglanz polierte Edelkellnerin und als einfach Studentin, wobei ihr die zweite Rolle viel besser steht. Durch ihre natürliche Schönheit und ihr großes Talent bringt sie die leicht ökologisch angehauchte Globalisierungsgegnerin und Revolutzerin sehr glaubwürdig rüber. Sie ist vielleicht die schauspielerische Entdeckung des Films – sowohl die von einem Schicksalsschalg getroffene Frau wie auch die Zerissenheit in der Liebe und den Streit mit Hardenberg nimmt man ihr ab.
Burghart Klaußner, spielt Hardenberg, den Gegenpart zu Jan und Peter, auch bekannt aus GBL, wo er den Vater spielte. Auch diese Rolle hat mit Klaußner eine perfekte Besetzung gefunden. Die Rückverwandlung eines Kapitalisten in einen 68er vermittelt er dem Zuschauer sehr gut, vielleicht sogar zu gut, man wird am Ende von Hardenberg sehr enttäuscht sein...
4. Fakten
===============
Deutschland 2004
Regie: Hans Weingartner
Buch: Katharina Held & Hans Weingartner
Länge: ca. 126 Minuten
Freigegeben ab 12 Jahren
http://www.diefettenjahre.de
5. Kritik
===============
„Die fetten Jahre sind vorbei” ist einer der Filme, die man im Kino sieht und von ihnen auf Anhieb begeistert ist. Das liegt wohl am stimmigen Gesamtbild, das Regisseur Hans Weingartner zeichnet. Die perfekte Wahl der Schauspieler (lediglich Brühl hätte vielleicht noch ersetzt werden können, da er seit GBL für mich einen zu braven Ruf genießt), der absolut passende Soundtrack und nicht zuletzt die Kameraführung, die in diesem Film sogar irgendwie „mitspielt”.
Für die musikalische Untermalung des Films sorgen teilweise bekannte Bands wie Depeche Mode oder Placebo, doch man hat sich bei diesem Film nicht auf einige wenige Musiker beschränkt, sondern wählte aus einer langen Liste von Liedern für jede Szene das passende aus. Auf dem Soundtrack zum Film finden sich 32 Lieder von 30 Interpreten, also sehr abwechslungsreich. Man hat sich Gott sei Dank nicht auch nur auf eine Musikrichtung festelegt – Es wird alles quer Beet und passend zu Situation und Person eingespielt.
Die Kamera wirkt an passenden Stellen im Film wie eine Handkamera – verwackelt und etwas unscharf, doch die entsprechenden Szenen sind mit Bedacht gewählt und so macht die Kameraführung nichts kaputt, sondern spielt mit. Besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhand eine Szene in der Hütte in den Alpen, bei der die Kamera aus der Dunkelheit des Raums in die taghelle Umgebung getragen wird. Die Szene wirkt in diesen wenigen Sekunden genauso wie ein Amateurfilm der späten 60er, der plötzliche Lichtwechel lässt das Bild kurz ganz hell werden und erst langsam wird alles wieder scharf und farbig – man fühlt sich in diesem Moment ins Jahr 1968 zurückversetzt, den Studentenaufständen ganz nache, so glaubwürdig und echt wirkt diese Szene.
Die Story an und für sich schreitet langsam voran, kann auf einen echten Höhepunkt verzichten und das ganz ohne langweilig zu werden. Großartige Nebenrollen kommen in dem Film nicht vor, die vier Hauptcharaktere werden so stark thematisiert, dass dies alle 126 Minuten gut ausfüllt. Schade finde ich nur, dass der Hintergrund von Jan und Peter so blass bleibt. Von Jule weiß man, dass sie auf Lehramt studiert und nebenher Kellnert, dass Hardenberg Top-Manager ist, ist auch klar, nur die beiden Jungs bleiben im Dunkeln – Es ist zwar anzunehmen dass sie studieren, doch es wird zu keiner Zeit im Film erwähnt. Ebenso fehlen Schlüsselereignisse, die ihre Systemabneigung begründen ähnlich wie bei Jule.
6. Fazit
===============
„Die fetten Jahre sind vorbei” ist wohl einer der besten Streifen, die ich in letzter Zeit im Kino gesehen habe. Der Film besticht nicht durch große Action à la Hollywood, sondern durch Dialoge und Story, wirkt dadurch glaubwürdig und gut. Von Anfang bis Ende denkt man, dass jetzt ein Einbruch in der Qualität des Films kommen müsste, doch er bewegt sich auf konstant hohem Niveau und versteht es den Zuschauer sehr gut zu involvieren. Einzige Schwäche sind die beiden Jungs, deren Hintergrund unklar bleibt, daher vier Sterne und eine klare Empfehlung. Holt euch am besten die DVD, die im Juni 2005 erscheint, denn in den meisten Kinos ist der Film leider schon abgelaufen...
24 Bewertungen, 2 Kommentare
-
14.02.2009, 17:57 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichDa hast du dir ein SH verdient. LG MST
-
10.05.2005, 22:29 Uhr von MissKultig
Bewertung: sehr hilfreichDu musst das Buch zum Film lesen, da werden alle Hintergründe der beiden Jungs erklärt und erläutert und analysiert *g* Toller Bericht übrigens ... Ich bin ganz deiner Meinung, außer das mit Daniel Brühl *g* MFG ... Anni
Bewerten / Kommentar schreiben