Indonesien Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von mibod
Geliebte der Götter
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Man nennt sie „Die Geliebte der Götter“ und für uns war sie einfach nur das Paradies: Bali. Nach unserem Stopover in Singapore ging es direkt zu dem Eiland im Indonesischen Inselreich. Nach kurzem 2-stündigem Flug landeten wir sicher auf dem Flughafen von Denpasar.
Nach der Regelung eines kleinen Problems (unser Fahrer war nicht da) kamen wir wohlbehalten in unserem Hotel „Risata Bali Resort“ im äußersten Bereich von Kuta an. Das Hotel war perfekt für Leute die etwas ab vom Trubel sein wollten; unser einziges Problem war der doch recht weite Fußweg zum Strand... (Anbieter: East Asia Tours, Singapore Airlines)
Bali ist ein Eldorado für Kultursuchende! In unserem 15-tägigem Aufenthalt unternahmen wir insgesamt 5 geführte und 3 selbstständige Touren! Aufregender waren natürlich die Touren in Eigenregie, da wir auf diese Weise die Insel besser für uns „neu entdecken“ konnten. Wir mieteten uns dafür einen Roller, der von Tour zu Tour besser ausgerüstet war. Im nachhinein war es natürlich sehr gewagt mit diesen Schesen zu fahren. In einem war Bali allerdings ungeschlagen: Sicherheit. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl ein Risiko einzugehen (wenn man vom Straßenverkehr mal absieht) oder krimineller Art.
Auf unserer eigenen Tour fuhren wir u.a. zur Halbinsel Nusa Dua und dem darauf liegendem Tempel von Uluwatu. Diese Fahrt ist sehr zu empfehlen. Die Eindrücke sind aber schwer mit Worten zu beschreiben und würde wohl den Platz hier sprengen. Das wohl markanteste von Bali ist das intensive Grün der Vegetation und der Reisterassen Wir haben in all unseren Urlauben noch nie eine so umfassende, landwirtschaftliche Umgebung gesehen! In Berlin hatten wir bereits Touren gebucht, u.a. eine Fahrt zum „Muttertempel“, die Manufakturen der Insel, der wohl wichtigste Tempel von Tanah Lot und die ältesten Tempel der Insel ausgesucht.
Über jede Tour zu berichten würde zu weit führen, daher möchte ich nur das wichtigste loswerden. Abzuraten ist eigentlich nur von der Tour zu den Manufakturen, da diese fast ausschließlich als Verkaufsfahrt ausgerichtet ist. Da wir uns zusätzlich nicht wie „typische Deutsche“ benommen haben (die aus falscher Scham immer was kaufen müssen), war die Gastfreundschaft nicht sehr weit...
Das wohl beeindruckendste Erlebnis war die Bootsfahrt zu den Ureinwohnern Balis. Diesen Tipp hatte ich vorab von einem Arbeitskollegen bekommen. Das Makabere an diesen Ureinwohnern ist, dass diese ihre Verstorbenen mit freiliegenden Köpfen begraben! Es gab auf diesem Friedhof aber keinen typischen Verwesungsgeruch. Von unserem Führer (den wir für etwas „Kleingeld“ zu diesem „Umweg“ überredet hatten) erfuhren wir, dass im Jahr ca. 20 Leute dieses Dorf aufsuchen und davon fast ausschließlich Indonesier. Wir kamen uns danach natürlich sehr elitär vor. Verrückt war auch die Anfahrt zum Dorf, dass man ausschließlich mit dem Boot erreichen konnte, da es sich an einer Steilwand eines Vulkansees befand. Die Überfahrt dauerte ca. 1 ½ Stunden. Dieses Dorf (es heißt übrigens Trunyan, für die Unerschrockenen) ist einmalig mitsamt seinen Ritualen! Auch wenn von den Reiseanbietern Touren zu den „Bali Aga“ (Ureinwohner) angeboten werden, handelt es sich dabei immer um kommerzielle Dörfer im Hinterland.
Abschließend möchte ich noch das wichtigste Highlight nennen, welches kein Balitourist verpassen darf: den Besuch einer „Cremation“ (Verbrennungszeremonie) Wem die eben geschilderte „Ur-Kultur“ zu grausig empfindet, kann sich zumindest die Beerdigungszeremonie der ländlichen hinduistischen Bevölkerung ansehen. In Bali ist das Sterben wie in allen hinduistischen Glaubensgebieten kein trauriges Ereignis, es ist vielmehr Freude über das Erreichen der nächsten Hindu-Stufe. Es wird Gamelan-Musik gespielt und jeder Tourist wird so empfangen als würde er zur Familie gehören. Es werden Getränke gereicht und Jasmin-Zigaretten geraucht. Als Abschluss wird der Leichnam in einer prachtvoll geschmückten Sargpyramide durch den Ort getragen und schließlich am Abschlussplatz verbrannt. Es mag für einen Europäer fremd klingen, wer aber diese „Beerdigung“ nicht besucht hat, hat Bali nicht wirklich erlebt. Wenn es für uns nicht noch so vieles in der Welt zu entdecken gäbe, würden wir auf jeden Fall wieder kommen. Wir empfehlen allen Balientdeckern, die meinen Bericht bis hierhin verfolgt haben, euch selbstständig zu machen und diese „Geliebte der Götter“ auf eigene Faust zu erkunden!
Nach der Regelung eines kleinen Problems (unser Fahrer war nicht da) kamen wir wohlbehalten in unserem Hotel „Risata Bali Resort“ im äußersten Bereich von Kuta an. Das Hotel war perfekt für Leute die etwas ab vom Trubel sein wollten; unser einziges Problem war der doch recht weite Fußweg zum Strand... (Anbieter: East Asia Tours, Singapore Airlines)
Bali ist ein Eldorado für Kultursuchende! In unserem 15-tägigem Aufenthalt unternahmen wir insgesamt 5 geführte und 3 selbstständige Touren! Aufregender waren natürlich die Touren in Eigenregie, da wir auf diese Weise die Insel besser für uns „neu entdecken“ konnten. Wir mieteten uns dafür einen Roller, der von Tour zu Tour besser ausgerüstet war. Im nachhinein war es natürlich sehr gewagt mit diesen Schesen zu fahren. In einem war Bali allerdings ungeschlagen: Sicherheit. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl ein Risiko einzugehen (wenn man vom Straßenverkehr mal absieht) oder krimineller Art.
Auf unserer eigenen Tour fuhren wir u.a. zur Halbinsel Nusa Dua und dem darauf liegendem Tempel von Uluwatu. Diese Fahrt ist sehr zu empfehlen. Die Eindrücke sind aber schwer mit Worten zu beschreiben und würde wohl den Platz hier sprengen. Das wohl markanteste von Bali ist das intensive Grün der Vegetation und der Reisterassen Wir haben in all unseren Urlauben noch nie eine so umfassende, landwirtschaftliche Umgebung gesehen! In Berlin hatten wir bereits Touren gebucht, u.a. eine Fahrt zum „Muttertempel“, die Manufakturen der Insel, der wohl wichtigste Tempel von Tanah Lot und die ältesten Tempel der Insel ausgesucht.
Über jede Tour zu berichten würde zu weit führen, daher möchte ich nur das wichtigste loswerden. Abzuraten ist eigentlich nur von der Tour zu den Manufakturen, da diese fast ausschließlich als Verkaufsfahrt ausgerichtet ist. Da wir uns zusätzlich nicht wie „typische Deutsche“ benommen haben (die aus falscher Scham immer was kaufen müssen), war die Gastfreundschaft nicht sehr weit...
Das wohl beeindruckendste Erlebnis war die Bootsfahrt zu den Ureinwohnern Balis. Diesen Tipp hatte ich vorab von einem Arbeitskollegen bekommen. Das Makabere an diesen Ureinwohnern ist, dass diese ihre Verstorbenen mit freiliegenden Köpfen begraben! Es gab auf diesem Friedhof aber keinen typischen Verwesungsgeruch. Von unserem Führer (den wir für etwas „Kleingeld“ zu diesem „Umweg“ überredet hatten) erfuhren wir, dass im Jahr ca. 20 Leute dieses Dorf aufsuchen und davon fast ausschließlich Indonesier. Wir kamen uns danach natürlich sehr elitär vor. Verrückt war auch die Anfahrt zum Dorf, dass man ausschließlich mit dem Boot erreichen konnte, da es sich an einer Steilwand eines Vulkansees befand. Die Überfahrt dauerte ca. 1 ½ Stunden. Dieses Dorf (es heißt übrigens Trunyan, für die Unerschrockenen) ist einmalig mitsamt seinen Ritualen! Auch wenn von den Reiseanbietern Touren zu den „Bali Aga“ (Ureinwohner) angeboten werden, handelt es sich dabei immer um kommerzielle Dörfer im Hinterland.
Abschließend möchte ich noch das wichtigste Highlight nennen, welches kein Balitourist verpassen darf: den Besuch einer „Cremation“ (Verbrennungszeremonie) Wem die eben geschilderte „Ur-Kultur“ zu grausig empfindet, kann sich zumindest die Beerdigungszeremonie der ländlichen hinduistischen Bevölkerung ansehen. In Bali ist das Sterben wie in allen hinduistischen Glaubensgebieten kein trauriges Ereignis, es ist vielmehr Freude über das Erreichen der nächsten Hindu-Stufe. Es wird Gamelan-Musik gespielt und jeder Tourist wird so empfangen als würde er zur Familie gehören. Es werden Getränke gereicht und Jasmin-Zigaretten geraucht. Als Abschluss wird der Leichnam in einer prachtvoll geschmückten Sargpyramide durch den Ort getragen und schließlich am Abschlussplatz verbrannt. Es mag für einen Europäer fremd klingen, wer aber diese „Beerdigung“ nicht besucht hat, hat Bali nicht wirklich erlebt. Wenn es für uns nicht noch so vieles in der Welt zu entdecken gäbe, würden wir auf jeden Fall wieder kommen. Wir empfehlen allen Balientdeckern, die meinen Bericht bis hierhin verfolgt haben, euch selbstständig zu machen und diese „Geliebte der Götter“ auf eigene Faust zu erkunden!
6 Bewertungen, 1 Kommentar
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02.03.2002, 14:11 Uhr von Angel
Bewertung: sehr hilfreichhihi,der Fahrer war warscheinlich 2 Stunden später da(mit pünktlichkeit haben sie es ja nicht so)Bin von Bali so begeistert das ich darüber eine HP gemacht habe.Sehr schöner Bericht,würdest du ihn für meine HP zur Verfügu
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