Viele Hobby-Filmer würden gerne einmal ihr filmisches Talent mit einer der sündhaft teuren Camcorder unter Beweis stellen, die professionelle Kameraleute verwenden. Dank Canon können sich ambitionierte Hobbyfilmer nun mit dem XL-1S den Traum vom Profigerät zu einem vertretbaren Preis erfüllen. Auch ich hatte die Möglichkeit mir den Traum im Rahmen eines kleinen Film-Projektes zu erfüllen, die etwas schwerer und größer geraden ist als so mancher anderer Camcorder im MiniDV-Bereich. Der Preis liegt bei ca. 5.300,- Euro. Die XL-1S ist der große Bruder der XL-1 und deswegen taucht sie auch in dieser Kategorie auf, sie unterscheidet sich nur in eingene winzigen Detail und im Preis, denn der große Bruder kostet ca. 500,- Euro mehr
Technik
Drei CCDs mit jeweils 1/3 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 320.000 Pixeln sorgen beim XL-1S für eine ausgezeichnete Bildqualität. Interessant ist das »Clear Scan«-Feature, durch das der Camcorder flimmerfrei von Computermonitoren abfilmt. Die Aufnahmen werden auf MiniDV Kassetten aufgezeichnet, die in Längen von bis zu 80 Minuten im Handel erhältlich sind. Auch der Audioteil der Kamera kann überzeugen. Durch vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, Samplingraten von bis zu 48 Kilohertz bei 16 Bit und Stereoaufzeichnung lässt sich die Audioaufnahme an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Das mitgelieferte Objektiv bietet u.a. ein 16fach-Zoom und eine Brennweite von 5,5 bis 88 Millimeter. Die Unterschiede zu der Optik des Vorgängers XL-1 beschränken sich auf einen verbesserten optischen Bildstabilisator, der nun Wackelfrequenzen bis zu 25 Hertz ausgleichen kann. Dank der Wechseloptiken lassen sich auch andere Objektive von Canon nutzen. Die umfangreiche Menüführung bietet unter anderem so genannte "Custom Presets", in denen sich die Kamera für verschiedene Benutzer individuell konfigurieren lässt und die Einstellungen abspeichern lassen, was auch recht nützlich ist für unterschiedliche Anforderungen. Darüber hinaus wurde der Weißabgleich um zwei Speicherplätze für manuelle Abgleiche erweitert.
Praktische Erfahrungen
Die Handhabung des immerhin knapp drei Kilogramm schweren Geräts erweist sich als erstaunlich simpel. Eine mitgelieferte Schulterstütze sorgt dafür, dass die Tragehand entlastet wird, ein Schultergurt verhindert, dass die Kamera versehentlich zu Boden fällt. Die wichtigsten Bedienelemente wie Zoomwippe oder die Tasten am Objektiv sind gut zu erreichen. Sämtliche Displays verfügen zudem über eine zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung. Das Zoom lässt sich mit der Wippe exakt und stufenlos steuern. Als sehr lästig erwies sich die langsame Reaktionszeit des Autofokus. Dadurch waren bei schnellen Fokuswechseln des Öfteren Unschärfen auf dem Film wahrzunehmen. Wir haben uns im Laufe der Zeit mehr und mehr damit angefreundet den Fokus manuell zu steuern, was sowieso besser ist. Die Akku-Laufleistung wird mit ca. 2 Stunden in der Bedienungsanleitung angegeben, was nicht ganz mit den Standard-Akkus bei uns erreicht wurde, optional hat man aber die Möglichkeit stärkere Akkus erwerben. An Schnittstellen bietet die Canon-Kamera sowohl Cinch-Audio- und Videobuchsen als auch einen Firewire-Anschluss zur schnellen Datenübertragung an einen Rechner.
mitgeliefertes Zubehör: (Lieferumfang)
16x Zoomobjektiv XL 5,5-88 mm IS II
Mikrofon
Schulterstütze
Schulterriemen
Kompaktnetzladegerät
Standard-Akku BP 930
S-Videokabel
Stereo-Videokabel
Scart-Adapter
Fernbedienung, welche sich aber nur zum Abspielen eignet
Fazit
Die Canon XL-1S bietet sowohl Profi- als auch Hobbyfilmern umfangreiche Features und eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität. Der Preis mag zwar hoch erscheinen, ist aber angesichts der Qualität der Kamera mehr als angemessen. Unser Projekt hat durch die Qulität voll eingeschlagen, und ich denke mit einer anderen Kamera wäre wir nicht so schnell und komfortabel fertig geworden.
Technische Daten:
Custom Preset
[Bildkontrolle in 4 unterschiedlichen Typen: Farbamplitude, Farbphase, Bildschärfe und Schwarzwert lassen sich in bis zu 13 Schritten wählen und auf 3 Speicherplätzen ablegen]
Custom Keys
[auf 2 Tasten lassen sich individuelle 2 von 9 Funktionen speichern und abrufen]
Zebra Pattern
[Einstellungen in 5 Schritten möglich]
White Balance
[manuell auf 3 Speicherplätzen]
Gain Control
[in 7 Schritten möglich; -3 bis +30 dB]
Starkes Stück., 25.06.2002
Die XL 1 S ist der Nachfolger der XL 1. Als wesentliche Änderung kann man sagen, dass die Stabilisierungsfunktion aufbereitet wurde. Wenn sie eingeschaltet ist merkt man den Unterschied zum Vorgängermodel auf den ersten Blick. Im Lauf aufgenommene Bilder werden deutlich (!) ruhiger. Als ob man mit einer...
Testbericht über Canon XL1 lesen
Yopi-Autor:
Sedad
Bewertung:
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