Aldi Schupfnudeln Pfannenfertig Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Zubereitung:  sehr schwierig

Erfahrungsbericht von Mammamia

Buabespitzle, ein Schelm wer was falsches denkt!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bei uns gab es heute endlich einmal wieder Sauerkraut mit Schupfnudeln, oder wie man bei uns sagt, Buabespitzle und Kaiserbraten. Das Sauerkraut hatte ich schon gestern gekocht, aus Zeitmangel griff ich heute zu fertigen Schupfnudeln von Aldi. Selbstgemachte (Rezept am Ende des Berichtes) schmecken zwar eindeutig am besten doch sie sind leider auch recht arbeitsintensiv, daher heute die von Aldi.


In einer durchsichtigen Kunststoffverpackung warten 500 Gramm Schupfnudeln auf ihre Zubereitung. Der Foliendeckel sitzt recht fest, aber mit Hilfe eines Messers, kam ich dann doch an den Inhalt. Neben den Angaben zur Zubereitung, den Zutaten und Brennwerten, findet sich auch ein Bild von goldgelben Schupfnudeln in der Pfanne auf der Verpackung. Die eher unscheinbare Verpackung bekommt durch eine blaue Umrandung wenigstens etwas Farbe. Auch der grüne Punkt, (hier allerdings schwarz) darf nicht fehlen, ein Gütesiegel weist auf Deutsche Herkunft hin. Ansonsten ist noch ein Lagerungshinweis und das Verfallsdatum zu finden.

Nicht jeden Leser interessieren die aufgedruckten Angaben über Zutaten, Zubereitung und Nährwerten, wer es doch wissen will, kann nach meinem Rezept die Liste einsehen.

Normalerweise erfolgt die Zubereitung der Schupfnudeln in einer Pfanne, wir sind aber 7 Personen und immerhin 3 Päckchen Schupfnudeln warten auf ihre Verarbeitung. Auch soll das Sauerkraut danach noch mit den Schupfnudeln gemeinsam im Schmalz geschwenkt werden, daher benutze ich einen sehr großen beschichteten Topf. Schweinschmalz rein, erhitzen und Schupfnudeln dazu. Nach guten 7 Minuten bekamen sie eine leichte Färbung. Über den Geruch kann ich wenig sagen, entweder rochen sie neutral oder der Schweineschmalz war stärker im Geruch. Sauerkraut dazu und alles zusammen leicht angebräunt, hmmmmmmm das riecht jetzt aber lecker.

Geschmacklich waren die Schupfnudeln wirklich gut, etwas weich im Biss, aber nicht pampig. Müsste ich den Geschmack definieren so würde ich sagen, er liegt so irgendwie zwischen Nudeln und Kartoffeln. Man schmeckt hier einfach nicht klar eine Kartoffel, aber logischerweise auch keine Nudel. Die Größe der „Kartoffelnudel“ ist genau richtig, mit einem Haps ist sie im Mund.

Auch meiner Familie haben die Schupfnudeln sehr gut geschmeckt. Ich höre noch meine Tochter sagen: „Die hast du aber nicht selbst gemacht!“ Hm, war das Lob oder Kritik? Und für wen das Lob und für wen die Kritik? Ok, ich denke hier kommt es auf meine Meinung an, und mir haben sie recht gut geschmeckt.

°° Woher kommt der Name °°

Der Name Schupfnudeln kommt von dem schwäbischen Wort \"Schupfen\", was sinngemäß etwa \"wegstoßen\" bedeutet.


°° REZEPT FÜR SCHUPFNUDELN °°

Zutaten für 4 - 5 Personen Arbeitszeit ca. 1 Stunde + Kochzeit der Kartoffeln und Garzeit der Schupfnudeln

1 KG festkochende Kartoffeln
4 Eier
1 KG Mehl + Mehl für die Arbeitsfläche und Hände
ca., 3 – 4 TL Salz
ca., 1 Prise Pfeffer
ca., ½ TL Muskat
Butter, besser aber Schmalz zum Anbraten

Was braucht man noch?

Schüssel für den Teig
bemehlte Arbeitsfläche
großen Kochtopf
Nudelsieb
Pfanne
Schaumlöffel oder ähnliches
falls vorhanden Spätzlepresse


Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen (wer hat im vitaminschonenden Dampfkochtopf), schälen und ab durch die Spätzlepresse. Auskühlen lassen.
Gesiebtes Mehl, Kartoffeln, Eier, Muskat, Salz und Pfeffer in einer Schüssel zu einem festen Teig kneten. Vorsicht, die Teigmasse klebt ungemein - immer wieder Hände und Schüsselboden mit Mehl bestreuen. Ordentlich durchkneten und Geschmack überprüfen (darf nicht fade sein) - ggf. noch etwas Salz zugeben. Den fertigen Teig mindestens 20 Minuten ruhen lassen.
Anfertigung der Schupfnudeln:

Die Arbeitsfläche mit ordentlich Mehl bestreuen und eine kleine Schüssel mit Mehl füllen. Vom Teig mit dem Messer etwa eine große Handvoll abtrennen und mit den vorher bemehlten Händen zu einer Wurst von ca. 2-3 cm Durchmesser rollen. Die Teigrolle mit dem Messer in ca. 1 cm breite Stückchen schneiden.
Mit den gut bemehlten Händen nun ein Stückchen des Teiges zwischen den Handflächen mehrmals kräftig rollen und in die mit Mehl gefüllte Schüssel hineinfallen lassen (\"Schupfen\"). Die Schupfnudeln sollten so ihre typische Form mit dickem Bauch und spitzen Enden bekommen, das ganze erfordert zwar etwas Übung, die Form hat aber zum Glück keine Auswirkung auf den Geschmack ;-). Die Schupfnudeln aus der Schüssel auf die bemehlte Ablage legen und die nächsten Nudeln fertigen. Zwischendurch Hände immer wieder bemehlen, der Teig klebt wirklich ungemein.
Zubereitung:

Jeweils etwa 20 der angefertigten Schupfnudeln in einem großen Kochtopf mit kochendem Salzwasser und einem Schuss Öl geben, kurz vorsichtig umrühren, damit die Schupfnudeln nicht am Boden ankleben. Nachdem die Nudeln ca. 30 Sekunden oben schwimmen können sie mit einem geeigneten Werkzeug entnommen werden und sollten dann mit kaltem Wasser angeschreckt werden, da sie sonst unschön zusammenkleben. Etwas Butter über die Nudeln kann auch nicht schaden, dann kleben die Nudeln auch beim Einfrieren nicht so zusammen.
Wer die Schupfnudeln als Beilage verwenden will sollte sie in ordentlich Butte oder Schmalz mit etwas Pfeffer und Salz goldbraun anbraten und sofort servieren.

Alternativ kann man sie auch zusammen mit Sauerkraut, Kümmel, Salz, Pfeffer und Speck braten, was dann als eigenständiges Gericht auch über die Grenzen des Schwabenländles hinaus bekannt ist.


Kleiner Tipps:

-Schupfnudeln können problemlos eingefroren werden.
-Am besten gelingen Schupfnudeln mit neuen Kartoffeln, die schon am Vortag gekocht werden.
-Je nach Kartoffelart sollte auf jeden Fall genügend Mehl bereit gehalten werden, da der Teig ständig nachzieht
-Zum Anbraten eignet sich Schweineschmalz am besten - vorher kurz sehr heiß erhitzen und dann Kochstelle auf etwa 2/3 der Temperatur abkühlen lassen.

°° Wie versprochen hier die Zubereitung der Pfannenfertigen °°

In einer Pfanne, Butter oder Öl erhitzen, Kartoffelnudeln hineingeben und 5-10 Minuten bei vorsichtigem Wenden goldbraun anbraten.
Köstlich als Mahlzeit mit Sauerkraut oder als Beilage zu Fleischgerichten.
°Süß°: mit Zucker und Zimt bestreuen dazu Kompott oder Apfelmus servieren.

°° Zutaten °°

81 % Speisekartoffeln
Weizenmehl
Speisestärke
Speisesalz
Trinkwasser
Sonnenblumenöl
Volleipulver
Verdickungsmittel
Guarkernmehl
Säuerungsmittel
Citronensäure
Gewürze

°° Nährwerte für je 100g °°

Brennwert 706 kj = 167 kcal
Eiweiß 3,1 g
Kohlenhydrate 31g
Fett 3,4 g
100g = 2,6 BE

°° Fazit °°

Wer Schupfnudeln mag, sich aber nicht so viel Arbeit machen möchte, liegt mit den Schupfnudeln von Aldi genau richtig. Der Preis von 1,49 Euro für 500 Pfannenfertige Buabespitzle ist absolut gerechtfertigt. Geschmacklich sind sie recht gut, wobei ich, wie schon oft geschrieben, die Selbstgemachten bevorzuge. Eine Weiterempfehlung kann ich eindeutig aussprechen.

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