Pro:
gesund, bequem, hygienisch, möchte es nicht missen
Kontra:
kein, im Gegenteil, wenn ich mal in einem fremden Bett schlafen muss, ist es einfach kein Schlafen mehr!
Empfehlung:
Ja
Es gibt zwar eine Kategorie: Wasserbetten für Hunde. Aber Wasserbetten für Menschen, allg., hab ich nix gefunden. Deshalb.....schreib ich`s hier `rein....
Hallo zusammen!
Ich gebe es zu. Ich gehöre zu einer Minderheit. Ich bin „Bettler“, und zwar Wasser-Bett`ler.
An welchen Ort verbringen wir die meisten Zeit unseres Lebens?
Im Schlafzimmer – noch genauer – im Bett!
Geht man davon aus, daß wir durchschnittlich 7 Stunden am Tag schlafen und z.B. 80 Jahre alt werden, dann verbringen wir rund 23 Jahre im Bett. Wow – das muß man sich mal vorstellen.
Berücksichtigt man diese Tatsache, so erhält der normalerweise simple Vorgang des Bettenkaufs ein völlig neue Dimension. Die meisten Menschen machen sich wohl mehr Gedanken bei der Urlaubsplanung, als bei der richtigen Auswahl der Liegestätte. Ich gehörte auch dazu.
Nun kam es, das mich vor ca. 2 Jahre eine gute Freundin und Ihre Familie dem Thema Wasserbett näher brachten. Erst skeptisch und mit den üblichen Vorurteilen beladen, dann immer neugieriger werdend, setzte ich mit dem Thema Wasserbett mehr und mehr auseinander. Schon damals kam ich zu der Überzeugung. Es gibt nichts Besseres als Wasserbetten.
Vor gut einem halben Jahr, mußte ich mich wegen partnerschaftspezifischen Veränderungen ;o) nach einer neuen Wohnung umsehen und anschließend einrichten. Ein Bett fehlte. Was lag also näher, meine Überzeugung umzusetzen und mir ein Wasserbett zu kaufen. Da ich zu dieser Zeit mit meinen finanziellen Mitteln etwas sparsamer umgehen mußte, habe ich mich für ein günstigeres „Auslauf-Modell“ entschieden (hihi, Wortspiel *g* ).
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Was erwartet Euch nun, wenn Ihr diesen Bericht weiterlest. Hier ein kleiner Überblick und dann lege ich los:
- Historisches
- Die Vorteile
- Wasserbetten-Typen
- Matratzen-Typen < br>
- Der Aufbau
- Der Preis
- Fragen, die mir am meisten gestellt wurden
- Fazit
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+++++ Historisches +++++
Schon ca. 3000 v.Chr. soll ein persisches Völkchen auf mit Wasser gefüllten Ziegen- oder Schafsfellen genächtigt haben, erzählte mir mein Wasserbettenverkäufer. Wenn das so ist, dann könnte man Noah auch als Erfinder der Tier-Transporte nennen. Ich nahm diese verkäuferische Weisheit nicht so ernst.
Tatsächlich war es wohl so, daß vor gut 150 Jahren sog. Invaliden-Wassermatratzen in der Medizin erprobt wurden.
Findige Geschäftsleute versuchten kurz darauf diese revolutionäre Idee des „Aufdemwasserschlafens“ kommerziell zu nutzen. Es mangelte jedoch zu dieser Zeit , das muß so um 1880 gewesen sein, an den erforderlichen Materialien , um dem Wasserbett zum Durchbruch zu verhelfen.
In den 30ern verwendete man mit Wasser gefüllte Tanks, welche man mit Folien abdeckte. Dies sollte als Liegestätten für Patienten dienen und sie vor Dekubitus, also dem Wundliegen, schützen.
Erst in den 60ern entstand das eigentliche, heute bekannte Wasserbett aus den Versuchen junger Designer Neues zu entwerfen.
++++ Die Vorteile ++++
1. Optimale Durckverteilung
Einer der wesentlichsten Vorteile der Wassermatratze ist die gleichmäßige Druckverteilung auf den Körper. Während bei normalen Federkernmatratzen sich der Körper an die Matratze anpaßt, ist es beim Wasserbett umgekehrt:
Die Matratze paßt sich an den Körper an.
Dies beruht auf dem Verdrängungsprinzip. Schwerere Körperpartien (Schulter, Pops, Füße, Kopf) verdrängen das Wasser in der Matratze. Das verdrängte Wasser muß nun irgendwo hin und füllt die Stellen auf, an denen weniger Körperdruck herrscht (Nacken, Rückgrat, Hüften bei Seitenlage..., Kniekehlen....). Ergebnis: eine vollkommen gleichmäßige Stützung de s ganzen Körpers, also immer die anatomisch optimale Lage.
Der Effekt:
Wir legen uns ins Bett und schlafen. Jedoch nicht ganz. Unser Körper ist quasi mit empfindlichen Sensoren ausgestattet, die auch arbeiten wenn wir schlafen. Sobald eine Körperstelle zu lange zu viel Druck ausgesetzt wurde, die Durchbluten leicht gestört wird, wird der Befehl zur Verlagerung gegeben. Wir wälzen uns. Dies geschieht durchschnittlich 60-80 Mal pro Nacht, auch wenn wir es nicht merken. Diese Verlagerungen werden durch Wasserbettmatratzen auf ca. 15-25 Mal reduziert. Ein ruhigerer Schlaf findet statt.
2. Das gleichmäßig temperiertes Bett
In der Regel sind Wasserbetten beheizt. Die Temperatur kann zwischen 26 und 38 Grad gewählt werden. Stellt Euch vor, Ihr legt Euch im Winter ins Bettchen und Euer Körper muß nicht erst die Pumpe auf Volltouren bringen, damit ein angenehme Bettemperatur entsteht.
Der Effekt:
a) Die Wohlfühltemperatur ist bereits beim Zubettgehen vorhanden. Der Körper muß nicht mehr arbeiten um diese zu erreichen und kann gleich in die Schlafphase eintreten, ohne das kalte Bett aufheizen zu müssen. Das bedeutet schnellere Einschlafzeiten.
b) In den frühen Morgenstunden läuft unser Körper auf „Sparflamme“ , eine leichte Abkühlung findet statt. Auch hier hilft die „Bettheizung“ unserem Körper eine konstante Temperatur zu halten. Beides ( a und b) wirkt sich positiv auf die so notwendige Tiefschlafphase aus. Also: schneller einschlafen, länger tief-schlafen.
c) Wärme ist gut für Muskulatur und Entspannung, wenn sie der Körper nicht selbst erzeugen muß.
3. Hygiene
Das Wasser in der Matratze ist durch einfache Beigabe eines Spezialmittels absolut keimfrei. Die Matratzen selbst bestehen aus einem leicht zu reinigendem Kunststoff. Es reicht ein Pflegemittel und ein Lappen. Der Matratzenbezug ist abnehmbar und kann in den meisten Fällen selbst gewaschen werden. Ich habe leider einen nicht-teilbaren Überzug für ein Doppelbett und festgestellt, daß das für meine kleine Waschmaschine zuviel ist. Also mein Tipp: Wenn – dann teilbare Matratzenbezüge.
Auch die Bett-Heizung trägt zu Hygiene bei. Wir verlieren pro nach bis zu 1 ltr. Körperschweiß, der sich in den „herkömmlichen“ Matratzen richtig schön einsaugt. Natürlich schwitzen wir auch im Wasserbett. Jedoch die Heizung sorgt dafür, daß dieser wieder verdunstet. Keine Chance für Keime und Bakterien.
Milben gehören zu unseren natürlichen Parasiten. Zu Milliarden bewohnen sie unsere Körper und die Gegenstände, welche mit unseren Hautschuppen übersät sind. Nun bietet das Wasserbett schon mal weniger Lebensraum für unsere Mitbewohner, außer sie könnten unter Wasser atmen.
Der Blasebalg-Effekt:
Herkömmlich Matratzen neigen dazu, wie ein Blasebalg zu wirken. Bei jedem Rollen oder Wälzen „pustet“ die Matratze eine Menge Staub, Schuppen und Milbenkot in die Luft.
Bei Wasserbetten ist das nicht so – Allergiegeplagte schwören drauf.
++++ Wasserbetten-Typen ++++
Soweit ich in Erfahrung bringen konnte unterscheidet man drei Wasserbetten-Typen:
1. Die einfache Wassermatratze, ohne Rahmen
2. Hardside-Wasserbetten. Der Bettrahmen besteht aus einem harten Material, wie z.B. Holz oder Metall, jedoch oft abgepolstert.
3. Softside-Wasserbetten. Hier besteht der Bettrahmen aus einem weicherem Schaumstoffmaterial.
++++ Wassermatratzen-Typen ++++
1. Bei Doppelbetten gibt es zwei Varianten. Entweder man entscheidet sich für eine Kammer, dann könnte es sein, daß der Partner jede Bewegung des anderen mitbekommt. Oder man entscheidet sich für das Zweikammern-Prinzip, dann sind die Bewegungen des „Nachbarn“ kaum wahrnehmbar. (Ich hab sowas ;o) )
2. Jeder weiß: Wasserbetten schwingen nach. Doch auch hier hat man sich etwas einfallen lassen. Es gibt mittlerweile über 8 Dämpfungs-Stufen, was nichts anderes bedeutet, als daß man sich sogar den „Nachschwing-Effekt“ aussuchen kann. Stufe 1 ist quasi Wasserbett-pur-super-Schwing. Stufe 8 fühlt sich an wie eine Gel-Füllung und schwingt kein bißchen. Ich selbst habe mich für Stufe 4 ( schwingt ca. 2 Mal) und Stufe 6 (schwingt höchsten einmal) entschieden.
++++ Der Aufbau ++++
...am Beispiel eines Softside-Zweikammern-Bettes (weicher Rahmen)
Der Sockel , also der Träger des Bettes, besteht in der Regel aus Holz.
Auf einer Grundplatte, welche auf dem Sockel ruht, beginnt der eigentliche Bett-Aufbau. Der Softside-Rahmen wird mit einer wasserdichten Folie ausgelegt. Zusammen bilden sie eine Art Wanne.
Auf dem „Grund“ der Wanne werden die Heizfolien ausgelegt und angeschlossen.
Es folgen die beiden Wassermatratzen (Zweikammernprinzip)
Darüber kommt der Matrazenüberzug, der mit einer dünnen Steppdecke zu vergleichen ist.
Ab jetzt geht es weiter, wie bei einem ganz normalem Bett.
++++ Der Preis ++++
Hier geht es los von 1500 DM für einfache Bettchen bis weit über 10.000 DM, für Luxusmodelle. Hängt auch von der Größe ab.
Ich habe ein Doppelbett, 1,80 b x 2 m l , und habe ca. 2.500 DM bezahlt.
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Nun haben einige meiner Bekannten und Freunde auch mitbekommen, daß ich mich in ein Wasserbettchen kuschele.
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Fragen, die mir am
meisten gestellt wurden
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F: Ist Weichliegen nicht sehr schlecht für die Wirbelsäule?
A: Ja. Das ist richtig. Aber weich ist nicht gleich weich. Auf einer weichen Matratze hängt man durch. Aber auf einem Wasserbett nicht. Hier ist die Druckverteil ung gleichmäßig, ein Durchhängen gibt es nicht. Die Lage ist optimal. (siehe oben)
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(Ihr glaubt es kaum aber auch diese Frage wurde mir gestellt)
F: Du liegst ja auf Wasser. Wasseradern sind ja so ungesund. Wie ist das bei Wasserbetten?
(Ich muß sagen, da mußte ich mich selbst erst schlau machen. Aber ich hab´s rausgefunden. Und ich bin mir sicher es ist auch so.)
A: Wasseradern sind fließende, kalte Gewässer, welche durch ihr Fließen ionisierende Strömungen erzeugen können. Bei stehenden, warmen Gewässern ist eher keine, bez. sogar eine abschirmende Wirkung zu erwarten. Man denke nur an Thermalbäder, Atomkraftwerke (Abschirmungstanks).
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F: Ist die Strom-Wasserheizung nicht teuer.
A: Leider kann ich dazu noch nichts Genaues sagen. Meine Freunde und auch der Verkäufer gaben mir allerdings fast die identische Antwort. Die Stromkosten pro Jahr betragen ca. 50 bis 100 DM.
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F: .....und bei Stromausfall?
A: Tja, bei mehr als zwei Tagen wird`s ein Problem. Dann wird nämlich das Wasser zu kalt und es wird ungemütlich. Aber bis zwei Tage, ist alles in Ordnung. (Hier muß ich mich auch auf die Aussage meines Verkäufers beziehen, weil ich ihm die selbe Frage gestellt habe. Tatsächlich beobachte ich das Thermostat und muß sagen, daß das Lämpchen kaum leuchtet, also die Wärmekapazität des Wasser ausreicht um Energie lange zu speichern.)
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F: Kann das Ding nicht auslaufen?
A: Obwohl ich ein Auslauf-Modell habe: Nein!!! Die eingearbeitete Folie wirkt vergleichbar einer Teichfolie und ist absolut wasserdicht.
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F: Wie lange dauert es, bis man sich an ein Wasserbett gewöhnt?
A: Auch hier kann ich nur aus eig ener Erfahrung sprechen. Ich habe gleich in der ersten Nacht wie ein Murmeltier geschlafen. Wahnsinn, wie super-bequem das war. Habe aber schon davon gehört, da man bis zu einer Woche braucht, um sich an das neue Schlafgefühl zu gewöhnen.
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++++ Mein Fazit: ++++
Ich habe es nicht bereut. Ich fühle mich wohl in meinem Wasserbettchen und außerdem bin ich Wasserman ;o).
Mein Wasserbett.....
..sorgt für eine optimal Druckverteilung auf den ganzen Körper. Ich liege perfekt in jeder Lage.
...läßt mich nicht so oft rumwälzen, ich schlafe ruhiger.
...ist temperiert. Ich schlafe früher ein und schlummere tiefer. Mein Körper wird weniger belastet.
...ist hygienisch.
...und erschwinglich.
...und verbraucht wenig Energie.
Meine Emfpehlung: Pro Wasserbett
Also dann, schlaft gut..dooyoo have fun?
Euer Thomas weiterlesen schließen
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