Pro:
schnelle Küche eben, vegetarisch
Kontra:
zu teuer
Empfehlung:
Ja
Normalerweise werden Dim Sums, was auf Deutsch „Herzenswonnen“ bedeutet, in einem Bambus-Dampfkorb zubereitet, was relativ einfach ist. Man benötigt dazu einen Wok, oder einen entsprechend breiten Topf, in den Wasser gefüllt wird. Der Bambus-Dampftopf wird mit den vorbereiteten Dim Sums hineingesetzt, Deckel drauf und im Dampf garen lassen. Das ist eine fettarme und vitaminschonende Zubereitung. Eine Soße wird extra zubereitet.
Im Normalfall hat natürlich nicht jeder in unseren Breiten einen Bambus-Dampftopf in der Küche stehen, es sei denn er oder sie ist ausgesprochener Asia-Küchenfan. Wobei sich eine solche Anschaffung nach den zumeist kalorien- und fettreichen Genüssen der Weihnachtstage sicher schnell bezahlt machen würde, denn nicht nur Dim Sums lassen sich darin ohne Fett zubereiten. Aber kommen wir zum Thema dieses Berichtes, nämlich zu den
Gefüllten Teigtaschen in Kokosmilch-Sauce von Maggi
Außenrum
Als Trocken-Fertiggericht sind 2 Portionen Dim Sum in einer Tüte verpackt, im oberen Teil das bekannte Maggi-Emblem, darunter ein relativ großer Schriftzug „Asia“ und darunter die Bezeichnung des enthaltenen Gerichtes.
Ein Foto des fertig zubereiteten Gerichtes, einige (nicht zu entziffernde, weil chinesische) Schriftzeichen und die Aufschrift 2 Portionen, 12 Minuten Kochzeit sind ebenfalls auf der Packungsvorderseite zu sehen.
Auf der Rückseite stehen die Zubereitungshinweise, ein Tipp zur Abwandlung des Gerichtes und die Inhaltsstoffe, sowie die Nährwertangaben.
Innendrin
Für die Inhaltsstoffefanatiker unter uns die Auflistung, alle anderen können unter Zubereitung weiter lesen.
Hartweizengrieß, Eier, Kokosnussmilchpulver (5,2%), pflanzliches Öl (gehärtet), Paniermehl, modifizierte Stärke, Trockenmilcherzeugnis, Aroma (mit Soja), Jodsalz, Zucker, Geschmacksverstärker (Mononatriumgluamat, Inosinat), Zwiebeln, Gemüsepaprika, Milchzucker, Milcheiweißerzeugnis, Black Fungus Pilze, Gewürze, Trockeneigelb, Säuerungsmittel Zitronensäure, Petersilie.
100g haben einen Brennwert von 102 kcal und enthalten 3,3 g Eiweiß, 15,7 g Kohlehydrate und 2,9 g Fett.
Somit schlägt eine Portion mit ca. 250 kcal zu Bauche.
Zubereitung
Einen Wok oder Topf mit 500 ml kaltem Wasser füllen und den Beutelinhalt einrühren. Dann ca. 12 Minuten ohne Deckel kochen lassen und ab und zu umrühren.
Zu Beginn ist das Ganze ziemlich flüssig, aber nach und nach verdickt sich die Soße und die enthaltenen Teigtaschen gehen etwas auf. Als Zubereitungstipp ist auf der Packung noch angegeben: 1 Möhre putzen, waschen und in Stifte schneiden, in einem El Butter andünsten, dann einen Tl Honig und die 500 ml Wasser hinzufügen.
Schon während der Zubereitung fällt auf: Die Trockenmasse duftet extrem nach Kokos, was eigentlich für die kantonesische Küche nicht typisch ist. Ich bin glückliche Besitzerin eines Dim Sum Dampftopfes und entsprechender Rezepte, bei keinem taucht Kokosmilch als Zugabe auf. Aber sei’s drum, ausprobieren kann nicht schaden!
Geschmack
Wie bereits bei der Zubereitung beschrieben, es duftet nicht nur nach Kokos, die Kokosmilch ist auch bei Geschmack vorherrschend. Wohl dem, der ein Kokosfan ist, alle anderen: Finger weg!
Nach dem 12minütigen Kochvorgang ist die Soße schön sämig und der Teig der Dim Sums noch bissfest. Die enthaltenen Masse ist allerdings undefinierbar und setzt sich meines Erachtens nach in der Hauptsache aus Paniermehl mit Gewürzen zusammen. Allerdings ist das Paniermehl recht gut gewürzt, das muss ich zugeben. Ich vermisse etwas Schärfe, aber das lässt sich ja durch Zugabe von etwas Sambal Oelek oder Harissa ausgleichen.
Fazit
Wer die originalen Dim Sums noch nicht kennt, für den ist die Zubereitung von Maggi sicher mal einen Versuch wert. Der Geschmack ist wie bereits beschrieben nicht schlecht. Wer Kokosnuss mag wird es lieben!
Die angegebene Portionenanzahl (2) ist etwas übertrieben. Als Vorspeise kommt es grade noch so hin, aber als Hauptgericht verwendet wird nur Eine/r davon satt. Als Fertiggericht für die schnelle Küche ist es auf jeden Fall empfehlenswert.
Für Vegetarier geeignet, die Veganer gehen wegen der enthaltenen Milch- und Eibestandteile wieder mal leer aus.
Der Preis hält sich mit 1,49 Euro (bei HL) meiner Meinung nach im oberen Bereich auf. Das gibt einen Punkt Abzug für das Preis/Leistungsverhältnis.
Ich persönlich werde das Produkt nicht mehr kaufen, aber das ist meine ganz persönliche Meinung, der Ihr Euch nicht anschließen müsst. Probiert es ruhig aus und bildet Euch Euer eigenes Urteil.
“Nichifan le ma” (Heute schon gegessen)? weiterlesen schließen
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