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Tests und Erfahrungsberichte
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Tour des Lebens (Lance Armstrong) - Tot geglaubte leben länger
5Pro:
beeindruckend geschrieben, emotionsgeladen, zieht den Leser in seinen Bann
Kontra:
???
Empfehlung:
Nein
Vorwort
Es ist der härteste Sportwettbewerb überhaupt, nach drei Wochen sind alle Fahrer am Ende ihrer Kräfte und nicht alle beenden es. Die Rede ist von der Tour de France, der bisherige viermalige Sieger Lance Armstrong überrascht von Jahr zu Jahr aufs Neue und zermürbt seine Gegner an Bergen, welche im Fernsehen flach aussehen und die wohl keiner von uns in solchen Zeiten erklimmen könnte. Er kam, sah und siegte – könnte man meinen, doch so ist es nicht. Er ist mein Sportidol überhaupt, nicht zu vergleichen mit Fußballstars oder sonstigen Sportlern. Auch nicht mit Michael Schumacher, welcher nur im Auto sitzt und seine Runden dreht. Dieser man hat es verdient ihm gehörigen Respekt entgegen zu bringen, woraus auch der eigentliche Sinn dieses Vorworts besteht.
Sein Buch „Tour des Lebens“ zeigt Dinge auf, an die man als normal Sterblicher mit einem gesunden Körper gar nicht denkt. Wer Lance Armstrong inzwischen immer noch nicht kennt hat wirklich Mitleid verdient. Auch als Desinteressierter bezüglich Sport sollte man zumindest schon mal von ihm gehört haben.
In dem 334 Seiten langen Buch von Lance Armstrong (zusammen mit der Co-Autorin Sally Jenkins verfasst) beschreibt er seinen Weg vom sportlichen Aufstieg, das abgrundtiefe Tal der Krebskrankheit, bis hin zum Sieg der Tour.
Entgegen meiner Gewohnheit werde ich jedes Kapitel (elf an der Zahl) einzeln beschreiben, da jedes eine eigene Lebensgeschichte bzw. Lebenserfahrung für sich beinhaltet.
Kapitel 1: Davor und danach
In dem ersten Kapitel wird von Lance beschrieben, wie er die Diagnose seiner Hodenkrebserkrankung gestellt bekam. Zuerst nahm er es noch relativ gelassen hin und dachte, dass er diese Krankheit ohne Probleme bekämpfen könne. Doch als er es erst einmal realisierte brach für ihn die ganze Welt zusammen. Anzumerken ist, dass er kein Detail seiner Erkrankung bis hin zur Diagnose auslässt. Er beschreibt, dass sein Hoden so dick wie eine Orange anschwoll und ging erst zum Arzt, als er ohne starke Schmerzen nicht mehr auf dem Fahrrad sitzen konnte. Denn häufig ist es so, dass man erste Anzeichen einer Erkrankung gar nicht erst wahrnimmt und Schmerzen selbst unterdrückt, wie Lance auch in diesem Kapitel beschreibt (dem ich auch zustimmen muss).
Kapitel 2: Die Startlinie
In diesem Teil des Buches wird der Leser in Lance Kindheit zurück versetzt, die er sehr genau beschreibt. Seinen Vater kannte er nicht, von seinem Stiefvater wurde er nicht gerade selten geschlagen, doch verstand er es, dass seine Mutter wegen der materiellen Unterstützung bei ihm blieb. Ohnehin spielte seine Mutter die größte Rolle in seiner Kindheit (und auch noch heute), die ihn in allen Belangen unterstützte und ihm immer wieder Mut zusprach. Als Jugendlicher versuchte er viele Sportarten und blieb nach dem erfolglosen Versuch Football zu spielen beim Schwimmen hängen, wo er nach hartem Training und einem harten Trainer auch recht erfolgreich war. Schließlich stieg er auf den Triathlon um (eine Kombination aus Schwimmen, Fahrradfahren und Laufen), bis er schließlich beim Radrennen landet. Der Leser erfährt, dass Lance in seiner Jugend ein Einzelgänger war, da Freunde nur durch materiellen Wert zu gewinnen waren, dem ihn seine Mutter nicht bieten konnte.
Kapitel 3: Ich gebe meine Mutter doch nicht an der Garderobe ab!
Ein wirklich mitreißendes Kapitel, in dem Lance den Weg zum Sieg der Radweltmeisterschaften beschreibt. Wieder einmal wird deutlich, dass er ohne die Unterstützung seiner Mutter keine Chance gehabt hätte. Von anderen wird er hier zum ersten Mal als arroganter Fahrer bezeichnet, er selbst hielt sich nach heutiger Sicht zur damaligen Zeit als Hitzkopf und starken Egoisten, wenn es um Fahrradrennen ging. Er rückt sich zum ersten Mal ins Rampenlicht des europäischen Radsports, welcher bis dato fast immer von den Europäern dominiert wurde.
Kapitel 4: Schock
Nach dem ersten Kapitel, in dem er seine Krankheit nur kurz anspricht, beginnt hier nun eine gemeinsame Leidenszeit des Lesers mit der Krankheit von Lance. In einer für mich unübertroffenen und doch simplen Ausdrucksweise wird man wirklich in seine Situation hineinversetzt. Letztendlich meint man fühlen und denken zu können, wie er in seiner Leidenszeit fühlte und dachte. Nach der Diagnose Hodenkrebs bekommt er schließlich das für ihn zerschmetternde Ergebnis, dass er Metastasen in der Lunge und Tumore im Gehirn hätte. Seine Überlebenschance sehen die Ärzte bei ca. 40 %, da der Krebs schon sehr weit fortgeschritten sei. Das diese Zahl nie und nimmer stimmt wird dem Leser durch Lance geschriebene Äußerungen ganz schnell klar.
Kapitel 5: Gespräche mit dem Krebs
Lance schildert hier sehr genau, wie er sich über verschiedene Behandlungsmethoden informiert. Ein Arzt möchte ihn schließlich so radikal mit der Chemotherapie voll pumpen, dass er ihm direkt verspricht nie wieder Radrennen fahren zu können. Ein für Lance niederschmetterndes Ergebnis und so macht ihm sein späterer guter Grund Dr. Nichols große Hoffnung, dass er den Krebs mit einer genau für ihn abgestimmten Chemotherapie überleben wird. Ein Kapitel, welches meiner Meinung nach sehr emotionsgeladen ist, da Lance hier auf seine Gefühle eingeht und den Leser so mit hinein reißt.
Kapitel 6: Chemo
Hier beschreibt Lance den Kampf mit dem Krebs und der Chemotherapie. Es gibt nicht viel zu sagen, außer dass mich dieses Kapitel wirklich immer wieder zu Tränen rührte. Voller Emotionen, der Leser ist mittendrin im Geschehen und kaum eine Zeile vergeht, in der man nicht Angst um den Kranken hat.
Kapitel 7: Kik
Nachdem Lance den Krebs erst einmal zu 50 % besiegt hat beschreibt er ein Gefühl ein anderer Mensch zu sein. Er geht sogar soweit, dass ihm die Krankheit wichtig gewesen wäre und etwas gegeben hätte. Aus einem ehemaligen egoistischen, kräftigen und überheblichen Radrennfahrer ist somit ein engagierter, einfühlsamer und schmächtiger Fahrer geworden.
So gründet er eine eigene Krebsstiftung, welche im späteren Verlauf ein jährliches Fahrradrennen veranstaltet und lernt dort Kik kennen, die später seine Frau wird. Auch wenn sie sich zuerst nicht so ganz grün waren ist zu erkennen, dass die beiden füreinander bestimmt waren und Lance die Chance wahrgenommen hat.
Kapitel 8: Zurück ins Leben
Zurück ins Leben, zurück in den Sattel seines Rennrads. Hier wird dem Leser sein harter und sehr steiniger Weg zurück ins Renngeschäft vermittelt. Da er sich entscheidet für seinen damaligen Rennstall Cofidis nicht mehr zu fahren (die ihn böse über den Tisch gezogen hatten) sucht er mit seinem Freund und Manager einen neuen. Doch dieser Weg schien im Endeffekt fast schon aussichtslos und nach mehreren erfolgslosen Comebackversuchen erklärte er sein Rennfahrerleben für beendet. Schließlich vermittelt er dem Leser jedoch spürbar, wie er sich wieder nach oben kämpft und eine neue Chance beim U.S. Postal Team erhält (und schließlich auch wieder mit seinem Leben dem Radrennsport verschmilzt und natürlich sehr hart trainiert). Des Weiteren wird dem Leser detailgetreu erzählt, wie seine Frau Kik und er ein Kind in die Welt setzen. Durch die Hodenkrebskrankheit und anschließende Chemotherapie unfruchtbar geworden beginnt eine Zeit des Zittern und Warten während ihrer künstlichen Befruchtung. Aus drei befruchteten Eizellen ist eine schließlich für ein Kind der beiden gut. Herzzerreißend, da sich der Leser richtig mitfreuen kann.
Kapitel 9: Die Tour
Wenn man es im Fernsehen sieht kann das Rennen in manchen Etappen so langweilig sein. Doch hier nimmt Lance den Leser mit auf eine Tour durch die Tour de France, bis hin zu seinem ersten Sieg dort. Beim Lesen des Kapitels hatte ich richtige Glücksgefühle, da ich dachte mittendrin zu sein. Kampf, Krampf, Geschick, Attacken und Glücksmomente, all das saugt der Leser regelrecht in sich auf, fühlt und kämpft mit Lance.
Kapitel 10: Luke
Ein Sohn, der Name Luke. Das Glück der beiden ist perfekt und Lance beginnt nach seiner Aussage nun erst (wieder) richtig zu leben. Fast alles dreht sich um seinen Sohn, seine Frau und den Radsport, sein Leben von diesen drei Dingen geprägt. Der Krebs rückt nach seiner Aussage immer mehr in den Hintergrund, hatte er inzwischen auch das erste kritische Jahr eines Rückschlags überwunden.
Kapitel 11: Die Zugabe
Dieses Kapitel ist erst in der zweiten Auflage des Buchs hinzugekommen, da er hier den Weg zu seinem zweiten Triumph und den Kampf mit dem italienischen Radstar Marco Pantani beschreibt. Inzwischen trifft er seinen ehemaligen Doktor wieder, der ihn während der Chemotherapie begleitete und löst die Frage auf, dass seine Heilungschancen bei vielleicht 3% lagen. Nach diesem Kapitel machte ich große Augen und staunte nur noch, da es anscheinend doch Wunder gibt – doch ohne Kampf hätte Lance nie gewonnen.
Bewegende Bilder
Lance hat in der Mitte des Buches von ihm selbst ausgewählte Bilder veröffentlicht. Diese sind nach der Reihenfolge abgedruckt, sprich nach dem Verlauf seines Lebens. Von der Kindheit an, bis hin zu seiner Mutter, von und während der Krankheit, bis hin zu Kik und Luke und nicht zu vergessen sein erster Tour de France Erfolg.
Meiner Meinung nach verstärken diese noch einmal das Gefühl von Emotionen, die man ohnehin schon während des Lesens hatte.
Fazit
Ich möchte nicht sagen, dass es ein Meisterwerk ist, da das Buch schließlich auf eine Biographie seines Meisters aufbaut. Doch es ist in der Hinsicht ein stark emotionales und solch mitreißendes Buch, dass ich es in zwei Tagen langer Lesenächte regelrecht verschlungen habe. Ich wollte zuerst unbedingt wissen, was es mit seiner Krankheit und seinem Leben insgesamt überhaupt auf sich hat. Letztendlich brauchte ich mir die Fragen jedoch gar nicht mehr zu beantworten, da ich als Leser zu einem Teil des Inhalts zerschmolzen bin. Bei einigen Textpassagen kamen mir echt die Tränen und das hat schon etwas zu sagen. Denn bei Büchern konnte ich noch nie irgendwelche emotionalen Gefühle zeigen.
Auch muss ich sagen, dass er vor dem Lesen seines Buches nur ein Idol für mich war. Seitdem ich das Buch jedoch gelesen habe muss ich ihm nebenbei noch allergrößten Respekt zollen. Denn kaum ein Mensch hat die Kraft, nach solch einer Krankheit noch mal ein solches Comeback zu starten. Klar wurde und wird er heute noch von seinen Freunden, seiner Mutter, seiner Frau und seinem Sohn unterstützt, doch der Wille muss von selbst kommen.
Was den Schreibstil des Buches angeht dürfte eigentlich schon fast alles gesagt sein. Es ist einfach emotionsgeladen geschrieben und bestimmt nicht bewusst. Wer ein solches Leben hinter sich hat versetzt den Leser eben in seinen Bann. Da er es letzten Endes alles selbst erlebt und mitverfasst hat spielt die Erzählung aus der Ich-Perspektive eine entscheidende Rolle.
Doch lest selbst, ich möchte euch nicht alles vorweg nehmen. Ein Preis von minimal 8,45 € bis maximal 18 € (gebundene Ausgabe) sollte wirklich zu verschmerzen sein, für ein phänomenales Buch, welches bestimmt einen Sonderstatus in jedem Bücherregal erhält. weiterlesen schließen -
ADAMS, Douglas, - "Der Elektrische Mönch. Dirk Gentlys Holistische Detektei"
29.09.2002, 02:13 Uhr von
pucky1
Das Wahre gibt es nicht! Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens. (Gustave Flaubert) wie ic...Pro:
lustig, skuril, Adams, \\
Kontra:
nichts für humorlose Menschen :-)
Empfehlung:
Nein
WAHN- SINNIG - WITZIG !
**********************
Oder auch "nur " wahnsinnig witzig" egal wie ihr´s nun lesen wollt, ..aber so alleine lasse ich euch nicht, hier erst mal meine Deutung MEINER Überschrift,...denn wer sollte das besser können als der, der sie verbrochen hat.
WAHN...ja ein/oder auch mehrere Personen im Stück verfallen dem Wahn, und werden Besessen
SINNIG .. auch das, wobei man das gar nicht vermutet, gibt es hier sehr sinnige Passagen, welche uns die Grundzüge der Quantenphysik, die Verquickung der Natur(und der Bilanzen) mit Musik näher bringen, auch Aussagen mit einigen Spitzen, über das gemeine Leben, sind ausgesprochen nützlich, um nicht noch mal zu sagen, sinnig
WITZIG,...nun ja Doug Adams eben, egal ob ich die Dialoge oder auch Monologe(welche eigentlich Dialoge sein sollten) nehme, oder die Umschreibungen für Zustände und Handlungen der Personen und Gegenstände des Buches, die Wendungen in der Handlung(?), oder kurz einfach der Schreibstil, wer hier nichts zu lachen hat, der sollte mal überprüfen, ob er noch alle Löffel hat, oder dieselben evtl. zumindest teilweise schon abgegeben hat....
Ergo:
WAHNSINNIG WITZIG,...trifft dieses Werk von Douglas Adams meiner Meinung nach ziemlich präzise,...wenn es anders wäre, hätte ich ja ne andere(unter)Überschrift gewählt ;-)
DAS BUCH
*************
Bevor ich euch die Handlung etwas näher bringe, möchte ich euch einige Personen und anderen Wesen des Buches vorstellen, dies erleichtert erstens das Verständnis der selben, und zweitens ist die Handlung sowieso mehr oder wenig nebensächlich, denn die ganze Story lebt eben von den Darstellern.
-wenn ihr es eilig habt, könnt ihr Notfalls auch direkt zum Fazit :-)-
RICHARD MAC DUFF, ist eine der Hauptfiguren des Buches die auch fast in jedem Kapitel auftauchen, er ist gross, schlank, ungeschickt, Hobbymusiker(nicht so glorreich) und ein passionierter Programmierer, welcher somit ein gutes analytisches Denken sein eigen nennt, ihm gelang es ein Programm zu schreiben, welches Bilanzen und andere Dinge, in Töne
und im Idealfall in Melodien umwandelt, ihr mögt sagen was soll der Schrott, aber dies hat ihn bzw. seinen (Ex)Chef Gordon Way zum zweiten Mal zum reichen Mann gemacht, derzeit beschäftigt er sich mit einem neuen Projekt, besser, er sollte sich beschäftigen, denn seine ungeteilte programmiererische Aufmerksamkeit gilt seinem Sofa, welches auf dem Weg in seine Wohnung beschlossen hat, im Treppenhaus festzustecken, und an einer Stelle festsitzt, an der es gar nicht feststecken kann(sagt der Computer), es kann weder nach vorne noch nach hinten bewegt werden, ohne es oder die umliegende Wand zu beschädigen, nebenher hat er noch ein konstant schlechtes Gewissen, weil er sich viel zu wenig um seine Freundin kümmert,....
SUSANN WAY,...dies ist diese Freundin, und nebenher auch noch die Schwester von Gordon Way, welchen sie, wie sie im Laufe des Buches feststellt, weniger in ihr Herz geschlossen hat, als sie immer annahm(aber das nur am Rande), sie ist begeisterte Cellistin, und eben konstant sauer dass Richard so wenig Zeit mit ihr verbringt, aber die Liebe ist dennoch tief und innig...
GORDON WAY, ja das ist der Bruder und der Chef, der zum Zweiten mal richtig Geld verdient, nachdem seine erste Firma Pleite ging, gründete er das Softwareunternehmen, und wäre ein gemachter Mann, dies hat zwei Haken, erstens ist da Richard, welcher sicher ein Genie ist, aber seine Arbeit irgendwie nicht vorantreibt(und er weis nicht warum, ...ihr schon), und zum Zweiten, hat er noch ein viel grösseres Problem, denn auf dem Weg zu seinem Landhaus(eher herrschaftlichen Villa, ..aber er wollte nur ein Haus, somit nennt er es auch so), von irgendjemandem spontan erschossen wird, gerade in dem Moment, in dem er seinem grössten Tick nachgeht, denn er bespricht gerade Susan´s Anrufbeantworter, und versucht sie (indirekt) dazu zu bringen Richard etwas zu kontrollieren, und ausserdem sagt er wie immer, was noch getan werden müsse(das dürfte er ja gar nicht mehr tun :-), ..aber kein Problem er ist ja schon 1987 verstorben und nicht in Deutschland)
Danach "geistert" er eben noch so ein bisschen durch die Handlung, denn er war noch nicht mit allem Fertig.....
REG. Ein alter Prof. von Richard, am Anfang des Buches, gehen sie Zusammen auf ein Dinner im altehrwürdigen College- Gebäude, Reg ist ein alter (wie alt merken wir erst im Laufe des Buches) Kauz, mit allerlei Schrullen, er hat ein Gedächtnis, wie ein ...hmmm, wie heisst das noch mal?,...er liebt Zaubertricks, hat eine Leidenschaft, wie wir Erfahren, Dodo´s an dessen Aussterben er wohl hauptschuldig war....ach ja Sieb..., und er hat ein weiteres, riesiges Geheimnis, welches aber hier erst mal auch eines bleiben wird,...nun auf jeden Fall erkundigt er sich an dem Abend nach Svlad Cijelli.
Svlad Cjielli oder auch DIRK GENTLY,... ein zweifelhafter Bursche,.. Inhaber der (dem Buch den Namen gebenden) holistischen Detektei.
Er vertritt den Ansatz, (stark vereinfacht) alles hängt mit allem zusammen, was er uns( besser Richard) mit Quantenphysik erklärt,... angenehmer Vorteil des Ansatzes, er muss nicht wie andere Detektive, Leute verfolgen, Spuren sichern,....was diese eben so tun, nein er macht sich rudimentäre Gedanken, und hin und wieder eine Dienstreise, irgendwohin, denn alles ist ja wichtig,...hier kommt der Nachteil,...keiner will seine Rechnungen bezahlen, da er nicht sonderlich erfolgreich, mit seiner revolutionären Methode ist.
Und nach allem was uns am Anfang über ihn erzählt wurde, kommt er uns eh wie ein Gauner vor, denn schon in seiner Studentenzeit, hatte er eine Position inne welche es ihm erlaubte, seinem grössten Hobby dem Essen zu fröhnen. Er streute Gerüchte, in die Gegend, welch eine unerklärliche Aura um ihn warfen, er dementierte heftigst, was diese Gerücht nur noch verstärkten(das Leben des Brian, lässt grüssen),..somit wurde er immer gerne eingeladen, ohne sich irgendetwas schuldig zu machen, denn er hat ja immer gesagt an den Gerüchten sei nichts dran,...dummerweise lag er bei Prüfungsfragen einmal genau richtig,...was ihn ein paar Jahre gesiebte(und wieder Sieb:-) ) Luft eingebracht hatte,...
Er erscheint erst später im Buch ..genau in dem Moment, indem er Richard bei einer merkwürdigen Handlung beobachtet,...im Verlaufe des Buches bemerken wir dann hingegen aller Dünkel (wegen seines Ansatzes), dass da doch was dran ist.
Dann ist da noch Michael Milton-Innerwoakes, er ist der Sohn einer Verlegerfamilie, er bring in unregelmässigen Abständen eine miserable Kunstzeitschrift heraus, besser ,...er brachte, als sein Vater starb, fliegen seine gefälschten Zahlen auf, und die Mutter verkaufte das Heft an Gordon Way, der ihn bald gefeuert hat,...seit dieser Zeit ist er voller Gram, und klagt jedem der es hören will oder auch nicht hören will, sein Leid und beschimpft den neuen Herausgeber der Zeitschrift,...neben bei mag er susan auch noch ganz gerne, obwohl hier nicht ersichtlich wird, was seine Position im Buch ist, ..glaubt mir sie ist sehr wichtig...
(Last but not least, meine Lieblingsgestalt, für mich das Pendant zu Marvin(manisch depressiver Roboter) in "Per Anhalter durch die Galaxis",...für alle die das nun kennen, für alle anderen, überlest dies einfach...)
Der elektrische Mönch,...er eröffnet das Buch(nun ja das zweite Kapitel), ist im Prinzip eine nützliche Maschine, er wurde gebaut um den Einwohner seines Planeten, das "lästige" Glauben abzunehmen, er kann viele Dinge gleichzeitig glauben, egal wie sie sich wiedersprechen,...dummerweise wurde es eines Tages zuviel, irgendetwas schmorte bei ihm durch, das Ersatzteil war zu teuer, drum schickte man ihn nicht nur sprichwörtlich in die Wüste,... er war fast am verdursten, sein Pferd, erklärte sich solidarisch und hatte das selbe Gefühl,..doch da erschien eine Tür in einer Felswand, und danach fand er sich bei uns auf der Erde in unserer Zeit, genauer ,in Cambridge in dem College in dem Reg unterrichtete, noch genauer will ich nicht werden...hier(in Cambridge) richtet der Mönch einiges Unheil an,...er kommt, wenn ich mir das richtig zusammengereimt habe, übrigens von einem Planetensystem Namens Plejaden, das ist aber, glaube ich (hab keinen Mönch, muss selber glauben), nicht so wichtig,...
Und als Allerletztes, noch gibt es noch etwas ,ich nen es erst mal "?" ohne das es das Buch wohl gar nicht gegeben hätte, aber das lasse ich euch selbst entdecken, nur soviel, es hätte uns beinahe ausgerottet, und ist für das "WAHN" oben zuständig....
Handlung
***********
Nun das Meiste was ich erzählen wollte habe ich nun schon in die Personenbeschreibung gepackt,...
Aber noch mal ein Kurzdurchlauf,...
Anfangs begleiten wir nach einem Kapitel, das uns wenn überhaupt, erst am Ende des Buches klar wird, den elektrischen Mönch auf dem "zufälligen" Weg zur Erde, dann beginnt die eigentliche Handlung, Richard und Reg sind auf dem Dinner des Colleges, sie Unterhalten sich, und beobachten die skurrilen, anderen Professoren, und ein kleines Mädchen welches mit seinem Papa, einem Journalisten, hier ist.
Dem Mädchen ist langweilig, drum macht Reg quer über den Tisch einige seiner Zaubertrick´s wovon sich einer als absolut unmöglich herausstellt.
Reg und Richard nehmen noch einen Drink bei Reg, Richard fällt dabei ein, dass er wieder mal Susan vergessen hatte abzuholen, und will sie anrufen...das Telefon ist aber stumm.
Aber es geschieht etwas sehr merkwürdiges, oben im Badezimmer, was ,sage ich euch nicht,:-), Richard verabschiedet sich, verfährt sich,....
Währenddessen geht Susan mit Michel aus, und Gordon Way wird auf dem Weg zu seinem "Landhaus", mit seiner eigenen Schrottflinte, aus dem Kofferraum ermordet.
Auf der Odysee nach Hause, meint Richard nun Gordon zu sehen und ist sehr verwirrt, daheim angekommen, will er sich bei Susan entschuldigen, ruft sie an, und verspricht ihr für´s Wochenende etwas, was er nicht halten kann.
Um ihr diese Entäuschung zu ersparen, steigt er bei ihr, auf waghalsige Weise ein, um die Anrufbeantworterkassette mit dem Angebot zu entwenden, ...
Dabei wird er von Dirk beobachtet, der ihn in der Wohnung anruft und sich auf ne Pizza einladen lässt, die Dirk dann auch isst, die aber nie (zumindest nicht im Buch) bezahlt wird.
Tags drauf besucht Richard, Dirk in seinem Büro, begegnet er mal seiner gerade kündigenden Sekretärin(sie kündigt eigentlich das ganze Buch lang), und sie reden miteinander, hier erfährt Richard vom Tod Gordon´s....
....
Hier beginnt dann der völlig absurde und doch so logische(hört sich blöd an ich weis), Teil des Buches, es geht um Hypnose, Besessenheit, Zeitmaschinen, Geister, den Dodo, Ausserirdische eine Hochzeitsgesellschaft, und noch vieles mehr, um alles aber, nicht so Richtig um das für Richard Wichtige, es geht nie um die Aufklärung von Gordon Way´s unfreiwilligen Tod, ...wobei der dann, da wir es ja mit einem holistischen Buch zu tun haben, auch noch aufgeklärt wird,...
-zu viel verraten? kann ich mir nicht vorstellen *g* ihr werdet es ja beim Lesen sehen
DER AUTOR
***************
Douglas Adams, wurde 1952 in Cambridge geboren, studierte auch dort, und begann im Dunstkreis der Monty Phyton´s seine Karriere im lustigen Fach.
Vielmehr wollte er beginnen aber er blieb erst mal erfolglos, machte daraufhin allerlei Gelegenheitsjobs.
Bis ihm 1977 mit dem Hörspiel "Hitchhiker´s Guide to the Galaxy" oder für uns "Per Anhalter durch die Galaxis" der Durchbruch gelang.
Dieser kam so heftig, das diesem Hörspiel, eine Fernsehserie, natürlich das Buch, besser die Bücher, 5 Stück bisher in einer Triologie(?), und auch ein Computerspiel und neuerdings auch eine Comicreihe folgten, ausserdem veröffentlichte er noch "Die letzten ihrer Art", und eben dieses Buch, welches ich euch gerade vorstelle, mit bisher einer eigenständigen Fortsetzung( Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele) welche ich euch einfach auch empfehle, falls ihr an diesem gerade vorgestellten Buch gefallen findet,...kürzlich wollte er noch ein weiteres Buch schreiben "Raumschiff Titanic" da er aber lieber an einem Computerspiel bastelte, überlies er das schreiben einem der Phyton´s und zwar Terry Gillam (wenn ich mcih nu nicht irre) ...,
Upsi,..beinahe hätte ich noch vergessen zu erwähnen, dass er ja auch noch den "Sinn des Labenz" verbrochen hat, ein wirklich gutes Wörterbuch für allerlei beisher nicht genannten Dinge und Gefühle...
VERSTORBEN AM 11.5.2001 mit 49 Jahren an einem Herzinfarkt :-(
" "
*snüff* nie wieder was Neues von ihm,.... trotzdem danke für die Vielen vergnüglichen Stunden*g*
FAZIT & SO WEITER
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Ich glaube ihr habt nen Eindruck bekommen was euch Erwartet, ich fand das Buch immer schon gut, aber nachdem ich es nun endlich wieder mal ausgegraben habe, bin ich begeistert, und schmettere euch die EINS al Bewertung förmlich entgegen,...die Thematik ist zwar nicht so kultig wie im Hitchhiker, aber was er draus macht ist genial,...
Dazu kommt noch die Adam´s typische Schreibart(ich kenne nur die deutsch Übersetzung von Benjamin Schwarz), die einen öfters mal, nicht nur ein Schmunzeln ,auf die Lippen zwingt, weiters bringt er den Leser fast zum Wahnsinn, denn er springt zwischen den Schauplätzen hin und her ohne uns darauf vorzubereiten, wir wissen immer nicht wo wir gerade sind, bis er beiläufig erwähnt wen wir hier gerade begleiten,...
Dieses Buch enthält auch Umschreibungen, die nur einem (positiv) kranken Hirn entstammen können, dazu noch eine Handlung und Personen die zum Haareraufen komisch sind, die er haarklein erklärt, und die dadurch, den Umstdänden entsprechend, glaubhaft wird/werden,...
Dieses Büchlein hat alles was ein lustiges Buch braucht, und dazu noch einen Preis, denn sich JEDER leisten kann, denn es kostete nicht mal nen kleinen Blauen,... solange es die DM noch gab ,.. für euch Schweizer, ist es eben ein Gelber und die Österreicher gaben nicht mal nen Grünen aus,.. das nur der vollständigkeit halber....
Für alle Freunde des Querverweises auf andere Bücher oder so.
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Wir begegnen dem Dodo, es gibt in dem Moment gerade noch 3 Stück, die Art wie wir einem begegnen ist sehr merkwürdig,---- die Letzten ihrer Art lassen Grüssen
Wie wir im Hitchiker lernen, sind wir nicht die, die wir zu sein scheinen, sondern eine Rasse aus dem All, hier lässt er uns beinahe das gleiche Schicksal ereilen, aber glücklicherweise wird das verhindert,...also sind wir doch Erdlinge.(was ist nun seine Meinung? )
Geister werden hier sehr gut beschrieben, mit allen ihren Problemen, und wie wir aus allerlei Geschichten Wissen, haben sie noch was zu erledigen, bis sie verschwinden,...hat er hier sehr gut eingearbeitet.
Dieses Buch scheint auch eine Seitenhieb, oder gar Bombenanschag auf die verknöcherten Colleges in Cambridge zu sein, die er ja selbst durchleiden musste,...(ob er wohl so eine Art Dirk Gently war? )
...
..
..
was für ein Roman das nun ist wollte ich nicht definieren müssen, drum sage ich es in den übersetzten Worten von Doug Adams, dies ist ein
"Geister-Horror-Wer-ist-der-Täter-Zeitmaschinen-Romanzen-Komödien-Musical-Epos"
Und hier kann ich guten Mutes sagen, es ist das BESTE in diesem GENRE.!!!
Nun noch die "unheimlich wichtigen" Angaben zu dem mir vorliegenden Buch.
Ich habe derzeit die Fassung
Des Ullsteinverlages,
7.Auflage,
ISBN 3-54822231-5
Es Umfasst 225 kurzweilige Seiten und ist seiner Mutter gewidmet, "welcher die Geschichte mit dem Pferd so gut gefiel".
Derzeitige, weil:
Es sicherlich schon das dritte Buch, mit diesem Titel, das in meinem Besitz ist, aber da es mir so gut gefällt verleih ich es eben gerne und obwohl ich mir immer aufschreibe wem ich es geliehen habe(und dann regelmässig den Zettel verliere), spricht die Tatsache, dass ich es schon zweimal nicht zurückbekommen habe, auch für die Quali des Buches!!!
Aktuell ist die Ausgabe
Heyne Verlag
ISBN:3453199081
Preis 6,95 Euro,
TITEL heute :Der elektrische Mönch. untertitel: Dirk Gentlys Holistische Detektei
Gruss
Pucky
ps ihr könnte es auch bei Zweitausendeins mit dem Titel "der elektrische Mönch" bekommen, ist die gebundene Version, und kostet derzeit 10,20 Euro weiterlesen schließen -
Katzen-Liebes-Phantasy-Horror-Roman
14.09.2002, 03:07 Uhr von
LeaofRafiki
Ich lebe mit acht Katzen (2 blaue Somali-Mädchen, 1 Somali-variant Kastrat, 1 Aby-variant-Mädchen...Pro:
Ein verwirrendes Buch, das ich, nachdem der erste Teil humorvoll, locker und flüssig dahinglitt,
Kontra:
ab der zweiten Hälfte nur noch portionsweise lesen konnte, und das Gelesene jeweils erstmal verdauen mußte - wie auch um zu verhindern, daß mich nächtens Alpträume heimsuchten...
Empfehlung:
Nein
Ich war schon fast aus dem Supermarkt raus, als ich innehielt, einen Schritt rückwärts ging, und zu einem Buch griff, das dort in einem Ständer meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Genauer gesagt das Cover dieses Buches.
Ich nahm es in die Hand, blickte in die faszinierenden Augen einer Katzenfrau/Frauenkatze und las den rückwärtigen Text. Es ging scheinbar um eine Katzentherapeutin, die eine streunende Albinokatze aufnimmt und demzufolge Schwierigkeiten mit ihrem Freund bekommt.
Nun gut, für 7,90 Euro dachte ich mir, könne ich nicht allzuviel falsch machen und nahm es mit.
Die folgenden Tage verbrachte ich lesend auf meiner Terrasse, von diesem Buch völlig in Bann geschlagen.
Allerdings ist weniger die Handlung, die mich fesselte, und über die ich hier nur wenig werde verlauten lassen, als die verschiedenen Ebenen, auf denen sich das Geschehen abspielt. Oder vielleicht sollte ich besser sagen, die verschiedenen Genres, die kunstvoll ineinander verwoben langsam Schicht für Schicht zutage treten, abgelegt werden wie eine überflüssig gewordenen Haut, um am Ende ein lang gehegtes Geheimnis und eine überraschende Pointe zu enthüllen.
Es ist ein Roman um Milla, eine ehemalige Studentin der Veterinärmedizin, die nach Abbruch ihres Studiums als Katzentherapeutin arbeitet. Ein bißchen verrückt scheint sie ja zu sein, immerhin ersucht sie seit Jahren, kätzisch zu lernen, aber sie hat Erfolg mit ihrer Methode, und das zählt.
"Auch wenn wir Menschen über Tausende von Dialekten verfügen, wird keiner von ihnen der Katzensprache gerecht. Auf Englisch existiert nur ein einziges Katzenwort: miaow. Auf Französisch und Deutsch klingt es genauso, es wird nur anders geschrieben. Bei Katzen hingegen gibt es mhrrrnhhh, mrrhhh, miirrahhhi, brrwwaaoo, row, miiouu, rrhhheeeaooouu, weeiiiaoueeee und noch Millionen weiterer Wörter, sodass es ein zweckloses Unterfangen wäre, sie alle in Lautschrift festzuhalten. Katzen können murmeln, grüßen, kreischen, flüstern, toben, schimpfen, fluchen und Gerüchte verbreiten. Ein Wort ähnelt einem kurzen, scharfen eahh, das im hinteren Teil des Mundes produziert wird. Ein anderes erinnert an ein beharrliches, lang gezogenes Pfeifen. Das nächste hört sich wie ein gedehnter, fordernder Klagelaut an. Wer richtig lauscht, kann Zorn, Zuneigung und Glückseligkeit unterscheiden. Das Vokabular der Katzen ist so umfangreich wie unser eigenes." (S.9)
Es ist ein Roman um eine Katze, um Purrl. Eine weiße, mächtige, geheimnisvolle Katze. Also ein Katzenroman. Als sie von den Bensons gerufen wird, trifft sie dort auf die therapiebedürftige Katze. Auf eine einsame, eine liebebedürftige Katze, die nicht fressen will. Es gelingt ihr, Kontakt zu dieser Katze zu bekommen und sie zum Fressen zu bewegen..
"Als ich gehen wollte, klammerte sie sich an meine Schultern und schlug die Krallen in meinen Pullover, als wolle sie mich zurückhalten. Ich erkannte es auch in ihren Augen. Selbst als ich mich abwendete, spürte ich, dass sie sich in meinen Hinterkopf bohrten. Ein Magnet im Raum zog mich zurück. Beim Verlassen der Küche fühlte ich mich merkwürdig aufgewühlt. Es war so intensiv, so unwirklich. Die hellen Augen hatten sich in mein Gedächtnis gebrannt. Ihre eigentümliche Anmut beflügelte meine Phantasie." (S. 34)
Natürlich findet Purrl, so heißt diese weiße Katze, ihren Weg zu Milla und adoptiert sie. .
Es ist ein Liebesroman. Es ist die Geschichte von Milla und Josh, die sich in der U-Bahn das erste Mal sehen, wobei der Kontakt über Joshs Hund hergestellt wird..., das zweite Mal, als Milla zum Zahnarzt muß, wo sie Amors Pfeil trifft..
"Dr. Pride war jung. Er lächelte, hatte gebräunte Haut und lange dichte Wimpern. Ich erinnerte mich an den Mann mit dem Hund in der U-Bahn, und mir wurde flau im Magen. Er war es: der Mann mit dem Jagdhund. Da stand er vor mir. Derselbe Typ, aber in einem weißen Kittel, frisch gestärkt aber professionell. .. Meine Gedanken überschlugen sich, meine Stimme versagte. "Hallo", krächzte ich kaum hörbar." (S.45)
Es ist ein Beziehungsroman. Die Geschichte von Milla und Josh, die sich herrlich ineinander verlieben, zusammen ziehen und glücklich sind - und unmerklich fast, immer wieder blätterte ich zurück, um herauszubekommen, ab wann es warum schief lief, sich auch wieder entzweien. Katzenfrau und Hundemann, das kann ja nicht gut gehen, aber es ist auch ein
Frauenroman. Immer wieder die alte Geschichte: der Macho-Prinz entpuppt sich als Macho- Frosch, den man nur noch entweder gegen die Wand oder hinauswerfen kann. Eine Dinnerparty bringt die Wende, bzw. die Beziehungskrise. "Inzwischen hört Josh mir nicht mehr zu, wenn ich etwas sage. Ich merke ihm an, dass er sich langweilt. Schon nach wenigen Sekunden schaltet er ab oder wechselt das Thema und setzt zu einem seiner Monologe an. Das wäre ja eigentlich nicht weiter schlimm, aber wie soll ich ihm von Mina erzählen, wenn er mich ignoriert?
Nicht, dass mir das wichtig wäre. Ich habe nicht einmal mehr Lust, mit ihm zu schlafen." (S.170)
Und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Milla und Purrl, die Katze statt Milla und Josh... Milla gegen Zara, den Hund, Josh gegen Purrl, die Katze?
Es eskaliert.
Ab jetzt kein Wort mehr zur Handlung, auch wenn ich erst bei der Hälfte des Buches angelangt bin.
Ab jetzt ist es ein phantastischer Roman.
Ab jetzt wird es Psycho pur, wechselt unmerklich zum Horror. Die Spannung nimmt von Seite zu Seite zu.
Die Ebenen verschieben sich, mehr und mehr Innenwelten, die Außenwelt verliert an Bedeutung.
Was mich abgesehen von den Handlungssträngen, die wenn auch verwirrend, so doch alle wieder zusammengeführt werden, an diesem Buch fasziniert hat, ist die Sprache. Sie umfaßt alle Schattierungen und Nuancen, von weich und zärtlich zu drastisch und klar, bietet eindringliche Beschreibungen seelischer Abgründe und Beziehungsproblematiken wie auch herrliche Sequenzen aus Katzensicht.
FAZIT:
Ein verwirrendes Buch, das ich, nachdem der erste Teil humorvoll, locker und flüssig dahinglitt, ab der zweiten Hälfte nur noch portionsweise lesen konnte, und das Gelesene jeweils erstmal verdauen mußte - wie auch um zu verhindern, daß mich nächtens Alpträume heimsuchten...
"Liebe ist die völlige Auflösung des Selbst im geliebten Wesen. Liebe macht große Aussagen und bringt große Opfer. Davon lebt die Liebe. Ohne diese Dinge stirbt sie. Du mußt all Deine Kräfte immer mehr auf das geliebte Wesen richten. Jeder Tag verlangt Dir ein bißchen mehr ab. Und wenn Du das nicht erträgst, sollten wir vielleicht einen Schlußstrich ziehen. Vielleicht sollte ich mir jemand anderen suchen."
Spricht wer zu wem???
Lest selbst!
Zur Autorin:
Vicky Allen studierte ursprünglich Tiermedizin, wo sie auch ihren leicht makabren Humor entwickelte, wandte sich dann aber dem Schreiben zu. Die Idee zu ihrem ersten Roman "Stray", so der Originaltitel von "Die Katzenfrau" bekam sie durch eine Nachbarin, die so besessen von ihrer Katze war, daß sie fast nicht mehr das Haus verließ.
Vicky Allan
Die Katzenfrau
320 Seiten
Euro 7,90 Goldmann Verlag
ISBN 3-442-44907-3
Noch ein Wort zum Titelbild des Romans:
Das Bild mit dem Titel "Io + gatto" stammt von der italienischen Photographin Wanda Wulz (1903-1985) und ist Teil ihrer experimentellen photographischen Arbeiten aus dem Jahr 1932. Das Original wird im Museo di Storia della Fotografia Fratelli Alinari, archivio Wulz aufbewahrt und eine wunderschöne Abbildung gibt es hier: http://www.fredonia.edu/groups/ws/heather/images/catwmn1932.jpg
Ich kannte es aber schon vor Jahren als Postkarte...
© LeaofRafiki 13.09.2002
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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Dooyoo und doch wieder Yopi, ab und an bei talkon, seltener bei Ecomments und Griasdi, und so gut wie gar nicht mehr bei Hitwin *grins* weiterlesen schließen -
Brigitte Aubert - Tod im Schnee
Pro:
sehr unterhaltsam, spannend, kurzweilig, frappierendes Finale
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
'
Als wir in der Buchhandlung standen sagtest du, da, Brigitte Aubert, sie schreibt gut, lies mal etwas von ihr, es wird dir gefallen. Es war ein guter Rat, das Buch hat mir sehr gefallen.
Elise Andrioli ist die Heldin dieses Romans (oder eher Krimi/Thriller) welche blind und stumm im Rollstuhl sitzt, unfähig zu gehen. Diese Behinderungen zog sie sich im übrigen im Buch der gleichen Autorin "Im Dunkel der Wälder" zu, weshalb ich empfehle, zuerst jenen Roman zu lesen und dann diesen. Obwohl ich diesen zuerst las, den andern noch nicht, das geht auch (ich wusste nichts vom ersten Buch) denn es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte.
Elise, also im Rollstuhl sitzend, begleitet von Yvette, ihrer Betreuerin, freut sich darauf in einigen Tagen in die Berge zu fahren und den Geruch von Schnee einatmen zu können.
Doch dann bekommt sie ein merkwürdiges Fax, welches an ihre Autorin gesandt wurde, die im Buch B.A. heisst (Brigitte Aubert) und der sie ihre Geschichte verkauft hatte ( "Im Dunkel der Wälder" ). Das Fax ist unterschrieben von C.A. Nidal ( der Name ist sowohl Elise als auch Yvette unbekannt) und enthält einen merkwürdigen und beunruhigenden Text. Bald darauf wird eine junge Frau ermordet und jemand schickt Elise ein frisches Steak und noch eins. Und dann wird noch eine Frau ermordet und Elise wird von einem Zentrum für gehandicapte Menschen eingeladen, weil sie im Fernsehen war und ihre Behinderung so toll meistert, sie soll dort motivierend auf andere Behinderte (ein)wirken. Aber gerade in diesem Zentrum passieren ebenfalls beunruhigende Dinge und bald ist klar, dass das Leben Elises bedroht wird und sie nur durch Einsatzes ihres scharfen Verstandes eine Chance hat ihr Leben zu retten. Das Buch endet dann in einem furiosen Showdown und bleibt spannend bis zur letzten Seite.
Der Roman ist sehr lebendig geschrieben, sehr viel direkte Rede, die Charaktere sind gut herausgearbeitet und Brigitte Aubert hatte es geschafft, dass ich mich neben Elise in den Rollstruhl setzte und mit ihr mich freute, mich ängstigte und mich wehrte wenn uns jemand angriff. Ich grübelte mit ihr zusammen über dem Rätsel wer der/die Mörder sein könnten und als wir es wussten waren wir gleichermassen entsetzt und erstaunt. Ein unheimlich spannendes Buch, und ich werde unbedingt "Im Dunkel der Wälder" auch noch lesen und nicht nur das, Brigitte Aubert hat noch mehr geschrieben: (1)
... nun ja, aber eines nach dem andern. Erst einmal zurück zu "Tod im Schnee", ein kleiner Auszug:
"[...]
"Elise..."
Ich zucke zusammen. Habe ich geträumt, oder hat eben jemand unter dem Fenster meinen Namen geflüstert?
"Elise..."
Nein, ich träumte nicht. Jemand ruft mich. Yann? Mit der gesunden Hand ziehe ich das Fenster ein Stück weiter auf und berühre etwas. Ein Gesicht? Ja, ich glaube, es ist ein Gesicht. Ich strecke den Arm aus, aber ins Leere. Dann schliesst sich meine Hand um ein weiches Päckchen.
"Für dich, mon amour" flüstert die Stimme.
Also wieder!
Schnell, schnell, mein Block: Wer sind Sie? Ich halte den Zettel ans Fenster.
Ein kleines unangenehmes Lachen. Eine warme Hand streift die meine. Ich ziehe sie zurück. Dann Schritte, die sich entfernen. Mein mysteriöser Besucher ist fort! Ich steuere mit meinem Rollstuhl auf Yvette zu, die von allem nichts bemerkt hat. Ich befühle das kleine weiche Päckchen und schnuppere daran. Wie erwartet, riecht es nach Fleisch. Der Steakspender hat erneut zugeschlagen.
Steak. Oh, mein Gott! Steak. Mir ist es, als hätte man mir einen Schlag in die Magengrube versetzt. [...]"
Kurz zuvor erfuhr man aus der Zeitung, dass einer der ermordeten Frauen grosse Fleischstücke nach deren Tod aus dem Körper geschnitten wurden....
Nein, der Roman lebt nicht von schrecklichen Szenen, sondern eher von dem unausgesprochenen, den Ahnungen, dem was wir hinter all dem vermuten. Wenngleich der Horror stets um die Ecke zu schielen scheint, wachsam und bereit, uns jederzeit ins Gesicht zu springen. Aber eben, nur immer fast.
Was mir besonders gefiel waren die Sturheit und Unerbittlichkeit der Hauptfigur, dieses "sich nicht unterkriegen lassen" obwohl die Umstände dagegen sprechen dass sie irgendetwas gewinnen, irgendjemanden besiegen könnte, immerhin war sie blind, gelähmt und stumm. Beim lesen dachte ich unwillkürlich an eine Freundin, die ebenfalls gehandicapt ist, auch sie lässt sich nie unterkriegen, sie kämpft auch mit allen Mitteln.
Und als charmante Einlage taucht Brigitte Aubert, gleich Alfred Hitchcock in seinen Filmen, in dem Buch auf in einer Nebenrolle, allerdings in ihrer echten, sie ist die Autorin der Geschichten, die Elise passieren, sie wird nur al A* B* bezeichnet aber es ist klar, wenn Elise von A* B* spricht als ihrer Autorin ist Brigitte Aubert gemeint.
Brigitte Aubert wurde 1956 in Cannes geboren.
Sie schreibt neben Romanen auch Drehbücher und ist Produzentin der erfolgreichen "Serie noire", einer Koproduktion von Gallimard und dem französischen Fernsehen TF1.
Brigitte Aubert gilt als die französische Antwort auf die angelsächsische Krimi-Königinnen und kann sich durchaus mit denselben messen.
Für " Im Dunkel der Wälder " wurde sie 1996 mit dem französischen Krimipreis ausgezeichnet.
Biografie: http://site.voila.fr/brigitte_aubert
(allerdings auf französisch).
Paperback, ISBN 3-442-72780-4, € 9.00, btb-Verlag
(1)
Die vier Söhne des Doktor March - Les 4 fils du Docteur March - 1992 / 1997 btb
Marthas Geheimnis - La rose de fer - 1993 / 1998 btb
Tenebres sur Jacksonville
Im Dunkel der Wälder - La Mort des bois - 1996 / 1999 btb
Karibisches Requiem - Requiem Caraïbe - 1997 / 1999 btb
Sein anderes Gesicht - Tansfixions - 1998 / 2000 btb
La Morsure des tenebres 2000
Eloge de la Phobie 2000
Der Puppendoktor - Le Couturier de la mort - 2000 / 2002 btb
Tod im Schnee - La Mort des neiges - 2000 / 2001 btb
La Morte delle nevi - 2001
Nachtlokal - Descentes d`órganes - ´2001 / 2002 btb
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----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-07 23:41:02 mit dem Titel Brigitte Aubert - Im Dunkel der Wälder
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Der Tod folgt dem Menschen wie ein Schatten, begleitet ihn auf Schritt und Tritt. (1)
"Es regnet. Ein heftiger, dichter Regen prasselt gegen die Fensterscheiben. Ich höre, wie der Wind an Fenstern und Türen rüttelt. Yvette eilt geschäftig umher, schliesst die Fensterläden, legt die Riegel vor. Gleich wird sie mir das Abendessen bringen. Ich werde nichts anrühren, ich habe keinen Hunger. Sie wird darauf bestehen, dass ich etwas esse, wird böse werden. Sie wird mir sagen: >> Kommen Sie schon, Elise, bitte, Sie müssen etwas essen, Sie müssen schliesslich wieder zu Kräften kommen. > Leider müssen wir die Sendung wegen einer Bild- und Tonstörung unterbrechen. Ich bin stumm, blind und kann mich nicht rühren. Um es auf den Punkt zu bringen, eine lebende Leiche. Yvette kommt, ich höre ihre raschen Schritte. [....]“ (S. 7)
So beginnt der Krimi und wir wissen auch gleich, es wird anders sein mit der vorliegenden Geschichte. Die Hauptfigur ist kein alternder Kommissar mit zerrütteten Eheverhältnissen (H. Mankell) und auch keine rüstige, ältere und charmante Hobby-Dedektivin (A. Christie) sondern eine Frau, unfähig sich zu bewegen oder sich anfänglich auch nur in irgendeiner Weise mitzuteilen. Ein wacher widerspenstiger Geist, der in einem nutzlosen Fleischklumpen, einem attraktiven zwar aber dennoch nutzlosen, eingeschlossen ist.
Elise Andrioli hatte zwei Monate zuvor einen Unfall, das erfahren wir rückblickend, bei dem sie ihren Lebensgefährten verlor und gleichzeitig zum Krüppel wurde.
Anfangs weiss ihre Umgebung nicht, ob sie überhaupt etwas mitbekommt, man weiss nicht, ob ihr Verstand nicht auch mitexplodiert ist beim damaligen Bombenattentat.
Und so finden wir Elise, im Bett liegend oder im Rollstuhl sitzend, ihren Gedanken nachhängend und auf die Umgebungsgeräusche achtend. Und dann lernt Elise Virginie kennen, ein kleines Mädchen, welches ihm von der „Bestie im Walde“ erzählt, die sich kleine Jungs holt und diese dann tötet. Die Bestie tötet nur jene Jungs, die ihr besonders gut gefallen. Virginie erzählt, dass sie die Bestie kennt und auch weiss, wo der nächste tote Junge liegt und dass sie, Virginie, keine Angst zu haben braucht vor diesem Monster, denn es tötet ja nur 8jährige Jungs.
Man versetze sich in Elises Lage, sie sitzt im Rollstuhl vor dem Supermarkt, wartend auf Yvette, die gerade ihre Einkäufe erledigt, und ein kleines Mädchen erzählt von einem Serientäter, der in der Umgebung sein Unwesen treibt. Und sie kann nichts unternehmen, kann das Mädchen nicht fragen, kann es keinem weitererzählen und das in dem Wissen, dass die Bestie weitermorden wird.
Dann, beim nächsten Treffen mit Virginie, Elise ist mittlerweile in der Lage, einen Zeigefinger zu bewegen, bemerkt die Kleine dies und Elise ist zumindestens Virginie gegenüber in der Lage, Aufmerksamkeit zu signalisieren. Virginie erzählt wieder von Bestie, nennt aber keinen Namen.
Mittlerweile wurden die Leichen von zwei Jungs gefunden, übel zugerichtet. Man erinnert sich an frühere Fälle und die Polizei geht nun davon aus, es mit einem Serientäter zu tun zu haben. Inzwischen haben auch die Erwachsenen in Elises Umgebung, dank dem Kind, bemerkt, dass sie alles versteht um sich herum und via Zeigefinger kommunizieren kann, wenn Elise denn Zeigefinger hebt, heisst das JA. Das ist wenig, aber viel im Vergleich zu vorher, als sie überhaupt keinen Kontakt zur Umwelt aufnehmen konnte. Und bald wird auch Elise angegriffen, jemand trachtet ihr nach dem Leben, und nur mit viel Glück überlebt sie mehr als einmal. - Während Elise in ihrer erzwungenen Dunkelheit stundenlang über dem Fall grübelt und versucht das Rätsel zu lösen.
Als Leser nehmen wir an Elises Gedanken teil, sitzen neben ihr im Rollstuhl und lauschen auf die Geräusche und Stimmen, und versuchen uns vorzustellen, wie die Menschen aussehen mögen, zu denen die Stimmen gehören. Haben Angst mit ihr, wenn wir merken, dass sich der Mörder anschleicht oder irgendwo eine Tür klappert und sind verärgert, weil wir Fruchtsaft trinken sollen, wo uns ein kräftiger Kaffee oder ein ordentliches Bier hundertmal lieber gewesen wäre. Nur, solange wir unsere Wünsche keinem mitteilen können und darauf angewiesen sind, dass andere diese erraten oder wenigstens Fragen ob wir das eine oder andere wollen, müssen wir uns mit den Gegebenheiten abfinden. Und wenn uns Yvette, die es nur gut meint, das Radio oder den Kassettenrecorder einschaltet, viel zu laut übrigens, obwohl uns das dargebotene nicht interessiert oder gar nervt, können wir auch dies nicht ändern.
Alleine der Gedanke, all diesem ausgesetzt zu sein, ist schon fürchterlich, wenn dann aber auch noch das eigene Leben bedroht wird.... Ist das nicht schier unvorstellbar?
Und so düsen wir durch den Krimi, etwas atemmlos, etwas ängstlich manchmal, aufgeregt, neugierig, was hinter der nächsten Ecke abscheuliches auf uns wartet und in dem Augenblick zupackt, wo wir es wagen, unsere vorwitzige Nase zu weit vorzustrecken. Denn – wir könnten das Buch ja auch einfach weglegen und alles wird gut, nichts weiter wird mehr passieren. Aber dann werden wir auch nie erfahren, wie es weitergeht, wie Elise mit alldem fertig wird und wer letztendlich der Mörder ist.
Kaum ein Autor hat es derart wie Brigitte Aubert geschafft, mich als passionierte Krimileserin auf die falsche Fährte zu locken, selten war ich von der Wahrheit so sehr entfernt wie bei den beiden Krimis Auberts, welche ich mittlerweile gelesen habe. Der andere "Tot im Schnee“ der eigentlich nach diesem kommt und auch wieder Elise im Mittelpunkt hat, birgt genauso wie dieser hier jenen Hauch von Horror in sich, der, wohldosiert, gerade noch erträglich ist für den Durchschnitts-Krimi-Leser.
Und gleichermassen ist auch hier das Ende, in dem einen Buch wie in dem anderen, im Grunde völlig absurd, eine Situation, die unser Vorstellungsvermögen im Normalfall an den Rand desselben bringt, aber eben nur an den Rande. Und das ist fast schon wieder genial.
Das Buch ist wie bereits erwähnt in der Ichform geschrieben, wir teilen die Gedanken Elises, wir sitzen sozusagen neben ihr im Rollstuhl (so zumindestens fühlte ich mich beim lesen). Die Geschichte ist schnell, lässt kaum Zeit zum luftholen dazwischen, es ist sehr spannend und ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen.
Im „Dunkel der Wälder“ wurde mit dem französischen Krimipreis ausgezeichnet.
Verlag: dtb, erschienen 1996
Taschenbuch, 284 Seiten, ISBN 3-442-72163-6, 8,50 Euro.
Originaltitel "La Mort de Bois", übersetzt aus dem Französischen von Elian Hagedorn und Barbara Reitz
(1) Sprichwort des Baule-Stammes (Elfenbeinküste)
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Die Zeit der Ketzer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„Die Zeit der Ketzer“ erschien dieses Jahr als deutsche Erstveröffentlichung des erst 18jährigen Studenten Anselm Audley. Dieser scheint wohl ein kleiner Streber zu sein, schrieb er doch als Schüler bereits an diesem ersten Teil der „Sturmwelt Saga“ um die Wasserwelt Aquasilva (engl. Titel „Heresy“ aus 2001). Mittlerweile studiert er in Oxford.
Die Welt dieses Fantasy-Romans ist recht hübsch. Der Buchumschlag erinnerte mich irgendwie an Naboo aus StarWars. Die Sturmwelt besteht größtenteils aus Wasser, die Kontinente wirken sehr klein. Der wichtigste Ort ist Taneth als größtes Handlungszentrum und Ballungsgebiet. Die Menschen leben in einer Art Jules Verne Zeit. Sie wandeln in Tuniken herum, fuchteln mit Schwertern und Rapieren, schießen mit Armbrüsten, nutzen Pferde und Elefanten als Reittiere, haben aber dazu gegensätzlich riesige Unterseeboote (Mantas) als Transportmittel. Auch einfache Computersysteme, ich sag mal auf C64-Standard, sind vorhanden.
Die Bevölkerung setzt sich so ungefähr aus the good, the bad and the ugly zusammen:
The Bad: Einst gab es auf der Welt 6 Götter, die jeweils ein Element vertraten (warum das jetzt 6 sein müssen, hab ich auch nicht verstanden). Jeder Gott hatte seine Anhänger und seine Magier und alles war schön, bis es den Anhängern Ranthas, des Feuergottes, gelang sich auf dem Planeten richtig dick zu machen. Besonders mit der fundamentalistischen Schiene der Ranthaspriester ist nicht zu spaßen – die dulden nämlich keinen anderen Gott neben ihrem, und reagieren auf „Heiden“ mit dem Anzünden von Scheiterhäufchen. (Die Inquisition war richtig lieb im Vergleich) Unterstützt werden sie aus den eigenen Reihen: Kampfpriester, Feuermagier, Gedankenmagier. Gleichzeitig beanspruchen sie jeden Fortschritt für sich, während Normalos dazu keinen Zugang haben. Leider ist es ihnen noch nicht gelungen, sich auch den letzten Fleck dieser Welt einzuverleiben.
The Good: Das sind die Ketzer (Häretiker) die im geheimen operieren, die anderen fünf Götter anbeten und, die auf dem Scheiterhäufchen landen, wenn die Bösen sie erwischen. Die Ketzer sind als Geheimbund eher unorganisiert. Da die Magier der verbotenen fünf Götter/Elemente ziemlich schnell darniedergemeuchelt werden, gibt es derer auch nicht mehr viele, weshalb es gilt, diese zu schützen.
The Ugly: Das sind die, die sich mit den Ranthaspriestern aus Profitgier verbündet haben.
Die Macht liegt auf dieser Welt eindeutig auf der Seite der Religion, die fast alle der großen Herrscher an ihrem Gängelband hat. Lediglich auf einer potentiellen Herrscherfigur, der Pharaonin, haben die Priester noch nicht den Daumen drauf – die Dame wird versteckt. Eine weitere Macht dieser Wert sind die „Häuser“ – verschiedene große Kaufmannsfamilien, die vorwiegend aus Taneth operieren, die aber nicht gegen die Clans ankommen. Clans wiederum sind Adelsfamilien. Natürlich gibt es auch untereinander Querelen.
Kommen wir nun zu Cathan, der Hauptfigur des Buches, welche uns die Geschichte auch erzählt. Ich würde ihn Landpomeranze nennen, wäre er ein Mädchen. Er ist der typisch verarmte Nachfolger eines Adelshauses fern ab vom Schuß an einem Ort namens Lepidor. Dieser wird interessant für die Kaufleute und Priester als dort riesige Eisenressourcen entdeckt werden. Auf einer Reise gelangt Cathan in den Dunstkreis der Ketzer und wird von ihnen als Wasser- bzw. Schattenmagier geoutet. Er ist nach wie vor auf der Suche nach seiner Herkunft, da er adoptiert wurde. Genauso verschleiert ist die Figur von Palatine, die sich als seine echte Verwandte herausstellt, die auch eine große Rolle in der Gegenbewegung zu den bösen Priestern spielte – bis sie ihr Gedächtnis verlor. Und der undurchsichtigen Gestalten nicht genug, verliebt Cathan sich auch noch in Ravenna, die auch noch das eine oder andere Geheimnis zu krämen hat. Eben diese drei entscheiden aber, dass es Zeit wird, daß die Häretiker zu Potte kommen und endlich etwas gegen die Ranthaspriester unternehmen, was besonders für Cathan und Ravenna riskant ist, da sie ihre magischen Fähigkeiten nicht so einfach verbergen können.
Die Sturmwelt-Saga führt den Leser in eine Geschichte aus Ränkespielen, Geheimnissen und Intrigen. Leider wird sehr häufig und ausführlich über geschichtliche und politische Gegebenheiten gesprochen. Hier ist es nicht einfach den Zusammenhängen zu folgen, weil es einfach langweilig ist. Die ersten 200 Seiten des 600seitigen Buches zogen sich dahin, bis endlich so was wie Spannung aufkam. Auch in der Folge gab es die eine oder andere Länge, im Wechsel zu durchaus interessanten Geschehnissen, die dann doch wieder neugierig machen. Leider findet man – trotz des Ich-Erzählers – nicht den Zugang zu den Figuren, den man gern hätte, sie bleiben vielmehr distanziert und unnahbar, was sich erst zum Ende des Buches hin zum positiven entwickelt. Auch ist die geheimnisvolle Aura, die fast jede zweite Figur umgibt ein wenig dick aufgetragen. Niemand ist wirklich normal gestrickt und geht einen geraden Lebensweg. Wenig originell, aber dafür um so weiter hergeholt, erschien wieder kurz vor Ende des Buches der Entschluß der Figuren nach etwas zu suchen: nicht Ring, nicht Schwert, nein diesmal gleich ein ganzes Schiff. Die Idee erscheint als habe sich der Autor diese kurzfristig aus den Fingern gesogen.
Ein großes Ärgernis war auch das Auftreten einer Figur, die anscheinend erst böse war, dann aber sogar die Priester jagte, um am Ende doch wieder auf deren Seite zu stehen. Das mag ja ihr gutes Recht sein, hätte ich nur eine Erklärung erhalten, wieso sie so tat.
Das Ende des Buches ist halboffen. Man kann es weglegen und zufrieden sein, ohne Angst zu haben etwas zu verpassen, man hat aber trotzdem eine Überleitung zum zweiten Teil (ist in Vorbereitung). Das Buch hat erzählerische Längen die auch durch die spannenden Entwicklung der Geschichte nicht aufgewogen werden.
Abschließend denke ich, daß von den folgenden Teilen mehr zu erwarten ist. Rückblickend habe ich den Eindruck, daß der Autor den Leser mit „die Zeit der Ketzer“ eine Einführung in die Sturmwelt gegeben hat mit Hintergründen, die gebraucht werden, um die Geschichte von Cathan und Co zu verstehen. Für eine weniger trockene Einführung zum Preis von immerhin € 13,- (Blanvalet-Verlag) wäre ich aber keineswegs undankbar gewesen. Ich bin auf jeden Fall noch sehr unschlüssig, ob ich diese Saga weiterverfolgen werden. weiterlesen schließen -
Wenn man für Geld die eigenen Kinder vergißt
29.08.2002, 16:14 Uhr von
SusanneRehbein
24 Jahre alt, Studentin der Erziehungswissenschaft, glücklich verliebtPro:
spannend, leicht verständlich
Kontra:
etwas unglaubwürdig
Empfehlung:
Nein
~*~*~*~* VORGESCHICHTE ~*~*~*~*
Vor einigen Jahren kam meine damals beste Freundin aus den Ferien und berichtete mir begeistert von einem Buch, welches sie bei ihrer Tante gelesen hatte. Der Inhalt klang nicht uninteressant und als ich es beim nächsten Einkauf im Supermarkt stehen sah, nahm ich es für den damaligen Preis von 12,80 DM mit. Wie sich herausstellte lohnte sich die Investition, denn zu dem einen Buch von V. C. Andrews gesellten sich bald alle anderen der Autorin. Doch „Blumen der Nacht“ blieb mein Lieblingsbuch.
~*~*~*~* KLAPPENTEXT ~*~*~*~*
„Von der Außenwelt abgeschlossen, vergessen von der Mutter, leben Cathy, Chris und die Zwillinge Carrie und Cory jahrelang im Halbdunkel eines Dachbodens. Denn es geht der Mutter um das Erbe ihres Vaters, der von der Existenz seiner Enkel nichts wissen darf ...
Ein außergewöhnlich spannendes Buch, das monatelang die Bestsellerliste der „New York Times“ anführte!“
~*~*~*~* INHALT ~*~*~*~*
Laut Prolog, schreibt V. C. Andrews diesen Roman, indem sie ihre alten Tagebücher abschreibt, wobei sie sich den Namen Cathy gibt und auch sonst alle Personen- und Ortsnamen bis zur Unkenntlichkeit verändert.
Die Geschichte beginnt damit, dass der über alles geliebte Vater von Cathy, Chris, Carrie und Cory bei einem Autounfall ums Lebens kommt, was die „kleine“ Familie in den Ruin zu treiben scheint. Die Mutter der Kinder, Corinna hatte bisher nur zur Aufgabe, hübsch auszusehen und sich um das Haus zu kümmern. Da sie sich nicht anders zu helfen weiß, nimmt sie ihre Kinder und geht mit ihnen zurück zu ihren Eltern nach Foxworth Hall. Während der Vater bettlägerig ist und sein baldiger Tod erwartet wird, versucht Corinna seine Gunst zurückzugewinnen und wieder in das Testament als Alleinerbin eingesetzt zu werden. Weshalb ihr die Kinder dabei im Wege stehen, wird im Laufe der Handlung klar. Auf jeden Fall muss sie die Kinder vorerst vor ihm verstecken und tut dies mit der Hilfe ihrer strengen und lieblosen Mutter auf dem Dachboden. Aus den anfänglich versprochenen Tagen werden bald Wochen, Monate und schließlich Jahre. Schon bald lässt Corinna sich nicht einmal mehr zum auffrischen ihrer verlogenen Versprechen sehen. Die Liebe der Kinder zur Mutter schwindet immer mehr, doch erst als eines der Kinder durch das fehlende Tageslicht völlig deformiert ist und eines der Kinder stirbt, planen und begehen die Kinder schließlich ihren Ausbruch.
~*~*~*~* DAS BUCH ~*~*~*~*
Das Buch ist Teil der Serie „Das Erbe von Foxworth Hall“, genauer gesagt Teil 2. Allerdings war „Blumen der Nacht“ das erste Buch von V. C. Andrews, d.h. die Vorgeschichte dazu wurde später geschrieben. „Das Erbe von Foxworth Hall“ umfasst folgende Bücher:
„Gärten der Nacht“
„Blumen der Nacht“
„Dornen des Glücks“
„Wie Blüten im Wind“
„Schatten der Vergangenheit“.
Das Buch ist im Goldmann-Verlag unter der ISBN 3-442-06617-4 als Taschenbuch erschienen und hat 431 Seiten.
~*~*~*~* FAZIT ~*~*~*~*
Manchmal ist es wirklich nicht zu glauben, dass die von Virginia C. Andrews geschilderten Erlebnisse der Wahrheit entsprechen sollen.
Ihre teilweise sehr emotionale Geschichte ist spannend zu lesen, was es einem ermöglicht das Buch innerhalb weniger Tage durchzulesen und sich auf die Fortsetzungen zu stürzen. Um diese zu verstehen, ist es von Vorteil „Blumen der Nacht“ gelesen zu haben, wobei es andersrum nicht nötig ist vorher „Gärten der Nacht“ zu lesen.
Das Buch gehört mit Recht nicht zur Weltliteratur und man hat auch mit Sicherheit nichts verpasst, wenn man es nicht gelesen hat, doch es ist gut um sich vom Alltagsgeschehen abzulenken und regt mit Sicherheit auch zum nachdenken an. Dazu trägt auch der einfache Schreibstil bei.
Als Urlaubs- oder Zwischendurch-Lektüre mit Sicherheit zu empfehlen. weiterlesen schließen -
Adorf,Mario - Der Fenstersturz: Ein deutscher Schauspielgigant erzählt
29.08.2002, 00:07 Uhr von
emmtie
Da wollen wir YOPI einmal eine 2.Chance geben (wenn auch nur auf Bewährung). Und dabei geht es ga...Pro:
sehr spannend; Stil wunderbar leicht und etwas ironisch; etwas Einblick in das japanische Leben
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
Das Mario Adorf nicht nur ein sehr guter Schauspieler ist, sondern auch zu erzählen weiß, hat man ja schon in diversen Talkshows bewundern dürfen.
Für die meisten mag er ja erst seit seiner „Altersphase“, also seit Serien wie „Der Schattenmann“ oder „Großer Bellheim“ oder momentan in der großen Neuinszenierung "der Nibelungen" vor dem Wormser Dom richtig in Erscheinung getreten sein. Aber er ist schon viel länger im Geschäft, hat viel Theater gespielt und war lange Zeit in den 60er udn 70er Jahren eine Art Standard-Bösewicht in deutschen Filmen (z.B. in Karl-May-Verfilmungen). Was viele auch nicht wissen, ist, daß er schon lange Zeit in Italien lebt und dort auch in vielen Filme und im Theater gespielt hat.
Inhalt:
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Jemand mit einer so langen Showvergangenheit hat natürlich auch viele Geschichten erlebt oder gehört. Im Buch „Der Fenstersturz“ erzählt er 21 dieser Geschichten oder besser gesagt Anekdoten aus seinem Berufleben. Ob es nun um seine Begegnungen mit deutschen Filmgrößen wie Kinski oder Romy Schneider geht, Erzählung aus seiner Lehrzeit als Schauspieler bei solchen Giganten wie dem Regisseur Kortner oder dem späteren Münchner Intendanten August Everding: Immer schreibt Mario Adorf unterhaltsam und interessant, ohne seine eigenen Person in den Vordergrund zu spielen. Und selbst bei Geschichten, die für die dargestellten Person nicht ganz so positiv wirken könnten, z.B. die Ausbrüche Kinskis oder die Geschichte von 2 bekannten Schauspielern, die im Zusammenhang mit den Bad Hersfelder Festspielen „versacken“, bringt er es fertig, die Story so zu schildern, daß man nie das Gefühl hat, er wollte „jemanden in die Pfanne“ hauen. Natürlich kommen auch seine Erlebnisse mit internationalen Kollegen, logischerweise häufig aus Italien, aber auch z.B. Billy Wilder, zur Sprache.
Stil:
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Vom Schreibstil ist es, wie man bei einem solchen Buch auch erwartet, recht locker und simpel geschreiben. Es wird zumeist aus der Ich-Perspektive rückblickend erzählt. Die einzelnen Kapitel hängen in keiner Form zusammen und künnen daher als einzelnen kleine Geschichten unabhänging von einenader in beliebiger Reiehnfolge gelesen werden. Daher eigenet sich das Buch hervorragen für das Lesen zwischendurch, z.B. auf kurzen Bahn- oder Busfahrten.
Aufmachung:
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Gelesen habe ich es in der gebundenen Ausgabe, die ich antiquarisch erstanden haben; es gibt es aber auch das Taschenbuch.
Größter Kritikpunkt aus meiner Sicht ist, daß es mit 190 relativ groß geschriebenen Seiten eindeutig zu kurz ist. Ich habe es innerhalb eines Abends verschlungen und hätte durchaus viel mehr lesen können. Zum Trost sei gesagt, daß es noch 2 ähnliche Bände von Adorf gibt.
Fazit:
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Insgesamt ein sehr interessantes und flott zu lesendes, aber eindeutig zu kurzes Buch, daß einen sehr schönen und unterhaltsamen Einblick in einzelne Episoden aus dem Schauspielerleben Mario Adorfs beleuchtet.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-28 22:07:06 mit dem Titel Anhalt, Gert - Tote mögen keine Sushi: Deutsch-japanischer Krimi; spannend und humorvoll
Deutschsprachige Krimis waren lange Zeit für mich absolut uninteressant. Das mag daran gelegen haben, das ich zu Anfang meiner „Leser-Karriere“ (lang, lang ist es her) einige deutsche Krimis gelesen habe, die ich absolut langweilig, bieder und vorhersehbar fand. Da die Auswahl an guten Krimis aus dem englischen Sprachraum sehr groß ist, sah ich danach keine weitere Veranlassung, weitere Versuche mit deutschen Krimi-Autoren zu wagen.
Doch seit einigen Jahren gibt es auch hierzulande einige wirklich bemerkenswerte Autoren dieses Genres, stellvertretend sein nur Petra Hammesfahr oder Jaques Berndorf mit seiner „Eifel“-Reihe genannt. Doch auch Seiteneinsteiger liefern gelungene Krimis ab. Einer hiervon ist aus meiner Sicht Gert Anhalt mit seinem Krimi „Tote mögen keine Sushi“
Inhalt:
=====
Hamada Kenji ist ein kleiner, übergewichtiger Privatdetektiv in Tokio. Doch sein Alltag besteht nicht aus der Lösung spektakulärer Kriminalfälle, sondern eher aus Aufgaben, wie der Überprüfung zukünftiger Schwiegersöhne oder dem Auffinden verlorener Hunde. Er ist eher ein „Mädchen für Alles“. Daher ist er begeistert, als eines Tage der schwerreiche Großindustielle Hideyoshi Takahana ihn bittet, einen gutbezahlten Job zu übernehmen, da er auf der Uni einige Semester Deutsch studiert hat.. Weil das Kind seines Filialleiters in Deutschland entführt wurde, will Takahana die Lösegeldsumme schnell und unauffällig nach „Frankufuroto“, wie die Japaner zu Frankfurt sagen, schaffen. Doch als Hamada sich in Frankfurt mit dem Filialeiter trifft, nimmt alles einen ganz anderen Verlauf, als er erwartet hatte: Er wacht am nächsten Morgen in einem Park auf, das Lösegeld ist verschwunden und der Filialleiter liegt neben ihm, geköpft mit einem Samurai-Schwert, das noch in Kenjis Hand liegt.. Dieser flieht entsetzt und wird natürlich prompt als Mörder gesucht. Seine letzte Hoffnung ist Susanne, seine Jugendliebe, eine Deutsche, mit der er zusammen studiert hat und die in Frankfurt lebt und interessanterweise genau bei der firma arbeitet, für die Hamada den Auftrag übernommen hatte. Zusammen versuchen sie den Fall zu lösen und seine Unschuld zu beweisen. Es wird bald klar, dass mehr hinter dem Mord und der angeblichen Entführung steckt und die Spuren führen sie zurück nach Tokio.
Autor:
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Der Name Gert Anhalt kam mir schon gleich bekannt vor, als ich zum erstenmal von diesem Buch hörte. Und richtig, Bücher schreibt er nur nebenbei, in seinem Hauptberuf ist er Leiter des ZDF-Büros in Tokio und mir wahrscheinlich durch Reportagen oder kurze Berichte im Rahmen der ZDF-Nachrichten im Gedächtnis geblieben. Da er auch noch studierter Japanologe ist, hat hier jemand sein Fachwissen und seine Erfahrungen in einem Krimi verarbeitet.
Meinung:
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Krimis, die in Japan spielen oder in denen Japaner eine Hauptrolle haben, gibt es ja einige; exemplarisch sein nur Nippon Connection von Michael Crichton erwähnt. Doch dieser Krimi hier ist etwas anders.
Als erstes fällt dies durch den Stil auf. Denn durch die Person des Hauptdarstellers, der den Roman in der Ich-Perspektive erzählt, gewinnt das Ganze eine ironische Note, ohne aber ins Lächerliche abzudriften. Der kleine Detektiv aus Tokio, mit sich selbst insgesamt unzufrieden, gerät in Deutschland in eine Situation, die ihm erst einmal total über den Kopf wächst. Er hat Problem mit der Verständigung, er hat Probleme mit den fremden Sitten und wacht neben einer Leiche auf. Gert Anhalt ist es wunderbar gelungen, einen sympathischen Looser zu entwerfen, der eine Portion Galgenhumor verbreitet, gleichzeitig aber in seinen Vorstellungen und Ansprüchen etwas von japanischen Wesensart und der ganz eigenen Denkweise dieses Volkes vermittelt. Die Handlung ist ja eigentlich ziemlich brutal und hart, aber durch diese Betrachtungsweise hat das Buch eine gewisse Ironie und Leichtigkeit, die immer wieder zum Schmunzeln verleitet. Auch in typischen Situationen, in denen man Lustiges erwartet, seien es Sprachbarierren, Sitten u.ä., wird dies zwar eingearbeitet, aber man hat eher das Gefühl, die Situation aus Sicht des Japaners zu betrachten, dem einiges in Deutschland unverständlich ist. Dadurch, das nur etwa ein Drittel des Buches in Deutschland spielt, wird dieser Effekt auch nicht überreizt. Aber auch in den in Japan spielenden Teilen bleibt dieser angenehme, leicht ironische, sich selbst nicht zu ernst nehmende Grundton erhalten. Man merkt dem ganzen Buch an, dass der Autor sich sehr gut mit Japan und den dortigen Sitten und Gebräuchen auskennt. Und trotz der lockeren, leicht flapsigen Art, wie diese manchmal dargestellt werden, ist auch immer der zugrundeliegende Respekt vor dieser Kultur spürbar.
Auch die anfangs nicht besonders spektakulär klingende Handlung schlägt noch so manchen überraschenden Bogen, die durch ihre Spannung und Unvorhersehbarkeit den Leser bis zum Ende des Buches in seinen Bann schlägt. Und was ich persönlich immer als sehr wichtig empfinde: Trotz der vielen Wendungen ist der Schluss in sich logisch und der Verlauf der Handlung nachvollziehbar. Ohne all zu viel von dieser zu verraten, weil ich es auch persönlich hasse, wenn ich schon vorher weiß, wie ein Buch oder Film ausgeht: Es gibt noch mehrere Morde und alles hängt mit Ereignissen aus dem Jahr 1937 zusammen, die auch etwas mit der gemeinsamen deutsch-japanischen Vergangenheit zutun haben. Also kommt auch noch ein klein wenig Geschichtsuntereicht hinzu.
Fazit:
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Ein spannender und gleichzeitig amüsanter Krimi, der gleichzeitig in lockerer Art auch ein Einblick in das alltägliche Leben eines „normalen“ Japaners gewährt. Ein Krimi, bei dem man ganz nebenbei auch ein wenig Wissen vermittelt bekommt; genau das, was ich liebe. weiterlesen schließen -
Gefangen auf dem Dachboden
25.08.2002, 07:36 Uhr von
Schlumpfinchen
Ich bin meistens ein sehr gut gelaunter und fröhlicher Mensch, der grundsätzlich sagt was er denk...Pro:
Sehr spannend und fesselnd
Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Das Buch „Blumen der Nacht“ hab ich inzwischen schon einige Male gelesen. Auch wenn Dramen nicht gerade meine beliebteste Leselektüre sind, verschlinge ich sie ebenso wie jedes andere Buch das mir in die Hände fällt. Blumen der Nacht hat mich bei meinem ersten Lesegenuss von Anfang an gefesselt, und ich konnte es nicht zur Seite legen, was mal wieder dazu führte das ich in dieser Nacht sehr wenig Schlaf bekam. Warum mich dieses Buch so begeistert werde ich versuchen so ausführlich wie möglich zu schildern. Doch zunächst erzähle ich erst mal etwas zum Buch selbst
DIE GESCHICHTE
Mit dem Tod ihres Vaters ändert sich alles für die vier Kinder, Cathy (12 Jahre), Chris (14 Jahre) und die Zwillinge Carrie und Cory (4 Jahre). Corinna, die Frau des Verstorbenen und Mutter der vier Kinder ist gezwungen alles Hab und Gut zu verkaufen. Die Familie muss das Haus verlassen in dem sie so viele Jahre glücklich gelebt hatten. Alles was ihnen bleibt ist ihre Liebe zueinander und viele schöne Erinnerungen.
Durch ihre finanzielle Lage ist Corinna gezwungen in ihr Elternhaus Foxworth Hall zurückzukehren. Sie erklärt ihren Kindern das sie einmal eine reiche Erbin war, doch enterbt wurde weil sie ihren Vater sehr zornig gemacht hatte. Sie verspricht die Liebe ihres Vaters, der im sterben liegt, wieder zurückzugewinnen so das er sie wieder in sein Testament aufnimmt und somit soll dann jeder Wunsch den die vier Kinder haben erfüllt werden.
Beim alleinigen Anblick von Foxworth Hall, einen 200 Jahre altem Herrenhaus, beschleicht Cathy schon ein ungutes Gefühl. Und der Empfang der Großmutter, die ihren Enkelkinder die sie noch nie gesehen hat nicht mal einen Blick schenkt, verstärken die Zweifel und Ängste noch um einiges. Corinna wird von ihrer Mutter sofort befohlen die Kinder in den Dienstbotenflügel zu bringen, wo diese von nun an leben sollen.
Cathy, Chris und die Zwillinge werden von der Großmutter darüber aufgeklärt das ihr Großvater nichts über sie wisse und das dies auch so bleiben würde. Mit grenzenlosen Hass erzählt sie den Kindern das Corinna enterbt wurde weil sie ihren eigenen Onkel geheiratet hätte. Die aus der Verbindung entstandenen Kinder betrachtet sie als Ausgeburt der Hölle und schlecht vom Tage ihrer Geburt an, eine Sünde in den Augen des Herrn. Was sie die vier Kinder auch immer wieder deutlich spüren lässt.
Die Kinder werden im Zimmer, in dem sie untergebracht wurden, eingeschlossen. Auch die Fenster wurden vernagelt, so das man keinen Blick nach draußen werfen konnte. Corinna wurde von der Großmutter erlaubt ihren Kindern vom Dachboden zu erzählen, zu dem sie vom Zimmer aus einen Zugang hätten. Dieser ist so groß das man sich verlaufen könnte. Mit viel Fantasie und Einfallsreichtum wird der Dachboden von Cathy und Chris zum Spielplatz umgestaltet, auf dem sie von nun an ihre ganze Zeit verbringen. Dort ist auch das einzige Fenster wo wenigstens etwas Sonnenlicht zu sehen ist, allerdings ist auch dieses vergittert.
Corinna kommt Anfangs ihre Kinder Tag täglich besuchen, doch mit der Zeit werden die Besuche der Mutter immer seltener, und irgendwann kommt sie gar nicht mehr. Cathy und Chris machen sich schreckliche Sorgen das ihrer Mutter etwas zugestossen sein könnte. Auch von ihrer Großmutter, die täglich erscheint um den Kindern etwas zu essen und trinken zu bringen, erfahren sie nichts. Daraufhin planen die beiden einen Fluchtversuch um ihre Mutter zu suchen. Dieser scheitert jedoch kläglich.
Doch am darauffolgenden Tag erscheint Corinna wieder, macht den Kindern jedoch auch Vorwürfe wegen ihrer versuchten Flucht, der doch beinahe ihren schönen Plan zunichte gemacht hätte. Sie erinnert Cathy und Chris noch mal ausdrücklich das keiner von ihrer Anwesenheit wissen dürfte, da sie ansonsten nicht wieder ins Testament aufgenommen werden würde. Cathy und Chris hingegen wollen hingegen nur so schnell wie möglich das Haus, das für sie wie ein Gefängnis ist, verlassen. Ihre Mutter jedoch versichert den Kindern das es sich höchstens noch um einen Monat handelt bis der Großvater stirbt, woraufhin Chris sich umstimmen lässt. Cathy bleibt nichts anderes übrig als sich zu fügen.
Wieder bleiben die Besuche der Mutter aus. Einzig ihre Großmutter bekommen sie täglich zu Gesicht, die keine Gelegenheit auslässt um die Kinder mit ihren aufgestellten Hausregeln zu quälen und tyrannisieren. Als sie Chris und Cathy eines Morgens zusammen in einem Bett sieht, was ein eindeutiger Regelbruch ist, hört sie auf die Kinder mit Nahrung zu versorgen. Ausgehungert nach Nahrung und Licht wird Cory sehr krank...
Wie das Buch weitergeht und endet? Na das müsst ihr schon selber lesen wenn es euch interessiert
DAS COVER
Der Einband des Buches, bei mir handelt es sich hierbei um die Taschenbuchausgabe, ist sehr schlicht gehalten. Beherrscht wird er hauptsächlich von der Farbe schwarz. Einzig ein weißer und gelber Schriftzug, der die Autorin und den Buchtitel bekannt gibt, ebenso drei beleuchtete Fenster, die den Anschein eines ganz normalen Familienhauses erwecken, stechen etwas hervor. Meiner Meinung nach etwas zu unscheinbar, zumindest hätte mich der Einband bestimmt nicht zum Kauf des Buches angeregt, geschweige mich neugierig gemacht.
MEINE MEINUNG
Blumen der Nacht ist eine leichte Leslektüre, klar und verständlich ausgedrückt. Das Buch ist sehr flüssig detailreich geschrieben, so das man sich jede Kleinigkeit gut vor Augen führen kann. Auch Spannung kommt bei diesem Werk wirklich nicht zu kurz, ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt und konnte nicht erwarten zu erfahren wie es weitergeht.
V.C. Andrews ist es sehr gut gelungen zu schildern wie sich die Kinder fühlen, deren Ängste und Zweifel ein täglicher Begleiter sind. Das einzige was bleibt sind Hoffnungen und Träume, die auch von Tag zu Tag weniger werden. Auch den gesundheitlichen Zustand hat sie nicht vergessen , der sich gerade durch Mangel an Sonne und Luft, ja verschlechtern musste.
Die Grausamkeiten der Großmutter, ebenso die immer häufiger auftretende Gleichgültigkeit der Mutter, hinterlassen bei den Kindern viele seelische Narben, die auch im Buch sehr deutlich zu Tage kommen. Cathy und Chris werden sehr schnell erwachsen, wie es nun mal ist wenn man viel durchmachen muss und nehmen auch meiner Meinung nach die Elternrolle für die Zwillinge ein.
Bei Blumen der Nacht handelt es sich um das Erstlingswerk der Schriftstellerin V.C. Andrews und es wundert mich nicht im geringsten das dieses Buch monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times stand.
Erst vor kurzem hab ich erfahren das diese Buch zu einem fünfteiligen Romanzyklus gehört. Auch habe ich die anderen vier Bücher nicht gelesen, was auch nicht nötig ist, da es sich bei Blumen der Nacht um einen abgeschlossenen Roman handelt und das Ende nicht offen bleibt. Trotzdem liste ich die Bücher der Reihenfolge auf, falls es jemanden interessiert.
1) Gärten der Nacht
2) Blumen der Nacht
3) Wie Blüten im Wind
4) Dornen des Glücks
5) Schatten der Vergangenheit
Also ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch mal zu lesen. Langeweile kommt bestimmt nicht auf, auch wenn es nicht sehr anspruchsvoll ist. Es ist sehr spannend und der Leser wird immer wieder überrascht. Für mich gehört es eher in die Kategorie Drama wie um eine Familiengeschichte, aber das ist wohl Auffassungssache. Genauso hab ich die Ansicht das es sich hier nicht um ein Buch nur für Frauen handelt, ich könnte mir vorstellen das es auch einigen Männern gefallen könnte. Kann dies allerdings nur vermuten, da ich keinen einzigen Mann kenne der überhaupt mal hin und wieder ein Buch in die Hand nimmt. Für Lesmuffel, die jedoch trotzdem neugierig sind, kann ich nur den Film empfehlen. Er ist zwar bei weitem nicht so gut aber dennoch sehr sehenswert.
Das Buch hat 432 Seiten und bezahlt hab ich damals 10.00 DM weiterlesen schließen -
Zeit zum Träumen: Ein Sommernachtsspiel von Kathe Atkinson
17.08.2002, 23:26 Uhr von
ritasport
Hi! Nun ist Yopi wieder online und ich kann endlich mal sehen, was es damit auf sich hat! Auf je...Pro:
tolle Erzählweise, traumhaft schön aber auch lustig!
Kontra:
vielleicht der Preis!
Empfehlung:
Nein
Ich habe das Buch „Ein Sommernachtsspiel“ von Kate Atkinson durch Zufall in die Hände bekommen, als ich genau drei Minuten Zeit hatte, mir eine Urlaubslektüre zu kaufen.
Dabei hat mich der Klappentext so angesprochen, daß ich das Buch einfach mal mitgenommen habe:
„In ihrem zweiten Roman erzählt die Autorin des preisgekrönten Familienalbums eine magische Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit. Die 16jährige Isobel Fairfax versucht Ordnung zu bringen in ihre Gefühle und in die verzweigte Geschichte ihrer Familie. Dabei kommt sie ebenso tragischen wie skurrilen Begebeheiten auf die Spur, die sie zurückverfolgt bis weit ins 16. Jahrhundert, zu einem Herrenhaus in den Wäldern von Lythe, wo Shakespeare einst die Landschaft fand für seinen Sommernachtstraum.“
Außerdem gab es noch zwei Rezensionen. Der Spiegel schrieb: „Atkinson ist eine wortgewalige Erzählerin.“ Und in der Süddeutschen Zeitung konnte man lesen: „So schwelgend wie ihre Vorstellungskraft ist auch Atkinsons Umgang mit der Sprache.“
In der Geschichte der Isobel Fairfax geht es nur zweitrangig um die Probleme eines 16-jährigen Teenagers. Hier spielt vor allem die Welt eine Rolle, in die sie hineingboren wurde: Ihre Familie, die aus Vater, Großmutter, Tante und Bruder besteht, die Nachbarn, Klassenkameraden und vor allem auch ihre große Liebe, der unerreichbare Malcolm Lovat, sie alle hinterlassen in Isobels Träumen ihre Spuren. Ganz nebenbei wird immer mal wieder ein Stück der geheimnisvollen Familiengeschichte gelüftet. Was zum Beispiel ist mit der Mutter passiert? Hat der Vater sie wirklich umgebracht oder ist sie einfach nur davongelaufen?
Jede Generation hatte ihre eigene Geschichte. So erfährt man immer wieder mysteriöse Detail, deren Verflechtungen dem Leser einen großen Spielraum zum Träumen lassen.
Dieses Buch ist wunderbar leicht geschrieben. Sie wird eben durch einen Teenager erzählt. Nicht nur die Sicht der Dinge, sondern vor allem die gerade, manchmal leicht genervte Stil von Isobel gibt mehr als einmal den Anlaß zum Schmunzeln oder laut lachen. Ich selbst hatte auch häufiger das Gefühl: Ja, genauso habe ich mich in der Biologie-Stunde auch gefühlt! oder ähnliche Anwandlungen.
Durch die Art der Autorin, Bilder zu beschreiben, fühlt man sich oftmals mitten in die Handlung hineinversetzt. Falls man also einen Roman zum Träumen und Lachen sucht, ist man hier genau richtig!
Der Schluß selbst ist reichlich ungewöhnlich und lässt manche Fragen offen, jedoch nicht in der Art und Weise, daß man es vermisst, er lässt eben Raum zum Weiterträumen.
Das Buch hat 410 Seiten und ist im Verlag Diana-Taschenbücher erschienen. Ich habe damals ein Sonderangebot bekommen, auf der Rückseite steht ein Preis von 17,00 DM.
Die ISBN-Nummer lautet: 3-453-15253-0.
Ich kann dieses Buch jedem, der das Träumen noch nicht verlernt hat, nur wärmstens ans Herz legen!!! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Töte nicht den TOD... : Reiter auf dem schwarzen Pferd / Anthony, Piers
09.08.2002, 18:49 Uhr von
leser@tte
Interessen sind vielfältig und sollen es auch bleiben! Mehr von mir auch bei ciao und ecomments. ...Pro:
gute Story und nette Aufmachung
Kontra:
auf deutsch vergriffen
Empfehlung:
Nein
...den sonst ergeht es Dir vielleicht wie dem Helden dieses Buches.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd bildet den Auftakt zu einer Reihe von Piers Anthony, die ich für eine der interessantesten und originellsten des Genres halte. Allerdings muß ich auch sagen, daß es sich bei der Reihe meines Erachtens um einen Grenzgang zwischen Fantasy und Science Fiction handelt, obwohl sie meist als Science Fiction angeboten wird.
Der Protagonist der Story, Zane, möchte in einem Anfall von Depressionen Selbstmord begehen. Leider passiert ihm ein Mißgeschick, den als der personifizierte Tod kommt um seine Seele zu holen erschießt Zane nicht sich, sondern den Tod. Dadurch wird Zane gezwungen, dessen Nachfolge anzutreten, wozu er allerdings nicht die geringste Lust hat.
Es kommt schließlich soweit, daß Zane das Handtuch bzw. die Sense wirft und in den Streik tritt. Von diesem Zeitpunkt herrscht Chaos denn niemand stirbt mehr. Was alles passieren muß um Zane von dem Sinn seines neuen Amtes zu überzeugen ist Inhalt des Buches, den ich hier nicht weiter vorwegnehmen möchte.
DIE INKARNATIONEN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Reihe besteht in der deutschen Ausgabe bei Bastei Lübbe aus 5 Bänden:
1.Reiter auf dem schwarzen Pferd
2.Der Sand der Zeit
3.Des Schicksals dünner Faden
4.Das Schwert in meiner Hand
5.Sing ein Lied für Satan
In jedem Band wird eine der sogenannten Inkarnationen (1.Tod, 2.Zeit, 2.Schicksal, 4.Krieg, 5.Natur) behandelt. Auch wenn das Stickmuster in jedem Fall das gleiche ist, daß ein gewöhnlicher Mensch in die Rolle einer der Inkarnationen schlüpfen muß, macht die fantastische Beschreibung von Piers Anthony jeden Band für mich zu einem besonderem Highlight. Leider sind die 5 Bände alle vergriffen.
Im Original sind noch zwei weitere Bände, For Love of Evil und And Eternity erschienen, die bisher meines Wissens nicht in deutscher Sprache erschienen sind. Diese beiden Bände können aber z.B. über www.amazon.de problemlos geordert werden.
DER AUTOR
Piers Anthony Dillingham Jacob wurde am 6. August 1934 in Oxford, England geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren verließ er aber England und kehrte nie mehr in das Land seiner Geburt zurück. Zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern lebte er kurz in Spanien, wo seine Eltern während des spanischen Bürgerkrieges von 1936-1939 an einem Hilfsprojekt für hungernde Kinder arbeiteten.
Wegen Problemen mit der neuen Regierung (Piers Vater wurde von der Regierung Franco wegen falscher Anschuldigungen verhaftet) verließ die Familie Spanien aber 1940. So kam Piers im Alter von 6 Jahren in die Vereinigten Statten von Amerika, wo sein Vater ursprünglich herstammte.
Seine schulische Laufbahn war zunächst ein großes Desaster. Da er sich zu beginn bereits an die dritte Heimat gewöhnen mußte und zusätzlich die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging, verwundert mich dies jedoch nicht sehr. Er wechselte 5 mal die Schule und verbrachte 3 Jahre in der ersten Klasse bis er Lesen und Schreiben konnte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl keiner daran das sich Piers Anthony eines Tages mit Literatur in irgend einer Form beschäftigen würde.
1956 schloß Piers die Schule (Goddard College, Vermont) ab und heiratete seine Frau Carol Ann Marbel (kurz Cam). 1958 erlangte Piers nach dem Dienst in der U. S. Army die amerikanische Staatsbürgerschaft. Piers und Cam ließen sich nach seinem Kriegsdienst in Florida nieder, wo sie bis heute leben. Da beide zusammen bereits genug Namen für eine Großfamilie haben nannten sie ihre Töchter kurz Penny (*1967) und Cheryl (*1970).
Nach einigen Jobs als Lektor und Lehrer stellte Piers fest, das darin nicht seine wirkliche Bestimmung lag. Kurzerhand verkürzte er seinen Namen zu Piers Anthony, kündigte seinen Job und begann zu Schreiben. Die ersten Versuche eine Geschichte zu veröffentlichen waren allenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Seine erste Kurzgeschichte (Evening) wurde vom Galaxy Magazine abgelehnt, und erst nach vielen Jahren, und vielen Versuchen wurde 1962 seine erste Geschichte veröffentlicht. Fünf Jahre später folgte der erste Roman. Mittlerweile hat Piers Anthony über 110 Romane geschrieben, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden.
DATEN
Reiter auf dem schwarzen Pferd
Originaltitel: On a Pale Horse
dt. Übersetzung: Ralph Tegtmeier
Bastei Lübbe Band 22 098
377 Seiten Paperback
Preis: 9,80 DM
MEIN FAZIT
Ich habe eine sehr kurzweilige Zeit mit diesem Buch verbracht. Dem Konzept eines personifizierten Todes und dessen Probleme mit seinem Amt bin ich hier zum ersten Mal auf eine solche Art begegnet. Vergleichbares kenne ich höchstens von Terry Pratchetts Scheibenwelt, die aber in Deutschland erst drei Jahre Später auf den Markt kam.
Das Konzept hinter den Inkarnationen der Unsterblichkeit sehe ich in einer Auseinandersetzung mit sehr komplexen Themen/Konzepten auf einer spielerischen Art. Auch wenn dem Tod von vielen mit eher gemischten Gefühlen begegnet wird handelt es sich doch um eine sinnvolle Erfindung. Hier wird gezeigt, was ohne Tod passieren könnte.
Dennoch handelt es sich um leichte Kost, die vergnüglich zu lesen ist. Ich finde hier ist Piers Anthony ein kleines Meisterwerk gelungen und vergebe volle Punktzahl.
(erstveröffentlicht bei ciao.de)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-02 17:54:11 mit dem Titel tieZ eid hcrud sträwkcüR
Der Sand der Zeit ist der zweite Band von Piers Anthonys Inkarnationen der Unsterblichkeit und mein persönlicher Lieblingsband in dieser Reihe. Das wird sicher damit zusammenhängen, daß ich das Wesen der Zeit für eines der schwierigen Themen in Philosophie und Physik halte. Ein gutes Zitat dazu gibt es bei Augustinus: Was also ist die Zeit? Wenn keiner mich fragt, weiß ich es; will ich es aber erklären, so weiß ich es nicht. In dem Buch, das ich hier vorstelle, wird allerdings eher spielerisch mit diesem Thema umgegangen.
ZUR STORY
Die Hauptfigur in diesem Band heiß Norton. Durch den Verlust seiner Frau verliert sein Leben für ihn jeglichen Sinn. Da aber die Inkarnation des Schicksals nicht ganz unschuldig an deren Tod ist bekommt Norton das Angebot selbst zu einer Inkarnation der Unsterblichkeit zu werden. Er übernimmt von Chronos, der selbst Rückwärts durch die Zeit läuft, das Stundenglas kurz vor dessen Geburt, die gewissermaßen das Ende seines Lebens darstellt. Dadurch wird Norton der neue Chronos, die Inkarnation der Zeit.
Chronos erbt gewaltige Mächte. So kann er mit seiner Sanduhr den gesamten Lauf der Zeit anhalten und beliebig in der Zeit reisen. Dabei verfärbt sich der Sand beim Rückwärtsreisen blau und beim Vorwärtsreisen rot, ähnlich der Dopplerverschiebung des Lichtes. Norton muß sich jedoch erst einmal selber in das Amt einleben und herausfinden, wie alles funktioniert und welche Möglichkeiten ihm zur Verfügung stehen. Dabei ist ihm der magische Ring Snig eine große Hilfe, der durch Druck seine Fragen beantworten kann. (druck = ja ; druck druck = nein)
Alles wird aber dadurch kompliziert, daß sich Satan, die Inkarnation der Lüge, in Nortons Angelegenheiten mischt. So verhindert Chronos durch eine Intrige Satans, daß Zane zur Inkarnation des Todes wird und hebt somit paradoxerweise die gesammte Handlung des ersten Bandes der Reihe auf. Wie Norton/Chronos das Unheil wieder grade biegt, daß er dadurch angerichtet hat möchte ich nun aber jedem Leser selbst herausfinden lassen.
DIE INKARNATIONEN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Reihe besteht in der deutschen Ausgabe bei Bastei Lübbe aus 5 Bänden:
1.Reiter auf dem schwarzen Pferd
2.Der Sand der Zeit
3.Des Schicksals dünner Faden
4.Das Schwert in meiner Hand
5.Sing ein Lied für Satan
In jedem Band wird eine der sogenannten Inkarnationen (1.Tod, 2.Zeit, 2.Schicksal, 4.Krieg, 5.Natur) behandelt. Auch wenn das Stickmuster in jedem Fall das gleiche ist, daß ein gewöhnlicher Mensch in die Rolle einer der Inkarnationen schlüpfen muß, macht die fantastische Beschreibung von Piers Anthony jeden Band für mich zu einem besonderem Highlight. Leider sind die deutschen 5 Bände alle vergriffen.
Im Original sind noch zwei weitere Bände, For Love of Evil und And Eternity erschienen, die bisher meines Wissens nicht in deutscher Sprache erschienen sind. Diese beiden Bände können aber z.B. über www.amazon.de problemlos geordert werden.
DER AUTOR
Piers Anthony Dillingham Jacob wurde am 6. August 1934 in Oxford, England geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren verließ er aber England und kehrte nie mehr in das Land seiner Geburt zurück. Zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern lebte er kurz in Spanien, wo seine Eltern während des spanischen Bürgerkrieges von 1936-1939 an einem Hilfsprojekt für hungernde Kinder arbeiteten.
Wegen Problemen mit der neuen Regierung (Piers Vater wurde von der Regierung Franco wegen falscher Anschuldigungen verhaftet) verließ die Familie Spanien aber 1940. So kam Piers im Alter von 6 Jahren in die Vereinigten Statten von Amerika, wo sein Vater ursprünglich herstammte.
Seine schulische Laufbahn war zunächst ein großes Desaster. Da er sich zu beginn bereits an die dritte Heimat gewöhnen mußte und zusätzlich die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging, verwundert mich dies jedoch nicht sehr. Er wechselte 5 mal die Schule und verbrachte 3 Jahre in der ersten Klasse bis er Lesen und Schreiben konnte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl keiner daran das sich Piers Anthony eines Tages mit Literatur in irgend einer Form beschäftigen würde.
1956 schloß Piers die Schule (Goddard College, Vermont) ab und heiratete seine Frau Carol Ann Marbel (kurz Cam). 1958 erlangte Piers nach dem Dienst in der U. S. Army die amerikanische Staatsbürgerschaft. Piers und Cam ließen sich nach seinem Kriegsdienst in Florida nieder, wo sie bis heute leben. Da beide zusammen bereits genug Namen für eine Großfamilie haben nannten sie ihre Töchter kurz Penny (*1967) und Cheryl (*1970).
Nach einigen Jobs als Lektor und Lehrer stellte Piers fest, das darin nicht seine wirkliche Bestimmung lag. Kurzerhand verkürzte er seinen Namen zu Piers Anthony, kündigte seinen Job und begann zu Schreiben. Die ersten Versuche eine Geschichte zu veröffentlichen waren allenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Seine erste Kurzgeschichte (Evening) wurde vom Galaxy Magazine abgelehnt, und erst nach vielen Jahren, und vielen Versuchen wurde 1962 seine erste Geschichte veröffentlicht. Fünf Jahre später folgte der erste Roman. Mittlerweile hat Piers Anthony über 110 Romane geschrieben, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden.
DATEN
Der Sand der Zeit
Originaltitel: Bearing an Hourglass
dt. Übersetzung: Ralph Tegtmeier
Bastei Lübbe Band 22 104
382 Seiten Paperback
Preis: 12,80 DM
MEIN FAZIT
Wie ich schon sagte handelt es sich bei diesem Band um meinen Favoriten aus dieser Reihe. Die verschiedenen Zeitstränge mögen zwar etwas verwirrend wirken, lassen den Leser aber sehr schön an Nortons eigenen Schwierigkeiten mit seinem neuen Leben als Chronos teilhaben.
Zeitreisen sind ja ein beliebtes Thema in der Science Fiction. Daß aber die Zeit selbst als Person in Erscheinung tritt, wie in diesem Fantasy Roman, kommt leider nicht so häufig vor. Die Paradoxien, die aus Nortons Handlungen entstehen fand ich äußerst spannend und unterhaltsam.
Die deutsche Übersetzung von Ralph Tegtmeier fand ich ebenso gelungen, wie das Titelbild von Michael Whelan. Einzig und allein um die Bindung meiner Ausgabe, die mittlerweile 15 Jahre auf dem Buckel hat mache ich mir langsam Sorgen.
Mein Tipp lautet daher, wenn ihr dieses Buch irgendwo findet: zugreifen und lesen!
P.S.: Sollte irgend jemand tatsächlich Fragen zum Titel meines Berichtes haben so empfehle ich einen Spiegel!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-05 11:23:25 mit dem Titel Verworrener Schicksalsfaden: Des Schicksals dünner Faden / Anthony, Piers
Des Schicksals dünner Faden ist der dritte Band von Piers Anthonys Inkarnationen der Unsterblichkeit. Nach Tod und Zeit wird hier das Schicksal in einer menschlichen Inkarnation behandelt. Dabei folgt der formale Aufbau der Story einem ähnlich verworrenem Faden wie die eigentliche Geschichte.
ZUR STORY
Die Hauptfigur in diesem Band heißt Niobe, eine junge Frau, die in die Mächte des Schicksals verstrickt wird. Als Satan, der Wiedersacher der Inkarnationen (wenn auch selbst gewissermaßen eine Inkarnation) beschließt sie zu töten und versehentlich ihren Man Cedric das Leben nimmt beschließt sie Rache. Da die Inkarnation des Schicksals selbst in die Vorfälle verwoben ist wird Niobe angeboten selbst zur Inkarnation des Schicksals zu werden.
Ein Kampf, der sie auf direktem Weg in die Hölle führt. Wie die Wege des Schicksals ist die Story auch recht komplex und mag etwas verwirren. So wird Niobe zuerst zur jüngeren Inkarnation des Schicksals Clotho, setzt sich nach ein paar Jahren des Kampfes zur Ruhe und wird später nocheinmal zur älteren Inkarnation des Schicksals Lachesis. Auch die verwandschaftlichen Grade zu den ersten beiden Büchern lassen sich aus diesem Buch ableiten, den die Enkel von Niobe sind die Protagonisten der ersten beiden Bände Zane (Band 1/Tod) und Norton (Band 2/Zeit). Wobei Zanes Großvater Niobes erster Man Cedric und Nortons Großvater Niobes zweiter Man Pacian ist.
Die gesamten Verstickungen hier wiederzugeben würde aber sicher das Lesevergnügen schmälern und so möchte ich es bei diesem kurzen Einblick belassen.
DIE INKARNATIONEN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Reihe besteht in der deutschen Ausgabe bei Bastei Lübbe aus 5 Bänden:
1.Reiter auf dem schwarzen Pferd
2.Der Sand der Zeit
3.Des Schicksals dünner Faden
4.Das Schwert in meiner Hand
5.Sing ein Lied für Satan
In jedem Band wird eine der sogenannten Inkarnationen (1.Tod, 2.Zeit, 2.Schicksal, 4.Krieg, 5.Natur) behandelt. Auch wenn das Stickmuster in jedem Fall das gleiche ist, daß ein gewöhnlicher Mensch in die Rolle einer der Inkarnationen schlüpfen muß, macht die fantastische Beschreibung von Piers Anthony jeden Band für mich zu einem besonderem Highlight. Leider sind die deutschen 5 Bände alle vergriffen.
Im Original sind noch zwei weitere Bände, For Love of Evil und And Eternity erschienen, die bisher meines Wissens nicht in deutscher Sprache erschienen sind. Diese beiden Bände können aber z.B. über www.amazon.de problemlos geordert werden.
DER AUTOR
Piers Anthony Dillingham Jacob wurde am 6. August 1934 in Oxford, England geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren verließ er aber England und kehrte nie mehr in das Land seiner Geburt zurück. Zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern lebte er kurz in Spanien, wo seine Eltern während des spanischen Bürgerkrieges von 1936-1939 an einem Hilfsprojekt für hungernde Kinder arbeiteten.
Wegen Problemen mit der neuen Regierung (Piers Vater wurde von der Regierung Franco wegen falscher Anschuldigungen verhaftet) verließ die Familie Spanien aber 1940. So kam Piers im Alter von 6 Jahren in die Vereinigten Statten von Amerika, wo sein Vater ursprünglich herstammte.
Seine schulische Laufbahn war zunächst ein großes Desaster. Da er sich zu beginn bereits an die dritte Heimat gewöhnen mußte und zusätzlich die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging, verwundert mich dies jedoch nicht sehr. Er wechselte 5 mal die Schule und verbrachte 3 Jahre in der ersten Klasse bis er Lesen und Schreiben konnte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl keiner daran das sich Piers Anthony eines Tages mit Literatur in irgend einer Form beschäftigen würde.
1956 schloß Piers die Schule (Goddard College, Vermont) ab und heiratete seine Frau Carol Ann Marbel (kurz Cam). 1958 erlangte Piers nach dem Dienst in der U. S. Army die amerikanische Staatsbürgerschaft. Piers und Cam ließen sich nach seinem Kriegsdienst in Florida nieder, wo sie bis heute leben. Da beide zusammen bereits genug Namen für eine Großfamilie haben nannten sie ihre Töchter kurz Penny (*1967) und Cheryl (*1970).
Nach einigen Jobs als Lektor und Lehrer stellte Piers fest, das darin nicht seine wirkliche Bestimmung lag. Kurzerhand verkürzte er seinen Namen zu Piers Anthony, kündigte seinen Job und begann zu Schreiben. Die ersten Versuche eine Geschichte zu veröffentlichen waren allenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Seine erste Kurzgeschichte (Evening) wurde vom Galaxy Magazine abgelehnt, und erst nach vielen Jahren, und vielen Versuchen wurde 1962 seine erste Geschichte veröffentlicht. Fünf Jahre später folgte der erste Roman. Mittlerweile hat Piers Anthony über 110 Romane geschrieben, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden.
DATEN
Des Schicksals dünner Faden
Originaltitel: With a Tangled Skein
dt. Übersetzung: Ralph Tegtmeier
Bastei Lübbe Band 24 102
380 Seiten Paperback
Preis: 12,80 DM
MEIN FAZIT
Die Story ist schön und fügt sich wunderbar in die ganze Reihe ein. Die verworrenen Handlungsfäden passen sehr gut zu den wirren des Schicksals um die es in dem Buch geht. Auch werden einige verwandschaftliche Verhältnisse geklärt. Es empfiehlt sich dabei aber die ersten beiden Bände vorher gelesen zu haben.
Die deutsche Übersetzung von Ralph Tegtmeier fand ich ebenso gelungen, wie das Titelbild von Michael Whelan, welches eine garnspinnende Frau inmitten eines Spinnennetzes zeigt. Lediglich um die Bindung meiner Ausgabe, die mittlerweile 14 Jahre auf dem Buckel hat beginne ich mir Sorgen zu machen. Doch der Paperback Einband hat eigentlich noch einen stabilen Eindruck.
Mein Tipp auch hier, wenn ihr dieses Buch irgendwo findet: zugreifen und lesen!
(erstveröffentlicht bei ciao.de)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-08 11:04:25 mit dem Titel Mord und Totschlag : Das Schwert in meiner Hand / Anthony, Piers
Das Schwert in meiner Hand ist der vierte Band von Piers Anthonys Reihe Inkarnationen der Unsterblichkeit, in der die Mächte des Schicksals sterbliche Menschen sind. Nach Tod, Schicksal und Zeit wird in diesem Band der Krieg personifiziert, wobei Anknüpfungen sowohl an die vorhergehenden, wie auch an den nächsten Band in dem Buch zu finden sind.
ZUR STORY
Der Protagonist Myn lebt in einem Wanderzirkus und wird im allgemeinen für einen normalen Artisten gehalten. In Wirklichkeit verbirgt sich hinter dem schüchternen, stotternden Artisten aber ein verstoßener Prinz und Krieger, der wie ein Berserker zu kämpfen versteht.
Als Satan seinen Bruder tötet muß Myn den Zirkus und seine große Liebe Orb (im übrigen die Protagonistin des nachfolgenden Bandes) verlassen und den Thron besteigen. Sein Vater setzt den ungeliebten Sohn unter Druck um die Interessen des Reiches zu schützen.
Durch verworrene Intrigen bleibt Myn irgendwann nur noch die Wahl alles zu verlieren oder sein Schicksal selbst als Inkarnation des Krieges in die eigene Hand zu nehmen. Eine Wahl die nicht allzu schwer fällt. Er ergreift das rote Schwert (Symbol seiner Inkarnation) und zieht in die Schlacht um seine Liebe und sein Reich zu verteidigen...
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.
DIE INKARNATIONEN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Reihe besteht in der deutschen Ausgabe bei Bastei Lübbe aus 5 Bänden:
1.Reiter auf dem schwarzen Pferd
2.Der Sand der Zeit
3.Des Schicksals dünner Faden
4.Das Schwert in meiner Hand
5.Sing ein Lied für Satan
In jedem Band wird eine der sogenannten Inkarnationen (1.Tod, 2.Zeit, 3.Schicksal, 4.Krieg, 5.Natur) behandelt. Auch wenn das Stickmuster in jedem Fall das gleiche ist, daß ein gewöhnlicher Mensch in die Rolle einer der Inkarnationen schlüpfen muß, macht die fantastische Beschreibung von Piers Anthony jeden Band für mich zu einem besonderem Highlight. Leider sind die deutschen 5 Bände alle vergriffen.
Im Original sind noch zwei weitere Bände, For Love of Evil und And Eternity erschienen, die bisher meines Wissens nicht in deutscher Sprache erschienen sind. Diese beiden Bände können aber z.B. über www.amazon.de problemlos geordert werden.
DER AUTOR
Piers Anthony Dillingham Jacob wurde am 6. August 1934 in Oxford, England geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren verließ er aber England und kehrte nie mehr in das Land seiner Geburt zurück. Zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern lebte er kurz in Spanien, wo seine Eltern während des spanischen Bürgerkrieges von 1936-1939 an einem Hilfsprojekt für hungernde Kinder arbeiteten.
Wegen Problemen mit der neuen Regierung (Piers Vater wurde von der Regierung Franco wegen falscher Anschuldigungen verhaftet) verließ die Familie Spanien aber 1940. So kam Piers im Alter von 6 Jahren in die Vereinigten Statten von Amerika, wo sein Vater ursprünglich herstammte.
Seine schulische Laufbahn war zunächst ein großes Desaster. Da er sich zu beginn bereits an die dritte Heimat gewöhnen mußte und zusätzlich die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging, verwundert mich dies jedoch nicht sehr. Er wechselte 5 mal die Schule und verbrachte 3 Jahre in der ersten Klasse bis er Lesen und Schreiben konnte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl keiner daran das sich Piers Anthony eines Tages mit Literatur in irgend einer Form beschäftigen würde.
1956 schloß Piers die Schule (Goddard College, Vermont) ab und heiratete seine Frau Carol Ann Marbel (kurz Cam). 1958 erlangte Piers nach dem Dienst in der U. S. Army die amerikanische Staatsbürgerschaft. Piers und Cam ließen sich nach seinem Kriegsdienst in Florida nieder, wo sie bis heute leben. Da beide zusammen bereits genug Namen für eine Großfamilie haben nannten sie ihre Töchter kurz Penny (*1967) und Cheryl (*1970).
Nach einigen Jobs als Lektor und Lehrer stellte Piers fest, das darin nicht seine wirkliche Bestimmung lag. Kurzerhand verkürzte er seinen Namen zu Piers Anthony, kündigte seinen Job und begann zu Schreiben. Die ersten Versuche eine Geschichte zu veröffentlichen waren allenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Seine erste Kurzgeschichte (Evening) wurde vom Galaxy Magazine abgelehnt, und erst nach vielen Jahren, und vielen Versuchen wurde 1962 seine erste Geschichte veröffentlicht. Fünf Jahre später folgte der erste Roman. Mittlerweile hat Piers Anthony über 110 Romane geschrieben, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden.
DATEN
Das Schwert in meiner Hand
Originaltitel: Wielding A Red Sword
dt. Übersetzung: Marcel Bieger
Bastei Lübbe Band 24 114
334 Seiten Paperback
Preis: 9,80 DM
MEIN FAZIT
In diesem Band beschäftigt sich Piers Anthony mit einem Thema, daß ich eigentlich gerne aus der menschlichen Zivilisation getilgt hätte. Während ich bei den anderen Protagonisten der Reihe noch eher persönliche Bezüge finde wirkt dieser Band auf mich eher wie ein Märchen, wenn auch ein recht grausiges - wobei das Grauen leider grade dort erwächst, wo der Roman den größten Realitätsbezug hat.
Aus mir nicht bekannten Gründen hat der Verlag hier mitten in der Reihe den Übersetzer gewechselt. Marcel Bieger hat es aber ebenfalls geschaft die (für mich) recht komplexe Sprache des Autors in eine gut lesbare deutsche Übersetzung zu bringen. Druck und Cover sind in der für die Reihe üblichen Qualität. (Ich sag mal recht gut für ein Paperback.)
Auch wenn mich diesmal das Thema nicht so besonders interessiert fügt sich der Band hervorragend in die gesammte Reihe ein und ist eigentlich unverzichtbar um den Überblick zu behalten. Als einzelnes Buch würde ich ihn nicht unbedingt empfehlen – im Gesamtbild tendiere ich aber doch zu einem sehr gut. Das bezieht sich dann aber eher auf die Reihe Inkarnationen der Unsterblichkeit.
Also: Nichts für Einsteiger aber für Freunde der Inkarnationen der Unsterblichkeit ein muß. Wer Sie nicht kennt sollte doch lieber mit einem anderem Band beginnen.
(erstveröffentlicht bei ciao.de)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 16:49:32 mit dem Titel Okkulte Litanei : Sing ein Lied für Satan / Anthony, Piers
Sing ein Lied für Satan ist der fünfte Band von Piers Anthonys Reihe Inkarnationen der Unsterblichkeit, in der die Mächte des Schicksals sterbliche Menschen sind. Nach Tod, Schicksal, Zeit und Krieg wird in diesem Band die Natur personifiziert. Wobei starke Anknüpfungen an den vorangehenden Band vorhanden sind, da die Protagonistin auch schon eine wichtige Rolle in Das Schwert in meiner Hand spielt. Dies sollte aber nicht davon abhalten den in sich geschlossenen Band auch einfach so zu lesen, wenn man die vorangehende Geschichte nicht kennt.
ZUR STORY
Wie schon angedeuet ist die Protagonistin bereits im vorangehendem Band aufgetaucht. Die Sängerin Orb war die große Liebe von Myn, der zur Inkarnation des Krieges wurde. Orb hat ein ganz besonderes Talent zu singen und als sie eine magische Harfe bekommt, die ihre Gabe noch verstärkt macht sie sich auf die nach dem mächtigstem Lied, dem Llano.
Bei dieser Suche vergißt Orb fast den Fluch der auf ihr lastet, den laut einer Prophezeihung soll sie eines Tages Satan heiraten. Aber natürlich schmiedet der große Widersacher der Inkarnationen einen verzwickten Plan, dem auch Orb nicht so einfach entkommen kann.
Orb verliebt sich auf ihrer Suche in einen Man, der ihr hilft nach Teilen des Liedes zu forschen. Tatsächlich werden sie auch immer wieder fündig. Als Orb aber zur Inkarnation der Natur berufen wird und nun eigentlich alles hat, was man sich wünschen könnte, wird ihr Satans finsterer Plan bewußt...
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.
DIE INKARNATIONEN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Reihe besteht in der deutschen Ausgabe bei Bastei Lübbe aus 5 Bänden:
1.Reiter auf dem schwarzen Pferd
2.Der Sand der Zeit
3.Des Schicksals dünner Faden
4.Das Schwert in meiner Hand
5.Sing ein Lied für Satan
In jedem Band wird eine der sogenannten Inkarnationen (1.Tod, 2.Zeit, 2.Schicksal, 4.Krieg, 5.Natur) behandelt. Auch wenn das Stickmuster in jedem Fall das gleiche ist, daß ein gewöhnlicher Mensch in die Rolle einer der Inkarnationen schlüpfen muß, macht die fantastische Beschreibung von Piers Anthony jeden Band für mich zu einem besonderem Highlight. Leider sind die deutschen 5 Bände alle vergriffen.
Im Original sind noch zwei weitere Bände, For Love of Evil und And Eternity erschienen, die bisher meines Wissens nicht in deutscher Sprache erschienen sind. Diese beiden Bände können aber z.B. über www.amazon.de problemlos geordert werden.
DER AUTOR
Piers Anthony Dillingham Jacob wurde am 6. August 1934 in Oxford, England geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren verließ er aber England und kehrte nie mehr in das Land seiner Geburt zurück. Zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern lebte er kurz in Spanien, wo seine Eltern während des spanischen Bürgerkrieges von 1936-1939 an einem Hilfsprojekt für hungernde Kinder arbeiteten.
Wegen Problemen mit der neuen Regierung (Piers Vater wurde von der Regierung Franco wegen falscher Anschuldigungen verhaftet) verließ die Familie Spanien aber 1940. So kam Piers im Alter von 6 Jahren in die Vereinigten Statten von Amerika, wo sein Vater ursprünglich herstammte.
Seine schulische Laufbahn war zunächst ein großes Desaster. Da er sich zu beginn bereits an die dritte Heimat gewöhnen mußte und zusätzlich die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging, verwundert mich dies jedoch nicht sehr. Er wechselte 5 mal die Schule und verbrachte 3 Jahre in der ersten Klasse bis er Lesen und Schreiben konnte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl keiner daran das sich Piers Anthony eines Tages mit Literatur in irgend einer Form beschäftigen würde.
1956 schloß Piers die Schule (Goddard College, Vermont) ab und heiratete seine Frau Carol Ann Marbel (kurz Cam). 1958 erlangte Piers nach dem Dienst in der U. S. Army die amerikanische Staatsbürgerschaft. Piers und Cam ließen sich nach seinem Kriegsdienst in Florida nieder, wo sie bis heute leben. Da beide zusammen bereits genug Namen für eine Großfamilie haben nannten sie ihre Töchter kurz Penny (*1967) und Cheryl (*1970).
Nach einigen Jobs als Lektor und Lehrer stellte Piers fest, das darin nicht seine wirkliche Bestimmung lag. Kurzerhand verkürzte er seinen Namen zu Piers Anthony, kündigte seinen Job und begann zu Schreiben. Die ersten Versuche eine Geschichte zu veröffentlichen waren allenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Seine erste Kurzgeschichte (Evening) wurde vom Galaxy Magazine abgelehnt, und erst nach vielen Jahren, und vielen Versuchen wurde 1962 seine erste Geschichte veröffentlicht. Fünf Jahre später folgte der erste Roman. Mittlerweile hat Piers Anthony über 110 Romane geschrieben, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden.
DATEN
Sing ein Lied für Satan
Originaltitel: being a green mother
dt. Übersetzung: Marcel Bieger
Bastei Lübbe Band 24 119
347 Seiten Paperback
Preis: 9,80 DM
MEIN FAZIT
Die Story der Geschichte ist ähnlich komplex wie bereits in den vorigen Bänden der Reihe und auch hier finden sich immer wieder starke Bezüge zu den anderen Inkarnationen. Zumal die Protagonistin bereits in dem vorigem Band eine nicht gerade kleine Rolle spielte.
Hier könnte man zwar auch etwas mit Kritik an der Story ansetzen, denn daß sich die Inkarnationen alle kennen und dauernd über den Weg laufen wird kaum jemanden wundern. Das aber bereits alle Inkarnationen bereits in ihrem vorigem Leben miteinander zu tun hatten scheint doch etwas merkwürdig. Die Verstrickung ist aber abgesehen von diesem Die Welt ist ein Dorf-Phänomen sehr nett und es macht Spaß das Netz des Autors nach und nach zu verfolgen, wenn man die ganze Reihe liest.
Marcel Bieger, der auch schon der vorigen Band übersetzt hat, hat es hier ebenfalls geschaft die (für mich) recht komplexe Sprache des Autors in eine gut lesbare deutsche Übersetzung zu bringen. Druck und Cover sind in der für die Reihe üblichen Qualität. (Ich sag mal recht gut für ein Paperback.) Merkwürdig finde ich aber den deutschen Titel, da er sich im Gegensatz zum Original weniger auf die in diesem Band behandelte Inkarnation (also die Natur) bezieht und fälschlicher Weise vermuten läßt, daß es diesmal überwiegend um Satan geht. Dies ist aber erst in Band 6 der Reihe der Fall.
Schade finde ich, da diesmal das Bild bei meinem Produktvorschlag irgendwo verschwunden ist, den die Titelillustration von Michael Whelan ist wirklich hübsch. Sie zeigt die Protagonistin Orb mit ihrer Harfe auf einer Waldlichtung und erinnert mich stark an Tolkiens Elfenwald. Ein nettes Detail ist das die Harfe eine keltische anmutende Verzierung hat, die sich bei genauerem hinsehen aber als eine gewundene Schlange mit Teufelskopf herausstellt. Der Zeichner hat sich offenbar mit der Story auseinander gesetzt, was man leider nicht von jedem Titelbild eines Buches schließen kann.
Nun, bevor ich mich völlig in Details verstricke kurz und gut: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und solange die letzten beiden Bände nicht übersetzt werden bildet es einen schönen Abschluß für eine der nettesten Fantasy Reihen, die mir bekannt sind.
Also volle Punkte und uneingeschränkte Empfehlung!
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