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Tests und Erfahrungsberichte
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So doll parke ich auch nicht....
4Pro:
interessante Herleitung des unterschiedlichen Rollenverhaltens
Kontra:
Inhalt ist lediglich ein Denkanstoss
Empfehlung:
Nein
... genau genommen habe ich es sogar ganz gerne, wenn meine Freundin mein Auto rückwärts in eine enge Parklücke setzt. Weil sie das besser kann. Womit die These – gleichzeitig Buchtitel – daß Männer schlecht zuhören und Frauen schlecht einparken zumindest zu 50 % widerlegt ist.
Nun, so ganz bierernst will das Buch, geschrieben von Allan und Barbara Pease wohl auch nicht genommen werden. Aber der Titel macht schon neugierig. Aus den verschiedensten Gründen reizt dieses Buch in die Hand genommen zu werden. Was denn, ich soll schlecht zuhören, wie bitte ich und schlecht einparken. Oder, aha endlich mal jemand der den Männern mal sagt wie sie wirklich sind.
Mit welcher Intention auch immer Ihr dieses Buch lest oder lesen wollt, fest steht, daß die Unfähigkeiten und Mängel von Männlein und Weiblein auf sehr unterhaltsame Weise behandelt werden. Es wird der wagemutige Versuch unternommen, die männlichen und weiblichen Verhaltensmuster aus grauer Vorzeit abzuleiten. Männer waren Jäger und Sammler, Frauen diejenigen die sich um die Kinder und die Wohnstätte kümmerten. Demzufolge, so leiten die Autoren ab, war für Männer Orientierungssinn von hoher Bedeutung. Für Frauen hingegen war das Sozialverhalten wichtiger, auf den Mann wenn er Abends von der Jagd kam zu reagieren, seine Stimmung zu erkennen. Diese Urinstinkte transferieren die Pease auf die heutige Zeit, prägen Begriffe wie männliche und weibliche Gehirne.
Das männliche Gehirn arbeitet präzise, er erkennt technische Zusammenhänge einfacher, reagiert schneller. Demzufolge arbeitet der Mann als Techniker, Ingenieur, Pilot usw. Die Frau ist mehr auf der sozialen Ebene angesiedelt. Krankenschwester, Lehrerin, Betreuerin, allesamt Berufe wo es darauf ankommt in jemanden hinzublicken.
Obwohl man(n) geneigt ist, dieser Aufteilung Glauben zu schenken, muß man diese These doch schnellstens entkräftigen. Und das tun Allan und Barbara Pease auch in ihrem Buch. Nicht jeder Mann hat ein typisch männliches Gehirn und nicht jede Frau ist typisch feminin veranlagt. Es gibt viele mögliche Ausnahmen. Da wird der männliche Homosexuelle als Paradebeispiel für ein typisch weibliches Gehirn herangezogen, mit vielen positive weiblichen Eigenschaften, beispielsweise gut zuhören zu können. Oder die Frau in der Führungsrolle, die ohne männliche Eigenschaften nicht dorthin gelangen konnte, ja gar nicht wollte, weil typische Fraueneigenschaften ihr ein anderes Ziel setzen.
Meine Meinung zu diesem Buch ist folgende. Das Buch erklärt plausibel die Unterschiede im männlichen und weiblichen Verhalten. Man ist schnell geneigt, die bessere Orientierung eines Mannes auf seine Instinkte zurückzuführen und die Fähigkeit einer Frau gut zuzuhören auf evolutionäre Gründe. Aber ist das tatsächlich so? Was ist mit den vielen Ausnahmen. Naturvölker, in denen die Frauen die „Hosen“ anhaben. Technisch versierte Frauen, Männer die gut zuhören können, Psychiater, Psychoanalytiker.
Wer sagt uns denn, daß nur der Mann in grauer Vorzeit gejagt und gesammelt hat? Ist da nicht bereits ein gehöriger Anteil etablierten Rollendenkens enthalten.
Ich stelle das Buch nicht grundsätzlich in Frage, nur sollte man die Ausführungen der Autoren als Denkanstösse betrachten und nicht als Dogmen. Es ist unterhaltsam, liest sich flüssig. Es gibt Tipps, wie Männer und Frauen besser miteinander zurechtkommen. Für dieses sehr lobenswerte Ansinnen gebe ich die Note Zwei.
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Allan & Barbara Pease
396 Seiten
Ullstein, ISBN 3548359698, Preis (Taschenbuch amazon.de ) 8,95 €
Viel Spaß beim Lesen
© 15.09.2002, Josef_D weiterlesen schließen -
Terry Prachett - Alles Sense
10.09.2002, 17:08 Uhr von
Fantaghiro
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentlich ist für die Augen unsichtbar.Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Auf der Scheibenwelt passieren mal wieder merkwürdige Dinge. Ankh Morkpork ist in heller Aufregung und natürlich ist auch in der Unsichtbaren Universität wieder einmal die Hölle los.
Der Zauberer Windle Poons ist kurz vorm Sterben und wie es üblich ist gibt es eine Party zu diesem Zweck. Alle verabschieden sich von ihm , doch als TOD kommen soll passiert nichts . Alle fragen sich was wohl mit TOD passiert ist. Warum kommt er nicht ?
Es passieren immer mehr unglaublich Dinge , nichts kann mehr sterben , doch keiner weiß was mit Tod los ist. Windle Poons findet heraus das er untot ist und nicht sterben kann .
Doch was macht TOD zu dieser Zeit ? Er ist nicht an seinem üblichen Ort zu finden . Da taucht doch auf dem Hof einer Witwe ein komischer Knecht auf . Er nennt sich Bill , Bill Tür . keiner weiß wer er ist .
Es ist TOD der in der Welt der Menschen ist , er ist "sterblich" geworden.
Bill Tür hilft auf dem Hof und man ist erstaunt über seine schnelle Arbeit. Als es dann zur Katastrophe kommt und ein Haus abbrennt , glauben alle das das kleine Mädchen was noch im Haus ist dem Tode geweiht ist. Aber es kommt anders ...
Mehr will ich hier auch nicht verraten , denn ihr sollt selber lesen was noch so alles passiert . Ich kann euch versprechen es lohnt sich. Denn Terry Pratchett hat in seinem wohlbekannten Stil wieder ein Meisterwerk vollbracht .
Für alle die Terry Pratchett nicht kennen, die Scheibenwelt ist eine eigene Welt , keine Kugel sondern eben eine Scheibe. TOD ist dort eine Gestalt , ein Skellett mit Sense. Die Zauberer dieser Welt wohnen in der Unsichtbaren Universität.
Diese Welt ist etwas seltsam denn es existieren alle Gestalten aus Geschichten wirklich , also der Tod , der Schneevater ( Weihnachtsmann) usw.
Er vermag Witz und Ernst verschmelzen zu lassen , so dass alles ein wenig grotesk und unkompliziert wirkt.
Wenn man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt hat kann man seine Bücher nur verschlingen .
Meiner Meinung nach ist das Buch gut zu lesen und man hat eine Menge Spass beim lesen. Es fesselt auf eine Art das man sich auf einmal wundert wo die Zeit geblieben ist. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen
Für Fans von Fantasy und Fantasygeschichten ein absolutes Muß.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-24 17:48:51 mit dem Titel Terry Prachett *Schweinsgalopp*
Da ich sehr Fantasy begeistert bin , und dazu noch eine Leseratte , hab eich mir von einer Freundin einige Fantasybücher geliehen. Unter anderem war auch Schweinsgalopp von Terry Prachett dabei. Terry Prachett ist einer der besten Fantasyautoren die es gibt. Ich denke fast jeder kennt seine Scheibenwelt und sei es nur aus dem Spiel Discworld , welches die Geschichten und Figuren seiner Bücher aufgreift.
Im Buch Schweinsgalopp ist es kurz vor dem Sylvesterfest , bzw. im weiteren Verlauf der Sylvesterabend. In Ankh Morpork , der Stadt in der die Geschichten der Scheibenwelt spielen, ist das Sylvesterfest so etwas wie Weihnachten bei uns. Die Kinder bekommen ihre Geschenke vom Schneevater , der bei uns der Weihnachtsmann ist. Der Schneevater komm mit einem Schlitten , den vier Schweine ziehen. So wie man es aus unseren Geschichten kennt stellt man dem Weihnachtsmann Kekse und Milch hin. Der Schneevater bekommt Sherry und eine Pastete , oft liegen noch Rüben für die Schweine bereit.
Nun zu diesem Sylvesterfest ist der Schneevater verschwunden. Tod , ein Skelett das der Tod ist, übernimmt seine Rolle. Er liefert mit dem Gnom Albert die Geschenke aus und versucht die Menschen zu verstehen. Die Menschen freuen sich das erste Mal das er kommt , was er sonst nicht kennt denn wer freut sich über den Tod.
Susanne , Tods Enkelin begegnet ihm bei einem seiner Besuche in einem Haus , in dem Susanne als Kindermädchen arbeitet. Sie merkt das etwas nicht stimmt und begibt sich auf die Suche nach dem Schneevater. Dazu gelangt sie in die Welt von Tod und da sie seine Enkelin ist , hat sie auch einige übermenschliche Fähigkeiten wie zum Beispiel durch Wände zu gehen.
Auf ihrer Suche gelangt sie in das Eisschloss des Schneevaters trifft in dort jedoch nicht an. Auf einmal fällt jemand von der Decke , der stöhnt und betrunken zu sein scheint , es stellt sich später raus das es der Gott des Katzenjammers ist . Susanne bringt ihn in die Unsichtbare Universität, den Sitz der Zauberer , diese helfen dem Gott nüchtern zu werden. Zusammen setzen Susanne und der Gott ihr e Suche nach dem Schneevater fort und finden heraus , das die Zahnfee in die Sache verstrickt ist. Sie gehen um sie zu suchen ........
Auch in der Unsichtbaren Universität gibt es Probleme . Die Zauberer erschaffen Gestalten wie den Warzengnom ( der Warzen verteilt) oder die Freundlichkeitsfee ( sie versucht alle fröhlich zu machen) nur durch die bloße Erwähnung dieser Gestalten. Sie versuchen zu ergründen woran dieses liegt.........
Mehr will ich nun nicht vorweg nehmen , denn es soll sich ja noch lohnen selber das Buch zu lesen.
Terry Prachett schreibt in seinem gewohnt sarkastischen Stil , indem alles eine Spur Humor bekommt. Es kommt Spannung auf , aber auch viel Gelegenheit zu lachen. Seine witzigen Ergänzungen unter dem Text lassen einen immer schmunzeln. Der Stil in dem er schreibt ist gewöhnungsbedürftig´, hat man sich aber einmal eingelesen , kann man ohne viel Mühe das Buch verschlingen.
Ich finde das Buch klasse und bin aus dem Lachen nicht heraus gekommen. Allerdings zieht sich der Anfang ein wenig hat man den aber überwunden merkt man beim Lesen nicht mehr wie die Zeit vergeht. Also nicht vom etwas zähen Anfang abschrecken lassen , denn es wir d von Seite zu Seite besser und lustiger.
Fantasy Fans sollte Terry Prachett eh ein Begriff sein. Aber auch wer die Scheibenwelt Romane noch nicht kennt bekommt die Chance sie nun kennen zu lernen . Ich kann sie nur empfehlen. Also lange Rede kurzer Sinn kaufen oder leihen und selber von der Qualität der Romane überzeugen .
Gruß Fanta :o)>
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-17 22:35:52 mit dem Titel Michael Phillips *Der Stein der Kelten*
Hallo ,
hier nun wieder einmal eine Buchkritik von einem Buch das ich gelesen habe und von dem ich begeistert war. Wer sich für Mystik und Geschichte interessiert oder für eines von beidem ist hier genau richtig. Wenn man dann auch noch Schottland mag und sich für die Vergangenheit des Landes und oder die alten Legenden , wie Stonehedge oder ähnliches interessiert ist das Buch wie geschaffen. Aber ich denke alles der Reihe nach ....
***Inhalt***
Die englische Königin dankt ab , um ihren Sohn Charles den Thron zu überlassen. Zur Feier der Krönung soll der Krönungsstein von Edinburgh nach London gebracht werden. Dieser Stein hat eine uralte Geschichte und ist von großem geschichtlichen wie mystischen Interesse. Er hat große Bedeutung für das ganze Land. Auf ihm wurden seit Jahunderten viele Könige gekröhnt. Dieser Stein gelangt zur Krönung von Charles ,nach London in die Westminster Abbey.
Dort gelingt es einer Truppe von Einbrechern den Stein zu klauen . Auf mysteriöse Weise verschwindet der Stein von Scone , der Krönungstein. Scotland Yard krempelzt alles um , findet auch eine Spur , doch der Stein bleibt verschwunden.
Andrew Trentham , Mitglied der Liberaldemokratischen Parteiund somit Unterhausabgeordneter, will die Bedeutung des Steines ergründen . Er ist in der Nähe Schottlands aufgewachsen und hat dort auf dem Gut seiner Eltern einen alten Schäfer als Freund , der seinerseits Schotte ist. Dieser hat Andrew schon als Kind Geschichten über die Schotten erzählt.
Erst interressiert sich Andrew nur für die Geschichte des Keltensteins , dem Stein von Scone. Doch mit der Zeit beginnt er seine eigenen Wurzeln zu suchen. Immer häufiger entflieht er dem Alltag und versinkt bei dem alten Schäfer in den Geschichten und Legenden Schottlands.
Dort begegnet er dem ersten Wamderer , der vom Festland nach Britannien kam und sich ganz im Norden ansiedelte. Der Wanderer schuf die Grundlage der Kelten in Schottland . Ihn zog es zuerst nach Norden in die Highlands.
Im weiteren liest er von Cruithne und Fidach , die ihrerseits ein Zeichen der Gemeinschaft setzten.
Foltlaig , Sohndes Gatheon , setzte mit seinem Sohn Maelchon ein Zeichen. Er bewies das die Gemeinschaft aller Stämme viel Bedeutung hat und auch einen Sieg im Kampf bringen kann.
Schließlich begenet er Columba , dem ersten Christlichen Missionar , der die Kelten bekehren will.
Besonders beeindruckt ihn die Geschichte von dem Mädchen von Glencoe, welches aufgrund seiner ungewöhnlichen Art vielen Menschen half.
Als dann Hamilton , der Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei stirbt, wird Andrew Trentham neuer Vorsitzender der Partei und gelangt in die Presse , jede Zeitung berichtet über ihn. Das führt dazu das sich der Drang zu wissen wo seine Wurzeln liegen verstärkt.
Dann begegnet er noch der jungen Reporterin Patricia Rowlings , die auch eine entscheidene Rolle im weiteren Verlauf der Geschichte spielt.
Andrew beginnt mehr über die schottische Geschichte zu erfahren , was auch dazu führt das er über sein eigenes Leben nachdenkt und den Konflikt den er und seine Mutter haben mit anderen Augen sieht.
Mehr möchte ich nicht verraten , lest es selber sonst geht der Zauber der Geschichte verloren. Es mag schon lang aussehen , aber es ist die Zusammenfassung der Ereignisse, bei über 700 Seiten geht es kaum kürzer.
***Meine Meinung***
Ein sehr gelungenes Buch , das einem die Geschichte Schottlands näher bringt. Das Buch ist in zwei Teile geteilt , die sich abwechseln. Zum einen ist das die Realität, in der Andrew Trentham lebt. Zum anderen sind es die Rückblicke in die Geschichte, die immer dann erfolgen wenn Andrew zum Buch greift und die alten Geschichten erfährt. Der Leser erfährt also genau wie die Hauptfigur die Geschichte des Landes Stück für Stück. Und kann auf diese Weise die Gefühlswelt des Hauptcharakters besser nachvollziehen.
Man taucht quasi in eine andere Welt ein und erlebt die Mystik der alten Schotten, um wenig später schon wieder mitten im London der Neuzeit zu sein , wo ganz andere Dinge wichtig sind. Michael Phillips ist es sehr gut gelungen diese beiden Komponenten miteinander zu vermischen und somit einen Lesespass zu schaffen , der fesselt. Man möchte mehr über die alten Zeiten erfahren und gleichzeitig wissen , wo der Stein der Kelten denn nun abgeblieben ist. Michael Phillips verbindet mit seinen historischen Roman mit einem Thriller.
Ich kann dieses Buch nur emphelen. Es ist Lesespass und man lernt dazu noch einiges über Schottland. Man wird an die schottische Geschichte heran geführt ohne irgentwelche stinklangweiligen Geschichtsbücher zu lesen. Man lernt beim lesen und merkt es kaum , da man so in die Geschichte eintaucht und das Bedürfniss empfindet immer mehr wissen zu wollen , was natürlich zum weiterlesen anregt. Die geschichtlichen Einschübe sind genau wie der Rest des Buches spannend geschrieben und lassen das Ende nicht vorraus ahnen. Man erfährt erst am Ende des Buches das , was man seit dem Anfang wissen möchte. Da die historischen Einschübe zwar enden , aber dennoch offen sind , kann man die eigene Phantasie anregen und selber darüber nachdenken wie es wohl weitergehen wird.
***Fazit***
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. Michael Phillips versteht es gute Romane zu schreiben und hiermit ist ihm ein Meisterwerk gelungen. Auch die Dicke des Buches von über 700 Seiten hält einen nicht davon ab es durch zu lesen , da wenn man einmal begonnen hat die Neugierde auf die weiteren Ereigenisse geweckt ist.
Ich kann das Buch nur empfehlen , es hat mir viele schöne Lesestunden beschert.
***Autor und Verlag***
So nun für alle die neugierig geworden sind die Bestelldaten des Buches.
Titel:
Der Stein der Kelten
Autor:
Michael Phillips
Verlag:
Bastei Lübbe
ISBN 3-404-14590-9
Preis:
8,45 €
Danke fürs Lesen Eure Fanta :o)>
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-10 15:08:35 mit dem Titel Erlöser oder Satan? (Die Wiege des Bösen , James Patterson)
Hallo,
nun ist es wieder soweit ich habe euch wieder einmal über ein Buch zu berichten , welches ich gelesen habe. Diesmal weiche ich etwas von meiner Schiene ab , denn das folgende Buch gehört nicht in die Kategorie Fantasy. Es passt in die Kategorie Thriller. Aber es spielt auch ein bißchen übernatürliches eine Rolle , wie sollte es auch anders sein *gg*. Auch der Autor ist mal ein ganz anderer , von dem ich bis zu diesem Buch nichts gehört hatte. Aber nichts desto trotz bin ich ja allem neuen aufgeschlossen und auch diesmal nicht enttäuscht worden, aber lest selbst worum es geht und bildet euch eure eigene Meinung , indem ihr vielleicht selber das Buch lest , aber nun erstmal zum Buch selber .
Viel Spass beim Lesen . . .
***Inhalt***
Die Geschichte beginnt in Amerika , dort wird ein 16 jähriges Mädchen schwanger , ohne je mit einem Jungen geschlafen zu haben. Doch zur gleichen Zeit wird unabhängig vom ersten Fall, in Maam Cross, einem irischen Dorf, ein 14 jähriges Mädchen schwanger . Beide sind noch Jungfrau , von daher unversehrt.
In Boston wird die ehemalige Nonne Anne Fitzgerald damit beauftragt den Fall der schwangeren Jungfrau , Kathleen Beavier zu überprüfen. Gleichzeitig schickt der Vatikan einen Ermittler, Nicolas Rosetti, der sich den Fall ansehen soll , dieser fährt zuerst nach Irland um Colleen Galaher zu besuchen.
Er weiß als einzigster das es zwei Jungfrauen gibt.Der Papst im Vatikan hat Rosetti diesen Auftrag gegeben und er hat ihm ein dunkeles Geheimnis verraten. Fast 80 Jahre zuvor gab es in Fatima ein Wunder , bei diesem ist die Geburt des Erlösers vorraus gesagt worden. Er solle von einer Jungfrau geboren werden. Doch solle auch der Teufel geboren werden ebenfalls von einer Jungfrau. Rosetti soll nun ermitteln , welches Mädchen Gottes Sohn und welches den Teufel gebähren wird.
Beide Mädchen scheinen unschuldig und rein zu sein , doch welches wird nun den wahren Erlöser gebähren.
Gleichzeitig zu den beiden misteriösen Schwangerschaften geschehen in der Welt Katastrophen. Hungersnöte , Dürreperioden und ein Ausbruch von Polio , der Kinderlähmung erschüttern die Welt , viele beginnen an die Apokalypse und das Ende der Welt zu glauben und steigern sich in die Geburt des Erlösers hinein , doch weiss die Öffentlichkeit nur von Kathleen Beavier dem amerikanischen Mädchen und nichts von Colleen Galaher dem irischen Mädchen. So glauben die Menschen in der Welt das Kathleen Beavier den Erlöser gebähren wird. Was dazu führt das die Medien versuchen Kathleen auf Schritt und Tritt zu verfolgen.
Doch bis zuletzt ist unklar wer den Erlöser gebähren wird , es wird ein Zeichen geben heißt es, doch erst dann hat man Gewissheit. Die Ermitller teilen sich auf um bei beiden Geburten dabei zu sein , doch eins ist allerdings klar das Kind des Satans muss getötet werden.
Wer von beiden bekommt welches Kind ? Wir der Erlöser geboren werden oder findet alles eine natürliche Erklärung? Das werdet ihr nur erfahren wenn ihr das Buch selber lest......
***Meine Meinung****
Das Buch ist aufgeteilt in einen Prolog , einen ersten Teil , einen zweiten Teil , einen dritten Teil und einen Epilog. Weiter ist es unterteilt in 112 Kapitel , die die Geschichte auf 333 Seiten beschreiben. So das eine sinnvolle Strukturierung vorliegt und das Buch leicht zu lesen ist.
Die ganze Geschichte hört sich nun auf den ersten Blick sehr kirchlich und religös an weil es um ein religiöses Thema geht , aber dennoch muß man nicht gläubig oder unheimlich religiös sein um das Buch zu lesen. Es macht einem auch ohnedies Freude es zu lesen. Die Kirche und der Glaube spielt zwar im Kontext der Geschichte eine entscheidene Rolle , doch ist das Buch trotz oder vielleicht auch auffgrund dieser Tatsache gut gelungen. Man fühlt sich selber in die Rolle des Ermittlers versetzt und versucht durch die Fakten Licht in den Fall zu bringen und zu mutmaßen , welches Mädchen nun das "richtige" ist. Doch gelingt es einem nicht , denn der Fall bleibt bis fast zum Ende sehr undurchsichtig. Der Leser bekommt nur wenige Fakten genannt , die aber keine wirkliche Hilfe bieten und schließlich ist das Ende dann doch sehr unerwartet und man hätte nicht wirklich damit gerechnet. Das Buch beschreibt vorallem die Vorgeschichte , also die Zeit während der Schwangerschaft und im letzten Drittel des Buches geht es dann um die Geburten der beiden Mädchen. Was zu einer Erhöhung der Spannung führt , da man die Mädchen bis zur Geburt gut kennt.
Meiner Meinung nach ist die Geschichte spannend geschrieben und reisst den Leser mit , so dass die Geschichte nicht langweilig wird , sondern immer wieder neue Höhepunkte erreicht und dadurch einen immer mehr auf das Ende fiebern läßt. Mir ging es so das ich das Buch zum Schluß erst weggelegt habe als ich es durchgelesen hatte und ich war wirklich überrascht vom Ende da ich diese Art des Endes nicht geahnt hatte.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich fand es leicht zu lesen . Durch die große Schrift kann man das Buch auch sehr angenehm lesen und es ist wenig anstrengend . Es ist ein gutes Buch um es so nebenbei zu lesen ohne sich groß konzentrieren zu müssen.
Der Autor versteht es eine Spannung auf zu bauen und dann den Leser aber Stück für Stück in eine ungeahnte Richtung zu schicken und somit eine ganz andere Situation schafft , die man vorher noch nicht überblicken konnte. Man fühlt sich selber in die Situation versetzt und leidet quasi mit und wünscht sich so gesehen ein Ende herbei , weil es am besten zur Geschichte passen würde, doch kann man dennoch das Ende nicht ahnen ,weil man in eine andere Richtung gedrängt wird ohne es zu merken. Man sollte aber auch nicht krampfhaft versuchen das Ende zu erraten , sondern der Geschichte ihren Gang lassen und sich dann umso mehr über das Ende zu freuen oder eben nicht zu freuen , verwundert sein oder nicht.
Ich würde sagen das es für das Buch keine wirklich Zielgruppe gibt , sondern das jeder es lesen könnte. Ich kann es nur weiterempfehlen , es lohnt sich es gelesen zu haben.
***Fazit***
Zum Schluß ist zu sagen , das es sich um ein gutes Buch handelt , das es wert ist gelesen zu werden. Es hat mir gut gefallen und ist auch von der Thematik nicht so "schlimm" wie man es erwarten könnte , es ist gut geschrieben und hat eben nur die Religion als Thema. Also ein gutes Buch welches eine Empfehlung bekommt und was ich auch ohne bedenken anderen zum Lesen empfehlen würde.
James Patterson als Autor ist es sicherlich wert das man weitere seiner Werke in Betracht schließt um sie zu lesen , denn die Art wie er schreibt hat mir persöhnlich sehr gut gefallen.
***Autor & Co.***
Die Wiege des Bösen (Thriller)
James Patterson
Bastei Lübbe
Seitenzahl: 333
ISBN 3-404-14504-6
Preis: 8,64 €
außerdem von Patterson in diesem Verlag:
14342 Wenn Mäuse Katzen jagen
Vielen Dank fürs Lesen ich freue mich schon eure zahlreichen Kommentare zu lesen Fantaghiro :o)> weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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schnekuesschen, 09.04.2006, 14:44 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Der Bericht ist einfach sh.... LG Sandy :-))))
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Das Relikt- Science-Thriller zum Gruseln!
Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Nein
Schon vor einiger Zeit habe ich mich als Fan von Michael Crichton zu erkennen gegeben. Dessen Bücher haben mir alle sehr gut gefallen - es blieb nur ein Nachteil: Es gibt leider viel zu wenige!
Immer mal wieder auf der Suche nach Alternativen kaufe ich inzwischen auch andere Bücher mit ähnlichen Handlungsmotiven. Eine Neuentdeckung für mich war jetzt das Autorenteam Preston & Child.
Für einen echten Crichton etwas zu blutzentriert, aber eindeutig stark den Motiven von JurrasicPark folgend bekommt man hier einen durchaus erstzunehmenden Horror-Roman.
556 Seiten - das kann anstrengend werden, oder ein echtes Lesevergnügen. Beim "Relikt - Museum der Angst" überwiegt eindeutig das Gruselvergnügen, auch wenn der Plot ab und zu etwas zu durchsichtig wirkt und doch sehr vieles von JurassicPark abgekupfert erscheint.
Doch erst einmal etwas mehr zur Geschichte von "relic" - so der Titel der Originalausgabe und ersten deutschen Auflage, vor erscheinen des Films:
Im riesigen Museum of Natural History, New York, ist eine gigantische neue Ausstellung geplant, Thema: Aberglaube. Sie ist sehr reißerisch geplant, soll die Massen ins Museum locken und Eintrittsgelder in die Kassen spülen, die das Museum so dringend braucht.
Pech, dass kurz vor der Eröffnung zwei Leichen von Kindern entdeckt werden, bestialisch niedergemetzelt. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig, längst ist das Museum, in seiner Geschichte vielfach erweitert und umgebaut, zu einem Labyrinth geworden, von dem es keine Pläne mehr gibt. Das einzige, was man findet ist eine weitere Leiche.
Kann ein Mensch solche Verletzungen hervorrufen? War es das fabelumwobene Museumsmonster? Eine Raubkatze oder ein bisher unbekanntes Monster, das von den Dinosauriern abstammt? Eine atemberaubende Jagd beginnt, bei der die Menschen bald die unterlegene Spezies sind. Allein die Hochtechnologie wie Genanalyse scheint des geheimnis enträtselbar zu machen... doch da sind noch ein paar hundert Seiten Hochspannung und ein verblüffendes Ende...
Positiv hervorzuheben: am Ende ist alles geklärt und wenn auch nicht wahrscheinlich so zumindest vorstellbar.
Wer Spannung liebt und starke Nerven hat, dem sei das Buch ans Herz gelegt. Den Film würde ich mir nie alleine ansehen...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-08 16:35:22 mit dem Titel Spannend und Erschreckend: Prestons COBRA
Ein solches Buch ist mir schon lange nicht mehr untergekommen: Prston hat es eindeutig geschafft, mehr als nur einen Thriller zu schreiben. Wer dieses Buch gelesen hat, wird ersr einmal eine Weile nicht mehr gut schlafen können - solange man es liest, ist eh an Schlaf erst einmal nicht zu denken ;-)
Preston, der auch zusammen mit Child einige Science-Thriller geschrieben hat (z.B. das Relikt, Attic usw. sehr empfehlenswert), schreibt auch seinen zweiten Roman (nach Hot Zone) über das aktuelle Thema Biotechnologie. Wer an die sich zuspitzende Irakkrise denkt, kann sich kaum ein aktuelleres Thema vorstellen: es geht nämlich um die Entwicklung biologischer Kampfstoffe und einen Anschlag mit diesen.
Preston versteht es, geschickt Tatsachen und Fiktion miteinander zu verweben. Sein Roman ist sicherlich sehr gründlich recherchiert, und ich habe eine Menge neues über biologische Waffen erfahren. Als ich nach der Lektüre, ziemlich beunruhigt, der Sache auf den Grund zu gehen versuchte und einiges im Internet nachlas (im ZDF kam auch vor kurzen eine Sendung zu diesem Thema) musste ich leider feststellen, dass die historischen Einblendungen tatsächlich der Wirklichkeit entnommen sind. Puh. Wenn das mal gutgeht...
Ein bisschen zur Handlung (wie immer, ohne zuviel zu verraten). Der Hauptteil der Handlung spielt in New York. Eine junge Medizinerin wird zu einer Autopsie hinzugezogen, weil der Verdacht besteht, dass die Tote einem unbekannten Erreger zum Opfer gefallen sein könnte. Bald werden weitere Tote mit den selben Symptomen gefunden, im Zimmer der Toten wird ein geheimnisvolles Holzkästchen mit einer Botschaft "Menschenversuch Nr. 2" entdeckt. Die Vermutungen erhärten sich, dass hier jemand ohne Rücksicht auf Verluste eine neue, verheerende Waffe entwickelt und ausprobiert... ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Zwischen der Handlung werden immer wieder die Hintergründe ausgeleuchtet: mit welcher Technik neue Viren und Bakterien gezüchtet werden, was die alte Sowjetunion für grausliche Forschungsprogramme durchgezogen hat, auch der Irak und die Waffeninspekteure dort sind in die Handlung einbezogen. EIn wirklich beeindruckender Bericht.
Noch zwei Schwachpunkte: mich ärgert etwas, dass ein gerade vor zwei Jahren erschienenes Buch noch nicht nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung übersetzt wurde. Ansonsten ist das Design der mir vorliegenden Knauer-Spezialausgabe (ISDN 3426619520)
Und der Autor hätte bei der Beschreibung des Krankheitsausbruchs bzw. der Autopsien nicht so sehr ins blutige Detail gehen müssen. Da kann einem bei ein paar Seiten schon vom Lesen schlecht werden.
Fazit: mit über 400 Seiten zu 6,14 Euro ist das Buch preiswert und mehr als empfehlenswert.
Viel Spass beim Lesen und dazulernen! weiterlesen schließen -
Phillips, Susan Elisabeth - "Verliebt, verrückt, verheiratet
Pro:
?
Kontra:
Klischees, Klischees und Langeweile
Empfehlung:
Nein
Freitag nachmittag, 16.30 Uhr. Endlich Feierabend in Sicht! Aber was freue ich mich eigentlich so, der Wetterbericht hat für das ganze Wochenende Regen angesagt. Einkaufen muß ich auch noch.
Kurz vor der Kasse fällt mein Blick auf ein Bücherregal. Die Auswahl ist nicht groß, ich bin ja in einem Supermarkt. Aber ich bleibe trotzdem stehen. Regenwetter ist Lesewetter, oder? Es sind fast alles preiswertere Taschenbücher und bald schon habe ich einen Stapel Bücher in der Hand und kann mich nicht entscheiden, welches ich nun kaufen soll. Leichte und unterhaltsame Lektüre soll es sein, zur Aufheiterung bei Regen eben. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich endlich für "Verliebt, verrückt, verheiratet" von Susan Elisabeth Phillips. Unter der kurzen Buchbeschreibung auf der Rückseite stand nämlich der Zusatz "Romantisch, sexy und hinreißend komisch". Trotzdem ich die Schriftstellerin gar nicht kannte, konnte das Buch doch nur gut sein.
Die Hauptpersonen
Molly Somerville, 27 Jahre alt, hat von ihrem ungeliebten Vater 15 Mio $ geerbt. Eine Weile lebt sie im Luxus und in den Tag hinein, aber dann wird es ihr zu langweilig und sie möchte lieber ein normales Leben führen. Sie vermacht ihr ganzes Erbe einer von ihr selbst ins Leben gerufenen Stiftung und verdient sich ihre Brötchen nun so recht und schlecht mit dem Schreiben von Kinderbüchern und Artikeln für eine Jugendzeitschrift. Mit ihrem Pudel Ruh lebt sie allein in einem kleinen Appartement in Chicago.
Molly schwärmt schon seit langem für den berühmten und sooo attraktiven Kevin Tucker, Super-Quarterback bei den "Chicago Stars", welcher sie aber seinerseits gar nicht bemerkt. Damit hat sie natürlich ihren Ärger, vor allem, weil sie ihn immer wieder trifft.
Phoebe Calebow, Mollys ältere Halbschwester, ist glücklich verheiratet mit Dan und Mutter von 4 Kindern. Sie hat ihren Teil des Erbes in den Football gesteckt und ist die erfolgreiche Managerin der "Chicago Stars" geworden. Genauso intensiv, wie sie sich um ihre Football-Mannschaft kümmert, tut sie das auch mit Molly. Dan steht ihr dabei in nichts nach, er ist wie ein großer Bruder und Vater und Beschützer für Molly.
Kevin Tucker, der schon erwähnte Quarterback. Nach Mollys Meinung muß er ziemlich primitiv sein, weil er sich nur für den Football und seine vielen und meist ausländischen Freundinnen "mit geringem englischen Wortschatz" interessiert und für sonst gar nichts (vor allem nicht für sie).
Wie die Geschichte beginnt
Eines Tages, vor einem wichtigen Spiel, flippt Quarterback Kevin wieder einmal kräftig aus und geht zum Fallschirmspringen. Solche Aktionen sind ihm wegen der damit verbundenen Verletzungsgefahr natürlich strengstens untersagt. Zur "Strafe" wird er bis zum Spieltag von seinem Trainer in dessen abgelegenes Ferienhaus zwangsverschickt.
Molly selbst hat zu genau diesem Zeitpuntk verschiedene Probleme und ist recht deprimiert - und was tut sie? Sie fährt zur Entspannung ganz spontan auch in dieses Ferienhaus, weiß aber nicht, daß da schon jemand ist - und schon gar nicht, wer! So hält Kevin sie im Dunklen für eine Einbrecherin und will sie überwältigen. Molly wehrt sich mit einem gezielten Tritt, man schreit sich an, bemerkt dann, mit wem man es zu tun hat und ist sprachlos. Keiner ist von der Anwesenheit des anderen begeistert, beide wollen sich gegenseitig zur Abreise überreden, finden aber genügend triftige Gründe zum Bleiben.
Sie beschließen, sich so gut es geht zu ignorieren bzw. arrangieren und höchstens wie normale gesittete Menschen miteinander umzugehen.
Aber dann ist es Molly, die ausflippt. Kevin liegt schon im Bett und schläft, als sie plötzlich im Bad seine Sachen inspiziert und ihn dann im Schlafzimmer besucht. Sie will ihn nur ansehen, kommt näher - und näher - und er ist selbst im Schlaf sooo umwerfend schön...., jedenfalls schlüpft sie unter seine Bettdecke und verführt ihn noch im Halbschlaf. Als Kevin begreift, was da gerade passiert ist, wird er mächtig wütend. Das hatte er ganz und gar nicht gewollt!
Die beiden fahren getrennt nach Hause. Kevin erkundigt sich etwas später bei Molly, ob sie nicht etwa schwanger geworden ist und Molly sagt "nein". Gelogen! Erlogen ist auch ihr Freund, den sie Kevin vorgaukelt. Sie ist schwanger, möchte das Kind auch bekommen, aber keiner soll je erfahren, wer der Vater ist. Die Geschichte ist ihr nun doch ziemlich peinlich.
Bei einem Besuch bei ihr findet Schwager Dan einen Schwangerschaftstest in Mollys Bad und bohrt solange herum, bis sie ihm gesteht, "ja, ich bin schwanger". Da sie keinen Freund hat, geht die Fragerei nun erst richtig los, aber sie bleibt eisern und verrät kein Wort. Phoebe und Dan sind entsetzt, besorgt, verärgert. Aber es nützt nichts.
Im Winter fahren Phoebe, Dan und die Kinder selbst in ihr Ferienhaus. Zufällig finden sie hier eine Kreditkartenabrechnung von Molly und schließen aus deren Datum messerscharf, daß Molly zur selben Zeit dort gewesen sein muß wie Kevin Tucker. Nun ist sie ertappt! Er ist der Papa!
Dan fliegt sofort hinter Kevin her nach Australien, wo dieser gerade spielt. Er geigt ihm kräftig die Meinung, verbal und manuell - aber Kevin ist ja selbst überrascht von den Neuigkeiten, was Dan ihm wiederum nicht glauben will. Er zwingt ihn zum gemeinsamen Rückflug nach Chicago. Dort wird Molly mit der Tatsache konfrontiert, daß ihr Geheimnis gelüftet worden ist. Sie ist sauer, was mischt man sich ständig in ihr Leben ein! Sie ist 27 und erwachsen.
Phoebe, Dan und Kevin erweisen sich als sehr konservativ und halten es für das Beste, wenn Molly und Kevin heirateten, und sei es nur für ein paar Monate, damit das Kind nicht unehelich geboren wird. So geschieht es auch. Im allerkleinsten Rahmen und zu Hause (!) findet die Hochzeit statt. Die frischgebackenen Eheleute sind alles andere als glücklich. So sieht dann wohl eine echte Vernunftehe aus.
Für die Hochzeitsreise bekommen sie wieder das bewußte Calebow'sche Ferienhaus angeboten. Zwar haben sie überhaupt keine Lust für so etwas, nehmen das Angebot aber an. Es ist Mollys Idee, daß jeder im eigenen Auto anreisen soll. Nur nicht so viel Gemeinsames! Sie fahren los und treffen sich so wieder, daß Kevin auf der Autobahn angerauscht kommt und plötzlich Mollys Auto am Rand stehen sieht. Sie selbst sitzt gekrümmt und wimmernd drinnen und hat alle Anzeichen auf eine Fehlgeburt. Er bringt sie schnellstens in ein Krankenhaus, aber sie verliert das Kind.
Wieder allein zu Hause - Molly lebt nicht mit ihrem Ehemann zusammen - verfällt sie erst in Putz- und Wohnungsumgestaltungswahn und später in Depressionen. Sie kümmert sich nur noch um das Allernötigste. Ihre Post zu lesen gehört nicht dazu, und so verpaßt sie einen Termin beim Anwalt. Kevin bemüht sich nämlich derweil darum, daß die Ehe anulliert wird. Da sie nicht erschienen ist, fährt er zu ihr und findet sie in ihrem jämmerlichen Zustand vor. Kurz vorher hat er erfahren, daß er einen Ferienpark von einer verstorbenen Tante geerbt hat. Den will er eigentlich nur ansehen und dann gleich verkaufen. Aber nun meint er, Molly könnte mitkommen, Tapetenwechsel würde ihr sicher gut tun. Molly will zwar nicht so richtig verreisen, aber da er im Befehlston mit ihr spricht, gehorcht sie und sie fahren zusammen in diese Ferienanlage.
Hier möchte ich eigentlich schon abbrechen, nur noch so viel: in dem Ferienpark bleiben sie länger als beabsichtigt und sie lernen sich endlich besser kennen. Was noch alles passiert, welche Personen dazukommen, das füllt zwar den Rest des Buches, hat aber eigentlich keinen großen Einfluß auf den Verlauf von Mollys Geschichte. Und das Ende kann ich ja nicht verraten!
Mein Eindruck
Das Buch erschien mir wie ein viel zu lang geratener Groschenroman (475 Seiten). Es ist ziemlich platt und strotzt nur so von Klischees. Den Stil finde ich reichlich schnulzig, aber leider überhaupt nicht romantisch oder sexy, wie angekündigt. Hinreißend komisch?? Naja, ein paarmal habe ich vielleicht gelächelt, das war's aber auch schon. Die Erzählerin wiederholt ständig die (meist äußerlichen) Eigenschaften ihrer Personen:
- Molly soll ja die verliebte, verrückte und verheiratete Frau aus dem Titel sein. Ich kann an ihr nichts besonders Verrücktes entdecken. Die anderen beiden Eigenschaften kann man natürlich nicht abzustreiten - erst ist sie verliebt, dann auch verheiratet.
- Halbschwester Phoebe ist ein Bild von Frau mit Superfigur ("mit ihrer atemberaubenden Traumfigur, ihren bernsteinfarbenen Augen und der Wolke hellblonder Haare sah Phoebe aus wie Marylin Monroe....... "), so ähnlich lesen wir das noch öfter
- Phoebes Kinder sind Dauerchaoten, nur eine, Hannah, ist immer ruhig und zurückhaltend, errötet beim Sprechen und fühlt sich immer für irgendwas verantwortlich oder schuldig
- Phoebes Mann ist ein Kerl wie ein Baum / Bär / usw mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt, und zwar scheinbar allem Lebendigen gegenüber.
- Kevin Tucker ist "gut gebaut und durchtrainiert", hat "ein makelloses Profil, eine starke Stirn, ausgeprägte Wangenknochen und eine perfekt proportionierte Nase"
- Die Ex-Diva ist nun zwar gealtert, aber "sie schafft es sogar mit Gummihandschuhen noch, wie eine Diva auszusehen" und schleppt ständig eine dicke fette Perserkatze mit sich herum
- Das frisch verheiratete junge Pärchen (Angestellte im Ferienpark) fällt sogar während der Arbeit übereinander her, nach Abmahnung überstehen sie dann mit Ach und Krach ihre Arbeitszeit, um dann aber stracks nach Hause zu rennen und ins Bett zu springen. Ja, sie bitten dafür sogar manchmal um verkürzte Arbeitszeit. Natürlich sind sie ständig von oben bis unten mit Knutschflecken übersäht.
Ich glaube, das reicht, um einen Eindruck zu bekommen?
Mir bleiben die meisten Figuren total fremd. Das kommt daher, daß ihr Äußeres meist besser beschrieben wird als ihr Inneres. Auch bleiben mir die Gründe für ihr Verhalten weitgehend unklar. Um nur noch einmal an den Anfang der Geschichte zurückzugehen, als Molly eben einfach mal zu dem schlafenden Kevin ins Bett steigt, den sie ja vorher gerade noch wegen seiner angeblichen Primitivität zu verabscheuen versuchte. Ihre Zwangsheirat erscheint mir für das 20. oder 21. Jahrhundert auch ziemlich albern. So geht es das ganze Buch durch, ich denke "wieso das jetzt wieder?"
Warum habe ich das Buch trotzdem zu Ende gelesen?
1. Es war wirklich Regenwetter........
2. Es las sich so weg, ohne das wirklich etwas passierte. Immer wartete ich, daß die Geschichte endlich fortschreitenmöge. Daran wurde sie aber durch die endlosen Beschreibungen von Haaren, Beinen, Ringen usw. gehindert.
Empfehlenswert? Nie und nimmer!
Ich bin jetzt nur mal gespannt auf Bewertungen anderer Leser. Über dieses Buch gibt es ja noch keinen Bericht, wohl aber über andere Bücher von S. E. Phillips, und die kamen alle sehr gut weg. Vielleicht habe ich nur einfach nicht den richtigen Humor, um sie zu verstehen?
Dann möge man mir meine zeitweilige Boshaftigkeit beim Schreiben verzeihen, ich war nur einfach maßlos enttäuscht von dem Buch. Hätte meine 8,90 Euro auch besser anlegen können! weiterlesen schließen -
Wir sind doch alle Neandertaler
Pro:
interessante Theorie, teilweise sogar amüsant zu lesen
Kontra:
zum Teil haarsträubende Schlußfolgerungen
Empfehlung:
Nein
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken / Pease, Allen und Barbara
Also zum Titel des Buches möchte ich vorab schon mal bemerken, daß ich ihn zumindest für mich nicht unterschreiben kann, denn ich bilde mir zumindest ein relativ gut zuhören zu können ohne den Gegenüber zu unterbrechen oder anschließend sofort seine Argumente unter den Teppich zu kehren versuche und das Einparken hat sicher nicht kerlimaus99 erfunden, was wohl eher daher kommt, daß ich in einer ländlichen Gegend im Vorort einer kleinen Stadt aufgewachsen bin und da ist halt genug Platz, so das Parkbuchten und Parktaschen relativ großzügig angelegt sind und man nicht ganz so genau einparken muß, daß merke ich immer wieder, wenn ich in einer Großstadt mit meinem nicht gerade kleinen Fahrzeug unterwegs bin. Zwar bekomme ich es immer hin, aber elegant sieht anders aus.
Wenn man nur nach dem Titel geht, scheint ja dieses Buch alle Vorurteile oder Einschätzungen des jeweils anderes Geschlechtes zu bestätigen, was aber nicht direkt die Absicht des Buches ist, sondern es versucht vielmehr zu ergründen, woran es liegen kann, wenn man davon ausgeht, daß die Eigenschaften auch heute noch überwiegend zutreffen.
Die Autoren ziehen hierzu unsere Vergangenheit heran und zwar die als wir zwar nicht mehr auf Bäumen aber noch in Höhlen lebten. Die Männer jagden und waren für die Verteidigung zuständig, so daß ihr Orientierungssinn und das räumliche Vorstellungsvermögen bei ihnen stärker ausgeprägt ist, während die Aufgabe der Frauen eher die Familie war und sie deshalb sich auch um den inneren Frieden bemühten, was natürlich erforderte, den psychischen Zustand der einzelknen Clan-Mitglieder schnell einzuschätzen und darauf einzugehen erforderte.
Die Besonderheiten werden auf andere Hirnstrukturen zurückgeführt und so wird dementsprechend auch von männlichen und weiblichen Gehirnen gesprochen, die aber nicht unbedingt absolut sein müssen, sondern auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und auch beim "falschen" Geschlecht vorkommen können, also weibliche Gehirne bei Männer, was diese natürlich sofort homosexuell und zum Weichei macht, die aber dann eben auch gut zuhören können oder männliche Gehirne bei Frauen, die diese natürlich sofort lesbisch und karrieregeil machen, so daß noch stärker wie ihre männlichen Kollegen über Leichen gehen.
Dieses Buch beschreitet also einen anderen Weg als Theorien, die diese vorherrschenden Eigenschaft nicht in die Vererbung, sondern eher in die unterschiedliche Erziehung und Förderung von Mädchen und Jungen verlagern.
Das etwa 400 Seiten starke Buch ist sehr interessant geschrieben und aus diesem Grunde kann ich es auch empfehlen und vergebe die beste Wertung, aber ich persönliche würde der dargestellten Theorie und vor allem auch den daraus gezogenen Schlußfolferungen nicht 100%ig zustimmen.
Zwar mag es sein, daß es Verhaltensweisen und Eigenschaften gibt, die sich aus unserer neandertalischen Vergangenheit bis in die Gegenwart erhalten haben, aber sicher haben Erziehung und die gezielte Förderung im Kindesalter mindestens genau zu großen Einfluß auf die Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen, so daß ich das Ergebnis eher als ein Produkt aus beiden ansehen und keiner der Theorien absoluten Vorrang einräumen würde.
Besonders kann ich die Schlußfolgerungen nicht nachvollziehen, warum Männer die gut zuhören können in der Mehrzahl laternenparkende Schwule sind sollen oder sieht man eine Frau, die gut einparken kann, so handelt es sich natürlich um eine karrieregeile Lesbe, also das halte ich mit Verlaub einfach für Quatsch und total überzogen.
Das Buch kann man zum Beispiel bei amazon als Taschenbuch für 8.95 Euro oder als gebundene Ausgabe für 18,- Euro bekommen, ebenso auf 3 CD´s für 20,- Euro.
Wer ein Buch mit einer interessante Theorie lesen will oder wer sich schon mit der Tatsache beschäftigt, daß es eben zwischen Männern und Frauen Unterschiede gibt, die über die rein körperlichen Merkmale hinausgehen, und auch diejenigen, die nach einer Ursache für viele Vorurteile und Pauschalisierungen suchen, sind hier sicher an der richtigen Adresse und es lohnt sich dieses Buch zu lesen, aber man sollte sicherlich nicht alles buchstabengetreu glauben, was man dort liest.
Für Anregungen und Hinweise auf fehlende Informationen bin ich natürlich wie immer sehr dankbar und sie finden gegebenenfalls in einem Update ihren Niederschlag.
Danke für Euer Interesse und fürs Lesen.
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Euer zuhörender, aber trotzdem im Dunkeln parkender kerlimaus99 weiterlesen schließen -
Pease, Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können
26.08.2002, 17:11 Uhr von
Jakini
War die letzten Wochen seltener online, zum einen durch mein Autoverkauft, zum anderen hatten mei...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wie ich zu dem Buch kam:
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Auf diesen Seiten haben ich schon häufig von dem Buch gelesen und interessant fand ich es immer schon. Doch so wirklich traute ich mich nicht ran. Nun erspähte ich bei Real eine Taschenbuchausgabe, oder besser gesagt zwei Ausgaben, einmal den Teil:
Warum Männer nicht zuhören und den anderen Teil,
Warum Frauen schlecht einparken können. Allerdings muß ich zugeben, es hätte gereicht, wenn ich eine der beiden Ausgaben gekauft hätte, somit hätte ich 5 Euro sparen können.
Das Aussehen des Buches will ich hier gar nicht so genau beschreiben, denn ich habe eh eine andere Ausgabe erwischt, als die in der Kategorie abgebildetet, Inhaltlich wird es aber sicher das gleiche sein, denn am Ende des Buches wird auf das richtige Buch verwiesen. Meine kleine Taschenausgabe beinhaltet je Buch 125 Seiten, wobei sich aber die meisten Kapitel in den Büchern überschneiden, als ich dann den zweite Teil ... und Frauen schlecht ein parken können, habe ich die meisten Seiten überschlagen, und mir die Kapitel rausgesucht, die ich noch nicht kannte.
Worum geht es in dem Buch:
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Männer und Frauen sind unterscheidlich, und das hat nicht nur rein äußerlich zu tun, sondern eben auch von der Veranlagung her.
So fängt diese Buch fast am Anfang der Menschheit an, nämlich wo die Männer noch brav auf die Jagdt ging, und die Frauen zu Hause das Nest hüteten und die Kinder groß gezogen haben. Damals hat lt. diesem Buch niemand verlangt, daß ein Mann auch ein Baby wickelt, oder eine Frau ein Tier für das Essen erlegt. Alles war eindeutig und klar, jeder hatte seine Aufgaben und so gab es keinen Zank uns Streit. Doch heute sieht es zum Teil ganz anders aus, da gibt es auch lustige Beispiele für, die das Buch einfach lesenswert machen.
Leseproben:
Zitat Anfang: Wenn ein Mann die Toilette aufsucht, dann tut er das gewöhnt nur aus einem Grund. Für Frauen ist die Toilette Gesellschaftsraum und Thearpiezentrum in einem...... . Zitat Ende
Zitat Anfang: Frauen finde es unfaßbar, daß Männern ein kurzer Blick in den Rückspiegelge nügt, um ihr Auto mit schlafwandlerischer Sicherheit perfekt in eine winzige Parklücke einzuparken, auf der anderen Seite aber nicht in der Lage den G-Punkt zu finden...... . Zitat Ende
Zitat Anfang: Wenn eine Frau sich einmal verfährt, dann hält sie an und fragt nach dem Weg. Für einen Mann ist dies ein Zeichen von Schwäche. Lieber fährt er stundenlang im Kreis herum und murmelt dabei vor sich hin: Ich haben einen neuen Weg gefunden....... . Zitat Ende
Zitat Anfang: Männer wundern sich darüber, wie eine Frau das rot aufblinkende Warnlämpchen auf dem Armaturenbrett übersehen, dafür aber in einer dunklen Ecke aus fünfzig Metern Entfernung eine schmutzige Sochke erspähen kann.... . Zitat Ende
Diese Aussage hat mich allerdings ein wenig irritiert, wird doch erklärt, daß die Männer eigentlich den Blick für das Weite und deswegen die Dinge vor ihrer Nase, sprich in Schränken nicht finden.
In dem Buch wird auf viele Unterschiede eingegangen, so merken Männer lt. diese Buch wirklich nicht, wenn eine Frau mit ihnen flirtet, während jedoch alle anwesenden Frauen dieses mitbekommen.
Auch erklärt diese Buch, daß Frauen besser sehen können, sie haben fast hinten Augen, während die Männer eher starr gerade aus sehen können. Auch dies hängt mit dem Ursprung der Jagd zusammen, die Männer mußten die Beute aus weiter Entfernung erspähen, die Frauen mußten das Nest behüten und hier drauf achten, daß niemand unerwünscht eindringt.
Auch das Gehör ist bei Männern und Frauen unterschiedlicher, so hört die Frau in erster Linie die Kinder in der Nacht schreien, ein Mann achtet im Schlaf eher auf andere Geräusche und steht im Bett, wenn vor dem Fenster nur ein Zweig knackt.
Einer der Tips in dem Buch ist es z.B. wenn ein Mann schlecht schläft, sollte man darauf achten, ob er auf der Seite des Bettes schläft, wo die Tür ist, ist dies nicht der Fall, sollte man die Seiten tauschen, es könnte an dem Urinstinkt liegen, daß die Männer früher immer am Eingang der Höhle geschlafen haben, um bessr Gefahren bemerken zu können. Ich denke, wir werden nach dem Umzug mal die Betten tauschen, mal sehen, ob es was bringt. Nun geht es leider noch nicht, denn die Kleine liegt auf der Seite des Zimmers, und sie nachts immer noch mal aufwacht, muß ich mich dann um sie kümmern und an ihr Bett rankommen.
Alles will ich nun nicht verraten, doch ich denke einen kleinen Einblick in die Handlung des Buches gegeben zu haben.
Wie ist meine Meinung zu dem Buch:
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Ich bin begeistert und wünsche mich manchmal in die Steinzeit zurück. Damals wurden die Frauen, lt. diesem Buch noch als nur Hausfrau und Mutter akzeptiert, um heute Anerkennung zu bekommen, muß man perfekt aussehen, einen tollen Job haben und die Kinder nebenbei groß ziehen. Ist mal als Hausfrau zu Hause, wird man schon schief angesehen.
Andere Frauen haben gar nicht die Wahl, ob sie arbeiten gehen wollen, sie müssen einfach, entweder, weil sie die Kinder alleine groß ziehen müssen, oder weil der Konsumgenuß der Familie so sehr gestiegen ist, daß ein Gehalt einfach nicht ausreicht.
So etwas gab es früher offensichtlich nicht, da waren die Menschen mit dem Zufrieden, was sie hatten, aber ich denke auch, daß sie glücklicher waren, als wir es heute sind.
Gerade diese Erläuterungen haben mich zum Nachdenken gebracht. Wenn ich mich in unserer kleinen, aber übefüllten Wohnung umsehe, dann frage ich mich, was wir von unseren Dingen wirklich brauchen. Wegen unseres Umzuges bin ich arg dabei, auszumisten, aber durch dieses Buch könnte es noch einiges mehr werden. Auch habe ich inzwischen bemerkt, daß ich beim Einkaufen weniger kaufe, als vorher. Klar, Lebensmittel müssen sein, aber es gibt so schöne Kleinigkeiten, die einfach überflüssig sind. Da wären z.B. CD´s. Die meisten unserer CD´s liegen nun nur herum. Vorallem im Zeitalter des Internets, wo man vieles an Musik austauscht. Ich höre kaum noch CD´s, sondern mache wenn, denn PC an.
Staubfänger, wie z.B. Karamikfiguren, die muß man nicht unbedingt haben, auch wenn sie schön aussehen.
Man muß nicht jeden Videofilm oder jede neueste DVD kaufen, es gibt auch die Möglichkeit, diese im Videotheken auszuleihen, denn mehr als ein/zwei Mal sieht man die meisten Filme doch nicht...... .
Alle diese Dinge gab es früher gar nicht, und so brauchte man dafür auch kein Geld, die Frauen mußten auf jeden Fall nicht mit arbeiten und hatten so genug Zeit für Haushalt und Kinder. Der Haushalt war bei weitem auch nicht so groß, wie er heute ist. Damals mußte nicht alles blitzblank sein, heute sagt uns die Werbung, daß alles im Haus antibakteriell gereinigt sein muß, doch muß es das wirklich?
Das Buch hat mir also nicht nur geholfen, meinen Mann besser zu verstehen, sondern mich selber auch und vorallem hat es mir eine kleine Hilfestellung gegeben, daß man einfach mit weniger Ansprüchen mehr vom Leben haben kann. So müssen auch meine Kinder nicht immer alles bekommen, was sie wollen. Es muß nicht immer ein neues Puzzle sein, wenn dies im Angebot ist. Auch bei den Kindern sind im Moment so viele Spiele im Schrank, daß dieser bald zusammen fällt, doch meistens sind meine Kinder draußen und spielen da, mit einfachen Sachen. Viel Geld häten wir sparen können, wenn die ganzen Dinge nicht angeschafft worden wären. Nun ist einiges davon ausgemistet worden und kommt den Hochwasseropfern zu Gute. Aber es wird bestimmt nicht wieder aufgestockt.
Meinen Mann kann ich nun besser verstehen, in viele Erläuterungen habe ich ihn wieder gefunden. So z.B. in dem Beispiel mit der Butter, der Mann im Külschrank nicht findet, obwohl sie direkt vor ihm steht. Oft genug rennt mein Mann wütend durch die Wohnung und sucht etwas, ich habe natürlich mit meinem Ordnungsinn die Schuld. Dabei ist diese Sache, wie z.B. der Autoschlüssel oder seine Hausschuhe an der Stelle, wo er sie abgestllt hat, er hat sie nur nicht gesehen. Das Buch erklärt, warum.
Ebenso die Sache mit den Geräuschen, wenn unsere Kleine mich nachts auf Trab hält, dann wundert mein Mann sich, warum ich am nächsten Morgen so übermüdet bin. Wenn aber die Mittlere unser Bett erobert, dann bekommt er das sehr wohl mit und kann nicht mehr richtig schlafen. Allerdings bekomme ich das auch mit, vielleicht weil ich an der Tür liege und die Frauen, die an der Tür liegen, lt. dem Buch die Rolle des Mannes übernehmen?
Ich habe wie gesagt, meinen Mann schon häufig in den Beispielen gefunden, bei mir allerdings eher seltener, so gerate ich in Panik, wenn in meinem Auto eine Lampe brennt, die schmutzigen Socken erspähe ich allerdings wirklich aus 50 Meter Entfernung.
Gekauft habe ich mir die beiden Taschenbücher am Freitag bei Real, gelesen hatte ich es an einem Nachmittag, zumindest das erste. Den zweiten Teil habe ich dann heute gelesen, während ich auf meine mittlere Tochter wartet, die montags mittas eine dreiviertes Stunde Ergo Therapie machen muß. Man hat das Buch also wirklich schnell durch.
Fazit:
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Ein wirklich lesenswertes Buch, das ich jedem empfehlen kann. Nicht nur die Frauen sollten sich über die Männer informieren, sondern eben auch über sich selber. So verstehen sie dann die Frauen auch besser, besonders im Fall des Suchens. Meinem Mann werde ich das Buch auch vorlegen, vielleicht akzeptiert er dann ja, daß nicht ich immer seine Saschen verstecke, sondern er einfach nicht in der Lage ist, diese zu finde.
Seit dem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich meinen Mann besser verstehen und ehe wir uns nun den Haaren liegen, denke ich darüber nach, daß mein Mann einfach nicht anders kann. Es hat so manchen Streit verhindert, auch wenn ich dennoch oft genug immer noch ausrasten könnte. Da dieses Buch aber nicht einfach nur informativ ist, sondern dabei auch sehr unterhaltsam geschrieben ist, kann ich es auf jeden Fall empfehlen. weiterlesen schließen -
Lou Paget - Der Super Orgasmus. Höhepunkte zum Abheben
Pro:
unterhaltsam, anregend, eventuell hilfreich
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
'
"Intimität ist wie ein Tanz, man weiss wo es langgeht, aber man macht nicht jedes Mal dieselben Schritte."
" [...] Weit verbreitete Mythen über den Höhepunkt:
* der gleichzeitige Orgasmus ist befriedigender als der seperat erlebte Höhepunkt.
* Der gleichzeitige Orgasmus ist die Voraussetzung für die sexuelle Harmonie in der Partnerschaft.
* Menschen, die sexuell enthaltsam leben, sind gesünder.
* Die wiederholte sexuelle Eerfahrung einer Frau mit einem Mann kann später bei einem Kind, dass von einem anderen Mann gezeugt wurde, "Spuren" hinterlassen.
* Alle Frauen können beim vaginalen Geschlechtsverkehr zum Orgasmus kommen.
* Frauen, die einen mehrfachen Orgasmus bekommen, sind unmoralisch
* Nur bestimmte Arten von sexuellen Höhepunkten "zählen wirklich".
All diese Aussagen sind offenkundig falsch und damit irreführend. [...]" (S.19-20)
Mythen wurden durch veralterte wissenschaftliche Thesen, Religion und heutzutage durch die Medien verbreitet und manifestiert, schreibt Lou Paget. Was letztendlich dazu führt dass Frauen wie Männer unter Versagerängsten leiden und der Meinung sind Höchstleistungen im Bett erbringen zu müssen.
Nicht jede Frau kann über die Stimulation des G-Punktes zum Orgasmus kommen, dies sei aber das absolut erstrebenswerteste, suggerierten die Medien unlängst. Und dass Masturbieren zur Impotenz führen soll, das dürfte wohl der Vatikan einst in die Welt gesetzt haben.
Die neusten Erkenntnisse Masters und Johnson's gehen dahingehend, so schreibt die Autorin weiter , dass sich Sexualität genauso im Kopf abspielt wie im Genitalbereich, somit sind Vorurteile, Leistungsdruck und falsche Vorsellungen logischerweise ein Hindernis für ein entspanntes und lustvolles Sexualleben.
Und -
" [....] Wenn man Sex als zielorientiertes Tun betrachtet, dessen Hauptziel der Orgasmus ist, schränkt man automatisch seine Fähigkeiten, Vergnügen zu erleben, ein. [....]" (S.33)
Lou Paget beschreibt weiter, was Paare im Allgemeinen für erlernte Verhaltensmuster beim Sex an den Tag legen und zeigt in klaren Worten auf was daran falsch ist. Sie benutzt eine einfache ungeschminkte Sprache welche an keiner Stelle vulgär oder gar pornografisch wirkt. Eigentlich ist es fast als lese man ein Buch über die Gartenpflege oder Kindererziehung, sachlich und hilfreich, nichts anstössiges. Ausser natürlich man ist ein übermässig schamhafter Mensch.
Das Buch beschreibt dann weiter, was sich im Körper von Männern und Frauen vor, während und nach eines Orgasmus' abspielt, dieses wird durch Zeichnungen verdeutlichend dargestellt.
Und dann gehts zur Sache, es werden verschiedene Techniken, Stellungen, Hilfsmittel und dergleichen ausführlich erklärt, auch hier wieder mit Zeichnungen, welche das ganze anschaulich vermitteln.
Die Autorin beschäftigt sich anschliessend im letzten Kapitel mit einem Thema, welches mich ganz besonders interessiert und hier für meinen Gechmack deswegen auch etwas zu kurz kommt, sie nennt das Kapitel "Körper und Geist im Einklang". Diese Kapitel ist für jene LeserInnen gedacht welche eine spirituelle Verbindung zu ihrem Partner suchen. "[....] Haben Sie sich Ihrem Partner nach dem Liebesspiel oder während des Orgasmus schon einmal so nahe gefühlt, dass Ihre Umgebung zu verschwinden schien? Sind Sie und Ihr Partner bei der Liebe so miteinander verbunden und aufeinander eingestimmt, dass die übrige Welt keine Rolle mehr spielt? [....]" (S209-210) Es geht hierbei um Sexualität nach fernöstlichem Vorbild, Tantra und Taoismus. Lou Paget schreibt: " Menschen die das Tantra erlernen, schärfen dabei Ihre Sinne fein, sodass sie eins mit dem Universum und dem Partner werden."
Dieses Buch bietet eine Anleitung zum Orgasmus, den Rest musst der Leser dann selber tun, oder eben nicht. Aber nicht nur zum Orgasmus kann es verhelfen sondern ganz einfach zu einem erfüllteren Sexualleben im Allgemeinen. Zugegeben, viel Neues steht nicht drin und die Stellungen kannte ich auch schon alle, aber manches wurde erst durch das lesen plausibel und manches könnte man ja mal ausprobieren.....
Lou Paget wurde durch ihre beiden Bestseller "Der perfekte Liebhaber" und "Die perfekte Liebhaberin" bekannt und hat mit vorliegenden Buch die Reihe nun ziemlich nahtlos fortgesetzt. Ausserdem gilt sie als Sex-Expertin und - beraterin. Seit 9 Jahren veranstaltet sie Seminare zu den Themen Sexualität und Aids. Artikel über sie und ihre Arbeit sind bereits in großen Zeitschriften wie "Cosmopolitan" und "Playboy" erschienen.
Das Buch kostet Euro 9.00 weiterlesen schließen -
Geheime Zauberkräfte
18.08.2002, 00:48 Uhr von
xeniaII
Hallo.. ich lebe mit meinem 2,5 Jahre alten Sohn als alleinerziehende Mama im schönen Spandau (Be...Pro:
sehr dekorativ, hübsch als Geschenk
Kontra:
es wird nur Grundwissen vermittelt und die Bilder sind schlecht erkennbar
Empfehlung:
Nein
Geheime Zauberkräfte von Margaret Picton ist im Bassermann Verlag unter der ISBN 3-8094-0941-3 erschienen.
Von je her wurden Kräutern und Pflanzen magische Kräfte zugesprochen. Jeder hat schon mal einen Film über Hexen gesehen, wo diese Damen in einem großen Zauberkesse ihre Tinkturen herstellten, um anderen Menschen zu schaden oder aber auch, um gutes zu tun: Krankheiten zu heilen und Flüche zu bannen.
Ob man nun an diesen Hokus Pokus glaubt seih mal dahingestellt, eines ist aber sicher, Heilkräfte sind bei einige Kräutern wissenschaftlich nachgewiesen. In der weissen Magie werden Kräuter angewandt, um das persönliche Selbstbewußtsein zu stärken, Böses abzuwehren, einen geliebten Menschen zu betören, oder aber auch nur, um Köstlichkeiten in der Küche zu zaubern.
In diesem Buch werden 25 Planzen vorgestellt. Man findet Anleitungen, wie man ihre verborgenen Kräfte durch Anwendung von Zauberformeln und -sprüchen nutzbar machen kann, um sich so sein tägliches Leben zu verschönern. Neben Rezepten für die Küche, medizinischen und kosmetischen Rezepten enthält es Texte aus der faszinierenden Welt von Aberglauben, Mythos und Legenden, die die Zauberkräuter umranken.
Zusammenfassung:
Das Buch ist hübsch anzusehen und nett zum genau einmal durchblättern.
Kräuter kann man selbst sammeln (in einer Vollmondnacht, lol). Aber gerade in der heutigen Zeit, sollte man sie entweder selbst auf der Fensterbank züchten oder aber kaufen. Von sammeln in Großstädten ist abzuraten. Als Ratgeber taugt dieses Buch nichts, da die Bilder zu schlecht sind und gerade Anfänger hier die Pflanzen nicht erkennen können.
Wenn Ihr wirklich selbst Pflanzen in der freien Natur suchen und zubereiten wollt, kauft Euch einen der besseren Ratgeber (um die 25 Euro), die Gefahr eine giftige Pflanze zu erwischen ist doch etwas zu groß.
Als Geschenk und zur Einführung in die Kräuterkunst ist dieses Buch zu empfehlen, ansonsten nicht, da es nur Grundwissen vermittelt.
Ach ja: Das Buch ist mit einer lila-Schleife zugebunden; also wirklich sehr sehr dekorativ. d. h. als Geschenkidee wirklich toll: da es einfach hübsch ist. weiterlesen schließen -
Die Sintflut - nicht länger ein Rätsel?
Pro:
einleuchtende Erklärung eines großen Menschheitsmythos
Kontra:
gelegentlich etwas abschweifend
Empfehlung:
Nein
"Wer glaubt schon Berichten über eine verrückt gewordene Welt? Über eine Welt, in der die Flüsse rückwärts fließen, in der das Gebrüll eines rasenden Meeresungeheuers den Boden erbeben läßt, in der die Wasser aus der Tiefe aufsteigen und alles Leben auslöschen, das sich ihnen in den Weg stellt – und in der die Überlebenden ihre Flöße in den Baumwipfeln eines Bergwaldes festmachen ..."
So endet der Prolog des Buches "Sintflut" von Walter Pitman und William Ryan. Angesichts der jüngsten Überschwemmungskatastrophen in Österreich, Tschechien, Süd- und Ostdeutschland dürften vielleicht auch ein paar Skeptiker mehr diese Theorie, die die Autoren in diesem Buch offerieren, für möglich halten, für möglich, daß die Natur verrückt spielt, daß sie bislang Unglaubliches zustande bringt und zustande bringen kann.
Die Sintflut ist eine der großen Menschheitsmythen. Im westlichen Kulturkreis ist dieser Mythos vorrangig aus der Bibel bekannt. Aber das ist keineswegs die älteste Überlieferung des Sintflut-Themas. Bereits im Gilgamesch-Epos, eine der bekanntesten nahöstlichen und frühesten Überlieferungen, wird die gesamte Story erzählt: die göttliche Warnung vor der Sintflut, der Auftrag, eine Arche zu bauen und mit dem Samen aller Lebewesen zu beladen und so das Leben auf der Erde zu retten sowie letztlich die große Überschwemmung, die die gesamte (bekannte!) Welt überflutet.
Pitman und Ryan zeigen in ihrem Buch, daß an diesem Mythos nicht viel erfunden sein muß. Genauer: Sie führen Belege an, daß eine große Überschwemmung tatsächlich stattgefunden hat und zwar zu einer Zeit, als die Menschen bereits sprechen konnten und so die Erinnerung an diese Naturkatastrophe erhalten werden konnte.
Nach Auffassung der Autoren lief die Geschichte folgendermaßen ab:
Startpunkt ist der Beginn einer Eiszeit vor ca. 120 Tsd. Jahren. Die klimatischen Bedingungen und die Höhe des Meeresspiegels entsprachen in etwa heutigen Verhältnissen. In den entstehenden Eispanzern und Gletschern wurde immer mehr Wasser gespeichert, der Wasserspiegel in den Ozeanen sank. Vor ca. 20 Tsd. Jahren - auf dem Höhepunkt der Einszeit - lag dann der Wasserspiegel ca. 120 Meter tiefer als heute. Der Mensch hatte bereits die Entwicklungsstufe der Jäger und Sammler erreicht, er konnte sich wechselnden Verhältnissen anpassen, und er war mobil.
Mit dem Einsetzen der Gletscherschmelze vor etwa 20 Tsd. Jahren begannen die Meeresspiegel wieder anzusteigen. In die Senke, die heute vom Schwarzen Meer ausgefüllt wird und die zu jener Zeit nur teilweise von Wasser bedeckt war, ergossen sich Schmelzwasser aus dem Norden des heutigen Rußlands. Dieser Wasser war trinkbar, was zur Folge hatte, daß viele Tiere diesem Wasser folgten, bis hin an die sukzessive ansteigenden Küsten des immer größer werdenden Sees, der mit Süßwasser gefüllt war. Diesen Herden folgten natürlich die Menschen, fanden sie doch hier genug Nahrung.
Vor etwa 13 Tsd. Jahren versiegte der Zufluß in das Schwarze Meer. Die Schmelwasser flossen nunmehr in West-Ost-Richtung, parallel zu den Gletscherrändern, die sich ja immer mehr nach Norden zurückzogen. Infolge der Oberflächenverdunstung ging nun im Schwarzen Meer mehr Wasser verloren als nachfloß. Somit sank der Wasserspiegel wieder - im Gegensatz zu den Weltmeeren, in die sich ja weiterhin Schmelzwasser und Flüsse ergossen. Das Schwarze Meer hatte keine Verbindung mit dem Mittelmeer, es war ein abflußloses Binnenmeer. Am Rande dessen waren die Menschen immer mehr zu einer seßhaften Lebensweise übergegangen.
Um etwa 5.800 v. Chr. war der Pegel der Ozeane wieder soweit angestiegen, daß das Wasser des Marmarameeres (als Bestandteil der heutigen Verbindung zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer) fast bis an den Rand des Walls am Bosporustal reichte. Die Oberfläche des Schwarzen Meeres auf der anderen Seite lag bis zu 150 m tiefer. Immer wieder schwappte das Wasser (Salzwasser) über die Kante und immer wieder spülte es ein wenig Erdreich und Geröll weg. Letztlich entstand ein kontinuierlicher Wasserfluß, der - durch Erosion sich selbst verstärkend - eine immer größere Lücke riß.
Letztlich strömten täglich 40 – 50 Milliarden Kubikmeter Wasser durch die frisch entstandene Schlucht - soviel wie der gesamt Inhalt des Bodensees. Das Salzwasser tötete die gesamte Fischbestände innerhalb des Schwarzen Meeres.
Täglich stieg der Wasserspiegel um etwa 15 Zentimeter. In den Flußtälern lief das Wasser pro Tag bis zu anderthalb Kilometer flußaufwärts. Lebewesen, die nicht schnell genug flüchteten oder sich auf zu niedrige Erhebungen retten wollten, ertranken.
Die Menschen, die inzwischen Ackerbauern und Viehzüchter geworden waren, waren entsetzt. Was passierte da? Hatten sie den Unwillen der Götter erregt? Was sollten sie tun? Sie taten das Naheliegende. Sie packten ihre Sachen und beluden ihre Schiffe. Sie trieben mit den Wassern flußaufwärts, sie schwammen über die Regionen, die bisher von ihren Feldern, von Wiesen und von Wäldern bedeckt waren. Sie konnten bei ihren Rasten ihre Boote an den Gipfeln von noch aus dem Wasser ragenden Bäumen festmachen. Wer klug war und rechtzeitig genug seine Sachen gepackt hatte, führte Saatgut und Vieh mit - in der Hoffnung, daß die Flut irgendwann aufhören und neue landwirtschaftliche Flächen gefunden werden konnten.
In alle Himmelsrichtungen - vom Schwarzen Meer aus gesehen - flüchteten die Menschen, und in allen Himmelsrichtungen haben Archäologen Befunde für Einwanderungen in der fraglichen Zeit gefunden.
Die Flut dauerte etwa 12 Monate - das Wasser-Volumen, das sich in das Schwarze Meer ergoß, war für das Mittelmeer nicht wirklich ein “Verlust”, zudem dieses ja an der Meerenge von Gibraltar mit einem noch viel größeren Wasserreservoir in Verbindung stand. In diesem einem Jahr war der Wasserspiegel um etwa 55 Meter gestiegen, in den nachfolgenden 12 Monaten um weitere 30 Meter.
Die früheren Siedlungen lagen inzwischen weit unter Wasser, das - soviel durfte den Menschen bald klar sein, auch dort bleiben würde. Ein tiefer Einschnitt in ihr Leben war das ohne Zweifel, ohne Erklärung für die Ursachen, mit abenteuerlichsten Ereignissen.
Daß eine solche Katastrophe von Generation bis Generation weiter gegeben würde, bis endlich sie aufgezeichnet werden, lag auf der Hand. Hinsichtlich der Erklärungen, des Verständnisses flossen immer mehr mythologische und religiöse Elemente ein, die naturgeschichtliche Kern jedoch und die “Rettung” blieben erhalten.
So schildern die Autoren Pitman und Ryan ihre Version der Sintflut. Ob nachvollziehbar oder nicht, ob glaubhaft oder unglaubhaft, das muß jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings bauen sie eine Argumentationskette auf, die nicht leicht zu wiederlegen sein wird. Grundlage für ihre Argumente sind meeresgeologische Bohrungen, Untersuchungen der Oberfläche des Meeresbodens und Ergebnisse archäologischer Grabungen.
Pitman und Ryan schildern den Hergang ihrer jahrelangen Forschungen an diesem Thema sehr ausführlich. Manchmal sind ihre Erörterungen sehr spannend, manchmal langwierig. An manchen Stellen muß der Leser einfach die Erklärungen der Funde zur Kenntnis nehmen, zumeist sind sie aber einleuchtend.
Spanndend ist das Buch allemale, auch wenn die Darstellung mancher Seitenstränge ihrer Forschungen den daran Beteiligten sicher gerecht wird, diese aber dennoch zum Überschlagen der entsprechenden Seiten provozieren.
Dennoch: Auch als Nichtfachmann der verschiedensten Wissenschaftsgebiete, die in diesem Buch eine Rolle spielen, kann man die Gedankengänge verstehen und begreifen, worauf diese hinauslaufen. Eine populärwissenschaftliche Darstellung einer Erklärung des Sintflutmythos, die sehr gelungen ist.
Hier noch die bibliographischen Daten:
Walter Pitman / William Ryan: Sintflut. Ein Rätsel wird entschlüsselt
Bastei Lübbe Taschenbuch
ISBN: 3404 6042 X
Preis: 8,45 € weiterlesen schließen -
Genmanipulation? Nein Danke! (Mount Dragon / Preston, Douglas & Child, Lincoln)
08.08.2002, 17:46 Uhr von
Ranger99
Hi Leute! Bin ein lebensfroher Berliner, der gerne seine Meinung kund tut. Ich lese gerne, treibe...Pro:
sehr spannend, interessante wissenschaftliche Details, gute Charaktere
Kontra:
es gibt etwas zuviele zufälle, die den protagonisten helfen
Empfehlung:
Nein
Douglas Preston und Lincoln Child haben mit „Mount Dragon“ gemeinsam eine packende Story über die erschreckenden Möglichkeiten der Biotechnologie und Gentechnologie geschrieben. Da dieser Stoff so komplex und auch so schwierig ist, wundert es nicht, dass sich hier gleich zwei Autoren ans Werk gemacht haben. Um euch das Buch ein wenig schmackhaft zu machen, werde ich es im folgenden Bericht ein wenig analysieren und beurteilen.
Story
Guy Carson ist Spezialist für Eiweisshüllen bei dem Pharmakonzern GeneDyne. Er ist einer von vielen tausend Wissenschaftlern, die sich ganz der Forschung und ihrer guten Seite verschrieben haben. Er sieht sich gerade am Anfang seiner Karriere, als er überraschend vom Firmenboss Brent Scopes persönlich zu einem Spezialprojekt delegiert wird. Umso schöner für Guy, dass sich das ganze in der Wüste, ganz in der nähe seiner Heimat abspielt. Was zwar dem Leser, aber Guy durchaus noch nicht bewusst ist, in dem Wüstenlabor kann es nicht mit rechten Dingen zu gehen. Das wird einem gleich am Anfang bewusst gemacht, denn das Buch beginnt mit der Einweisung von Guys Vorgänger Dr. Burt in eine Irrenanstalt. Doch vollkommen unbelastet, da unwissend, macht sich Carson ans Werk im Labor am Mount Dragon. Aha, daher kommt also der Name. Hier lernt er gleich „nette“ Leute kennen. Bis auf den Direktor des Geländes, Dr. Singer, scheint ihn nämlich keiner zu mögen. Insbesondere seine neue Assistentin, Susana Cabeza de Vaca, ein feuriges Latinogirl, macht ihm das Leben schwer. Trotz dieser Querelen soll Carson weiter am sogenannten X-Flu Virus forschen. Einem Grippe Virus, dessen Erforschung die vollständige Immunität der Menschheit gegen die Grippe bringen soll. Dazu ist aber eine Genmanipulation an den menschlichen Stammzellen notwendig, was den Gentechnik Gegner Dr. Levine stark beschäftigt. All diese vielen verschiedenen Handlungsstränge und Geschehnisse münden in ein Finale Grande der Extraklasse........
Hauptcharaktere
Guy Carson
Er ist der „Held“ in dieser spannenden Geschichte. Aufgewachsen in New Mexico, fühlte er sich zu höherem bestimmt, als auf einer Ranch zu arbeiten. Er wurde Wissenschaftler und ein brillanter dazu. Trotzdem vergisst Carson nie wo er herkommt und hat auch das Andenken an seine teils indianischen Vorfahren bewahrt. Das kommt ihm im Verlauf des Abenteuers noch zu gute. Seine anfängliche Überzeugung von GeneDyne und den guten Absichten kommt immer mehr ins Wanken, je mehr er sich der eigentlichen Vorgänge um ihn herum bewusst wird. Er ist eine sehr sympathische Figur. Carson strahlt viel Ruhe und Besonnenheit aus, ist kein Action Macho Held, sondern der ruhige Pol den es braucht um der vertrackten Situation Herr zu werden.
Brent Scopes
Er ist der Boss von GeneDyne. Als junger Student entdeckte der brillante Kopf ein Gen, das Mais resistent gegen Krankheiten macht. Von den enormen Patenterlösen baute Scopes das GeneDyne Imperium auf. Die Sache hat nur einen Haken, er entdeckte das Gen zusammen mit seinem damaligen Kumpel Dr. Levine, der jetzt sein Gegner ist. Da dieser nicht bereit ist das Patent zu verlängern, drohen Scopes Milliarden Verluste. Er braucht neue Projekte, wie das X-Flu Virus. Scopes ist ein Wahnsinniger wie er im Buche steht. Er trägt second hand Jacken für ein paar Dollar, trinkt nur Cola aus der Dose und isst kalte Pizza. Auf der anderen Seite regiert er sein Milliarden Imperium mit eiserner Hand. Neben seiner wissenschaftlichen Begabung ist er auch ein Computergenie und hat seinen eigenen Cyberspace programmiert. Auf der anderen Seite ist er ein extrem sozialer Mensch. Er spendet Millionen für gemeinnützige Vereine und Organisationen und das auch noch anonym, also nicht aus Prestigegründen. Scopes ist nicht wirklich unsympathisch. Mir hat diese Figur sogar imponiert. Die Autoren haben hier eine wirklich sehr vielfältige Persönlichkeit geschaffen.
Dr. Levine
Er ist ein Studienfreund von Scopes. Der Leser lernt ihn erst mal als Nörgler und Querulanten kennen. Er ist strikt gegen die Gentherapie an Stammzellen und ficht seinen Kampf auch nicht immer mit sauberen Mitteln. Sein Hass gegen die Erforschung der Gene kommt auch zum Teil aus seiner Vergangenheit, da sein Vater im KZ an den Folgen von Versuchen der SS-Ärzte gestorben ist. Er ist, wie Scope, ein brillanter Kopf. Leider hat er keine Ahnung von Computern. Dafür aber einen Verbündeten in dieser Welt, den geheimnisvollen Clown. Die Figur des Levine erscheint erst einmal vollkommen unsympathisch. Er ist der Oberlehrer, der mit erhobenem Zeigefinger auf alle deutet, die sich dem Fortschritt gewidmet haben. Doch was, wenn er am Ende recht behält?
De Vaca
Carsons Assistentin ist eine Zicke, wie sie im Buche steht. Sie ist immer gleich auf 180, wenn jemand sie kritisiert. Eine vernünftige Diskussion scheint mit ihr unmöglich. Carson hat meist sogar Angst davor, sie überhaupt anzusprechen. Natürlich sieht sie blendend aus und hinter der ganzen Maskerade verbirgt sich eine gute Wissenschaftlerin, die auch Mut hat. Da sie spanisches Blut in den Adern hat, passt sie ebenso wie Carson hervorragend in das Wüstenpanorama von Mount Dragon. Gibt es anbetracht einer so schönen Frau und eines so anziehenden Halbindianers auch knisternde Szenen? Findet es heraus....
Nye
Der Sicherheitschef vom Mount Dragon Labor ist der Psychopath in der illustren Gesellschaft. Er ist Engländer und trägt Tropenhelm und Pferdeschwanz. Was macht dieser wahnsinnige eigentlich den ganzen Tag allein in der Wüste? Der wird doch nicht nach verborgenen Schätzen suchen? Auf jeden Fall ist er total unsympathisch und übernimmt die Rolle des klassischen Bösewichts. Damit entlastet er auch Scopes ein wenig.
All diese vielfältigen Figuren passen sehr gut in die Geschehnisse um das Hochsicherheitslabor am Mount Dragon. Hier mitten in der Wüste, von der Außenwelt abgeschlossen, arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck am X-Flu Virus. Kein Wunder ,dass Carsons Vorgänger hier verrückt wurde, oder hatte das andere Ursachen? Es gelingt den Autoren jedenfalls hervorragend die vielen Handlungsstränge spannend zu halten und später gut miteinander zu verknüpfen. Die Beschreibungen der wissenschaftlichen Vorgänge sind total ausgefeilt und manchmal sehr kompliziert, was aber eher professionell als störend wirkt. Man merkt, dass hier vorher ausgiebige Recherche betrieben wurde. Sowohl was die Gentechnologie als auch die Wüste in New Mexico betrifft. Die Liebe zum Detail bringt auch den Unterschied zu einfacheren Romanen, deren Stories sich auf diesem Gebiet abspielen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es mittlerweile zweimal gelesen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Besonders für Leser, die sich für Medizin, Gentechnologie und Biotechnologie Romane interessieren bietet das Buch viele interessante Aspekte. Das Buch ist bei Knaur/Droemer erschienen. Mittlerweile gibt es zwei paperback Ausgaben. Ich habe noch die Hardcover Version, die aber heutzutage schwer zu bekommen ist. Diese bietet einem neben 600 Seiten Spannung auch noch einen Lageplan des Labors, was einer besseren Übersichtlichkeit dient. Die normalen Ausgaben erhält man für 8,90 EUR bzw. 6,00 EUR für die richtige Billigausgabe.
©Ranger99 weiterlesen schließen
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