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Tests und Erfahrungsberichte
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Terry Pratchett- "Fliegende Fetzen"
5Pro:
Neuer Wind und viel Spaß in der Küche...
Kontra:
Manche Rezepte sind zu - englisch...
Empfehlung:
Nein
Eine geheimnisvolle Insel taucht auf - mitten zwischen Klatsch und Ankh-Morporck. Und schon fliegen die Fetzen...
Zur Story:
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Ein klatschianischer und ein ankh-morporkianischer Fischer entdecken zur selben Zeit eine geheimnisvolle Insel, die unbewohnt ist und keinem zu gehören scheint. Nicht, dass es etwas Wertvolles auf dieser Insel gäbe, i wo, aber es geht um das Prinzip. Also beanspruchen beide Länder, die sich ohnehin nicht sonderlich gut leiden können, das neue Land. Ein Krieg scheint fast unvermeidbar, schon rotten sich in der Zwillingsstadt Menschen zu einer Armee zusammen und "besorgte Bürger" stecken die Häuser der klatschianischen Bevölker in Ankh-Morpork "vorsorglich" in Brand.
Zu dieser briesanten Zeit befindet sich der klatschianische Prinz zu Besuch beim Patrizier. Bei einer offiziellen Feier wird ein Attentat verübt, bei dem der Prinz schwer verletzt wird. Mumm, obwohl neu in den diplomatischen Gefilden, macht sich auf, den Täter zu suchen.
Die Spur führt schließlich nach Klatsch, und so machen sich die pflichtbewußten Wachen unter dem Kommando von Mumm und Hauptmann Karotte auf, den Täter in Klatsch zu finden.
Gleichzeitig macht sich auch der Patrizier in Begleitung des Wissenschaftlers Leonardo da Quirm, Korporal Nobbs und Feldwebel Colon auf, erst unter Wasser die Insel und dann über Land Klatsch zu erforschen.
Zu den Personen:
Vetinari:
Patrizier von Ankh-Morpork und das nicht von ungefähr. Vetinari ist heimtückisch, skrupelos und verdammt schlau. Eigentlich ist er nicht gefährlich - aber man sollte Abstand von ihm halten, wenn er ironisch wird. Oder gar sarkastisch. Eben ein Mann ganz nach meinem Geschmack...
Mumm:
Oberhaupt der Wache. Als solcher ist er immer daran interessiert, Verbrechen aufzuklären. Dabei interessieren ihn weder der Stand der Personen noch diplomatisches Gefasel.
Hauptmann Karotte:
Äußerst liebenswert, naiv und gerechtigskeitfanatisch.... Genaugenommen hat er eine Ausstrahlung, mit der er Kriege in Fußballturniere verwandeln kann ... Er passt sich unheimlich schnell seiner neuen Umgebung in Klatsch uan und fungiert so auch als Übersetzer.
Leonardo da Quirm:
Ein etwas weltfremder, aber genialer Wissenschaftler, der das erste U-Boot der Scheibenwelt erfindet. Als Vetinaris "Gast" erfindet er viele nützliche Dinge, zum Beispiel "DasDing,mitdemmanBergeabtragebkann" (mit Namensgebung hat er es nicht so...), mit denen man gaaaanz bestimmt keine Waffen bauen kann......
71-Stunden-Ahmed:
Der geheimnisvolle D´Reg, der den klatschianischen Prinzen begleitet, gibt viele Rätsel auf - keine Sorge, sie werden alle gelöst- nicht zuletzt das Rätsel um seinen merkwürdigen Namen....
Meine Meinung:
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ICH LIEBE DIESES BUCH! Ernsthaft: Ich finde, es ist eines der besten von Pratchett überhaupt. Ich habe es bereits an die zehn Mal gelesen und bekomme einfach nicht genug davon... Ein Highlight, das mir persönlich am besten gefällt, ist, als sich Nobbs als Frau verkleiden muß. Pratchett hat da eine nette Fußnote, die darauf verweist, dass es soetwas wie ein Naturgesetz ist, dass ein Mann, der sich als Frau verkleidet, IMMER einen anderem Mann den Kopf verdreht. In Nobbs Fall habe das Naturgesetz allerdings ersteinmal überlegen müssen und hätte dann mal eine Ausnahme gemacht.
Es gibt einfach unheimlich viele Gags, die ich an diesem Buch liebe, sei es der Esel auf dem Minarett oder Colons tapsige Versuche, einheimisch zu wirken... ich kam einfach aus dem Lachen nicht mehr raus.
FAZIT:
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Das übliche: Kerze, Tasse Tee und jede Menge Zeit. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass man zwischendurch auch mal kurz aufstehen sollte, und kleine Lockerübungen für das Zwerchfell und die Bauchmuskeln wären auch nicht zu verachten....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-03 12:41:06 mit dem Titel Heute schon Blut gespendet? ("Ruhig Blut"/Terry Pratchett)
Ruhig Blut gehört zu den genialsten aller Scheibenweltromane von Terry Pratchett. Thematisch geht es um die Hexen von Lancre und die Vampire aus dem Überwald, die in das kleine verschlafene Königreich Lancre eingefallen. Normalerweise wäre das für das Hexentrio infernale (Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Agnes Nitt) gar kein Problem. Nur leider handelt es sich nicht um den gemeinen Wald- und Wiesen-Vampir, sondern um den neuen Typ, der sich selber Vampyr nennt, Knoblauchspeisen genüsslich verzehrt und sich bei Spritzer von geweihtem Wasser lediglich über die Flecken auf der Seide ärgert.
So unbesiegbar, wie der neue Gegner scheint, so groß scheint auch seine Macht zu sein. Innerhalb von Sekunden stehen die Bewohner Lancres unter dem hypnotischen Bann der Vampyr-Familie, die anlässlich der Taufe der Tochter von Magrat Knoblauch, jetzige Königin, in das Schloss eingeladen wurden (schließlich muß man ja fortschrittlich sein und auch nach Überwald diplomatischen Kontakt aufbauen... zumindest nach Meinung von König Verence.).
Alle stehen unter dem vampyrischen Einfluß und sind schutzlos ausgeliefert...
Alle?
Nein, nur ein kleines Dorf.....äh, ich meine natürlich: Nur Agnes Nitt nicht (angeblich ja dieselbe Größenkategorie ;-)). Aufgrund ihrer starken (Zweit-) Persönlichkeit Perdita kann sie den hypnotischen Kräften der Überwäldler trotzen und gewinnt sogar so das Herz des Sohnemanns der Vampyrfamilie Vlad.
Oma Wetterwachs, die wegen eines „Missverständnisses“ meinte, nicht zur Taufe eingeladen worden zu sein und sich dann auch noch beim ersten Versuch, etwas gegen die nächtlichen Beißer zu unternehmen, scheitert, verlässt Lancre und zieht sich in die Berge zurück. Nun sind Nanny Ogg und Agnes/Perdita auf sich alleine gestellt, wobei Vlads Vorliebe für Agnes sehr hilfreich ist.
Ich will natürlich nicht die Einzelheiten des Buches verraten, sonst macht das Lesen ja keinen Spaß mehr.
Jedenfalls ist „Ruhig Blut“ ein typisches Pratchett-Meisterwerk, dass nicht nur durch eine irrwitzige Geschichte und schräge Charaktere besticht, sondern vor allem durch die ironisch-satirische Erzählweise durch Terry Pratchett.
Ich habe dieses Buch innerhalb von einem Tag verschlungen, da es spannend und unterhaltsam bis zur letzten Zeile ist. Allerdings kann ich das Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, die Vorgeschichte zu kennen, um den Plot zu verstehen, jedoch mehr als hilfreich, da einem die Zusammenhänge ein wenig klarer werden, vor allem, wenn es um Hexenlogik geht.
Der Spaß kostet ungefähr 18 DM. Erschienen ist das Buch, wie so viele Pratchett-Bücher, im Goldmann Verlag und ist in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich oder wenigstens bestellbar. ;-)
Ansonsten braucht man nur noch eine schöne Tasse Tee, sehr viele Kerzen (optional) und sehr viel Zeit (zwingen), da man das Buch kaum aus der Hand legen kann....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-04 08:43:05 mit dem Titel "Lors und Ladies" (Terry Pratchett)
Wenn das Schöne gefährlich ist....
Man weiß viel über Elfen:
........ schön sind sie...
........ elegant sind sie....
...aber wer hat behauptet, dass sie nett sind?!
......Zum Inhalt......
In dem kleinen Königreich Lancre in den Spitzhornbergen ist der Teufel los:
Die junge Hexe Magrat Knoblauch schickt sich an, den ehemaligen Narren und gegenwärtigen König von Lancre zu ehelichen und zwangsläufiger Weise dadurch den Hexenzirkel zu verlassen. Zwangsläufig deswegen, nicht weil eine Königin keine Hexe sein darf, sondern weil ein Hexenzirkel immer aus drei Hexen besteht: Der Jungfrau, der Mutter und der ...anderen. Und da Nanny Ogg mit ihrem riesigen Familienclan die Mutter ist und die ...andere Oma Wetterwachs.... nun ja, die Wahrscheinlichkeit, das Magrat Knoblauch weiterhin „die Jungfrau“ im Zirkel sein könnte, sinkt tendenziell gegen null.
Und genau in dieser schwierigen Zeit beginnen ein paar junge und unbedachte Hexen –unter ihnen Agnes/Perdita X. Nitt als Debüt – gefährliche Spiele mit dem Glauben an Fabelwesen.
In der sogenannten „Kreis-Zeit“ werden die Grenzen von Realität zu Paralleluniversen dünner und es entstehen so „Tore“...
Durch diese temporalen günstigen Umstände und den Glauben der Junghexen gelingt es den Elfen auf der Scheibenwelt Gestalt anzunehmen.
Sie sind wunderschön, hochgewachsen und elegant.
Aber niemand hat was von nett gesagt!
In ihrer grenzenlosen Gier, Brutalität und Arroganz wollen diese nun –wie sollte es anders sein- die Weltherrschaft an sich reißen. Und die Menschen, die nicht mehr wissen, was Versklavung bedeutet und vom lieblichen Antlitz der Elfen geblendet sind, sind jetzt allein auf die Hilfe von Oma Wetterwachs und Nanny Ogg angewiesen.
Und als wäre das noch nicht genug, so trifft Nanny auf den kleinen, aber sehr bemühten zweitbesten Liebhaber der Welt und Oma Wetterwachs auf ihre Jugendliebe – ja, auch Oma war mal jung- und Margrats Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Dies nutzen die Fabelwesen, um in Lancre einzufallen und alles zu vernichten, was sich ihnen entgegenstellt.
Jetzt haben ist es höchste Eisenbahn: der Spuk muß beendet werden, bevor die Grenzen wieder dicht sind und die Elfen nicht mehr in ihr Universum zurück gejagt werden können
...
.....Meine Meinung:
Endlich wird mal mit den Vorurteilen den Elfen gegenüber aufgeräumt! Ich –als bekennende AD&D (Advanced Dungeons and Dragons) –Spielerin und dortige Dunkelelfe kann dieses Buch nur befürworten.
Herzerfrischende Komik, Hexenlogik und das mir vorher völlig unbekannte Hexestarr-Turnier machen dieses Buch vielleicht nicht zu dem besten Prattchet-Buch, aber auf jeden Fall zu einem sehr empfehlenswerten Buch. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und öfters mal herzlich laut gelacht (kam in der Bahn ein wenig peinlich...).
Prattchets unnachahmlicher Stil ist –immer wieder- ein Genuß...
Gelöhnt habe ich 12,50 DM für dieses Buch bei meinem Buchhändler um die Ecke.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-05 09:07:35 mit dem Titel Wie die Scheibenwelt entstand ...(
Endlich wird das Geheimnis gelüftet, wie die Welt entstand, die eine Scheibe auf dem Rücken von vier Elefanten ist, die wiederum von einer Schildkröte unspezifischen Geschlechts getragen wird. Endlich wird verraten, warum es so viele Dämonen gibt, warum die Teppiche fliegen können und warum das Meer niemals leer wird, obwohl ständig das Wasser über den Rand der Welt fließt....
Kurzüberblick über die Story:
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Woher kommen alle Planeten? Klar, sie werden gebaut. Schicht für Schicht werden sie nach bestimmten Regeln und Maßstäben mittels einer Maschine konstruiert. Diese "Schöpfungsmaschine" ist übrigens auch Titelgeberin: ihr Name ist Strata.
Die "Planetenbauer" Kin Arad, Marco und Silver erfahren eines Tages von der merkwürdigsten Konstruktion aller Planeten: eine Welt in Form einer Scheibe, die jeder Logik zum Trotz existiert. Als die drei sich aufmachen, die merkwürdige Welt, die nicht sein dürfte, zu erkunden, stranden sie unglücklicherweise dort.
Verzweifelt versuchen sie sich zum Zentrum durchzuschlagen, wohlwissend, dass die Scheibenwelt kurz vorm technischen Zusammenbruch steht. Auf den Spuren der Erbauer entdecken sie die merkwürdigen Bewohner und beschließen, die Fehlkonstruktion zu retten...
Die Hauptpersonen:
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Kin Arad:
Eine Powerfrau wie sie im Buche steht: energisch, kommandierend und selbstbewußt. Sie ist die geborene Anführerin. Anfangs der Firma (des Planetenbaus) sehr verpflichtet, kann sie sich als Perfektionistin nur langsam mit der anarchistischen Welt auf der Scheibe anfreunden.
Marco:
Mit vier Armen der geborene Techniker. Er ist ein Abkömmling der Kung, einer insektenartigen Rasse, deren Äußeres Ähnlichkeiten mit Gottesanbeterinnen aufweisen.
Silver:
Eine freundliche Vertreterin der Shand. Wenn wir uns ohnehin schon in der Tierwelt bewegen, dann läßt sich Silver am ehesten mit einem Bären vergleichen. Allerdings nur Äußerlich, denn an sich ist sie eine eher schüchterne und freundliche Frau.
Meine Meinung:
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Mich hat es sehr ernüchtert, auch wenn es eine irrwitzige und komische Erklärung ist (Und die wird nicht verraten!), aber ich habe Wochen gebraucht, um das Buch wieder aus meinem Kopf zu bekommen, um nicht bei den anderen Pratchett-Büchern daran denken zu müssen, dass das alles nicht echt ist.
Natrlich hat das Buch allein dadurch seinen Reiz, dass man eine Art Querschnitt durch die Scheibenwelt erhält: von den Hexen in den Spitzhornbergen über übellaunige Dämonen bis hin zu den Bewohnern Ankh-Morporks. Ich persönlich mußte zwar sehr oft lachen, jedoch überwog letztendlich das Gefühl, mit dem Lesen des Buches etwas verloren zu haben....
Fazit:
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Ich rate davon ab, dieses Buch zu lesen, wenn man sich nicht völlig darüber im klaren ist, dass die heile Welt der Scheibenwelt Risse bekommen wird und hinterher nichts mehr so scheinen wird, wie es vorher war. Wer sich dagegen immun glaubt, der sollte das Buch lesen. Es ist sehr lustig, auch wenn es bestimmt nicht zu den stärksten von Pratchett gehört.
Vermutlich ist es aufgrund seiner "Querschnitt"-Darstellung sehr gut für Einsteiger, die dadurch auf wenigen Seiten viele Eigenheiten der Scheibenwelt und ihrer Bewohner kennenlernen.
Sollte man es lesen, benötigt man das Übliche: Zeit, Kerzen und Tee.....
PS: Die Beschreibung der Story mag euch kurz vorkommen, jedoch gibt es nicht mehr dazu zu sagen, ohne euch die Gags vorwegzunehmen. Das Buch hat eben nur eine kurze Geschichte, die dann sehr ausgeschmückt wurde.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-05 10:49:51 mit dem Titel Die Jungfrau, die Mutter und die .... andere("Mummenschanz"/Terry Pratchett)
Agnes Nitt hat die Schnauze voll von Lancre und zieht mit ihren Massen nach Ankh-Morporck an die Oper....
Zur Story:
Terry Pratchett zieht in seinem Opus speziell das "Phantom der Oper" von Gaston Leroux durch den Kakao:
Die Oper von Ankh-Morporck erhält Verstärkung: einmal durch die wunderchöne und charismatische Christine, die musisch eher unbegabt ist und durch das Stimmwunder Agnes/Perdita X. Nitt, die leider durch ihr Erscheinungsbild "gewichtige" Handycaps hat.
Trotzdem verwirklicht sich ihr Traum einer Solo-Karriere, wenn auch nur versteckt:
Die schöne Christine kann nämlich gar nicht singen. Welch Glück, daß die dicke Agnes Nitt - alias Perdita X. Nitt - fabelhaft singen kann. Und das sogar mehrstimmig!!!
Jedenfalls ersetzt sie Christines Stimme, weil das merkwürdige Phantom, das die Oper heimsucht, partout Christine als Hauptdarstellerin will. Und dummerweise fängt es auch noch an zu morden!
Pech für das Phantom: Oma Wetterwachs und Nanny Ogg begeben sich nach Ankh-Morporck - einmal weil Nanny ein Kochbuch geschrieben hat, das sehr erfolgreich läuft und zweitens, weil nach Magrat Knoblauchs Heirat die dritte Hexe im Bunde fehlt (ein HExenzirkel besteht immer aus drei Hexen...).
Und weil sich Agnes Nitt wunderbar als dritte Hexe eignen würde, setzten die beiden alles daran, dass Agnes wieder nach Lancre heimkehren wird...
Das wiederum hat zur Folge, dass das Phantom zu entlarven ist; also mischen sich Oma Wetterwachs (verkleidet als edle Dame) und Nanny Ogg (verkleidet als Angestellte der Oper) ein und veranstalten das perfekte Chaos...
Kunterbunt und aberwitzig wird die ganze Welt der Bühne verhohnepipelt. Man trifft alte Bekannte aus der Wache, aus Lancre und lernt neue schräge, aber sehr liebenswerte Personen der Scheibenwelt kennen.
Kurze Erklärung zur Scheibenwelt:
Die Scheibenwelt ist eine Welt in Form einer Scheibe (wie der Name schon sagt). Diese ruht auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Rücken einer Schildkröte durch das All getragen wird.
Diese Welt wird von allen möglichen fantastischen Wesen bevölkert: Trolle, Menschen, Zauberer, Hexen, Zwerge, Vampiere und Werwölfe.....nur keine Elfen (siehe auch "Lords und Ladies"); diese Wesen werden alle dem Klischee nach überzogen dargestellt, also die Zwerge lieben Gold, die Zauberer sind fett und faul usw.
Zu den einzelenen Personen (zumindest zu den wichtigen): /
Agnes Nitt:
Agnes Nitt wäre gerne eine geheimnisvolle, sehr temperamentvolle und spontane junge Frau, die am besten auch noch Perdita X. heißt. Leider hat die Natur diese Wünsche nicht berücksichtigt und so wurde Agnes ein Berg von junger Frau, deren peripheren Regionen beim gehen wenig geheimnisvoll wabbern, die furchtbar gutmütig ist (und sich regelmäßig darüber ärgert) und die verdammt gut singen kann : mehrstimmig, mehrere Oktaven, mit der Möglichkeit, ihre Stimme im Raum nebenan zu plazieren (klingt unverständlic? Ist es auch.).
Außerdem hat sie eine extrem gute Auffassungsgabe, was unter anderem der Grund ist, warum die beiden Hexen Nanny Ogg und Oma Wetterwachs ein Auge auf sie geworfen haben...
Oma Esmeralda Wetterwachs:
Ein Hexenzirkel muß aus drei Hexen bestehen: die Jungfrau (bisher Magrat Knoblauch, die aber inzwischen mit dem König von Lancre verheiratet ist und spätestens seit der Hochzeitsnacht nicht mehr für diese Rolle in Frage kommt), die Mutter (eindeutig Nanny Ogg, die über eine nicht mehr zählbare Großfamilie herrscht)und die andere, Oma Wetterwachs (man darf bloß nicht sagen "die Alte", da wird Esme Wetterwachs furchtbar fuchsig....).
Oma Wetterwachs ist ein Urgestein von Hexe: weise, erfahren, übellaunig, herrschsüchtig und...naja, eben übellaunig. Sie führt den Hexenzirkel an und hat beschlossen, das Agnes die dritte im Bunde sein wird.
Nanny Ogg:
Die Mutter der Hexenzirkels. Sie herrscht über eine Großfamilie und ist damit die heimliche Herrscherin von Lancre, da ihre Söhne überall tätig sind und alles tun, was Mama sagt.
Sie liebt das Trinken, braut sogar selber, und singt mit Vorliebe unanständige Lieder....
Christine:
leicht zu beschreiben: zauberhaft und unendlich dumm.
abschließende Meinung:
Ein Buch, das trotz seines Umfanges in einem Rutsch gelesen werden will.
Ich jedenfalls habe es verschlungen und kann es nur wärmstens empfehlen. Auch für "Scheibenwelt-Einsteiger" ist es bestens geeignet, da es auch ohne bisherige Kenntnisse bestens verständlich und amüsant ist....
Aber vorsichtig: es macht einfach süchtig!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-10 09:16:37 mit dem Titel Mort und TODschlag ("Gevatter TOD"/ Terry Pratchett
Hoppla, noch ein Bericht aus der Scheibenwelt.... Diesmal stelle ich Euch mal wieder ein Buch über mein allerliebstes Zwei-Meter-Skelett vor.
Und weil der freundliche Schnitter ein Meister seines Fachs ist, war es nur eine Frage der Zeit, wann er sich einen Auszubildenden zulegt... Schließlich handelt es sich bei seiner Arbeit um einen kriesenfesten Job!
Zur Story:
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TOD hat also beschlossen, einen Nachfolger auszubilden. Seine Wahl fällt auf Mort (angemessener Name, nicht wahr?)
Mort, ein junger Mann, der nur aus Ellenbogen und einer Vielzahl Knie zu bestehen scheint (ich glaube, "schlacksig" ist da noch sehr harmlos ausgedrückt...), ist der Sohn eines Bauerns, nicht gerade der intelligenteste, dafür aber sehr neugierig. Daher schneidet er auf dem "Lehrlings-Markt" nicht besonders gut ab. Keiner scheint ihn haben zu wollen, bis Punkt Mitternacht TOD auf seinem feurigen Roß Binky daherkommt und ihn unter seine Fittiche nimmt. Als TOD bereits nach kurzer Zeit der Ausbildung Mort alleine losgehen läßt, nimmt das Chaos seinen Lauf:
Mort bringt es nicht übers Herz, eine ermordete Prinzessin tatsächlich sterben zu lassen. Die Gefüge von Raum und Zeit geraten ins Wanken, denn für die Wirklichkeit ist die Prinzessin tot, auch wenn sie quitschlebendig versucht, die Leute um sie herum vom Gegenteil zu überzeugen.
Morts kläglicher Versuch, seinen Fehler zu vertuschen, läßt das Ganze auf eine weltumspannende Katastrophe zu schlittern..... Jetzt können ihm nur noch Albert, der Diener von TOD und TODs Adoptivtochter helfen.....
Warum Mort jedoch gegen Zeit und TOD ankämpfen muß, wie es ausgeht (das sie Scheibenwelt zerstört wird, glaubt eh keiner, gelle? ) und ob Mort und seine geliebte Prinzessin einander finde, wird hier natürlich nicht verraten....
Zu den Figuren:
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TOD:
Schnitter, Sensemann....was auch immer: ein liebenswertes Zwei-Meter-Skelett mit Erfahrung mit Geräten aus der Landwirtschaft. Er ist ständig bemüht, die Menschen zu verstehen und menschlicher zu werden....
Mort:
Ein junger Mann mit mehr als hundert Fragen gleichzeitig. Äußerlich scheint er aus Ellenbogen und Knien zu bestehen, innerlich ist er aber ein beachtenswerter Mensch, der bei TOD zu einem neuen Selbstbewußtsein findet.
Albert:
Grießgrämiger Diener von TOD mit geheimnisvoller Vergangenheit.
Keli:
Die Prinzessin, die Mort den Kopf verdreht... Selbstbewußt und spitzzüngig fordert sie, was ihr gehört: ihr Leben und ihr Königreich.
Fazit:
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Eine Ansammlung schwarzen Humors vom Feinsten... allmählich habe ich das Gefühl, mich ständig zu wiederholen, aber:
Das Buch ist so abstrus, dass es einfach zwerchfellzereißend gut ist.... Wenn ihr dieses Buch lesen wollt, dann seht zu, dass ihr nicht am nächsten Tag früh rausmüßt - man kann es nämlich nicht aus der Hand legen. Und warnt am besten eure Freunde, Familie, Mitbewohner vor - ungehemmtes Lachen ist in diesem Fall kein Zeichen von Wahnsinn, nur von einem wahnsinnig guten Buch.
Was die Scheibenwelt angeht: ich verweise dabei auf meine früheren Pratchett-Berichte.
In eigener Sache: aufgrund von gewissen Erfahrungen auf Ciao weise ich daraufhin, dass der Titel ein Wortspiel dartellt. Ich weiß nämlich, wie man "Mord" schreibt....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-17 12:56:51 mit dem Titel "Das Erbe des Zauberers"/Terry Pratchett
Nachdem ich schon von dem Hexenzirkel aus Lancre in den Spitzhornbergen berichtete, möchte ich Euch heute mal das Buch vorstellen, in dem "Oma" Esmeralda Wetterwachs das erste Mal auftauchte.
Zur Story an sich:
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Auf der Scheibenwelt kann jedermann Zauberer werden. Aber besondere thaumaturgische Fähigkeiten werden dem achten Sohn eines achten Sohnes nachgesagt.
Wenn ein Zauberer stirbt, dann kommt es für diesen nicht unerwartet und er macht sich frühzeitig auf, einen würdigen Nachfolger zu finden, und diesem seinen Zauberstab zu vermachen. Ein alter Zauberer, dessen Ende naht, wandert extra in die Spitzhornberge nach Blödes Kaff, um dort seinen Stab an den noch ungeborenen achten Sohn eines achten Sohnes weiterzugeben.
Die Katastrophe beginnt mit der Geburt des begabten Kindes, denn es ist ein Mädchen...
Mädchen dürfen keine Zauberer werden. Gegen Hexen ist nichts einzuwenden, finden die Mitglieder der Unsichtbaren Universität, aber als Wissenschaftler, die Zauberer nun einmal sind, taugen Mädchen nicht.
Jedoch birgt Eskarina - so der Name der "Katastrophe" - bereits ungeheure Macht in sich. Als sie im Streit ihren Bruder in ein Schwein verwandelt, nimmt sich Oma Esmeralda Wetterwachs des Mädchens an, um ihre Kräfte als Hexe in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen.
Doch auch sie muß erkennen, dass sie gegen die Macht einer achten Tochter eines achten Sohnes keine Chance hat und beschließt letztendlich, die Kleine zur Unsichtbaren Universität zu bringen, um sie zur Zauberin ausbilden zu lassen.
Auf ihrem abenteuerlichen Weg dorthin - denn immerhin müssen sie die halbe Scheibenwelt durchqueren- begegnen sie einer anderen Art von Zauberlehrling: Simon, der hochbegabte Bücherwurm, der gegen alles allergisch scheint. Eskarina und Simon, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, werden allmählich Freunde...
Eskarina wird nicht an der Universität aufgenommen. Die Dozenten lachen sie aus, und merkwürdigerweise versagen auch ihre thaumaturgischen Fähigkeiten bei einer Demonstration ihrer Kräfte.
Sie will schon aufgeben, aber Oma Wetterwachs weiß Rat: Als Dienstmädchen darf Eskarina an der UU bleiben und lernt dort heimlich lesen.... bis Simon ihr Geheimnis entdeckt.
Eskarinas Zauberstab macht sich in diesem Moment selbständig und schlägt Simon auf seinen Kopf, so dass sein Bewußtsein in eine parallele Dimension abgleitet, aus der er sich alleine nicht mehr befreien kann......
Zu den Hauptfiguren:
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Eskarina:
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Achte Tochter eines achten Sohnes; sie ist sturköpfig und eisern entschlossen, entgegen allen Traditionen und Regeln Zauberin an der Unsichtbaren Universität zu werden. Ansonsten ist sie wie jedes andere junge Mädchen auch, nur dass man sie nicht ungestraft ärgern kann....
Oma Wetterwachs:
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Die wohl berühmteste und beste Hexe aus den Spitzhornbergen, genaugenommen aus Lancre. Oma Wetterwachs zeichnet sich durch einen eisernen Blick und der Überzeugung aus, dass NIEMAND einer Hexe etwas abschlagen kann - was wohl auch meistens zutrifft.
Simon:
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Er ist nur wenig älter als Eskarina und ein hochbegabter theoretischer Thaumaturg. Er ist schüchtern und gegen alles allergisch, ansonsten aber ein angenehmer Charakter.
Kleine Erklärungen am Rande:
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Warum der achte Sohn eines achten Sohnes?
Auf der Scheibenwelt gilt nicht wie bei uns die sieben als magische Zahl, sondern die acht. So hat zum Beispiel die Woche einen Tag mehr, den Oktotag. Das Farbenspektrum besteht aus acht Farben, so das ein Schillern in allen Farben oft als "oktarin" umschrieben wird.
Dadurch ist schon der achte Sohn durch seine Geburt etwas besonderes, umso besonderer ist dann natürlich der achte Sohn eines achten Sohnes.
Was ist Thaumaturgie?
Was bei uns als magische, nicht-messbare Kräfte bezeichnet wird, sind auf der Scheibenwelt die thaumaturgischen Kräfte. Kleine Thaumaturgie-Teilchen leiten die "Magie" durch die Realität, so dass an einem Ort, der von Natur aus ein hohes Maß an Thaumaturgie besitzt, die merkwürdigsten Dinge passieren können.
Thaumaturgie ist gleichzeitig auch die Bezeichnung für die magische Wissenschaft. Denn auf der Scheibenwelt ist der Anteil von Thaumaturgie meßbar und auch demnach erforschbar.
Was ist die Unsichtbare Universität?
Wie eben erklärrt, handelt es sich bei der Thaumaturgie um eine Wissenschaft, passend dazu ist die Unsichtbare Universität der Ort, an dem diese erforscht wird.
Dort Dozent zu werden ist einfach: man werde Zauberer und suche sich ein bisher noch unbesetztes Fach. Daher gibt es die unmöglichsten Dozenten: Dozent für unbestimmbare Runen zum Beispiel. Das Leben als Dozent ist auch einfach: man vermeide es, von Studenten behelligt zu werden, komme zu den fünf Mahlzeiten am Tag und versuche, möglichst lange am Leben zu bleiben.
Zu der Scheibenwelt an sich möchte ich nichts schreiben, denn das habe ich bereits oft genug getan und verweise damit dreister Weise einfach auf meine früheren Scheibenwelt-Berichte.
Meine Meinung:
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Diese Buch ist sicherlich keines von Terry Pratchett stärksten Romanen, trotzdem ein sehr guter Einstieg, da hier Oma Wetterwachs zum ersten Mal auftaucht und man anhand von Vergleichen mit Zauberern und Hexen viel über die Hexenlogik lernt, die einem in späteren Büchern hilfreich ist.
Ich habe das Buch sehr früh gelesen und habe jede einzelne Seite genossen, auch wenn es Stellenweise ein wenig zu lang geraten ist und gerade der Schluss schwierig vorzustellen ist. Auch die fehlenden Fußnoten habe ich ein wenig vermisst....
Letztendlich ist die Story zu - hmmm- wenig originell, um eine eins zu vergeben. Ich gebe daher eine "Fan"-Zwei, kann mir aber dabei gut vorstellen, dass einige dieses Buch nicht sonderlich mögen werden.
Fazit:
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Wenn man eingefleischter Fan ist, sollte man es auf jeden Fall gelesen haben. Ansonsten muß es nicht unbedingt sein. Wenn man vorher noch nie was von ihm gelesen hat, sollte man sich nicht von den einigen zu langatmig geratenen Stellen abschrecken lassen, gibt es doch in "entschärfter" Form ein gutes Beispiel für den Humor von Pratchett.
Es eignet sich übrigens wunderbar, um es in der Wanne zu lesen, denn mit seinen knapp 280 Seiten bekommt man es prima in ein - zwei Stunden durch.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-18 13:04:30 mit dem Titel Ein "Zaubberer" auf der Flucht...
Ein hoffnungsloser Optimist, ein zahnoser Barbar und ein "Katastrophenmagnet" auf dem Weg die Welt zu retten....
Zur Story an sich:
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Hauptfigur ist Rincewind, der hier an seinen ersten Auftritt in "Die Farben der Magie" anschließt. Er ist seines Zeichens Zauberer, wie man an seinem Hut mit aller Flitterkram und der Aufschrift "Zaubberer" unschwer erkennen kann. Jedoch gehört er nicht gerade zu den talentiertesten seiner Zunft - genaugenommen kann er nicht wirklich zaubern, seit er verbotenerweise das Oktav (Zauberbuch der mächtigsten Art) aufschlug und einer der mächtigsten acht Zaubersprüche sich entschloss, sich in seinem Hirn einzugraben und alle anderen Zaubersprüche von dort zu verbannen.
Dieser Zauberspruch macht Rincewind in den Augen der anderen Zauberer der Unsichtbaren Universität zu einer tickenden Zeitbombe, weshalb Rincewind sich auf der Flucht und Meuchelmörder sich auf seiner Fährte befinden.
Begleitet wird der abenteuer-geplagte Zauberer von Zweiblum, dem ersten und einzigen Touristen der Scheibenwelt, der seiner Umwelt immer mit heillosem Optimismus begegnet und seinen Gefährten für einen wahrhaft großen Zauberer hält (schuld daran ist nur der Alkohol. Und Rincewind große Klappe....Zitat:"An der Universität würde ohne mich gar nichts laufen!").
Eine weitere Begleitung ungewöhnlicher Art ist Truhe. Truhe ist, wie der Name schon sagt, Gepäck. Und zwar aus intelligentem Birnbaumholz. Auf hunderten von kleinen Füßen hat sie sich an Rincewind geheftet - keiner weiß genau warum - und folgt ihm wie ein kleiner Hund.
Auf ihrer Reise begegnen sie vielen ungewöhnlichen Wesen und Geschöpfe. Da wäre zum Beispiel eine meiner Lieblingsfiguren, der 87jährige Cohan der Barbar, der mit Vorliebe 17jährige Jungfrauen rettet, notfalls auch gegen deren Willen. Er kennt keine Angst - wie man auch in späteren Büchern erfährt.
Aber kein Buch ohne Bösewicht:
Trymon, Zauberer und Erzbösewicht, will alle Macht an sich reißen. Dazu benötigt er die acht mächtigen Zaubersprüche aus dem Oktav - die nun aber nicht mehr vollständig sind, da ein Spruch mit Rincewind durch die Weltgeschichte reist. Aber weil es bei Pratchett immer gleich ums ganze geht: das Fehlen des achten Spruches bricht die Gefüge von Raum und Zeit im Multiversum auseinander.
Nun liegt es bei Rincewind, die Welt zu retten und den Spruch wieder in das Oktav zu bringen - was bei Rincewinds naturgemäßer Panik nicht wirklich einfach ist....
Zu den Hauptpersonen:
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Rincewind:
Der unbegabteste Zauberer aller Zeiten und Anziehungspunkt aller Katastrophen im Multiversum, was dazu führte, dass er eine wahre Strategie des Flüchtens entwickelte. So befindet er sich ständig auf der Flucht und schlittert dennoch von einem Abenteuer in das nächste.
Zweiblum:
Tourist und einzigartig Optimistisch: selbst eine reise in den Tod und wieder zurück kann ihn nicht schocken. Außerdem begrüßt er alle Abenteuer, die ihm und Rincewind zustoßen - denn letztendlich lösen sich alle Problemen in Wohlgefallen auf, davon ist er überzeugt.
Truhe:
Truhe ist eine Truhe (Wer hätte das gedacht?) au sintelligentem Birnbaumholz. Sie ist sehr kampflustig, verspeist hier und da mal den einen oder anderen Gegner. Rincewind kann sich glücklich schätzen, sie (ein geschlechtsunspezifisches sie, denn in späteren Romanen stellt sie sich als "er" raus) auf seiner Seite zu haben. Ohne sie wäre er wahrscheinlich so mancher Situation nicht entkommen - und hätte nicht immer frische Wäsche dabei. Pratchett erläuterte einmal, dass Truhe in dem Moment entstand, als er an einem Bahnhof eine dicke Dame beobachtete, die einen Koffer hinter sich her zog, der durch seine Rollen einen eigenen Willen zu haben schien.
Cohan der Barbar:
Der älteste Held der Scheibenwelt - ohne Zähne und Furcht befreit er Jungfrauen und erschlägt Monster. Um seinen Charakter am besten aufzuzeigen, muß man eine Situation aus einem späteren Roman erzählen:
Es ging darum, die Stadt Hung zu erobern. Cohan und seine graue Horde (insgesamt sieben) bereitete sich darauf vor. Rincewind gab zu bedenken, dass in der Stadt hunderttausende Soldaten wären, worauf Cohan meinte: "Verdammt, es wird WOCHEN dauern, sie alle umzubringen..."
Meine Meinung:
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Es ist ein klasse Buch! (Verzeiht die undifferenzierte Ausdrucksweise...)
Die Mischung aus dem Kastrophen-Kind Rincewind, dem unerschütterlichen Optimismus von Zweiblum und die Schlagkraft von Cohan und Truhe bilden ein zwerfellerschütterndes, explosives Gemisch. Es ist sehr kurzweilig, auf jeder Seite passieren bestimmt zich neue irrwitzige Sachen, wie Rincewind kommt man einfach nicht zur Ruhe... bis zur letzten Seite.
Besonders gefallen hat mir natürlich - wie oben erwähnt - die Mitwirkung von Cohan, mangels Zähne bester Suppenkoch der Scheibenwelt. Durch ihn wird der Charakter des "feigen" Rincewind, der sich vor jeglicher Verantwortung zu drücken versucht, erst richtig plastisch. Und zusätzlich ist Zweiblums Optimismus starker Kontrast zu Rincewinds Pessimismus....
Fazit:
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Auch wenn es sich um eine Fortsetzung handelt, ist es überhaupt nicht problematisch, "alleine " gelesen zu werden. Das Buch strotzt nur so von dem typischen Pratchett-Humor und eignet sich dadurch wiederum prima als Tee-Kerze-Kekse-Badewannenbuch. Der einzige Nachteil, der mir dazu einfällt ist die Kürze. Meinetwegen könnte es ruhig noch vier -fünfhundert Seiten mehr haben....
Aber vorsicht: Es macht ernsthat süchtig........
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-17 11:23:12 mit dem Titel Die Wahrheit und nix als die Wahrheit (Die volle Wahrheit/ Terry Pratchett)
Früher oder später mußte es ja passieren: die erfindungsreichen Zwerge erfinden den Buchdruck mit Druckerpresse im Stile von Gutenberg.
Zur Story [b]
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Der junge Lord de Worde bestreitet seinen Lebensunterhalt dadurch, dass er ausländischen Persönlichkeiten per Brief über die Geschehnisse in Ankh-Morpork unterrichtet.
Eines Tages stolpert er per Zufall über einige Zwerge, die unter der Leitung von Gunilla Gutenhügel eine Druckerpresse entwickelten. Lord William de Worde und die geschäftstüchtigen Zwerge schließen sich zusammen und begründen die erste Zeitung der Scheibenwelt, die Ankh-Morpork TIMES.
Anfangs tun sich die neu und vor allem selbst ernannten Journalisten schwer mit der Entdeckung interessanter Nachrichten. Es passiert zu wenig, Hauptattraktion ist zeitweilig ein komisch gewachsenes Gemüse. Schnell findet sich auch Konkurenz, ein Schmierblatt, dass die haarsträubensten Geschichten veröffentlicht.
Dann passiert es: Angeblich hat Lord Vetinari, der Patrizier der Zwillingsstadt, seinen Sekretär angegriffen und versucht, sich mit einem Haufen Geld abzusetzen. Es gibt nur einen Zeugen der schändlichen Tat: Vetinaris Hund Wuffel....
Was Herr Nadel und Herr Tulpe von der "neuen Firma", der zweite Patrizier und
Williams Vater damit zu tun haben, wird jetzt aber nicht verraten.....
Zu den Personen: [b]
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William de Worde:
Ein Sproß aus "gutem" Hause. Er hat sich von seiner adeligen, dekadenten Familie distanziert und als Schreiberling selbständig gemacht. So verdient er anfangs mehr schlecht als recht, indem er wichtigen Personen im Ausland von den Vorkommnissen in der Zwillingsstadt berichtet. Die Druckerpresse will er aus Liebe zur Wahrheit nutzen, um mehr Leute mit mehr Informationen zu erreichen.
Sacharissa:
Arbeitet von Anfang an mit William de Worde an der TIMES. Von ihr stammt auch der Subtitel der Zeitung: Die Wahrheit macht dich frei.
Otto Chriek:
Ein Vampier, der dem Blut entsagt und Ikonograph ist - ein anstrengender Job für ihn, da er bei jedem Blitzlicht zu Staub zerfällt. Nun ja, vorher hat er - glaube ich - Weihwasser abgefüllt....
Ein liebenswerter Charakter - ich hoffe, man hört auch zukünftig noch von ihm.
Pisse-Paul:
Der König des Goldenen Flusses, Händler von allem, was sonst keiner verkauft... unter anderem auch Druckerschwärze und Papier...
Herr Nadel:
Nr. 1 und Kopf der "neuen Firma", einer Möchtegern-Mini-Mafia.
Herr Tulpe:
Nr.2 und hmmm- Wäre-Gern-Drogensüchtig....
um es kurz zu erklären: Herr Tulpe schnupft alles, was ihm irgendwer teuer als Droge verkauft - von Mottenpulver bis Traubenzucker und anderem unschnupfbaren Zeugs. Er ist zwar nie high, aber immer etwas abgedreht. Er hegt eine Vorlibe für schöne Kunst und trägt eine Kartoffel um den Hals - es könnte ihm ja was zustoßen....
Fazit:[b]
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Ich habe schon bessere Scheibenwelt-Romane gelesen.
Allerdings sind da meine Maßstäbe sehr hoch und verglichen mit anderen Fantasy-Romanen ist dieser natürlich spitzenmäßig und weltklasse.
Pratchett persifliert das Zeitungsgeschäft, indem er ein Blatt, das um Wahrheit bemüht ist einem anderen, dass eher BILDung bringt, in direkte Konkurenz treten läßt in einer Gesellschaft, die vorher keine Zeitung kannte.
Schade ist, dass der Hauptakteur William de Worde ein wenig in der Beschreibung vernachläßigt wird, so daß ich am Ende mehr von Herrn Tulpe in Erinnerung behalten habe als vom Lord de Worde.
Der Roman ist übrigens auch bestens für Neueinsteiger geeignet, da es eine absolut in sich geschlossene Handlung ohne Vorgeschichte beinhaltet und alle Hauptpersonen in diesem Roman zu ersten Mal auftauechen.
Schön ist, dass das Buch wieder voller böser Seitenhiebe und sarkastischem Humor ist, so daß ich einfach nur zu der gewöhnlichen Ausstattung raten kann : Tee, Kerze und furchtbar viel Zeit......
Auf eine Beschreibung der Scheibenwelt habe ich dieses Mal verzichtet. Seht es mir bitte nach, ihr könnt eine solche Beschreibung bei Bedarf in meinen anderen Pratchett-Berichten nachlesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-22 12:24:19 mit dem Titel Von Käsereiben, Drahtwesten und anderen interessanten Dingen / "Echt Zauberhaft"/Terr
Vom Feigling zum Volkshelden, vom Barbaren zum Kaiser und vom Geographielehrer zum Berserker....
Zur Story:
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Weit entfernt und abgeschnitten von dem Rest der Scheibenwelt liegt das Achatene Reich. Bis auf wenige diplomatische Beziehungen, ein wenig Spionage und Gegenspionage hat dieses Land wenig mit Ankh Morporck zu tun - und darüber ist man auch froh. Doch eines Tages ereilt eine wichtige Botschaft die Zwillingsstadt: Der „Große Zaubberer“ wird angefordert. Und da es nur einen Zauberer gibt, der sich mit doppel „b“ schreibt, schickt der Patrizier Lord Vetinari den armen abenteuergeplagten Rincewind nach Hung-Hung.
In Hung-Hung herrschen Machtkriege, natürlich nach bekannt achatener dezenter Weise. Der alte Kaiser liegt mehr oder weniger im Sterben und der Streit um den Thron bricht aus. Heißester Anwärter ist Lord Hong, der in seiner Grausamkeit kaum übertroffen werden kann. Leider auch nicht in seiner Schläue.
Denn er war es, der Rincewind anforderte, im besten Wissen, dass es sich um den stümperhaftesten „Zaubberer“ der Scheibenwelt handelt.
Vor Hung-Hung trifft Rincewind auf Cohen, den Barbaren und die Graue Horde. Die gealterte Heldentruppe (allesamt irgendwo jenseits der 75) hatte sich überlegt, dass es an der Zeit sei, etwas wirklich großes zu rauben, nicht immer nur Goldschätze oder Jungfrauen aus Tempeln zu befreien. Und was wäre da besser geeignet als ein ganzes Reich?
Unter Anleitung des ehemaligen Geographielehrers Ronald Cervelatwurst planen sie ihren Überfall auf die Stadt und den Palast. Nur um es hier nicht zu Missverständnissen kommen zu lassen, es handelt sich bei der Grauen Horde um SIEBEN Barbaren, wovon einer im Rollstuhl sitzt und einer halbtaub ist.
Rincewind weiß aus früheren Erfahrungen mit dem Barbaren, dass es sehr gefährlich sein kann, sich in Cohens Nähe aufzuhalten und tut das, was er eben am besten kann: er läuft davon. Aber er wäre ja nicht Rincewind, wenn er nicht gleich der nächsten Gefahr in die imaginären Arme liefe: Die Rote Arme, eine Befreiungsarmee, die ihn für ihren großen Anführer hält, nimmt ihn sogleich in Beschlag. Um auch hier Missverständnissen vorzubeugen: es handelt sich nicht um eine echte Armee, sondern mehr um ein paar rebellische Jugendliche, die in stümperhaftester Weise eine Revolution anzuzetteln versuchen.
Und weil sie eben Stümper sind und Rincewind alles andere als ein fähiger Zauberer, landen sie sogleich im Kerker. Hier wird endlich das Geheimnis gelüftet, warum die Rote Armee Rincewind für einen Helden hält: Zweiblum, der erste Tourist der Scheibenwelt hat eine Abhandlung über seine Erfahrungen außerhalb des Achatenen Reiches geschrieben, in der Rincewind dank seiner großen Klappe und Zweiblums Naivität wie ein mächtiger Zauberer und Held erscheint.
Wie durch Zauberhand öffnet sich die Kerkertür. Die Wachen sind alle tot. Auf dem Boden liegt eine Karte zum kaiserlichen Schlafgemach. Und der Kaiser ist ebenfalls tot....
Und draußen vor der Stadt rüstet sich die Horde, um gegen die siebenhundert Mann starke Armee des Lord Hong anzutreten....
Zu den Personen:
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Rincewind:
Ein liebenswerter Feigling, der wie ein Magnet alle Gefahren und Abenteuer der Welt an sich zu ziehen scheint. Egal, wo er sich versteckt –ob in der Kerkerdimension oder wie hier zu anfangs auf einer einsamen Insel – das Abenteuer findet ihn früher oder später. Er gerät so häufig in Gefahr, dass selbst TOD nicht immer ganz sicher ist, ob seine Zeit nun gekommen ist oder nicht.
Lord Hong:
Er stellt fast das achatene Gegenstück zu Lord Vetinari dar. Aber nur fast, denn er ist weitaus gieriger als der Patrizier, träumt er doch davon, das „Barbarenland“ und Ankh-Morporck zu unterwerfen. Seine Spione sind überall – auch zum Beispiel in hohen Vasen. Und doch ist er nicht gut genug informiert, um zu wissen, dass man sich weder mit Rincewind noch mit Cohen anlegen sollte...
Zweiblum:
Ein gutmütiges, kleines Männchen, naiv und liebenswert. Durch seinen Reisebericht über die Erfahrungen außerhalb der Mauern des Reiches wurde er zum Revolutionär wider Willen.
Cohen der Barbar:
Stolze 95 Jahre alt und kein bisschen müde... Als heldenhafter Befreier von Jungfrauen beschließt er den größten Coup seiner Laufbahn: das achatene Reich zu stehlen... „Geht nicht, gibt’s nicht..“ könnte sein Motto lauten, was sich darin verdeutlicht, dass er, als Rincewind ihn auf die Stärke der gegnerischen Armee aufmerksam macht, antwortet: „ Es könnte Wochen dauern, sie alle umzubringen!“
Und man lernt durch ihn auch grundsätzliches über das Verhalten von Barbaren, zum Beispiel, warum Barbaren vor und während Kampfschlachten in den Rand ihres Schildes beißen. Neeee, das hat nichts mit der berühmten Barbarenwut zu tun, durch die man zum Berserker wird. Der Rand ist aus Schokolade – wer weiß denn schon, wie lange die Schlacht dauert, und wann man das nächste Mal was zu essen bekommt?
Meine Meinung:
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Dieses Buch gehört eindeutig zu den besten Scheibenwelt-Romanen, die es gibt. Mindestens zu den 25 besten ;-). Im Ernst: Die Story ist wunderbar komplex, voller Anspielungen auf das mittelalterliche China, Politik und andere Klischees. Wunderbar sind die Szenen, in denen Cohen der Barbar und seine Graue Horde von Ronald Cervelatwurst die Regeln des guten Benehmens lernen. Wer hätte gedacht, dass es so schwierig sein könnte, einen Apfel zu kaufen, ohne die Verkaufsbude anzuzünden?
Was mir – wie in jedem Pratchett-Buch – auch hier wieder besonders gefallen hat, sind die sprachlichen Köstlichkeiten. Wie die Drohung „Mit einer Drahtweste und einer Käsereibe kann man durchaus interessante Dinge anstellen“ oder der Fluch „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“.
Fazit:
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Lesen, lesen, lesen.... Ein übliches Badewannenritual wird da nicht ganz reichen (auch nicht für Langbader und Schnellleser wir mich), aber ist ein angefangenes Buch nicht der schönste Grund, sich auf das Bett zu fläzen, Kekse zu naschen und gemütlich Tee zu trinken?
Dieses Buch ist auch für Einsteiger geeignet, da nicht allzu oft auf die bisherigen Erlebnisse von Rincewind und Zweiblum angespielt wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 11:10:44 mit dem Titel Wenn Wasser vom Himmel fällt/
Kennt ihr den Ort, wo es Zigarettenbüsche und Schokoladenkuchenbäume gibt? Und ich meine nicht das Schlaraffenland....
Zur Story:
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Lange nach der Erschaffung der Welt wurde ein weiterer Kontinent nachträglich eingefügt: der Kontinent Icksicksicksicks.
Rincewind, der „Zaubberer“, irrt auf diesem äußerst merkwürdigen neuen und doch uralten Kontinent herum, denn der Schöpfer hat beschlossen, dass Rincewind dem Land Wasser, das vom Himmel fällt –eben Regen – bringen soll. Warum es nicht regnet? Nun, daran sind die anderen hochwohlgeborenen Zauberer der Unsichtbaren Universität schuld.
Durch ein Zeit-undRaum-Fenster gelangen sie auf eine wunderschöne Insel unweit vor Icksicksicksicks, allerdings in der Vergangenheit. Eigentlich waren sie auf der Suche nach einer Medizin gegen die Instabilität des morphischen Feldes des Bibliothekars. Der wechselt nämlich beim Niesen seine Gestalt, was unter Umständen zu Unannehmlichkeiten führen kann.
Und während die Zauberer einen Urlaub auf einer Insel mit Zigarettenbüschen und Schokoladenkuchenbäumen genießen, halten sie nebenher auch die Wolken von Icksicksicksicks fern.
Aber wie gut, dass es Rincewind gibt. Dieser soll, während er von einem Wasserloch in das nächste stolpert, Regen bringen. Jedenfalls sagt ihm das sein neuer Begleiter, ein sprechendes Känguru.
Und weil Rincewind eben Rincewind ist, tut er dass, was er am besten kann: er flieht...
Tja, das Ende werde ich nicht verraten – nicht nur, weil ich ein netter Mensch bin, sondern weil das Chaos einfach zu groß wird, um es zusammen zu fassen.
Zu den Personen:
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Rincewind:
Er ist ein liebenswerter Feigling, andauernd auf der Flucht vor Abenteuer und Gefahren, die er nahezu magnetisch anzieht. Und obwohl auf seinem spitzen Hut eindeutig „Zaubberer“ draufsteht, kann er eigentlich gar nicht zaubern, seit sich ein mächtiger Zauberspruch in seinem Kopf einnistete und alle anderen dort verdrängte.
Der Bibliothekar:
Ein Af...ein Orang-Utan, ehemals Mensch, und oberste Aufsicht über die Universitäts-Bibliothek. Durch einen Unfall wurde er ein Orang-Utan und weil das die Arbeit als Bibliothekar furchtbar praktisch macht, weigert er sich, seine frühere Gestalt anzunehmen. Man sollte trotzdem nicht den Fehler machen, ihn als Affen oder gar als Tier zu bezeichnen, wenn man an seinen Extremitäten hängt.
Meine Meinung:
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Wenn ich jetzt einfach sage, das Buch sei schlichtweg genial, dann wiederhole ich mich und werde vermutlich allmählich unglaubwürdig, weil ich das über fast jedes Pratchett-Buch sage. Aber...aber.... was kann ich dafür, dass der Mensch so tolle Bücher schreibt??? Ich finde es einfach genial und ich habe jede einzelne Zeile genossen.
Wie euch in der Story-Beschreibung vermutlich schon aufgefallen ist, wird hier Australien auf die Schippe genommen: Rincewind trifft auf seiner ewigen Flucht nahezu alle Merkwürdigkeiten - im überspitzen Sinne natürlich- die Australien so ausmachen, zum Beispiel muss er einen Rekord im Schafscheren aufstellen. Und überall trinken die Leute nur dünnflüssiges Bier....und, und, und...
Fazit:
Kaufen, lesen und glücklich sein...Die üblichen Buchzutaten (Badewanne, Kerze Tee und Kekse) sind mal wieder genauso notwendig wie das alleine Lesen – ehrlich, man wird schräg angeschaut, wenn man unwillkürlich lacht. Und das tut man garantiert!
Fünf Sterne mal wieder von mir für ein weiteres Meisterwerk der Fantasy-Literatur.
Zu der Scheibenwelt schreibe ich nichts mehr, sonst wiederhole ich mich nur. Wer in dieser Richtung Bedarf hat, kann in meinen älteren Berichten nachlesen oder unter www.pratchett-fanclub.de mal nachschauen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 11:42:34 mit dem Titel Ein überraschend nützlicher Almanach/ Nanny oggs Kochbuch - Terry Pratchett
Ich gestehe: ICH KANN NICHT KOCHEN. Verständlicherweise hat mein mir angetrauter Wolf nun endlich das ultimative Kochbuch geschenkt. Denn wenn ich schon koche, dann aber auch was ausgefallenes. Etwas, das nicht von dieser Welt ist. Etwas, das von der Scheibenwelt stammt....
Inhalt:
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Dieses Kochbuch ist nicht lediglich ein Kochbuch.
Es enthält Nanny Oggs Philosophie des Kochens, nützliche (und auch weniger nützliche) Rezepte sowie einen Überblick über die Etikette.
Zu der Philosophie des Kochens:
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Nanny Ogg lässt sich auf knappen vier Seiten darüber aus, warum das Kochen wichtig ist, warum IHR Kochbuch wichtig ist und warum gute Köche wichtig sind.
Im Prinzip handelt es sich um ein zweites Vorwort von ihr. Aber ich wollte es der Vollständigkeit halber auch inhaltlich erwähnt haben.
Zu den Kochrezepten:
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Nicht alle Gerichte sind wirklich nachkochbar. Und bei manchen ist es einfach nicht sehr empfehlenswert, sie nachkochen zu wollen.
Zum Beispiel der Tiefsee-Blähfisch. Was zum Geier ist ein Tiefsee-Blähfisch? Natürlich: ein Kugelfisch. Das Rezept beginnt folgendermaßen:
„Der wichtigste Punkt besteht darin, auf keinen Fall irgendeinen Teil des Blähfischs verwenden, denn alle seine Bestandteile sind auf sehr unangenehme Weise tödlich. Wer nicht Acht gibt, kann sich anschließend in einem Briefumschlag beerdigen lassen...“
Nun, wenn man sich also an das Rezept hält, kann man getrost einen Versuch wagen und eine leckere Vorspeise OHNE Blähfisch zaubern.
Wer die Rezepte nachkochen will, sollte vor allem über einen sehr festen Magen und einen englischen Geschmack verfügen.
So wird man unter anderem in die Geheimnisse der Bananensuppenüberraschung, Frau Colons auathentischer klatschianischer Curry (mit Kohlrüben und Rosinen) und das berühmte Zwergenbrot eingeweiht. Es sind eigentlich alle bisher in der Scheibenwelt erwähnten Gerichte mehr oder weniger abgewandelt zu finden. Sogar die eingelegten Schafsaugen aus „Jingo“....
Zu jedem Rezept sind kleine witzige Anmerkungen von Nanny Ogg oder den ängstlichen Herausgebern beigefügt. Wenn das Rezept – wie der Blähfisch- Zutaten enthält, die man besser weglassen sollte (ich denke da an die getrockneten Frösche in den Froschpillen, oder das grünfärbende Arsen in Lord Witwenmachers Pfefferminzbonbons), wird das auch ausführlichst betont...
„Keine Frösche nehmen und sie auch nicht trocknen...“
Zu der Etikette:
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Nanny Ogg äußert sich hier zu Anrede, Etikette bei Tisch, Geburten, Brautwerbung, Heirat, Tod... eben alles, was interessant sein könnte.
Es wäre sicherlich zu lang, auf jedes Thema einzeln einzugehen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einfach mal das Thema „Der Umgang mit Untoten“ herausgreifen und Euch die Passage über Zombies als Beispiel für Nanny Oggs Mitteilungsbedürfnis vorstellen.
„Zombies: Sie sind tot, wollen aber nicht ruhen. Ganz gleich, was die Leute sagen: Niemand wird zum Zombie, ohne einen guten Grund dafür zu haben, im Diesseits zu verweilen. Meistens geht es um irgendeine wichtige Sache, die noch erledigt werden muss. Hier verlangt die Etikette: Da es Menschen sind, sollte man sie auch wie Menschen behandeln. Spöttische Bemerkungen in der Art von „Ich würde dir ja gerne die Hand schütteln, aber ich fürchte, dass sie dann abfällt“ und „Sicher kannst du gut nähen“ verraten schlechte Manieren. Zombies wissen es zu schätzen, wenn man ihnen Parfüm, Aftershave und andere stark riechende Dinge schenkt. Es liegt durchaus im Interesse des Schenkenden, ihnen so etwas zu geben.“
Zusammenfassend kann man dazu nur sagen: wenn ihr alles beachtet, was Nanny erzählt, dann kann man euch zumindest keine schlechten Manieren gegenüber Untoten vorwerfen. Auch für andere Lebenssituationen sind ihre Regeln – sagen wir – zumindest die amüsanteren.
Meine Meinung:
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Einige der Rezepte sind superlecker. Ansonsten würde ich sagen, handelt es sich bei diesem „überraschend nützlichen Almanach“( so der Untertitel) um eine irrwitzige Lektüre über das Leben in den Spitzhornbergen im allgemeinen.
Sehr amüsant sind auch die beigehefteten Kommentare der Herausgeber, die vermeiden wollten, dass dieses Buch zu anzüglich ist und zum Beispiel – zu meinem Bedauern- Nannys berühmtes Rezept für Lebkuchenmänner rausgenommen haben.
Die Begründung möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
„Die Lebkuchenleute werden aus dem Buch gestrichen. Früher mochte ich Lebkuchenmänner mit ihren kleinen Rosinenaugen. Und ich bezweifle, dass es entsprechende Stechformen fürs Backen gibt. Und Nanny Oggs Bemerkungen über Gummibärchen waren einfach abscheulich. Ich brauche wohl nicht extra darauf hinzuweisen, dass meine Frau gelacht hat.“
Wie schon gesagt: Schade.
Fazit:
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Kochen lernen kann wohl nicht wirklich damit, aber neue lustige Rezepte mit passender Lektüre für die Wartezeiten während des Backens finden sich hier allemal.
Das Buch bringt auf jeden Fall Spaß in die Küche....
...nur eines macht mir Sorgen: das ich nicht kochen kann, dann ein Kochbuch bekomme, leuchtet mir ein. Aber warum dann ein Buch für Etikette??? weiterlesen schließen -
Ion von Platon
Pro:
interessante Gedankengäge, eine sehr schöne Sprache, Es ist sehr belustigend zu lesen, wie Sokrates Ion dessen Unwissenheit vorführt.
Kontra:
Muss denn hier immer etwas stehen?
Empfehlung:
Nein
Einleitung
Der Dialog Ion gehört zu den frühen Dialogen Platons. Wie in jedem Dialog Platons ist Sokrates die Hauptrolle. Nähere Informationen zu diesen beiden historischen Personen befinden sich im Anhang.
Ion - der Inhalt
Der Rhapsode (eine alte griechische Berufsgruppe, die Gedichte vortrug und diskutierte) Ion trifft durch zufall Sokrates. Der Philosoph fragt seinen Freund, wo er gerade herkommt. Dieser antwortet ihm, dass er von einem Wettkampf käme, bei dem er gewonnen hätte, weil er der beste Rhapsode bezüglich Homeros ist.
Sokrates fragt Ion, ob dieser sich auch bei Hesidos und Archilochos gut auskenne. Dies verneint dieser, da Homeros, seiner Meinung nach, der beste Dichter ist. Nun fragt der Philosoph nach, ob Homeros und Hesiodos nicht teilweise das gleiche berichten. Auch dies kann Ion bestättigen.
Der Athener Sokrates möchte von dem Ephesoser Ion wissen, wer entscheidet, wer der beste Rhapsode ist und welcher der schlechteste, ob sich dieser besonders gut auf dem Gebiet auskennen muss. Aus diesem Kontext heraus ist evident, dass dieser auf diesem Gebiet besonders gut sein muss.
Nun stellt Sokrates die Behauptung auf, dass Ion kein guter Rhapsode ist, da er sich nur bei Homeros gut auskenne. Hiergegen wehrt sich der Ephesoser heftig. Der Philosoph zeigt ihm an Hand von Beispielen, dass Ion Homer nicht bewerten kann, weil er sich bei Dichtung nicht auskennt.
Als Beispiel führt Sokrates einen Kunstkenner an, der ein Opus eines Malers bewerten soll. Dies kann er selbstverständlich nur dann, wenn er auf dem Gebiet kompetent ist, was er nur dann ist, wenn er auch andere Künstler dieser Disziplin kennt.
Sokrates glaubt, dass auch die Dichter ihre Werke nicht selbst "erfinden" sondern ihre Werke entwickeln, indem sie ein Gott führt. Hierbei handeln sie in Trance, einem Zustand bei dem man nicht bewusst handelt. Er denkt, dass diese göttliche Kraft eine ähnliche Wirkung hat, wie Magnetismus auf Eisenringe.
Hieraus folgert der athener Philosoph, dass Dichter die Verkünder der Götter sind, in weiterer Folge sind die Rhapsoden die Verkünder der Dichter (im weiteren Sinne der Götter selbst).
Ion kann bestättigen, dass er wenn er Gedichte vorträgt nicht bewusst handelt, sondern die Gefühle, wie bei einem Traum miterlebt. Er bemerkt, dass ihm aufgefallen ist, dass er die Emotionen an die Zuhörer weiter gibt. Auf Grund dieser Beobachtungen schließt er sich der Meinung Sokrates an. Allerdings nur, dass die Wirkung des Gedichtes göttliche Kraft hat, nicht dass er nicht der beste auf dem Gebiet wäre.
Hierin sieht Sokrates eine Bestättigung seiner Theorie, weil er meint, dass Ion so sehr von dieser göttlichen Kraft besessen wird, dass es ihm nicht bewusst wird und er nicht dazu fähig ist an andere Dichter zu denken. Der Rhapsode wehrt sich hiergegen.
Der athener Philosoph versucht ihm nun zu zeigen, dass er sich bei den Gedichten Homeros bei weitem nicht so gut auskennt, wie er denkt. Dies zeigt er ihm an Hand von Beispielen, in denen er ihnen zeigt, dass er sich nicht auf allen in dem Text behandelten Gebieten (wie zum Beispiel Pferdewägen oder Kriegsführung) auskennt.
Ion räumt Sokrates ein, dass er sich nicht in allen erwähnten Disziplinen auskennt. Er glaubt allerdings, dass Kriegsführung hierfür ein schlechtes Beispiel sei, da er Kriegsführung durch Homeros gelernt hätte.
Der Philosoph fragt ihn nun, ob dies hieße dass Rhapsoden gleiche gute Kriegsführer wären, wie Kriegsführer und diese dafür gleich gut bei Lyrik wären, wie Rhapsoden. Dies sieht Ion nicht so. Er glaubt, dass nur die Rhapsoden beides beherrschen würden.
Sokrates fragt ihn nun, ob er meine der beste Kriegsführer zu sein, da er ja auch der beste Rhapsode sei. Dies bestättigt ihm dieser. Nun ist der Philosoph verwundert, warum dieser nicht Kriegsführer in Athen ist. Darauf antwortet ihm dieser, dass es viel schöner sei für einen Gottesbegeisterten gehalten zu werden als ein Kriegsführer zu sein.
Ion - die Kritik
Der Dialog ist typisch platonischer Tradition geschrieben. Platon hält sich bei der Diskussionstechnik an die von Sokrates praktizierte. Wesentlich bei dieser, ist dass Sokrates zuerst versucht seinem Gegenüber seine Unwissenheit zu demonstrieren und anschliessend mittels Fragen zu einer Theorie zu kommen. Wie die meißten platonischen Dialoge endet auch dieser in keiner von beiden anerkannten Theorie sondern mit Argumenten.
Sprachlich ist der Dialog sehr poetisch geschrieben. Ich bin der Ansicht, dass Cicero (ein Römer, der nach Platon lebte) nicht umsonst sagte, dass wenn die Götter griechisch Sprechen würden, dass sie sich der Sprache Platons bedienen würden. Dadurch dass er in Dialogen schreibt, ist seine Philosophie sehr lebendig und gut nachvollziehbar.
Ich empfand es beim Lesen sehr interessant, dass Sokrates behauptet, dass die Gedichte nicht "bewusst" entstehen würden. Dies deckt sich mit Erkenntnissen der Tiefenpsychologie. Unter anderem behaupten sowohl Sigmund Freud als auch Alice Miller(die sich nur auf wenigen Gebieten einig waren), dass "Geschichten, jeder Gattung" nicht im Bewussten, sondern im Vorbewussten entstehen, das vom Unbewussten gespeist wird.
Mir ist klar, dass Sokrates annahm, dass Götter und nicht das Unbewusste die Quelle für die Gedichte wären, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man beide so leicht von einander trennen kann, oder ob es nicht nur eine mystifizierte Ausdrucksweise ist ... Aber ich glaube, diesen Gedanken weiter zu Verfolgen würde einen den Rahmen eines Erfahrungsbericht zu Ion von Platon bei weitem sprengen.
Anhang
Wie versprochen möchte ich noch Sokrates und Platon vorstellen. Da ich dies bereits in meinem Bericht Phaidon von Platon tat, werde ich die relevanten Stellen zitieren (und unter Anführungszeichen setzen).
Platon
Er wurde 427 vor Christus als Sohn des Ariston und der Periktione geboren. Es ist umstritten, ob er in Athen im Demos Kollytos oder auf der Insel Ägina, auf der sein Vater bei einer Landverteilung an Kolonisten ein Grundstück erhalten hatten, entbunden wurde. Die Familie Platons gehörte zu den vornehmsten des Landes.
Platon genoss eine umfangreiche Ausbildung (Grammatik, Musik, Malerei und Gymnastik). In seinen jungen Jahren gewann er den Preis im Ringen bei den isthmischen Spielen. Damals soll er Epen und Tragödien geschrieben haben, die heute nicht mehr erhalten sind.
Mit zirka 20 lernte er Sokrates kennen. Er wurde schon davor von Kratylos, einem Anhänger des Heraklit in die Philosophie eingeführt. Nach dem Tot Platons Meister Sokrates hat eine philosophische Schule in Athen gegründet, die den Nahmen Akademie trug. Platon starb 347 vor Christus.
Die Texte Platons, die meistens als Dialoge geschrieben sind, haben als Zentrales Thema Sokrates und seine Lehren. Allerdings geht die moderne Philosophie davon aus, dass Platon teilweise Sokrates seine Worte in den Mund legt ...
Sokrates
(Fast) alles was man heute über Sokrates weiß, weiß man von Xenophon und Platon, wobei es starke Differenzen zwischen den Angaben der beiden gibt (Sokrates hinterlies nichts schriftliches). Der erstere schrieb, wahrscheinlich die Biographie ziemlich genau, verstand allerdings die philosophischen Aussagen Sokrates nicht so gut wie Platon.
Sokrates wurde 469 vor Christus als Sohn des Bildhauers Sophroniskos und der Hebamme Phänarete geboren. Er erlernte den Beruf seines Vaters und soll die drei bekleideten Chariten auf der Akropolis in Athen angefertigt haben.
Der Beruf seiner Mutter übte starken Einfluss auf seine Philosophie aus. Sokrates geht davon aus, dass man seinem Gesprächspartner zeigen muss, dass er nichts weiß und danach ihm helfen muss selbst zur Erkenntnis der Wahrheit zu kommen. Er selbst sagte, dass er weiß, dass er nichts weiß.
Seine Frau war Xanthippe, deren Bösartigkeit sprichwörtlich wurde. Sokrates soll einmal auf die Frage warum er sie geheiratet hatte geantwortet haben, wenn man ein Pferdehändler ist und Pferde kennen lernen will ist es gut, sich das schlimmste Pferd auszusuchen; er möchte etwas über die Menschen lernen. Heute gehen einige Forscher davon aus, dass sein Haussegen deswegen schief hing, weil er sich zu wenig um seine Familie kümmerte ...
Sokrates war der erste Philosoph, der sein Gewissen entdeckte, dass er Dämion nannte. Er lehrte davon auf den Märkten, wobei ihm hauptsächlich junge Athener lauschten. Viele Menschen damals dachten, dass Sokrates die Jugend mit seinem „neuen Gott“ verderben würde (es stimmt, dass Sokrates Monotheist war allerdings war sein Gott nicht Dämion). Aus diesem Grund wurde er verklagt.
Das Sokrates sich nicht bemühte frei gesprochen zu werden, wurde er mit knapper Mehrheit schuldig gesprochen und musste den Schierlingsbecher (dies ist eine alte Form der Todesstrafe) trinken. Sokrates hätte flüchten können, tat dies aber aus Überzeugung nicht (da er meinte, sich dem Gesetz beugen zu müssen). weiterlesen schließen -
Sehr spannendes Buch um das Cyborg-Thema (Marge Piercy - Er, Sie und Es)
15.07.2002, 13:45 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
spannend, interessantes Thema
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
ER, SIE UND ES ist ein Roman, der mich sehr fasziniert hat und der trotz des seltsamen Namens das interessante Thema von Cyborg und Leben behandelt. Hier mein Beitrag über das Buch von Marge Piercy.
INHALT
Die Zukunft. Alles hat sich zu heute verändert. Die Menschen leben entweder in Städten, die großen Konzernen gehören oder in sogenannten freien Städten, die sich aber oft gegen Angriffe der Konzerne behaupten müssen. Die großen Konzerne beherrschen die gesamte Welt. Shira, eine hochintelligente junge Frau, die sich auch mit der Cyborgtechnologie beschäftigt, wurde vor Jahren von einem der großen Konzerne angeworben. Wie dort üblich, heiratete sie auch einen Mann. Während Shira aus einer Welt kommt, in der die Frauen gleichberechtigt gegenüber den Männern sind, ist man in diesem Konzern zum einen sehr konservativ, zum anderen haben die Männer hier ein paar Rechte mehr als die Frauen.
Das bemerkt Shira, als es in der Ehe kriselt. Der Konzern beschließt, ihren Jungen dem Ehemann zu überlassen. Und so muss Shira um das Sorgerecht ihres Kindes kämpfen, obwohl sie weiß, dass sie keine großen Chancen hat. Da bekommt sie aus ihrer Heimat ein Arbeitsangebot. Sie verläßt den Konzern und geht zurück in ihre Heimat, eine der wenigen freien Städte. Dort trifft sie auch ihre Großmutter wieder, bei der sie als Kind aufgewachsen ist.
Shiras Großmutter Malkah ist eine ungewöhnliche Frau. Sie beschäftigt sich mit einem Cyborg. Obwohl es streng verboten ist, hat Shiras neuer Arbeitgeber, Avram, einen Cyborg geschaffen. Es ist durchaus üblich, dass Roboter in dieser Zeit denken können und in gewissem Maße auch intelligent sind. Allerdings darf nach Problemen kein Cyborg, also ein menschenähnlicher Roboter mit menschlichen Gefühlen geschaffen werden. Trotzdem hat Avran diesen Cyborg, der sich Jod nennt, erschaffen. Und wegen Jod wurde auch Shira zu Hilfe gerufen.
Den Jod ist dafür da, um für die freie Stadt gegen ihre Feinde zu kämpfen. Und Shira soll Jod die Fähigkeiten beibringen, die ihn noch unauffälliger und menschlicher machen. Denn Jod ist zwar intelligent und weiß, was gut und böse ist. Aber er hat beispielsweise nicht die Fähigkeit, sich zu verstellen oder die Besonderheiten des Lebens zu erkennen. Wenn er einem Menschen begegnen würde, dann wäre er direkt durch sein Verhalten entdeckt. Und das muss auf alle Fälle vermieden werden.
Anfangs steht Shira Jod sehr mißtrauisch und negativ entgegen, dieses ändert sich aber im Laufe der Zusammenarbeit und Shira lernt auch Jods besondere und gute Fähigkeiten kennen. Sie bemerkt seine Gefühle, die durchaus menschlich sind. Und während Shira offiziell mit Jod arbeitet, beschäftigt sich auch Malkah (nicht ganz so offiziell) mit Jod.
Sie erzählt dem Cyborg eine Geschichte aus dem 16. Jahrhundert. Es geht um eine alte Legende, in der Rabbi Loew einen Golem schuf, um das Ghetto vor Pogogromen zu schützen. Und auch dieser Golem fühlte sich durchaus lebendig, auch wenn er nur aus Erde geschaffen war. Aber wie eben damals das Ghetto seinen Beschützer brauchte, so ist auch die freie Stadt Tikva auf einen Beschützer angewiesen. Denn die mächtigen Konzerne würden sich diese Stadt nur allzu gerne unter den Nagel reißen....
MEINUNG
Der Roman Er, Sie und Es ist ein außergewöhnlich und ungewöhnlich geschriebener Roman über das Cyborg-Thema. Zum einen gibt es ähnliche Aspekte wie auch in Bladerunner. Denn der denkende Cyborg ist sich selbst bewußt und fühlt sich wie ein Mensch. Er denkt, empfindet Schmerz und hält sich in keiner Weise schlechter als die Menschen. Auf der anderen Seite ist Jod hier noch unvollkommen wie ein Kind, jedenfalls am Anfang des Romans. Er zeigt kindliche Neugierde und eine unwahrscheinliche Offenheit.
Auf der anderen Seite sieht man aber auch schon anhand des Golem Themas und an seiner Geschichte wie die Menschen die Cyborgs sehen. Für die meisten ist er eben ein Kunstwesen ohne Rechte. Geschaffen nur als Mittel zum Zweck. Bzw. hier genau zum Zwecke der Verteidigung.
Neben dem Cyborg-Thema ist aber auch die gesamte Umwelt hier sehr interessant geschildert. So existieren nur noch wenige Tier- und Pflanzenarten. Alles ist verseucht und das Ozonloch hat das meiste Leben auf der Erde zerstört. Menschen könenn beispielsweise nur noch mit Schutzanzügen (hier Schutzhäute genannt) Mutter Natur und die paar überlebenden Tiere erleben. Oder eben auch mit Spezialanzügen schwimmen gehen.
Auch der Aspekt der Konzernbeherrschung ist sehr gut und interessant geschrieben. Man muss sich hier nur vorstellen, dass Berlin oder ganz Deutschland einem Konzern gehören würde und der dann das Leben aller Menschen hier bestimmt. Analog geht es in diesem Roman zu. Und die paar Städte, die noch keinem Konzern gehören, also freie Städte sind, möchten die großen Konzerne auch schlucken, um noch größer und mächtiger zu werden.
Ungewöhnlich und sehr informativ ist aber auch der Golem Teil. Es ist eine jüdische Legende, die ich bisher auch noch gar nicht kannte. Sie wird aber dem Leser so nah gebracht, dass man als Nichtjuda da keine Probleme mit hat. Zudem ist auch die freie Stadt Tikva - wie ich aus dem Buch entnehme - hier jüdisch, so dass man im Buch auch viel von jüdischen Bräuchen erfährt.
Die Kombination zwischen den zwei unterschiedlichen Szenen, also der Golem-Geschichte und der Zukunftsgeschichte, ist hier sehr gelungen. Denn sie werden beide immer in einem guten logischen Zusammenhang eingeknüpft und man kann hier sehr gut von der einen zur anderen Geschichte umschwenken ohne sich irgendwie zu verlieren. Denn irgendwie scheint die Golem Geschichte sehr bestimmtend auch für Jods "Lebensweg" zu sein.
Das Buch geht nicht nur kritisch mit der Frage "Was ist Leben und kann etwas künstlich erschaffenes auch Leben?" Es behandelt hier auch eine durchaus auch sexuelle Beziehung zwischen einer Frau und einem Cyborg. Zudem ist dieser Cyborg durchaus auch weiblich beeinflußt, denn Jods menschliche Besonderheiten, bekam er beispielsweise von Malkah einprogrammiert. Und vor dieser Änderung drehten alle Vorgängermodelle nach kurzer Zeit durch und töteten dabei Menschen.
Frauen spielen in diesem Roman eine sehr große Rolle, auch wenn es einige sehr beeindruckende männliche Persönlichkeiten gibt. Trotzdem sind Shira, ihre Großmutter Malkah sowie Shiras geheimnisvolle Mutter hier neben Jod die Hauptpersonen, um die es geht.
Insgesamt ist der Roman sehr spannend, sowhl die Golem Geschichte ist spannend, interessant und gut als auch die Hauptgeschichte. Mich selbst hat der Cyborg Jod nicht nur fasziniert sondern auch beeindruckt. Und wer Künstliche Intelligenz mag oder Bladerunner, der wird wohl an dieser Geschichte ebenfalls wie ich viel Freude haben. Das Ende ist nicht so, wie ich es gerne hätte, aber das ist bei den anderen beiden Beispielen, die ich hier zum Thema genannt habe, auch nicht der Fall.
AUTORIN
Marge Piercy
In den USA ist Marge Piercy eine der erfolgreichsten und bestverkaufenden Romanautorinnen, jede ihrer Neuerscheinungen füllt wochenlang die Bestsellerlisten von Doubleday. So präsent sind Marge Piercys Werke im deutschsprachigen Raum zwar nicht, aber gerade ihre historischen und Zukunftsromane haben auch hierzulande klaren literarischen Kultstatus. 1993 erhielt Marge Piercy den Arthur-C.-Clarke-Award für ihren Roman Er, Sie und Es.
DATEN
Titel: Er, Sie und Es
Autorin: Marge Piercy
Art: Utopischer Roman, Taschenbuch
Seiten: 518
ISBN-Nr. 3-88619-936-3
Preis: DM 24,80
FAZIT
Ein sehr guter, wenn auch ungewöhnlich geschriebener Utopischer Roman, in dem es zum einen um eine alte jüdische Legende geht. Zum anderen wird aber auch das Cyborg-Thema sehr gut und interessant behandelt.
Liebe Grüße - Miara weiterlesen schließen -
Der neue Patterson - einfach gut
09.07.2002, 18:01 Uhr von
geier2
Ich bin vielseitig interessiert und für alles offen! Was mich am meisten ärgert, sind intolerante...Pro:
liest sich flüssig, sympathische Hauptfiguren, die Story ist nicht so an den Haaren herbeigezogen
Kontra:
leicht vorhersehbar (aber nicht bis ins Detail)
Empfehlung:
Nein
Ich möchte Euch heute ein Buch vorstellen, das mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat und das ich einfach in einem Stück durchlesen musste. Übrigens sehr zum Leidwesen meines Freundes, der mich nicht mal ansprechen durfte...
Als ich Ende Mai die Juni-Ausgabe des Weltbildkataloges in die Hände bekam, fiel mir sofort das Titelbild auf. Es zeigte eine junge Frau, die aufs Meer hinausblickt. Dieses Bild ist das Cover des Buches, von dem ich Euch erzählen möchte!
Es heißt „Tagebuch für Nikolas“ und wurde von James Patterson geschrieben. Mir hat die Beschreibung von Weltbild gereicht, um neugierig auf dieses Buch zu werden. Da ich aber der Meinung bin, das dieses Buch durch sein Ende lebt, werde ich nur ein wenig verraten und ihr sollt Euch dann eventuell selbst ein Bild davon machen, ob es Euch zusagt oder nicht!
Die Handlung
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Katie hat endlich die Liebe ihres Lebens gefunden und ist glücklich wie noch nie zuvor. Aber dann verlässt Matt sie ohne eine Erklärung. Katie versteht dies alles nicht, war sie doch der Ansicht, das Matt genauso empfindet wie sie. Ein paar Tage später erhält sie ein Päckchen. Dieses Päckchen enthält ein Buch und einen kleinen Zettel von Matt, der sie bittet, sich dieses Buch durchzulesen.
Dieses Buch ist ein Tagebuch, das von der jungen Mutter Suzanne für ihren Sohn Nikolas geschrieben wurde. Sie erzählt voller Liebe, wie sie den Mann ihres Lebens (und Vater von Nikolas) kennengelernt hat, wie sie sich gemeinsam auf das Kind gefreut haben und wie glücklich sie alle zusammen waren.
Katie, die dieses Buch verzweifelt liest, erkennt, dass es sich bei dem Vater des Jungen und bei Suzannes großer Liebe um IHREN Matt handelt. Sie versteht allerdings nicht, warum Matt ihr dieses Buch zu lesen gegeben hat.
Doch langsam erkennt auch Katie, warum Matt sie verlassen hat! Aber hat ihre Liebe noch eine Chance?
Der Aufbau des Buches
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Dieses Buch birgt eigentlich zwei Bücher in einem, es wird aber gemischt erzählt. Mal wird die Geschichte von Katie beschrieben, dann wieder die von Suzanne. Aber es wird nicht unübersichtlich. Durch die einzelnen Überschriften der Kapitel wissen wir immer, um wen es gerade geht!
Warum ich dieses Buch lesenswert fand
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Normalerweise ist es leider meistens so, das es eine „Gute“ und eine „Böse“ gibt, und das Ende so vorhersehbar ist. Das ist hier aber nicht der Fall. Beide, sowohl Katie als auch Suzanne werden uns sympathisch dargestellt.
Ich will nicht sagen, dass das Ende hier vollkommen überraschend kommt. Man kann sich denken, wie es enden wird. Aber das ganze Ausmaß erahnt man trotzdem nicht und das macht das Buch so lesenswert. Dadurch, das ich das Buch in einem Rutsch (ca. 2,5 Stunden) durchgelesen habe, kam ich eigentlich gar nicht zum Nachdenken! Und war von diesem Schluss sehr berührt. Naja, und da ich ja sowieso nah am Wasser gebaut bin, brauchte ich hinterher erst mal ein paar aufmunternde Worte. Um mit den Worten des Einbandes zu sprechen: „Eine Liebesgeschichte voller Schmerz, aber auch reich an Hoffnung!“
Der Autor
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James Patterson wurde 1949 geboren und ist Chef einer großen Werbeagentur in New York. Normalerweise sind seine Bestseller eher im Thriller-Bereich zu finden. Hier versucht er sich erstmals in einer etwas ruhigeren Sparte und hat es (wie ich finde) mit Bravour gemeistert!
Was ich besonders schön fand, war die Tatsache, das der Autor die Gefühle, sowohl von den Frauen, als auch von Matt gut beschreiben konnte. Man konnte sich in alle drei hineinversetzen. Nur sehr wenige Autoren schaffen dies. Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar andere Bücher des Autors besorgen. Mit diesem Buch hat er mich ein bisschen an Nicolas Sparks erinnert. Vom Ausdruck der Gefühle war er ihm sehr ähnlich!
Wo kann man das Buch kaufen?
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In den Läden habe ich es noch nicht gesehen! Ich habe es mir gleich beim Weltbild bestellt. Auch im neuen Katalog (S.17) ist es wieder zu finden! Der Preis für dieses Buch liegt bei 10,95 EUR und ist mit festem Einband zu haben.
Der Originaltitel dieses Buches heißt übrigens„Suzanne`s Diary for Nicholas“ .
Mein Fazit
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Dieses Buch ist für alle etwas, die Liebesgeschichten mögen! Es ist toll, ohne schmalzig zu sein. Es reisst mit, ohne aufdringlich zu sein. Ich konnte mich von diesem Buch nicht mehr losreissen und habe es in einem Zug durchgelesen! Man leidet mit Suzanne, aber auch mit Katie und ist alles in allem wirklich nur zu empfehlen! weiterlesen schließen -
Lindberghs Sohn
03.07.2002, 12:29 Uhr von
Dialya
Hallo zusammen!!! Nachdem ich schon bei Ciao und Dooyoo schreibe, bin ich nun auch hier wieder...Pro:
spannende Story, psychologisch geschickt aufgebaut
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
Jetzt habe ich endlich wieder einmal Zeit, einen Bericht zu schreiben. Die Matura ist vorbei und bestanden und gefeiert haben wir auch genug... Und diesen ersten Bericht nach der Matura widme ich jetzt mal dem ersten Buch nach der Matura.
Zu diesem Buch kam ich durch einen Bericht eines Dooyoo-Mitgliedes. Obwohl ich den Autor überhaupt nicht kannte, habe ich sofort nach dem Lesen dieses Buch über Internet bestellt. Zuerst lag es dann mal über einen Monat zu Hause rum, da ich einfach nicht zum Lesen kam oder andere Bücher vorzog.
Als es dann aber vor zwei Wochen in den Urlaub ging, musste auch noch eine Urlaubslektüre mit und dazu schien das Buch wie geeignet. Zum einen, da es leicht war (Taschenbuch) und zum anderen, da es nach leichter Lektüre aussah. Schliesslich will ich ja im Urlaub, und vor allem auch nicht nach der Matura etwas schwieriges lesen.
So, nun aber zum Buch. Als ich mit dem Lesen begann, muss ich ehrlich sagen, war ich zuerst etwas enttäuscht, da es irgendwie zu Beginn etwas langweilig geschrieben war. So empfand ich es jedenfalls. Da ich aber kein anderes Buch dabei hatte, las ich halt weiter und gegen Ende des Urlaubes wurde es dann doch noch richtig spannend, so dass ich es kaum mehr aus den Händen legen wollte.
Aber warum fand ich das Buch langweilig? Die Story an sich war nämlich schon von Beginn an spannend. Es geht dabei um das Verbrechen des Jahrhunderts. Zwei reiche Kinder werden entführt und von da an beginnt eine Hetzjagd auf den Entführer, der sich Lindberghs Sohn nennt. Er handelt nämlich, jedenfalls zu Beginn nach dem berühmten Vorbild der legendären Entführung des Lindbergh-Babys.
Diese Entführung wird dann auch zu Beginn des Buches kurz beschrieben. Das Besondere daran ist, dass es aus der Sicht des Entführers geschrieben wird, der das Baby lebendig begräbt.
Somit beginnt das Buch eigentlich ganz spannend. Allerdings gefiel mir der Schreibstil überhaupt nicht zu Beginn. Die Geschichte war zwar spannend, doch wurde dies in einem langweiligen Berichtstil aufgeschrieben. So wurden einfach alle Fakten einfach so gebracht und es wirkte eher ziemlich trocken.
Sobald man sich dann aber an den Stil gewöhnt hatte, was bei mir so nach 100 Seiten der Fall war, wird das Buch sehr spannend. Man will dann immer wieder erfahren, was als nächstes passiert und auch der Fall wird immer komplexer. So kommen immer neue Hinweise hinzu und auch die Psychologie spielt eine wichtige Rolle. Hierzu will ich jetzt aber nicht mehr schreiben, da ich Euch sonst die ganze Spannung nehmen.
Spannend ist, wie der Erzähler die Perspektiven wechselt. Da wird zum einen Mal aus der Ich-Perspektive erzählt. Detective Alex Cross, ein Schwarzer und Psychologe, erzählt aus seiner Sicht aus dem Fall. Er ermittelt zusammen mit seinem Kollegen Simpson an diesem Fall und ist emotional auch schnell mit dem Fall verbunden. Er scheint der einzige zu sein, dem wirklich etwas an der Aufklärung des Falles liegt, so dass er viele Überstunden schiebt und auch wirklich jedem Hinweis nachgeht.
Zwischendurch wechselt dann der Autor von der Ich-Perspektive in die Er- oder Sie-Perspektive. Dabei berichtet er vom Entführer, und was er gerade so erlebt, oder auch von anderen Personen, die an der Ermittlung beteiligt sind, so z.B. von Jezzie Flanagan, der Chefin des Secret-Services. Der Secret-Service war eigentlich für die Bewachung der beiden entführten Kindern verantwortlich, so dass sie schnell mal als die Schuldigen angesehen werden.
Auch wird immer wieder mal von den entführten Kindern berichtet. Dies allerdings nur kurz, so dass man nur gerade erfährt, was sie so denken und dass sie noch am Leben sind. Man weiss allerdings bis ans Ende nicht, wo sie versteckt sind.
Patterson, James: Morgen, Kinder, wird's was geben
Zu Beginn wechselt der Autor sehr häufig die Perspektive. Fast jedes Kapitel ist wieder einer anderen Person gewidmet. Die Kapitel selber sind übrigens auch sehr kurz, nur etwa 3-4 Seiten lang. Durch diese schnellen Wechsel kommt dann auch ein schnelleres Tempo in das Buch und man lernt alle Personen, nicht nur die Hauptperson, ziemlich gut kennen.
Später jedoch bleibt der Autor fast nur noch in der Ich-Perspektive und die anderen Personen kommen nur noch im Zusammenhang mit Alex Cross, der Hauptperson, vor. Aber auch dann erfährt man noch ziemlich viel über die anderen Personen, da Cross ja ein Psychologe ist und die Personen auch immer wieder mal ein wenig zu analysieren versucht. Auch behält man so besser den Überblick, da der Fall wirklich immer viel komplexer wird. So erstreckt sich auch der Zeitraum der Handlung über zwei Jahre.
Der Autor James Patterson ist einer der erfolgreichsten Thriller-Autoren. In den USA gilt er als Bestseller-Autor und bekam auch schon einen Preis für seine Werke.
Das Buch selber ist als Taschenbuchausgabe erhältlich. Ich habe 15.50 Fr. dafür bezahlt. In Deutschland ist es für 8.45 Euro erhältlich, was etwa 16.90 DM entspricht. Dieser Preis ist meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt. Denn schliesslich enthält es auch über 450 Seiten und ist wirklich spannend geschrieben.
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, gefiel mir das Buch alles in allem sehr gut. Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, so dass einigen die ersten Seiten, wie mir auch, vielleicht eher langweilig vorkommen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall weiterzulesen. Denn anschliessend wird man mit einem wirklich sehr spannenden Thriller verwöhnt, über den ich in diesem Bericht absichtlich fast nichts über die Story geschrieben habe, denn sonst würde ich jegliche Spannung nehmen.
Ich kann auf jeden Fall allen das Buch nur empfehlen. Allerdings gibt es noch einen kleinen Abzug in der Bewertung, da es zu Beginn wirklich nicht zu spannend war. Aber das ist meine eigene Meinung und jeder sollte sich am Besten selber eine Meinung darüber bilden.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 10:29:37 mit dem Titel Vom Anfang bis zum Ende spannend
Nach meinem ersten James Patterson-Roman musste ich schnell mal einen zweiten Roman von ihm lesen.
Die Story:
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Alex Cross muss schon wieder in Mordfällen ermitteln. In der Nähe der Schule seines Sohnes wird ein kleines Mädchen tot aufgefunden. Ermordet. Cross fühlt sich durch diesen Mordfall natürlich sofort persönlich betroffen, da er selber nur fünf Strassen weiter wohnt und sein Sohn die Schule, welche Schauplatz des Mordes war, besucht. So beginnt er nun, zusammen mit Sampson, seinem besten Freund, die Ermittlungen
Zur gleichen Zeit wird aber auch ein Senator ermordet. Die Mörder nennen sich Jack und Jill und hinterlassen am Tatort eine geheimnisvolle Botschaft, aus der herauszulesen ist, dass es noch mehr Morde gibt. Nachdem sie dann auch noch eine bekannte Journalisten umgebracht haben, wird auch Alex Cross zu den Ermittlungen hinzugerufen.
Der Fall des Kindermörders in seiner Wohngegend ist jedoch noch nicht abgeschlossen, so dass er beschliesst, mit ein paar anderen Polizisten aus seiner Umgebung (darunter auch Sampson) in seiner Freizeit an diesem Fall weiterzuarbeiten. So ermittelt Alex nun also in zwei Mordfällen.
Die Personen:
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Alex Cross:
Er ist die Hauptperson in diesem Buch, wie auch bei anderen Büchern von Patterson. Alex Cross hat eigentlich Psychologie studiert und seine Aufgabe bei der Polizei ist es nun, vor allem die psychologischen Hintergründe der Tat zu verstehen.
Alex liebt seinen Job eigentlich, doch manchmal wird er ihm einfach zu viel. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn er von einem Fall einfach nicht mehr loskommt, oder eben auch seine Familie direkt davon betroffen ist, was durch seine Arbeit auch häufig der Fall ist.
Die Familie von Alex Cross besteht aus seiner Grossmutter Nana Mama, bei der er nach dem Tod seiner Eltern aufgewachsen ist. Und seinen beiden Kindern Jannie und Damon. Seine Frau starb, als Jannie noch ein Baby war.
John Sampson:
Er ist Alex bester Freund und lässt ihn auch fast nie im Stich. Er gehört also quasi auch zur Familie.
Für mich verkörpert John Sampson das typische Bild eines amerikanischen Detective. So läuft er mit einem Ledermantel und Sonnenbrille (auch im Winter) durch die Gegend und scheint so an die zwei Meter gross zu sein.
John Sampson spielt in diesem Buch allerdings keine so grosse Rolle, wie in anderen Cross-Büchern, da er selber nicht zum Jack und Jill-Fall abgerufen wird, sondern weiter an den Kindermorden ermittelt.
Nana Mama:
Nana Mama ist eigentlich „nur“ Alex’ Grossmutter. Trotzdem hat sie einen grossen Einfluss auf ihn. Sie sagt immer direkt, was sie denkt und kritisiert auch Alex’ Handeln. Auf der anderen Seite jedoch, ist sie immer für ihn da, wenn er sie mal braucht.
Jill und Jack:
Es ist ziemlich lang nicht klar, wer hinter Jill und Jack steckt. Von Jill erfährt man bald einmal ihren Namen, doch man weiss trotzdem nicht, wer dahinter steckt. Auch von Jack erfährt man einen Namen, aber im gleichen Satz wird noch erwähnt, dass dies sein falscher Name sei, den er aber Jill angegeben habe.
Die beiden sind sehr intelligent und denken sogar daran, nach keinem Muster zu handeln. So ermitteln sie ihr nächstes Opfer durch ein Würfelspiel. Dadurch erscheinen die ausgewählten Opfer wie zufällig.
Auch ziehen sie später noch einen dritten Mann hinzu, der einige Morde für sie erledigt, dabei jedoch einen ganz anderen Stil aufweist, so dass die Spuren noch mehr verwischt.
Der Kindermörder:
Über den Kindermörder erfährt man zu Beginn nicht recht viel. Man weiss nur, dass sein Vater auch ein Cop war, weshalb er es auch auf Alex Cross und seinen Sohn Damon abgesehen hat.
Im Buch wird aber öfters aus seiner Sicht berichtet, so dass man herauslesen kann, dass er geistig ein wenig gestört zu sein scheint.
Christine Johnson:
Sie ist die neue Rektorin an Damons Schule. Laut Damon ist sie noch zäher als sein Dad. Alex verliebt sich bald in sie, allerdings ist sie glücklich verheiratet.
Sie scheint an der Schule sehr beliebt zu sein und steht darum auch schon sehr schnell mal auf der Opferliste des Kindermörders, nachdem er sie einmal beobachtet hat.
Fortsetzungsroman?
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Weiter oben habe ich erwähnt, dass dies nicht der einzige Roman ist, bei dem Alex Cross die Hauptperson ist. Ist es aber deshalb ein Fortsetzungsroman?
Ich würde jetzt mal sagen, dass es keiner ist. Denn die Fälle werden alle im gleichen Buch noch beendet und man kommt sehr gut nach, wenn man kein vorhergegangenes Buch gelesen hat.
Allerdings werden seine früheren Fälle immer wieder erwähnt und vor allem der Fall des Gary Soneji scheint ihn nicht loszulassen. Deshalb würde ich vielleicht doch empfehlen, als erstes Buch „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ zu lesen. Denn in diesem Buch wird der Fall von Soneji behandelt. Im grossen und ganzen spielen seine anderen Fälle aber keine grosse Rolle in diesem Buch.
Titel:
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Der deutsche Titel dieses Buches finde ich ein wenig unpassend gewählt. Ich kann einfach keine Verbindung zwischen dem Buch und dem Titel herstellen.
Allerdings finde ich ihn auch sehr clever, da man ja erwarten würde, dass es Sonne, MoNd und Sterne heisst. Und dann kommt da dieser Überraschungseffekt mit dem Mord. Von daher ist die Idee des Titels also sehr gut, allerdings passt er wirklich nicht zum Buch.
Da finde ich den Originaltitel „Jack und Jill“ schon viel besser, da man diesen doch immerhin mit einem Teil des Buches in Verbindung bringen kann. Und es wäre auch irgendwie typisch für die Situation in Washington. Die Jack und Jill-Morde stehen im Vordergrund, beherrschen sozusagen alles. Wohingegen über die Kindermorde nichts berichtet wird.
Schreibstil:
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Pattersons Schreibstil ist etwas ganz Besonders. Bei ihm erfährt man meistens sehr früh die Namen der Mörder, womit man allerdings nicht sehr viel anfangen kann.
Auch schreibt er nicht nur aus der Perspektive des ermittelnden Detective. Der grösste Teil des Buches ist zwar aus seiner Perspektive verfasst (Ich-Perspektive). Allerdings wird auch immer wieder aus der Perspektive der Mörder geschrieben, so dass man oftmals schon sehr viel über sie weiss, ohne wirklich etwas zu wissen. In diesen Teilen benutzt Patterson dann die Er-Perspektive.
Bei meinem ersten Patterson-Buch ist mir der berichtartige Schreibstil negativ aufgefallen, so dass mir mein erstes Buch zu Beginn nicht gefiel. Bei diesem hier fiel mir dieser Schreibstil aber überhaupt nicht auf. Das Buch ist einfach von Beginn an packend, was Patterson auch sehr geschickt anstellt, da er zu Beginn nur über die beiden Morde schreibt (aus der Sicht der Mörder) und erst nachher Alex Cross ins Spiel kommen lässt.
Meine Meinung:
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Da meine Meinung oben schon ziemlich stark eingeflossen ist, werde ich hier jetzt nicht mehr so viel schreiben. Ich will mich ja schliesslich nicht wiederholen.
Ich würde über das Buch einfach mal sagen, dass es ein wirklich sehr guter Thriller ist, der mir auch viel besser gefiel, als mein erste Patterson-Buch. Das Buch ist spannend vom Anfang bis zum Ende und es passiert immer mal wieder etwas unerwartetes. Vor allem ist es schön, die Hauptperson auch schon ein wenig aus einem anderen Buch zu kennen...
Fazit:
*****
Dieses Buch hat die eins wirklich voll und ganz verdient. Ich sehe wirklich gar nichts negatives daran. Deshalb kann ich auch jedem nur empfehlen, dieses Buch mal zu lesen.
Das Buch:
*********
Titel: Sonne, Mord und Sterne
Originaltitel: Jack & Jill
Autor: James Patterson
Seiten: 382
Autor: James Patterson
Verlag: Lübbe
ISBN: 3-431-03605-8 weiterlesen schließen -
Eine kleine Biographie zu Edgar Allan Poe
26.06.2002, 03:17 Uhr von
Thalaia
Hab nix zu sagen *g* Interessiert eh keinen, der mich nicht kennt. Und wenn ich doch was zu sagen...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Edgar Allan Poe ist bekonnt durch seine kleinen Schauergeschichten und Gedichte. Sein bekanntestes Werk ist wohl "Der Rabe". Aber auch Kurzgeschichten wie "Der Fall des Hauses Usher" oder "Die Grube und das Pendel".
Poes großes Vorbild war der deutsche Schriftsteller E.T.A. Hoffman, einem Vertreter der Romatik, wobei man hier die literarische Romatik vertsehen muss, nicht was wir unter Romantik verstehen.
Für diese Kurzgeschichten ist es sehr schwer eine Inhaltsangabe zu schreiben, weil sie oftmals nur 10 - 15 Reclam Seiten umfassen, was etwa einem Sechstel einer DinA 4 Seite entspricht. Daher habe ich mich entschieden eine kurze Biographie von Edgar Allan Poe zusammen zu stellen.
Am 10. Januar 1809 wurde er als Edgar Poe in Boston, Massachusetts, als zweites von drei Kindern geboren. Sein Vater, David Poe, verließ die Familie, da seine Frau, Elisabeth Poe, die bessere Schauspielerin und seine Karriere durch seine Alkoholkonsum zerstört worden war.
Am 8. Dezember 1811 stirbt Poe’s Mutter an einer Krankheit im Alter von 24 Jahren. Edgar wird im Alter von nicht mal 4 Jahren zum Halbwaisen. Er und seine Geschwister wurden getrennt und zu unterschiedlichen Pflegefamilien geschickt. Poe kam zu John und Francis Allan, welche ihn niemals offiziell adoptierten.
Edgar besuchte während seiner Kindheit nur private Schulen. Zwischen 1815 und 1820 lebte er mit seien Pflegeeltern in Großbritannien. 1820 kehrten sie in die USA zurück.
1826 besuchte er die Universität von Virginia, trank dabei allerdings viel und machte 2000$ Spielschulden (für damals eine horrende Summe), die sein Stiefvater nicht übernahm. Edgar brach das Studium ab, das folgende Zerwürfnis mit seinem Vater könnte auf den Spielschulden begründet sein.
1827 trat er unter falschen Namen und Geburtsdatum in die Armee ein. Er nannte sich Edgar A. Perry und macht sich 4 Jahre älter. Er war zum damaligen Zeitpunkt 18. Er machte Karriere in der Armee und wurde am 15. April 1829 ehrenhaft entlassen.
Am 29. Februar 1829 starb seien Pflegemutter Francis Allan.
Er ging 1830 nach „West-Point“ und wurde dort 1831 wegen Pflichtverletzung, Befehlsverweigerung und weiterem unehrenhaft entlassen. Während dieser Zeit bei der Armee veröffentlichte er sein ersten Romane.
1833 gewannt er mit einer seiner Geschichten den Wettbewerb einer lokalen Zeitung (‚MS Found in a Bottle’ / Die Flaschenpost).
Am 27. März 1834 starb John Allan, er hatte Edgar allerdings vor seinem Tod enterbt und hinterließ diesem nichts.
Ab 1834 schlug er eine journalistische Karriere ein und Arbeitete bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen.
Am 16. Mai 1836 heiratet der 27 jährige Edgar die 13 jährige Virginia.
Während seiner Zeit im journalistischen Bereich veröffentlich er viele seiner Werke u.a. im Januar 1845 das Gedicht „The Raven“.
1846 wird das „Broadway Journal“, bei dem er Editor war, geschlossen.
Am 30. Januar 1847 starb sein Frau Virginia, seine Trunksucht verschlimmerte sich dadurch noch mehr.
Nach zweimaligen abgelehnten Heiratsantrag an Mrs. Sarah Helen Whitman 1848 kam er nach Boston und beging einen Selbstmordversuch.
Im Juni 1848 ging er mit der Idee eines neuen Magazins nach Richmond, doch auch dies schlug fehl.
Im Juli 1848 taucht er dann im Stadium des Deliriums bei einem Freund in Richmond auf.
Am 13. Juli lernte er Sarah Elmira Royster kennen, die er hoffte zu heiraten.
Im August 1849 hielt er noch vor großem Publikum einen Vortrag über „The Poetic Principle“.
Im bewusstlosen Zustand wurde er dann jedoch am 3. Oktober 1849 in Baltimore aufgefunden und in das „Washington College Hospital“ eingeliert. Er erwachte zwar aus seiner Bewusstlosigkeit, verließ das Stadium des Deliriums nicht und erlitt schlimme Qualen.
Er starb finanziell und physisch ruiniert am 7. Oktober 1849 in Baltimore, wo er auch begraben wurde. weiterlesen schließen -
Patterson, James - Wer sich umdreht oder lacht
Pro:
Spannendes, aktuelles Thema
Kontra:
Einige Laengen
Empfehlung:
Nein
Wie ihr vielleicht schon anhand meines Titel erahnen konntet, bin ich ziemlich enttaeuscht von diesem Buch. Ich moechte allerdings hinzufuegen, dass ich seit meinem ersten Patterson-Buch ein treu ergebener Leser des Autors bin und ihn, na ja nicht vergoettere, aber ihm schon quasi zu Fuessen liege. Dennoch kann ich nicht anders als dieses Buch zu kritisieren.
Eine kurze Vorgeschichte
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James Patterson ist vor allem bekannt durch seine Krimis die einem von Anfang bis Ende den Atem stocken lassen. Seine Helden sind meist der Polizeipsychologe Alex Cross und dessen Freunde; Pattersons Killer sind normalerweise irgendwelche wahnsinnigen Serientaeter, denen ich nicht nachts auf der Strasse begegnen moechte. Sein Schreibstil ist kurz und praegnant und der Kampf zwischen den Killern und dem einzelgaengerischen Helden ist meist mit allen Tuecken gespickt, die dem Leser Gaensehaut bescheren koennten.
Doch bei dem vorliegenden Buch ist alles irgendwie anders. Negativ anders...
Inhalt
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„Hide & Seek“ (so der Originaltitel) handelt von der Saengerin Maggie Bradford und ihren ungluecklichen Maennerbeziehungen. Gleich am Anfang erfahren wir (in einem aeusserst spannenden ersten Kapitel) dass ihr erster Mann sie misshandelte und sie nach jahrelangem Dulden endlich Widerstand leistete und ihn in Notwehr erschoss. Notwehr nicht nur weil er sie selbst erschiessen wollte, sondern weil Maggie auch eine Tochter hat, die sie nicht ihrem brutalen Mann ausliefern wollte. Das Ganze wird in einer kurzen Rueckblende erzaehlt und wir begeben uns nun in die Gegenwart. Die Erzaehlperspektive bleibt immer noch in der Ich-Form und wir duerfen lesen wie Maggie Bradford (aus ihrer Sicht wird ein grosser Teil des Buches geschrieben) sich an jene Nacht erinnert, und sich nun fragt ob sie nicht nur einen sondern sogar zwei ihrer Ehemaenner getoetet haette. Moment? 2 Ehemaenner? Wer ist denn der zweite? Genau das will sie uns nun schildern, in ihrem ehrlichen Bekenntnis und mit der Gewissheit, dass wir objektiv ueber sie urteilen wuerden. Der Leser begreift, dass Maggie inzwischen vor Gericht ist und dass er nun alles darueber zu lesen bekommen wird, was zwischen dem ersten Mord / Notwehrfall und dem mysterioesen zweiten Todesfall passiert.
Und so kommt es dann auch. Wir lernen erst einmal Maggie und ihre Tochter kennen, ihren Manager, und wie sie es schliesslich zu Weltruhm schaffte. Dazwischen werden immer abwechselnd Kapitel eingeschoben ueber einen Fussballstar, namens Will Shepard, einen selbstverliebten Schoenling, der aber unter dem Selbstmord seines Vaters und seiner restlichen kaputten Kindheit leidet, und der sehr bald keine Kontrolle mehr ueber seine in ihm brodelnden Aggressionen haben wird.
So langsam erkennen wir auch, dass er derjenige sein wird, wegen dem Maggie sich letztlich vor Gericht wird verantworten muessen.
Und so geschieht es dann auch. Die beiden lernen sich auf einer Party kennen und unter Zuhilfenahme seines schauspielerischen Talentes, zieht Will Maggie vollends in seinen Bann. Die beiden heiraten und alles scheint perfekt, doch Maggies Albtraum hat gerade erst begonnen...
Und nun die Kritik
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Ja, wo soll ich da anfangen? Am besten bei der Handlung.
Das Buch hat über 400 Seiten, aber ich schaetze, etwa 300 davon sind sinnloses Geplaenkel. Es gibt keinen Serientaeter, der uns aller 20 Seiten mit neuerlichen Greueltaten das Blut in den Adern gefrieren laesst. Und es gibt auch keinen Cop oder Detektiv, der ihm immer auf den Fersen ist und stets sein eigenes Leben riskiert.
Nein, im Gegenteil: staendig muessen wir uns Maggie’s Gedanken antun, uns zu Gemuet fuehren, wie sehr sie doch in ihre Tochter verliebt ist, wie prima sie sich verstehen, wie dankbar sie ihrem Manager ist, was sie doch immer wieder fuer Lampenfieber hat, usw. Nein, wirklich, schlimmer geht es kaum! Schmalz hoch drei! Und vor allem: absolut unwichtig fuer die Geschichte! Es ist ja schoen und gut, wenn in Patterson’s anderen Buechern der Psychologe Alex Cross mal ab und zu mit seinen Kindern spielt. Das zeigt uns seine menschliche Seite. Aber hier besteht ja das halbe Buch daraus und man kann nicht anders als in Maggie eine hilflose Heulsuse zu sehen, deren einzige Heldentat darin besteht ab und zu einen ihrer Maenner umzubringen.
Selbstverstaendlich nur, um gleich darauf wieder schmalzig ihre Tochter (und spaeter auch noch ihren juengeren Sohn) zu umarmen und beinahe in Traenen auszubrechen. Also wirklich, ich kann es nicht oft genug sagen: das ist einfach zum Kotzen! Und was am schlimmsten ist (ja es geht noch schlimmer!), in der Mitte des Buches lernt Maggie erst noch einen anderen Mann – Patrick O’Malley - kennen und lieben, und mit ihm scheint auch alles perfekt, sie heiraten, bekommen einen Sohn, schmachten sich bis zum geht-nicht-mehr an.. bis er dummerweise bei einem Segeltoern an einem Herzanfall stirbt. Nun gut denkt man sich, da wird wohl dann der misstrauische aeltere Sohn aus der 1. Ehe von Patrick eine entscheinde Rolle im folgenden Verlauf spielen. Nein, falsch gedacht! Er taucht zwar noch ein paar mal verbost auf und intrigiert hier und da gegen Maggie aber wirklich wichtig ist er nicht! Wozu dann also dieses ganze Gesuelz zwischen Patrick und Maggie??? Voellig ueberfluessig!
Aber na gut, Patterson ist mein Meister und ich werde folgen, also lese ich brav weiter, in der Hoffnung, dass das dicke Ende noch kommen moege.
Inzwischen zeigt Will erste gewalttaetige Ausbrueche, aber so richtig durchgeplant und brutal wie Killer in Pattersons anderen Buechern agiert er auch nicht. Klar, schlimm sind seine Taten auch, aber vor allem sind seine Opfer nicht Leute wie du und ich sondern meist irgendwelche Huren oder sonstige Damen zumeist ohne Moral. Das macht die ganze Sache irgendwie fad. Man bekommt einfach nicht die gewisse Angst, dass der Moerder gleich bei einem selbst um die Ecke steht. Und genau das schaetze ich doch sonst so an Patterson. Meine Laune sinkt merklich. Aber da ich zugegebenermaßen schon drei Anlaeufe gebraucht habe, um die mittleren langweiligen Kapitel zu ueberstehen, beschliesse ich also, mir auch noch den Rest anzutun um dann ein fuer allemal zu wissen, was es mit dem Buch auf sich hat.
Aber irgendwie naehert sich das Buch dem Ende und die ueberraschende Wendung bleibt aus. Es gibt zwar eine pikante Sache, die dem Leser noch mal Hoffnung macht, aber wie diese Sache dann fuer die Story genutzt wird, ist einfach nur lahm und grottenschlecht. Da haette man doch sooo viel mehr draus machen koennen (ich sage mal nur soviel: es handelt sich um aeltere Maenner und deren Aktivitaeten mit sehr jungen bezahlten Damen). Aber nein, das ganze wird nur genutzt um Maggies Fall (den sie im ersten Anlauf verloren hat) noch mal aufzurollen. Und das wars!
Und nun sind nur noch 10 Seiten etwa uebrig und ich frage mich ernsthaft: „Das solls gewesen sein???“
Naja, nicht ganz. Mit letzter Anstrengung schafft es Patterson dann doch noch, eine wirklich ueberraschende Wendung herbeizufuehren und etwas von seinem Talent als Krimiautor aufblitzen zu lassen. Der Schluss ist wirklich ganz gut ABER so leid es mir tut, fuer diese Tortur die ich 400 Seiten lang mitgemacht habe, ist mir das einfach nicht genug. Da kann er noch so gute und spannende 10 Seiten anhaengen, mich entschaedigt das nicht. Sorry lieber Herr Patterson, Sie sind zwar in ihren anderen Buechern wahrlich meisterhaft, aber dieses Buch gehoert in die Hausapotheke – Als Schlaf – oder Abfuehrmittel.
Ich weiss nicht, wer den Autor auf die Idee brachte, doch mal aus der Sicht einer Frau zu schreiben, aber da er am Anfang seiner Familie dankt, befuerchte ich, dass die ihm wohl ein wenig zu Kopf gestiegen ist. Sein Schreibstil ist zwar immer noch kurz und praegnant (weshalb es nicht ganz so schwer ist, seine Buecher zu ende zu lesen), aber seine Wortwahl, seine Charakterisierung von Maggie – nein, also identifizieren kann ich als Frau mich damit nicht. Schon die Wahl der Professionen – Fussballstar und Saengerin – ist von vornherein zum Scheitern bestimmt. Wen interessiert denn so was? Das kann meinetwegen eine Rosamunde Pilcher oder wie die alle heissen schreiben, aber ich will einen Krimi mit normalen Helden, und mit Handlungsorten und Ereignissen, die jederzeit passieren koennten. Genau das macht doch einen Krimi so spannend oder?
Also um es auf den Punkt zu bringen, ich habe staendig auf das Cover schauen muessen, ob ich hier auch wirklich ein Buch von James Patterson lese. Wer es also unbedingt lesen will, bitteschoen, aber ich habe euch gewarnt. Und bitte: wer noch nie einen Patterson gelesen hat, lest dieses Buch bloss nicht als erstes; es wuerde euch einen voellig falschen Eindruck vom Talent des Autors vermitteln!
Zum Schluss noch ein paar Infos (sofern sie denn noch von Noeten sind):
Ich habe das Buch in der amerikanischen Paperbackausgabe von Warner Books. Laut Druck kostet es da $6,99. Allerdings habe ich es in Deutschland second-hand bekommen und ein kleiner deutscher Aufkleber zeigt den Original-Preis von 20,90 DM an, also etwa 10 Euro. Ich denke das duerfte immer noch so sein, aber ihr muesst die englische Version schon in einem Discount-Buchladen oder online kaufen (sonst sind die Exportkosten zu hoch).
Die deutsche Paparbackausgabe duerfte aber auch etwa 10 Euro kosten.
Das Buch ist aus dem Jahre 1996.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-29 14:10:54 mit dem Titel Patterson, J. - Der Tag an dem der Wind dich traegt
Nachdem ich neulich voellig mit meinem Lieblingsautor James Patterson reingefallen bin („Wer sich umdreht oder lacht“; siehe Bericht), konnte dieses Buch eigentlich nur besser werden. Zwar ist es leider keiner der klassischen Patterson – Krimis um den Detektiv Alex Cross und seine Jagd nach Serienkillern, aber trotzdem hat mich das Buch von Anfang an in einer gewissen Weise in seinen Bann gezogen.
Zuerst etwas zum Inhalt
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Das Buch handelt von Gentechnologie und Verschwoerungen, eine prickelnde Mischung, die aktueller nicht sein koennte.
Gleich im ersten Kapitel lesen wir von einem kleinen Maedchen, Max, die auf der Flucht vor irgendwelchen Maennern durch einen Wald rennt. „Max“ kommt aber nicht etwa von Maxine oder aehnlichem sondern von „Maximum“, denn Max ist anders als alle normalen Kinder. Als ihre Lage auswegslos erscheint und sie vor einer unueberwindlich scheinenden Mauer steht, ahnt man schlimmes, doch dann entfaltet Max ihre Fluegel und fliegt ueber die Mauer. Ja, ihr habt richtig gelesen. Max hat Fluegel, und genau die und ihre Staerke (Max ist erst 11) sind der Grund warum sie vor diesen Maennern weglaeuft.
Dann stellt uns Patterson in seinem ihm eigenen Kurz-Kapitel-Stil die anderen Hauptpersonen nach und nach vor. Da waere zum einen Frances „Frannie“ Mekin, eine Tieraerztin, deren Mann, ein Arzt, vor einem reichlichen Jahr auf einem Parkplatz erschossen wurde und dessen Moerder nicht gefasst wurde. Zum anderen haetten wir da Kit Harrison, alias Tom Brennan, einen FBI-Agenten, der sich entgegen dem Willen aller seiner Vorgesetzen unerlaubt mit einem Fall von 3 getoeteten Aerzten beschaeftig, da er mehr Zusammenhaenge hinter dem ganzen vermutet. Auf ihrer Flucht trifft Max dann auf Frannie, und natuerlich werden Max’s Schicksal, Frannie’s toter Ehemann und Kit’s mysterioeser Fall nach und nach zu einem Puzzle zusammengefuegt, hinter dem eine Verschwoerung steckt, die keiner von ihnen auch nur ahnen konnte.
Das ganze kommt so richtig ins Rollen als in der Gegend wo Frannie wohnt und Kit ermittelt, ein weiterer Arzt im Pool ermordert wird. Doch der Arzt war ein sehr guter Schwimmer und pflegte niemals kopfueber in den Pool zu springen. Woher also sein gebrochenes Genick? Kit und Frannie, die sich anfangs ein wenig unwohl gegenueber dem anderen fuehlen, beginnen ihre Ermittlungen. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen gelingt es dann auch Frannie und Kit, das Vertrauen von Max zu bekommen, denn bei ihren ersten Begegnungen ist Max immer verschreckt wieder davongeflogen. Die drei kommen sich naeher und so langsam gibt Max mehr und mehr Informationen ueber sich und ihre Herkunft preis. Informationen ueber eine „Schule“, ueber „sie, die dort arbeiten und das Fliegen verbieten“, darueber dass viele anderen Kinder „eingeschlaefert wurden“ , und noch viel mehr grausige Details.
Bald wird klar, dass dieses Wissen ihrer aller Leben in Gefahr bringt, und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem Frannie, Kit und Max mit allen Mitteln versuchen, das Wissen und die Beweise zu schuetzen und die Verschwoerung zu durchschauen. Doch diese zieht sich bis in hoechste Kreise...
Patterson’s Stil
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Wie in allen seinen Buechern schreibt Patterson sehr schlicht, aber dennoch ausdrucksstark. Die Kapitel sind nie laenger als maximal 4 – 5 Seiten und das Buch ist ausserdem noch mal untergliedert in Prolog, 5 kleinere „Buecher“ und einen Epilog. Diese Strukturierung erleichtert das Lesen und sorgt vor allem dafuer, dass man nicht aufhoert, denn immer wieder sagt man sich „ach, die 5 Seiten des naechsten Kapitels les ich noch“ und so geht es immer weiter, bis das Buch alle ist.
Meine Kritik
++++++++++++
Nun aber zum wichtigen Teil: lohnt das Buch den Kauf oder nicht?
Ich muss sagen, seit dem letzten Reinfall lese ich Patterson – Buecher kritischer als vorher, daher sind mir auch hier einige Maengel aufgefallen. Zunaechts einmal: die Story ist natuerlich gewagt aber hoch interessant, ganz besonders wenn man Patterson’s Anmerkung zu Beginn des Buches gelesen hat. („Als ich mit diesem Buch begann, hatte ich keine Ahnung wie nah die Geschichte der Realitaet kommen wuerde. Mehr als 30 Aerzte und Forscher haben mir im Entwurfsstadium geholfen [..]. Ein Arzt [..] sagte: „Die meisten Menschen wuerden nicht glauben, welche Durchbrueche in naher Zukunft auf sie zukommen.“)
Wenn man dies staendig im Hinterkopf hat und auch regelmaessig die Meldungen in den Nachrichten verfolgt, dass „wieder einmal“ ein Klonversuch geglueckt ist, dann kann einem das Buch wirklich Angst machen, denn hier geht es nicht um legale harmlose Klonversuche sondern um bewusste grossflaechige Veraenderung menschlichen Erbgutes ohne Ruecksicht auf Verluste.
Dennoch weist das Buch gewissen Laengen auf. Ich muss dazusagen, ich habe es diesmal leider nicht in Englisch sondern in Deutsch gelesen und ich denke der Uebersetzer hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Gut, er hat sich sehr an Pattersons Stil gehalten, aber manchmal ist eben genau das der Fehler. Was im Englischen Original ganz normal klingt, kann eben im Deutschen nicht so wiedergegeben werden, da es haeufig in Kitsch und simples Gelaber ausartet.
Ausserdem schreibt Patterson wieder – zum Glueck nur einige Kapitel – aus der Sicht einer Frau, und nach meinem letzten Reinfall damit musste ich unweigerlich aufstoehnen, ob das jetzt wieder so ein kitschiger Schmalz wuerde. Na gut, ganz so schlimm wurde es nicht, und die Heldin ist auch keineswegs so eine Heulsuse wie aus „Wer sich umdreht oder lacht“.
Die zeitweisen Laengen des Buches haengen auch damit zusammen, dass es wieder recht viel „Vorgeplaenkel“ gibt, bevor es richtig zur Sache geht. Allerdings wird das Ganze hier und da durch einen Mord „aufgelockert“ (ein wahrer Krimi-Fan brauch eben etwas.was ihn bei der Stange haelt) und das Vorspiel dauert auch bei weitem nicht so lange wie bei dem bereits erwaehnten „Wer sich umdreht oder lacht“.
Allerdings ist der Schluss dann irgendwie gut, aber unglaubwuerdig. Da werden das ganze Buch lang die eiskalten Maenner beschrieben, die vor nichts zurueckschrecken und dann werden Kit und Frannie gegen Ende des Buches regelrecht unbeaufsichtigt in ein Kaemmerchen gesperrt aus dem sie dann auch sehr schnell entkommen. Sie wurden bereits verhoert und eigentlich haetten die Maenner sie doch laengst umbringen muessen, wenn sie ihre Gen-Projekte mit allen Mitteln schuetzen wollen. Aber irgendwie wird sehr locker mit ihnen umgegangen. Ein weiterer Punkt: das Ganze fliegt ja dann letztendlich auf und wird via Fernsehen in alle Welt ausgestrahlt, aber dieses Thema wird quasi nur angekratzt. Mich haette mal interessiert, wer genau denn nun in den Regierungskreisen darin verwickelt ist oder wie die Oeffentlicheit reagiert, aber das wird nur grob erzaehlt. Ja es laeuft dann sogar soweit, dass es im letzten Kapitel so klingt, als ob die Oeffentlichkeit nach kurzer Zeit wieder das Interesse verloren haette. Ist das nun Pattersons mangelnde Schreiblust oder ist es gar beabsichtigt um uns vorzufuehren, wie desinteressiert wir schon sind und alles hinnehmen?
Wie auch immer, so richtig befriedigt mich der Schluss nicht.
Und dann noch was prinzipielles: Wer in aller Welt nennt seine Helden „Frannie“ und „Kit“??
Ich finde, Namen sind das allererste und wichtigste was ein Autor bei einem Buch als erstes bedenken muss. Sie legen fest wie der Leser sich mit den Handelnden identifiziert und ob das Ganze glaubwuerdig wird. Aus meiner persoenlichen Sicht kann ich sagen, dass mich „Frannie“ und „Kit“ in einem Thriller nicht gerade vom Hocker hauen!
Fazit
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Nach aller Kritik dennoch ein eher positives Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall besser als mein letztes Patterson-Buch und viele andere billige Krimis. Die Story bietet genug Anhaltspunkte um die eigene Phantasie spruehen zu lassen und sich auszumalen was ohne unser Wissen schon alles in geheimen Labors passiert (das so was passiert, dessen bin ich mir sicher). Ausserdem liest sich das Buch sehr schnell und die etwa 380 Seiten habe ich in wenigen Stunden verschlungen. Als Patterson-Einstieg ist es nur bedingt zu empfehlen, da wuerde ich immer noch die Alex-Cross-Krimireihe vorschlagen (Bericht folgt), aber es bietet einen Einblick in die Vielseitigkeit des James Patterson.
Note 2 und der Hinweis, wenn moeglich lieber die englische Originalfassung zu lesen.
Das Buch ist im Bastei – Luebbe Verlag erschienen und fuer 8,45 Euro erhaeltlich. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Andreas68, 07.06.2002, 16:10 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Das ist ja eigentlich ein typischer Science Fiction-Roman, technisch-gesellschaftlich-utopisch hätte man das früher genannt.
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mima007, 30.05.2002, 14:32 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Gut beschrieben. Deine kritische Meinung deckt sich mit meiner. CU, mima
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blauersafir, 29.05.2002, 17:06 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sehr nützlicher bericht, besonders informativ...schau auch mal bei mir vorbei, gruss blauersafir
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Ein Haus im Veneto
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Als Tom Parks beschließt mit seiner Frau von England nach Italien umzusiedeln,
müssen sich die beiden mit einer ihnen völlig fremden und teilweise rätselhaften Kultur auseinandersetzen.
Von nun an bestimmt das liebenswerte Chaos Italien ihr Leben und wird es nicht unwesentlich beeinflussen.
Parks beschreibt in diesem Buch die großen Schwierigkeiten, die einen Ausländer in Italien erwarten.
Erstaunt wird der Leser feststellen, wie fremd ihm eigentlich die Italiener sind und das sich ihre Interessen und Lebensziele wesentlich von seinen eigenen unterscheiden.
Sie sind eben weitaus differenzierter, als man als sonnenhungriger Tourist nach 14 Tagen Adria oder Riviera vermuten möchte.
Alle Klischees und Vorurteile über den Italiener stimmen auf einmal so gar nicht mehr.
Parks erzählt witzig und gleichzeitig sehr präzise wie der Alltag in einer italienischen Kleinstadt abläuft.
Er gliedert das Buch in Episoden, die einerseits zum Lachen sind, andererseits aber tiefe Einblicke in die Lebensart der Italiener ermöglichen.
Ihm und seiner Frau kommt dabei zugute, das sie beide absolut vorurteilsfrei und immer offen für ihre neue, fremde Umgebung sind.
Ganz langsam werden sie ein Teil der italienischen Gesellschaft und erfahren so viele Dinge, die für den Leser ungemein interessant sind und das Verständnis für Italien und seine Lebensart vertiefen.
Einige zentrale Themen sind:
Die Staatsgewalt und wie der Italiener auf ungemein listige Weise mit ihr umgeht.
Der Stellenwert von Essen und Trinken in der Gesellschaft.
Die Familie als höchstes Gut und deren starker Zusammenhalt, der uns schon verlorengegangen ist.
Die Gesundheit, ein Thema über das jeder Italiener stundenlang diskutieren kann.
Die Kirche und Ihre extreme Verknüpfung mit der Gesellschaft und dem Staat.
Parks Episoden über diese Themen sind immer witzig beschrieben und haben dennoch den nötigen Tiefgang,
man merkt das er bereit ist, in die italienische Seele einzutauchen ohne dabei den Respekt zu verlieren.
Es gelingt ihm, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und sein Interesse mühelos aufrecht zu erhalten.
Eine kurze Episode über die ich mich heftig amüsiert habe(es betrifft nur die Schilderung, nicht den Vorgang an sich!), sei hier kurz erzählt:
Parks und seine Frau leben in einer Wohnanlage mit mehreren anderen Mietern.
Bei schönem Wetter sitzen alle im Garten, als die Nachbarin mit ihrem Wellensittich im Käfig nach draußen kommt. Sie stellt den Käfig samt Vogel auf den Rasen, holt einen Wasserschlauch und beginnt mit kräftigem Wasserstrahl den Käfig zu reinigen, während der Vogel schreiend um sein Leben kämpft. Danach bringt sie ungerührt den Käfig mit dem halb ertrunkenen Vogel wieder in die Wohnung zurück.
Parks und seine Frau sind entsetzt, die anderen italienischen Mieter haben nicht mal hingesehen,
es interessiert sie einfach nicht. ist doch nur ein „Animali“(Tier).
Tierschützer haben es in Italien auch nicht leicht.
Wer mehr über die Italiener, ihre Lebensart und ihr Land erfahren möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt!
Amüsant und locker geschrieben, wird es bis zur letzten Seite nicht langweilig.
"Ein Haus im Veneto" von Tim Parks ist erschienen bei Knaur.
Bis denne, rispetto
©Rispetto, auch gepostet bei Ciao weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Andreas68, 05.06.2002, 00:50 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Kingt nach Mut, dergleichen heutzutage zu schreiben, überhaupt von einer "Volksseele" auszugehen u. dann noch ggf. unangenehm empfundene Eigenschaften nicht zu unterdücken. Da stehen die Gutmenschen gleich Spalier ...
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So kam Hitler an die Macht (G.Pausewang)
14.05.2002, 23:53 Uhr von
Tomasso1
Hallo. bei Ciao bin ich Tomasso und schreibe jetzt auch mal ein wenig hier:)Pro:
lest die meinung:D
Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Das Buch der Schlund wurde von Gudrun Pausewang geschrieben.
Inhalt des Buches:
Das Buch spielt in den 1990ern Jahren in Deutschland. Hauptperson ist Gesa mit ihrer Familie. Die Familie besteht aus der jugendlichen Gesa selbst, einem Bruder ( der sehr normal ist), ihrer kleinen Schwester( die geistig behindert ist) und dann gibt es da noch einen weiteren Bruder. Doch dieser ist farbig, weil er als Baby von der Familie adoptiert wurde. Er kommt ursprünglich aus Äthiopien und hat doch einige Probleme wegen seiner Hautfarbe in Deutschland. Dann gibt es da noch ihren Vater, der während des Romans mehrere Berufe ausübt. Er ist gelernter Schriftsteller. Ihre Mutter besitzt eine eigene Buchhandlung. Gesas Familie ist sehr weltoffen und ich würde ihre Haltung als politisch in der Mitte bis hin zu links bezeichnen.
Aber so denken nicht alle in ihrer Familie. Einer ihrer Großväter ist sehr weit rechts und deswegen gibt es in der Familie sehr oft Streit. Ihre Großmutter hat eigentlich von Politik keine Ahnung , aber sie stimmt in den meisten Punkten immer ihrem Mann zu. Der Onkel von Gesa plus seine Familie( Tante und Cousin) denken auch eher rechts.
Dies jedoch wäre alles noch kein Problem, aber Deutschland befindet sich in einer Rezession ( Abschwung der Wirtschaft, für alle die den Begriff nicht kennen). Den Familien geht es immer schlechter, doch man macht sich noch keine großen Sorgen.
Mit der Zeit wird dies jedoch immer schlimmer. Die Familie muß ihren Zweitwagen verkaufen und 1 Zimmer vermieten, um genug Geld zu haben. Die Lage in Deutschland sieht so aus, dass sehr viele Flüchtlinge an der Grenze zu Deutschland stehen und Asyl gewähren, gleichzeitig steigen die Arbeitslosenzahlen in der BRD immer weiter( sie befinden sich bei 7 Millionen).
Gesas Familie besucht an Weihnachten immer die Großeltern und dort wird immer über Politik diskutiert, Der Großvater vertritt seine rechte Meinung sehr offen und hat auch was gegen seinen farbigen Enkel und seine behinderte Enkeltochter.
Es kommt langsam zum Bruch mit der Familie, weil Gesa und ihre Familie denken, dass ihr Großvater zu radikal denkt. Aber mit seinen Ansichten steht er nicht alleine da. Die Bevölkerung denkt immer radikaler und so ist es nicht verwunderlich ,dass bei der Bundestagswahl die Republikaner in den Bundestag einziehen.
Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an das Bild, aber es wird eine Partei gegründet, die noch radikaler als die Republikaner sind: Die Deutsche Front( DF). Deren Anführer ist Mark Schlott. Dieser heizt die Stimmung mit populistischen Forderungen die Stimmung in Deutschland . So werden auch 2 Landtagswahlen gewonnen.
In Deutschland sind mittlerweile 2 Lager. Die Schlott Gegner und seine Anhänger. Seine Anhänger halten auch Aufmärsche ab und gehen so auf Stimmenfang. Alles erinnert an die Zeit bei Hitler. Es entsteht eine regelrechte Wahlschlacht. Die etablierten Parteien kämpfen gegen die DF und die Republikanern.
Doch die DF und die Republikanern gewinnen die nächste Bundestagswahl. Sie haben die rechte Stimmung in der Bevölkerung ausgenutzt und sind so auch noch legal an die Macht gekommen.
Gesas Vater, ein absoluter Schlott Gegner ( der auch Anti Schlott Artikel in mehreren Zeitungen veröffentlicht hat) bekommt immer mehr Probleme in Deutschland.
Schlott hatte vor der Wahl Heime für Drogensüchtige, Schwule, Aids-Kranke gefordert und beginnt nun diese zu bauen. Auch werden die Strafen für Kriminelle drastisch erhöht.
Die Bevölkerung findet dies auch größtenteils ok. Aber Gesas Familie geht es immer schlechter. Sie sind von der Schlott Politik und der rechten Stimmung in Deutschland besonders betroffen( als eher Linke, mit einem farbigen Sohn, einer behinderten Tochter).
Um sein Versprechung einzulösen, dass er( also Schlott) die Arbeitslosenzahlen senkt, beginnt er einen Grenzwall um Deutschland zu bauen, damit keiner mehr hereinkommt, der nicht hereinkommen soll. Auch werden die oben genannten Gruppen( Junkies usw.) von der Strafe in die Lager verlegt.
In Deutschland entsteht eine Diktatur und das auf fast legalem Weg.
Mehr möchte ich jetzt nicht über den Inhalt des Buches verraten. Wer es noch nicht kennt und es sich kaufen will muß ja nicht alles wissen.
Das Buch ist sehr schockierend und auch sehr erschreckend geschrieben. Beim lesen wird einem nicht langweilig und man fragt sich immer ob so etwas wirklich sein kann. Auch findet man in dem Buch sehr viele Parallelen zu Hitler.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es so etwas nie wieder in Deutschland passieren wird.
Auf der Rückseite steht: Das Buch soll helfen zu verhindern ,was es beschreibt.
Ich muß sagen, dass dies sehr zutreffend ist.
Jeder sollte dieses Buch mal gelesen haben. Auch, wenn man schon etwas älter ist. Es kostet rund 6 Euro und die ISBN Nummer ist 3-473-58019-8 .
Das Buch ist für alle ab 14 sehr empfehlenswert!
Also kauft es euch, lest es und denkt drüber nach. Es lohnt sich!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-12 20:35:55 mit dem Titel Schrecklich gut
Heute möchte ich mal über ein Buch schreiben, dass mir sehr gut gefallen hat. Es handelt sich um das Buch „ Es wird mir fehlen, das Leben“ von Ruth Picardie.
Der Titel hört sich schon mal recht „seltsam“ an, aber wenn man erfährt um was es in dem Buch geht, dann kann man den Titel sehr gut nachvollziehen. Das Buch ist eine Biographie der Autorin, welche im Alter von Anfang 30 an Brustkrebs erkrankt ist und nun ihr Leben mit der Krankheit schildert.
Doch wer ist diese Person eigentlich. Hm, man muß schreiben, wer war diese Person eigentlich?! Denn die Autorin ist 11 Monate nachdem die Krankheit bei ihr entdeckt worden ist gestorben. Dies gibt einem ein ganz anderes Gefühl, wenn man das Buch liest.
Das schwarze weiße Cover hat mich schon sehr neugierig gemacht und ich habe mir das Buch schließlich in einer Bücherei ausgeliehen. Auf dem Cover sieht man eine junge Frau, die sehr fröhlich in die Kamera lächelt. Es ist nicht schwer zu erraten, dass es sich um die Hauptperson des Buches handelt( ich denke aber, dass sie da noch gesund war).
Kommen wir aber nun zum Buch. Das Buch beginnt mit dem Vorwort des Witwers, der seine Frau dem Leser näher beschreibt. Danach beginnt das eigentliche Buch. Das Buch hat aber einen ungewöhnlichen Schreibstil. Es gibt keine Kapitel sondern das Buch besteht nur aus E-Mails der Autorin an Freunde und deren Antworten. Des weiteren findet man im Buch noch die ersten 5 Teile der Observer Kolumne, die von Ruth Picardie verfasst wurde und in der sie ihre Krankheit und ihr Leben damit beschrieben hat. Hinter den Teilen der Kolumnen findet der Leser noch eine Auswahl von Leserbriefen, welche die Autorin erhalten hat.
Dies ist so der Aufbau des Buches. Zwar nicht so 0815 mäßig aber nicht so besonders. Das Besondere an dem Buch ist der Schreibstil der Autorin.
Sie berichtet in ihren Artikel für den Observer sehr offen über ihre Krankheit und wie sie sich fühlt. Sie ist dabei aber nicht sehr sachlich sondern schreibt wirklich was sie denkt und ist dabei sehr ironisch.
Gleiches gilt für die E-Mails an ihre Freunde. Diese sind sehr offen und man merkt richtig wie die Autorin offen über die Krankheit mit ihren Freunden ( eine Freundin in Vietnam, eine Freundin in London und ein Aidskranker) redet.
Es muß noch erwähnt werden, dass die Autorin verheiratet ist( war ja klar, wenn ihr oben gelesen hat) und noch Zwillinge hat( 1 Jahr alt). Diese spielen eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Ruth Picardie beschäftigt sich sehr oft mit der Frage, wie sie wohl aufwachsen werden und ob sie Erinnerungen an ihre Mutter haben werden.
Vor allem der letzte Teil des Buches( der noch von ihr stammt) hat mich sehr bewegt. Ich denke da an die Briefe an ihre Kinder, die diese lesen sollten, wenn sie in der Lage dazu wären. Da sind mir echt fast die Tränen gekommen.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Der Sarkasmus und die Ironie mit der die Autorin ihr Leben mit dem Krebs beschreibt ist einfach nur hervorragend. Sie ist immer sehr offen und sehr ehrlich. Das ist in den Mails an ihre Freunde ja klar, aber auch in ihrer Kolumne im Observer behält sie ihren Schreibstil bei. In dem Buch gibt es zwar kaum „schöne“ Momente, dennoch gefällt es mir sehr gut.
Die Autorin versucht auf eine gewisse Art und Weise den Frauen die an Krebs erkrankt sind Mut zu machen( dies geschieht auch durch die Leserbriefe).
Mir gefällt die ungeschminkte und auch ehrliche Art der Autorin sehr gut und ich denke man sollte das Buch mal gelesen haben, damit man auch man weiß , wie sich Menschen fühlen die nicht so viel Glück hatten wie man selbst und an Krebs erkrankt sind.
Auf den letzten 27 Seiten des Buches schildert ihr Mann Matt noch, wie er die ganze Sache empfunden hat. Ein sehr gelungener Abschluß des Buches wie ich finde.
Erschienen ist es im Wunderlich Verlag und dürfte so um die 15 Euro kosten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-14 21:53:54 mit dem Titel So kam Hitler an die Macht!
Das Buch der Schlund wurde von Gudrun Pausewang geschrieben.
Inhalt des Buches:
Das Buch spielt in den 1990ern Jahren in Deutschland. Hauptperson ist Gesa mit ihrer Familie. Die Familie besteht aus der jugendlichen Gesa selbst, einem Bruder ( der sehr normal ist), ihrer kleinen Schwester( die geistig behindert ist) und dann gibt es da noch einen weiteren Bruder. Doch dieser ist farbig, weil er als Baby von der Familie adoptiert wurde. Er kommt ursprünglich aus Äthiopien und hat doch einige Probleme wegen seiner Hautfarbe in Deutschland. Dann gibt es da noch ihren Vater, der während des Romans mehrere Berufe ausübt. Er ist gelernter Schriftsteller. Ihre Mutter besitzt eine eigene Buchhandlung. Gesas Familie ist sehr weltoffen und ich würde ihre Haltung als politisch in der Mitte bis hin zu links bezeichnen.
Aber so denken nicht alle in ihrer Familie. Einer ihrer Großväter ist sehr weit rechts und deswegen gibt es in der Familie sehr oft Streit. Ihre Großmutter hat eigentlich von Politik keine Ahnung , aber sie stimmt in den meisten Punkten immer ihrem Mann zu. Der Onkel von Gesa plus seine Familie( Tante und Cousin) denken auch eher rechts.
Dies jedoch wäre alles noch kein Problem, aber Deutschland befindet sich in einer Rezession ( Abschwung der Wirtschaft, für alle die den Begriff nicht kennen). Den Familien geht es immer schlechter, doch man macht sich noch keine großen Sorgen.
Mit der Zeit wird dies jedoch immer schlimmer. Die Familie muß ihren Zweitwagen verkaufen und 1 Zimmer vermieten, um genug Geld zu haben. Die Lage in Deutschland sieht so aus, dass sehr viele Flüchtlinge an der Grenze zu Deutschland stehen und Asyl gewähren, gleichzeitig steigen die Arbeitslosenzahlen in der BRD immer weiter( sie befinden sich bei 7 Millionen).
Gesas Familie besucht an Weihnachten immer die Großeltern und dort wird immer über Politik diskutiert, Der Großvater vertritt seine rechte Meinung sehr offen und hat auch was gegen seinen farbigen Enkel und seine behinderte Enkeltochter.
Es kommt langsam zum Bruch mit der Familie, weil Gesa und ihre Familie denken, dass ihr Großvater zu radikal denkt. Aber mit seinen Ansichten steht er nicht alleine da. Die Bevölkerung denkt immer radikaler und so ist es nicht verwunderlich ,dass bei der Bundestagswahl die Republikaner in den Bundestag einziehen.
Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an das Bild, aber es wird eine Partei gegründet, die noch radikaler als die Republikaner sind: Die Deutsche Front( DF). Deren Anführer ist Mark Schlott. Dieser heizt die Stimmung mit populistischen Forderungen die Stimmung in Deutschland . So werden auch 2 Landtagswahlen gewonnen.
In Deutschland sind mittlerweile 2 Lager. Die Schlott Gegner und seine Anhänger. Seine Anhänger halten auch Aufmärsche ab und gehen so auf Stimmenfang. Alles erinnert an die Zeit bei Hitler. Es entsteht eine regelrechte Wahlschlacht. Die etablierten Parteien kämpfen gegen die DF und die Republikanern.
Doch die DF und die Republikanern gewinnen die nächste Bundestagswahl. Sie haben die rechte Stimmung in der Bevölkerung ausgenutzt und sind so auch noch legal an die Macht gekommen.
Gesas Vater, ein absoluter Schlott Gegner ( der auch Anti Schlott Artikel in mehreren Zeitungen veröffentlicht hat) bekommt immer mehr Probleme in Deutschland.
Schlott hatte vor der Wahl Heime für Drogensüchtige, Schwule, Aids-Kranke gefordert und beginnt nun diese zu bauen. Auch werden die Strafen für Kriminelle drastisch erhöht.
Die Bevölkerung findet dies auch größtenteils ok. Aber Gesas Familie geht es immer schlechter. Sie sind von der Schlott Politik und der rechten Stimmung in Deutschland besonders betroffen( als eher Linke, mit einem farbigen Sohn, einer behinderten Tochter).
Um sein Versprechung einzulösen, dass er( also Schlott) die Arbeitslosenzahlen senkt, beginnt er einen Grenzwall um Deutschland zu bauen, damit keiner mehr hereinkommt, der nicht hereinkommen soll. Auch werden die oben genannten Gruppen( Junkies usw.) von der Strafe in die Lager verlegt.
In Deutschland entsteht eine Diktatur und das auf fast legalem Weg.
Mehr möchte ich jetzt nicht über den Inhalt des Buches verraten. Wer es noch nicht kennt und es sich kaufen will muß ja nicht alles wissen.
Das Buch ist sehr schockierend und auch sehr erschreckend geschrieben. Beim lesen wird einem nicht langweilig und man fragt sich immer ob so etwas wirklich sein kann. Auch findet man in dem Buch sehr viele Parallelen zu Hitler.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es so etwas nie wieder in Deutschland passieren wird.
Auf der Rückseite steht: Das Buch soll helfen zu verhindern ,was es beschreibt.
Ich muß sagen, dass dies sehr zutreffend ist.
Jeder sollte dieses Buch mal gelesen haben. Auch, wenn man schon etwas älter ist. Es kostet um die 5.50 Euro und die ISBN Nummer ist 3-473-58019-8 .
Das Buch ist für alle ab 14 sehr empfehlenswert!
Also kauft es euch, lest es und denkt drüber nach. Es lohnt sich! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Patrick Süskind: Das Parfum
11.05.2002, 21:48 Uhr von
Edding
Hi, hier seid ihr in meiner Visitenkarte angelangt. Ja, lest meine Berichte und bewertet sie, wen...Pro:
Spannung
Kontra:
Langwierig
Empfehlung:
Nein
Hallo Yopianer. Ich möchte heute über den Roman Das Parfum von Patrick Süskind berichten.
Ich denke, viele von euch werden das Buch schon gelesen haben oder zumindest schon davon gehört haben. Gleich vorraus: Ich schreibe nicht über den Autor, nur über das Buch.
Inhalt
Es geht in dem Buch um einen von Düften besessenen Menschen, der sogar mordet um die Düfte zu gewinnen. Als Jean Baptiste Grenouille am 17.Juli 1738 in Paris unter einer Fischbude geboren wird, wollte ihn seine Mutter, welche schon 2 Totgeburten und 2 Halbtotgeburten hatte, ebenfalls einfach liegen und sterben lassen. Das Kind lag zwischen Fischköpfen und weggeschmissenen Fischen. Doch plötzlich fängt das Kind an zu schreien. Es wird entdeckt und die Mutter erwartet die Todesstrafe, weil sie 4 Kinder tötete und dieses Kind ebenfalls hätte sterben lassen. So beginnt die Geschichte.
Jean Baptiste Grenouille wird von mehreren Menschen aufgenommen. Keiner wollte ihn haben, weil er nicht riechte, wie andere Babys, weil er sich anders verhielt als "normale" Kinder, weil alle dachten, er sei vom Teufel bessesen oder er sei der Teufel. Grenouille war anders. Er übersteht in seinem Leben Krankheiten wie den Milzbrand, was damals eigentlich zum sicheren Tode führte...
Grenouille landete als Baby unter anderem bei Madame Gaillard, die sich Geld ansgespart hatte um alleine zu sterben und nicht mit anderen Menschen in einem Bett im Hôtel Dieu, wo auch ihr Mann starb. Aber sie muss dort auch sterben. Das Grenouille den Milzbrand und andere Krankheiten übersteht und Madame Gaillard stirbt passiert alles erst später. Am Anfang wird beschrieben, bei wem Grenouille überall aufgenommen wurde und wie er scheinbar durch Wände schauen kann, obwohl er nur alles durch die Wände roch.
Als Grenouille größer wurde musste er irgendwann arbeiten. Grenouille lernte erst viel später zu sprechen als andere Kinder, er sagte auch viel weniger, wenn er überhaupt mal etwas sagte. Als er eines Tages Holz holen sollte, setzte er sich auf den Hozlstapel und entdeckte den Geruch des Holzes. Grenouille konnte die Wörter, zu denen es einen Geruch gibt viel leichter lernen zum Sprechen, als Wörter, zu denen es keine Düfte gibt. Diese Wörter konnte er kaum oder gar nicht sprechen, darunter sind zum Beispiel Adjektive. Holz zum Beispiel konnte er ja riechen und so erlernte er auch das Wort. Grenouille entdeckte immer mehr Gerüche und ordnete sie in sein Archiv der Gerüche ein. Er sah die Welt nicht mit Augen, wie "normale" Menschen es tun, sondern er roch die Welt. Er konnte zwar sehen, aber er nutzte viel mehr seine Nase um sich zu orientieren. So findet er Wege und Gassen in der Stadt oder er riecht sich durch die Straßen. Irgendwann wird Grenouille an einen Gerber verkauft und dort muss er Tierfell transportieren. Dieses Fell war damlas mit einem Mittel überzogen, welches hochgiftig war und so gab es kaum Kinder, die lange dort arbeiten konnten. Nur Grenouille machte es nichts aus, er arbeitete immer weiter. Eines Tages musste er ein Fell zu einem Parfumladen tragen. Dort war sozusagen ein Paradies für Grenouille. Es kommt dazu, dass er in dieser Parfumerie arbeiten darf und Parfums mischt, die Baldini (so heißt der Besitzer des Ladens) wieder zum Erfolg helfen. Grenouille hatte davor auch schon einen Mord begangen. Aber darüber berichte ich nicht, weil sonst das Buch nicht mehr spannend bleibt. Der Mord ist zwar von Patrick Süskind so geschrieben, als ob es was selbstverständliches wäre, aber trotzdem schreibe ich nicht darüber.
Grenouille wird irgendwann "süchtig" nach Düften und er muss sie alle besitzen und so mordet er um die Gerüche einzelner Frauen zu bekommen...
Weiter schreibe ich nicht über den inhalt, sonst muss man sich das Buch ja nicht mehr kaufen :)
Kritik
Ja, ich hätte hier ein wenig Kritik auszusetzen an diesem Buch. Einzelne Stellen werden oft durch eine ganze Seite oder mehr beschrieben, d.h. sehr langwierige Stellen für nur eine Entdeckung eines Geruches, zum Beispiel. Die Wortwahl von Patrick Süskind wurde recht gut getroffen, obwohl manche Teile auch eine andere "gebraucht" hätten... Was mich größtenteils an dem Buch stört ist, dass es wirklich langwierig geschrieben wurde, wie schon gesagt.
Aber insgesamt ist der Roman gelungen und ich kann ihn wirklich empfehlen. Nicht jedermanns Sache, aber ich denke man sollte manche Bücher schon mal gelesen haben um darüber zu urteilen.
Das Buch gibt es auch als Taschenbuch. Auf dem Cover ist eine tote Frau abgebildet, das zeigt also schon einen Teil der Geschichte.
Man muss sich das Buch ja nicht kaufen, man kann ja erst mal in die Bibliothek gehen und es sich ausleihen oder dort schon anfangen zu lesen. Aber wenn man anfängt zu lesen kann es sein, dass man am liebsten gleich wieder aufhören will, weil der Anfang eigentlich recht langweilig ist. Ich würde auch den Anfang als langwierigsten Teil bezeichnen, da dort noch alles beschrieben wird, was normla ist, aber halt sehr lange und genau beschrieben wird, fast zu genau.
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig behilflich sein, wenn ihr ein Buch gescuht habt.
Danke fürs Lesen und Bewerten.
Ciao!
©Edding weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Mesalina, 24.05.2002, 22:28 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ICh glaube, ich habe dieses Buch schon 5 oder 6 mal gelesen. Es ist einfach zu gut... Ach ja: Es heißt "roch" und nicht "riechte" *kleineanmerkunggeb* ;) CU Mesalina
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tweety3, 23.05.2002, 10:03 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ich habe diesen Roman erst kürzlich gelesen, nicht zuletzt deshalb, weil er mir von vielen als lesenswert vorgeschlagen wurde. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass dieses Buch langweilig ist. Süskind hat eben eine andere Art zu schreiben un
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anonym, 11.05.2002, 22:10 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
das buch ist wirklich super ! ...einen schönen Samstag noch [cu Fredyy]
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