Pro:
Hoffnungsvolle Story, Wunderschöne Bilder einer unberührten Natur, die Musik
Kontra:
Ellenlang, zieht sich mit 170 Minuten teilweise wie Kaugummi
Empfehlung:
Ja
Postman – “Delivered a message of hope, making us a unified nation”
Genau das steht auf dem Denkmalsockel, auf dem ein reitender Postbote einen Brief von einem kleinen Jungen entgegennimmt.
Hoffnung geht manchmal als allererstes verloren. Und dann bedarf es einer Persönlichkeit die sich erst dann herausbildet, wenn die Erfordernisse es dringend machen.
Wenn wir uns heute so umschauen, dann ist, anders als in der Zeit des „kalten Krieges“ die Warscheinlichkeit noch viel höher, dass die Menschheit der Geißel eines (vielleicht sogar nicht richtig gesteuertem) Nuklearen Chaos wird. Ob jetzt durch Al-Kaida und der vornehmlich vorhandenen schmutzigen Bomben oder anderen Gruppierungen, die so etwas im Schilde führen. So ist es auch in diesem Film von Kevin Costner.
Ich habe es nicht bereut diesen Film am 10.9.2004 um 20:15 in Vox gesehen zu haben.
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Die Geschichte:
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Es ist das Jahr 2013, und die Menschheit hat gerade ein (wie auch immer geartetes) nukleares Ende hinter sich. Es gibt überlebende, die aber aufgrund des totalen Kolapses nicht untereinander Kommunizieren können, da eine jede Versorgung zusammengebrochen ist. Strahlung lauert überall, eine Regierung gibt es nicht mehr. Aus den Großstädten wie New York oder Los Angeles gibt es nebulöse Meldungen über alle Art von Seuchen, die aber keine tatsächlich Grundlage haben können, weil –von wem stammt den die Nachricht, he?? Es herrscht Anarchie. Die leben Menschen eingeschlossen in „Forts“.
Dieses hat einen wichtigen Grund: die „Hornisten“, angeführt durch „General“ Bethlehem, eigentlich nichts anderes als eine Bande die plündernd, raubend und mordend durch die Lande zieht, kommt von Zeit zu Zeit in jedes Dorf und lässt sich, wie ein Fürst, Zoll bezahlen. Zoll dafür, die Leute weiterhin in Ruhe zu lassen.
Gordon Krantz, ein (in der Zeit vor der Katastrophe) ehemaliger Schauspieler zieht als Einzelgänger durch die Lande und verdient sich sein Brot mit dem Rezitieren von Shakespeare. Eines Tages stolpert er ungewollt genau in die Bande „der Klan“ von General Bethlehem. Diese Bande hat einen einfachen Lebenskodex, bestehend aus 8 Gesetzen. Auch ist die „8“ das Zeichen dieser Bande, und somit wird jedes Mitglied mit dieser Zahl am Arm eingebrannt gezeichnet. So auch geschieht es mit Gordon, von Bethlehem wegen seiner Shakespeare-Aufführungen auch „Shakespeare“ genannt. Ihm wird auch die „8“ eingebrannt. Das achte Gesetz heißt: die einzige Strafe ist der Tod!
Aber Gordon will weg, nichts als weg! Er probiert zwei andere Neulinge für ein Flucht zu begeistern, aber sein Vorschlag wird nur abgelehnt. So ist es für ihn eine Fügung des Schicksals, als einer der Hornisten die länger dabei sind, einen Löwen anschießt und selbst verletzt wird. „Shakespeare“ wird abkommandiert ihn zu holen. Er tut das auch. Aber beim Überqueren einer Hängebrücke stürtzt er in einen reißenden Fluß. Das ist seine Chance zu fliehen und trotzdem andern ihn verfolgen sollen, gelingt ihm die Flucht auch.
Toll! Jetzt ist er allein, auf der Flucht, er friert weil es schneit und hat keinen Unterstand. Da kommt es wie gerufen, dass da ein alter Jeep in den Graben gefahren mitten im Wald steht. Er kann hineinkrabbeln und sieht dort eine Leiche. Da ihm kalt ist, zieht er die Klamotten von der Leiche an. Wie er dann an der Mütze sieht, war der Tote ein Postbote. Aber da es keine Regierung mehr gibt, gibt es keine Postboten mehr. Allerdings findet Gordon auch einen Postsack voller alter Briefe, die dieser Postbote wohl verteilen wollte, bevor er starb. Erst wärmt er sich indem er ein Paar davon verbrennt, aber wärend er so dasitzt liest er ein Paar und das stimmt ihn nachdenklich. Er behält die restlichen und tut sie wieder zurück in den Postsack. Und zieht die komplette Uniform an.
Postman ist geboren.
Er läuft in das nächstgelegene Dorf, Pineville -für welches er Briefe fand- und wird, nach anfänglichem Argwohn, doch hineingelassen, da er einen Brief fand für eine alte blinde Frau. Da er auch andere Briefe für noch lebende oder schon tote Bewohner des Dorfes verteilen kann, wird ihm der Schwindel auch abgekauft. Der Sheriff ist ihm aber nicht sonderlich gutgesonnen, er kauft ihm das doch nicht so ab. Eigentlich will Gordon nur etwas zu essen und gehen. Aber erstens: kommt es anders und zweitens: als Du denkst.
Als erstes möchte eine bildhübsche Frau aus dem Dorf, Abbey ein Kind von ihm haben da ihr Ehemann anscheinend unfruchtbar sein soll. Was als reine kalte Sache ablaufen soll (Abbey sagt ihm: Sie sind nur der Ersatzvater) erzeugt aber in ihm Gefühle, die von Abbey –natürlich!, wo denkst Du denn hi?- nicht erwidert werden, da sie ja verheiratet ist.
Es gibt ein altes Postoffice im Dorf und somit zeigt ihm der Sheriff dieses. Postman hisst die Amerikanische Flagge. Und John, der sich nach einem Schild eines ehemaligen Autohändlers selbst den Namen Ford Lincoln Mercury gegeben hat, weil er gerne Auto fahren möchte fragt ihn, ob er denn auch Postman werden kann. Postman lässt ihm den Schwur aufsagen und schon waren es zwei.
Nach ein bisschen mehr als einem Tag geht Postman. Ford bleibt als sein Statthalter in Pineville.
Er geht in andere Dörfer und überall wird er mit offenen Armen empfangen. Die Leute sehnen sich nach irgendetwas organisiertem, ein System das funktioniert. Und die Post repräsentiert dieses vortrefflich.
Als er dann nach Pineville zurückkommt, und sogar einen Brief für den Sheriff von seiner Schwester hat, wird er auch dort mit offenen Armen empfangen. Ford hat in der Zwischenzeit eine komplette Organisation aufgebaut, mit jungen Postmans, die verschiedene Routen reiten, einer kompletten Verteilungsanlage innerhalb des Dorfes.
Bethlehem findet die ganze Chause nicht so sonderlich toll, da eine bestehende Organisation seinem organisierten Chaos entgegen läuft. Somit beginnt er die Postboten abzuschlachten.
Danach zieht sich der Kampf hin und zurück zwar ein wenig wie Kaugummi, aber der ganze Film hat wunderschöne Bilder.
Das Ende kommt wie es kommen muss: Einer gegen Einen. Der Kampf um alles oder nichts. Postman gewinnt! Und die Welt kann wieder auferstehen.
Alles in allem ist die Geschichte ein wenig schmalztriefend, aber trotzdem bekommt sie:
Bewertung:
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4 Sterne von 5 = 80 %
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Die Darsteller:
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Gerade der General Bethlehem wird vortrefflich gespielt. Man hasst diesen Menschen so intensiv, dass man sich am Ende richtig freut, dass er endlich stirbt. Leider hat der Endszene der Schock-Moment wie die Badewanne in „Basic Instinct“ gefehlt.
Postman wird sehr nachdenklich durch Kevin Costner gespielt. Es muss an seiner Person liegen, dass man immer in seinem Kopf sich die Räder drehen sieht. Wie in „der mit dem Wolf tanzt“ entsteht diese Rolle wie aus dem Nichts. Sehr gut gespielt.
Olivia Williams ist eine schöne Frau, aber die Figur der Abbey ist sehr schwach.
Daniel von Bargen spielt den Sheriff sehr gut. Argwönisch, die Leute des Dorfes schützend. Obwohl man nicht so gut versteht, ob er doch vielleicht mit Bethlehem unter einer Decke steckt. Am Ende sagt man: kann ja nicht sein! Weil Bethlehem in erschießen lässt.
Cool habe ich Tom Petty als Bridge City Mayor gefunden. Nett.
Larenz Tate als Ford ist hervorragend. Nicht nur der Schauspieler ist gut, die Rolle ist vortrefflich gelungen. Eigentlich ist nämlich ER derjenige, der die ganze Organisation aufgebaut hat. Postman Gordon hat eigentlich nur die Lorbeeren eingesammelt. Warum? Weil Ford ein Schwarzer ist???? Fragen über Fragen.
Deswegen:
Bewertung:
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5 Sterne von 5 = 100 %
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Das Bild:
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Dieser Film wurde wohl in der total unberührtesten amerikanischen Natur gedreht, die ich je gesehen habe!
Wunderschöne Prärieabschnitte, Tolle Canyons, wunderschöne Wälder!
Etwas was fast an einen Naturpark-Bericht erinnert. Für jemanden, der in Zentral-Europa lebt, ein richtiger Augenschmaus!!!
Auch für mich, der ich in Argentinien aufgewachsen bin, und glücklicherweise sehr viel von diesem Land kenne: WUNDERSCHÖN !
Könnte ich hier 6 Sterne vergeben, würde ich es tun. Aber da ich dann meinen eigenen Regeln zuwider handeln würde,
Bewertung:
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5 Sterne von 5 = 101 % (hehehehe)
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Die Musik/der Sound:
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Als Musiker achtet man natürlich extrem auch darauf.
Auch wenn ich den Film im Fernsehen gesehen habe, mit Zuschaltung von „Circle-Surround“ 6-Kanal-Surround Erzeugung wurden die Effekte tatsächlich richtig von der Sprache getrennt. Spricht für eine sehr gute Kodierung. Die Effekte kommen von allen Seiten und gerade bei den bombastischen Szenen kommt dieses hervorragend zur Geltung.
Die Musik ist den Szenen sehr gut angepasst, und unterstützt die Aussage in allen Fällen.
Bewertung:
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5 Sterne von 5 = 100 %
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Das Drehbuch selbst:
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JA, es ist richtig, es hat schon jede Menge Endzeitstimmungsfilme gegeben. Auch Waterworld von Kevin Costner. Waterworld hat mir nichts gesagt. Postman ja. Es ist näher an einer –hoffentlich nicht so schnell kommenden- Realität. Es ist alles viel warscheinlicher.
Und der Film verbreitet sehr viel Hoffnung. Schon mitten im Film sagte ich mir: siehst Du, die Feder kann doch das Schwert zu besiegen versuchen!
Und die Feder besiegt das Schwert! Weil andere Aussage ist es nicht. Es ist das geschriebene Wort. Und Diejenigen, die versuchen, das geschriebene Wort an deren Empfänger zu bringen.
Am Anfang läuft der Film recht flüssig, nur so ab der 90’en Minute (im Fernsehen) wird’s Kaugummi. Hat mich irgendwie an „Heavens Gate“ mit Kris Kristofferson erinnert. Auch so ein ellenlanger Schinken.
Das Ende ist auf einmal da, obwohl mans doch gar nicht gemerkt hat. Da sind’s dann schon 30 Jahre später.
Bewertung:
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4 Sterne von 5 = 80 %
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Fazit:
₪₪₪₪₪
Mag sein, dass der Film teilweise recht gefühlsduselig dirigiert wurde. Aber der Grundstoff bringt zum Nachdenken.
Ich bin in diesen Film per Zapping hineingestolpert. Ich bereue es auf keinen Fall, von 20:15 bis 23:45 an einem einzigen Film gehangen zu haben.
Ich werde diesen Film mit Sicherheit nocheinmal sehen. Ob im Fernsehen oder durch den Kauf einer günstigen DVD bei Media Markt oder Saturn. Schon alleine die Bilder haben mich total fasziniert.
Ja, der Film ist eindeutig empfehlenswert.
Bewertung:
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5 Sterne von 5 = 100 %
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Daten:
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Hauptdarsteller/in:
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Brian Anthony Wilson ………. (Woody)
Charles Esten ………………….. (Michael)
Daniel von Bargen …………… (Sheriff Briscoe)
Giovanni Ribisi ………………… (Bandit 20)
James Russo …………………… (Idaho)
Joe Santos ……………………… (Getty)
Kevin Costner …………………. (Postman)
Larenz Tate ……………………. (Ford Lincoln Mercury)
Olivia Williams ………………… (Abbey)
Peggy Lipton ………………….. (Ellen March)
Rex Linn ………………………… (Mercer)
Roberta Maxwell …………….. (Irene March)
Ronald McLarty ………………. (Old George)
Ryan Hurst …………………….. (Eddie)
Scott Bairstow ………………… (Luke)
Shawn Hatosy ………………… (Billy)
Todd Allen ……………………… (Gibbs)
Tom Petty ………………………. (Bridge City Mayor)
Will Patton ……………………… (Bethlehem)
FSK: 12
Regisseur: Kevin Costner Erscheinungsjahr: 1997
Länge: ca 170 Min.
Genre: Sci-Fi & Fantasy
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© billyjoel49 - 1747 Wörter
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ich stelle Berichte auch unter billjoel49 in ciao ein
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