Amazon Marketplace Testbericht

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Der Amazon Marketplace ist ein Marktplatz für Neu- und Gebrauchtware. Hier können private und gewerbliche Verkäufer ihre Produkte anbieten. Die Zahlung erfolgt über Amazon, der Versand direkt durch den Verkäufer.

Shop-Informationen

Erfahrungsbericht von Mary01hn

Kaufen und Verkaufen bei amazon.de

Pro:

billig, übersichtlich, hilfreich

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

Also vorneweg: Ich finde amazon.de einfach klasse, bin voll davon überzeugt. Ich lese viel, aber seit ich das erste Mal auf dieser Internet-Seite war, hat mich kein Buchgeschäft mehr von innen gesehen. Das stöbern macht mindestens genauso Spass wie in einer Buchhandlung, wenn nicht noch mehr, da letztere meistens total unübersichtlich ausgestattet ist. Bei amazon.de reicht die Eingabe eines Suchbegriffs und hat, was man will. Dazu sind die Bücherlieferungen kostenlos, man spart sich sogar die Fahrt in die Stadt. Und einen derart großzügigen Preisvergleich zwischen den einzelnen Verlagen kann sich keine Buchhandlung leisten.

Was mich aber veranlasst hat, diese Meinung zu schreiben, war ein besonderer Service, der wirklich honoriert gehört. In einer Buchhandlung kommt es öfters vor, dass das Gewünschte gar nicht vorrätig ist, und wenn man die entsprechende ISBN-Nummer dann nicht weiß, hat man meist ganz schlechte Karten. Also kann man sich vorstellen, wie das vor sich gehen würde, wenn man nicht einmal den Titel richtig kennt. Im Geiste hörte ich schon die Antwort der lahmarschigen, unmotivierten Verkäuferin, nachdem sie sich evtl. die Mühe gemacht hätte, 5 Minuten nach dem Gefragten zu suchen: \"Da kann ich ihnen auch nicht weiterhelfen...!\"

Anders bei amazon.de! Nachdem ich in einem anderen Buch über einen alten Film gelesen hatte, der einer Romanvorlage entstammt, suchte ich vergeblich im net nach diesem Roman. War mir im Nachhinein auch klar, wieso, der Filmtitel stimmte nämlich nicht mit dem Buchtitel überein. Das wusste ich zum Zeitpunkt meiner Anfrage bei amazon.de aber noch nicht. Ein kurzes Mail über den zshop von amazon und man glaubt es kaum, am nächsten Tag war die Antwort schon da.

Und diese Person, die mir da geholfen hatte, hatte es sich wirklich nicht einfach gemacht. Ihm hatte ich nämlich dummerweise nicht geschrieben, dass dieser Titel, den ich suchte, ein Filmtitel war. Er ist von selbst drauf gekommen. Und nachdem er sämtliche Bücher des Autors (den ich zum Glück gewusst hatte) anhand der Umschlagbeschreibung mit der Beschreibung des Films verglichen hatte, konnte er mir dann auch tatsächlich sagen, wie mein gesuchtes Buch heißt, und wo ich es finde.

Für diesen Service möchte ich mich auf diesem Wege mal ganz herzlich bedanken. Auch wenn manche immer noch denken, das Internet sei unpersönlich. Mir war diese schnelle effiziente Hilfe lieber, als ein mir persönlich mitgeteiltes \"Tut mir leid\".

Seit einigen Wochen bin ich nun auch Verkäufer bei amazon.de. Ich trenne mich zwar eigentlich nur ungern von Büchern, aber manche habe ich jetzt wirklich seit Jahren nicht mehr gelesen und werde dies auch nicht mehr tun. Über ebay zu verkaufen ist mir inzwischen zu teuer und deshalb probierte ich einfach das Verkaufen über amazon.de aus.

Ursprünglich dachte ich, man könne nur die Bücher verkaufen, die man auch bei amazon bestellt hat, aber dem ist nicht so. Die Anmeldung als Verkäufer ist kinderleicht, vor allem, wenn man schon als Käufer registriert ist. Das Einstellen der Bücher funktioniert zu 90% über die Eingabe der IBAN-Nummer. Nur bei Raritäten ist dies nicht möglich, da verkauft man einfach über den Z-Shop unter Eingabe von Titel und Autor. Auch Versteigerungen sind möglich.

Wenn das Buch/die Videokassette/DVD eingegeben ist, hat man die Möglichkeit anhand von 5 Abstufungen den Zustand anzugeben und etwas zum Artikel zu schreiben (z.B. ohne Umschlag, leichte Flecken, etc.)Da sollte man ehrlich sein, Käufer und Verkäufer können sich nämlich auch gegenseitig bewerten.

Hat man ein Buch verkauft, bekommt man von amazon eine EMail mit der Adresse, wohin versendet werden soll. Das muss man dann innerhalb von 2 Tagen machen, da sind sie sehr streng. Es gibt eine Urlaubseinstellung, falls man mal nicht jeden Tag seine EMails abrufen kann, sollte man diese unbedingt aktivieren. Ein von amazon geschätztes Porto wird einem zum selbst festgelegten Preis überwiesen. Bei Taschenbüchern ist das recht großzügig, bei gebundenen Büchern etwas knapp.

Natürlich ist dieser Service nicht kostenlos. Aber amazon verlangt keine Einstellgebühr,was mir bei den Online-Auktionshäusern am meisten missfällt, und es gibt keine zeitliche Begrenzung.

Folgende Kosten fallen an:

Verkaufsgebühren
10% des Verkaufspreises bei Elektronik- und Foto-Artikeln (zzgl. 15% USt.)
15% des Verkaufspreises bei Artikeln in den Produktlinien Bücher, Musik, DVD, Video, Software, Computer- und Videospiele, Küche und Haushalt (zzgl. 15% USt.)
1,14 EUR pro erfolgreichen Verkauf (0,99 EUR zzgl. 15% USt.)

Für Leute, die wirklich viele Bücher verkaufen wollen, gibt es noch die Möglichkeit, Power Anbieter zu werden. Man zahlt dann 39€ (zzgl. 15% USt.), also 44,85€, aber die Verkaufsgebühr von 1,14 EUR entfällt; die Power Anbietern berechnete Gebühr für Artikel aus der Kategorie Elektronik & Foto beträgt 7% (zzgl. 15% USt.).
Das lohnt sich ab ca. 40 Verkäufen pro Monat.

Alles in allem noch eine gute Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen und die Bücherregale etwas zu entlasten, und das Beste an allem ist, amazon treibt das Geld für einen ein. Man kann sich schon ab 1€ den Erlös aufs Konto überweisen lassen. Eine tolle Idee!

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