Condor Testbericht

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Erfahrungsbericht von Gambler

Ein ganz normaler Flug...

Pro:

Ein GEWISSES Maß an Sicherheitsgefühl

Kontra:

Preis, Sitzabstand, Service, Betreuung pp .

Empfehlung:

Nein

Ich möchte hier von einer von mir gebuchten Reise mit der Firma Seetours zum Clubschiff AIDA in Asien berichten. Hierzu war Thomas Cook Airlines für den Hin- und Rückflug (Frankfurt - Bangkok und zurück) verantwortlich. Was auf dem Rückflug geschah, habe ich hier KURZ dargestellt:

Der Reiseplan mit Thomas Cook Airlines sah planmäßig einen Zwischenstopp auf dem Hin- und Rückweg in Sharjah (VAE) vor. Dieser sollte sich planmäßig auf etwa 2 Stunden beschränken.

Dieser Zwischenstopp ist in den Augen ALLER von mir angesprochenen Reisenden absolut unverständlich und unnötig. Dies wurde unter anderem auch dadurch dokumentiert, dass der Flugkapitän des Hinfluges dieses Unverständnis bei seiner Durchsage auch zum Ausdruck brachte.

Die Reisenden haben in der Regel knapp 1.000 EUR für einen Flug bezahlt, der durch einen absolut unnötigen und unkomfortablen Zwischenstopp gekennzeichnet war, zumal mit einer Airline, die den geringsten mir bekannten Abstand zum Vordersitz aufwies.

In Sharjah selbst bietet sich für den Reisenden außer einem unwirtlichen und auch nicht sonderlich billigen DutyFree-Shop rein gar nichts.

Bereits auf dem Hinflug äußerte eine Vielzahl von Reisenden, einen solchen Transferflug bei einer möglichen nächsten Reise selbst buchen zu wollen. Dem kann ich mich nur anschließen. Ein selbst gebuchter Flug wäre etwa 200 bis 300 Euro günstiger, Non-Stopp und mit Sicherheit (z.B. Thai Airways) mit einem größeren Sitzabstand ausgestattet gewesen.

Nun möchte ich aber auf den wesentlichsten Mangel zu sprechen kommen, der alle Reisenden zutiefst verärgert hat und der die Gesundheit von Reisenden massiv beeinträchtigt und auch geschädigt hat: (In Bezug auf die Zeitangaben verwende ich jetzt ausschließlich die MEZ)

Am Donnerstag, gegen 15.30 Uhr, verließ der Flug DE 3377 den Flughafen Bangkok relativ pünktlich. Zu diesem Zeitpunkt herrschten bereits (wie ich später in Deutschland erfuhr) erste Erkenntnisse über unzulängliche Wetterverhältnisse in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Gegen 21.30 Uhr erhielten wir die Mitteilung durch den Kapitän, dass der Flughafen Sharjah geschlossen worden sei aufgrund des dort aufkommenden Nebels. Aufgrund dessen mussten wir (zumindest wurde uns dies gesagt) in Muscat im Oman landen, was wir auch um 22.22 Uhr taten (01.22 Uhr Ortszeit).

Bezüglich des weiteren Verfahrens machte uns die Crew darauf aufmerksam, dass es besser sei, im Flughafengebäude zu warten. Während dessen würde die Maschine gereinigt und getankt. (Hinweis: Beim Besteigen der Maschine fand ich meinen Platz ungereinigt wieder vor!) Man rechnete mit 1-3 Stunden Aufenthalt.

Was nun geschah, war für alle Passagiere unfassbar. Die Crew verabschiedete sich. Über den weiteren Fortgang konnten keine Informationen mehr gegeben werden. Gegen 03.00 Uhr (06.00 Uhr Ortszeit; knapp fünf Stunden ohne Information oder Getränke) gab es dann die erste „Information“. Es wurde eine Durchsage auf Deutsch getätigt, wonach mit einem Abflug gegen 10.00 Uhr Ortszeit gerechnet werden würde. Zudem könnten jetzt Getränke und Essen eingenommen werden.

Ein Ansprechpartner war während des gesamten Aufenthalts im Oman nicht vorhanden. Der Lufthansa Schalter war nicht mehr besetzt worden, weitere Lufthansa- oder Condormitarbeiter waren nicht erschienen!

Zur Verpflegung:
Augenscheinlich war der Flughafen mit der Anzahl der begehrenden Passagiere absolut überfordert. Es dauerte im Schnitt 20-30 Minuten, um eine Möglichkeit der Verpflegung zu erhalten. Wir erhielten auch nur süße Softgetränke (Cola und Seven-Up) und Kaffee, welche in regelmäßigem Abstand kurzfristig nicht erhältlich waren. Wasser wurde NICHT ausgegeben, auch nicht auf Aufforderung. Das Essen beschränkte sich auf ein Stück Kuchen, kalte gefüllte kleine Frühlingsrollen (oder so ähnlich) und Sandwichs.

Die Sandwichs waren zusammengeklappte Weizentoasts, die mit Margarine beschmiert und einem kleinen Salatblatt belegt waren. Das war es! Es gab weder Wurst noch Käse auf diesen Sandwichs.

Nachdem eine Vielzahl von Passagieren sich über die Versorgung mit Getränken beschwert hatten, wurden die (vorhandenen) Wasserflaschen gegen 09.00 Uhr (!) ausgeteilt. Wir hatten somit (süße Softdrinks oder Kaffee ausgenommen) knapp 11 Stunden nach der Landung erstmalig etwas Durstlöschendes zu trinken bekommen.

Ein weiteres Problem stellten die unzureichenden hygienischen Verhältnisse im bereich der Toiletten auf dem Flughafen Muscat dar. Weder waren die Kapazitäten für eine solche Zahl an Fluggästen vorhanden, noch wurden sie im erforderlichen Maße gereinigt. Es gab in 15 Stunden lediglich einmal eine Reinigung. Mir sind zwei Fälle bekannt (darunter war meine Freundin), die es nicht gewagt haben, die Toilette zu benutzen, um sich nicht unnötig zu infizieren. Es war schlichtweg EKELHAFT!

Um 08.10 Uhr (11.10 Uhr Ortszeit) gab es dann eine Durchsage, dass die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten geöffnet worden seien und die Crew für den Flug nach Frankfurt bzw. München in etwa 40 Minuten erscheinen würde.

Dies war nicht der Fall.

Gegen 10.45 Uhr (13.45 Uhr) gab es wieder eine Durchsage, dass die Crew nun in der Luft sei und in etwa 15 Minuten landen würde.

Dies traf dann auch tatsächlich zu.

Gegen 13.15 Uhr (16.15 Uhr Ortszeit) hob die Maschine in Muscat ab, 15 Stunden nach der Landung!

Im Flugzeug erhielten wir dann leider nur eine eingeschränkte „Verpflegung“, analog zum Flughafen. Es gab ein süßes Stück Kuchen, zweimal eine kleine Packung gesalzene Nüsse und ein kleines Milchbrötchen, das mit einer Art Käse geschmiert war.

Auch die Getränke waren nur sehr eingeschränkt vorhanden. Viele verschiedene Getränke waren in kürzester Zeit nicht mehr vorrätig, da im Oman keine neuen Getränke aufgenommen wurden. Dies ist mir nur sehr schwer verständlich.

Wie kritisch die Situation war, konnte man anhand diverser Krankheitsfälle aufgrund der Umstände ersehen. Eine ältere Dame war dadurch derart angeschlagen, dass (wenn es nicht einen Arzt an Bord gegeben hätte) eine Notlandung erforderlich gewesen wäre. Dies zeigt: Es ist erstaunlich, dass Seetours bzw. Thomas Cook Airlines derart leichtfertig mit der Gesundheit seiner (sehr viel Geld zahlenden) Kunden umgeht!

Um etwa 20.00 Uhr landeten wir dann am Flughafen in Frankfurt(M.), 14 Stunden später als geplant und 37 Stunden nachdem wir vom Hotel abgeholt wurden!

Während des gesamten Reisevorganges war es uns unmöglich, uns zu beschweren, da einfach niemand im Flughafen war, bei dem man sein Begehren hätte vorbringen können.

Zu bemängeln ist insbesondere die 14-stündige Verspätung hinsichtlich des Weiterfluges nach Frankfurt und die mangelnde Verpflegung, die als solches ihren Namen wirklich nicht verdient hatte und die aus medizinischer Sicht höchst bedenklich war, da es erst nach 11 Stunden das erste Mal überhaupt Wasser gab. Zudem gab es 15 Stunden lang faktisch weder eine brauchbare Information noch eine Betreuung! Die Verhältnisse am Flughafen waren schlichtweg unmenschlich und chaotisch!

Hinzu kommt, dass am Flughafen im Oman diverse zusätzliche Kosten entstanden sind. Allein das Telefonieren mit der Heimat mittels einer Telefonkarte (die musste vor Ort erworben werden) schlug mit 12 US-Dollar zu Buche. Hinzu kam, dass zur Behebung des Durstgefühls 2 0,5l Flaschen Eistee von dem einzigen Verpflegungsladens vor Ort erworben worden zum Preis von je 2 Euro. (Zu Beginn sollte eine Flasche nach Angaben von Mitreisenden noch 1 Euro kosten...)

Mit dem direkt nach unserer Ankunft in Frankfurt offerierten Angebot für einen Freiflug mit Thomas Cook Airlines bin ich natürlich nicht einverstanden, da wir in absehbarer Zeit nicht vorhaben, einen Urlaub zu verbringen. Und ob in der Zukunft nochmals durch uns ein Flug mit Thomas Cook in Erwägung gezogen wird, ist äußerst fraglich.

Es sei uns in diesem Zusammenhang nur noch der Hinweis gestattet, dass bei diesem Rückflug der Erholungswert der gesamten Reise natürlich schnellstens dahin war und dies nach insgesamt relativ angenehmen drei Wochen (von Ausnahmen abgesehen) ein für Seetours bzw. Thomas Cook Airlines mehr als unwürdiger und quälender Abschluss für uns war.

Was jetzt daraus wird? Mal sehen. Ich werde mal einen bösen Brief in Richtung Seetours und Thomas Cook Airlines schicken. Ich bin immer noch verdammt sauer...

Falls ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, würden mich diese interessieren!

5 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Vicky

    15.01.2006, 19:13 Uhr von Vicky
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich. Vic

  • morla

    14.01.2006, 14:48 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich