Condor Testbericht
Erfahrungsbericht von zeberus
DE 5754 von Frankfurt nach Antalya
Pro:
toller Service
Kontra:
Essen
Empfehlung:
Ja
Unsere Flugreise mit Condor und damit dieser Erfahrungsbericht beschränkt sich auf einen Flug von Frankfurt / Main nach Antalya in der Türkei am 25.06.2004 morgens um 5.25 Uhr,
Flugnummer DE 5754. Für den Flug sollte eine Boing 757-300 eingesetzt werden. Planmäßige Landung in Antalya sollte um 9.40 Uhr Ortszeit erfolgen. Also eine reine Flugdauer von 3 Std. 15 Minuten war geplant.
Informationen zur Condor
Gegründet wurde die Fluggesellschaft CONDOR am 21. 12.1955 als „ Deutsche Flugdienst GmbH“. Gründer dieser Gesellschaft waren
der Norddeutsche Lloyd ( zu 27,75%)
die Hamburg-Amerika-Linie ( zu 27,75%)
die Deutsche Lufthansa ( zu 26%) sowie
die deutsche Bundesbahn ( zu 18,5%).
Der Heimatflughafen bei der Gründung war Frankfurt/ Main.
Die damalige Flotte bestand aus drei zweimotorigen Propellerflugzeugen des Typs Vickers Viking mit je 36 Sitzen.
Im März 1956 begann der touristische Flugbetrieb des Unternehmens
Im Jahr 1959 übernimmt die Lufthansa das Unternehmen zu 95,5%.
Im Jahr 1961 übernimmt die Deutsche Flugdienst GmbH die „CONDOR-Luftreederei“ und firmiert in Zukunft als „CONDOR Flugdienst GmbH“.
1971 setzte die CONDOR als erste Fluggesellschaft der Welt einen „Jumbo“, die Boing 747. ein.
1989 gründete CONDOR gemeinsam mit Turkish Airlines die Fluggesellschaft SunExpress.
Seit 2002 fliegen die CONDOR Flieger und dem Logo der Thomas Cook AG, allerdings mit dem Zusatz powered by CONDOR.
Aktuell gab das Unternehmen am 26.05.2004 bekannt, daß das Unternehmen in Deutschland wieder unter dem Namen CONDOR firmiert, allerdings mit einer neuen Ausrichtung.
So werden Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 29 Euro angeboten, Langstreckenflüge nach Amerika, Asien, Afrika oder in die Karibik werden ab 99 Euro angeboten.
Die aktuelle Flotte von CONDOR umfasst:
12x Airbus A320 ( registriert für CONDOR Berlin GmbH, Schönefeld)
9x Boing 757-200 ( registriert für CONDOR Flugdienst, Kelsterbach) *
13x Boing 757-300 ( registriert für CONDOR Flugdienst, Kelsterbach )
9x Boing 767-300 ( registriert für CONDOR Flugdienst, Kelsterbach )
*von den 9 Boing 757-200 werden bis Oktober 2004 noch acht Flugzeuge schrittweise verkauft. ( so wird auf der HP von Tomas Cook hingewiesen)
Aktuell beschäftigt die CONDOR in Deutschland etwa 3000 Mitarbeiter.
In der Sommersaison 2004 fliegt die CONDOR von 17 Abflughäfen, insgesamt 59 Zielflughäfen an.
Check-In
Da unser Flug doch sehr früh am morgen geplant war haben wir uns für den Vorabend Check-in entschieden. Diesen bietet CONDOR am Flughafen Frankfurt zwischen 18 und 22 Uhr an, für alle Abflüge die am Folgetag vor 14.30 Uhr erfolgen.
Der Check-in erfolgt in Terminal 1 Halle B an den Schaltern 474ff des Flughafens. Wir waren also so um ca. 18.20 an den angegebenen Schaltern im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Es hatte sich schon eine ziemlich lange Warteschlange gebildet.
Es dauerte etwa eine Stunde bis wir endlich am Schalter waren um unser Gepäck aufgeben zu können. Da ich zu Hause unser Gepäck schon gewogen hatte wusste ich schon das wir ein leichtes Übergepäck haben. ( erlaubt sind pro reisende Person 20 Kilogramm). Die Dame am Schalter war wirklich sehr freundlich , nach dem wiegen der Gepäckstücke meinte sie wir hätten 9 Kilogramm zu viel, aber da wir mit einen kleinen Kind reisen , sei das absolut in der Toleranz und sie will da mal nicht so sein. Auch unseren Wunsch nach zusammenliegenden Sitzplätzen, entgegnete sie mit einen „ aber das ist doch selbstverständlich“.
Wir bekamen die Information das unser Boarding am nächsten morgen um 4.40 Uhr am Gate B25 stattfinden sollte.
Nach etwa 5 Minuten am Schalter waren wir unser Reisegepäck los und konnten wieder nach Hause fahren.
Für die etwa 1,5 Stunden am Flugplatz mussten wir noch 6 Euro Parkgebühren berappen , aber damit hat CONDOR ja nichts zu tun.
Boarding
Am nächsten morgen haben wir uns im Gefühl das wir viel Zeit haben , eben auch diese genehmigt, leider sind wir sehr spät am Flughafen angekommen und als wir das Terminal betraten hörten wir schon die Durchsage das Passagiere unseres Fluges sich bitte umgehend zum Gate begeben sollen.
Wir also zur Handgepäckkontrolle und zur Passkontrolle gehechelt. Am Gate angekommen waren die Passagiere schon alle im Flieger. Aus diesem Grund kann ich leider nicht sagen ob das Boarding pünktlich begonnen hat, oder ob es eine bestimmte Reihenfolge gab nach welcher geboardet wurde.
Trotzdem waren die Bediensteten noch sehr freundlich , nahmen uns den Kinderwagen ab, boten uns noch Zeitschriften am Zeitungsständer an ( es gab noch FAZ; SZ und die Welt kompakt; wer zu spät kommt hat halt weniger Auswahl). Auch an Bord wurden wir an der Tür sehr freundlich begrüßt. An Bord waren sehr viele Kleinkinder.
Erster Eindruck
Wir saßen also wie geplant war in einer Boing 757-300. Der Flieger war sehr sauber, der Sitzabstand war absolut okay ( mit einer Körpergröße von 181cm hat ich noch etwa 7 – 8 cm Platz zwischen meinen Knien und dem Vordersitz). Die Sitze waren stoffbezogen und in grau-gelb diagonal gestreift.
Die Kofferablagen sind aus hellgrauen Kunststoff ließen sich sehr leicht öffnen und aus wieder verschließen, es hat nicht geklappert.
Alle 5 bis 6 Sitzreihen hat in der Mitte des Flugzeuges ( oberhalb des Ganges) ein Monitor gehangen.
Wir hatten noch nicht richtig Platz genommen da kam auch schon eine Stewardess mit einen kleinen gelben Kissen und einer Decke für unsere Kleine.
Die Stewards und Stewardessen hatten Ihre dunkelblau- gelbe Dienstuniformen. Die Damen haben ein gelbes Halstuch auf Ihren weißen Blusen, die Herren eine gelbe Krawatte auf weißen Oberhemd. Sie trugen jeweils Sakkos bzw. Blazer.
Der Start
Pünktlich um 5.25 Uhr legte der Flieger vom Gate ab und wurde rückwärts mittig aus Vorfeld geschoben. Die Chef- Stewardess begrüßte die Passagiere sehr freundlich auf deutsch und auf Englisch und machte auf die Monitore aufmerksam wo ein Film über die Sicherheitsvorkehrungen des Flugzeuges lief ( einmal auf Deutsch mit englischen Untertitel, anschl. auf Englisch mit deutschem Untertitel) Dieser Film dauerte etwa 5 Minuten.
Das Flugzeug machte sich auf dem Weg Richtung Startbahn. Da die Rollzeit zur Startposition etwa 10 Minuten dauerte ( wir hatten noch Flugzeuge vor uns und mussten somit warten) bekamen wir im Anschluss an den Film noch Informationen über den Flug.
Als reine Flugzeit wurden uns 2 Stunden 45 Minuten mitgeteilt. Es wurde darauf aufmerksam gemacht das gleich nach dem Start Kopfhörer für 3 Euro pro Stück verkauft werden mit welchen man später den Ton des Bordfilm hören kann, der Bordfilm war „ Grasgeflüster“. Ausserdem wurde uns mitgeteilt das auf dem Monitoren im Flugzeug die komplette Startphase „live“ übertragen wird mittels einer Kamera die unter dem Cockpit angebracht ist.
Just in dem Moment wo wir auf die Startbahn gerollt sind wurde auch die Live Bilder auf dem Monitor gezeigt. Wenige Zeit später hörte man die Triebwerke aufheulen und schon haben wir mächtig beschleunigt.
Der Flug
Nach etwa 20 Minuten hatten wir unsere Reiseflughöhe von 33000 Fuß ( entspricht etwa 10.300 Meter) erreicht.
Eine Stewardess lief mit einer Kiste voller Kopfhörer rum um diese zu verkaufen. Die Stewardessen und Stewards hatten sich Ihrer Sakkos und Blazers entkleidet.
Jetzt meldete sich der Kapitän übers Mikro und begrüßte wirklich sehr freundlich alle Fluggäste und insbesondere alle 87 an Bord befindlichen Kinder. Er wiederholte noch mal die Informationen über die Flugdauer , über die Außentemperatur, die Temperatur am Zielort. Er meinte des weiteren das wir derzeit eine geschlossene Wolkendecke habe aber sobald diese auflockern würde, würde er uns auf Interessante Objekte ( Städte ; Bauten ; Gebirge) aufmerksam machen.
Während die Stewardess noch nicht ganz durch war mit Ihren Kopfhörern , kam schon ein Steward der an die Kinder im Flieger ein paar Give-aways verteilte ( kleine Handpuppen ; kleine Holzpuzzle ; aufblasbare Flugzeuge, Maltafeln)
Auf dem Monitoren gab es in der Zwischenzeit so nützliche Informationen wie die aktuelle Reisegeschwindigkeit, die aktuelle Uhrzeit an Startort und am Zielort, sowie die Restdistanz zum Zielort.
Nach etwa 45 Minuten Flugzeit wurde das erste Mal Getränke verteilt, es gab so ziemlich alles an alkoholfreien Getränken was man sich wünschen konnte, mehrere Fruchtsäfte, Softdrinks , verschiedene Wasser, Tee , Kaffee, etc. Alkoholische Getränke konnte man käuflich erwerben, so kostete ein 0,33l Radeberger 2 Euro ; für 3 Euro bekam man einen 0,1l großen Absolut Vodka, Gordon Dry Gin , Bacardi, Campari, Baileys, Johnnie Walker oder auch einen Jim Beam.
Kurze Zeit später wurde das Essen verteilt ; es gab belegte Brötchen, man hatte die Wahl zwischen Salami oder Käse. Die Brötchen waren in Papiertüten der Lufthansa verpackt.
Desweiteren bekam man einen kleinen Joghurt der Marke „ Bauer“ ; hier hatte ma ndie Wahl zwischen den Sorten Erdbeer ; Kirsche oder Himbeer. Zum Abschluss gab es einen runden verpackten Zitronenkuchen.
Kurze Zeit nach dem Essen wurden nochmals Getränke verteilt.
Bei der Ausgabe der Getränke machte die Stewardess darauf aufmerksam das sie nicht mehr durchgehen werden zur Getränkeausgabe sondern das man sie dann bitte mittels der Drücktaste über den Sitzplätzen rufen könne.
Zwischenzeitlich ist auf den Monitoren der Bordfilm angelaufen. Wann genau das war kann ich leider nicht genau sagen da zum einen mich der Film nicht sonderlich interessiert hat , zum anderen musste ich ein bisschen nach unserer Kleinen schauen da diese auch frühstücken wollte.
Etwa 45 Minuten vor der Landung war der Bordfilm zu Ende und auf den Monitoren erschienen wieder Informationen über die aktuelle Reisegeschwindigkeit, die aktuelle Uhrzeit an Startort und am Zielort, sowie die Restdistanz zum Zielort.
Zum gleichen Zeitpunkt begann auch der Duty Free Verkauf an Bord, hierzu gingen die Stewards und Stewardessen mit mehreren Rollcontainern durch den schmalen Gang und versuchten Zigaretten , Parfüm , Süssigkeiten, Schmuck , Sonnenbrillen an den Mann ( natürlich auch an die Frauen) zu bekommen.
Der Landeanflug und die Landung
Ca. 20 Minuten vor der eigentlichen Landung leuchteten die Anschnall- Zeichen über den Sitzen auf, der Kapitän meldete sich nochmals kurz und machte darauf aufmerksam das wir jetzt die Reiseflughöhe verlassen werden und den Landeanflug auf Antalya beginnen.
Über Antalya war der Himmel wolkenfrei. Nachdem der gesamte Flug mehr oder weniger über Festland war ( siehe Flugroute) , fliegt der Flieger in Antalya raus übers meer um dort zu drehen um dann bestmöglich auf die Landebahn zu kommen die in Antalya etwa 200 Meter hinter dem Meeresufer beginnt.
Im Landeanflug sahen wir unten auf dem Meer die AIDACara in den Hafen von Antalya einfahren. Wenige Minuten vor dem Aufsetzen schaltete man auf den Monitoren wieder die Live Bilder von der Kamera unterhalb des Cockpits. Somit konnte man den Landeanflug hautnah erleben. Man sah die Landebahn vor uns immer näher kommen, wenn man aus den Fenster schaute sah man wie nah wir über die Hotels am Strand von Antalya flogen.
Die Landung war dann wirklich super „ weich“ , nachdem das Flugzeug dann abgebremst wurde und wir Richtung Vorfeld rollten, meldete sich der Kapitän und wünschte alle Passagieren einen schönen erholsamen Urlaub, mit dem Hinweis das man bis zum entgültigen Stehen des Flugzeuges bitte angeschnallt bleiben soll.
Zum Stillstand kam das Flugzeug dann an einer Halteposition auf dem Vorfeld so dass wir mit Bussen zum Terminal gefahren wurden.
Wir hatten die angegebene Flugdauer von 2 Stunden und 45 Minuten exakt eingehalten.
Flugroute:
Da man über die Monitore ja jeweils über die aktuelle Position des Flugzeuges informiert wurde, haben ich folgende Flugroute für unseren Flug ermittelt:
Frankfurt – Würzburg- Nürnberg – München – Salzburg – Szeged – Belgrad – Thessaloniki- Lesbos- Izmir- Antalya.
Bordmagazin:
In der Vordertasche eines jedes Sitzplatzes war das Bordmagazin. Da es sich bei unserer Ausgabe um die Ausgabe 03/2004 gehe ich davon aus das das Bordmagazin alle zwei Monate erscheint. Im Bordmagazin ist das komplette Duty- Free Angebot samt Preise abgedruckt, ausserdem hat man die Möglichkeit Artikel die aktuell nicht an Bord des Flugzeuges waren , mittels Bestellschein zu ordern. Ausgenommen hiervon sind Tabakwaren, Süssigkeiten, Spirituosen , Kosmetik und Parfüm.
Ausserdem werden alle Bordfilme in einen Kurzbericht vorgestellt.
Desweiteren gibt es jede Menge Urlaubsberichte , meist von Hotels die der Neckermann Gruppe angehören.
Fazit:
Es war wirklich ein ganz toller Flug mit der „ neuen Condor“ . Die Bordbesatzung war super freundlich sind auch auf die Wünsche der Kinder eingegangen ( Getränke nicht in die üblichen Becher sondern ins Fläschen oder in die Schnabeltasse). Der Flieger war super sauber es gab keinen Grund sich zu beschweren.
Obwohl wir wirklich sehr knapp beim Abflug am Gate ankamen wurden wir sehr freundlich begrüßt. Die Tatsache das die Auswahl an Zeitschriften dann sehr mager war haben wir uns wohl selber zuzuschreiben.
Die belegten Brötchen waren nicht wirklich eine Delikatesse , aber man konnte sie essen ohne sich einen Ekel zu holen. Der Joghurt und der kleine Kuchen waren wirklich lecker.
Die Getränkeauswahl war absolut ausreichend, das man Alkohol nicht kostenfrei ausschenkt finde ich absolut richtig.
Ich würde jederzeit wieder mit der CONDOR fliegen, da ich mich gut aufgehoben fühlte in dem Flugzeug. Ich bin zwar kein Fachmann aber zumindest der optische Eindruck machte mir keine Kopfzerbrechen.
28 Bewertungen, 6 Kommentare
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06.06.2009, 13:22 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße!
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08.04.2009, 14:02 Uhr von presscorpse
Bewertung: sehr hilfreichprima bericht ! lg presscorpse
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07.02.2009, 23:25 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, lg Sylvia
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30.05.2006, 01:13 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG, Manuela :o))
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26.02.2005, 23:54 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreich*seufz* Fliegen, Urlaub und Sonne. Mein Mann hat totale Flugangst und wer weis ob ich mit ihm überhaupt jemals dann fliegen werde ??? Ich selbst bin früher sehr viel geflogen -als Kind mit meinen Eltern in den Urlaub- doch seit X-Jahren schon nic
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13.07.2004, 15:15 Uhr von Icesugar
Bewertung: sehr hilfreichich bin jetzt auch am 28.o6. nach palma de mallorca mit condor geflogen und war begeistert. alles hat super geklappt.. LG dani
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