Postbank Testbericht

Erfahrungsbericht von JustOliver

Die Bank übernimmt die Geldvernichtung für euch

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Aus gegebenem Anlass möchte ich heute einmal in kurzer Form meine kürzlichen Erfahrungen mit der Postbank darstellen. Ich möchte hier nicht, wie so oft hier gefordert wird, erzählen, wer die Postbank ist oder was die alles machen, sondern schlicht meine kürzlichen negativen Erfahrungen warnend schildern.
Vor einiger Zeit erwarb ich Anteile an zwei Fonds der Postbank, da diese in der Vergangenheit durchaus gute Erträge erwirtschaftet hatten. Mit dem Erwerb eröffnete ich ein entsprechendes Depot bei der Postbank, damals noch der Postbank Privat Investment, eine Tochter der Postbank, bei der Fondsanteile der Fonds, die über die Postbank vertrieben werden, gehalten werden. Sehr lästig bei diesem Konstrukt ist der Umstand, dass man, da es sich um ein gesondertes Unternehmen handelt, einen gesonderten Freistellungsauftrag stellen muss.
Eben diese Freistellungsaufträge waren der Grund dafür, warum ich mich kürzlich entschied, meine Aktivitäten bei der Postbank zu schließen und auf mein Standardkonto zu übertragen. Die Kündigung meines Sparbuchs war auch völlig problemlos. Probleme entstanden jedoch bei der Kündigung meines Depots. Dieses war inzwischen in ein Depot bei easytrade umgewandelt worden, ohne dass ich hierzu eine neue Depotnummer mitgeteilt bekommen hätte. Die Kündigung schickte ich, wie verlangt jedoch nach wie vor noch an die Deutsche Post Privat Investment. Hierin kündigte ich mein Investment-Konto und bat explizit darum, die darauf liegenden Wertpapiere auf mein Depot bei meiner Hausbank zu transferieren. Nach drei Tagen erhielt ich überraschend schnell schon die Bestätigung der Kündigung. Jedoch machte mich ein wenig stutzig, dass auf dem angehängten Kontoauszug der Begriff Verkauf verwendet wurde.
Also wandte ich mich an die angegebene Service-Nummer. Hier teilte man mir nach kurzer Wartezeit dann auch mit, dass in der Tat eine Komplettauflösung mit Verkauf der Wertpapiere auf diesem Investment-Konto vorgenommen worden wäre. Nun, was soll ich sagen, da ich mich geistig schon auf diese Antwort eingerichtet hatte, hatte der Mitarbeiter am anderen Ende schlicht Pech, denn natürlich musste ich mir bei irgend jemandem Luft machen. Denn, wie eigentlich jeder weiß, ist das Börsenumfeld nun derzeit nicht das Beste und obwohl die Verluste, die die beiden Fonds derzeit auswiesen nicht allzu groß waren, hatte ich doch eigentlich keine Lust, diese durch einen Verkauf zu realisieren. Ich schaute mir also noch einmal die Kopie meines Briefs an, und kam zu dem Entschluss, dass die Formulierung ?Hiermit kündige ich mein Investment-Konto ... und bitte darum, die hierauf liegenden Wertpapiere auf folgendes Depot zu übertragen:...? doch recht eindeutig ist. Wer lesen kann, ist also klar im Vorteil. Der nach meinem Wutausbruch ziemlich mitgenommene Mitarbeiter bot mir daraufhin an, eine Reklamation anzunehmen. Dies erschien mir zunächst einmal der einzige Weg zu sein, so dass ich ihn beauftragte, diese doch bitte aufzunehmen. Die Bestätigung hatte ich am nächsten Tag im Briefkasten. Gespannt warte ich nun, was weiter passiert. Die Erfahrung ist also noch nicht beendet, von daher fühlt euch dazu aufgefordert, noch einmal vorbei zu schauen, um zu lesen, wie sich die Geschichte entwickelt.
Nun, wie gesagt war ich ohnehin dabei, meine Geschäftsverbindung mit dem Finanzdienstleister der Deutschen Post AG zu beenden. Und nach diesem Fehler sehe ich mich auch darin bestätigt. Ein Fehler, wie er meines Erachtens nicht vorkommen darf, denn wie dargestellt, ist der Auftrag explizit formuliert. Wie man hier eine andere Absicht reininterpretieren konnte, ist mir schleierhaft.

UPDATE
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Inzwischen habe ich ein Entschuldigungsschreiben und die Bestätigung, dass das Geschäft rückabgewickelt wird bekommen. Somit kann man über Reaktion und Service bei der Postbank nicht meckern.

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    23.05.2007, 19:07 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah