Postbank Testbericht

Erfahrungsbericht von Chinchillawoman

Postbank - nie wieder

Pro:

kostenloses Konto bis 26Jahre oder bei min. 1000€ Geldeingang

Kontra:

bei mir, schlechte Beratung

Empfehlung:

Nein

Hallo ihr,
heute möchte ich mal über mein damaliges Konto bei der Postbank schreiben.

Also es fing 2000 an. Ich war auf der Suche nach einem neuen Konto für mich und mein Mann. Ich suchte ein Konto, wo man auch als Wenigverdiener keine Gebühren zahlen braucht. Da ich zu dem Zeitpunkt 21 Jahre alt war, kam das Angebot von der Postbank, dass wenn man unter 26 Jahre alt ist, keine Kontoführungsgebühren zahlen braucht.
Nun ging ich zu einer Postfiliale in Magdeburg, dort wohnte ich damals. Ich ließ mich beraten und sagte auch noch vor der Kontoeröffnung zu dem Mitarbeiter der Post, dass das Geld von meinem Mann auch auf das Konto gehen soll, aber er kein Kontoinhaber ist. Der Mitarbeiter, hinterher stellte sich sogar noch raus, dass es der Filialleiter dieser Zweigstelle ist, sagte zu mir, das dieses kein Problem sei. So eröffnete ich dort mein Konto. Die ersten Monate ging es gut. Mein Erziehungsgeld, Wohngeld und das Geld von meinem Mann, der arbeitslos war und leider immer noch ist, gingen auf das Konto. Ich gab dann mein Mann eine Kontovollmacht und hatte seine eigene Karte. Es war mal wieder der erste des Monats und ich wunderte mich schon, dass das Arbeitslosengeld noch nicht auf mein Konto sei.
Ich wartete noch zwei Tage und dann rief ich beim Arbeitsamt an. Diese antworteten mir, dass das Geld pünktlich raus sei.
So ging ich zu Postfiliale und fragte dort nach. Da bekam ich als Antwort: „Nein, es ist noch kein Geld drauf. Fragen sie doch beim Arbeitsamt, ob dieses überhaupt überwiesen wurde.“
Denn genauen Wortlaut weiß ich leider nicht mehr so genau. Ich rief also wieder beim Arbeitsamt an. Dort bekam ich wieder die Antwort, dass das Geld raus sei.
Nun gut. Also rief ich bei der Postbank direkt in Berlin an. Tja leider haben sie ja keine kostenfreie Nummer, also wieder Gebühren für mich, denn es war ja eine 0180 Nummer.
Dort bekam ich als Antwort, ja das Geld haben wir zurückgewiesen, da Herr Jörger kein Kontoberechtigter ist und ich ja mit dem Geld sonst was machen könnte.
Dazu sagte ich der Dame, dass mein Mann das ja so beim Arbeitsamt angegeben hätte, dass das Geld auf das Konto überwiesen werden sollte, also wenn er es anders haben wollte, dann hätte er das ja beim Arbeitsamt ändern können. Des weiteren sagte ich Ihr, dass mein Mann jawohl kontoberechtigt sei. Sie sagte zu mir: „Ja wir werden es prüfen, aber wie lange es dauert, weiß ich nicht.“ Das Gespräch war beendet. Ich rief dann wieder beim Arbeitsamt an und erklärte die Situation. Dort mussten wir warten, bis das Geld wieder zurückkam. Dann bekamen wir einen Barscheck, den ich dann in der Postfiliale einlöste und das Geld auf mein Konto brachte.
Es war wieder der erste und dasselbe Spiel fing von vorne an. Wieder kein Arbeitslosengeld aufs Konto überwiesen bekommen. Also diesmal rief ich gleich bei der Postbank an und da bekam ich eine sehr nette patzige Antwort: „Also das Geld von Ihrem Mann wird immer wieder Zurücküberwiesen, solange er kein Kontoinhaber ist.“ Ich dachte mir nur, ob das die neue Methode vom Kundenfang ist. Nun gut, wir ließen uns solch ein Schreiben von der Dame zuschicken. Es war Monatmitte und es war noch kein Schreiben da. Ich rief wieder an. Ja dort sagte man mir, dass nix im PC steht, also forderte ich dieses Schreiben noch mal an.
Diesmal kam es auch nach zwei Tagen an. Ich füllte es aus und schickte es am gleichen Tag zurück. Es passierte nicht. Es war Monatsanfang und es war wieder kein Geld von meinem Mann drauf, jetzt fehlte sogar das Wohngeld.
Ich erkundigte mich zuerst bei der Wohngeldstelle, warum noch kein Geld da ist. Dort bekam ich auch die Antwort, dass das Geld raus sei. Also rief ich die Postbank an. Dort bekam ich als Antwort, ja der Antrag ist noch nicht genehmigt. Dann fragte ich, was mein Wohngeld macht, warum das noch nicht drauf ist. Da sagte mir die „nette“ Mitarbeiterin, tja alles Geld was Ihr Mann bekommt wird Zurücküberwiesen. Nun platzte mir der Kragen. Das Wohngeld lief au meinen Namen. Ich schickte bei der Postbank eine schriftliche Beschwerde hin. Kurze Zeit später bekam ich die Ablehnung, dass mein Mann nicht mit auf das Konto geschrieben wird. Ich rief dann dort wieder mal an und fragte nach dem Grund. Ich bekam keine Antwort.

Heute weiß ich den Grund. Ich bekam zwei Tage später meine Kontokündigung.

Geht man so mit Kunden um? Also ich bin ziemlich enttäuscht und sauer auf die Postbank.
Zwar ist sie kostenlos für mich gewesen, aber der Service war gleich null.
Da bezahle ich lieber Kontoführungsgebühren und bekomme auch einen guten Service dafür.

Also letztes noch dazu.
Man kann nicht alle in einem Topf werfen und ich denke auch, dass es auch gute Mitarbeiter bei der Postbank gibt, aber ich würde nie wieder dort mein Konto eröffnen.

Niki

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    13.06.2002, 19:26 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super ausführlicher Bericht, hat Spass gemacht zu lesen, gruß mibod

  • friday

    07.05.2002, 01:38 Uhr von friday
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bei der 1822direkt passiert sowas nicht und das alles zum Nulltarif. Lies meinen Beitrag dazu

  • leser@tte

    07.05.2002, 01:37 Uhr von leser@tte
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin dort eigentlich bisher zufrieden gewesen