11 Freunde Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Informationsgehalt:  sehr gut
  • Qualität der Artikel & Reportagen:  sehr gut
  • Qualität der Bilder und Fotos:  sehr gut
  • Unterhaltungswert:  sehr gut

Erfahrungsbericht von ac_mofa

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

5
  • Informationsgehalt:  sehr gut
  • Qualität der Artikel & Reportagen:  sehr gut
  • Qualität der Bilder und Fotos:  sehr gut
  • Unterhaltungswert:  sehr gut
  • Zielgruppe:  Männer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Lang lang ists her, doch ich hoffe ich habe nichts verlernt! Manche wird es freuen, manche werden lange Gesichter ziehen, denn ich versuche nun wieder etwas öfter hier meine, mehr oder weniger, kreativen Ergüsse preis zu geben.

Mittlerweile in der 27. Ausgabe befindet sich das „Magazin für Fussballkultur“, kurz „11 Freunde“ genannt und nun wird es endlich Zeit, dieser hervorragenden Fussball-Zeitung die Würdigung zu geben, die es verdient! Leider bin ich nicht Leser der ersten Stunde, was ich natürlich schon sehr bereue, denn an die ersten Ausgaben ist nur schwer ran zu kommen, unter Kennern hat es nämlich schon Kultstatus. (Wer Leute kennt die dieses Magazin lesen: Bitte melden! ;o) )

Viele werden jetzt denken: Wieder mal so ein Schundblatt wie Kicker, SportBild oder was da sonst noch so am Pressehimmel wöchentlich erscheint. Doch da denken diese Leute falsch!
In „11 Freunde“ werden keine Querelen um die Starkicker von Dortmund, Bayern, Leverkusen, oder anderer Bundeligavereine breitgetreten, auch werden keine Trunkenheitsfahrten, Seitensprünge oder Gehaltsforderungen von Kahn, Ballack und Co. Behandelt. Hier geht es um Informationen, die jeder, halbwegs am Fussball interessierte Fan, egal ob 1. oder 2. Bundesliga, Regionalliga und sogar Oberliga, mit Kusshand verschlingen wird.

So genug Vorgeplänkel, kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt meines Berichtes, dem „11 Freunde – Magazin für Fussballkultur“.
Das Heft als solches unterscheidet sich von den herkömmlichen Zeitungen und Zeitschriften schon in Format und Papierqualität. Es ist zwar genauso breit wie DIN A4 jedoch nicht so hoch und das Papier ist wesentlich hochwertiger als das normale Zeitschriftenpapier, man könnte sogar von „braunem Umweltpapier“ reden.
Ausserdem erscheint das Magazin nur 11 mal im Jahr, und jeweils zum Monatsende hin. In der spielfreien Zeit (Sommerpause) muss man leider 2 Monate mit einem Heft überbrücken, was zum Teil echt hart wird, denn oftmals wurden die knapp 80 Seiten, die man für läppische 3 Euro erstehen kann, schon innerhalb der ersten 3 Tage nach Erscheinen verschlungen.

„11 Freunde“ blieb seit der ersten Ausgabe im Jahre 2000 im Wesentlichen unverändert. Nur einmal Griff man in das Erscheinungsbild des Heftes ein und veränderte ein wenig die Struktur, die bis einschliesslich Heute noch bestand hat. Man muss gleich am Anfang sagen, dass das Heft von Fans für Fans geschrieben wird.

Da haben wir zuerst das Vorwort bzw. die Ansprache von Philipp Köster und Reinaldo Coddou H.. Sie geben einen kurzen Einblick, warum sie das Titelthema (in der aktuellen Ausgabe „Letzter Mann – Torhüter sind anders“) gewählt haben und was uns darüber noch so im Heft erwartet.

Danach kommen wir zur Aufstellung, so wird zumindest hier das Inhaltsverzeichnis präsentiert. Passend zu jeder Rubrik findet man hier eines von 8 schwarz-weiss-grau- Fotos, die einem schon Lust auf mehr machen.

In der Rubrik „Kurzpass“ wird auf amüsante Weise über diverse kleine Geschehenisse berichtet, z.B „Warum Bundesliga in der Kneipe ein echtes Erlebnis ist“ oder aber
„“Borussen-Fans üben sich im Voodoo-Zauber, der Fluch jedoch war nicht stark genug“.

Kommen wir dann mal zur „Tagesform“. Hier finden wir die Tops und Flops vom vergangenen Monat in den Sparten „Fans, Medien, Bosse und Kicker“. Hieran schliesst sich das so genannte „Tackling an, bei dem es sich um ein Pro & Contra zu einem Thema (z.B. Alte Herren) handelt. Auch dieses ist mit viel Hingabe, Ironie und Witz geschrieben.

Beim „Freistoss“ kommen immer 4 „Profischreiber“ zu Wort. Sie schreiben über ihre Erlebnisse rund ums Leder, was mitunter schon die Tränchen in den Augen hervorkommen lässt. Nicht vor Trauer, vor LACHEN!!!

Dem „Titelthema“ werden dann ganze 10 bis 15 Seiten gewidmet. Und irgendwann ist für jeden mal was dabei. Hier werden auch schonmal alte Kamellen zum Vorschein gebracht, was vor allem für die jungen Leser mitunter recht interessant sein könnte, schliesslich kennen sie ja nur den Fussball in Farbe, als in schwarz-weiss.

Das „Magazin“, so heisst der nächste Abschnitt im Heft, behandelt dann oftmals Interviews mit scheidenden Profikickern, Kuriositäten in der 2. Liga oder gar über Probleme von Fans der 3. bzw. 4. Ligen...

In „Die Welt ist rund“ wird dem Fan von Ereignissen aus der grossen Fussballwelt berichtet. Wie ist das Erlebnis Fussball in der Ukraine, Brasilien oder gar China? Hier wird’s anhand von Bildern und aufschlussreichen Texten erläutert.

Jeder Verein hat seine Fans und diese feuern die Mannschaft während des Spiels mit vielen unterschiedlichen Gesängen an, deswegen darf die Rubrik „Gesänge“ auch in 11 Freunde nicht fehlen. Jedoch werden nicht die einzelnen Lieder von diversen Fangruppen aufgebröselt, analysiert und genau erläutert, nein, hier kommen Bands zur Sprache, die Lieder rund um den Fussball schreiben und singen.

Das „Probetraining“ ist für jeden angehenden Fussballprofi ein kleiner Schritt in Richtung Fussball-Millionär und auch hier ist es die Eintrittskarte in Richtung Fanzine-Schreiber. In der Rubrik „Probetraining“ wird über aktuelle Fanzines und Fussballbücher geschrieben. Egal ob vom Sportstudio-Moderator oder Amateurschreiber, fast alles ist irgendwann mal vertreten und auch ich habe hier schon die ein oder andere gelungene Fussballlektüre gesichtet und gelesen.

Im „Gästeblock“ kommen Leser mit ihren Verbesserungsvorschlägen oder aber Lobreden zu „11 Freunde“ zu Wort und in „Auswärtsspiel“ schreiben Leute von ihren Impressionen beim Groundhopping.

Zu guter letzt kommt die Hammarubrik „Günter Hetzer“. Die Verarschung von Günter Netzer, Waldi Hartmann, Gerhard „Delle“ Delling, Kahn und Co. ist zum echten Kultstatus geworden, denn wen interessiert es nicht, warum „Parole Höschchen“ von der Bande öfters mal im P1 oder diversen anderen Discobüdchen ausgerufen wird. Alles nur Spass, aber echt geil geschrieben. Ein extra Buch der Staffel würde alle Rekorde brechen *g*

Tja das war die Aufteilung des Heftes, die eigentlich immer bestand hat, doch mit Überraschungen muss man immer rechnen, diese werden aber 100%ig positiv auffallen...


Fazit:
*°*°*
Das Heft ist echt das beste was es in Sachen Fussball gibt. Alle Artikel sind mit vielen schönen Fotos verschönert, viele in schwar-weiss was ein gewisses Flair aufleben lässt. Positiv finde ich auch, dass sehr wenig Werbung in der Zeitung abgebildet ist. Seit Beginn der Auflage ist es zwar mehr geworden, doch handelt die Werbung irgendwie immer um Dinge die unmittelbar mit dem Thema Fussball zu tun haben.

Ich hoffe ihr habt jetzt einen kleinen Eindruck von „11 Freunde – Das Magazin für Fussballkultur“ bekommen, wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und ihr trotzdem noch mehr Infos erhalten möchtet, dann schaut doch mal bei

www.11freunde.de

rein, dort gibt es alle Hefte als PDF-Dateien zum downloaden! Und wer es dann nicht mehr abwarten kann und sofort zum Kiosk rennen will dem sei gesagt, das Heft gibt es leider nicht überall. Auf den Hauptbahnhöfen in Grossstädten werdet ihr es mit Sicherheit finden, vielleicht auch am Kiosk um die Ecke, ansonsten aboniert es einfach. Dann kriegt ihr es immer pünktlich ins Haus geliefert...

In diesem Sinne, machts gut!


© ac_mofa 31.08.2003

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