12sms.de Testbericht

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ab 15,14
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Erfahrungsbericht von Ajax1966

Gratiswerbung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Bestand die Idee der Fast Connect AG eigentlich darin, durch Animation Ihrer registrierten Mitglieder zum Klick auf Bannerwerbung Geld zu verdienen, wurde dieses Geschäftsmodell jetzt ad acta gelegt. Statt dessen gibt es auf der Startseite von 12sms.de jetzt Gratiswerbung. Die Einblendung erfolgt mit Namen, Beufsstand, Telefon- sowie Faxnummer und e-mail Adresse und ist vorerst zeitlich unbefristet. Leider scheint diese Werbung nicht durch Otto Normalverbraucher buchbar, sondern dem Insolvenzverwalter vorbehalten - die Fast onnect AG ist Pleite.

Und dies nicht erst seit heute. Bereits am 14.12.2001 wurde die Insolvenz angemeldet. Vielleicht erklärt dies, warum die Site zum Jahreswechsel entweder gar nicht oder nur sehr schlecht ereichbar war. Fraglich bleibt, warum zumindest im Januar das Versenden von SMS noch angeboten und im Konto auch bestätigt wurde, die SMS den Empfänger aber nicht mehr erreichten. Da zum
Versenden nach wie vor ein Bestätigungsklick auf einen Werbebanner notwendig war dürften die Einnahmen geflossen sein, die Ausgabenminimierung wurde durch die fehlende Versendung maximiert.

Aber zurück zu den Anfängen! 12sms.de war das Paradies für den SMS-Verschicker. Man schrieb seine SMS, nahm dazu die maximale Anzahl von erst 160, später 120 Zeichen in Kauf, bestätigte einen Werbelink und konnte so seine SMS gebührenfrei verschicken. Das Gute an dieser Art des Versendens bestand darin, dass man a) von 12sms 2Pfennig pro verschickter SMS aufs Konto
geschrieben bekam (Spielgeld, das erst ab 10.-DM ausgezahlt werden sollte was mit reellen Mitteln
kaum erreichbar war) und b) die Gegenleistung, das Betrachten von Werbung, sich in einem separaten Fenster öffnete, welches man erst enmal ignorieren und später einfach wieder schliessen konnte.

Dementsprechend hoch dürfte der Werbeerfolg für die Firmen gewesen sein, die dieses Angebot buchten, so riesig gross war der Kreis der Interessenten eh nie gewesen. Daher durften in der Anfangszeit auch nur zehn, später dann gar nur noch 5 SMS pro Tag versendet werden. Es ist halt nicht einmal dem Bertelsmann Club glaubhaft zu verkaufen, dass ein Mitglied beim 20sten Klick auf sein Banner spontan eine Mitgliedschaft im Club sympathisch wird.

Im Gegensatz zur Werbekundschaft erfraute sich 12sms bei der Userschaft sehr hoher Beliebtheit. Täglich konnte die Firma über 2000 neue User vermelden, selbst nachts zwischen 00.00Uhr und 02.00 Uhr sprudelten die Anmeldungen. Vielleicht trug dazu auch bei, dass der SMS-Versand nicht ds einzige Angebot von 12sms.de war.

Ähnlich wie bei verschiedenen Rabattsysteme (oder auch ciao Plus ;-)) gab es verschiedene Möglichkeiten seinen Kontostand zu erhöhen und damit wesentlich schneller die Auszahlungsgrenze zu erreichen. Leider gab es hier eigentlich nie Geld für lau, alle Verdienstmöglichkeiten waren an reelle Ausgaben bzw Anmeldungen, die reelle Ausgaben nach sich zogen, gebunden. Und auch hier traf man eigentlich nur auf bekannte Anbieter, die auch auf ähnlichen Seiten warben. Stellvertretend sei vieleicht paybox genannt.

Der wahre Wert von 12sms.de lag für mich jedoch in einem anderen Angebot. Nirgends gab es sooo viele kostenlose Probeabo´s diverser Zeitschriften wie hier, meist noch mit Gratisgeschenk. Wer sich letztes Jahr eine Fernsehzeitung zulegte und mehr als 1.10DM für die Briefmarke des Briefes, in dem man mitteilte, dass keine Fortsetzung des Probeabos gewünscht würde ausgab, der kann die Seite nicht gekannt haben.

Auch verschiedene unnütze Links waren noch zu finden, einer führte zum Millionenklick von Callon (die, die nach Tippabgabe normalerweise mit Anrufen nerven), allerdings war hier die Angabe einer Telefonnummer nicht notwendig, der derzeit auf allen Seiten allgegenwärtige Link zu einem (kostenpflichtige) Anbieter von Eintragungen in Glücksspiele durfte auch nicht fehlen. Und sicherlich gab es (ebenfalls wie man heute weiss unnützrweise) verschiedene Möglichkeiten seinen Kontostand einzusehen und zu verwalten.

Die Pleite der Fast Connect und die damit verbundene fehlende Auszahlung von angesammelten Userguthaben lag eigentlich nicht grundsätzlich an der Geschäftsidee. Ich würde den Management keine Vorwürfe wegen Betrugsabsichten und ähnlichen, wie sie beim Zusammenbruch ähnlicher Firmen immer wieder auftauchen machen. Im Gegensatz zu heute war bei Gründung der AG so richtig bekannt noch nicht, dass Geschäftsmodelle, die dem User eine Leistung anbieten und als Gegenwert Werbekonsum erwarten, meist daran scheitern, dass der User die Werbebotschaften zu umgehen weiss und damit eigentlich seiner Verpflichtung nicht nachkommt. So bleiben bei diesem und ähnlichen Geschäftsmodellen immer zwei Dumme und kein Gewinner übrig, die Wirtschaft, die sehr viel Geld unnütz verbraten hat und der User, der kurz vor der Auszahlung sein Konto genullt sieht.

Die First Connect wird nicht die letzte Gesellschaft sein, die unfreiwillig und kostenlos Werbung für einen Insolvenzverwalter betreibt. Mein Dank für die auf ihren Seiten kostenlos in Anspruch genommenen Dienste bleibt ihr erhalten. Helfen wird ihr das nicht........

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