23 (DVD) Testbericht

23-dvd-thriller
ab 22,12
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von DeepThought

Verschwörungsfanatiker aufgepasst!

Pro:

Story, Schauspieler, Inszenierung

Kontra:

80er, etwas wenig Extras

Empfehlung:

Ja

Normalerweise bin ich bei deutschen Filmen immer besonders skeptisch. Deutsche Filme sind schlecht gemacht, deutsche Darsteller können nicht schauspielern etc. Ein Vorurteil, dass sich bei mir schon seit langem hält. Aber zum Glück gibt es ja Ausnahmen von der Regel. \"23\" ist so ein Fall.


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Story
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Karl Koch (August Diehl) ist ein begeisterter Anhänger des Buchs \"Illuminatus\" von Robert Anton Wilson. Schon bald glaubt er an die Weltverschwörung der Illuminaten und das diese immer wieder in den Lauf der Geschichte eingreifen. Dabei vergessen diese jedoch nie ihre Handschrift zu hinterlassen. So werden Attentate z.B. am 23. verübt oder die 23 spielt sonst eine wichtige Rolle.
Ein weiteres Hobby von Karl ist sein Computer und so kommt es, dass er nachdem er von seinem verstorbenen Vater etwas Geld geerbt hat, eine Wohnung zusammen mit seinem Freund David nimmt.
Zusammen hacken sie sich mit ihren Commodore (der Film spielt in den 80ern) in andere Systeme.
Dann lernen sie Lupo kennen, der zusammen mit den beiden ein Geschäft machen will. Dabei bekommmt er Hilfe von dessem Bekanntem Pepe, der in kleinere Drogengeschäfte verwickelt ist.
Pepe lässt seine Kontakte spielen und schon bald zeigt sich das KGB interessiert an den Fähigkeiten von Karl und David.
So hacken nun also Karl und David für das KGB. Dabei verwickeln sie sich immer weiter in die Machenschaften und das Netzwerk des KGB. Schon bald steht auch das BKA vor der Tür.
Karl Koch kann dabei irgendwann nicht mehr zwischen Realität und seinen Verschwörungstheorien unterscheiden. Verschlimmert wird das ganze noch durch die Drogen, die er dann zu sich nimmt und so driftet Karl immer weiter in den Abgrund hinab...




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Bild & Ton
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Das Bild ist im 16:9 (anamorph), es gibt keine Bildfehler und auch ansonsten kann man nichts an der Qualität aussetzen.
Der Ton ist (natürlich) nur in Deutsch verfügbar und zwar im Dolby Digital 5.1. Auch hier gibt es nichts zu meckern. Der Sound der 80er kommt stimmungsvoll über die Boxen.



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Meine Meinung
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\"23\" ist mit Sicherheit einer der besten deutschen Filme, die je gedreht wurden.
Der Film überzeugt vor allem durch gute Darsteller, was bei deutschen Filmen eigentlich eher selten der Fall ist. Und das ist bei diesem Film auch wichtig, da er die interessante Lebensgeschichte von Karl Koch erzählt.
Da der Film größtenteils aus der Sicht von Karl erzählt wird, erhält der Film auch einen dokumentarischen Charakter.
Der Film beginnt auch schon damit, dass Karl Koch stirbt, nun ist man also gespannt auf die näheren Umstände und wird auch nicht enttäuscht, da der Film spannend erzählt wird.
Dass der Film in den 80ern spielt, hat mir persönlich nicht sehr gefallen, da ich mit den 80ern nicht wirklich viel anfangen kann. Ist wohl auch ein bisschen vor meiner Zeit.
Aber gerade, dass mir das nicht gefallen hat, zeigt wie gut die Kulissen und Requisiten gelungen sind! Man hat wirklich den Eindruck ins Deutschland der 80er teleportiert worden zu sein. Ob es nun die Technik, die Computer, die Musik, oder das Lebensgefühl im Allgemeinen ist, man hat sich bei allem sehr viel Mühe gegeben und mit viel Liebe zum Detail eingebracht.
Die Inszenierung des Films ist äußerst gut gelungen. Die Leute hinter der Kamera schienen etwas von ihrem Handwerk zu verstehen.
\"23\" ist also ein recht guter Film, der durch einen besonderen Erzählstil und eine interessante Thematik besticht. Karl Koch war ein Mensch, der das Thema der Verschwörung wohl etwas zu ernst genommen hat und durch seine selbst suggerierten Geschichten und seinen Drogenkonsum in einen Abgrund der menschlichen Seele geschlittert ist. Oder ist da vielleicht doch mehr dran gewesen? Wurde er vielleicht sogar ermordet, weil er zuviel wusste?
Spannend wird auf diese Fragen eingegangen, aber man sollte keine Antworten auf alles erwarten! Denn tatsächlich weiß man bis heute nicht genau, wie und warum Karl Koch umgekommen ist...




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DVD-Extras
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Die Extras sind nicht wirklich toll, aber auch nicht schlecht. Es gibt ein Audiokommentar, ein paar Interviews mit dem Regisseur, Produzenten und Drehbuchautor, Textinformationen über die Schauspieler und den Roman \"Illuminatus\", ein kleines Making-of, ein hinter den Kulissen und diverse Trailer.
Alles in allem also eher durchschnitt.




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Fazit
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\"23\" ist ein sehr interessanter Film über die Illuminaten, Karl Koch als Person und Verschwörungen.
Der Film wurde spannend und gut inszeniert in Szene gesetzt und auch die Schauspieler können überzeugen.
Fans von deutschem Kino, aber auch jene die es eigentlich nicht sind, sollten einen Blick riskieren. Verschwörungsfanatiker werden den Film sowieso schon im Auge gehabt haben.
Alles in allem ein sehr guter Film, der mir aber persönlich durch seine Atmosphäre (die 80er) nicht ganz zusagt. Auch die Extras hätten etwas mehr sein können. Dafür gibt es einen kleinen Abzug.

11 Bewertungen