3 Engel für Charlie (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von schweitzman
Sechs Möpse für Charlie...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ein Flugzeug, ein beleibter, dunkelhäutiger black american, Marke Selfmade Drogenboss bahnt sich seinen Weg in die erste Klasse (LLCoolJ). Dort angekommen nimmt er neben einem hageren, nervösen Weißbrot platz, im Bordkino läuft T.J. Hooker the Movie, er öffnet die Hand und präsentiert Dutzende Rohdiamanten. „Wo ist die Bombe ?“- „Ich bin die Bombe.“ Entgegnet das halbe Hemd und öffnet die Jacke einen Spalt, das ungewöhnlich große Digitaldisplay fällt dem Zuschauer sofort ins Auge es handelt sich wohl oder übel um ein thermonukleares Do-it-Yourself-Bomben-Muscle-Shirt mit Digitaluhr. Ein Ruck am Arm und der beleibte Protagonist hat den Bösewicht am Arm, zerrt ihn zur Bordtür, entriegelt diese (wie realistisch!) und zusammen geht’s bei knapp 900 km/h an die frische Luft...
So actiongeladen geht’s bei diesem größtenteils sinnfreien, aber auch sehr unterhaltsamen Abenteuer los. Die drei Engel, Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore rocken mit Bosley und Charlie mächtig das Haus und ungelogen, nie waren die Engel sexier. Ein Seraph ist anziehender als der andere und die Bedeutung von Reißverschlüssen und Dekolltés wird hier neu definiert – ein absoluter Augenschmaus für den Ästhetiker, ich brauch einen Scuba Diver Anzug... Doch leider sind die körperlichen Vorzüge der Hauptdarstellerinnen mehr oder minder der Klimax des Films, die Story ist äußerst abstrus und wirkt doch sehr konstruiert. Die Logik bleibt teilweise total auf der Strecke und wird dann durch einen tiefen Einblick in die weibliche Anatomie ersetzt – nun ja die hat ja auch ihre Vorteile, vor allem wenn sie so wie in diesem Film aussieht. Die zahlreichen und durchweg gut choreographierten Martial Arts Kampfeinlagen erinnern durch die vielen Slow Motion Szenen zu sehr an John Woo Filme oder The Matrix (Bullet Time), ohne deren Qualität zu erreichen. Sowieso hat man ein permanentes Dejá Vu Erlebnis bedingt durch die vielen Anlehnungen an andere Filme, irgendwie hat man das alles schon mal irgendwo BESSER gesehen. Das ganze Werk erinnert an einen zusammengestückelten Bond, MI-2, Matrix – Videoclip für die MTV Generation, die Story ist derart synthetisch, dass das Gefühl aufkommt manche Szenen mussten in den Kasten weil die Requisiten da waren, ich sage hier nur „Rennwagenszene“...
Bill Murray´s schauspielerische Leistung ist ein kleiner Lichtblick in diesem größtenteils rautavistischen Bollwerk, so dass er so manche Szene rüberretten kann. Den Spaß den er während der Dreharbeiten hatte, ist ihm förmlich ins Gesicht gebrannt...beneidenswert. Die Spannung hält sich durch die wirr konstruierte Handlung in Grenzen und ist größtenteils vorhersehbar. Hier toppt der sehr abstruse „Beisserverschnitt“ des Hauptbösewichts alles bisher dagewesene. Doch bleiben dem Zuschauer längere Reflektierpausen über den Sinn mancher Aktionen erspart, da die Action fast durchgehend ist, oder halt mal wieder die Vorzüge der Darstellerinnen über die Leinwand huschen.. Also bevor die Hirse wieder arbeitet gibt’s wieder – genau – Titten.
Fazit, ohne tiefe Einblicke in Dekolltés und die optischen Qualitäten der Darstellerinnen wäre dieser Film ein totaler Flopp, obwohl er eigentlich die ebenso einfach gestrickte Serie sehr gut ins Kinoformat übersetzt. Die Mädels werden meiner Meinung nach jedoch zu stark zum reinen Sexobjekt degradiert, was die Darstellerinnen eigentlich nicht verdienen. Kein „starke Frauen“ – Film, pralle Möpse und ein Lächeln ersetzten tiefgründige Charaktere. Wer Mission Impossible, Bond, Matrix und ein paar John Woo Filme gesehen hat kennt den „Genpool“ dieses Werks. Ein solider Kinospaß, wenig Nachdenken, viel nackte Haut und Action pur...
Ein Tipp an alle Jungs, bitte nicht mit der "Angebetenten" ansehen, es könnte einen schlechten Eindruck bei eurem Date hinterlassen wenn ihr laufend den Sabber aus den Mundwinkeln wischen müsst, ideal um mit den Jungs was zu unternehmen und anschließend gepflegt einen wegzubügeln...
Die DVD lässt keine Wünsche offen und birgt standardgemäße Extras, perfekte Bild- und Tonqualität, eben solider Standard.
Fazit: Durchaus ein Film den man sich mal ausleihen kann um einen netten Samstagabend ohne hirnverwinden zu verbringen - doch 20-25 Euroöcken scheinen mir für dieses Bollwerk stark übertrieben. Letztendlich doch nur ein animerter softcore Pin-Up Kalender der Mädels - so schön und unnötig wie ein Fusskettchen.
Man hat schon besseres, aber auch schon viel viel schlechteres gesehen.
Die Mädels rocken das Haus!
Als denn,
schweitzman et al. 2002.
P.S.: Dieser Bericht wurde auch bei ciao.de unter dem Mitgliedsnamen subersivesElement veröffentlicht.
Copyrights bleiben bei MIR.
16 Bewertungen, 4 Kommentare
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08.04.2002, 16:53 Uhr von PrinceofLies
Bewertung: sehr hilfreichdas deckt sich nahezu absolut mit meinem Kinoerlebnis damals.Zudem hast Du den einzig nennenswerten Schauspieler (die Mädels hatten ja andere Aufgaben in dem Film) gut beschrieben und die Umsetzung ein wenig analysiert.Damit Sehr Nützlich
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24.03.2002, 11:06 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichden kannte ich schon - ist aber immer wieder schön. Gruß, nosianai
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23.03.2002, 19:01 Uhr von manfred1000
Bewertung: sehr hilfreichHallo! Guter Bericht,und die Serie habe ich auch immer gerne gesehen.
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23.03.2002, 15:37 Uhr von zettikonfetti
Bewertung: sehr hilfreichMal ein fettes sehr nützlich für den Bericht....hat mir gut gefallen...der zettikonfetti
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