FIF Brotbackautomat Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Design:  gut
  • Reinigung:  einfach
  • Qualität des Endergebnisses:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Hatifa

Ich bin mein eigener Bäcker

  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Design:  gut
  • Reinigung:  schwierig
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

einfach zu bedienen, macht kaum Arbeit

Kontra:

Rezeptheft ist etwas dürftig

Empfehlung:

Ja

Da mein alter Brotbackautomat beschlossen hat, mich mit einem furchtbaren Quietschen zu beglücken und einer der beiden Knethacken nicht mehr funktionierte, wollte ich dann doch einen Neuen haben. Den alten kann man zwar noch benutzen, wenn man mit einem Löffel beim Kneten etwas nachhilft und man sich Oropax in die Ohren steckt, aber das Wahre ist das auch nicht.
Einzige Bedingung für den neuen Automaten war, dass er wieder eine längliche Backform hat. Viele Backautomaten haben eine kleine, dafür aber sehr hohe Form, so dass man riesige Brotscheiben hat. Praktischerweise gab es gerade bei Aldi Brotbackautomaten, woher auch schon der Vorgänger stammte. Da ich mit diesem Modell sehr zufrieden war (nach über fünf Jahren ständiger Benutzung darf so ein Gerät schon so ein paar Macken bekommen), hab ich nicht lang überlegt und ihn gekauft. Gekostet hat mich das Gerät 29,99€.


--- Der FiF Brotbackautomat MD 10259 ---

Verpackt ist der Automat in einem normalen Pappkarton, gut geschützt durch Styropor-Formen, die genau der Form des Brotbackautomaten angepasst sind.
Im Lieferumfang enthalten sind zwei Holzspatel zum lösen des Brotes von der Backform, zwei Knethaken, ein Messbecher, ein Messlöffel, die Bedienungsanleitung und ein Rezeptheft.
Der herausnehmbare Backbehälter ist mit Teflon Classic antihaftbeschichtet. Man kann drei verschiedene Brotgrößen backen (750g, 1000g und 1135g), es sind drei verschiedene Bräunungsgrade einstellbar, es ist eine Zeitvorwahl von bis zu 15 Stunden möglich und das fertige Brot wird bis zu einer Stunde warm gehalten. Das Gerät besteht aus einem Cool-Touch-Gehäuse, so dass man sich die Finger nicht verbrennt. Im Deckel befindet sich ein großes Sichtfenster, so dass man immer mal nachschauen kann, wie sich das Brot so entwickelt. Das Bedienfeld ist übersichtlich angeordnet. Links sind alle zehn möglich Programme aufgeführt, daneben befindet sich das Display, auf dem man alle Einstellungen ablesen kann. Dazu gehört die Programmnummer, Größe und Bräunungsgrad (hell, mittel oder dunkel) des Brotes und man kann ablesen, in welcher Phase sich der Backvorgang gerade befindet. Außerdem wird die Gesamtzeit des Backvorganges angezeigt, die bis auf null heruntergezählt wird, so dass ich immer weiß, wie lange ich noch auf mein frisches Brot warten muss. Mit der Bräunungstaste kann man für einige Programme die Einstellung „schnell“ wählen. Dadurch wird die Gesamtzeit um ca. eine Stunde verringert, da die Gehzeit verkürzt wird.


--- Die Programme ---

1. Basis – Grundprogramm für normale Brotteige
2. Weißbrot – für Brote aus weißem, eiweißreichem Mehl und leichte Brote mit knuspriger Kruste
3. Vollkornbrot – für Teige, die einen größeren Anteil von Vollkornweizen-, -roggen-, -hafermehl oder
Kleie enthalten. Dieses Programm enthält eine Vorlaufzeit, in der die groben Bestandteile quellen können. Normalerweise sind diese Brote kleiner und kompakter.
4. Süßes Brot – für Gebäck, Kuchen, süßes Brot oder Brotteige, denen zusätzlich Zucker, Rosinen oder
Schokolade zugegeben werden soll.
5. Schnell – Das Programm verkürzt die Backzeit auf ca. 1,20 Stunden. Das Brot wird etwas kompakter
und fester.
6. Teig kneten – zur Herstellung von Hefeteig. Der Teig wird geknetet und erwärmt, aber nicht gebacken.
7. Nudelteig – der Teig wird nur geknetet, aber nicht gebacken. Es können auch andere Teige geknetet werden. Es sollten nicht mehr als 800ml Grundzutaten verwendet werden.
8. Joghurtbrot – für Brote bis 1000g, denen Joghurt oder Buttermilch zugegeben wird.
9. Marmelade – für die Verarbeitung von frischen Früchten.
10. Backen – backt vorgebackenen Teig (z.B. falls ein Brot nicht ganz durchgebacken ist).


--- Das Backen ---

Vor dem ersten Gebrauch muss man natürlich das Verpackungsmaterial und Schutzfolien entfernen. Außerdem soll man den Teigbehälter, die Knethaken und das Gehäuse des Backautomaten mit einem feuchten Lappen reinigen und gut abtrocknen. Bevor man das erste Brot in Angriff nimmt, soll das Gerät bei eingesetztem Backbehälter bei geöffneten Fenstern ca. 5 Minuten aufheizen. Da bei der Herstellung Teile des Gerätes eingefettet werden, kommt es zu einer Geruchsbildung. Der Einfachheit halber und damit es in meiner Wohnung nicht stinkt, habe ich das Gerät auf dem Balkon vorgeheizt, da bleibt der Geruch garantiert draußen.

Jetzt kann ich endlich das erste Brot backen. Meistens benutze ich fertige Brotmehlmischungen. Hierzu gebe ich einfach die entsprechende Wassermenge (ist auf der Packung angegeben) in den Teigbehälter, in den ich schon die Knethaken eingesetzt habe und gebe dann 500g Brotmehl dazu. Jetzt setze ich den Teigbehälter in das Gerät und drücke nach unten, bis die Spannfedern einrasten. Beim ersten mal ging das ein bisschen schwer, aber nach ein paar Mal geben die Federn leichter nach. Nun muss ich nur noch den Einschaltknopf an der Seite drücken, das Programm und evtl. verschiedene Einstellungen wählen und dann auf Start drücken. Jetzt muss ich ca. 3,5 Stunden warten (die Zeiten variieren je nach Programm etwas) und kann dann ein fertiges Brot herausholen. Nach dem zweiten Kneten und am Ende des Backvorganges erklingen Signaltöne. Es können entweder weitere Zutaten wie Früchte oder Nüsse zugegeben werden, bzw. es wird angezeigt, dass das Brot jetzt fertig ist. Man nimmt den Backbehälter aus dem Gerät, löst fallt notwendig das Brot mit den Holzspateln vom Rand, dreht den Behälter um und klopft und schüttelt ein wenig, bis das Brot herausfällt. Jetzt muss man die Knethaken noch entfernen, falls man das nicht schon nach dem zweiten Kneten getan hat. Manchmal bleiben die Haken aber auch gleich im Behälter.
Benutzt man keine Fertigmehl sondern stellt sich das Brot selbst zusammen, muss man einige Dinge beachten. Alle Flüssigkeiten sollten eine Temperatur zwischen 18 und 23° haben, man soll möglichst Trockenhefe verwenden und es gibt Höchstmengen, die für verschiedene Brotsorten verwendet werden dürfen, was in der Bedienungsanleitung genau aufgeführt ist. Auch auf die Reihenfolge der Zugabe der Zutaten muss geachtet werden – zuerst die Flüssigkeit, dann das Mehl und danach erst die restlichen Zutaten.


--- Die Reinigung ---

ist sehr einfach. Durch die Antihaftbeschichtung benötigt man nur ein bisschen Spülmittel und einen weichen Lappen zum reinigen. Für die Knethaken braucht man evtl. ein kleines Bürstchen, falls doch ein bisschen Teig hineingelangt ist.


--- Die Bedienungsanleitung ---

ist sehr übersichtlich und leicht verständlich. Was ich allerdings sehr merkwürdig fand, ist das gleich auf der ersten Seite, wie das Gerät am Ende seines Lebens zu entsorgen ist. Klingt irgendwie danach, als hätte die Firma nicht besonders viel Vertrauen in diesen Brotbackautomat.
Man kann den Lieferumfang und die technischen Daten nachlesen. Es gibt verschiedene Sicherheitshinweise, Tipps zur Reinigung und Aufbewahrung, eine Übersicht über die Einstellungen, die Bedienung des Gerätes, der Ablauf der einzelnen Programme mit genauen Angaben über die Dauer der verschiedenen Phasen und welche Probleme beim Backen auftreten können mit entsprechendem Lösungsvorschlag.


--- Das Rezeptheft ---
ist klein und handlich und enthält über 50 Brotrezepte. Obwohl man sich einige davon hätte sparen können, da sie sich nur auf die bei Aldi erhältlichen Fertigmehle beziehen. Die entsprechende Wassermenge und das ich 500g Fertigmehl zugeben soll kann ich schließlich direkt auf der Packung ablesen und muss dazu nicht ins Rezeptheft schauen. Es sind aber noch viele Abwandlungen zu den verschiedenen Fertigmischungen angegeben, so dass man sehr viele Variationsmöglichkeiten hat. Rezepte ohne Fertigmehl sind leider nur ca. 10 Stück angegeben, was ich ein bisschen wenig finde, vor allem im Vergleich mit dem Rezeptheft des alten Brotbackautomaten. Beispiele zum Herstellen von Marmelade fehlen komplett. Für mich ist das nicht so schlimm, da mir das im Backautomat sowieso viel zu lang dauert (über eine Stunde). In der Mikrowelle geht das wesentlich schneller. Aber wenn man schon die Möglichkeit dazu hat, gehören auch ein paar Beispiele ins Rezeptheft.


--- Die Garantie ---

beträgt drei Jahre. Während dieser Zeit können defekte Geräte an die Serviceadresse geschickt werden. Man bekommt entweder ein repariertes oder ein neues Gerät zurückgeschickt. Nach Ablauf der Garantie kann man unter der selben Adresse kostenpflichtig Reparaturen durchführen lassen.

Serviceadresse: MTC-Medion Technologie Center
Freiherr-vom-Stein-Straße 131
45473 Mülheim/Ruhr

oder man ruft an unter der Telefonnummer: 01805/633633


--- Änderungen zum Vorgängermodell ---

- Bessere Knethaken, da diese kein durchgehendes Loch mehr haben und sich so nicht so viel Teig festsetzen kann, was immer ziemlich schlecht zu reinigen war. Außerdem sind die Löcher im Knethaken jetzt halbrund, so dass es zu keinem durchdrehen mehr kommen kann, wie es mir bei dem Vorgängermodell passiert ist.
- Es gibt jetzt einen Schalter zum ein- und ausschalten an der Seite des Gerätes.
- Die Programme für Backpulverbrot und Toast wurde ersetzt durch die Programme für Nudelteig und Joghurtbrot.
- Das alte Rezeptheft war wesentlich umfangreicher. Es gab über 60 verschiedene Brotrezepte, die nicht mit einer Fertigmischung hergestellt wurden.
- Änderung der Signaltöne. Diese sind jetzt nicht mehr so fürchterlich penetrant und aufdringlich.


--- Fazit ---

Von mir gibt es für den FiF-Brotbackautomaten alle fünf Sterne und eine klare Weiterempfehlung. Da Preis-Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach unschlagbar. So ein Backautomat lohnt sich eigentlich für jeden, der regelmäßig Brot ist. Inklusive Stromverbrauch kommt man bei Benutzung einer Fertigmischung auf einen Brotpreis von ca. 0,50€ - überhaupt kein Vergleich mit einem Bäckerbrot. Außerdem werden diese Brote auch wenn sie nicht mehr ganz frisch sind nicht so furchtbar hart, so dass man auch ein etwas älteres Brot noch sehr gut essen – was ich leider von den Bäckerbroten nicht behaupten kann. Das einzige, was ich bemängeln muss ist wie gesagt das Rezeptheft. Aber inzwischen gibt es sehr viele Backbücher mit Rezepten für Brotbackautomaten und auch im Internet findet man bestimmt unzählige Rezepte. Also kann ich über diesen kleinen Nachteil ohne weiteres hinwegsehen.

55 Bewertungen, 12 Kommentare

  • XXLALF

    25.07.2010, 16:41 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und einen wunderschönen sonntag

  • krullinchen

    15.07.2009, 10:55 Uhr von krullinchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße.

  • panico

    01.02.2009, 13:36 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerliebste Grüße zum Sonntag von panico:-)

  • misscindy

    28.01.2009, 23:12 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia

  • Jerry525

    23.12.2008, 00:38 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß vom JERRY

  • Estha

    24.08.2008, 23:53 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Netten Gruß

  • paula2

    21.08.2008, 10:45 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • morla

    28.07.2008, 03:58 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir eine gute nacht lg. petra

  • Puppekaa

    19.05.2008, 09:57 Uhr von Puppekaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht - LG Karsta

  • wir_2

    31.03.2008, 11:08 Uhr von wir_2
    Bewertung: sehr hilfreich

    nudelteig mit dem Brotbackautomat?

  • Kjeldi

    31.08.2007, 01:25 Uhr von Kjeldi
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse Bericht

  • anonym

    19.03.2006, 18:27 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und schon gegengelesen... LG, Marianne ;-)