Aliens vs Predator 2 (PC Spiel Shooter) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von darksoul
ALIENS VS PREDATOR 2
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als das Spiel „Alien vs. Predator“ vor einigen Jahren erschien sorgte es für viel Furore, dies lag zum Einen an der nicht zu unterschätzenden Gewaltdarstellung und der Möglichkeit das Spiel gleich in 3 unterschiedlichen Modi zu spielen. So konnte man 3 Kampagnen spielen, welche man jeweils mit einer anderen Rasse absolvieren musste, man schlug sich als Marine, Alien oder Predator durch die stimmungsvollen Levels. Inzwischen ist das Spiel schon längst indiziert, eine deutsche Version ist nach meinem Wissen niemals erschienen. Nun ist schon der 2te Teil erschienen, welche Neuerungen es zu vermelden gibt und ob das Spiel immer noch Spaß macht könnt ihr in dieser Meinung erfahren. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch euer Neo!
1. Story
Auch in AVP2 ( Abkürzung für Alien vs. Predator ) kann man wieder in die Rolle der 3 verschiedenen Rassen aus dem Vorgänger schlüpfen. Dabei unterscheiden sich die Kampagnen grundlegend und bieten jeweils eine eigene Storyline und andere Ortschaften. Die umfangreichste Story bekommt man als Marine geboten, kein Wunder, sind doch die beiden anderen Rassen eigentlich nur auf das Überleben und Töten fixiert. Deshalb möchte ich hier nur auf die Marines eingehen.
So ist der Kontakt mit einer Station vor einigen Monaten abgebrochen, es wird schnell ein Schiff losgeschickt, mit Marines welches kontrollieren soll was auf der Station vorgegangen ist und warum sich keiner mehr meldet. Kaum ist man angekommen stellt man schon fest das alle Systeme auf der Station ausgefallen sind. Auch lassen sich keine Menschen finden, ziemlich komisch.
Bald stellt man aber fest warum dies so ist, die bösen Aliens haben die Station überfallen und alle Menschen gnadenlos getötet. Man kann hier nichts mehr ausrichten. So macht man sich auf zu einem anderen Planet, dort soll eine Kolonie von Aliens angegriffen worden sein. Als man auskommt sieht man nur noch aufgeknüpfte Menschen, waren das wirklich Aliens?
Zu allem Überfluss wird man dann auch noch Überfallen und auf eine Raumstation verschleppt, als Gefangener muss man versuchen zu entkommen. Viele weitere Abenteuer waren auf die Marines, bei den Aliens und den Predators ist die Story nicht ganz so komplex und gut gemacht, dies kann man aber verstehen, da die Aliens wahrscheinlich nicht so denken wie die Menschen.
2. Graphik
2.1 Marine
Im Spiel wird die „LithTech“ Engine verwendet, diese hat man schon bei Spielen wie z.B. „No one Lives Forever“ oder „Shogo“ genutzt. Die Lizenzgebühren sind für diese Engine einfach nicht so hoch, richtige Nachteile bringt das aber in meinen Augen nicht wirklich mit. So marschiert man als Marine zum größten Teil durch verlassene Stationen, auf denen natürlich das Licht ausgefallen ist, nur ab und zu flackert ein Licht auf um die Atmosphäre zu verdichten, was dadurch auch wunderbar gelingt. Nur der Lichtkegel von Taschenlampen durchdringt die Dunkelheit, Fackeln erhellen die Umgebung.
Als Marine hat man es die meiste Zeit über mit den Aliens zu tun, welche sehr hübsch animiert worden sind und sofort als solche zu erkennen sind. Diese haben eine vorliebe für Überraschungsangriffe. So durchbrechen sie immer wieder Türen, kommen durch Luftschächte gesprungen oder verstecken sich in dunklen Ecken um dann unvorsichtige Menschen schnell das Lebenslicht auszublasen.
Teilweise muss man auch über weitläufige Areale marschieren, die kann die Engine wunderbar fließend darstellen, es gibt immer wieder kleinere automatisch ablaufende Sequenzen welche direkt im Spiel dargestellt werden, erinnern zum Teil an „Half-Life“. Dadurch entsteht eine absolut dichte Atmosphäre, man ist immer angespannt, was mag hinter der Hügelkuppe liegen? Dies ist aber eher die Ausnahme, eher muss man durch enge Korridore rennen, teilweise sogar weil man vor den Horden von Aliens flüchten muss.
Nicht so hübsch sind die Menschen animiert, da hat man sich kaum Mühe gegeben, dass man mit der Engine besser aussehende Menschen erschaffen kann hat schon „No one Lives Forever“ vorgemacht. Dadurch wird der positive Gesamteindruck leider ein wenig getrübt, dennoch ist die Atmosphäre genial da man sich direkt wie in den Filmen vorkommt, so muss man sogar mit den riesigen Aufzügen aus „Alien 2“ fahren, einfach toll so an den Film erinnert zu werden.
2.2 Alien
Als Alien ähnelt sich die Graphik stark der von den Marines. Kein Wunder versuchen doch die Aliens die Menschen zu vernichten, also macht man sich daran auf fremden Stationen die Menschen auszurotten. Dabei muss man sehr oft durch extrem enge Gänge kriechen und sich an den Wänden entlang hangeln um den Menschen dann von hinten in den Rücken zu springen.
Dabei kann einem schon mal schwindelig werden, da das Bild wie wild herumdreht sobald man eine längere Strecke an den Wänden zurücklegt, dies ist aber teilweise auch dringend notwendig den wenn die Marines einen entdecken wird man schnell zu Kanonenfutter. Als Alien kann man nur recht wenig vertragen, dafür ist man umso tödlicher, mit wenigen Schlägen mit den Klauen oder dem Schwanz besiegt man schnell ganze Armeen.
Auch hat man im dunkeln Vorteile, so kann man auf verschiedene Sicht-Modi umschalten um z.B. die Menschen anhand deren Wärme oder durch Gerüche wahrnehmen. Als Alien werden leider nach meiner Meinung die Schwächen der Engine schnell klar, die Menschen sehen nicht sehr toll aus, zwar sind sie gut animiert, wirken aber sehr comichaft und dadurch unrealistisch, was nicht unbedingt zum Rest des Spiels passt.
2.3 Predator
Sollte man sich für die technisch fortschrittlichen Predator entscheiden wird man hingegen in den Genuss einer ganz anderen Graphik kommen, so spielt man anfangs auf dem Heimatplaneten der Predator welche eine weitläufige Vegetation haben, hohe Bäume, viel Wasser, komische Bauen und abstrakte Landschaften. Erst später muss man sich dann um die Menschen und Aliens kümmern.
Die Graphik ist ziemlich abwechslungsreich und auch hier bekommt man wieder verschiedene Sicht-Modi, auch sehr nützlich ist die Zoom-Funktion. Die Gegner verstecken sich gerne hinter Pflanzen, mit der Zoom-Funktion kann man diese aber sehr leicht ausmachen und dann schnell beiseite schaffen.
Wie ihr lesen könnt finde ich die Graphik sehr abwechslungsreich. Die Level unterscheiden sich grundlegend vom Aufbau, durch die oftmals dunklen Szenarien steigt der Adrenalinspiegel sehr schnell an, hier flackert ein Licht, dann laufen plötzlich gewaltige Maschinen an, Raumschiffe landen, Fahrzeuge explodieren, Türen werden eingetreten usw. ! Wer also auf Spiele mit tollen graphischen Schock-Effekten steht wird sicherlich begeistert sein, so wie ich. Nur leider sind die Menschen einfach nur unrealistisch gezeichnet, was die einzigste Schwäche, nach meiner Meinung ist.
Übrigens gibt es im Spiel immer wieder zwischen den Missionen längere Zwischensequenzen, wobei diese am häufigsten bei den Menschen zu sehen sind.
3. Sound und Musik
Schon die Akustik in dem Vorgänger war einfach perfekt gemacht. Zum Glück hat sich hieran nichts geändert, noch immer ist die Akustik einfach phänomenal. Man hört irgendwie immer etwas in seiner Nähe, seien es nun Schreie, herannahende Aliens, Tiere, Explosionen oder sonstige Geräusche. Am wichtigsten sind die Geräusche natürlich für die Marines, anhand der Schreie kann man die Aliens orten und durch den Bewegungsmelden lässt sich gleich die Entfernung abschätzen.
Man lauert richtig drauf das die Gegner nun endlich ankommen, dann machen sie es doch nicht und brechen kurz darauf durch eine Luftröhre in den Raum in dem man sich gerade befindet, natürlich mit einem lauten Krachen. Sollte man ein schwaches Herz besitzen sollte man dieses Spiel lieber nicht spät abends oder in einem abgedunkelten Raum spielen.
Viele Geräusche wurden auch aus den gleichnamigen Filmen herauskopiert, wer diese kennt fühlt sich genau in diese hineinversetzt, so realistisch ist die Klangkulissen. Selten ein Spiel gespielt in dem die Akustik wo wichtig für das Spielerlebnis ist, diese wurde einfach perfekt umgesetzt und so hatte ich sehr viel Spaß an ihr.
Genauso ist es auch mit der Musik welche sich der Handlung anpasst und so z.B. wenn man von Aliens verfolgt wird an Geschwindigkeit und Bedrohlichkeit rasant zunimmt. Genau so muss ein Spiel umgesetzt sein, mein Kompliment an die Entwickler.
4. Steuerung
Wie auch schon in den Vorgängern lässt sich die Steuerung frei konfigurieren, am besten kommt man mit der Mischung aus Maus und Tastatur klar. Für jede der 3 Rassen muss eine individuelle Konfiguration erstellt werden. Dies ist aber auch sehr gut, da jede Rasse unterschiedliche Möglichkeiten hat und sich deshalb komplett anders steuern lässt.
Während die Marines Schlösser aufschweißen, Fackeln durch die Gegend werfen, sich in Systeme einhacken können ist das Alien eben in der Lage sich an Decken entlang zu bewegen, den Menschen den Kopf abzubeißen oder die Umgebung anders wahrzunehmen. Als Predator hingegen kann man ziemlich hoch und weit springen, neuste Technologien benutzen, an die Gegner heranzoomen, sich unsichtbar machen usw.!
Die Rassen lassen sich extrem einfach, wie in fast jedem Ego-Shooter auch, steuern. Nur leider treten einige Bugs ein, so kann der Marine schon mal leicht an Ecken feststecken, hier hilft aber oftmals ein wenig Ducken und schon kann man weitermarschieren, dadurch ist das Spiel an einigen Stellen unfair, aber dies ist eher die Ausnahme.
Wunderbar finde ich es auch das man im Spiel ohne die üblichen Menüs auskommt, die Anzeigen wie z.B. Lebensenergie wurden in die Graphik übernommen ohne dabei störend zu wirken, Munition steht z.B. direkt auf den Anzeigen. Dies ist auch ganz praktisch gelöst, zu jeder Zeit kann man übrigens die Missionsziele abrufen, welche in den Zwischensequenzen normalerweise ausführlich erläutert werden.
5. Multiplayer-Modus
Im Vorgänger war der Multiplayer-Modus wirklich sehr lustig. Man konnte aus den 3 Rassen seine persönliche Lieblingskreatur heraussuchen und sich dann dran machen die anderen zu besiegen. Dabei gab es eine Punkteliste, am meisten Punkte gab es für einen besiegten Predator. Dadurch wurden die Predator oftmals von allen Mitspielern gejagt, dadurch wurde es als Predator ziemlich schwer zu überleben.
Auch hier ist wieder ein Multiplayer-Modus integriert, leider konnte ich diesen bislang nicht ausprobieren. Denke aber mal das dieser wieder genauso gut sein wird wie in dem Vorgänger. Leider kann man nicht mit Bots spielen, jedenfalls habe ich diese Option noch nicht gefunden, sobald ich mal eine längere Zeit gespielt habe werde ich ein Update verfassen.
6. Fazit
Bis auf wenige Schwächen auf die ich eingegangen bin macht mir das Spiel wirklich sehr viel Spaß. Das dieses Spiel mal wieder entschärft wird kann ich nicht verstehen, in Deutschland sollen einige Funktionen gekürzt oder gar komplett herausgenommen werden. Dabei ballert man die meiste Zeit auf Außerirdische oder unecht aussehende Menschen, da wunder ich mich doch das z.B. „Return to Castle Wolfenstein“ ab 16 freigegeben ist, obwohl die Menschen viel echter aussehen. Zwar hat das Spiel viele Schockeffekte und eine dichte Atmosphäre, aber deshalb dieses gleich wieder entschärfen? Ich hoffe mal das die Atmosphäre mit den tollen Lichteffekten auch in der deutschen Version erhalten bleibt, sowie eine tolle Übersetzung geboten wird, da man besonders als Marine sehr viel Text vorgesetzt bekommt und viele Unterhaltungen mitbekommt. Ich bin auf jeden Fall mit dem Spiel vollkommen zufrieden, wer sich mal wieder richtig erschrecken möchte, eine tolle Graphik sehen möchte, die Filme gerne mag, wird hier das persönliche Spiel des Jahres finden.
Die Rechenanforderungen sind noch recht moderat:
Ich empfehle mindestens einen 350 MHz Rechner und 128 MB RAM, da ansonsten die häufigen Ladezeiten zu lang dauern und so den Spielefluss deutlich mindern, auch sollte man über eine schnelle 3D-Graphikkarte verfügen. Ein ganz so schneller Rechner ist also nicht unbedingt notwendig. Eher eine größere Festplatte da das Spiel ca. 1.6 Gigabyte in der Komplettinstallation verschlingt. Das Spielt wird in einer schicken Verpackung ausgeliefert, zusammen mit 2 CDs.
noch einen schönen Tag!
darksoul
1. Story
Auch in AVP2 ( Abkürzung für Alien vs. Predator ) kann man wieder in die Rolle der 3 verschiedenen Rassen aus dem Vorgänger schlüpfen. Dabei unterscheiden sich die Kampagnen grundlegend und bieten jeweils eine eigene Storyline und andere Ortschaften. Die umfangreichste Story bekommt man als Marine geboten, kein Wunder, sind doch die beiden anderen Rassen eigentlich nur auf das Überleben und Töten fixiert. Deshalb möchte ich hier nur auf die Marines eingehen.
So ist der Kontakt mit einer Station vor einigen Monaten abgebrochen, es wird schnell ein Schiff losgeschickt, mit Marines welches kontrollieren soll was auf der Station vorgegangen ist und warum sich keiner mehr meldet. Kaum ist man angekommen stellt man schon fest das alle Systeme auf der Station ausgefallen sind. Auch lassen sich keine Menschen finden, ziemlich komisch.
Bald stellt man aber fest warum dies so ist, die bösen Aliens haben die Station überfallen und alle Menschen gnadenlos getötet. Man kann hier nichts mehr ausrichten. So macht man sich auf zu einem anderen Planet, dort soll eine Kolonie von Aliens angegriffen worden sein. Als man auskommt sieht man nur noch aufgeknüpfte Menschen, waren das wirklich Aliens?
Zu allem Überfluss wird man dann auch noch Überfallen und auf eine Raumstation verschleppt, als Gefangener muss man versuchen zu entkommen. Viele weitere Abenteuer waren auf die Marines, bei den Aliens und den Predators ist die Story nicht ganz so komplex und gut gemacht, dies kann man aber verstehen, da die Aliens wahrscheinlich nicht so denken wie die Menschen.
2. Graphik
2.1 Marine
Im Spiel wird die „LithTech“ Engine verwendet, diese hat man schon bei Spielen wie z.B. „No one Lives Forever“ oder „Shogo“ genutzt. Die Lizenzgebühren sind für diese Engine einfach nicht so hoch, richtige Nachteile bringt das aber in meinen Augen nicht wirklich mit. So marschiert man als Marine zum größten Teil durch verlassene Stationen, auf denen natürlich das Licht ausgefallen ist, nur ab und zu flackert ein Licht auf um die Atmosphäre zu verdichten, was dadurch auch wunderbar gelingt. Nur der Lichtkegel von Taschenlampen durchdringt die Dunkelheit, Fackeln erhellen die Umgebung.
Als Marine hat man es die meiste Zeit über mit den Aliens zu tun, welche sehr hübsch animiert worden sind und sofort als solche zu erkennen sind. Diese haben eine vorliebe für Überraschungsangriffe. So durchbrechen sie immer wieder Türen, kommen durch Luftschächte gesprungen oder verstecken sich in dunklen Ecken um dann unvorsichtige Menschen schnell das Lebenslicht auszublasen.
Teilweise muss man auch über weitläufige Areale marschieren, die kann die Engine wunderbar fließend darstellen, es gibt immer wieder kleinere automatisch ablaufende Sequenzen welche direkt im Spiel dargestellt werden, erinnern zum Teil an „Half-Life“. Dadurch entsteht eine absolut dichte Atmosphäre, man ist immer angespannt, was mag hinter der Hügelkuppe liegen? Dies ist aber eher die Ausnahme, eher muss man durch enge Korridore rennen, teilweise sogar weil man vor den Horden von Aliens flüchten muss.
Nicht so hübsch sind die Menschen animiert, da hat man sich kaum Mühe gegeben, dass man mit der Engine besser aussehende Menschen erschaffen kann hat schon „No one Lives Forever“ vorgemacht. Dadurch wird der positive Gesamteindruck leider ein wenig getrübt, dennoch ist die Atmosphäre genial da man sich direkt wie in den Filmen vorkommt, so muss man sogar mit den riesigen Aufzügen aus „Alien 2“ fahren, einfach toll so an den Film erinnert zu werden.
2.2 Alien
Als Alien ähnelt sich die Graphik stark der von den Marines. Kein Wunder versuchen doch die Aliens die Menschen zu vernichten, also macht man sich daran auf fremden Stationen die Menschen auszurotten. Dabei muss man sehr oft durch extrem enge Gänge kriechen und sich an den Wänden entlang hangeln um den Menschen dann von hinten in den Rücken zu springen.
Dabei kann einem schon mal schwindelig werden, da das Bild wie wild herumdreht sobald man eine längere Strecke an den Wänden zurücklegt, dies ist aber teilweise auch dringend notwendig den wenn die Marines einen entdecken wird man schnell zu Kanonenfutter. Als Alien kann man nur recht wenig vertragen, dafür ist man umso tödlicher, mit wenigen Schlägen mit den Klauen oder dem Schwanz besiegt man schnell ganze Armeen.
Auch hat man im dunkeln Vorteile, so kann man auf verschiedene Sicht-Modi umschalten um z.B. die Menschen anhand deren Wärme oder durch Gerüche wahrnehmen. Als Alien werden leider nach meiner Meinung die Schwächen der Engine schnell klar, die Menschen sehen nicht sehr toll aus, zwar sind sie gut animiert, wirken aber sehr comichaft und dadurch unrealistisch, was nicht unbedingt zum Rest des Spiels passt.
2.3 Predator
Sollte man sich für die technisch fortschrittlichen Predator entscheiden wird man hingegen in den Genuss einer ganz anderen Graphik kommen, so spielt man anfangs auf dem Heimatplaneten der Predator welche eine weitläufige Vegetation haben, hohe Bäume, viel Wasser, komische Bauen und abstrakte Landschaften. Erst später muss man sich dann um die Menschen und Aliens kümmern.
Die Graphik ist ziemlich abwechslungsreich und auch hier bekommt man wieder verschiedene Sicht-Modi, auch sehr nützlich ist die Zoom-Funktion. Die Gegner verstecken sich gerne hinter Pflanzen, mit der Zoom-Funktion kann man diese aber sehr leicht ausmachen und dann schnell beiseite schaffen.
Wie ihr lesen könnt finde ich die Graphik sehr abwechslungsreich. Die Level unterscheiden sich grundlegend vom Aufbau, durch die oftmals dunklen Szenarien steigt der Adrenalinspiegel sehr schnell an, hier flackert ein Licht, dann laufen plötzlich gewaltige Maschinen an, Raumschiffe landen, Fahrzeuge explodieren, Türen werden eingetreten usw. ! Wer also auf Spiele mit tollen graphischen Schock-Effekten steht wird sicherlich begeistert sein, so wie ich. Nur leider sind die Menschen einfach nur unrealistisch gezeichnet, was die einzigste Schwäche, nach meiner Meinung ist.
Übrigens gibt es im Spiel immer wieder zwischen den Missionen längere Zwischensequenzen, wobei diese am häufigsten bei den Menschen zu sehen sind.
3. Sound und Musik
Schon die Akustik in dem Vorgänger war einfach perfekt gemacht. Zum Glück hat sich hieran nichts geändert, noch immer ist die Akustik einfach phänomenal. Man hört irgendwie immer etwas in seiner Nähe, seien es nun Schreie, herannahende Aliens, Tiere, Explosionen oder sonstige Geräusche. Am wichtigsten sind die Geräusche natürlich für die Marines, anhand der Schreie kann man die Aliens orten und durch den Bewegungsmelden lässt sich gleich die Entfernung abschätzen.
Man lauert richtig drauf das die Gegner nun endlich ankommen, dann machen sie es doch nicht und brechen kurz darauf durch eine Luftröhre in den Raum in dem man sich gerade befindet, natürlich mit einem lauten Krachen. Sollte man ein schwaches Herz besitzen sollte man dieses Spiel lieber nicht spät abends oder in einem abgedunkelten Raum spielen.
Viele Geräusche wurden auch aus den gleichnamigen Filmen herauskopiert, wer diese kennt fühlt sich genau in diese hineinversetzt, so realistisch ist die Klangkulissen. Selten ein Spiel gespielt in dem die Akustik wo wichtig für das Spielerlebnis ist, diese wurde einfach perfekt umgesetzt und so hatte ich sehr viel Spaß an ihr.
Genauso ist es auch mit der Musik welche sich der Handlung anpasst und so z.B. wenn man von Aliens verfolgt wird an Geschwindigkeit und Bedrohlichkeit rasant zunimmt. Genau so muss ein Spiel umgesetzt sein, mein Kompliment an die Entwickler.
4. Steuerung
Wie auch schon in den Vorgängern lässt sich die Steuerung frei konfigurieren, am besten kommt man mit der Mischung aus Maus und Tastatur klar. Für jede der 3 Rassen muss eine individuelle Konfiguration erstellt werden. Dies ist aber auch sehr gut, da jede Rasse unterschiedliche Möglichkeiten hat und sich deshalb komplett anders steuern lässt.
Während die Marines Schlösser aufschweißen, Fackeln durch die Gegend werfen, sich in Systeme einhacken können ist das Alien eben in der Lage sich an Decken entlang zu bewegen, den Menschen den Kopf abzubeißen oder die Umgebung anders wahrzunehmen. Als Predator hingegen kann man ziemlich hoch und weit springen, neuste Technologien benutzen, an die Gegner heranzoomen, sich unsichtbar machen usw.!
Die Rassen lassen sich extrem einfach, wie in fast jedem Ego-Shooter auch, steuern. Nur leider treten einige Bugs ein, so kann der Marine schon mal leicht an Ecken feststecken, hier hilft aber oftmals ein wenig Ducken und schon kann man weitermarschieren, dadurch ist das Spiel an einigen Stellen unfair, aber dies ist eher die Ausnahme.
Wunderbar finde ich es auch das man im Spiel ohne die üblichen Menüs auskommt, die Anzeigen wie z.B. Lebensenergie wurden in die Graphik übernommen ohne dabei störend zu wirken, Munition steht z.B. direkt auf den Anzeigen. Dies ist auch ganz praktisch gelöst, zu jeder Zeit kann man übrigens die Missionsziele abrufen, welche in den Zwischensequenzen normalerweise ausführlich erläutert werden.
5. Multiplayer-Modus
Im Vorgänger war der Multiplayer-Modus wirklich sehr lustig. Man konnte aus den 3 Rassen seine persönliche Lieblingskreatur heraussuchen und sich dann dran machen die anderen zu besiegen. Dabei gab es eine Punkteliste, am meisten Punkte gab es für einen besiegten Predator. Dadurch wurden die Predator oftmals von allen Mitspielern gejagt, dadurch wurde es als Predator ziemlich schwer zu überleben.
Auch hier ist wieder ein Multiplayer-Modus integriert, leider konnte ich diesen bislang nicht ausprobieren. Denke aber mal das dieser wieder genauso gut sein wird wie in dem Vorgänger. Leider kann man nicht mit Bots spielen, jedenfalls habe ich diese Option noch nicht gefunden, sobald ich mal eine längere Zeit gespielt habe werde ich ein Update verfassen.
6. Fazit
Bis auf wenige Schwächen auf die ich eingegangen bin macht mir das Spiel wirklich sehr viel Spaß. Das dieses Spiel mal wieder entschärft wird kann ich nicht verstehen, in Deutschland sollen einige Funktionen gekürzt oder gar komplett herausgenommen werden. Dabei ballert man die meiste Zeit auf Außerirdische oder unecht aussehende Menschen, da wunder ich mich doch das z.B. „Return to Castle Wolfenstein“ ab 16 freigegeben ist, obwohl die Menschen viel echter aussehen. Zwar hat das Spiel viele Schockeffekte und eine dichte Atmosphäre, aber deshalb dieses gleich wieder entschärfen? Ich hoffe mal das die Atmosphäre mit den tollen Lichteffekten auch in der deutschen Version erhalten bleibt, sowie eine tolle Übersetzung geboten wird, da man besonders als Marine sehr viel Text vorgesetzt bekommt und viele Unterhaltungen mitbekommt. Ich bin auf jeden Fall mit dem Spiel vollkommen zufrieden, wer sich mal wieder richtig erschrecken möchte, eine tolle Graphik sehen möchte, die Filme gerne mag, wird hier das persönliche Spiel des Jahres finden.
Die Rechenanforderungen sind noch recht moderat:
Ich empfehle mindestens einen 350 MHz Rechner und 128 MB RAM, da ansonsten die häufigen Ladezeiten zu lang dauern und so den Spielefluss deutlich mindern, auch sollte man über eine schnelle 3D-Graphikkarte verfügen. Ein ganz so schneller Rechner ist also nicht unbedingt notwendig. Eher eine größere Festplatte da das Spiel ca. 1.6 Gigabyte in der Komplettinstallation verschlingt. Das Spielt wird in einer schicken Verpackung ausgeliefert, zusammen mit 2 CDs.
noch einen schönen Tag!
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