Alleinerziehend - immer ein Nachteil? Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kenbo

Alleinerziehend - nur die Hälfte vom Ganzen!

Pro:

Sicherlich besser als sich ständig streitende Eltern!

Kontra:

Sicherlich schlechter als eine intakte Familie!

Empfehlung:

Nein

Die Thematik, ob es für Kinder gut oder schlecht ist, nur von einem Elternteil erzogen zu werden, ist sicher sehr komplex. Daher werde ich nur einen Aspekt beleuchten, nämlich die Frage, ob ein Kind bei einem alleinerziehenden Elternteil etwas über das Verhältnis der Geschlechter zueinander lernen kann.
Meiner Meinung nach fehlt einem solchen Kind die Möglichkeit, den Umgang der Eltern untereinander zu beobachten! Das Kind kann nicht sehen, wie in einer Partnerschaft unter alltäglichen Bedingungen Probleme gelöst werden, oder wie Zärtlichkeiten unter den Partnern ausgetauscht werden. Es sieht immer nur, wie die Mutter/der Vater Probleme allein gelöst werden müssen, eine Auseinandersetzung mit den Kindern findet da nur selten statt, vor allem, wenn das Thema von dem Elternteil als nicht kindgerecht eingestuft wird, wie z.B. drohende Arbeitslosigkeit!
Das Kind erlebt den erziehenden Elternteil sehr oft nur als oft nervösen, gestressten Erwachsenen, der dies dem Kind gegenüber zu überspielen versucht! Leider merken Kinder dies aber trotzdem, sind aber dann oft nicht in der Lage, die Ursache dafür zu erkennen.
Was dem Kind fehlt, ist die Möglichkeit, Konfliktlösungen anhand des Umgangs der Eltern miteinander zu erlernen. Überhaupt fehlen diesen Kindern oft einige soziale Kompetenzen, was den Umgang zwischen Frauen und Männern betrifft. So können viele Kinder, vor allem Jungen, die von der Mutter erzogen wurden, ihre eigene Rolle in der Gesellschaft später nur schwer finden. Ihnen fehlen typische männliche Verhaltensweisen und geraten dadurch im Umgang mit anderen Geschlechtsgenossen oft leicht ins Hintertreffen. Ich will damit nicht sagen, dass diese \'typischen\' Verhaltensweisen besonders gut sind! Nur wird sich jemand, dem diese fehlen, unter anderem im \'rauhen\' Berufsleben nur schwer durchsetzen können!
Daher denke ich, ist eine Erziehung in einer intakten Familie sicherlich immer noch die beste Alternative für ein Kind! Leider wird die Quote der Allerziehenden weiter zunehmen. Welche Auswirkungen das letztendlich für die nächste Generation hat, bleibt abzuwarten.

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