Erfahrungsbericht von Mrs.Wirbel
Jugendfußball heute
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Aufgrund meiner Erlebnisse, Kenntnisse sowie mit dem damit verbundenem Interesse,
möchte ich bei meinem ersten Bericht zu einem Thema kommen,
welches sicherlich allseits bekannt ist.
Der Profi- und Leistungssport Fußball. Viele Probleme, die in naher Zukunft gelöst werden müssen, können nur durch Verbesserung der Trainingsmethoden im Kinder- und Jugendbereich erreicht werden.
In dem folgenden Text werde ich genauer erläutern was ich mit der Problemansprache meine.
Des weiteren versuche ich den eher kenntnislosen Lesern einen kleinen Einblick in die „junge Fußballwelt“ zu verschaffen.
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Fußball ist so populär wie schon lange nicht mehr. Die Bundesliga boomt und vermeldet jährlich neue Zuschauerrekorde. Im Fernsehen und in den Tageszeitungen sind die Spiele der Bundesligamannschaften das Sportthema. Beste Voraussetzungen für den Kinder- und Jugendfußball also – scheint es. Aber Kinder und Jugendliche interessieren sich mehr und mehr für andere Dinge. Sportarten, die individuell und ohne Gruppendruck betrieben werden können, wie beispielsweise Tennis, oder ohne feste Vereinsbindungen, wie Streetball, In-Line-Skating oder Mountain-Biking, erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Darüber hinaus nimmt die passive Spielwelt mit Gameboy- und Computerspielen sowie Fernsehen und Video einen immer größeren Raum in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen ein.
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Unsere hochtechnisierte Gesellschaft bietet vielfältige Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen und fördert dabei immer mehr die Individualität. Gleichzeitig wird der Alltag zunehmend bewegungsärmer.
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Davon ist auch der Kinder- und Jugendfußball betroffen.
Der Straßenfußball, das Spielen auf Hinterhöfen, Wiesen und Bolzplätzen, existiert so gut wie nicht mehr. Während Kinder früher einen großen Teil ihrer Freizeit im freien Spielen und Üben auf Straßen und Wiesen verbringen konnten, finden sie heutzutage eine Umwelt vor,
die durch zunehmenden Straßenverkehr und die Bebauung von Freiflächen gekennzeichnet ist. Dadurch sind Kinder, die Fußball spielen wollen, auf die Angebote der Sportvereine angewiesen. Doch auch in den Fußballvereinen spielen heute immer weniger Kinder und Jugendliche Fußball. So sind im Kinder- und Jugendbereich insgesamt Mitgliederrückgänge
von nahezu 25 Prozent zu verzeichnen, für die Altersstufen der B-(15-16 Jahren) und
A-(17-19) Junioren allein von etwa 50 Prozent.
Die Gründe hierfür sind neben dem veränderten Freizeit- und Bewegungsverhalten auch in der gestiegenen Zahl schulischer und außerschulischer Verpflichtungen sowie in den Auswirkungen des Geburtenrückganges zu suchen.
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Neben diesen allgemeinen Gründen gibt es andere, die „fußballspezifisch“ sind und einen nicht unwesentlichen Anteil an der wenig zufriedenstellenden Lage im Kinder- und Jugendfußball haben.
Hierbei zu erwähnende Beispiele sind, dass oft die fehlende Vorerfahrung der Kinder zu wenig berücksichtigt wird, es qualifizierte Trainer und Betreuer fehlen oder auch die fußballspezifische „Ausbildung“ auf den kurzfristigen Erfolg ausgerichtet ist.
Sind all diese Fehler erst einmal gemacht, so sind sie kaum noch zu beheben,
was den Vereinsaustritt zur Folge hat.
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Nicht die vergleichsweise geringe Zahl der gut ausgebildeten Auswahlspieler mit Blickrichtung Profifußball wendet sich vom Fußball ab, sondern die Mehrzahl der Jungendlichen, die aufgrund eines mehrjährigen eintönigen und frustrierenden Trainings-
und Spielbetriebes bereits früh in ihrer Leistungsentwicklung stagnieren und/oder einfach keinen Spaß mehr am Fußballspielen haben, geht dem Fußball für immer verloren.
Beobachtungen zeigen, dass die Rückkehrrate ausgesprochen gering ist.
Hauptsächlich der Amateurbereich leidet unter dieser falschen Auffassung von Kinder- und Jugendarbeit. Der Profifußball greift auf die wenigen qualifizierten Auswahlspieler zurück oder holt sich seine Spieler im Ausland.
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Die Probleme der Bundesligavereine und der Nationalmannschaft auf zentralen Spielpositionen, wie der Libero- und Spielmacherposition, und die Tatsache, dass zur Zeit
fast überwiegend Spieler aus dem Ausland die spielerischen Akzente in der Bundesliga setzen, deuten jedoch darauf hin, dass auch der Profibereich bereits unter den Fehlentwicklungen und falschen Zielsetzungen des Kinder- und Jugendfußballs leidet.
Gelingt es nicht bald, eine an langfristigen Konzepten orientierte Jugendarbeit zu leisten,
so hat dies weitreichende Konsequenzen:
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Die technische und taktische Ausbildung entspricht nicht mehr den Erfordernissen des modernen Fußballspiels;
Der nationale, aber vor allem der internationale Standard des deutschen Fußballs sinkt,
da aus dem Nachwuchsbereich kaum noch überdurchschnittliche Spieler nachwachsen;
Immer mehr Jugendliche wenden sich aufgrund von Wettkampfmüdigkeit und/oder
Leistungsstagnation anderen Sportarten oder Freizeitaktivitäten zu, so dass der
Fußballsport in seiner Basis gefährdet ist.
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Die Lösung der hier aufgezeigten Probleme kann daher nur in der verantwortungsvollen und zielgerichteten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen. Gerade deshalb muss sich der Kinder- und Jugendfußball durch eigene Qualitäten im Training wie im Wettkampf auszeichnen.
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Fazit
Ich hoffe ich habe euch einen kleinen Einblick in den Kinder- und Jugendfußball und den damit verbundenen Problematiken gegeben. Dies ist meine Meinung dazu!!!!!
Sollte jemand eine ganz andere Einstellung bzw. eine völlig andere Auffassung zum Thema haben, freue ich mich auf Bewertungen und Kommentaren anderer Sichtweisen.
PS: Ich habe diese Meinung auch schon bei ciao.com veröffentlicht.
möchte ich bei meinem ersten Bericht zu einem Thema kommen,
welches sicherlich allseits bekannt ist.
Der Profi- und Leistungssport Fußball. Viele Probleme, die in naher Zukunft gelöst werden müssen, können nur durch Verbesserung der Trainingsmethoden im Kinder- und Jugendbereich erreicht werden.
In dem folgenden Text werde ich genauer erläutern was ich mit der Problemansprache meine.
Des weiteren versuche ich den eher kenntnislosen Lesern einen kleinen Einblick in die „junge Fußballwelt“ zu verschaffen.
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Fußball ist so populär wie schon lange nicht mehr. Die Bundesliga boomt und vermeldet jährlich neue Zuschauerrekorde. Im Fernsehen und in den Tageszeitungen sind die Spiele der Bundesligamannschaften das Sportthema. Beste Voraussetzungen für den Kinder- und Jugendfußball also – scheint es. Aber Kinder und Jugendliche interessieren sich mehr und mehr für andere Dinge. Sportarten, die individuell und ohne Gruppendruck betrieben werden können, wie beispielsweise Tennis, oder ohne feste Vereinsbindungen, wie Streetball, In-Line-Skating oder Mountain-Biking, erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Darüber hinaus nimmt die passive Spielwelt mit Gameboy- und Computerspielen sowie Fernsehen und Video einen immer größeren Raum in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen ein.
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Unsere hochtechnisierte Gesellschaft bietet vielfältige Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen und fördert dabei immer mehr die Individualität. Gleichzeitig wird der Alltag zunehmend bewegungsärmer.
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Davon ist auch der Kinder- und Jugendfußball betroffen.
Der Straßenfußball, das Spielen auf Hinterhöfen, Wiesen und Bolzplätzen, existiert so gut wie nicht mehr. Während Kinder früher einen großen Teil ihrer Freizeit im freien Spielen und Üben auf Straßen und Wiesen verbringen konnten, finden sie heutzutage eine Umwelt vor,
die durch zunehmenden Straßenverkehr und die Bebauung von Freiflächen gekennzeichnet ist. Dadurch sind Kinder, die Fußball spielen wollen, auf die Angebote der Sportvereine angewiesen. Doch auch in den Fußballvereinen spielen heute immer weniger Kinder und Jugendliche Fußball. So sind im Kinder- und Jugendbereich insgesamt Mitgliederrückgänge
von nahezu 25 Prozent zu verzeichnen, für die Altersstufen der B-(15-16 Jahren) und
A-(17-19) Junioren allein von etwa 50 Prozent.
Die Gründe hierfür sind neben dem veränderten Freizeit- und Bewegungsverhalten auch in der gestiegenen Zahl schulischer und außerschulischer Verpflichtungen sowie in den Auswirkungen des Geburtenrückganges zu suchen.
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Neben diesen allgemeinen Gründen gibt es andere, die „fußballspezifisch“ sind und einen nicht unwesentlichen Anteil an der wenig zufriedenstellenden Lage im Kinder- und Jugendfußball haben.
Hierbei zu erwähnende Beispiele sind, dass oft die fehlende Vorerfahrung der Kinder zu wenig berücksichtigt wird, es qualifizierte Trainer und Betreuer fehlen oder auch die fußballspezifische „Ausbildung“ auf den kurzfristigen Erfolg ausgerichtet ist.
Sind all diese Fehler erst einmal gemacht, so sind sie kaum noch zu beheben,
was den Vereinsaustritt zur Folge hat.
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Nicht die vergleichsweise geringe Zahl der gut ausgebildeten Auswahlspieler mit Blickrichtung Profifußball wendet sich vom Fußball ab, sondern die Mehrzahl der Jungendlichen, die aufgrund eines mehrjährigen eintönigen und frustrierenden Trainings-
und Spielbetriebes bereits früh in ihrer Leistungsentwicklung stagnieren und/oder einfach keinen Spaß mehr am Fußballspielen haben, geht dem Fußball für immer verloren.
Beobachtungen zeigen, dass die Rückkehrrate ausgesprochen gering ist.
Hauptsächlich der Amateurbereich leidet unter dieser falschen Auffassung von Kinder- und Jugendarbeit. Der Profifußball greift auf die wenigen qualifizierten Auswahlspieler zurück oder holt sich seine Spieler im Ausland.
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Die Probleme der Bundesligavereine und der Nationalmannschaft auf zentralen Spielpositionen, wie der Libero- und Spielmacherposition, und die Tatsache, dass zur Zeit
fast überwiegend Spieler aus dem Ausland die spielerischen Akzente in der Bundesliga setzen, deuten jedoch darauf hin, dass auch der Profibereich bereits unter den Fehlentwicklungen und falschen Zielsetzungen des Kinder- und Jugendfußballs leidet.
Gelingt es nicht bald, eine an langfristigen Konzepten orientierte Jugendarbeit zu leisten,
so hat dies weitreichende Konsequenzen:
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Die technische und taktische Ausbildung entspricht nicht mehr den Erfordernissen des modernen Fußballspiels;
Der nationale, aber vor allem der internationale Standard des deutschen Fußballs sinkt,
da aus dem Nachwuchsbereich kaum noch überdurchschnittliche Spieler nachwachsen;
Immer mehr Jugendliche wenden sich aufgrund von Wettkampfmüdigkeit und/oder
Leistungsstagnation anderen Sportarten oder Freizeitaktivitäten zu, so dass der
Fußballsport in seiner Basis gefährdet ist.
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Die Lösung der hier aufgezeigten Probleme kann daher nur in der verantwortungsvollen und zielgerichteten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen. Gerade deshalb muss sich der Kinder- und Jugendfußball durch eigene Qualitäten im Training wie im Wettkampf auszeichnen.
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Ich hoffe ich habe euch einen kleinen Einblick in den Kinder- und Jugendfußball und den damit verbundenen Problematiken gegeben. Dies ist meine Meinung dazu!!!!!
Sollte jemand eine ganz andere Einstellung bzw. eine völlig andere Auffassung zum Thema haben, freue ich mich auf Bewertungen und Kommentaren anderer Sichtweisen.
PS: Ich habe diese Meinung auch schon bei ciao.com veröffentlicht.
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