Erfahrungsbericht von schmiddi
Muskelzerrung - Verdammter Mist, was beißt mich ?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
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Vorwort
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Die einzige Zutat für eine Muskelzerrung – man nehme ein Fußballspiel. Es ist Samstag und am vorherigen Mittwoch hatte ich noch ein schweres Fußballspiel, in dem ich regelrecht tot gelaufen habe und mit einem Krampf im Oberschenkel ausgewechselt werden musste. Dies ereignete sich jedoch in der 88. Minute, das Spiel war sowieso entschieden und ich durfte duschen gehen. Als Manndecker hat man es nun mal nicht einfach und leidet manchmal mehr als sein Gegenspieler, an dem man wie eine Klette hängt und ihn zur Verzweiflung bringt. Durch diesen Krampf im Spiel bildete sich im Oberschenkel ganz böser Muskelkater, nach meinen jetzigen Erkenntnissen dürfte es sogar eine Muskelverhärtung gewesen sein. Denn Samstag vor dem Spiel, als wir uns alle aufwärmten, verspürte ich regelrechtes Unwohlsein vor lauter Anspannung in meinem Oberschenkel. Doch da muss man nun einmal durch, auch in der Jugend. Und so plätscherte das Spiel vor sich hin, dass wir gut spielten konnte man nicht behaupten, jedoch waren es wichtige Punkte, da wir nun die Playoff Teilnahme als 2. in der Tabelle gesichert haben. Vor lauter Vorfreude auf den Abpfiff wartend, damit wir noch ein bisschen die Teilnahme feiern konnten, ereignete sich jedoch genau das, was ich mir nicht gewünscht hatte.
Erst einmal erhielt ich in der ca. 30 Minuten von meinem Gegenspieler mit der Faust einen Schlag auf die Nase, welche jetzt noch dick und geprellt ist. Somit nahm das Unheil seinen Lauf. In der zweiten Halbzeit, als zwei Leute in unserer Abwehr mal wieder ein wenig schlafen mussten, hatte ich noch das Vergnügen mir mit einem wunderschönen Foul die gelbe Karte abzuholen, was sowieso bei fast jedem Punktspiel der Fall ist. Nach 70 Minuten wollte ich raus und mich duschen, ich spürte sich etwas in meinem Oberschenkel anbahnen. Doch wie Günther, mein Trainer, nun einmal ist ließ er mich einfach weiterspielen und zeigte immer nur auf die Uhr, dass ich das schon noch durchstehen würde. Und prompt war dies geschehen, spürte ich auch schon einen stechenden Schmerz unterhalb meiner Leiste, genau am Anfang des Oberschenkels. Es zog, es brannte und es schmerzte. Anfangs war der Schmerz überhaupt nicht schlimm, es fühlte sich eher dumpf an. Aber von Minute zu Minute wurde es schlimmer. Und warum dies alles ? Nicht weil es mein eigenes Verschulden war, sondern weil mein Gegner, welchen ich zuvor so wunderschön foulte der Meinung war, mir mit der Picke in diese Stelle treten zu müssen, wobei ich dort sowieso schon lädiert war, wie beschrieben dank dem Krampf bzw. der Verhärtung. Aber ausgewechselt wurde ich natürlich nicht, da die Spieler an der Linie schon alle am duschen waren. Also noch zehn Minuten und als es endlich um war, legte ich mich in der Kabine auf den Boden, denn ich konnte weder stehen noch sitzen.
Warum dieses lange Vorwort ? Ganz einfach. Denn alles beginnt so schön im allgemeinen Sport und es könnte besser gar nicht mehr laufen, plötzlich ist der Hundehaufen aber gewaltig am dampfen und es ist vorbei mit heiter Sonnenschein. So zog ich mir also meine erste Zerrung, wirklich verdammt schmerzende Zerrung zu, die ich durch meine eigens gute Behandlung nach einer Woche schon nicht mehr spüre.
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Was ist eine Zerrung
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Zerrungen entstehen meist durch schlechtes oder unzureichendes Aufwärmtraining vor dem Sport oder, wie schon geschildert, durch vorherigen Muskelkater oder nicht auskurierten Muskelverhärtungen. Im Fußball treten die meisten Muskelzerrungen in den Beinen und Leisten auf, da diese besonders anfällig dafür sind. Wade und Oberschenkel werden hierbei bevorzugt in Mitleidenschaft genommen, heilen jedoch schneller als eine Muskelzerrung in der Leiste ab.
Außerdem spielt sehr häufig die kühle Luft oder die Kälte insgesamt eine entscheidende Rolle. Sind die Muskeln erst einmal aufgewärmt, werden belastet, kühlen wieder ab, und werden dann noch mal belastet, ist eine Muskelzerrung meist schon vorprogrammiert. Als Beispiel kann man hier einen 100 m Läufer nehmen, der vor dem Rennen optimal aufgewärmt sein muss. Denn wenn seine Muskeln nicht auf Betriebstemperatur stehen, kann er das Rennen schon direkt abschreiben. Entweder kann er so nämlich nicht seine volle Leistungsfähigkeit abrufen oder er zieht sich ebenfalls eine solche Verletzung zu.
Angemerkt sei von meiner Seite aus noch, dass die Zerrung in der Medizin „Distorsion“ genannt wird und sich in diesem Fall schon sehr viel netter liest.
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Die Diagnostizierung
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Die Diagnose zu dieser Verletzung zu stellen ist so einfach, wie das Backen eines Spiegeleis. Es zwickt, beißt, brennt und zieht in dem betroffenen Muskel milde bis fürchterlich (je nach Zerrungsgrad). Außerdem treten in den meisten Fällen Schwellungen und Blutergüsse auf. Die Schwellungen sind sehr gut sichtbar, da mein Oberschenkel schließlich viel dicker als der andere Schenkel war. Bei Blutergüssen gestaltet sich die symptombezogene Diagnose jedoch schon etwas schwieriger. Denn hier können sichtbare oder auch nicht erkennbare Blutergüsse auftreten, sprich unter der Hautoberfläche oder direkt im Gewebe drin.
Endet die Belastung des Muskels abrupt, lässt der Schmerz auch immer mehr nach. Bei jeder kleinsten Bewegung jedoch, kann dieser je nach Grad der Verletzung wieder auftreten. Hier möchte ich gerne erwähnen, dass es bei mir ein wohl besonderer Fall war, stand meine gezerrte Muskulatur schließlich auch nach der Verletzung noch und Anspannung, so dass es egal bei welcher Bewegung höllisch schmerzte.
Hält der Verletzte es nun nicht mehr aus, sollte man am besten einen Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen, um sich genauer untersuchen zu lassen. Schließlich wäre es möglich, dass neben einer Muskelzerrung evtl. ein Muskelfaserriss oder Muskelanriss entstanden ist. Natürlich wollte meine Mutter direkt mit mir und meinem Vater ins Krankenhaus. Ich gebe zu, schneide ich mir in den Finger werde ich wehleidig. Beim Fußball kennt der Indianer Daniel jedoch keinen Schmerz und so therapierte ich mich zu Hause – alleine und ohne fremde Hilfe.
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Die Behandlung
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Selbst ist der Mann, und schon konnte meine Behandlung beim Erreichen unseres Hauses beginnen. Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass man für den kompletten Tag und gegebenenfalls den Tag darauf flach liegt. Das weiß ich nur zu gut, denn an diesem Abend wollte ich noch so richtig Party machen. Aber nichts da, da mir jede Bewegung so schwer viel, als ob ich gerade das Gehen neu erlernen müsste. Sogar im liegen tat mir der Oberschenkel inzwischen schon weh und ich hielt es kaum mehr aus, auch wenn es ein wenig nach Weichei klingen mag. Die Schmerzen waren einfach zu stark und ich nahm erst einmal eine Paracetamol, damit diese nachließen.
Somit war es erst einmal für eine Stunde gut und ich konnte ohne starke Schmerzen auf meinem Bett liegen. Aber behandeln musste ich den Oberschenkel nun einmal und wendete folgende Therapie an.
Erst einmal ist es sehr wichtig, die Stelle des gezerrten Muskels zu tapen. Tapen bedeutet einen etwas festsitzenden Verband anzulegen. Sehr gut eignen sich die Verbandsbandagen aus Baumwolle oder ähnlicher Struktur, die mit einer Klammer festgemacht werden. Darunter sollte man diese Stelle jedoch sehr gut kühlen. Dafür gibt es kleine Plastikkissen mit einer zähen Masse darin, die die Kälte aufnimmt und an die Körperstelle wieder abgibt. Kühlen ist das A und O, um sich ein wenig Schmerzlinderung zu verschaffen. Wird der Verband nun wieder etwas wärmer, sollte man diesen entfernen. Nun ist es sehr wichtig, die gezerrte Stelle mit Salben einzureiben. Sehr gut eignet sich eine Tinktur oder eben eine Salbe, die Arnika enthält. Arnika ist nun einmal eine der besten Heilpflanzen die es überhaupt gibt, durchblutet den Muskel und wirkt auf die negativen Eigenschaften bestens ein.
Außerdem kann man zur Behandlung auch eine apothekenpflichtige Salbe verwenden, die ohne Rezept erhältlich ist. Diese nennt sich „kytta-gel“ und wirkt sehr stark entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es riecht sehr gut und wer nun einmal den starken Geruch der Arnika nicht mag, kann hierauf zurückgreifen.
Ich kann allerdings nur noch einmal betonen, dass das Wichtigste die Kühlung des verletzten Muskels ist. Wer denkt diese Zerrung einfach übergehen zu können, wird sich noch wundern, was es für weitere Schäden mit sich ziehen kann (bis hin zum Muskelriss).
Nun sollte das Bein in eine ruhige Lage versetzt und am Besten ein wenig nach oben gestützt werden. Kleinere Massagen sind hierbei ebenfalls erlaubt, jedoch sollte diese Massage maximal nur ein wenig Schmerzen auslösen. Richtig tiefe Massagen können weitere Schäden mit sich ziehen. Die ruhige Lage ist jedoch das Wichtigste, da der Schmerz so sehr schnell nachlässt und sich kaum mehr bemerkbar macht.
Jetzt kommt es ganz darauf an, wie schnell die Zerrung abheilt. Meine Methoden zu befolgen führen einen schon mal in die richtige Richtung. Mindestens eine, maximal zwei Wochen kann sich solch eine Zerrung bemerkbar machen. In dieser Zeit ist die betroffene Stelle nicht einzusetzen (!), da die Schmerzen sonst sehr schnell wiederkommen können. Ist der Schmerz nach dieser Zeit jedoch immer noch stark, sollte man einen Arzt konsultieren.
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Die Nachbehandlung
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Sportliche Aktivitäten sollte man nach der durchstandenen Wartephase nur sehr leicht wieder in Angriff nehmen. In Bezug auf den Fußball ist beim ersten Training darauf zu achten, nur Lauftraining mit ein wenig Steigerungsläufen durchzuführen. Gegen den Ball treten ist wirklich nicht empfehlenswert, da bei einer seltsamen Drehung die Verletzung wieder aufbrechen kann.
Einreiben und therapieren sollte man die Stelle jedoch auch in der Folgezeit. Besser zu viel als zu wenig ist hier mein Motto.
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Die Vorbeugung
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Damit so etwas erst gar nicht geschieht, sollte man sich vor jeder sportlichen Aktivität ordentlich aufwärmen und dehnen. Viele denken, dass es gar nicht nötig wäre, da die Muskeln bei der Belastung sowieso warm werden. Doch diese Sache ist verdammt wichtig, da bei angewärmten Muskeln kaum eine solche Verletzung entstehen wird. Beim Fußball halte ich es immer so, in der Aufwärmphase einen Trainingsanzug zu tragen, da meine Muskeln bis zum Anpfiff so schön warm bleiben.
Leidet man unter starkem Muskelkater und treibt darauf wieder Sport, sollte man die Beine sehr gut mit durchblutungsförderndem „Latschenkiefer“ einreiben, auch „Franzbranntwein“ genannt. Massageöle sind ebenfalls sehr gut zu gebrauchen, da sie sich sehr leicht einmassieren lassen und die Muskeln warm halten.
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Fazit
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Eine solche Verletzung wünsche ich wirklich keinem, denn bis dato dachte ich, dass einige Fußballprofis richtige Weicheier sein müssen, wenn sie wegen einer Zerrung nicht spielen können. Aber ich wurde eines besseren belehrt und ich hoffe, dass meine Tipps jedem einmal in einem solchen Fall weiterhelfen werden.
Vorwort
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Die einzige Zutat für eine Muskelzerrung – man nehme ein Fußballspiel. Es ist Samstag und am vorherigen Mittwoch hatte ich noch ein schweres Fußballspiel, in dem ich regelrecht tot gelaufen habe und mit einem Krampf im Oberschenkel ausgewechselt werden musste. Dies ereignete sich jedoch in der 88. Minute, das Spiel war sowieso entschieden und ich durfte duschen gehen. Als Manndecker hat man es nun mal nicht einfach und leidet manchmal mehr als sein Gegenspieler, an dem man wie eine Klette hängt und ihn zur Verzweiflung bringt. Durch diesen Krampf im Spiel bildete sich im Oberschenkel ganz böser Muskelkater, nach meinen jetzigen Erkenntnissen dürfte es sogar eine Muskelverhärtung gewesen sein. Denn Samstag vor dem Spiel, als wir uns alle aufwärmten, verspürte ich regelrechtes Unwohlsein vor lauter Anspannung in meinem Oberschenkel. Doch da muss man nun einmal durch, auch in der Jugend. Und so plätscherte das Spiel vor sich hin, dass wir gut spielten konnte man nicht behaupten, jedoch waren es wichtige Punkte, da wir nun die Playoff Teilnahme als 2. in der Tabelle gesichert haben. Vor lauter Vorfreude auf den Abpfiff wartend, damit wir noch ein bisschen die Teilnahme feiern konnten, ereignete sich jedoch genau das, was ich mir nicht gewünscht hatte.
Erst einmal erhielt ich in der ca. 30 Minuten von meinem Gegenspieler mit der Faust einen Schlag auf die Nase, welche jetzt noch dick und geprellt ist. Somit nahm das Unheil seinen Lauf. In der zweiten Halbzeit, als zwei Leute in unserer Abwehr mal wieder ein wenig schlafen mussten, hatte ich noch das Vergnügen mir mit einem wunderschönen Foul die gelbe Karte abzuholen, was sowieso bei fast jedem Punktspiel der Fall ist. Nach 70 Minuten wollte ich raus und mich duschen, ich spürte sich etwas in meinem Oberschenkel anbahnen. Doch wie Günther, mein Trainer, nun einmal ist ließ er mich einfach weiterspielen und zeigte immer nur auf die Uhr, dass ich das schon noch durchstehen würde. Und prompt war dies geschehen, spürte ich auch schon einen stechenden Schmerz unterhalb meiner Leiste, genau am Anfang des Oberschenkels. Es zog, es brannte und es schmerzte. Anfangs war der Schmerz überhaupt nicht schlimm, es fühlte sich eher dumpf an. Aber von Minute zu Minute wurde es schlimmer. Und warum dies alles ? Nicht weil es mein eigenes Verschulden war, sondern weil mein Gegner, welchen ich zuvor so wunderschön foulte der Meinung war, mir mit der Picke in diese Stelle treten zu müssen, wobei ich dort sowieso schon lädiert war, wie beschrieben dank dem Krampf bzw. der Verhärtung. Aber ausgewechselt wurde ich natürlich nicht, da die Spieler an der Linie schon alle am duschen waren. Also noch zehn Minuten und als es endlich um war, legte ich mich in der Kabine auf den Boden, denn ich konnte weder stehen noch sitzen.
Warum dieses lange Vorwort ? Ganz einfach. Denn alles beginnt so schön im allgemeinen Sport und es könnte besser gar nicht mehr laufen, plötzlich ist der Hundehaufen aber gewaltig am dampfen und es ist vorbei mit heiter Sonnenschein. So zog ich mir also meine erste Zerrung, wirklich verdammt schmerzende Zerrung zu, die ich durch meine eigens gute Behandlung nach einer Woche schon nicht mehr spüre.
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Was ist eine Zerrung
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Zerrungen entstehen meist durch schlechtes oder unzureichendes Aufwärmtraining vor dem Sport oder, wie schon geschildert, durch vorherigen Muskelkater oder nicht auskurierten Muskelverhärtungen. Im Fußball treten die meisten Muskelzerrungen in den Beinen und Leisten auf, da diese besonders anfällig dafür sind. Wade und Oberschenkel werden hierbei bevorzugt in Mitleidenschaft genommen, heilen jedoch schneller als eine Muskelzerrung in der Leiste ab.
Außerdem spielt sehr häufig die kühle Luft oder die Kälte insgesamt eine entscheidende Rolle. Sind die Muskeln erst einmal aufgewärmt, werden belastet, kühlen wieder ab, und werden dann noch mal belastet, ist eine Muskelzerrung meist schon vorprogrammiert. Als Beispiel kann man hier einen 100 m Läufer nehmen, der vor dem Rennen optimal aufgewärmt sein muss. Denn wenn seine Muskeln nicht auf Betriebstemperatur stehen, kann er das Rennen schon direkt abschreiben. Entweder kann er so nämlich nicht seine volle Leistungsfähigkeit abrufen oder er zieht sich ebenfalls eine solche Verletzung zu.
Angemerkt sei von meiner Seite aus noch, dass die Zerrung in der Medizin „Distorsion“ genannt wird und sich in diesem Fall schon sehr viel netter liest.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
Die Diagnostizierung
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Die Diagnose zu dieser Verletzung zu stellen ist so einfach, wie das Backen eines Spiegeleis. Es zwickt, beißt, brennt und zieht in dem betroffenen Muskel milde bis fürchterlich (je nach Zerrungsgrad). Außerdem treten in den meisten Fällen Schwellungen und Blutergüsse auf. Die Schwellungen sind sehr gut sichtbar, da mein Oberschenkel schließlich viel dicker als der andere Schenkel war. Bei Blutergüssen gestaltet sich die symptombezogene Diagnose jedoch schon etwas schwieriger. Denn hier können sichtbare oder auch nicht erkennbare Blutergüsse auftreten, sprich unter der Hautoberfläche oder direkt im Gewebe drin.
Endet die Belastung des Muskels abrupt, lässt der Schmerz auch immer mehr nach. Bei jeder kleinsten Bewegung jedoch, kann dieser je nach Grad der Verletzung wieder auftreten. Hier möchte ich gerne erwähnen, dass es bei mir ein wohl besonderer Fall war, stand meine gezerrte Muskulatur schließlich auch nach der Verletzung noch und Anspannung, so dass es egal bei welcher Bewegung höllisch schmerzte.
Hält der Verletzte es nun nicht mehr aus, sollte man am besten einen Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen, um sich genauer untersuchen zu lassen. Schließlich wäre es möglich, dass neben einer Muskelzerrung evtl. ein Muskelfaserriss oder Muskelanriss entstanden ist. Natürlich wollte meine Mutter direkt mit mir und meinem Vater ins Krankenhaus. Ich gebe zu, schneide ich mir in den Finger werde ich wehleidig. Beim Fußball kennt der Indianer Daniel jedoch keinen Schmerz und so therapierte ich mich zu Hause – alleine und ohne fremde Hilfe.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
Die Behandlung
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
Selbst ist der Mann, und schon konnte meine Behandlung beim Erreichen unseres Hauses beginnen. Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass man für den kompletten Tag und gegebenenfalls den Tag darauf flach liegt. Das weiß ich nur zu gut, denn an diesem Abend wollte ich noch so richtig Party machen. Aber nichts da, da mir jede Bewegung so schwer viel, als ob ich gerade das Gehen neu erlernen müsste. Sogar im liegen tat mir der Oberschenkel inzwischen schon weh und ich hielt es kaum mehr aus, auch wenn es ein wenig nach Weichei klingen mag. Die Schmerzen waren einfach zu stark und ich nahm erst einmal eine Paracetamol, damit diese nachließen.
Somit war es erst einmal für eine Stunde gut und ich konnte ohne starke Schmerzen auf meinem Bett liegen. Aber behandeln musste ich den Oberschenkel nun einmal und wendete folgende Therapie an.
Erst einmal ist es sehr wichtig, die Stelle des gezerrten Muskels zu tapen. Tapen bedeutet einen etwas festsitzenden Verband anzulegen. Sehr gut eignen sich die Verbandsbandagen aus Baumwolle oder ähnlicher Struktur, die mit einer Klammer festgemacht werden. Darunter sollte man diese Stelle jedoch sehr gut kühlen. Dafür gibt es kleine Plastikkissen mit einer zähen Masse darin, die die Kälte aufnimmt und an die Körperstelle wieder abgibt. Kühlen ist das A und O, um sich ein wenig Schmerzlinderung zu verschaffen. Wird der Verband nun wieder etwas wärmer, sollte man diesen entfernen. Nun ist es sehr wichtig, die gezerrte Stelle mit Salben einzureiben. Sehr gut eignet sich eine Tinktur oder eben eine Salbe, die Arnika enthält. Arnika ist nun einmal eine der besten Heilpflanzen die es überhaupt gibt, durchblutet den Muskel und wirkt auf die negativen Eigenschaften bestens ein.
Außerdem kann man zur Behandlung auch eine apothekenpflichtige Salbe verwenden, die ohne Rezept erhältlich ist. Diese nennt sich „kytta-gel“ und wirkt sehr stark entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es riecht sehr gut und wer nun einmal den starken Geruch der Arnika nicht mag, kann hierauf zurückgreifen.
Ich kann allerdings nur noch einmal betonen, dass das Wichtigste die Kühlung des verletzten Muskels ist. Wer denkt diese Zerrung einfach übergehen zu können, wird sich noch wundern, was es für weitere Schäden mit sich ziehen kann (bis hin zum Muskelriss).
Nun sollte das Bein in eine ruhige Lage versetzt und am Besten ein wenig nach oben gestützt werden. Kleinere Massagen sind hierbei ebenfalls erlaubt, jedoch sollte diese Massage maximal nur ein wenig Schmerzen auslösen. Richtig tiefe Massagen können weitere Schäden mit sich ziehen. Die ruhige Lage ist jedoch das Wichtigste, da der Schmerz so sehr schnell nachlässt und sich kaum mehr bemerkbar macht.
Jetzt kommt es ganz darauf an, wie schnell die Zerrung abheilt. Meine Methoden zu befolgen führen einen schon mal in die richtige Richtung. Mindestens eine, maximal zwei Wochen kann sich solch eine Zerrung bemerkbar machen. In dieser Zeit ist die betroffene Stelle nicht einzusetzen (!), da die Schmerzen sonst sehr schnell wiederkommen können. Ist der Schmerz nach dieser Zeit jedoch immer noch stark, sollte man einen Arzt konsultieren.
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Die Nachbehandlung
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Sportliche Aktivitäten sollte man nach der durchstandenen Wartephase nur sehr leicht wieder in Angriff nehmen. In Bezug auf den Fußball ist beim ersten Training darauf zu achten, nur Lauftraining mit ein wenig Steigerungsläufen durchzuführen. Gegen den Ball treten ist wirklich nicht empfehlenswert, da bei einer seltsamen Drehung die Verletzung wieder aufbrechen kann.
Einreiben und therapieren sollte man die Stelle jedoch auch in der Folgezeit. Besser zu viel als zu wenig ist hier mein Motto.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
Die Vorbeugung
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
Damit so etwas erst gar nicht geschieht, sollte man sich vor jeder sportlichen Aktivität ordentlich aufwärmen und dehnen. Viele denken, dass es gar nicht nötig wäre, da die Muskeln bei der Belastung sowieso warm werden. Doch diese Sache ist verdammt wichtig, da bei angewärmten Muskeln kaum eine solche Verletzung entstehen wird. Beim Fußball halte ich es immer so, in der Aufwärmphase einen Trainingsanzug zu tragen, da meine Muskeln bis zum Anpfiff so schön warm bleiben.
Leidet man unter starkem Muskelkater und treibt darauf wieder Sport, sollte man die Beine sehr gut mit durchblutungsförderndem „Latschenkiefer“ einreiben, auch „Franzbranntwein“ genannt. Massageöle sind ebenfalls sehr gut zu gebrauchen, da sie sich sehr leicht einmassieren lassen und die Muskeln warm halten.
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Fazit
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Eine solche Verletzung wünsche ich wirklich keinem, denn bis dato dachte ich, dass einige Fußballprofis richtige Weicheier sein müssen, wenn sie wegen einer Zerrung nicht spielen können. Aber ich wurde eines besseren belehrt und ich hoffe, dass meine Tipps jedem einmal in einem solchen Fall weiterhelfen werden.
35 Bewertungen, 3 Kommentare
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17.04.2002, 15:02 Uhr von AfuRa
Bewertung: sehr hilfreichAber auf das Revanchefoul vom Gegner kannst dus ja nicht schieben :)
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15.04.2002, 17:49 Uhr von wilma
Bewertung: sehr hilfreichEine, meiner Meinung nach, noch bessere Heilpflanze ist die Aloe vera. Man kann einen Becher Aloe Vera im Tiefkühlfach aufbewahren und bei Bedarf, die gezerrte Stelle mit dem Eisgel kühlen und gleichzeitig beginnt die aufgetaute Aloe mit ihrer He
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07.04.2002, 14:47 Uhr von magicgott
Bewertung: sehr hilfreichso unsportlich wie ich bin passiert mir das wihl nicht, aber trotzdem gut zu wissen.
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