Allgemeines über Meinungsforen Testbericht

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Erfahrungsbericht von ViperJP

10 Gebote um auf Meinungsforen erfolgreich zu sein

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leserinnen und Leser,


wer meine letzten Beiträge aktiv mitgelesen hat weiß, dass ich momentan ein wenig in meinen alten Ciao.com-Meinungen grabe, die ich vor mehreren Jahren bereits geschrieben habe und recht umfangreich und meiner Meinung nach auch ganz hilfreich waren (und es hoffentlich immer noch sind *gg*). Diese veröffentliche ich nun hier überarbeitet und aktualisiert.

Vorwort:
Jetzt müsste es eigentlich Teil vier geben, doch Teil 4 – dieser Bericht – ist nicht einfach nur überarbeitet, sondern komplett neu geschrieben worden. In diesem Bericht möchte ich euch schreiben, was man so alles tun kann, um mehr Lesungen und Bewertungen zu seinen eigenen Erfahrungsberichten bei den Meinungsportalen zu bekommen.
Die Tipps, die ich hier nennen werde, richten sich natürlich in erster Linie an Neueinsteiger in diesem Gebiet, da die „alten Hasen“ diese ganzen Tipps und Tricks natürlich schon kennen dürften. Trotzdem würde ich mich hier auch von Kommentaren der „alten Garde“ freuen, denn ich bin Neugierig, was ihr von diesen kleinen Tipps haltet. :-)
Weiterhin werde ich hierbei nicht im speziellen auf ein bestimmtes Portal eingehen, da die Tipps eigentlich „überregional“ ihre Gültigkeit haben sollten. Sollte dies bei einem Meinungsportal nicht so sein, würde ich mich über einen entsprechenden Kommentar sehr freuen um diesen Bericht hier zu aktualisieren.

Aber genug der großen Worte, los geht’s:


Einleitung:
Sicherlich fragt ihr euch, wie einige Mitglieder es schaffen, hunderte von Lesungen und Bewertungen zu kommen und denkt euch „die müssten doch schon allein vom Schreiben von Meinungen steinreich sein“.
Schön wär’s, aber leider wird man davon auch nicht reich – das wäre ja zu schön. ;-)

Aber es gibt ein paar Tipps und Kniffe, wie man mehr Leser für seine Beiträge gewinnen kann. Ganz unabhängig davon, welches Meinungsportal man benutzt. Und genau diese Tipps möchte ich euch hier vorstellen. Dabei erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber wer sich daran hält, der sollte schon einige Lesungen mehr bekommen mit der Zeit. :-)


Gebot 1 – Du sollst Lesen und Lesen lassen
Man schreibt seinen Bericht, stellt ihn ein und so lange er noch auf der Startseite oder in den Produktkategorien in den entsprechenden Vorschaufensterchen vorhanden ist, wird er gelesen. Danach nicht mehr. So erhält man, je nachdem wie viel auf den Meinungsportalen los ist und wie frequentiert die Kategorien sind, mehr oder weniger Lesungen für seinen eigenen Beitrag.
Das funktioniert ja ganz gut, aber möchte man nicht doch noch ein paar Lesungen mehr haben? Nicht nur vielleicht 10 oder 15, sondern 80 oder 90 oder noch mehr?
Dann muss man was dafür tun – nämlich auch andere Meinungen lesen und bewerten. Bei Yopi gibt es den besonderen Anreiz, dass man ja auch für das Bewerten von anderen Meinungen ein paar Cent gutgeschrieben bekommt, bei Ciao gibt’s dafür Community-Punkte. Doch das sollte nicht der alleinige Anreiz zum Lesen anderer Beiträge sein. Denn je mehr man sich „umliest“, desto weiter gestreut sind auch die eigenen Sporen, die man hinterlässt. Denn jede Bewertung hinterlässt beim Schreiber des Beitrages ja einen kleinen Eintrag, von wem der Bewertet wurde. Vielleicht entschließt man sich dann ja auch dazu, dieser Person ebenfalls einen kleinen Besuch abzustatten und dessen Meinungen zu lesen.

Gebot 2 – Du sollst Kommentare schreiben
Bei Yopi gibt’s für einen Kommentar keine extra Belohnung, bei Ciao gibt’s wiederum Community-Punkte. Doch das ist nicht der Sinn eines Kommentares, eine direkte Belohnung vor das Meinungsportal. Nein, in einem Kommentar könnt ihr eure eigene Meinung zu einem Bericht hinterlassen, dem Autor einige Tipps für kommende Berichte mit auf dem Weg geben, einen besonders gelungenen Bericht loben oder auf eine eigene Meinung zu einem ähnlichen Thema hinweisen.
Ich für meinen Teil interessiere mich sehr dafür, was andere User über meine Berichte denken und freue mich daher über jeden Kommentar. Ich denke, bei vielen ist das nicht anders.
Der Vorteil beim Kommentare-Schreiben ist, dass so der Autor des Beitrages auch auf einen selbst aufmerksam wird. Und da wir „Meinungsportaler“ ja neugierige Menschen sind, liest man sich eben dann bei dem Kommentator vielleicht sogar um, besonders dann, wenn er hauptsächlich ein ähnliches Interessengebiet abgedeckt, wie man selbst.
Eine Sache noch: Bei schlechten Bewertungen sollte man grundsätzlich immer einen Kommentar schreiben, warum man einen Beitrag schlecht bewertet hat. Nur so kann man dem Schreiber helfen, künftige Meinungen zu verbessern. Und das ist auch für uns gut – denn je besser die Beiträge werden, desto mehr haben wir, wo wir uns umfassend informieren können.

Gebot 3 – Du sollst Fair bewerten
Fair bewerten ist ganz, ganz wichtig. Niemand hat etwas von Gefälligkeitsbewertungen oder absichtlich schlechten Bewertungen oder gar Rachebewertungen. Das bringt nichts und fördert die Community in keinster Weise.
Außerdem sollte man nicht die Meinung des Autors bewerten, sondern den Inhalt des Beitrages. Schlimm ist es, wenn man einen Beitrag als „nicht nützlich“ bewertet, nur weil einem die genannte Meinung nicht zusagt, aber der Inhalt doch ganz in Ordnung ist.
Wer einmal bei der Bewertung einer Meinung nicht ganz sicher ist („ist es nun „sehr nützlich“ oder doch nur „nützlich“… hmmm…..“), geht im Notfall entweder nach der Meinung der Mehrheit oder entscheidet sich für die schlechtere Alternative.
Warum das? Ganz einfach: Wer zweifelt, ob eine Meinung „sehr nützlich“ ist, kann sie schlussendlich doch nicht auch wirklich mit „sehr nützlich“ bewerten, da ja gewisse Zweifel an dieser Bewertung aufkommen. Abhilfe gegen ein schlechtes Gewissen bewirkt ein kleiner Kommentar in dem geschrieben wird, warum die Meinung dann schlussendlich doch noch mit der schlechteren Note bewertet wurde. Ansonsten gilt zu den Kommentaren, was in Punkt 2 schon beschrieben wurde.

Gebot 4 – Du sollst deine Freunde ehren
Viele werden das kennen: Man liest einen sehr interessanten Bericht und fragt sich, ob die anderen Berichte dieser Personen auch so interessant sind. Also schaut man ins Profil und liest sich auch die anderen Meinungen dieser Person durch. Oftmals sind dann auch die anderen Berichte richtig gut.
Was tut man nun also? Genau, man fügt diese Person in den eigenen Freundes- oder Vertrautenkreis hinzu und hofft darauf, dass der neu gewonnene „Freund“ bei einem selbst das ebenso macht.
Der Vorteil an diesem System ist, dass man bei vielen Meinungsportalen die Möglichkeit hat, neue Berichte des Mitgliedes sofort lesen zu können, da man darüber informiert werden kann, wenn ein Freund/Vertrauter einen neuen Bericht schreibt.
Sich einen Freundeskreis aufzubauen hat einige Vorteile. Zum einen lernt man neue Menschen kennen, mit denen man sich evtl. sogar außerhalb des Meinungsportals unterhält, zum anderen erhält man auch mehr Lesungen.
Doch sollte man sich seine Vertrauten mit Bedacht aussuchen. Es sollte schon ein wenig persönlicher Kontakt in Form von Kommentaren oder Gästebucheintragungen gegeben haben, bevor man jemanden zu seiner Freundesliste hinzufügt. Auch sollte man sich für die Themengebiete des anderes interessieren, denn so ein Freundeskreis hat noch eine höhere Bedeutung, als nur weitere Lesungen zu bekommen. Deswegen ist es zu vermeiden, allein nur wegen den Lesungen einen Freundeskreis aufzubauen. Viel wichtiger ist, sich auch wirklich für die Beiträge des Anderen zu interessieren.
Ein großer Freundeskreis zeugt oftmals auch von der Qualität der Beiträge und ist somit ein weiterer Anreiz für Lesungen. Denn wenn man sieht, der Andere hat viele User, die ihm vertrauen, macht das diese Person gleich interessanter und die Beiträge der betreffenden Person somit auch.
Wie gesagt, sollte man jedoch darauf achten, seine Freunde mit Bedacht auszuwählen und nicht einfach alles und jeden in diese Liste hinzufügen. Das bringt auch nicht wirklich viel, zumal es für andere User sowieso erst dann interessanter werden könnte, wenn einem selbst auch viele User vertrauen.

Gebot 5 – Du sollst Freunde auf deine Meinung aufmerksam machen
Wenn man gewisse Personen schon länger zu seinem Vertrautenkreis zählt, kann man auch im Gästebuch seines Freundes über neue Berichte aufmerksam machen. Dies sollte jedoch nicht zu aufdringlich sein und vor allen Dingen sollten sich die Gästebucheinträge auch nicht nur auf solche Dinge begrenzen… ;-)
Auf manchen Meinungsforen ist es sogar verboten, Werbeeinträge zu machen oder für seine eigenen Berichte zu werben (das gilt auch für Punkt 6). Hier sollte man im Einzelfall die betreffenden Regeln für das Portal genau studieren und schauen, wie man so etwas dann am besten machen kann, oder ob es generell verboten ist.
Wobei ich hiermit auch nicht zum Werben auffordern will, sondern wirklich nur auf persönlicher Basis passieren, wenn der Gegenüber auch interessiert an so etwas ist (Vertraute z.B. die schon von sich aus z.B. sagen: \"Benachrichtige mich bei ner neuen Meinung von dir\")!

Gebot 6 – Du sollst auf deine Berichte hinweisen
Kommentare sind eine nützliche Funktion. In Punkt 2 habe ich schon kurz erwähnt, dass Kommentare sich gut dafür eignen, auch auf themenverwandte Meinungen hinzuweisen. Tunlichst sollte man jedoch vermeiden, einen Kommentar etwa so aussehen zu lassen:
„Guter Bericht. Lese dir auch meine durch! Gruß, UserXY“

Um einiges eleganter und interessanter wirkt etwa eine Form wie diese:
„Hi, einen tollen Bericht hast du da geschrieben. ProduktXY habe ich auch schon angetestet und kann mich deiner Meinung voll und ganz anschließen (siehe auch meinen Bericht dazu).“

oder

„Hi, toller Bericht! Ich habe mir letztens auch ein ProduktXY zugelegt, ist im Gegensatz zu deinem ProduktZZ auch interessant – kannst dich ja mal in meinem Bericht dazu informieren.“

oder

„Hi, einen guten Bericht hast du da geschrieben, jedoch kann ich mich deiner Meinung nicht ganz so 100%ig anschließen. Wenn du wissen möchtest, was ich darüber denke, lese doch auch mal meinen Bericht über ProduktXY.“

Sowas weckt viel eher Interesse, als eine schnöde Werbung in Kommentarform. Siehe dazu auch, was ich bei Punkt 5 geschrieben habe!


Gebot 7 – Du sollst Qualität nicht über Quantität setzen
Es kommt nicht immer darauf an, Beiträge mit 2500 Wörtern zu schreiben. Klar, der Bericht sollte natürlich nicht zu knapp sein, aber es reicht auch manchmal einfach schon aus, wirklich nützliche Informationen in den Bericht zu packen und seinen eigenen Erfahrungsbericht dazu zu schreiben. Niemand interessiert sich (meiner Meinung nach) dafür, seitenweise eine Abhandlung darüber zu hören, wie der Schuhkarton des neuen NIKE-Schuhs aussieht. Man kann ihn vielleicht anreißen, aber doch bitte keine wissenschaftlichen Thesen darüber aufstellen und die Konsistenz mit der Einstein’schen Relativitätstheorie begründen.
Auf der anderen Seite kommt es leider jedoch auch häufig vor, dass Meinungen gar nicht richtig gelesen werden, sondern einfach nur nach der Länge bewertet werden. So etwas ist natürlich schade, lässt sich aber kaum vermeiden.
Jedenfalls: Achtet darauf, wirklich alles Erwähnenswerte zu erwähnen, eventuell ein paar Zusatz-Tipps nicht vergessen, bei technischen Produkten auf die technischen Details einzugehen (oder zumindest schildern, wo man sich diese einsehen kann) und natürlich die eigenen Erfahrungen mit diesem oder jenem Produkt nicht vergessen und schon fährt man auf der richtigen Seite.
Um die Qualität der eigenen Beiträge weiter zu erhöhen, empfiehlt es sich, die Berichte in einem Textverarbeitungsprogramm (z.B. Word) vorzuschreiben und dort auf Fehler überprüfen zu lassen. Ein paar Fehler zwischendurch kommen vor, das macht jeder mal und ist auch nicht weiter schlimm. Wenn aber in jedem Satz acht Rechtschreib- und Tippfehler zu finden sind, zeugt das nicht gerade von gehobener Qualität. Daher: Vorschreiben, prüfen, erst dann veröffentlichen.
Merke: Qualität ist wichtiger als Quantität, eine Mischung aus beiden jedoch noch besser (allein schon, um auch die „Längen-Fetischisten“ zu befriedigen)!

Gebot 8 – Du sollst dir Zeit nehmen
Ein umfangreicher und aktueller Bericht braucht seine Zeit, das ist ja klar. Allein die Recherche zu einem Produkt nimmt schon eine gewisse Zeit in Anspruch. Dann die gefunden Informationen so sortieren, sich überlegen, was man eigentlich schreiben möchte (und wie), das ganze dann niederschreiben und in eine lesbare Form zu bringen braucht seine Zeit.
Niemand erwartet, dass Beiträge am Fließband geschrieben werden, oder dass mal längere Zeit nichts kommt.
Für die Berichte sollte man sich genügen Zeit lassen, zwischendurch vielleicht mal kleine Pausen machen, oder den Bericht liegen lassen und an einem anderen Tag weiterschreiben, wenn es z.B. schon spät ist und man eigentlich gar keine Lust mehr hat.
Das Ergebnis: Oftmals ein Bericht, der weiter ausgereift und besser ist als das, was man evtl. geschrieben hätte, hätte man sich keine Zeit gelassen.
Sinnvoll ist es auch, den Bericht vor der Veröffentlichung noch einmal durchzugehen. Denn meistens fallen einem dann noch Dinge ein, die man vorher vergessen hat.

Gebot 9 – Du sollst auf die Zeit achten
Ganz anders sieht es da schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aus. Abends sind die meisten User im Netz unterwegs, daher ist es wahrscheinlicher, dass abends die Meinungen und Berichte öfters gelesen werden größer, als z.B. um halb vier morgens.
Klar werden zu der Zeit auch mehr Berichte geschrieben als um halb vier morgens, aber bis der eigene Beitrag von den Startseiten verschwindet, hat man sich oftmals schon ein paar Lesungen mehr eingeheimst.
Meinen eigenen Erfahrungen nach zu urteilen, ist die beste Zeit um Berichte zu veröffentlichen zwischen 17:00 und 21:00, an Wochenenden oder Feiertagen, oder in den Ferien weiten sich diese Stunden jeweils aus. Da ist die optimale Zeit so zwischen 15:00 und 22:30 rum etwa. Das soll jetzt keine Faustregel sein, oder eine physikalisch bewiesene Regel, aber in diesen Zeiten etwa werden meiner Meinung nach die meisten Beiträge gelesen.

Gebot 10 – Du sollst nicht stehlen
Meinungsklau ist eine Sache, die auch heute noch von einigen immer noch ganz gerne betrieben wird. Wer auffliegt, kann seine Sachen packen, wer nicht auffliegt, trägt seinen Nutzen auf Kosten von Anderen.
Nichts ist dagegen einzuwenden, wenn man sich für seinen eigenen Bericht einige Anregungen aus anderen Berichten holt (technische Details, Hintergrundwissen, etc.) und diese dann in eigenen Worten niederschreibt (was bei der Beschreibung der eigenen Erfahrung mit dem Produkt jedoch flach fallen würde), aber Meinungsklau – auch nur in Auszügen – ist nicht nur schlichtweg scheiße, sondern verhöhnt geradezu die Arbeit derjenigen, die sich teilweise stundenlang hingesetzt haben, um einen Bericht fertig zu stellen (Informationssuche, Ordnung der Informationen, Niederschreiben, etc.).
Daher merke: Niemals klauen! Früher oder später fliegt es sowieso auf…



Sodale, damit wären wir dann am Ende meiner „10 Gebote für das Meinungsschreiben“ angelangt. Ich hoffe, euch brachte dieser kleine Bericht etwas und das euch das Lesen Spaß gemacht hat.

Über weitere Vorschläge und Kommentare zu dem Bericht würde ich mich sehr freuen. :-)



Bericht veröffentlicht und aktualisiert für folgende Meinungsportale:
Yopi.de , Ciao.com , Dooyoo.de

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Nette70

    29.03.2006, 14:55 Uhr von Nette70
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht. Nette