Anno 1602: Erschaffung einer neuen Welt (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 11,07
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Erfahrungsbericht von rsdcberlin

Erobert die Inselwelt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe Yopi Mitglieder,
heute berichte ich euch über das Spiel Anno 1602. Neben den üblichen Informationen habe ich auch gleich einige Tipps und Tricks in meine Meinung mit einfließen lassen. Viel Spaß beim Lesen.

Wissenswertes zum Spiel
Anno 1602 ist ein Strategiespiel. Ihr befindet euch auf einer Inselwelt. Diese müsst ihr erst erkunden. So werden euch dabei die Reichtümer einer Insel offenbart. Ihr erfahrt ob es wertvolle Erze oder fruchtbaren Boden für eure benötigten Güter gibt. Ihr bebaut die Inseln und fördert die Erze. Dann treibt ihr Handel mit den anderen Mitspielern im Mehrspielermodus via Netzwerk oder Computergegnern im Einzelspielmodus. Ihr baut euch eine Flotte und erreicht bald Ruhm und Ansehen. Mit der Zeit benötigt ihr für euer Wachstum immer mehr Güter. Da bleiben kriegerische Auseinandersetzungen nicht aus. Zudem lauern, je nach Schwierigkeitsgrad, auch Piraten euren vollbeladenen Schiffen auf. Wachsamkeit ist also angesagt. Feuersbrünste und Seuchen bedrohen euch. Manch Fluch wird gegen euch verhängt. Eure Aufgabe ist es, das alles zu meistern.

Systemanforderung und Installation

Die relativ niedrigen Systemanforderungen, (100 MHz Prozessor, 16 MB RAM-Speicher, Betriebssystem ab Windows 95 , 4 fach CD-Laufwerk und einfache PCI-Grafikkarte) machen dieses Spiel auch für Besitzer von älteren Computern interessant. Die Installation ist kinderleicht. CD ins Laufwerk, alles andere geht fast wie von selbst, wenn ihr den Autostart eingeschaltet habt. Die CD benötigt ihr auch für das gesamte Spiel. Zum Beispiel, weil Animationen und Sound geladen werden. Sehr hilfreich ist das mitgelieferte Handbuch. Es erklärt alles wissenswerte anschaulich.

Das Spiel läuft im Zufallsmodus. Das heißt, die Inselwelten werden zufällig gestaltet. So kann das Spiel im Enderfolg nie langweilig werden. Mitgelieferte Missionen runden das Bild ab. Im Internet erhält man reichlich weitere Missionen und Hilfsmittel. Das Spiel wird mit Tastatur und Maus gespielt. Übersichtliche Menüs in Form von Symbolen machen das Spiel auch leicht verständlich.

Wissenswertes zur Grafik

Ich lasse das Spiel immer in einer Auflösung von 800 x 600 laufen. Man hat die Möglichkeit die Spielfläche zu zoomen. Beim kleiner zoomen hat man den besten Überblick über die Inselwelt. Beim größer zoomen sieht man die feinen Details genau. Und die haben es in sich. Emsige Schubkarrenfahrer, fleissige Landarbeiter, kräftige Steinmetze, alle sind sehr liebevoll animiert. Windmühlen drehen sich, aus der Bäckerei steigt Rauch, Schafe, Kühe und Rotwild grasen die Landschaft ab. Ab und zu sieht man auch spielende Kinder, oder ein Unhold schleicht plündernd durch die Gassen. Die immer wieder ausbrechenden Feuer löscht ein putziger Feuerwehrmann mit seinem Löschkarren. Es gibt immer wieder interessantes zu entdecken. Bei bestimmten Ereignissen laufen kleine Videoclips ab, wenn man das in den Optionen so eingestellt hat. Sehenswert sind diese am Anfang auf jeden Fall. Später sind sie eher hinderlich. Z.B. wenn man gerade eine Schlacht führt und plötzlich ein lang ersehntes Schiff fertiggestellt wird. Zeitkritische Situationen sind dann sehr schwer zu bewältigen.

Wissenswertes zum Sound

Die Sprachausgabe des Sprechers ist excellent. Da die Ereignisse, von denen er berichtet sich aber immer wiederholen, wird sie auch schnell nervig. Eingeschaltet lassen würde ich sie aber auf jeden Fall. Sonst werdet ihr von Piraten angegriffen und bekommt das gar nicht mit, weil dies am anderen Ende der Landkarte passiert. Muhende Kühe, mähende Schäfchen, das Klopfen der Hämmer des Steinmetzes, das Klimpern des Eisens in der Schmiede. All diese Geräusche sind hörenswert. Sogar das Schlachtgetümmel der Kampfschiffe, ohrenbetäubenden Kanonendonner und das Stöhnen der verwundeten Soldaten sind zu hören.

Tipps und Strategiehinweise

Der Vorteil des Spielers ist es, dass er nach mehrmaligen Spielanläufen die Computerstrategie sehr leicht voraussagen kann und dementsprechend reagiert. Das Ziel des Spiels ist es, alle Inseln zu beherrschen und diese optimal zu bewirtschaften. Will man dies erreichen, dann hat man 3 Gegner zu schlagen. Je länger man das hinauszögert, desto schwerer wird es, die Gegner zu bezwingen.

Wenn ihr ein Spiel startet, dann speichert es gleich ab. Dann geht ihr mit F7 in den schnellen Modus und erkundet erst mal alle Inseln. Macht euch am Besten einen Plan auf einem Blatt Papier. Habt ihr das alles, dann ladet den gespeicherten Spielstand. Jetzt wisst ihr ja, wo ihr welche Rescouren findet. Lauft die grösste Insel an und baut dort euren ersten Kontor. Dann ein Forsthaus, einen Fischer, zwei Schafsfarmen und eine Webstube. Behaltet etwas Holz und einige Hämmer auf dem Schiff. Jetzt fahrt mit diesem die nächstgelegene Insel auf der sich Gold befindet an und baut dort einen Kontor und einen Fischer. Gold ist sehr wichtig in diesem Spiel. Deshalb sollte man wenigstens eine Insel mit Goldvorkommen haben. Jetzt lauft Inseln an, auf denen sich Tabak und Weinanbau lohnt. Am Besten sind hierbei Inseln, die Ureinwohner haben. Mit diesen könnt ihr Handel treiben. So kommt ihr schon zu Tabak und Alkohol, bevor ihr Steine abbauen könnt. Als Gegenleistung wollen die Ureinwohner meist Stoffe. Die werden ja zwischenzeitlich auf eurer Hauptinsel fabriziert. Also zurück zur Hauptinsel. Baut dort Häuser, am besten im 3 mal 3 Quadrat. Darum herum baut ihr Straßen. Die Kapelle nicht vergessen und schon geht’s los. Die Pioniere werden zu Siedlern. Nehmt ein Paar Tonnen Stoffe und fahrt eure Inseln mit den Ureinwohnern an. Aktiviert dort den Handel. Holt die Tauschwaren aber erst ab, wenn mindestens 5 Tonnen davon produziert sind. Selbst wenn ihr Waren im Überfluss fabriziert, außer Gold und Holz sollte man nichts verkaufen. Ist ein Kontor mit einer Ware voll, dann verschifft etwas auf eine eurer Inseln, auf der sich diese Ware nicht befindet. So habt ihr immer ausreichend Vorräte für schlechte Zeiten.

Zwischenzeitlich haben sich eure Einwohner prächtig entwickelt. Ihr könnt jetzt Steine abbauen. Klickt dafür auf eure Goldinsel und kauft dort Hämmer ein. (etwa 10 Stück) Den Preis drückt ihr auf 92 Taler runter. Holz wird hier ja schon fabriziert und nachdem die Hämmer eingetrudelt sind, baut ihr den Steinbruch und den Steinmetz. Sobald Steine hergestellt wurden baut ihr damit erstmal Steinstraßen auf der Goldinsel, damit der Steinabbau auch flott vorangeht. Es dauert nicht lange und das Volk wünscht immer mehr Prunkbauten. Vergeudet nicht die wertvolle Zeit mit dem Errichten von Mauern. Seht zu, dass ihr so schnell wie möglich Kanoniere baut, zerstört als erstes die feindlichen Schiffe und erobert dann die gegnerischen Inseln.

Habt ihr genug Baumaterialien könnt ihr eurem Volk alles geben. Nur mit der Kirche wartet, bis ihr wirklich ausreichend Nahrung und sonstige Rescouren erwirtschaftet. Nach dem Kirchenbau geht das Wachstum nämlich rapide aufwärts und man wird es euch sehr übelnehmen, wenn ihr dann nicht genug Nahrungs- und Genussmittel habt.

Sicherlich habt ihr nun auch schon eure ersten Farmen aufgebaut. Wir sind nun an der kritischsten Phase des Spiels angelangt. Das Geld geht langsam zur Neige. Schliesslich muss man die Hämmer ja noch kaufen. Also noch rechtzeitig ein Bergwerk erschliessen. Mit dem Bau der Erzschmelze und der Werkzeugschmiede wartet aber noch, bis ihr mindestens 15 T Erz gefördert habt. Jetzt vergesst nicht, den Einkauf von Hämmern auf der Goldinsel einzustellen. Bis zum Ende des Spiels werdet ihr wahrscheinlich keine Hämmer mehr kaufen brauchen, weil ihr sie ja selbst herstellt. Geht mit diesen Hämmern sorgsam um. Irgendwann versiegt die Erzmine und ihr braucht wieder Hämmer um eine neue zu bauen. Also 15 Hämmer in Sicherheit bringen. Natürlich nicht auf eure Hauptinsel, denn das gierige Volk würde sich diese gleich einverleiben.

Um Geld zu sparen, lasst nicht das Bergwerk, die Werkzeugschmiede und die Erzschmelze gleichzeitig in Betrieb. Immer nur eines von diesen. Wird euer Konto sehr knapp, dann legt eure Farmen in den Ruhemodus. Wenn ihr den obigen Rat befolgt habt, dann habt ihr ja noch Reservewaren auf anderen Inseln. Stellt ihr selber Hämmer her dauert es nicht mehr lange, und ihr könnt Gold abbauen. Dann kann euch eigentlich nichts mehr passieren. Das Gold wird verkauft und euer Talerberg wächst wieder. Sobald ihr anschließend eine Kanonengießerei bauen könnt, setzt auf der gleichen Insel, wo sie steht, eure Burg und einen Arzt hin. Jetzt baut Kanoniere und weitere Schiffe, die ihr aber auch mit Kanonen aufrüsten müsst.

Ein Blick auf den Gegner bringt Klarheit, wie weit dieser entwickelt ist. Hat dieser schon Kanonentürme, dann ward ihr zu langsam und braucht eine riesige Armee ihn zu schlagen. Ist der Gegner aber noch ganz friedlich mit seinen Schafherden beschäftigt, dann ist es jetzt die Richtige Zeit ihm den Garaus zu machen. Vier Kanoniere und ein Kriegsschiff reichen dann aus, um ihn zu schlagen.

Kampfstrategie: Bevor ihr loslegt, speichert das Spiel unbedingt vorher ab. Nach Möglichkeit unter einem separaten Namen. ( z.B.Krieg). Sollte sich nämlich herausstellen, dass der Gegner doch überlegen ist, wäre eure ganze Arbeit bisher umsonst. So habt ihr die Möglichkeit, euren alten Spielstand wieder zu laden und noch mehr Kriegsschiffe und Kanoniere zu bauen. Zerstört erst alle Schiffe des Gegners, dann seine Werften. Hat der Gegner auch Kavallerie, dann macht auch mit diesen kurzen Prozess. Lasst von eurem Kriegsschiff einen Kanonier landen. Dieser lockt die feindliche Kavallerie an. Schnell euren Kanonier aufs Schiff zurückbeamen. Den Rest erledigt euer Kriegsschiff automatisch.

Ist keine Gegenwehr mehr vorhanden, dann zerstört die feindlichen Marktplätze mit euren Kanonieren. Mit eurem Schiff holt ihr zwischenzeitlich Hämmer und Holz von eine eurer Nachbarinseln. Dann zum gegnerischen Kontor und auch dieses vernichten. Sobald alle Marktplätze und das Kontor erobert wurden, könnt ihr selbst euer Kontor bauen und die Insel gehört euch. Lasst die Plantagen nach Möglichkeit heil. Sie leisten euch anschließend gute Dienste und brauchen nicht erst gebaut zu werden.

Die Ureinwohner lässt man zumindest solange in Ruhe, bis man keine Gegner mehr hat. Wenn man die possierlichen Landarbeiter vernichtet, kommt so mancher Fluch über euer Volk, und dauernde Dürren schmälern deine Vorräte. Um noch die letzten Pünktchen für das Spiel herauszuholen setzt man am Schluss auf jede vorkommende Insel ein Kontor.

Tipps für Leute ohne Handbuch

Ich werde immer wieder gefragt, wie man die Soldaten auf und von den Schiffen bekommt. Also markiert die entsprechenden Soldaten am Land. Dann drückt die linke Strg bzw. Ctrl - Taste, haltet sie gedrückt und klickt auf das Schiff, wo sie rauf sollen. Das Schiff muss natürlich unmittelbar am Ufer stehen. Zum Ausladen der Besatzung das entsprechende Schiff anwählen und einfach nur auf die Soldaten klicken.

Fazit

Das Spiel war und ist ein Renner. Liebevolle Animationen lassen es zu einer Augenweide werden. Anno 1602 wird inzwischen sehr preiswert angeboten. Dann allerdings, laut Berichten von Mitgliedern, ohne das Handbuch. Das Spiel lohnt sich auf jeden Fall. Zwischenzeitlich ist auch eine Königs Edition erschienen. Hier sind noch weitere Missionen und ein Editor vorhanden. Ein paar mehr Animationen gibt es auch. Wer Anno 1602 aber schon in der Urversion hat, kann auf die Königs-Edition verzichten. Im Internet gibt es genügend kostenlose Zusatzsoftware. Euer rsdcberlin

30 Bewertungen