Arches Nationalpark Testbericht

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  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  gut
  • Empfehlenswert:  ja

Erfahrungsbericht von Radar

Desert Wonderland

Pro:

Phantastischer Park

Kontra:

Oft überlaufen

Empfehlung:

Ja

Der Arches National Park mit seinen weltberühmten roten Sandsteinbögen, Graten, Nadeln, Türmen und balancierenden Felsbrocken ist ein wahres Highlight unter den Parks. Der 295 Quadratkilometer große Wüstenpark liegt nördlich von Moab in Utah. Anders als die benachbarten Canyonlands, die man eigentlich erst nach mehreren Besuchen richtig schätzen lernt, erschließen sich die Arches dem Besucher bei einer Fahrt an einem einzigen Tag.
Mit dem Mietwagen erreicht man den Park von Salt Lake City nach etwa 400 Kilometern, von Grand Junction, wo auch der nächste Flughafen liegt, nach etwa 100 Kilometern.

Die Geschichte des Parks begann vor 150 Millionen Jahren, als sich Sandstein in einem riesigen ausgetrocknetem See ablagerte, auf dessen Grund eine Salzschicht lag. Unter dem Druck des sich auftürmenden Gebirges verformte sich das Salz, und das Plateau brach zu einem Gewirr aus sogenannten Finnen zusammen, die auch heute noch na die Flossen auf dem Rücken von Haien erinnern.
Der heiße Sommer, frostige Nächte und der Wind, der manchmal wie ein Sandstrahl wirkt, haben viele der dünnen Wände zum Einsturz gebracht. Zurück blieben die zerbrechlichen Arches, die von Naturkunstwerken wie Felsmauern mit Zinnen, Steintürmen und Pyramiden umgeben sind.

Heute führt eine asphaltierte Panoramastraße über 30 Kilomater zu allen Hauptattraktionen, wie den Windows, der Wolfe Ranch oder dem Devils Garden.
Von dem Scenic Drive zweigen zahlreiche kurze Wanderwege ab, die Lust auf längere Wanderungen durch die Wildnis im Hinterland machen. Aber Achtung, im Park gibt es kaum Wasser, was unter den dortigen klimatischen Bedingungen schnell gefährlich werden kann. Deshalb muß man immer ausreichende Vorräte mitführen. Die unterschiedlichen Typen von Steinbögen und die anderen spektakulären Gesteinsgebilde lernt man am besten auf der 30 Kilometer langen Fahrt auf dem Scenic Drive vom Visitor Center zum Devils Garden kennen. Es lohnt sich, unterwegs oft anzuhalten und zu Fuß durch den überproportionierten Steingarten zu wandern.

Die ersten verwitterten Felsen entlang der Strecke sind die Monolithen der Park Avenue, die wie Wolkenkratzer in die Höhe ragen. Ganz in der Nähe stehen Courthouse Towers, ebenfalls hoch aufragende Giganten. Anschließend gibt die offene Landschaft den Blick auf die 3800 Meter hohen La Sal Mountains frei. An der Windows Section, am Ende einer vier Kilometer langen Seitenstraße, gibt es einzelne und doppelte Felsbögen und Fenster sowie den Balanced Rock, eines der wichtigsten Highlights.

Kurz danach kommt man zum Panorama Point mit einem schönen Blick über große Teile des Parks. Hinter Panorama Point zweigt eine Straße nach Nordosten ab und fährt rund fünf Kilometer durch eine Landschaft aus eingestürzten Felsen zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Delicate Arch, das Wahrzeichen des Parks und des Staates Utah. Der etwa zwei Kilometer lange, steile Fußpfad zum Bogen gehört zu den lohnendsten Touren. Ein paar Kilometer weiter erhebt sich Fiery Furnace, eine Gruppe von Sandsteinsäulen, die im Sonnenuntergang in feuriger Farbenpracht erglühen.

Der Scenic Drive endet in Devils Garden, wo auf engstem Raum viele Bögen und Säulen stehen – ein abschließender Höhepunkt für einen Besuch des Parks.
Von hier schlängeln sich verschiedene Pfade unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit unter anderem zum Sand Dune Arch, Double O Arch, Navajo Arch, Skyline Arch, Landscape Arch und Partition Arch. Für mehrere Touren (Gesamtlänge etwa 16 Kilometer) muß man aber schon etwas Zeit und Kondition mitbringen.

Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet, schönste Reisezeit sind aber Frühling und Herbst. Im Sommer wird es in der Wüste brütend heiß, im Winter sind die Nächte empfindlich kalt.

Im Park gibt es nur einen Campground in der Nähe des Devils Garden. Er bietet Trinkwasser und Toiletten, aber keine Duschen. Ein Platz für bis zu 10 Personen kostet 10 Dollar pro Nacht. Reservierung (mindestens vier Tage im Voraus) unter www.ReserveUSA.com .
Weitere Unterkünfte gibt es in dem in der Nähe gelegenen Städtchen Moab, dem Zentrum der Montainbiker. In Moab gibt es jede Menge bezahlbare Motels wie das Redstone Inn oder das Apache Motel, Musikkneipen und Brewpubs sowie Restaurants, die eine gute Southwest Cuisine bieten wie Bucks Grill House oder das Grand Old Ranch House.
Eine Vielzahl von Veranstaltern und Ausstattern bieten Equipment oder veranstalten Touren: Mountainbiking, Hiking, Four Wheeling. Raftingtrips auf dem Colorado oder Green River sind ebenso buchbar wie Helikopterrundflüge. Informationen dazu bietet das Moab Information Center in der Main Street.

Der Eintritt in den Park kostet 10Dollar pro Auto plus 5 Dollar und gilt für sieben Tage, der National Park Pass (50 Dollar pro Jahr) wird selbstverständlich akzeptiert.

Infos unter: www.nps.gov/arch

Fazit: Ein wirklich lohnenswerter Trip. Ich komme bestimmt wieder her.

45 Bewertungen, 2 Kommentare

  • rofis

    19.02.2002, 13:11 Uhr von rofis
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wir lieben diesen Park!

  • TPHRacer

    15.02.2002, 16:40 Uhr von TPHRacer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Echt super beitrag