Asiatische Küche Testbericht

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  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  niedrig

Erfahrungsbericht von schraddel

Indian Style Chicken

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Dies ist eines meiner Lieblingsrezepte; ich habe es einem Rezept nachempfunden, das ich in Indien kennen gelernt habe, und inzwischen mehrfach mit meiner Freundin mit hier erhältlichen Zutaten nachgekocht.

Als Grundvoraussetzung braucht Ihr aber eine indische "Chicken Tikka"-Würzmischung, entweder als Paste im Glas oder in der Instant-Variante in Pulverform. Es gibt sie in Asienläden oder in den entsprechenden Abteilungen größerer Kaufhäuser.

Ansonsten benötigt man für dieses Rezept einen Tag Zeit und folgende Zutaten:

Hähnchen- oder Putenschnitzel, ca. 500 g
6-8 kleine, hartkochende Kartoffeln
3-4 möglichst aromatische Tomaten (z.B. Strauchtomaten)
1 große Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 kleine Stange frischen Ingwer (ca. 5-6 cm, je nach Dicke)
500 g (1 großes Glas) Joghurt
Salz, Pfeffer
Etwas Bratöl (z.B. Rapsöl)

und für die Zubereitung:
1 feuerfeste Form
1 Backofen

sowie
2 Tage Zeit.

Ihr beginnt am Nachmittag des ersten Tages, indem Ihr die Tikka-Würzmischung nach Anleitung zubereitet und in einer Schüssel in den Joghurt einrührt. Falls Ihr Tikka-Paste verwendet, gebt sie teelöffelweise in den Joghurt, rührt kräftig, und kostet zwischendurch, ob es schon "indisch" genug schmeckt. Nicht übertreiben; die eigentliche Würze kommt erst!

Jetzt das Huhn bzw. die Pute unter klarem Wasser spülen und mit einem scharfen Messer in mundgerechte Happen schneiden. Unten in der feuerfesten Form anrichten; Zwischenräume lassen.

Kartoffeln schälen und vierteln bzw. achteln, je nach Größe. Zwischen die Hähnchenstücke schichten.

Knoblauchzehen schälen, halbieren bzw. vierteln, zwischen die Hähnchen- und Kartoffelstücke legen.

Ingwer schälen, in ganz kleine Stücke schneiden, über Hähnchen-, Kartoffel- und Knoblauchstücke streuen.

Zwiebeln schälen, vierteln, und die Viertelzwiebeln Schicht für Schicht von innen her auseinander nehmen. Die so entstanden Zwiebelstücke teils zwischen die Hähnchenstücke stecken, teils darüber legen.

Etwas Salz und nach Geschmack schwarzen Pfeffer darüber geben (wenn möglich, frisch gemahlen).

Tomaten schälen. - Ja, ich weiß, ein schwieriges Thema. Mehr dazu am Ende dieses Beitrags.

Die geschälten Tomaten vierteln und ebenso verfahren wie mit den Zwiebeln.

Danach die Joghurt-Tikka-Mischung darüber gießen, bis knapp unter den Rand der feuerfesten Form. (Falls die Menge nicht ausreicht: Vorher abschätzen und evtl. mit etwas Wasser verdünnen. Kräftig durchrühren!)

Vorsichtig etwas Bratöl dünn über der Oberfläche verteilen.

Danach das Ganze abdecken (mit Deckel oder Alufolie), und - ab in den Kühlschrank!

Da darf das Ganze dann stehen bis zum nächsten Tag.

Und an dem habt Ihr nichts Weiteres mehr zu tun, als Euren Backofen auf 230 Grad vorzuheizen, die Form reinzuschieben, nach ca. 15 Minuten auf 200 Grad zurück zu stellen, und 1 bis 1 1/2 Stunden zu warten.

Nun gut: Als Beilage solltet Ihr vielleicht pro Person 1 Beutel Kochbeutel-Reis machen.

Die angegebene Menge reicht für zwei durchschnittlich hungrige Personen; man kann das natürlich auch vervielfachen.

Durch das Marinieren in der Joghurt-Tikka-Mischung und das Backen wird das Hühnerfleisch angenehm zart, und es nimmt reichlich Ingwer- und Knoblauch-Geschmack an. Ich habe versucht, die Mengenangaben hier dem europäischen Geschmack anzupassen; wer aber Ingwer überhaupt nicht mag, sollte von diesem Rezept die Finger lassen!

Allen anderen wünsche ich guten Appetit.

Ach so:

Das Tomatenschälen.

Also, das geht am einfachsten so:

Mit einem scharfen, spitzen Messer ritzt man die Tomate einmal rundrum im Kreis an. Und dann nochmal, um 90 Grad versetzt, so dass das Ganze von oben betrachtet wie ein X aussieht, das rund um die Tomate läuft.

Die angeritzten Tomaten legt man in eine Schüssel und übergießt sie mit _kochendem_ Wasser, ca. 2 Liter, frisch aus dem Wasserkocher. (Boiler-Temperatur ist meist nur ca. 80 Grad; das reicht nicht!)

Zwei Minuten warten, heißes Wasser abgießen, und _sofort_ möglichst kaltes Wasser (Wasserhahn, im Sommer schaden ein paar Eiswürfel nicht) einfüllen.

Nach ca. 1 Minute fallen die Tomatenschalen bei Berührung fast von selbst ab.

Happy peeling... ;)

8 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Baerle

    11.03.2002, 12:00 Uhr von Baerle
    Bewertung: sehr hilfreich

    hört sich lecker an

  • seehuhn

    08.03.2002, 00:51 Uhr von seehuhn
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gutes Rezept, aber das dauert sooo lang.