Audi A4 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2010
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von Charley
Und ich bin doch nicht zu alt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Autofahren!
Es ist meine Leidenschaft. Schon im aus heutiger Sicht zarten Alter von 20 Jahren habe ich im Westteil von Berlin die gleichaltrigen Jungen bewundert, die mit dem Auto unterwegs waren. Das alles war zu einer Zeit, als noch keiner an den Bau einer Mauer zur Teilung Berlins dachte und ich lebte im Ostteil, in dem der Besitz eines Autos eine Besonderheit war.
Dann kam die Teilung und damit schwand die Aussicht, kurzfristig ein eigenes Auto zu erwerben. Jedenfalls für Leute mit meinem Einkommen. Dabei kostete ein Trabi damals gerade 6.000,- Mark und die Wartezeit betrug vielleicht drei Jahre. Aber ich habe mir vorgenommen, bevor du dreißig Jahre alt wirst, hast du ein eigenes Auto. Mit 28 war es dann so weit. Ich erstand von Bekannten einen gebrauchten Trabi 600 für 6400,- Mark(Ostmark). Damals standen auf dem Parkplatz meiner Firma vielleicht 10 oder 12 Autos. Die Hälfte davon gehörten den Chefs und die andere Hälfte verdientem qualifiziertem Personal. Nur ein Auto gehörte mir und ich hatte gerade seit einem Jahr meinen Ingenieurabschluss in der Tasche.
Viel später, vor etwa 8 Jahren habe ich einmal im Kreis meiner Kollegen geäußert, ich würde gerne mal ein Cabrio fahren. Ein Aufschrei: „dazu bist du viel zu alt“. Vor ein paar Wochen erhielt ich einen Brief von meinem Autohändler, ich sage „meinem“, weil ich dort sowohl meine letzten beiden Autos gekauft habe, als auch alle Reparaturen und Durchsichten machen lasse. Er bot mir an, das neue Audi A4 Cabrio einmal zur Probe zu fahren. Ich muss dazu sagen, dass ich seit 5 Jahren Audi fahre und sehr zufrieden bin.
Also hin ins Autohaus, ich bin eben doch nicht zu alt und den Fahrspaß im offenen Wagen möchte ich mir nicht entgehen lassen. Der erste Anlauf ist gescheitert, da das Auto bereits von einem anderen Kunden getestet wurde. Nicht so schlimm, das Wetter war nicht besonders und hätte nicht gerade zum Fahren ohne Verdeck eingeladen. Also neuen Termin vereinbart.
Neuer Termin, Wetter prächtig, Auto steht vor der Tür, also los.
Zuerst noch ein paar Formalitäten wegen des Versicherungsschutzes, dann die Schlüssel in die Hand gedrückt und es kann losgehen.
Hier zunächst die technischen Daten:
A4 Cabriolet 3.0
Hubraum 2976 ccm
Max Leistung 162 kW bei 6300 UpM
Antrieb über Vorderachse mit elektron. Differenzialsperre EDS, Antischlupfregulierung ASR und Stabilisierung ESP
Getriebe Multitronic mit dynamischem Regelprogramm DPR
Räder Aluminiumguss 7Jx16
Bereifung 215/55 R 16
Servolenkung
Höchstgeschwindigkeit 234 km/h
Beschleunigung von 0-100 km/h 7,8 s
Kraftstoff Super Plus bleifrei 98 ROZ
Verbrauch gemittelt etwa 10 l
In der Serienausstattung sind neben den heute üblichen Dingen wie Airbags, Kopfstützen, sogar für hinten, obwohl dort niemand sitzen kann, Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten, Außenspiegel, elektrisch beheizt und einstellbar noch das Fahrerinformationssystem FIS und das 4-Speichen-Lederlenkrad zu erwähnen.
So, nun aber den Motor gestartet und ab geht’s. An der Ausfahrt vorsichtig auf die Straße einbiegen und erst einmal in Richtung Innenstadt. Achtung Kreuzung – bremsen. Da ich nur sehr selten ein Auto mit Automatikgetriebe fahre, trete ich also zunächst mit dem linken Bein die Kupplung voll durch.
Ups, das ist ja gar keine Kupplung und der Wagen steht mit einem Ruck. Zum Glück ist erstens niemand hinter mir und ich bin zweitens nur etwa 30 km/h gefahren. Also denke daran hier gibt es nur Gas und Bremse. Es war übrigens der einzige Ausrutscher während der Probefahrt, alle übrigen Bremsmanöver gingen sehr weich vonstatten.
Der erste Eindruck
Es ist für Fahrer und Beifahrer ein sehr bequemes Auto, die Sitzposition lässt sich individuell anpassen und das Lenkrad ist verstellbar. Auf den Rücksitzen kann aber m.E. nur jemand Platz finden, wenn vorne niemand sitzt. Wie soll dann aber das Auto fahren?
Das Testmodell ist mit einem Radio Concert ausgestattet, das eine sehr gute Klangqualität hat. Ob auch ein CD-Wechsler eingebaut war, habe ich nicht ergründet.
Man merkt, dass man ein Kraftpaket unter der Haube hat. Schon mit sehr wenig Gas erreicht man eine gute Beschleunigung und an der Ampel kann man beim Start alle übrigen Fahrzeuge weit hinter sich lassen. Dabei sollte man aber nicht auf die Momentananzeige für den Kraftstoffverbrauch sehen, die liegt dann bei 30 bis über 40 Liter auf 100 km. Auch der angegebene Wert von etwa 14 l im Stadtverkehr auf 100 km scheint mir sehr geschmeichelt. Der dürfte nach meiner Einschätzung etwa bei 17 l liegen. Nach einigem kreuz und quer in Berlin-Köpenick wieder zurück ins Dorf, man möchte doch schließlich von Bekannten gesehen werden. Noch eine Beifahrerin eingeladen und nun ab in Richtung Autobahn.
Ich habe das Glück, dass erstens die AB direkt am Ort vorbei geht und zweitens keine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht. Also rauf aufs Gas und sehen was drin steckt. Erst einmal werde ich von einem Auto auf der dritten Spur aufgehalten. Das fährt nur 190 km/h. Dann wechselt der Fahrer aber auf die Mittelspur und nun Gas geben. Selbst bei dieser Geschwindigkeit beschleunigt der Wagen noch sehr gut und ich erreiche in kurzer Zeit etwa 225 km/h. Wir fahren ohne Verdeck, haben aber auf der Autobahn die Seitenscheiben hochgefahren. Vom Fahrtwind ist nichts zu spüren aber die Windgeräusche sind dann doch ziemlich hoch. Vom Radio ist fast nichts mehr zu hören. Leider ist die Herrlichkeit nach etwa 2 Stunden beendet und ich bringe den Testwagen wieder zurück ins Autohaus.
Fazit
Wenn man das Auto mit etwa 100 bis 110 km/h fährt, ist der Verbrauch sehr moderat. Aber wozu brauche ich dann mehr als 200 PS unter der Haube? Nur, um mal schnell zu beschleunigen? Nein! Wenn ich mir so ein Auto leiste, dann will ich auch Fahrspaß haben. Und wer das Geld hat, sich dieses Auto zu leisten, für den dürfte die Tankrechnung keine Rolle spielen.
Im Übrigen ein gelungenes Fahrzeug, an dem auch das Äußere anspricht und das Fahren Spaß macht.
Und außerdem, ich bin nicht zu alt, um Cabrio zu fahren. Finde ich jedenfalls. Ich bin im Ort tatsächlich gesehen worden, habe aber meinerseits niemand gesehen. Wozu auch, mit so einem Auto! (Nur Spaß)
P.s. Der Preis für das von mir getestete Modell dürfte in der Ausstattung, die es hatte bei etwa 45.000,- € liegen.
Es ist meine Leidenschaft. Schon im aus heutiger Sicht zarten Alter von 20 Jahren habe ich im Westteil von Berlin die gleichaltrigen Jungen bewundert, die mit dem Auto unterwegs waren. Das alles war zu einer Zeit, als noch keiner an den Bau einer Mauer zur Teilung Berlins dachte und ich lebte im Ostteil, in dem der Besitz eines Autos eine Besonderheit war.
Dann kam die Teilung und damit schwand die Aussicht, kurzfristig ein eigenes Auto zu erwerben. Jedenfalls für Leute mit meinem Einkommen. Dabei kostete ein Trabi damals gerade 6.000,- Mark und die Wartezeit betrug vielleicht drei Jahre. Aber ich habe mir vorgenommen, bevor du dreißig Jahre alt wirst, hast du ein eigenes Auto. Mit 28 war es dann so weit. Ich erstand von Bekannten einen gebrauchten Trabi 600 für 6400,- Mark(Ostmark). Damals standen auf dem Parkplatz meiner Firma vielleicht 10 oder 12 Autos. Die Hälfte davon gehörten den Chefs und die andere Hälfte verdientem qualifiziertem Personal. Nur ein Auto gehörte mir und ich hatte gerade seit einem Jahr meinen Ingenieurabschluss in der Tasche.
Viel später, vor etwa 8 Jahren habe ich einmal im Kreis meiner Kollegen geäußert, ich würde gerne mal ein Cabrio fahren. Ein Aufschrei: „dazu bist du viel zu alt“. Vor ein paar Wochen erhielt ich einen Brief von meinem Autohändler, ich sage „meinem“, weil ich dort sowohl meine letzten beiden Autos gekauft habe, als auch alle Reparaturen und Durchsichten machen lasse. Er bot mir an, das neue Audi A4 Cabrio einmal zur Probe zu fahren. Ich muss dazu sagen, dass ich seit 5 Jahren Audi fahre und sehr zufrieden bin.
Also hin ins Autohaus, ich bin eben doch nicht zu alt und den Fahrspaß im offenen Wagen möchte ich mir nicht entgehen lassen. Der erste Anlauf ist gescheitert, da das Auto bereits von einem anderen Kunden getestet wurde. Nicht so schlimm, das Wetter war nicht besonders und hätte nicht gerade zum Fahren ohne Verdeck eingeladen. Also neuen Termin vereinbart.
Neuer Termin, Wetter prächtig, Auto steht vor der Tür, also los.
Zuerst noch ein paar Formalitäten wegen des Versicherungsschutzes, dann die Schlüssel in die Hand gedrückt und es kann losgehen.
Hier zunächst die technischen Daten:
A4 Cabriolet 3.0
Hubraum 2976 ccm
Max Leistung 162 kW bei 6300 UpM
Antrieb über Vorderachse mit elektron. Differenzialsperre EDS, Antischlupfregulierung ASR und Stabilisierung ESP
Getriebe Multitronic mit dynamischem Regelprogramm DPR
Räder Aluminiumguss 7Jx16
Bereifung 215/55 R 16
Servolenkung
Höchstgeschwindigkeit 234 km/h
Beschleunigung von 0-100 km/h 7,8 s
Kraftstoff Super Plus bleifrei 98 ROZ
Verbrauch gemittelt etwa 10 l
In der Serienausstattung sind neben den heute üblichen Dingen wie Airbags, Kopfstützen, sogar für hinten, obwohl dort niemand sitzen kann, Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten, Außenspiegel, elektrisch beheizt und einstellbar noch das Fahrerinformationssystem FIS und das 4-Speichen-Lederlenkrad zu erwähnen.
So, nun aber den Motor gestartet und ab geht’s. An der Ausfahrt vorsichtig auf die Straße einbiegen und erst einmal in Richtung Innenstadt. Achtung Kreuzung – bremsen. Da ich nur sehr selten ein Auto mit Automatikgetriebe fahre, trete ich also zunächst mit dem linken Bein die Kupplung voll durch.
Ups, das ist ja gar keine Kupplung und der Wagen steht mit einem Ruck. Zum Glück ist erstens niemand hinter mir und ich bin zweitens nur etwa 30 km/h gefahren. Also denke daran hier gibt es nur Gas und Bremse. Es war übrigens der einzige Ausrutscher während der Probefahrt, alle übrigen Bremsmanöver gingen sehr weich vonstatten.
Der erste Eindruck
Es ist für Fahrer und Beifahrer ein sehr bequemes Auto, die Sitzposition lässt sich individuell anpassen und das Lenkrad ist verstellbar. Auf den Rücksitzen kann aber m.E. nur jemand Platz finden, wenn vorne niemand sitzt. Wie soll dann aber das Auto fahren?
Das Testmodell ist mit einem Radio Concert ausgestattet, das eine sehr gute Klangqualität hat. Ob auch ein CD-Wechsler eingebaut war, habe ich nicht ergründet.
Man merkt, dass man ein Kraftpaket unter der Haube hat. Schon mit sehr wenig Gas erreicht man eine gute Beschleunigung und an der Ampel kann man beim Start alle übrigen Fahrzeuge weit hinter sich lassen. Dabei sollte man aber nicht auf die Momentananzeige für den Kraftstoffverbrauch sehen, die liegt dann bei 30 bis über 40 Liter auf 100 km. Auch der angegebene Wert von etwa 14 l im Stadtverkehr auf 100 km scheint mir sehr geschmeichelt. Der dürfte nach meiner Einschätzung etwa bei 17 l liegen. Nach einigem kreuz und quer in Berlin-Köpenick wieder zurück ins Dorf, man möchte doch schließlich von Bekannten gesehen werden. Noch eine Beifahrerin eingeladen und nun ab in Richtung Autobahn.
Ich habe das Glück, dass erstens die AB direkt am Ort vorbei geht und zweitens keine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht. Also rauf aufs Gas und sehen was drin steckt. Erst einmal werde ich von einem Auto auf der dritten Spur aufgehalten. Das fährt nur 190 km/h. Dann wechselt der Fahrer aber auf die Mittelspur und nun Gas geben. Selbst bei dieser Geschwindigkeit beschleunigt der Wagen noch sehr gut und ich erreiche in kurzer Zeit etwa 225 km/h. Wir fahren ohne Verdeck, haben aber auf der Autobahn die Seitenscheiben hochgefahren. Vom Fahrtwind ist nichts zu spüren aber die Windgeräusche sind dann doch ziemlich hoch. Vom Radio ist fast nichts mehr zu hören. Leider ist die Herrlichkeit nach etwa 2 Stunden beendet und ich bringe den Testwagen wieder zurück ins Autohaus.
Fazit
Wenn man das Auto mit etwa 100 bis 110 km/h fährt, ist der Verbrauch sehr moderat. Aber wozu brauche ich dann mehr als 200 PS unter der Haube? Nur, um mal schnell zu beschleunigen? Nein! Wenn ich mir so ein Auto leiste, dann will ich auch Fahrspaß haben. Und wer das Geld hat, sich dieses Auto zu leisten, für den dürfte die Tankrechnung keine Rolle spielen.
Im Übrigen ein gelungenes Fahrzeug, an dem auch das Äußere anspricht und das Fahren Spaß macht.
Und außerdem, ich bin nicht zu alt, um Cabrio zu fahren. Finde ich jedenfalls. Ich bin im Ort tatsächlich gesehen worden, habe aber meinerseits niemand gesehen. Wozu auch, mit so einem Auto! (Nur Spaß)
P.s. Der Preis für das von mir getestete Modell dürfte in der Ausstattung, die es hatte bei etwa 45.000,- € liegen.
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