Schmidt Spiele Auf Achse Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von carsten1962
So zahle ich ganz legal keine LKW-Maut
Pro:
einfache Spielregeln, viel Spielspaß, für Gelegenheitsspieler
Kontra:
Grafik relativ einfach gehalten
Empfehlung:
Ja
Über was sollte ich wohl als nächstes anderes schreiben als über ein Gesellschaftsspiel. Auch in diesem Bericht geht es wieder um ein prämiertes Spiel, das Spiel des Jahres 1987 \"Auf Achse\". Das Spiel ist im gleichen Jahr bei F.X. Schmidt, Vereinigte Münchener Spielkarten-Fabriken GmbH & Co. KG erschienen. Autor und Grafiker des Spiels sind mir leider nicht bekannt. Heute ist das Spiel ab ca. 20 Euro im Internet zu erhalten. Von zwei Mitspielern bis hin zu sechs Mitspielern können an dem Spiel teilnehmen. Um was es bei diesem Spiel geht seht ihr in den folgenden Kapiteln:
++++++++++++++++++++++++++++++
Spielidee und Ziel
Spielregeln
Material
Spielanleitung
Spielalter und Zielgruppe
Taktische Tipps
Fazit
++++++++++++++++++++++++++++++
Spielidee und Ziel
********************
In der Welt der Spediteure und Trucker geht es um geschickte Routenplanungen, harte Preiskämpfe und optimale Ausnutzung von Ladekapazitäten. Aber es gibt auch Ereignisse, die es den Spediteuren schwer machen im Wettbewerb zu bestehen. Am Ende des Spiels hat der Mitspieler gewonnen, der den höchsten Gewinn erzielt hat. Die Mitspieler bewegen dazu ihre Lkws auf einem Spielplan, der Straßen und Städte zwischen Flensburg und Verona bzw. Rotterdam und Berlin abbildet.
Spielregeln
*************
Auch \"Auf Achse\" hat den Vorteil, dass die Spielregeln nicht schwer sind und trotzdem ein abwechslungsreiches Spiel entstehen kann. Zunächst erhalten alle Mitspieler einen LKW, den sie frei auf dem Spielplan platzieren dürfen. Die Waren, das Stop- und das Stau-Schild werden auf dem Ladeplatz des Spielplans abgelegt. Jeder Mitspieler erhält als Startkapital 5000 Euro. Außerdem erhält jeder Mitspieler drei Auftragskarten. Darauf stehen mehrere Angaben:
Ein Startort: Hier muss der Spediteur seinen LKW hinfahren und Waren aufladen.
Ein Zielort: Nach dem Aufladen muss der Spediteur seinen LKW hier hin fahren und Waren abladen.
Die Warenanzahl: Die Anzahl an Waren, die zwischen Start- und Zielort transportiert werden muss.
Der Frachterlös: Der Frachterlös wird beim Abladen der Waren am Zielort von der Bank ausgezahlt.
Fünf verschiedene Angebote: Beim Erwerb des Auftrages können die Spediteure unterschiedlich hohe Angebote abgeben um den Auftrag zu erhalten.
Von den restlichen Auftragskarten wird je nach Teilnehmeranzahl eine bestimmte Menge abgezählt und verdeckt neben den Spielplan gelegt. Bei 4 Mitspielern sind das zum Beispiel 20 Auftragskarten. Die obersten vier Auftragskarten werden aufgedeckt auf den Spielplan gelegt und können im weiteren Spielverlauf von den Spediteuren erworben werden. Als letzte vorbereitende Maßnahme werden noch 31 unterschiedliche Ereigniskarten gemischt und verdeckt auf den Spielplan gelegt.
So und nun können die Lkws auf die Reise geschickt werden. Im Spiel ist ein Würfel enthalten. Der Mitspieler, der die höchste Zahl wirft darf anfangen. Im Uhrzeigersinn dürfen die Mitspieler ihren LKW nun um die geworfene Augenzahl auf dem Spielplan weitersetzen. Die einzelnen Felder auf dem Spielplan stellen Städte oder Platzhalter für das weitere fortschreiten dar. Auf einigen dieser Platzhalter ist ein Warndreieck abgebildet. Dazu gleich mehr. Man muss immer die volle Augenzahl setzen, es sei denn es steht ein Hindernis im Weg oder man erreicht damit einen Start- oder Zielort. Beim Wurf einer 6 hat man die freie Auswahl wie viele Schritte man fahren möchte. Beim Wurf einer 1 fährt man nicht nur mit seinem LKW weiter. Zusätzlich versetzt man das Baustellenschild auf dem Spielplatz. Es blockiert einen Weg und wird erst wieder weggenommen, wenn wieder eine 1 gewürfelt wird.
Beim Erreichen verschiedener Felder folgen verschiedene Aktionen:
Wenn man ein Feld mit Warndreieck erreicht, dann muss man eine Ereigniskarte ziehen. Das kann durchaus hilfreich sein, wenn man z.B. weitere Schritte fahren darf oder einem Mitspieler das Stau-Schild in den Weg stellen darf, um den Weg für eine Runde zu sperren. Es kann aber auch dazu führen, dass man einen Umweg fahren muss oder eine Runde aussetzen muss.
Wenn man eine Stadt erreicht, dann darf man für eine der vier offen liegenden Auftragskarten ein Angebot abgeben. Alle Spediteure haben nun die Möglichkeit in beliebiger Reihenfolge für diese genannte Auftragskarte ein Angebot abzugeben. Zur Vereinfachung des Spiels sind dazu auf den Karten fünf Stufen abgebildet, die unterschiedliche Höhen haben. Der Spediteur mit dem höchsten Gebot erhält die Auftragskarte und zahlt den Preis seines Gebots an die Bank. Der Mitspieler, der die Auftragskarte bestimmt hat, hat noch einen Vorteil, er muss nicht mehr als seine Mitspieler bieten, er muss nur die gleiche Stufe bieten, um die Karte zu erhalten. Wenn kein Mitspieler ein Gebot abgibt, erhält der Mitspieler, der die Auftragskarte bestimmt hat, diese Auftragskarte ohne etwas an die Bank zu zahlen. Das ist aber eher theoretisch, da das kein Mitspieler zulassen wird. Es gibt immer Angebote, auch nur um den Preis ein wenig nach oben zu treiben.
Bei Erreichen des Startortes dürfen die Waren aufgeladen werden und beim Erreichen des Zielortes dürfen die Waren gegen Erhalt des Frachterlöses wieder abgeladen werden.
Auf einem LKW ist Platz für sechs Waren. Das reicht normalerweise nicht aus. Für diesen Fall gibt es zusätzliche Karten, auf denen ein Anhänger abgebildet ist. Die großen Anhänger mit einer Ladekapazität für sechs weitere Waren kosten 3000 Euro, die kleinen Anhänger mit einer Ladekapazität für vier weitere Waren kosten 2000 Euro. Sobald man am Zuge ist, kann man sich einen oder mehrere Anhänger kaufen.
Das Spiel ist zu Ende, wenn keine Auftragskarten mehr erworben werden können und ein Spediteur alle seiner Aufträge abgearbeitet hat.
Für Kinder gibt es eine vereinfachte Version der Spielregeln, die auch in voller Länge nochmals abgedruckt ist. Hier wird auf die Anhänger verzichtet. Die Auftragskarten werden bei Erreichen des Startortes vergeben. Und das Startkapital beträgt nur 2000 Euro.
Material
*********
Das Spiel wird in einem relativ großen Karton (25*40*7 cm³) ausgeliefert. Der vierfach faltbare Spielplan erfordert diese Größe jedoch auch in zumindest zwei Dimensionen. Bei der grafischen Gestaltung habe ich schon besseres gesehen, aber es erfüllt seinen Zweck und ist so auch ok. Im Karton befindet sich eine Kunststoffeinlage zum Sortieren des gesamten Spielmaterials, insbesondere für die Geldscheine der Bank.
Auch der Spielplan ist sehr einfach gestaltet und erfüllt seinen Zweck. Er hat eine Größe von 48*76cm² und ist aus stabilen Karton hergestellt worden.
Die Auftragskarten, die Ereigniskarten und die Geldscheine entsprechen in ihrer Größe und ihrem Material der von normalen Spielkarten. Auf den Auftragskarten stehen relativ viele Informationen, die aber übersichtlich und verständlich angeordnet sind.
Für das Material vergebe ich nicht die volle Punktzahl, da die grafische Gestaltung zwar gut, aber für ein prämiertes Spiel zu einfach ist. Die Stabilität des Material erfüllt meine Erwartungen. Es gibt aber noch vier Sterne.
Spielanleitung
****************
Die Spielanleitung ist einem DIN A5 Heft abgedruckt auf neun Seiten abgedruckt. Weitere sieben Seiten enthalten die vereinfachte Version für Kinder; eine gute Idee wie ich finde. Es sind zwar ein paar Bilder in der Spielanleitung, diese helfen aber nicht beim Verständnis der Regeln. Dies ist bei der Einfachheit der Regeln aber auch nicht zwingend erforderlich. Man hätte aber ein wenig mehr daraus machen können. Außerdem ist die Spielanleitung nur in schwarzweiß gedruckt. Die Regeln sind aber dennoch gut verständlich. Hier vergebe ich 3 Sterne.
Spielalter und Zielgruppe
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Der Hersteller gibt ein Spielalter ab 8 Jahren bis 99 Jahren an. Mit hundert Jahren darf ich das Spiel also irgendwann nicht mehr spielen. Die Obergrenze halte ich für blödsinnig. Diese Angabe war aber leider mal eine Modeerscheinung. Ich denke, dass Kinder in diesem Alter das Spiel gut spielen können, insbesondere mit den vereinfachten Spielregeln. Es gibt keine bestimmte Zielgruppe für dieses Spiel. Es eignet sich sehr gut als Familienspiel, aber auch als ein Spiel, das man bei Gelegenheit mal spielen kann, da die Regeln nicht so komplex sind, dass man sie erst wieder lange nachlesen müsste.
Taktische Tipps
******************
Nun noch ein paar taktische Tipps zum Spiel.
Ganz wichtig ist es sich einen Anhänger zu kaufen. Am besten gleich einen großen Anhänger. Wenn man mit mehr als vier Mitspielern spielt, dann sollte man sich den Anhänger kaufen sobald man am Zuge ist, da es von jedem Anhänger nur 4 Stück gibt. Ist man der fünfte bzw. sechste Mitspieler, dann bleiben einem nur kleine Anhänger über. Im weiteren Verlauf des Spiels sollten sich diese Mitspieler dann noch einen zweiten kleinen Anhänger zulegen. Ansonsten ist der Kauf von zwei Anhängern nicht unbedingt sinnvoll. Die Kapazität wird kaum gebraucht.
Wenn ein Mitspieler eine Stadt erreicht und eine Karte anbietet, dann sollte man ihn immer dazu bringen, dass er mindesten die erste Stufe zahlen muss. Das verringert seinen Gewinn beim Frachterlös. Dies kann man aber auch umgekehrt dazu nutzen, um Karten, die einen nicht interessieren, seinen Mitspielern anzudrehen.
Die Routenplanung ist sehr wichtig im Spiel. Beim Kauf neuer Aufträge sollte man schon sehr genau darauf achten, ob diese Aufträge in die eigene Route hinein passen, oder ob sie vielleicht als Anschlussauftrag dienen können, indem man in einem Ort Waren ausladen darf und gleich für den nächsten Auftrag Waren aufladen darf.
Hohe Gebote für Aufträge sollte man wirklich nur dann abgeben, wenn der Auftrag perfekt in die schon bestehende Routenplanung hinein passt.
Zum Ende des Spiels sollte man sich nicht auf zu hohe Gebote einlassen, da man diese Aufträge möglicherweise nicht mehr erfüllen kann. Die Aufträge, die bei Spielende nicht erfüllt sind, haben keinen Wert und möglicherweise nur Kosten verursacht. Gewinner ist schließlich der Spieler, der das meiste Geld hat.
Fazit
******
Schmidt Spiele hat ein interessantes Spiel auf den Markt gebracht, das bei seinem Erscheinen zu recht den Titel Spiel des Jahres erhalten hat. Ich vermute, dass es heute nicht mehr diesen Titel erhalten würde. Dazu müsste das Spiel grafisch ein wenig aufgepeppt werden.
Die Spielregeln sind wirklich einfach und trotzdem macht es Spaß, dieses Spiel zu spielen. Es ist ein Spiel, das nicht nur für Spieleprofis, sondern auch für Gelegenheitsspieler sehr gut geeignet ist. Das es für Familien sehr gut geeignet ist, zeigt sich auch an den Sonderspielregeln für Kinder, die aber sicher schnell nach den vollständigen Spielregeln spielen wollen.
Ein Preis ab 20 Euro gerade noch ok. Dafür erhält man aber ein sehr gutes Spiel. Spielspaß und Unterhaltung bleiben lange erhalten.
Insgesamt kann ich euch das Spiel \"Auf Achse\" empfehlen und vergebe aber nur 4 Sterne, da man die Grafik sicher schöner und die Spielanleitung noch besser gestalten könnte. Der Sprung zum fünften Stern wäre aber nicht weit. Ich wünsche euch viel Spaß beim Spielen!
Eine LKW-Maut muss man hier wirklich nicht zahlen.
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
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Spielidee und Ziel
Spielregeln
Material
Spielanleitung
Spielalter und Zielgruppe
Taktische Tipps
Fazit
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Spielidee und Ziel
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In der Welt der Spediteure und Trucker geht es um geschickte Routenplanungen, harte Preiskämpfe und optimale Ausnutzung von Ladekapazitäten. Aber es gibt auch Ereignisse, die es den Spediteuren schwer machen im Wettbewerb zu bestehen. Am Ende des Spiels hat der Mitspieler gewonnen, der den höchsten Gewinn erzielt hat. Die Mitspieler bewegen dazu ihre Lkws auf einem Spielplan, der Straßen und Städte zwischen Flensburg und Verona bzw. Rotterdam und Berlin abbildet.
Spielregeln
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Auch \"Auf Achse\" hat den Vorteil, dass die Spielregeln nicht schwer sind und trotzdem ein abwechslungsreiches Spiel entstehen kann. Zunächst erhalten alle Mitspieler einen LKW, den sie frei auf dem Spielplan platzieren dürfen. Die Waren, das Stop- und das Stau-Schild werden auf dem Ladeplatz des Spielplans abgelegt. Jeder Mitspieler erhält als Startkapital 5000 Euro. Außerdem erhält jeder Mitspieler drei Auftragskarten. Darauf stehen mehrere Angaben:
Ein Startort: Hier muss der Spediteur seinen LKW hinfahren und Waren aufladen.
Ein Zielort: Nach dem Aufladen muss der Spediteur seinen LKW hier hin fahren und Waren abladen.
Die Warenanzahl: Die Anzahl an Waren, die zwischen Start- und Zielort transportiert werden muss.
Der Frachterlös: Der Frachterlös wird beim Abladen der Waren am Zielort von der Bank ausgezahlt.
Fünf verschiedene Angebote: Beim Erwerb des Auftrages können die Spediteure unterschiedlich hohe Angebote abgeben um den Auftrag zu erhalten.
Von den restlichen Auftragskarten wird je nach Teilnehmeranzahl eine bestimmte Menge abgezählt und verdeckt neben den Spielplan gelegt. Bei 4 Mitspielern sind das zum Beispiel 20 Auftragskarten. Die obersten vier Auftragskarten werden aufgedeckt auf den Spielplan gelegt und können im weiteren Spielverlauf von den Spediteuren erworben werden. Als letzte vorbereitende Maßnahme werden noch 31 unterschiedliche Ereigniskarten gemischt und verdeckt auf den Spielplan gelegt.
So und nun können die Lkws auf die Reise geschickt werden. Im Spiel ist ein Würfel enthalten. Der Mitspieler, der die höchste Zahl wirft darf anfangen. Im Uhrzeigersinn dürfen die Mitspieler ihren LKW nun um die geworfene Augenzahl auf dem Spielplan weitersetzen. Die einzelnen Felder auf dem Spielplan stellen Städte oder Platzhalter für das weitere fortschreiten dar. Auf einigen dieser Platzhalter ist ein Warndreieck abgebildet. Dazu gleich mehr. Man muss immer die volle Augenzahl setzen, es sei denn es steht ein Hindernis im Weg oder man erreicht damit einen Start- oder Zielort. Beim Wurf einer 6 hat man die freie Auswahl wie viele Schritte man fahren möchte. Beim Wurf einer 1 fährt man nicht nur mit seinem LKW weiter. Zusätzlich versetzt man das Baustellenschild auf dem Spielplatz. Es blockiert einen Weg und wird erst wieder weggenommen, wenn wieder eine 1 gewürfelt wird.
Beim Erreichen verschiedener Felder folgen verschiedene Aktionen:
Wenn man ein Feld mit Warndreieck erreicht, dann muss man eine Ereigniskarte ziehen. Das kann durchaus hilfreich sein, wenn man z.B. weitere Schritte fahren darf oder einem Mitspieler das Stau-Schild in den Weg stellen darf, um den Weg für eine Runde zu sperren. Es kann aber auch dazu führen, dass man einen Umweg fahren muss oder eine Runde aussetzen muss.
Wenn man eine Stadt erreicht, dann darf man für eine der vier offen liegenden Auftragskarten ein Angebot abgeben. Alle Spediteure haben nun die Möglichkeit in beliebiger Reihenfolge für diese genannte Auftragskarte ein Angebot abzugeben. Zur Vereinfachung des Spiels sind dazu auf den Karten fünf Stufen abgebildet, die unterschiedliche Höhen haben. Der Spediteur mit dem höchsten Gebot erhält die Auftragskarte und zahlt den Preis seines Gebots an die Bank. Der Mitspieler, der die Auftragskarte bestimmt hat, hat noch einen Vorteil, er muss nicht mehr als seine Mitspieler bieten, er muss nur die gleiche Stufe bieten, um die Karte zu erhalten. Wenn kein Mitspieler ein Gebot abgibt, erhält der Mitspieler, der die Auftragskarte bestimmt hat, diese Auftragskarte ohne etwas an die Bank zu zahlen. Das ist aber eher theoretisch, da das kein Mitspieler zulassen wird. Es gibt immer Angebote, auch nur um den Preis ein wenig nach oben zu treiben.
Bei Erreichen des Startortes dürfen die Waren aufgeladen werden und beim Erreichen des Zielortes dürfen die Waren gegen Erhalt des Frachterlöses wieder abgeladen werden.
Auf einem LKW ist Platz für sechs Waren. Das reicht normalerweise nicht aus. Für diesen Fall gibt es zusätzliche Karten, auf denen ein Anhänger abgebildet ist. Die großen Anhänger mit einer Ladekapazität für sechs weitere Waren kosten 3000 Euro, die kleinen Anhänger mit einer Ladekapazität für vier weitere Waren kosten 2000 Euro. Sobald man am Zuge ist, kann man sich einen oder mehrere Anhänger kaufen.
Das Spiel ist zu Ende, wenn keine Auftragskarten mehr erworben werden können und ein Spediteur alle seiner Aufträge abgearbeitet hat.
Für Kinder gibt es eine vereinfachte Version der Spielregeln, die auch in voller Länge nochmals abgedruckt ist. Hier wird auf die Anhänger verzichtet. Die Auftragskarten werden bei Erreichen des Startortes vergeben. Und das Startkapital beträgt nur 2000 Euro.
Material
*********
Das Spiel wird in einem relativ großen Karton (25*40*7 cm³) ausgeliefert. Der vierfach faltbare Spielplan erfordert diese Größe jedoch auch in zumindest zwei Dimensionen. Bei der grafischen Gestaltung habe ich schon besseres gesehen, aber es erfüllt seinen Zweck und ist so auch ok. Im Karton befindet sich eine Kunststoffeinlage zum Sortieren des gesamten Spielmaterials, insbesondere für die Geldscheine der Bank.
Auch der Spielplan ist sehr einfach gestaltet und erfüllt seinen Zweck. Er hat eine Größe von 48*76cm² und ist aus stabilen Karton hergestellt worden.
Die Auftragskarten, die Ereigniskarten und die Geldscheine entsprechen in ihrer Größe und ihrem Material der von normalen Spielkarten. Auf den Auftragskarten stehen relativ viele Informationen, die aber übersichtlich und verständlich angeordnet sind.
Für das Material vergebe ich nicht die volle Punktzahl, da die grafische Gestaltung zwar gut, aber für ein prämiertes Spiel zu einfach ist. Die Stabilität des Material erfüllt meine Erwartungen. Es gibt aber noch vier Sterne.
Spielanleitung
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Die Spielanleitung ist einem DIN A5 Heft abgedruckt auf neun Seiten abgedruckt. Weitere sieben Seiten enthalten die vereinfachte Version für Kinder; eine gute Idee wie ich finde. Es sind zwar ein paar Bilder in der Spielanleitung, diese helfen aber nicht beim Verständnis der Regeln. Dies ist bei der Einfachheit der Regeln aber auch nicht zwingend erforderlich. Man hätte aber ein wenig mehr daraus machen können. Außerdem ist die Spielanleitung nur in schwarzweiß gedruckt. Die Regeln sind aber dennoch gut verständlich. Hier vergebe ich 3 Sterne.
Spielalter und Zielgruppe
****************************
Der Hersteller gibt ein Spielalter ab 8 Jahren bis 99 Jahren an. Mit hundert Jahren darf ich das Spiel also irgendwann nicht mehr spielen. Die Obergrenze halte ich für blödsinnig. Diese Angabe war aber leider mal eine Modeerscheinung. Ich denke, dass Kinder in diesem Alter das Spiel gut spielen können, insbesondere mit den vereinfachten Spielregeln. Es gibt keine bestimmte Zielgruppe für dieses Spiel. Es eignet sich sehr gut als Familienspiel, aber auch als ein Spiel, das man bei Gelegenheit mal spielen kann, da die Regeln nicht so komplex sind, dass man sie erst wieder lange nachlesen müsste.
Taktische Tipps
******************
Nun noch ein paar taktische Tipps zum Spiel.
Ganz wichtig ist es sich einen Anhänger zu kaufen. Am besten gleich einen großen Anhänger. Wenn man mit mehr als vier Mitspielern spielt, dann sollte man sich den Anhänger kaufen sobald man am Zuge ist, da es von jedem Anhänger nur 4 Stück gibt. Ist man der fünfte bzw. sechste Mitspieler, dann bleiben einem nur kleine Anhänger über. Im weiteren Verlauf des Spiels sollten sich diese Mitspieler dann noch einen zweiten kleinen Anhänger zulegen. Ansonsten ist der Kauf von zwei Anhängern nicht unbedingt sinnvoll. Die Kapazität wird kaum gebraucht.
Wenn ein Mitspieler eine Stadt erreicht und eine Karte anbietet, dann sollte man ihn immer dazu bringen, dass er mindesten die erste Stufe zahlen muss. Das verringert seinen Gewinn beim Frachterlös. Dies kann man aber auch umgekehrt dazu nutzen, um Karten, die einen nicht interessieren, seinen Mitspielern anzudrehen.
Die Routenplanung ist sehr wichtig im Spiel. Beim Kauf neuer Aufträge sollte man schon sehr genau darauf achten, ob diese Aufträge in die eigene Route hinein passen, oder ob sie vielleicht als Anschlussauftrag dienen können, indem man in einem Ort Waren ausladen darf und gleich für den nächsten Auftrag Waren aufladen darf.
Hohe Gebote für Aufträge sollte man wirklich nur dann abgeben, wenn der Auftrag perfekt in die schon bestehende Routenplanung hinein passt.
Zum Ende des Spiels sollte man sich nicht auf zu hohe Gebote einlassen, da man diese Aufträge möglicherweise nicht mehr erfüllen kann. Die Aufträge, die bei Spielende nicht erfüllt sind, haben keinen Wert und möglicherweise nur Kosten verursacht. Gewinner ist schließlich der Spieler, der das meiste Geld hat.
Fazit
******
Schmidt Spiele hat ein interessantes Spiel auf den Markt gebracht, das bei seinem Erscheinen zu recht den Titel Spiel des Jahres erhalten hat. Ich vermute, dass es heute nicht mehr diesen Titel erhalten würde. Dazu müsste das Spiel grafisch ein wenig aufgepeppt werden.
Die Spielregeln sind wirklich einfach und trotzdem macht es Spaß, dieses Spiel zu spielen. Es ist ein Spiel, das nicht nur für Spieleprofis, sondern auch für Gelegenheitsspieler sehr gut geeignet ist. Das es für Familien sehr gut geeignet ist, zeigt sich auch an den Sonderspielregeln für Kinder, die aber sicher schnell nach den vollständigen Spielregeln spielen wollen.
Ein Preis ab 20 Euro gerade noch ok. Dafür erhält man aber ein sehr gutes Spiel. Spielspaß und Unterhaltung bleiben lange erhalten.
Insgesamt kann ich euch das Spiel \"Auf Achse\" empfehlen und vergebe aber nur 4 Sterne, da man die Grafik sicher schöner und die Spielanleitung noch besser gestalten könnte. Der Sprung zum fünften Stern wäre aber nicht weit. Ich wünsche euch viel Spaß beim Spielen!
Eine LKW-Maut muss man hier wirklich nicht zahlen.
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
21 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.05.2005, 23:32 Uhr von EvolutionEight
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter bericht! das sollten sich trucker anschauen, sofern diese nen laptop haben... *g* mfg
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