Away From The Sun - 3 Doors Down Testbericht

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ab 5,04
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von TWITILY

Langes Warten, kurzes Album

3
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  gut

Pro:

grundsätzlich klasse Sound

Kontra:

wenig Highlights, kurze Laufzeit

Empfehlung:

Ja

3 Doors Down ist eine Band, die in unserer glorreichen Bundesrepublik noch erstaunlich unbekannt ist. Man scheint den mitteleuropäischen Geschmack noch nicht getroffen zu haben. Ganz anders in den Staaten. Während die letzte Singles in Deutschland irgendwo fern von gut und böse in den Charts platziert sind, ist 3 Doors Down in den USA Stammgast in den Top Ten. „Away from the sun” ist bereits das zweite Album der Drei und erschien 2002 als Nachfolger von „The better life“ (2000). Und ich meine, die Jungs hätten sich mehr an ihr altes Album orientieren sollen.


••••• das äußere Erscheinungsbild •••••


Das Cover ist eher ein wenig lahm. Weiße, umrahmte Schrift findet sich auf einen schwarzem Hintergrund wieder. Dazu eine kleine quadratische Abbildung seine Sonnenunterganges, wow, wie einfallsreich. Wenn man nicht explizit nach 3 Doors Down in der CD-Abteilung im Kaufhaus eurer Wahl suchen würde, würde die CD nicht ins Auge stechen. Man kann sie sehr leicht übersehen. Ziemlich einfallslos und plump, das wird der Musik gar nicht gerecht.


••••• Songanalysen •••••

Auf der CD befinden sich 12 Songs und die Laufzeit beträgt etwa 50 Minuten. Etwas wenig Musik für zwei Jahre Wartezeit auf ein neues Album, wobei beim Abspann durch Leerlaufzeit sogar noch kräftig geschummelt wurde. Zwei oder drei Songs mehr oder zumindest ein AddOn wäre nicht falsch gewesen.

When I’m gone (4:21)
Der erste Song des Albums ist auch die erste ausgekoppelte Single. When I’m gone kam aber auch eher schleppend voran, schaffte es aber ganz kurzzeitig in die Top 10. When I’m gone ist von der Atmosphäre her sehr zweideutig. Der Großteil des Songs ist sehr ruhig, aber irgendwie steigert sich Sänger Brad Arnold in eine Gitarrenexplosion herein. Und die kommt auch... starker und kraftvoller Refrain. Der lässt mein Autoradio stets an seine Grenzen gehen. Da vibriert die Karosserie. Für mich gleich zu Beginn ein Highlight des Albums.

Away from the sun (3:52)
Nach langsamen Beginn entpuppt sich dieser Song als eine Granate. Er ist einer der schnelleren Tracks des Albums der vor allem durch starke Gitarrenklänge überzeugt. Irgendwie ideal zum mitträllern, aber das lasse ich meist dann doch lieber sein. Auch hier gibt es sowohl ruhige Passagen wie auch schnelle, rhythmische Spitzen. Ein typische 3 Doors Down eben.

The Road I’m on (3:59)
Und wieder ein Hammersong mit ruhigem Beginn. Aber mit den härtesten Rockspitzen des gesamte Album. Melodisch und textlich aber eher ein Flop. Dieser Song ist nicht so mein Ding. Wohl ein Song der Kategorie Füller.

Ticket to heaven (3:26)
Dieser Song hebt sich ein wenig von den anderen Tracks des Albums ab. Er ist in seinem Tempo regelmäßiger als die bisher beschriebenen. Der Gitarrensound ist mal wieder großartig und passt gerade hier grandios zur Stimme von Brad Arnold. Sie gehen quasi eine Symbiose ein. Leider etwas wenig Text. Da hat der Songwriter wohl eine Kreativpause eingelegt. Am Schluß wird über gut einer Minute nur die drei Refrainzeilen wiederholt und das wo der Song ohnehin schon kurz ist.

Running out of days (3:31)
Auch hier wird wieder für etwas Abwechslung gesorgt. Der Song eröffnet mit harten Gitarrenklängen und wirkt insgesamt etwas düsterer als die anderen. Vor allem durch das tief angelegte Organ von Brad Arnold bedingt. Das Tempo ist recht regelmäßig, womit der Song in seiner Kürze ideal ist. Mittelmaß für 3 Doors Down, wie ich meine.

Here without you (3:58)
Wie auf jedem Album dieser Gattung muss sich 3 Doors Down auch hier an einer Ballade probieren. Wo dieses Gesetz geschrieben steht ist mir leider unbekannt. Aber einen Unterschied gibt es schon, im Gegensatz zu den meisten Rockgruppen haben die Drei gute Anlagen für ruhigere Songs. So weckt auch dieser Song Sympathien. Im gesamten Song wird an der Gitarre nur leicht gezupft und der Verzerrer kommt erst gar nicht zum Einsatz. Während der ganzen Balade wartet man als Kenner der Drei eigentlich auf eine schnelle Explosion, die kommt aber nicht. „Here without you“ ist übrigens die zweite Singleauskopplung des Albums.

I feel you (4:07)
Nun wieder ein typischer Song im 3 Doors Down Tempo. Also ein eigentlich ruhiger Song, der mit einem rockigem Refrain gewürzt wird. Aber in diesem Fall ist die Würze etwas fad. Der Refrain wirkt wenig ansprechend und melodisch unter aller Kanone. Dadurch wird der Track insgesamt eher ein Wegwerfer. Nicht mein Song.

Dangerous game (3:35)
Zweifellos einer der schnelleren Songs des Albums und auch einer der Überzeugensten. Kraftvolle Stimme paart sich mit einem klasse Gitarrensound. Gerade die Gitarre prägt diesen Song sehr nicht zuletzt dank dem Solo. Außerdem sind die Rockpassagen in dem Song sehr ausgeprägt. Eher mein Geschmack. Es geht so in Richtung Hard Rock. „Dangerous game“ ist mein Favorit auf dem Album. Klasse Leistung, Jungs!

Changes (3:56)
Ein Song zum Abgewöhnen! Hier wird versucht aus einer vom Text her eher für eine Ballade geeignetes Stück in ein Rocktrack umzumodeln. Eine mittlere Katastrophe. Folge: Gitarrensound und Gesang passen nicht und wirkt asynchron. Pfui, Spinne!

Going down in flames (3:28)
Zum Ausgleich zum letzten Track wieder einer der mir liegt. Von der Taktfrequenz ist „going down in flames“ sicherlich einer der Schnellsten. Des Weiteren zeichnet er sich durch eine schnelle, aber schöne Melodie aus. Aus gesanglich kann Brad Arnold hier zeigen, was er wirklich drauf hat. Stark gemacht.

Sarah yellin’ (3:17)
Hier spricht der gute alte Gitarrenrock ein gehöriges Wort mit. Mit satten Gittarensound eröffnet der mit Abstand härteste Song des Albums. Selbst Brad Arnolds eher feines Stimmchen mutiert zu einer Rockröhre. Mit Abstand der Track, der meinen Musikgeschmack am besten trifft. Schluß mit den langgezogenen Textpassagen. Kurz, abgehackt, aber kraftvoll. Eben rockig ist angesagt.

This Time (5:18)
„This Time“ ist der sogenannte Hidden Track des Albums. Ein Track, der erst nach 30 Sekunden Ruhe loslegt. Vom Charakter ist der Song eher ruhig und bedächtig. Er steigert sich langsam und dabei entsteht schussendlich doch noch ein netter Ohrenschmaus. Focus bei dem Song liegt klar im Gesang.


••••• Gesamteindruck des Albums •••••

Insgesamt kann ich nicht behaupten, dass ich es bedaure das Album mein eigen zu nennen, aber im Vergleich zu „the better life“ haben die Jungs doch ganz schön abgebaut. Das Album hat nur wenige Highlights und wird am Stück gehört den meisten Leuten vermutlich schnell langweilig. Auch die kurze Laufzeit finde ich etwas schwach. Wenn man das alles zusammenfasst könnte man meinen, dieses Album wäre eine Billigproduktion die schnell zusammengeschustert wurde um den Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber dem ist nicht so, 2 Jahre waren sie weg und das Album entstand über dem Zeitrahmen von einem halben Jahr. Trotz allem, das Qualitätsniveau von Three Doors Down macht auch bei dieser CD den Unterschied und deswegen sprechen ich eine Kaufempfehlung für jene aus, die auch schon an „Kryptonite“ oder „Looser“ ihren Hörspaß hatten. Das Album ist genau das richtige zum Abschalten. Nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam.

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • jedicassio

    08.06.2004, 16:12 Uhr von jedicassio
    Bewertung: nicht hilfreich

    Du bist sowas von gemeldet, Junge. Das ist mein Bericht. Wer es nachprüfen will: http://www.ciao.de/Away_from_the_Sun_3_Doors_Down__Test_2804381 ... schaut mal auf das Datum. Mein Bericht kam auf den Tag genau ein Monat früher raus.