Away From The Sun - 3 Doors Down Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von helden_gesucht
Die 3 Kerle von nebenan
Pro:
super Album, Abwechslung, Bonusmaterial
Kontra:
noch zu unbekannt
Empfehlung:
Ja
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Und wieder eine Band, die ich nur kenne, weil ich leidenschaftlicher 2RockCharts-Schauer war. Vielleicht können sich noch einpaar Leute erinnern, aber schon vor längerer Zeit hatten 3 Doors Down einen Smashhit mit „Loser“. Ihr damaliges Album „The better Life“ verschaffte ihnen zwar zu einem Durchbruch in den USA, doch good’ol Europe wollte anscheinend nicht viel von den sympathischen Amerikanern wissen. Erst ihr neues Album „Away from the Sun“ verschaffte ihnen auch hier endlich den Durchbruch. „Here without You“ läuft ja (leider) den ganzen Tag die Radiostationen und Musiksender rauf und runter.
Eigentlich hab ich es meiner Maus Any zu verdanken, dass ich mir das Album zugelegt habe, denn sie war es eigentlich, die mich mit der Aufforderung in den Plattenladen geschickt hat. Danke J.
Die Band
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Escatawpa, Mississippi – so der Name der Heimatstadt von Brad Arnold, dem Bandlieder von „3 Doors Down“. Als jüngstes Mitglied einer Familie mit 6 weitern Geschwistern wächst Brad zwischen Mainstreamrock und härteren Sachen auf. Irgendwann ist er so weit, dass er selbst Musik zu machen möchte, und gründet mit seinen Freunden Matt Roberts und Todd Harrell eine Band. Arnold selbst sitzt hinter dem Schlagzeug, und da keiner von den anderen singen will, übernimmt er auch diesen Part.
Anfangs spielen sie noch ohne eigenen Namen auf Parties, ihr Programm besteht aus einem Song von Bush, einem von Metallica und einer Hand voll eigener Stücke. Wenn sie alle durch haben, beginnen sie einfach wieder von vorne. Im Laufe der Zeit kommen mehr und mehr eigene Songs hinzu und sie beginnen, im kleinen Rahmen auf Tour zu gehen. In Alabama spielen sie in einem alten Club, über dessen Eingang nur noch Reste eines Schriftzugs hängen: \"Doors Down\". Da sie zu dritt sind, nennen sie sich von da an „3 Doors Down“.
1997 kommt mit Chris Henderson ein zweiter Gitarrist hinzu und 3DD gehen zum ersten Mal ins Studio, um ein paar Demos zu produzieren. Sie nehmen eine CD auf, \"3 Doors Down\", die sie auf ihren Konzerten verkaufen. Ihre Fangemeinde wächst beständig und plötzlich gehen beim benachbarten Radiosender WCPR eine Menge Anrufe ein, die Songs von 3DD - insbesondere \"Kryptonite\" - einfordern. Durch diesen Umstand wird auch die Industrie auf die Band aufmerksam. In New York spielen sie eine Show im CBGB\'s und haben prompt einen Plattenvertrag mit Universal.
Für die Aufnahmen zu \"The Better Life\" holen sie sich einen zusätzlichen Schlagzeuger in Studio (Richard Liles), damit Brad Arnold sich endlich voll und ganz auf den Gesang konzentrieren kann. Das Album verhilft 3DD in den USA zum ganz großen Durchbruch und auch in Deutschland haben sie sich nun einen Namen gemacht.
Line-Up
Brad Arnold (Gesang)
Matt Roberts (Gitarre)
Todd Harrell (Bass)
Richard Liles (Schlagzeug)
Das Album
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„Away from the Sun“ ist das 2002er Album der Combo. Schon das Cover ist ein visuelles Highlight. Ganz in schwarz gehalten nur in der Mitte ist ein dünner Streifen à la 9:16 auf dem nur „3 Doors Down“ steht und ein kleiner, fast nichtssagender Ausschnitt zu sehen ist. Im Innenbereich findet man zunächst ein Foto der Band und auch das Booklet ist ganz schön anzusehen. Entfernt man die tiefschwarze Scheibe von ihrem Platz, dann kommt darunter eine astronomische Photographie der Sonne zum Vorschein.
Das Backcover ist in den gleichen Farbtönen wie der Rest der Platte gehalten. Noch ein etwas verschwommenes Bandfoto und die Tracklist plus Bonusmaterial.
Tracklist
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#1 When I’m Gone
#2 Away From The Sun
#3 The Road I’m On
#4 Ticket To Heaven
#5 Running Out Of Days
#6 Here Without You
#7 I Feel You
#8 Dangerous Game
#9 Changes
#10 Going In Flames
#11 Sarah Yellin’
…und die Tracks im Einzelnen
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> When I’m Gone < - Der Opener beginnt zunächst ganz ruhig mit Gitarrengeplänkel. Dann setzt sanft der Bass und das Schlagzeug mit ein. Dann kommt Brad mit seiner doch recht genialen Stimme. Dann merkt man schon, als er einatmet, dass es gleich schön saftig zur Sache geht. Und so ist der Refrain auch richtig schön rockig geworden. Danach flaut der Song wieder ab, jedoch ohne irgendeine Kluft zu hinterlassen. Alles fügt sich flüssig ineinander. Super Intro.
(5/5) -> (4:20)
> Away From The Sun < - Der Titelsong zur Platte ist gleich der zweite auf der Tracklist. Auch er beginnt wieder mit einem kleinen Vorspiel à la Gitarre und dann mit dem Einsatz von Bass und Gitarre. Brad singt hier schon etwas anders und obwohl der Refrain wieder durch kräftigere Chords betont wird, wirkt er nicht brutal oder brachial. Alles fügt sich schön.
(5/5) -> (3:51)
> The Road I’m On < - Und auch dieser Song beginnt wieder mit einigen ruhigen Gitarrenakkorden. Sehr ruhiger Song. Passt sich sehr gut an die vorherigen Songs an und auch der Refrain ist wieder stärker betont. Jedoch ist er diesmal hier richtig schön rockig und hart geworden. Brad schreit zwar nicht, aber er behaupte sich schon gegen die schnarrenden Gitarren im Hintergrund.
(5/5) -> (3:59)
> Ticket To Heaven < - Dieser Song hat ein ausgeprägtes Riff, das man wirklich die ganze Zeit über immer wieder hört und erkennt. Es ist ein Gute-Laune-Stück. Aber was total genial klingt, ist der Refrain, welcher wieder schön rockig ist, jedoch in Verbindung mit den Stückchen Riff klingt es einfach genial. Klasse Song.
(5/5) -> (3:27)
> Running Out Of Days < - Dieser Song beginnt gleich mit schwerfälligen Gitarrenchords. Während der Strophe wird Brad nur unterstützt vom strengen Schlagzeugbeat. Der Refrain unterscheidet sich nun hier zum ersten Mal nicht so deutlich vom Rest. Er ist nicht so betont. Dennoch gefällt auch diese Combo. Brad gibt hier wirklich viel mit seiner Stimme und brüllt sich einige Male auch fast die Seeele aus dem Leib.
(5/5) -> (3:31)
> Here Without You < - Hier der viel umworbene und hochgelobte Song. Klar, es ist ein klasse Song, jedoch können die anderem Songs der Platte da auch locker mithalten. Dieser Song ist natürlich der ruhigste der Platte und auch Brad gibt sich besonders viel Mühe sanft zu singen. Super Ballade, aber der Rest ist einfach zu stark um sagen zu können, dass es unbedingt „der“ Song der Platte wäre.
(5/5) -> (3:57)
> I Feel You < - Dieser Song ist der von der Grundausstattung her rockigste der Platte. Schönes Western-Riff, Brad steht wieder im Vordergrund und vom Schlagzeug ein eingängiger Beat. Der Chorus wieder eine typische New-Metal-Produktion. Laut, härter als der Rest und eingängig. Aber das macht diese Art von Rock gerade so beliebt und ist ein Kennzeichen.
(5/5) -> (4:07)
> Dangerous Game < - Ein fast unvermittelter Einstieg in diesen Song. Alle Instrumente legen zugleich los, jedoch auf ganz sanfte Art. Der Schlagzeugrhythmus wechselt anfangs mehrmals. Brads Stimme scheint den Song zu beruhigen, aber im Refrain bricht wieder der wildere Charakter des Songs los und was danach kommt, ist einfach nur genial. Einer meiner Lieblingssongs dieser Platte.
(5/5) -> (3:36)
> Changes < - Dieser Song ist auch schön ruhig gehalten und die gesamte erste Strophe komt ohne Schlagzeug aus, doch der Refrain nicht. Kurzes Anschlagen vom Schlaginstrument und ein schönes kleiner Orkan fegt durch die Boxen. In keinem Song dieser Platte ist die Kluft zwischen Ruhe und Aggressivität größer. Super Stück.
(5/5) -> (3:56)
> Going In Flames < - Und dieser Song geht gleich von Anfang an rockig los. Fette Riffs, schöner, treibender Beat und Brads Stimmchen, das den rauen Song etwas abschleift. Schade eine etwas tiefere Stimme hätte zum Grundriff besser gepasst, aber dennoch schöner Track.
(5/5) -> (3:28)
> Sarah Yellin’< - Und der letzte Track der Platte beginnt abermals mit harten, tiefgehenden Akkorden. Sehr fett und anfangs auch schwerfällig. Der eigentlich Song ist dann eher sehr schnell und unruhig. Klasse Song. Man hätte es nicht gedacht, dass die Band so etwas am Ende noch aus dem Hut zaubert. Auf jeden Fall ist noch mal volle Party angesagt. Super Outro, auch wenn die Tracklist andersherum wohl besser angekommen wäre.
(5/5) -> (3:17)
Bonusmaterial
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- Videos zu „Kryptonite“, „Loser“, „Duck&Run“, „Be Like That“ und einem Live-Mitschnitt
- Making of „Away from the Sun“
- 5.1.Audio Musikausgabe von “Dangerous Game” und “When I’m Gone”
Fazit
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Ich kann es nicht verstehen, warum die Band in Europa noch sehr unbekannt ist. Sie haben alles. Und für jeden Geschmack ist mindestens ein Track mit dabei. „Here Without You“ hat ihnen wenigstens etwas aus dem Schatten von anderen Bands geholfen, nun müssen sie dort weiter machen. Und das das Album viel Potenzial dazu hat, ist auch schnell klar. Schöne Mischung aus Rock und Softrock und teils auch Nu-Metal. Die Extras können sich dazu auch noch sehen lassen und wer dann überzeugt ist, für den heißt es: „The better Life“ kaufen!
Klasse Album! Hoffentlich kommt da bald mehr.
Weitere Infos unter www.3doorsdown.com, www.republicrecords.com oder www.universalrecords.com.
51 Bewertungen, 6 Kommentare
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18.12.2008, 00:10 Uhr von wolli007
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße, Wolli
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18.11.2008, 10:17 Uhr von LINUS2804
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruss linus2804
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15.10.2008, 17:53 Uhr von Jerry525
Bewertung: sehr hilfreichHaste echt gut gemacht----lg JERRY
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05.10.2008, 02:06 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße Werner
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14.05.2004, 16:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichjetzt bin ich doch auch neugierig auf dieses album! here without you, gefällt mir einfach unheimlich gut und das ist sowieso so ziemlich genau meine musik :) danke für diesen bericht!
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14.05.2004, 16:48 Uhr von Ricke
Bewertung: sehr hilfreichGeschmacksache oder ich bin schon zu alt, aber auf jeden Fall war der Bericht gut.
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