Barsch Testbericht

Barsch
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Erfahrungsbericht von razors

Heute bin ich ein (B)arsch

Pro:

Es macht Spaß den Fisch zu fangen, der Geschmack und die leichtigkeit, wie man den Fisch fängt.

Kontra:

Das entschuppen...

Empfehlung:

Ja

Hallo Yopi\'s


******* Einleitung *******

Mein heutiger Bericht handelt von dem Barsch. Es ist ein Fisch, der in ganz Deutschland (im See wie auch im Fluss) leicht zu fangen ist.

--- Größe und Alter ---
Der Barsch wird bis zu 50cm lang und kann ein Gewicht von bis zu 3 kg erreichen. Die Standartgröße liegt zwischen 15 – 30 cm. Dabei erreicht der Barsch ein Alter von bis zu 12 Jahren!

--- Farbe ---
Der Barsch ist im allgemeinen gestreift. Die Farbe wechselt jedoch, je nachdem, in welchem Umfeld der Barsch sich bewegt, da sich die Färbung der Umgebung anpasst (und somit von grün-braun bis hellbraun reicht).

--- Das Aussehen ---
Der Barsch besitzt an seinem Rücken einen stacheligen, aufstellbaren Kamm, der mit „Dornen“ versehen ist. Auch die Bauchflossen sind mit einem „Dorn“ versehen. Die Flossen sind schwarz mit roter Färbung. Hinter dem Kopf steigt der Rücken bei kleineren Barschen leicht an, bei großen Barschen extrem. Der Barsch besitzt kleine Zähne, an denen man sich jedoch im vergleich zu den „Dornen“ kaum verletzen kann. Sie gleichen viel mehr starkem Schmirgelpapier.

--- Lebensräume ---
Wie schon weiter oben beschrieben, hält sich der Barsch in stillem, wie auch in Fließgewässern auf, sogar im Brackwasser der Ostsee. Der Barsch ist ein Schwarmfisch, nur sehr große Barsche sind Einzelgänger. Er ist in fast ganz Europa heimisch (Ausnahme Spanien).

--- Nahrung ---
Kleinere Barsche leben im Flachwasser und ernähren sich überwiegend von Insekten, Würmern und Schnecken. Kapitale Barsche leben bevorzugt im Freiwasser und ernähren sich von Fischlaich, Fischen und Krebsen.



******* Angelmethoden *******

Der Barsch kann mit den einfachsten bis zu den ausgeklügelten Systemen gefangen werden.

--- Das Angeln mit den Kunstködern ---
Barsche beißen auf kleine Wobbler, Spinner, Twister oder auch Gummifische. Hier ist es wichtig die Köder möglichst klein (nicht zu klein) zu wählen. Ein Stahlvorfach ist nicht notwendig, jedoch sollte man einen kleinen Wirbel an die Hauptschnur binden, damit die Sehne nicht „verdrallt“ (sich also verdreht) und dadurch reißt. In diesen Wirbel hängt man nun den Kunstköder, fertig!
Da man nun aber möglichst kleine Köder nehmen sollte und man mit diesen Ködern automatisch nicht so weit schmeißt, kann man auf eine andere Methode zurückgreifen. Hierbei hängt man den Kunstköder nicht direkt in den Wirbel, sondern schaltet eine etwa 1,5 m lange Vorfachschnur zwischen Wirbel und Haken. In den Wirbel kann man nun ein 5 g Blei einhaken und fertig ist die „Weitwurfmontage“ :)

--- Das Angeln mit der Pose ---
Hierbei zieht man als aller erstes einen (am Besten) Schnurstopper auf die Hauptschnur. Nachdem man den Schnurstopper festgezogen hat, zieht man nun die Pose auf die Hauptschnur, danach wird ein Wirbel befestigt. Hier kommt nun ein einfacher Vorfachhaken zum Einsatz, der mit Mais, Wurm oder Made bestückt werden kann.
Tipps:
1. Falls ihr Einhängeposen habt, empfiehlt es sich die Öse eines Wirbels auf die Vorfachschnur zu ziehen. So kann man die Posen beim Angeln schnell wechseln und ist somit flexibler.
2. Bei mir hat sich die Hakengröße 6 oder 8 bewährt.
3. Schnurstopper deshalb, da sie nicht so leicht verrutschen wie Silikonstopper und man sie zur Not noch nachziehen kann.
4. Immer möglichst kleine Wirbel wählen, da sie unauffälliger sind. Es reichen Wirbel mit einer Tragkraft von 4 kg vollkommen aus!
5. Die Hauptschnur sollte immer dicker gewählt sein, als die Vorfachschnur, damit bei einem eventuellen Reißen der Schnur nicht die Hauptschnur reißt, sondern als erstes die Vorfachschnur.

--- Das Angeln mit dem Grundblei ---
Ist wohl eine der einfachsten Methoden überhaupt (wenn man sie nicht ausklügelt). Die Standartmontage ist wie folgt:
Das Blei wird auf die Hauptschnur gezogen, danach der Wirbel an der Hauptschnur befestigt, woran das Vorfach mit dem Haken gebunden wird.
Tipps:
1. Möglichst kleine Bleie wählen (maximal 30 g)
2. Wenn man einen Schnurstopper auf die Schnur zieht, hat man eine Art Selbsthakmontage. Wenn der Fisch also Schnur abzieht, stößt das Blei nach ca. 10 – 20 cm gegen den Stopper. Der Fisch Hakt sich somit selbst.
3. Einhängebissanzeiger erleichtern den Angeltag! Geeignet sind beispielsweise präparierte Stifte, Alufolie oder Kletteraffen.



******* Das Angeln mit dem Köderfisch *******

Der Köderfisch wird entweder an der Pose oder am Grund angeboten. Hierbei die Montagen wie oben beschrieben verwenden. Der Haken kann entweder durch die Lippe oder durch das Rückrad eingehakt werden. Bei dieser Methode muss jedoch eine Hakengröße von 4 gewählt werden!



******* Gefangen... und jetzt? *******

Am einfachsten ist es, wenn man den Barsch filetiert, was jedoch nur bei größeren Barschen möglich bzw. sinnvoll ist. Die andere Möglichkeit wäre, wenn man den Barsch schuppt, was jedoch wirklich kein Vergnügen ist, da die Schuppen sehr fest an der Haut sitzen. Ich persönlich nehme nur Barsche mit, die ich entweder filetieren kann oder aber auch als Köderfisch für Hechte weiterverwenden kann. Geeignet zum Filetieren sind übrigens alle Barsche ab 30 cm.



******* Zubereitung *******

Auch hier gibt es mehrere Arten, je nachdem, was man persönlich am Liebsten mag.

--- Möglichkeit 1 – Braten ---
Hierbei brät man den Barsch (filetiert oder entschuppt) im Fett solange, bis er gar ist. Optional kann man ihn vorher panieren oder erst im Eigelb und danach in Mehl wälzen.

--- Möglichkeit 2 – Einlegen ---
Hier legt man den Barsch wie einen Hering sauer ein und genießt ihn dann. Vorher natürlich braten...



******* Das Angelgeschirr *******

--- Die Rute ---
Die Rute sollte möglichst ein niedriges Wurfgewicht haben. Ich verwende eine Spinnrute von 2,70 m Länge und einem Wurfgewicht von 5 – 20 g.

--- Die Rolle ---
Eine mittlere Rolle mit einer Schnurfassung von 150 m 0,25er ist vollkommend ausreichend. Ich persönlich verwende 0,25er Hauptschnur und 0,20er Vorfachschnur.

--- Die Schnurwahl ---
Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Monofiele oder Geflochtene. Ich fische sowohl als auch. Zum Spinnfischen bevorzuge ich eine Geflochtene Schnur von 0,12 mm, da ich dann ein besseres Gefühl zu dem Fisch beim Anhieb habe, zum Posen oder Grundangeln bevorzuge ich Monofiele mit einer geringen Dehnung, da ich es persönlich angenehmer finde.

--- Das Zubehör ---
Das Zubehör bekommt man für einige Euros in allen Angelgeschäften. Zwei Posen, ein paar Wirbel, Bleie, Haken und ein paar Kunstköder genügen, dann ist man rundum ausgestattet.



******* Fazit *******
Der Barsch ist einer der schönsten, leicht zu beangelnden Fische unserer Gewässer. Er ist Kampfstark und hat mir schon einige spannende „Drills“ und Nerven gekostet. Ich habe schon viiiiiele dieser Fische gefangen, da ich seit ich angefangen habe zu angeln in Plön wohne und somit der Große Plöner See (einer der besten Hecht- und Barschgewässer in ganz Deutschland) direkt vor meiner Haustür liegt. Tage an denen man mit einem oder zwei Eimern Barsche nach Hause gegangen ist, waren keine großen Ausnahmen.
Auch heute (wo ich in Hamburg wohne) fahre ich öfter am Wochenende nach Plön um diesen Fischen nachzustellen. Ich hoffe, ihr werdet auch so viel Freude dran finden!

Gruß
Finn

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19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • sissi-tiger

    08.06.2004, 00:33 Uhr von sissi-tiger
    Bewertung: sehr hilfreich

    der Bericht ist echt klasse weiter so . Gruß Sissi