Erfahrungsbericht von Hajott
Der Traum vom Eigenheim
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Hausbau allgemein“ ... zu diesem Thema sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Damit dieser Bericht nicht zum Buch ausartet (ich weiß schon jetzt, wo ich damit beginne, dass er sehr lang werden wird), möchte ich mich auf bestimmte Themenbereiche, die den eigentlichen Hausbau betreffen, beschränken.
Infos über Bauvorschriften wie „Baufenster“, „Grundflächenzahl“ (GRZ), „Geschossflächenzahl“ (GFZ) oder „Bebauungsplan“ werdet ihr in diesem Bericht ebenso wenig finden wie Infos über geeignete Grundstücke, Baufinanzierungsmöglichkeiten oder öffentliche Fördermittel. Auch die ganzen Vorarbeiten wie Planung, Statik, Baugenehmigung usw. sehe ich als gegeben an.
Wir haben Mitte August 2001 unser neu gebautes Haus bezogen - und ich möchte hier meine Erfahrungen, die ich bei diesem Bau gemacht habe, weitergeben. Ich habe das Ganze so strukturiert, dass ich „unten“ (also im Keller) anfange und zu jedem Bauabschnitt den einen oder anderen Tipp gebe bzw. meine Erfahrungen dazu schreibe.
Zunächst sollte man sich über eines klar sein: Will man ein Massivhaus oder ein Fertighaus bauen? Ich schreibe hier über den Bau eines Massivhauses, eines Hauses also, das „Stein auf Stein“ gebaut wurde. Fertighäuser bestehen meist aus einer Holz-Skelett-Konstruktion, wobei die einzelnen Wände in einem Werk vorgefertigt und auf der Baustelle „nur noch“ montiert werden. Theoretisch können im Werk fast alle Innenausbauarbeiten bereits vorgefertigt werden - ich habe tatsächlich schon Fertighaus-Baustellen gesehen, wo an den Wänden bereits die Waschbecken und Kloschüsseln hingen (ernsthaft, kein Witz!). Durch die Vorfertigung im Werk wird die Bauzeit wesentlich verkürzt, allerdings bin ich der Meinung, dass ein massiv gebautes Haus einfach stabiler ist als ein noch so gut vorgefertigtes Haus aus Holzbalken. Das fängt bei der Dämmwirkung an und hört bei der Gesamt-Stabilität nicht auf. Trotzdem ist es natürlich so, dass auch Fertighaushersteller sich an statische Gegebenheiten halten müssen.
Ich persönlich würde aber niemals ein Fertighaus bauen - dies nur am Rande.
Wenn man ein Massivhaus bauen will, dann steht man vor der nächsten Frage: Ausbauhaus oder schlüsselfertig? Ausbauhaus bedeutet nicht zwangsläufig, dass man den Innenausbau „selber macht“, sondern vielmehr, dass man für die Auswahl der Handwerker, welche die einzelnen Gewerke erledigen, selbst verantwortlich ist.
Wir haben uns seinerzeit für ein Ausbauhaus entschieden - das Angebot lautete: Kauf des Grundstücks und Rohbau mit Dach. Alles weitere haben wir dann in Eigenregie gemacht.
Wir haben uns auch mehrere Bauträger-Angebote eingeholt, die schlüsselfertige Angebote hatten. Die Häuser waren weitestgehend identisch wie unseres. Das liegt daran, dass in Neubaugebieten die Grundstücke relativ ähnlich geschnitten sind, sodass die Häuser zwangsläufig ähnlich aussehen. Wie dem auch sei, jedenfalls haben wir uns für das im Prinzip „tupfengleiche“ Haus auch ein Bauträgerangebot machen lassen, und das war locker mal 50.000 DM teurer als unseres, wobei folgendes zu berücksichtigen ist:
Bauträger sind ja auch nur Menschen, das heißt sie müssen Geld verdienen. Damit sie das können und die Preise trotzdem noch einigermaßen „erträglich“ sind, wird sehr knapp und nicht gerade mit den besten Baumaterialien kalkuliert. Bei uns waren im schlüsselfertigen Preis zum Beispiel Fliesen für maximal 30 DM/qm (inkl. Mehrwertsteuer) enthalten. Will man nun höherwertige Fliesen, dann kostet es gleich mehr. Des weiteren ist mir aufgefallen, dass gerade in der Küche die Anzahl der Steckdosen extrem knapp war (zwei oder drei Steckdosen über der Arbeitsplatte). Will man mehr Steckdosen, dann kostet das extra. Wenn man das nun „weiterspinnt“, dann können sich die Mehrkosten locker auf zig-tausende von DM bzw. Euro summieren.
Wir haben - in Eigenregie - unser Haus für rund 50.000 DM weniger gebaut, und das obwohl wir im Bad zum Beispiel einen Granit-Fußboden für 130 DM/qm und zum Beispiel wesentlich mehr Steckdosen haben. Um beim Bad zu bleiben: wir haben auch nicht unbedingt die Standard-Sanitär-Objekte von Villeroy & Boch, wie sie in der Regel von Bauträgern angeboten werden. Damit keine falschen Eindrücke entstehen: Man kann auf Kloschüsseln von V & B genauso gut sein Geschäft verrichten wie auf Kloschüsseln aus purem Gold (wobei ich betonen möchte, dass wir keine goldenen Sanitärobjekte haben ...). :-)
Anyway, genug gelabert, jetzt gehen wir mal in medias res ... (ich werde im Verlauf dieses Berichts noch das eine oder andere zu Bauträgern erwähnen, wobei ich diese Branche auf gar keinen Fall schlecht machen will).
Also: Irgendwann rückt also der Bagger an und hebt den Keller aus. Natürlich kann man auch ohne Keller bauen (was sicherlich auch noch mal 25.000 bis 30.000 Euro spart, was ich aber nicht empfehlen kann - Bekannte von uns haben ohne Keller gebaut, und die vermissen den zusätzlichen Stauraum.
Die Preisangaben, die ich mache, beziehen sich auf unsere tatsächlich bezahlten Preise und sind noch in DM angegeben (weil es im Jahr 2001 den Euro zwar schon gab, aber allgemein noch in DM bezahlt wurde).
Beton- und Maurerarbeiten
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Danach werden die Fundamente und die Bodenplatte betoniert. Hier gleich der erste Tipp: Achtet bitte darauf, dass in die Bodenplatte ein so genanntes „Fugenblech“ eingearbeitet wird. Das ist ein ca. 6 bis 7 mm breiter Blechstreifen, der aus der Bodenplatte herausragt und auf den die Kellerwände gestellt werden. Da die Kellerwände extra betoniert werden (oder evtl. ein Fertigkeller gestellt wird), sind die dadurch entstehenden Fugen eine kleine Schwachstelle, was eindringendes Wasser angeht. Die Fugen werden zwar mit einem Teer-Anstrich wasserdicht verfugt, aber trotzdem. Da dieses Fugenblech ein wenig aus der Bodenplatte herausragt, müsste eventuell eindringendes Wasser einen Höhenunterschied überwinden; und da Wasser grundsätzlich nach unten fließt und nicht nach oben, kommt es an diesem Fugenblech nicht vorbei. Eine zusätzliche Sicherung gegen feuchte Keller, die nur wenig kostet (einen feuchten Keller trockenzulegen kostet ein Vielfaches davon!).
Danach kommen normalerweise die äußeren Kellerwände dran. In der Regel werden sie betoniert, es gibt aber auch Fertigkeller, wo einfach die Wände (normalerweise auch aus Beton) fertig angeliefert und aufgestellt werden. Die Innenwände werden gemauert.
Wenn die Kellerwände fertig sind, kommt die Kellerdecke. Hier kommt gleich der nächste Handwerker ins Spiel: Der Elektriker. Er muss - bevor die Kellerdecke betoniert wird, Leerrohre für Elektroleitungen verlegen, damit man später zum Beispiel Lampen an der Decke aufhängen kann. Wenn die Decke erst einmal betoniert ist, gibt es keine Chance mehr, hier Leitungen zu verlegen. Das müsste dann „auf Putz“ erfolgen, was nicht gerade schön aussieht. Das heißt, dass man relativ früh auch schon den Elektroinstallateur beauftragen muss.
Wenn man eine Betontreppe haben will, dann wird auch diese in diesem Stadium (also die Kellertreppe) betoniert. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Holztreppe zu installieren, man sollte sich aber zum einen über die Kosten (eine Holztreppe kostet ein Vielfaches) und auch über die Geräuschentwicklung (dadurch, dass die Treppe normalerweise „an die Wand geschraubt“ wird, überträgt sich der Trittschall wesentlich besser über die Wände) im Klaren sein. Dass eine Holztreppe viel schöner aussieht als eine geflieste Betontreppe, steht wohl außer Frage (wobei ein schöner Granitbelag durchaus auch seine Reize hat). Hier gilt es, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.
Die restlichen Geschosse werden analog zum Keller gebaut, wobei hier die Außenwände normalerweise natürlich nicht betoniert, sondern „Stein auf Stein“ gemauert werden. Für die Erdgeschoss-Decke (und alle eventuell noch folgenden Decken) gilt in Bezug auf den Elektriker das Gleiche wie für die Kellerdecke; das Gleiche gilt auch für die Treppen, die nach oben führen werden.
Heizung
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Hier gleich ein kleiner Einschub in Bezug auf die Heizung: Wenn ihr eine Fußbodenheizung plant, dann sollte das bei der Erstellung der Innenwände bzw. bei der Höhe der „Türlöcher“ (die Öffnungen, die später mal Türen werden sollen) berücksichtigt werden. Denn bei Fußbodenheizung ist der so genannte „Fußbodenaufbau“ (hierzu weiter unten mehr unter dem Stichwort „Estrich“) meist 2 bis 3 cm höher als normal. Das heißt, dass auch die Türen um 2 bis 3 cm höher geplant werden müssen. Normalerweise ist das Rohbaumaß einer Innentür 2,16 m in der Höhe. Wenn dann normalerweise (ohne Fußbodenheizung) noch 6 cm Estrich und 1 cm Bodenbelag draufkommen, dann bleiben 2,10 m übrig. Wenn man nun noch den Türrahmen der Innentür berücksichtigt, dann kommt man auf knapp über 2 Meter, was das normale Maß einer Tür ist. Wenn nun der Fußboden höher ist, dann kann es sein, dass die Türrahmen nicht mehr in die „Löcher“ passen und evtl. abgehobelt werden müssen. Das ist nicht nur ein nicht unerheblicher Mehraufwand, das kann auch noch zu Problemen in Bezug auf Garantie führen.
Küche
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Woran man in der Rohbauphase auch schon denken sollte, ist die Küche! Ja, ich weiß, die Küche ist normalerweise so ziemlich das Letzte, was eingebaut wird. Trotzdem müsst ihr spätestens dann, wenn der Elektriker loslegt, wissen, wo ihr den Herd hinstellen wollt und wo eure Arbeitsfläche ist bzw. wo überall Steckdosen installiert werden sollen. Auch der Wasserinstallateur muss wissen, wo die Spüle hinkommt, damit er die entsprechenden Anschlüsse für Wasser und Abwasser legen kann.
Dach
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Wenn der Rohbau weitgehend fertig ist, kommt der Zimmermann und „schlägt das Dach auf“. Hier gleich ein weiterer Tipp, den ich unbedingt empfehlen möchte: Lasst euch vom Zimmermann doch mal ein Angebot über eine so genannte „Auf-Sparren-Dämmung“ machen. Begriffsdefinition: „Sparren“ sind die Balken, die das schräge Dach bilden und die später von den Dachziegeln verdeckt werden.
Eine Auf-Sparren-Dämmung sieht folgendermaßen aus: Die Sparren werden nicht nur gesägt, sondern zusätzlich gehobelt und „gefast“. Gefast bedeutet, dass die Kanten etwas abgeschrägt werden. Wenn die Sparren montiert sind, werden von außen Bretter (Nut und Feder) draufgenagelt. Auf diesen Brettern wird nun vollflächig eine spezielle Dämmung verlegt, und auf diese Dämmung kommen dann die Dachziegel (mit einer Lattenkonstruktion, damit sie auch halten). Die Sparren bleiben innen sichtbar (deswegen werden sie auch gehobelt, damit sie schöner aussehen). Das Ganze bringt nun zwei Vorteile: Zum einen muss man sich nicht mit dieser ekelhaften Mineralwolle abquälen (ich habe schon mit so was gearbeitet, das Zeug ist dermaßen ätzend - da jucken die Hände mindestens zwei Wochen lang), zum zweiten hat man dort, wo die Wände schräg sind, schon eine fix und fertige Holzdecke, die zudem durch das sichtbare Gebälk sehr reizvoll aussieht. Hinzu kommt, dass durch die vollflächige Dämmung der Dämmwert des Daches wesentlich besser ist als bei der herkömmlichen „Zwischen-Sparren-Dämmung“. Bei letzterer werden Dämmkeile aus Mineralwolle zwischen die Sparren geklemmt. Und hier ist eben die volle Dämmwirkung auch nur zwischen diesen Sparren gegeben. Die Sparren selbst haben zwar auch eine gewisse Dämmwirkung, aber bei weitem nicht so gut wie das Dämmmaterial. Ich merke das, wenn ich bei unserem Nachbarn im Sommer im Dachzimmer bin: Hier ist die Temperatur an sonnigen Tagen locker 15 Grad wärmer als bei uns. In unserem Dachzimmer (nur schräge Wände) wird es im Sommer zwar auch warm, aber nie so warm, dass man es gar nicht mehr aushält (mehr als 33 bis 34 Grad hatten wir bisher noch nie!). Beim Nachbarn (er hat die konventionelle Dämmung gewählt) kann man es an sonnigen Sommertagen in diesem Zimmer nicht aushalten, so warm ist es dort.
Nun ja, wo Vorteile sind, sind natürlich auch Nachteile: Wir haben das bei unserem Haus gemacht und haben ca. 20.000 DM Aufpreis dafür bezahlt. Auf der anderen Seite haben wir aber dann zum einen das Geld für die „Zwischen-Sparren-Dämmung“ (dieses ekelhafte Mineralwolle-Zeug) gespart (vom Arbeitsaufwand und von den schon erwähnten „Nebenwirkungen“ ganz zu schweigen; zum zweiten spart man dadurch auch das Geld und die Arbeit für eine eventuell geplante Holzdecke. Wenn ich diese gesparten Kosten dagegen rechne, dann kommt per saldo ein Aufpreis von ca. 5.000 DM (bzw. 2.500 Euro) zu Stande - und das war es uns wert!
Wenn die Zimmermann-Arbeiten beendet sind, wird das Dach eingedeckt. Hier kann man in Bezug auf Dachziegel auch „arm werden“. Vom Material und vom Preis her sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt. Aber mal ehrlich: Wer schaut schon, welche Dachziegel auf dem Dach liegen. Oftmals ist das Dach von der Straße aus auch nicht so ohne weiteres einsehbar (wenn es zum Beispiel relativ flach ist). Was nützen dann also zum Beispiel die teuren lackierten Biberschwanz-Ziegel, wenn sie eh keine Sau sehen kann? Standard-Ziegel (zum Beispiel „Frankfurter Pfanne“) erfüllen genau den gleichen Zweck (nämlich zu verhindern, dass es reinregnet) und kosten nur einen Bruchteil!
Dachentwässerung ist auch noch ein Thema. Normalerweise beschäftigt der Dachdecker auch einen Blechner, der die Dachrinne fertigen und montieren kann. In Bezug auf die Dachentwässerung muss man oft auch Vorschriften beachten. So erlauben viele Gemeinden die Einleitung des Dachwassers ins Abwasser nicht mehr, sondern schreiben eine Versickerung auf dem Grundstück vor. Auch sind oftmals nicht alle Materialien gestattet, vor allem Zink und Kupfer (die relativ leicht oxidieren und damit das Grundwasser belasten können) sind vielerorts verboten.
Unsere Kosten für Keller, Rohbau, Dach inkl. Auf-Sparren-Dämmung: Ca. 190.000 DM.
Bauzeit: Ca 3 bis 4 Monate.
Hausanschlüsse
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In der Rohbauphase sollten auch schon einige Formalitäten in Angriff genommen werden. So muss das Haus mit Elektrizität, Trinkwasser, Telefon sowie eventuell Gas und Kabel-TV versorgt werden. Die zuständigen Lieferanten sind von Ort zu Ort unterschiedlich – hier sollte man sich erkundigen, an wen man sich da wenden kann. Auch muss die Heizungsanlage vor Inbetriebnahme vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abgenommen werden. Auch mit ihm sollte man frühzeitig Kontakt aufnehmen. Er berät euch dann auch über Sicherheitsvorschriften in Bezug auf Feuersicherheit usw.
Fenster
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Wenn das Dach mal auf dem Haus ist, dann ist der nächste Schritt der Einbau der Fenster. Denn die Maurer sind das Arbeiten bei Wind und Wetter gewöhnt, aber die Handwerker, die danach kommen, sind da etwas „zimperlicher“. :-) Hinzu kommt, dass diese Handwerker (Elektriker und Wasser- bzw. Heizungsinstallateur) oftmals schweineteure Geräte mitbringen, die sie für die Zeit, in der sie auf der Baustelle sind, auch dort deponieren. Also sollte die Baustelle nicht so leicht zugänglich sein, sonst könnte es durchaus passieren, dass da was geklaut wird.
Was den Fensterbauer betrifft, so kann man auch schon in der Rohbauphase Angebote einholen. Hierzu bedient man sich der Pläne, die man vom Architekten bekommen hat. Auf Basis dieser Pläne kann der Fensterbauer ein Angebot erstellen. Die endgültigen Maße werden eh erst nach Fertigstellung des Rohbaus festgelegt. Hier kommt dann normalerweise ein Mitarbeiter und macht das „Aufmaß“, das heißt er vermisst genau die Löcher, wo die Fenster reinkommen. Merke: 1 bis 2 cm Toleranzabweichung zu den Planmaßen sind im Rohbau durchaus normal und kein Reklamationsgrund! Im Prinzip kann dieser Mitarbeiter schon kommen, wenn das Dach noch nicht drauf ist, die Maurerarbeiten aber abgeschlossen sind (also alle Fenster samt Rollladenkästen fertig sind). Denn die Produktion von Fenstern dauert in der Regel mehrere Wochen, sodass dies schon während der Dacharbeiten in Angriff genommen werden kann.
Fenster gibt es in Kunststoff, Holz, Aluminium oder einer Kombination dieser Materialien. Von der Dämmwirkung her nehmen sich die einzelnen Varianten nicht viel bzw. gar nichts - es kommt hier wohl ausschließlich auf den persönlichen Geschmack (und den persönlichen Geldbeutel) an. Wir haben weiße Kunststofffenster ausgesucht, weil die pflegeleicht sind (Holzfenster müssen zum Beispiel regelmäßig gestrichen werden und sind zudem in der Regel aus Hartholz, welches aus tropischen Regenwäldern kommt).
Die Haustür kauft man in der Regel zusammen mit den Fenstern. Allerdings sollte diese in diesem Baustadium noch nicht eingebaut werden. Alternativ empfiehlt es sich, eine „Baustellentür“ einzubauen (kann man kaufen oder leihen), zur Not tut es aber auch eine ausrangierte Zimmertür, wo man ein Vorhängeschloss montiert, damit die Baustelle abgeschlossen werden kann.
Unsere Kosten für die Fenster: Ca. 12.000 DM
Produktionsdauer: 3 bis 4 Wochen
Einbaudauer: 1 Tag
Elektro/Gas-Wasser-Schei*e
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Mittlerweile habt ihr einen Elektroinstallateur und wohl auch einen Heizungs- bzw. Wasserinstallateur gefunden. Letztere müssen nicht unbedingt beides machen, es bietet sich aber an, diese beiden Gewerke in eine Hand zu geben. Denn hier muss alles eng „Hand in Hand“ gehen - die Warmwasserleitungen müssen zum Beispiel an die Heizungsanlage angeschlossen werden. Wenn hier nun zwei verschiedene Firmen arbeiten und irgend etwas geht schief, dann ist die Gefahr groß, dass jeder Handwerker den Fehler auf seinen Kollegen schiebt. Ihr als Bauherren steht dann in der Mitte, und Ärger ist vorprogrammiert.
In Bezug auf die Elektroinstallation ist es sinnvoll, sich frühzeitig genau zu überlegen, wo man überall Lichtschalter, Steckdosen usw. haben will. Hier sei gesagt, dass man eigentlich nie zu viele Steckdosen haben kann. Hier kommt auch wieder die Sache mit dem Bauträger, denn um die Kosten zu minimieren (und entsprechend günstigere Angebote machen zu können), wird hier oft gespart. Hinterher ärgert ihr euch grün und blau, wenn gerade dort, wo ihr unbedingt eine Steckdose braucht, keine auch nur in der Nähe installiert ist. Wenn der Bau erst mal fertig ist, können neue Steckdosen und Lichtschalter entweder auf Putz (was entsprechend hässlich aussieht) oder nur mit erheblichem Aufwand und entsprechendem Schmutzanfall unter Putz verlegt werden. Also überlegt es euch gut und denkt auch daran, dass ihr vielleicht irgendwann neue Möbel kauft, die dann möglicherweise ganz anders im Raum aufgestellt werden als vorher. Also vielleicht auch an der gegenüber liegenden Wand eine Antennen-Steckdose für den Fernseher einplanen!
Der Elektroinstallateur verlegt auch zum Beispiel Telefon- und/oder ISDN-Kabel sowie Netzwerkkabel. Auch hier gilt: Lieber einen Anschluss zuviel einplanen, der dann nicht genutzt wird, als sich hinterher ärgern, dass vielleicht eine Anschlussmöglichkeit fehlt. Die Installation einer zusätzlichen Steck-, Antennen-, Telefon- oder Netzwerkdose kostet ein paar Euro - hinterher aber ein Vielfaches!
In Bezug auf die Heizung steht eine weitere Entscheidung an: Öl, Strom oder Gas? Ich lasse andere Möglichkeiten außer Acht (zum Beispiel Fernwärme).
Bei einer Ölheizung muss man sich im Klaren darüber sein, dass man eine Lagermöglichkeit für das Heizöl (sprich: Öltanks) braucht. Meistens geht dafür ein Raum im Keller drauf; man kann aber zum Beispiel einen Öltank auch im Garten oder Vorgarten vergraben (was ich aber nicht unbedingt empfehlen würde, denn wenn so ein Teil mal undicht wird, ist in diesem Fall die „Kacke am Dampfen“ (ganz abgesehen von umfangreichen Grabearbeiten in solch einem Fall).
Elektroheizung ist meistens mit einem speziellen Stromliefervertrag verbunden (Stichwort: „Nachtstrom“). Hier wird der Strom für die Heizung vor allem nachts verbraucht, und der Abnehmer bekommt einen besonderen Tarif für die nächtliche Stromentnahme.
Gasheizung ist relativ preisgünstig (Voraussetzung hierfür ist aber die Möglichkeit eines Gasanschlusses) und Platz sparend.
Alle drei Systeme bedienen normalerweise eine „Zentralheizung“ (eine andere Möglichkeit kommt meines Erachtens im Neubau nicht infrage), das heißt innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs von Rohren wird Wasser erwärmt, und diese Wärme wird dann über Heizkörper und/oder Fußbodenheizung an die Umgebung abgegeben.
Wir haben uns für eine Gas-Brennwert-Therme entschieden. Diese verbraucht extrem wenig Platz, weil sie im Keller an der Wand hängt. „Brennwert“ bedeutet, dass durch ein spezielles Verfahren die Abgase „auskondensieren“ und hierdurch zusätzliche Energie frei wird, die dann auch für die Heizung genutzt werden kann. Der Verbrauch ist dadurch etwas geringer. Ein weiterer Vorteil einer solchen Variante ist der, dass man auf einen Kamin verzichten kann. Statt dessen wird einfach ein Abgasrohr aus Metall durch das Haus nach oben zum Dach geführt. Dieses Abgasrohr ist auch dann notwendig, wenn man einen gemauerten Kamin hat - insofern würde ein Kamin keine Kostenersparnis bringen. Im Gegenteil: Ein Kamin (dieser wird aber unbedingt benötigt, wenn man zum Beispiel einen Kachelofen installieren will) kostet auch Geld; und wenn man eben keinen offenen Kamin, Kachelofen oder „Schwedenofen“ möchte, dann kann man - wenn man sich für eine Gas-Brennwert-Heizung entscheidet - durchaus darauf verzichten. Kosten für einen Kamin: Ca. 3.000 Euro.
Gasheizungen werden heute nahezu ausschließlich mit Brennwert-Technik angeboten.
Wie bereits erwähnt, müssen sowohl der Elektro- als auch der Wasser-Installateur wissen, wie die Küche aussehen soll, damit sie die Anschlüsse an der richtigen Stelle anbringen können. Auch ist es hilfreich, bereits jetzt zu wissen, wie das Badezimmer aussehen soll. Denn auch hier müssen entsprechende Anschlüsse für Waschbecken, Toilette, Badewanne und Dusche angebracht werden. Es ist sinnvoll, zu diesem Zeitpunkt bereits die Sanitär-Objekte bestellt zu haben (bzw. sich für bestimmte Objekte entschieden zu haben), denn bei manchen Waschbecken, Badewannen, Duschen oder auch Toilettenschüsseln sind spezielle Anschlüsse erforderlich; und das muss der Installateur wissen.
Stichwort Fußbodenheizung: Dies ist eine sehr angenehme Art zu heizen. Zum einen werden keine Wände durch Heizkörper verunstaltet (ganz praktisch ist auch die Tatsache, dass man die Schränke da hinstellen kann, wo man will und nicht durch evtl. vorhandene Heizkörper (die man ja nicht unbedingt verstellen sollte und wo man die Schränke eh nicht bis an die Wand stellen kann) eingeschränkt. Da bei der Fußbodenheizung quasi der gesamte Fußboden einen „Heizkörper“ (genauer gesagt: eine Wärme-Abstrahlfläche) darstellt, müssen da auch keine besonders hohen Temperaturen gefahren werden, denn merke: je größer die Abstrahlfläche, desto geringer muss die Temperatur dieser Fläche sein, um den Wärmebedarf in Watt zu decken.
Wir haben im gesamten Erdgeschoss sowie im Badezimmer Fußbodenheizung verlegen lassen, in den restlichen Räumen sind Heizkörper angebracht. Besonders im Bad ist es sehr angenehm, wenn der Boden leicht warm ist.
Im Badezimmer haben wir zusätzlich einen „Handtuch-Heizkörper“ installieren lassen. Da kann man dann die Badetücher etwas vorwärmen. Bei diesem empfiehlt es sich übrigens, eine so genannte „Elektro-Patrone“ einbauen zu lassen, damit man auch im Sommer, wenn die Heizung ausgeschaltet ist bzw. auf Sommerbetrieb steht (dann wird nur warmes Wasser bereitet, die Heizung an sich ist aus) diesen Heizkörper betreiben und somit warme Handtücher haben kann. Mit dieser „Elektro-Patrone“ kann das im Heizkörper befindliche Wasser elektrisch erwärmt werden, was dann natürlich auch im Sommer funktioniert.
Unsere Kosten für die Elektroinstallation: Ca. 15.000 DM
Unsere Kosten für Heizung- und Wasserinstallation: Ca. 28.000 DM
Unsere Kosten für Sanitärobjekte (1 Badewanne, 1 Duschwanne, 1 Ganzglas-Duschwand, 2 Toiletten, 3 Waschbecken): Ca. 15.000 DM
Dauer: Ca. 3 bis 4 Wochen.
Gipser
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Wenn die Installationen soweit abgeschlossen sind, kommt als nächstes der Gipser. Da ist nicht viel dazu zu sagen, die brauchen so ca. eine Woche und verputzen die Innenwände. Auf diesen Putz kann dann zum Beispiel tapeziert werden.
Bei Bauträger-Häusern habe ich schon gesehen, dass die Gipser, wenn sie den Innenputz machen, auch gleich das Haus von außen mit verputzen – sozusagen in einem Aufwasch. So was ist natürlich extrem kostengünstig, weil die Maschinen sowieso auf der Baustelle sind und man so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Hinzu kommt, dass auch der Außenputz ein Teil der schlüsselfertigen Leistung ist und der Bauträger die gesamte Kohle eben erst dann kriegt, wenn die Leistung komplett erbracht wurde. Ich will das hier wirklich nicht anprangern, auch eine Bauträger-Gesellschaft arbeitet gewinnorientiert, das Ziel heißt „Gewinnmaximierung bei Minimierung der Kosten bzw. des Materialeinsatzes“. An dieser Einstellung ist grundsätzlich nichts Schlechtes zu finden.
In diesem speziellen Fall jedoch kann es da Probleme geben. Nicht gleich, sondern oft erst später, wenn die Garantie abgelaufen ist (5 Jahre gemäß VOB). Denn man muss sich folgendes vorstellen: Um einen Quadratmeter Wand zu verputzen, werden ungefähr 10 bis 15 Liter Wasser benötigt. Dieses Wasser „verlässt“ die Gipsmasse durch den Trocknungsprozess, wird aber nur zu einem sehr geringen Teil an die Umgebungsluft abgegeben. Den Großteil dieses Wassers nimmt die verputzte Wand auf und speichert es zunächst. Ein „Poroton“-Stein in den Maßen 50 x 30 x 30 cm kann ohne weiteres bis zu 9 Liter Wasser aufnehmen und speichern. Das bedeutet, dass die Außenwände zunächst mal relativ feucht sind. Wird nun auch gleichzeitig von außen verputzt (womöglich noch mit zusätzlicher Außendämmung aus Styropor oder ähnlichem Material), dann wird die Außenwand quasi versiegelt, und das in der Wand gespeicherte Wasser hat keine Chance, nach draußen zu diffundieren. Also sucht es sich einen anderen Weg – und der führt nach innen. Hier ist dann sehr regelmäßiges und sehr gründliches Lüften extrem wichtig, ansonsten werden binnen weniger Jahre schwarze Schimmelflecken an den Wänden auftauchen. Abgesehen davon, dass das ziemlich hässlich aussieht, ist es auch nicht gerade gesundheitsfördernd – im Gegenteil! Stichwort Lüften: Mindestens eine halbe Stunde pro Tag alle Fenster aufreißen und durchziehen lassen. Gekippte Fenster (auch wenn sie länger offen sind) reichen nicht aus!!
Meine Empfehlung lautet: Mindestens einen Winter durchheizen und frühestens im nächsten Frühjahr/Sommer den Außenputz anbringen lassen!
Noch ein Wort zum Innenputz: In Feuchträumen (Badezimmer und auch Küche) würde ich einen so genannten Kalk-Zement-Putz anbringen lassen. Dieser ist etwas beständiger gegen Feuchtigkeit. In den übrigen Räumen reicht ein gewöhnlicher Gips-Putz.
Unsere Kosten für den Innenputz: Ca. 15.000 DM
Unsere Kosten für den Außenputz (vor wenigen Wochen erledigt worden): Ca. 8.000 Euro inkl. 6 cm Vollwärmeschutz.
Estrich
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Der nächste Handwerker, der die Baustelle betritt, ist der Estrichbauer. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Fließestrich und der zweite Name fällt mir nicht mehr ein – ich glaube „Anhydrit-Estrich“ oder so ähnlich. Jedenfalls ist der Fließestrich komplett flüssig und wird auf den Boden gegossen (direkt auf den Betonboden kommt noch eine Wärme- und Trittschall-Dämmung, darauf dann der Estrich). Dadurch, dass das Zeug flüssig ist, nivelliert es sich von ganz allein, das heißt es wird automatisch waagerecht. Bei der zweiten Variante muss das Ganze glatt gestrichen werden. Fließestrich trocknet relativ schnell und wird hart – man kann schon nach zwei bis drei Tagen zumindest drauf laufen. Allerdings habe ich gehört, dass er nicht so haltbar sei. Der „andere“ Estrich braucht mindestens eine Woche, bis man überhaupt mal drauf gehen kann. So richtig belasten sollte man den Estrich erst nach vier bis fünf Wochen!
In den Feuchträumen sowie im kompletten Keller haben wir – analog zum Gipser – so genannten Kalk-Zement-Estrich legen lassen, wegen der Feuchtigkeitsresistenz.
Weiter oben habe ich geschrieben, dass die Estrichhöhe bei Fußbodenheizung normalerweise höher ist als bei „normaler“ Heizung. Das hat folgenden Grund: Normalerweise wird auf dem Betonboden eine 3 cm dicke Dämmschicht aus sehr hartem Polystyrol (also so was wie Styropor) ausgelegt. Darauf kommt dann eine 2 bis 3 cm dicke Estrich-Schicht. Gesamthöhe also ca. 6 cm. Bei Fußbodenheizung wird ebenfalls eine 3 cm dicke Dämmung ausgelegt. Auf diese Dämmung werden nun die Heizungsrohre verlegt. Diese Heizungsrohre müssen von allen Seiten vom Estrich umschlossen werden – sie müssen „im Estrich liegen“. Der Durchmesser dieser Rohre beträgt ca. 2 bis 3 cm. Damit der Estrich stabil ist, muss er mindestens 2 cm höher sein als die Heizungsrohre. Das bedeutet: 3 cm Dämmung + 2 bis 3 cm Rohrdurchmesser + 2 cm über dem Rohr ergibt eine Gesamthöhe von 7 bis 8 cm.
Nach vier bis fünf Wochen muss dann ein so genanntes „Heizprotokoll“ für die Fußbodenheizung gefahren werden. Das bedeutet, dass die Rohre langsam über mehrere Tage bis auf 50 Grad erhitzt werden, damit der Estrich gut durchtrocknet. Diese Temperatur von 50 Grad wird drei Tage aufrecht erhalten, danach wird sie wieder schrittweise über mehrere Tage bis auf ca. 30 Grad zurückgefahren. Übrigens: Als wir das gemacht haben, war Mitte Juni, und wir hatten Außentemperaturen von mehr als 35 Grad im Schatten (ist sehr schön, wenn man ins Haus kommt und dann die Fenster aufreißen kann, um die 35 Grad „kühle“ Luft hereinzulassen). Sprich: Wir hatten sozusagen Sauna-Verhältnisse. :-/ Nicht sehr angenehm und kaum auszuhalten, aber leider notwendig, denn wenn der Estrich nicht komplett durchgetrocknet ist und es werden zum Beispiel Fliesen angebracht, dann kann es sein, dass die Fliesen Sprünge kriegen, weil der Estrich untendrunter noch „arbeitet“. Ganz wichtig also!
Vor dem Estrich sollte auch die endgültige Haustür montiert werden; ansonsten könnte hier Nachbesserungsbedarf entstehen, weil die Tür vielleicht einen oder zwei Zentimeter weiter vorn sitzt und die dadurch entstehende Fuge aufgefüllt werden muss.
Unsere Kosten für den Estrich: Ca. 5.000 DM
Unsere Kosten für die Haustür: Ca. 6.500 DM
Damit ist das Haus schon fast fertig :-) – es sieht schon fast „wohnlich“ aus.
Innenausbau
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Während der Trocknungsphase für den Estrich kann schon der Fliesenleger anfangen, die Wände im Bad, in der Küche sowie eventuell im Gäste-WC zu fliesen. Auch die Treppen können ggf. jetzt schon gefliest werden.
Parallel könnte man zum Beispiel bereits tapezieren oder Parkett/Laminat verlegen. Diese Arbeiten haben wir selbst gemacht, für die Fliesenlegerarbeiten hatten wir einen Fachmann.
Bei Fliesen gibt es preislich nach oben fast keine Grenzen. Hier entscheidet zum einen der individuelle Geschmack, zum anderen natürlich auch der Geldbeutel ...
Wenn die Bodenbeläge angebracht sind, können die Innentüren montiert werden. Auch hier entscheiden sowohl der individuelle Geschmack als auch der Geldbeutel.
Zwischendurch kommt noch mal der Elektriker und montiert zum Beispiel die Lichtschalter und Steckdosen (also das, was davon dann noch sichtbar ist) sowie die Gegensprechanlage und Türklingel. Auch der Heizungsmonteur kommt noch mal und nimmt die Heizung endgültig in Betrieb (nachdem die Genehmigung vom Schornsteinfeger erteilt wurde).
So, und dann müssen eigentlich nur noch die Möbel rein und ihr könnt einziehen.
Unsere Kosten für Fliesenarbeiten (ohne Fliesen):
Boden/Wand: Ca. 25 Euro/qm
Treppe: Ca. 50 Euro/Stufe.
Der relativ hohe Preis für die Treppe (bei 3 Treppen à 15 Stufen kommen hier allein fast 2.500 Euro zusammen) ist gerechtfertigt, denn eine Treppe hat die Angewohnheit, relativ verwinkelt zu sein, so dass nahezu jede Fliese individuell zugeschnitten werden muss.
Laminat habe ich selbst verlegt, Kostenpunkt für das Material: Ca. 18 DM/qm.
Innentüren: 11 Türen haben incl. Montage ca. 6.500 DM gekostet.
Puuh, das ist wirklich ein extrem langer Bericht. Wer sich bis hierher durchgekämpft hat, den wird mein Dank auf ewig verfolgen. :-)
Infos über Bauvorschriften wie „Baufenster“, „Grundflächenzahl“ (GRZ), „Geschossflächenzahl“ (GFZ) oder „Bebauungsplan“ werdet ihr in diesem Bericht ebenso wenig finden wie Infos über geeignete Grundstücke, Baufinanzierungsmöglichkeiten oder öffentliche Fördermittel. Auch die ganzen Vorarbeiten wie Planung, Statik, Baugenehmigung usw. sehe ich als gegeben an.
Wir haben Mitte August 2001 unser neu gebautes Haus bezogen - und ich möchte hier meine Erfahrungen, die ich bei diesem Bau gemacht habe, weitergeben. Ich habe das Ganze so strukturiert, dass ich „unten“ (also im Keller) anfange und zu jedem Bauabschnitt den einen oder anderen Tipp gebe bzw. meine Erfahrungen dazu schreibe.
Zunächst sollte man sich über eines klar sein: Will man ein Massivhaus oder ein Fertighaus bauen? Ich schreibe hier über den Bau eines Massivhauses, eines Hauses also, das „Stein auf Stein“ gebaut wurde. Fertighäuser bestehen meist aus einer Holz-Skelett-Konstruktion, wobei die einzelnen Wände in einem Werk vorgefertigt und auf der Baustelle „nur noch“ montiert werden. Theoretisch können im Werk fast alle Innenausbauarbeiten bereits vorgefertigt werden - ich habe tatsächlich schon Fertighaus-Baustellen gesehen, wo an den Wänden bereits die Waschbecken und Kloschüsseln hingen (ernsthaft, kein Witz!). Durch die Vorfertigung im Werk wird die Bauzeit wesentlich verkürzt, allerdings bin ich der Meinung, dass ein massiv gebautes Haus einfach stabiler ist als ein noch so gut vorgefertigtes Haus aus Holzbalken. Das fängt bei der Dämmwirkung an und hört bei der Gesamt-Stabilität nicht auf. Trotzdem ist es natürlich so, dass auch Fertighaushersteller sich an statische Gegebenheiten halten müssen.
Ich persönlich würde aber niemals ein Fertighaus bauen - dies nur am Rande.
Wenn man ein Massivhaus bauen will, dann steht man vor der nächsten Frage: Ausbauhaus oder schlüsselfertig? Ausbauhaus bedeutet nicht zwangsläufig, dass man den Innenausbau „selber macht“, sondern vielmehr, dass man für die Auswahl der Handwerker, welche die einzelnen Gewerke erledigen, selbst verantwortlich ist.
Wir haben uns seinerzeit für ein Ausbauhaus entschieden - das Angebot lautete: Kauf des Grundstücks und Rohbau mit Dach. Alles weitere haben wir dann in Eigenregie gemacht.
Wir haben uns auch mehrere Bauträger-Angebote eingeholt, die schlüsselfertige Angebote hatten. Die Häuser waren weitestgehend identisch wie unseres. Das liegt daran, dass in Neubaugebieten die Grundstücke relativ ähnlich geschnitten sind, sodass die Häuser zwangsläufig ähnlich aussehen. Wie dem auch sei, jedenfalls haben wir uns für das im Prinzip „tupfengleiche“ Haus auch ein Bauträgerangebot machen lassen, und das war locker mal 50.000 DM teurer als unseres, wobei folgendes zu berücksichtigen ist:
Bauträger sind ja auch nur Menschen, das heißt sie müssen Geld verdienen. Damit sie das können und die Preise trotzdem noch einigermaßen „erträglich“ sind, wird sehr knapp und nicht gerade mit den besten Baumaterialien kalkuliert. Bei uns waren im schlüsselfertigen Preis zum Beispiel Fliesen für maximal 30 DM/qm (inkl. Mehrwertsteuer) enthalten. Will man nun höherwertige Fliesen, dann kostet es gleich mehr. Des weiteren ist mir aufgefallen, dass gerade in der Küche die Anzahl der Steckdosen extrem knapp war (zwei oder drei Steckdosen über der Arbeitsplatte). Will man mehr Steckdosen, dann kostet das extra. Wenn man das nun „weiterspinnt“, dann können sich die Mehrkosten locker auf zig-tausende von DM bzw. Euro summieren.
Wir haben - in Eigenregie - unser Haus für rund 50.000 DM weniger gebaut, und das obwohl wir im Bad zum Beispiel einen Granit-Fußboden für 130 DM/qm und zum Beispiel wesentlich mehr Steckdosen haben. Um beim Bad zu bleiben: wir haben auch nicht unbedingt die Standard-Sanitär-Objekte von Villeroy & Boch, wie sie in der Regel von Bauträgern angeboten werden. Damit keine falschen Eindrücke entstehen: Man kann auf Kloschüsseln von V & B genauso gut sein Geschäft verrichten wie auf Kloschüsseln aus purem Gold (wobei ich betonen möchte, dass wir keine goldenen Sanitärobjekte haben ...). :-)
Anyway, genug gelabert, jetzt gehen wir mal in medias res ... (ich werde im Verlauf dieses Berichts noch das eine oder andere zu Bauträgern erwähnen, wobei ich diese Branche auf gar keinen Fall schlecht machen will).
Also: Irgendwann rückt also der Bagger an und hebt den Keller aus. Natürlich kann man auch ohne Keller bauen (was sicherlich auch noch mal 25.000 bis 30.000 Euro spart, was ich aber nicht empfehlen kann - Bekannte von uns haben ohne Keller gebaut, und die vermissen den zusätzlichen Stauraum.
Die Preisangaben, die ich mache, beziehen sich auf unsere tatsächlich bezahlten Preise und sind noch in DM angegeben (weil es im Jahr 2001 den Euro zwar schon gab, aber allgemein noch in DM bezahlt wurde).
Beton- und Maurerarbeiten
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Danach werden die Fundamente und die Bodenplatte betoniert. Hier gleich der erste Tipp: Achtet bitte darauf, dass in die Bodenplatte ein so genanntes „Fugenblech“ eingearbeitet wird. Das ist ein ca. 6 bis 7 mm breiter Blechstreifen, der aus der Bodenplatte herausragt und auf den die Kellerwände gestellt werden. Da die Kellerwände extra betoniert werden (oder evtl. ein Fertigkeller gestellt wird), sind die dadurch entstehenden Fugen eine kleine Schwachstelle, was eindringendes Wasser angeht. Die Fugen werden zwar mit einem Teer-Anstrich wasserdicht verfugt, aber trotzdem. Da dieses Fugenblech ein wenig aus der Bodenplatte herausragt, müsste eventuell eindringendes Wasser einen Höhenunterschied überwinden; und da Wasser grundsätzlich nach unten fließt und nicht nach oben, kommt es an diesem Fugenblech nicht vorbei. Eine zusätzliche Sicherung gegen feuchte Keller, die nur wenig kostet (einen feuchten Keller trockenzulegen kostet ein Vielfaches davon!).
Danach kommen normalerweise die äußeren Kellerwände dran. In der Regel werden sie betoniert, es gibt aber auch Fertigkeller, wo einfach die Wände (normalerweise auch aus Beton) fertig angeliefert und aufgestellt werden. Die Innenwände werden gemauert.
Wenn die Kellerwände fertig sind, kommt die Kellerdecke. Hier kommt gleich der nächste Handwerker ins Spiel: Der Elektriker. Er muss - bevor die Kellerdecke betoniert wird, Leerrohre für Elektroleitungen verlegen, damit man später zum Beispiel Lampen an der Decke aufhängen kann. Wenn die Decke erst einmal betoniert ist, gibt es keine Chance mehr, hier Leitungen zu verlegen. Das müsste dann „auf Putz“ erfolgen, was nicht gerade schön aussieht. Das heißt, dass man relativ früh auch schon den Elektroinstallateur beauftragen muss.
Wenn man eine Betontreppe haben will, dann wird auch diese in diesem Stadium (also die Kellertreppe) betoniert. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Holztreppe zu installieren, man sollte sich aber zum einen über die Kosten (eine Holztreppe kostet ein Vielfaches) und auch über die Geräuschentwicklung (dadurch, dass die Treppe normalerweise „an die Wand geschraubt“ wird, überträgt sich der Trittschall wesentlich besser über die Wände) im Klaren sein. Dass eine Holztreppe viel schöner aussieht als eine geflieste Betontreppe, steht wohl außer Frage (wobei ein schöner Granitbelag durchaus auch seine Reize hat). Hier gilt es, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.
Die restlichen Geschosse werden analog zum Keller gebaut, wobei hier die Außenwände normalerweise natürlich nicht betoniert, sondern „Stein auf Stein“ gemauert werden. Für die Erdgeschoss-Decke (und alle eventuell noch folgenden Decken) gilt in Bezug auf den Elektriker das Gleiche wie für die Kellerdecke; das Gleiche gilt auch für die Treppen, die nach oben führen werden.
Heizung
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Hier gleich ein kleiner Einschub in Bezug auf die Heizung: Wenn ihr eine Fußbodenheizung plant, dann sollte das bei der Erstellung der Innenwände bzw. bei der Höhe der „Türlöcher“ (die Öffnungen, die später mal Türen werden sollen) berücksichtigt werden. Denn bei Fußbodenheizung ist der so genannte „Fußbodenaufbau“ (hierzu weiter unten mehr unter dem Stichwort „Estrich“) meist 2 bis 3 cm höher als normal. Das heißt, dass auch die Türen um 2 bis 3 cm höher geplant werden müssen. Normalerweise ist das Rohbaumaß einer Innentür 2,16 m in der Höhe. Wenn dann normalerweise (ohne Fußbodenheizung) noch 6 cm Estrich und 1 cm Bodenbelag draufkommen, dann bleiben 2,10 m übrig. Wenn man nun noch den Türrahmen der Innentür berücksichtigt, dann kommt man auf knapp über 2 Meter, was das normale Maß einer Tür ist. Wenn nun der Fußboden höher ist, dann kann es sein, dass die Türrahmen nicht mehr in die „Löcher“ passen und evtl. abgehobelt werden müssen. Das ist nicht nur ein nicht unerheblicher Mehraufwand, das kann auch noch zu Problemen in Bezug auf Garantie führen.
Küche
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Woran man in der Rohbauphase auch schon denken sollte, ist die Küche! Ja, ich weiß, die Küche ist normalerweise so ziemlich das Letzte, was eingebaut wird. Trotzdem müsst ihr spätestens dann, wenn der Elektriker loslegt, wissen, wo ihr den Herd hinstellen wollt und wo eure Arbeitsfläche ist bzw. wo überall Steckdosen installiert werden sollen. Auch der Wasserinstallateur muss wissen, wo die Spüle hinkommt, damit er die entsprechenden Anschlüsse für Wasser und Abwasser legen kann.
Dach
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Wenn der Rohbau weitgehend fertig ist, kommt der Zimmermann und „schlägt das Dach auf“. Hier gleich ein weiterer Tipp, den ich unbedingt empfehlen möchte: Lasst euch vom Zimmermann doch mal ein Angebot über eine so genannte „Auf-Sparren-Dämmung“ machen. Begriffsdefinition: „Sparren“ sind die Balken, die das schräge Dach bilden und die später von den Dachziegeln verdeckt werden.
Eine Auf-Sparren-Dämmung sieht folgendermaßen aus: Die Sparren werden nicht nur gesägt, sondern zusätzlich gehobelt und „gefast“. Gefast bedeutet, dass die Kanten etwas abgeschrägt werden. Wenn die Sparren montiert sind, werden von außen Bretter (Nut und Feder) draufgenagelt. Auf diesen Brettern wird nun vollflächig eine spezielle Dämmung verlegt, und auf diese Dämmung kommen dann die Dachziegel (mit einer Lattenkonstruktion, damit sie auch halten). Die Sparren bleiben innen sichtbar (deswegen werden sie auch gehobelt, damit sie schöner aussehen). Das Ganze bringt nun zwei Vorteile: Zum einen muss man sich nicht mit dieser ekelhaften Mineralwolle abquälen (ich habe schon mit so was gearbeitet, das Zeug ist dermaßen ätzend - da jucken die Hände mindestens zwei Wochen lang), zum zweiten hat man dort, wo die Wände schräg sind, schon eine fix und fertige Holzdecke, die zudem durch das sichtbare Gebälk sehr reizvoll aussieht. Hinzu kommt, dass durch die vollflächige Dämmung der Dämmwert des Daches wesentlich besser ist als bei der herkömmlichen „Zwischen-Sparren-Dämmung“. Bei letzterer werden Dämmkeile aus Mineralwolle zwischen die Sparren geklemmt. Und hier ist eben die volle Dämmwirkung auch nur zwischen diesen Sparren gegeben. Die Sparren selbst haben zwar auch eine gewisse Dämmwirkung, aber bei weitem nicht so gut wie das Dämmmaterial. Ich merke das, wenn ich bei unserem Nachbarn im Sommer im Dachzimmer bin: Hier ist die Temperatur an sonnigen Tagen locker 15 Grad wärmer als bei uns. In unserem Dachzimmer (nur schräge Wände) wird es im Sommer zwar auch warm, aber nie so warm, dass man es gar nicht mehr aushält (mehr als 33 bis 34 Grad hatten wir bisher noch nie!). Beim Nachbarn (er hat die konventionelle Dämmung gewählt) kann man es an sonnigen Sommertagen in diesem Zimmer nicht aushalten, so warm ist es dort.
Nun ja, wo Vorteile sind, sind natürlich auch Nachteile: Wir haben das bei unserem Haus gemacht und haben ca. 20.000 DM Aufpreis dafür bezahlt. Auf der anderen Seite haben wir aber dann zum einen das Geld für die „Zwischen-Sparren-Dämmung“ (dieses ekelhafte Mineralwolle-Zeug) gespart (vom Arbeitsaufwand und von den schon erwähnten „Nebenwirkungen“ ganz zu schweigen; zum zweiten spart man dadurch auch das Geld und die Arbeit für eine eventuell geplante Holzdecke. Wenn ich diese gesparten Kosten dagegen rechne, dann kommt per saldo ein Aufpreis von ca. 5.000 DM (bzw. 2.500 Euro) zu Stande - und das war es uns wert!
Wenn die Zimmermann-Arbeiten beendet sind, wird das Dach eingedeckt. Hier kann man in Bezug auf Dachziegel auch „arm werden“. Vom Material und vom Preis her sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt. Aber mal ehrlich: Wer schaut schon, welche Dachziegel auf dem Dach liegen. Oftmals ist das Dach von der Straße aus auch nicht so ohne weiteres einsehbar (wenn es zum Beispiel relativ flach ist). Was nützen dann also zum Beispiel die teuren lackierten Biberschwanz-Ziegel, wenn sie eh keine Sau sehen kann? Standard-Ziegel (zum Beispiel „Frankfurter Pfanne“) erfüllen genau den gleichen Zweck (nämlich zu verhindern, dass es reinregnet) und kosten nur einen Bruchteil!
Dachentwässerung ist auch noch ein Thema. Normalerweise beschäftigt der Dachdecker auch einen Blechner, der die Dachrinne fertigen und montieren kann. In Bezug auf die Dachentwässerung muss man oft auch Vorschriften beachten. So erlauben viele Gemeinden die Einleitung des Dachwassers ins Abwasser nicht mehr, sondern schreiben eine Versickerung auf dem Grundstück vor. Auch sind oftmals nicht alle Materialien gestattet, vor allem Zink und Kupfer (die relativ leicht oxidieren und damit das Grundwasser belasten können) sind vielerorts verboten.
Unsere Kosten für Keller, Rohbau, Dach inkl. Auf-Sparren-Dämmung: Ca. 190.000 DM.
Bauzeit: Ca 3 bis 4 Monate.
Hausanschlüsse
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In der Rohbauphase sollten auch schon einige Formalitäten in Angriff genommen werden. So muss das Haus mit Elektrizität, Trinkwasser, Telefon sowie eventuell Gas und Kabel-TV versorgt werden. Die zuständigen Lieferanten sind von Ort zu Ort unterschiedlich – hier sollte man sich erkundigen, an wen man sich da wenden kann. Auch muss die Heizungsanlage vor Inbetriebnahme vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abgenommen werden. Auch mit ihm sollte man frühzeitig Kontakt aufnehmen. Er berät euch dann auch über Sicherheitsvorschriften in Bezug auf Feuersicherheit usw.
Fenster
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Wenn das Dach mal auf dem Haus ist, dann ist der nächste Schritt der Einbau der Fenster. Denn die Maurer sind das Arbeiten bei Wind und Wetter gewöhnt, aber die Handwerker, die danach kommen, sind da etwas „zimperlicher“. :-) Hinzu kommt, dass diese Handwerker (Elektriker und Wasser- bzw. Heizungsinstallateur) oftmals schweineteure Geräte mitbringen, die sie für die Zeit, in der sie auf der Baustelle sind, auch dort deponieren. Also sollte die Baustelle nicht so leicht zugänglich sein, sonst könnte es durchaus passieren, dass da was geklaut wird.
Was den Fensterbauer betrifft, so kann man auch schon in der Rohbauphase Angebote einholen. Hierzu bedient man sich der Pläne, die man vom Architekten bekommen hat. Auf Basis dieser Pläne kann der Fensterbauer ein Angebot erstellen. Die endgültigen Maße werden eh erst nach Fertigstellung des Rohbaus festgelegt. Hier kommt dann normalerweise ein Mitarbeiter und macht das „Aufmaß“, das heißt er vermisst genau die Löcher, wo die Fenster reinkommen. Merke: 1 bis 2 cm Toleranzabweichung zu den Planmaßen sind im Rohbau durchaus normal und kein Reklamationsgrund! Im Prinzip kann dieser Mitarbeiter schon kommen, wenn das Dach noch nicht drauf ist, die Maurerarbeiten aber abgeschlossen sind (also alle Fenster samt Rollladenkästen fertig sind). Denn die Produktion von Fenstern dauert in der Regel mehrere Wochen, sodass dies schon während der Dacharbeiten in Angriff genommen werden kann.
Fenster gibt es in Kunststoff, Holz, Aluminium oder einer Kombination dieser Materialien. Von der Dämmwirkung her nehmen sich die einzelnen Varianten nicht viel bzw. gar nichts - es kommt hier wohl ausschließlich auf den persönlichen Geschmack (und den persönlichen Geldbeutel) an. Wir haben weiße Kunststofffenster ausgesucht, weil die pflegeleicht sind (Holzfenster müssen zum Beispiel regelmäßig gestrichen werden und sind zudem in der Regel aus Hartholz, welches aus tropischen Regenwäldern kommt).
Die Haustür kauft man in der Regel zusammen mit den Fenstern. Allerdings sollte diese in diesem Baustadium noch nicht eingebaut werden. Alternativ empfiehlt es sich, eine „Baustellentür“ einzubauen (kann man kaufen oder leihen), zur Not tut es aber auch eine ausrangierte Zimmertür, wo man ein Vorhängeschloss montiert, damit die Baustelle abgeschlossen werden kann.
Unsere Kosten für die Fenster: Ca. 12.000 DM
Produktionsdauer: 3 bis 4 Wochen
Einbaudauer: 1 Tag
Elektro/Gas-Wasser-Schei*e
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Mittlerweile habt ihr einen Elektroinstallateur und wohl auch einen Heizungs- bzw. Wasserinstallateur gefunden. Letztere müssen nicht unbedingt beides machen, es bietet sich aber an, diese beiden Gewerke in eine Hand zu geben. Denn hier muss alles eng „Hand in Hand“ gehen - die Warmwasserleitungen müssen zum Beispiel an die Heizungsanlage angeschlossen werden. Wenn hier nun zwei verschiedene Firmen arbeiten und irgend etwas geht schief, dann ist die Gefahr groß, dass jeder Handwerker den Fehler auf seinen Kollegen schiebt. Ihr als Bauherren steht dann in der Mitte, und Ärger ist vorprogrammiert.
In Bezug auf die Elektroinstallation ist es sinnvoll, sich frühzeitig genau zu überlegen, wo man überall Lichtschalter, Steckdosen usw. haben will. Hier sei gesagt, dass man eigentlich nie zu viele Steckdosen haben kann. Hier kommt auch wieder die Sache mit dem Bauträger, denn um die Kosten zu minimieren (und entsprechend günstigere Angebote machen zu können), wird hier oft gespart. Hinterher ärgert ihr euch grün und blau, wenn gerade dort, wo ihr unbedingt eine Steckdose braucht, keine auch nur in der Nähe installiert ist. Wenn der Bau erst mal fertig ist, können neue Steckdosen und Lichtschalter entweder auf Putz (was entsprechend hässlich aussieht) oder nur mit erheblichem Aufwand und entsprechendem Schmutzanfall unter Putz verlegt werden. Also überlegt es euch gut und denkt auch daran, dass ihr vielleicht irgendwann neue Möbel kauft, die dann möglicherweise ganz anders im Raum aufgestellt werden als vorher. Also vielleicht auch an der gegenüber liegenden Wand eine Antennen-Steckdose für den Fernseher einplanen!
Der Elektroinstallateur verlegt auch zum Beispiel Telefon- und/oder ISDN-Kabel sowie Netzwerkkabel. Auch hier gilt: Lieber einen Anschluss zuviel einplanen, der dann nicht genutzt wird, als sich hinterher ärgern, dass vielleicht eine Anschlussmöglichkeit fehlt. Die Installation einer zusätzlichen Steck-, Antennen-, Telefon- oder Netzwerkdose kostet ein paar Euro - hinterher aber ein Vielfaches!
In Bezug auf die Heizung steht eine weitere Entscheidung an: Öl, Strom oder Gas? Ich lasse andere Möglichkeiten außer Acht (zum Beispiel Fernwärme).
Bei einer Ölheizung muss man sich im Klaren darüber sein, dass man eine Lagermöglichkeit für das Heizöl (sprich: Öltanks) braucht. Meistens geht dafür ein Raum im Keller drauf; man kann aber zum Beispiel einen Öltank auch im Garten oder Vorgarten vergraben (was ich aber nicht unbedingt empfehlen würde, denn wenn so ein Teil mal undicht wird, ist in diesem Fall die „Kacke am Dampfen“ (ganz abgesehen von umfangreichen Grabearbeiten in solch einem Fall).
Elektroheizung ist meistens mit einem speziellen Stromliefervertrag verbunden (Stichwort: „Nachtstrom“). Hier wird der Strom für die Heizung vor allem nachts verbraucht, und der Abnehmer bekommt einen besonderen Tarif für die nächtliche Stromentnahme.
Gasheizung ist relativ preisgünstig (Voraussetzung hierfür ist aber die Möglichkeit eines Gasanschlusses) und Platz sparend.
Alle drei Systeme bedienen normalerweise eine „Zentralheizung“ (eine andere Möglichkeit kommt meines Erachtens im Neubau nicht infrage), das heißt innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs von Rohren wird Wasser erwärmt, und diese Wärme wird dann über Heizkörper und/oder Fußbodenheizung an die Umgebung abgegeben.
Wir haben uns für eine Gas-Brennwert-Therme entschieden. Diese verbraucht extrem wenig Platz, weil sie im Keller an der Wand hängt. „Brennwert“ bedeutet, dass durch ein spezielles Verfahren die Abgase „auskondensieren“ und hierdurch zusätzliche Energie frei wird, die dann auch für die Heizung genutzt werden kann. Der Verbrauch ist dadurch etwas geringer. Ein weiterer Vorteil einer solchen Variante ist der, dass man auf einen Kamin verzichten kann. Statt dessen wird einfach ein Abgasrohr aus Metall durch das Haus nach oben zum Dach geführt. Dieses Abgasrohr ist auch dann notwendig, wenn man einen gemauerten Kamin hat - insofern würde ein Kamin keine Kostenersparnis bringen. Im Gegenteil: Ein Kamin (dieser wird aber unbedingt benötigt, wenn man zum Beispiel einen Kachelofen installieren will) kostet auch Geld; und wenn man eben keinen offenen Kamin, Kachelofen oder „Schwedenofen“ möchte, dann kann man - wenn man sich für eine Gas-Brennwert-Heizung entscheidet - durchaus darauf verzichten. Kosten für einen Kamin: Ca. 3.000 Euro.
Gasheizungen werden heute nahezu ausschließlich mit Brennwert-Technik angeboten.
Wie bereits erwähnt, müssen sowohl der Elektro- als auch der Wasser-Installateur wissen, wie die Küche aussehen soll, damit sie die Anschlüsse an der richtigen Stelle anbringen können. Auch ist es hilfreich, bereits jetzt zu wissen, wie das Badezimmer aussehen soll. Denn auch hier müssen entsprechende Anschlüsse für Waschbecken, Toilette, Badewanne und Dusche angebracht werden. Es ist sinnvoll, zu diesem Zeitpunkt bereits die Sanitär-Objekte bestellt zu haben (bzw. sich für bestimmte Objekte entschieden zu haben), denn bei manchen Waschbecken, Badewannen, Duschen oder auch Toilettenschüsseln sind spezielle Anschlüsse erforderlich; und das muss der Installateur wissen.
Stichwort Fußbodenheizung: Dies ist eine sehr angenehme Art zu heizen. Zum einen werden keine Wände durch Heizkörper verunstaltet (ganz praktisch ist auch die Tatsache, dass man die Schränke da hinstellen kann, wo man will und nicht durch evtl. vorhandene Heizkörper (die man ja nicht unbedingt verstellen sollte und wo man die Schränke eh nicht bis an die Wand stellen kann) eingeschränkt. Da bei der Fußbodenheizung quasi der gesamte Fußboden einen „Heizkörper“ (genauer gesagt: eine Wärme-Abstrahlfläche) darstellt, müssen da auch keine besonders hohen Temperaturen gefahren werden, denn merke: je größer die Abstrahlfläche, desto geringer muss die Temperatur dieser Fläche sein, um den Wärmebedarf in Watt zu decken.
Wir haben im gesamten Erdgeschoss sowie im Badezimmer Fußbodenheizung verlegen lassen, in den restlichen Räumen sind Heizkörper angebracht. Besonders im Bad ist es sehr angenehm, wenn der Boden leicht warm ist.
Im Badezimmer haben wir zusätzlich einen „Handtuch-Heizkörper“ installieren lassen. Da kann man dann die Badetücher etwas vorwärmen. Bei diesem empfiehlt es sich übrigens, eine so genannte „Elektro-Patrone“ einbauen zu lassen, damit man auch im Sommer, wenn die Heizung ausgeschaltet ist bzw. auf Sommerbetrieb steht (dann wird nur warmes Wasser bereitet, die Heizung an sich ist aus) diesen Heizkörper betreiben und somit warme Handtücher haben kann. Mit dieser „Elektro-Patrone“ kann das im Heizkörper befindliche Wasser elektrisch erwärmt werden, was dann natürlich auch im Sommer funktioniert.
Unsere Kosten für die Elektroinstallation: Ca. 15.000 DM
Unsere Kosten für Heizung- und Wasserinstallation: Ca. 28.000 DM
Unsere Kosten für Sanitärobjekte (1 Badewanne, 1 Duschwanne, 1 Ganzglas-Duschwand, 2 Toiletten, 3 Waschbecken): Ca. 15.000 DM
Dauer: Ca. 3 bis 4 Wochen.
Gipser
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Wenn die Installationen soweit abgeschlossen sind, kommt als nächstes der Gipser. Da ist nicht viel dazu zu sagen, die brauchen so ca. eine Woche und verputzen die Innenwände. Auf diesen Putz kann dann zum Beispiel tapeziert werden.
Bei Bauträger-Häusern habe ich schon gesehen, dass die Gipser, wenn sie den Innenputz machen, auch gleich das Haus von außen mit verputzen – sozusagen in einem Aufwasch. So was ist natürlich extrem kostengünstig, weil die Maschinen sowieso auf der Baustelle sind und man so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Hinzu kommt, dass auch der Außenputz ein Teil der schlüsselfertigen Leistung ist und der Bauträger die gesamte Kohle eben erst dann kriegt, wenn die Leistung komplett erbracht wurde. Ich will das hier wirklich nicht anprangern, auch eine Bauträger-Gesellschaft arbeitet gewinnorientiert, das Ziel heißt „Gewinnmaximierung bei Minimierung der Kosten bzw. des Materialeinsatzes“. An dieser Einstellung ist grundsätzlich nichts Schlechtes zu finden.
In diesem speziellen Fall jedoch kann es da Probleme geben. Nicht gleich, sondern oft erst später, wenn die Garantie abgelaufen ist (5 Jahre gemäß VOB). Denn man muss sich folgendes vorstellen: Um einen Quadratmeter Wand zu verputzen, werden ungefähr 10 bis 15 Liter Wasser benötigt. Dieses Wasser „verlässt“ die Gipsmasse durch den Trocknungsprozess, wird aber nur zu einem sehr geringen Teil an die Umgebungsluft abgegeben. Den Großteil dieses Wassers nimmt die verputzte Wand auf und speichert es zunächst. Ein „Poroton“-Stein in den Maßen 50 x 30 x 30 cm kann ohne weiteres bis zu 9 Liter Wasser aufnehmen und speichern. Das bedeutet, dass die Außenwände zunächst mal relativ feucht sind. Wird nun auch gleichzeitig von außen verputzt (womöglich noch mit zusätzlicher Außendämmung aus Styropor oder ähnlichem Material), dann wird die Außenwand quasi versiegelt, und das in der Wand gespeicherte Wasser hat keine Chance, nach draußen zu diffundieren. Also sucht es sich einen anderen Weg – und der führt nach innen. Hier ist dann sehr regelmäßiges und sehr gründliches Lüften extrem wichtig, ansonsten werden binnen weniger Jahre schwarze Schimmelflecken an den Wänden auftauchen. Abgesehen davon, dass das ziemlich hässlich aussieht, ist es auch nicht gerade gesundheitsfördernd – im Gegenteil! Stichwort Lüften: Mindestens eine halbe Stunde pro Tag alle Fenster aufreißen und durchziehen lassen. Gekippte Fenster (auch wenn sie länger offen sind) reichen nicht aus!!
Meine Empfehlung lautet: Mindestens einen Winter durchheizen und frühestens im nächsten Frühjahr/Sommer den Außenputz anbringen lassen!
Noch ein Wort zum Innenputz: In Feuchträumen (Badezimmer und auch Küche) würde ich einen so genannten Kalk-Zement-Putz anbringen lassen. Dieser ist etwas beständiger gegen Feuchtigkeit. In den übrigen Räumen reicht ein gewöhnlicher Gips-Putz.
Unsere Kosten für den Innenputz: Ca. 15.000 DM
Unsere Kosten für den Außenputz (vor wenigen Wochen erledigt worden): Ca. 8.000 Euro inkl. 6 cm Vollwärmeschutz.
Estrich
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Der nächste Handwerker, der die Baustelle betritt, ist der Estrichbauer. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Fließestrich und der zweite Name fällt mir nicht mehr ein – ich glaube „Anhydrit-Estrich“ oder so ähnlich. Jedenfalls ist der Fließestrich komplett flüssig und wird auf den Boden gegossen (direkt auf den Betonboden kommt noch eine Wärme- und Trittschall-Dämmung, darauf dann der Estrich). Dadurch, dass das Zeug flüssig ist, nivelliert es sich von ganz allein, das heißt es wird automatisch waagerecht. Bei der zweiten Variante muss das Ganze glatt gestrichen werden. Fließestrich trocknet relativ schnell und wird hart – man kann schon nach zwei bis drei Tagen zumindest drauf laufen. Allerdings habe ich gehört, dass er nicht so haltbar sei. Der „andere“ Estrich braucht mindestens eine Woche, bis man überhaupt mal drauf gehen kann. So richtig belasten sollte man den Estrich erst nach vier bis fünf Wochen!
In den Feuchträumen sowie im kompletten Keller haben wir – analog zum Gipser – so genannten Kalk-Zement-Estrich legen lassen, wegen der Feuchtigkeitsresistenz.
Weiter oben habe ich geschrieben, dass die Estrichhöhe bei Fußbodenheizung normalerweise höher ist als bei „normaler“ Heizung. Das hat folgenden Grund: Normalerweise wird auf dem Betonboden eine 3 cm dicke Dämmschicht aus sehr hartem Polystyrol (also so was wie Styropor) ausgelegt. Darauf kommt dann eine 2 bis 3 cm dicke Estrich-Schicht. Gesamthöhe also ca. 6 cm. Bei Fußbodenheizung wird ebenfalls eine 3 cm dicke Dämmung ausgelegt. Auf diese Dämmung werden nun die Heizungsrohre verlegt. Diese Heizungsrohre müssen von allen Seiten vom Estrich umschlossen werden – sie müssen „im Estrich liegen“. Der Durchmesser dieser Rohre beträgt ca. 2 bis 3 cm. Damit der Estrich stabil ist, muss er mindestens 2 cm höher sein als die Heizungsrohre. Das bedeutet: 3 cm Dämmung + 2 bis 3 cm Rohrdurchmesser + 2 cm über dem Rohr ergibt eine Gesamthöhe von 7 bis 8 cm.
Nach vier bis fünf Wochen muss dann ein so genanntes „Heizprotokoll“ für die Fußbodenheizung gefahren werden. Das bedeutet, dass die Rohre langsam über mehrere Tage bis auf 50 Grad erhitzt werden, damit der Estrich gut durchtrocknet. Diese Temperatur von 50 Grad wird drei Tage aufrecht erhalten, danach wird sie wieder schrittweise über mehrere Tage bis auf ca. 30 Grad zurückgefahren. Übrigens: Als wir das gemacht haben, war Mitte Juni, und wir hatten Außentemperaturen von mehr als 35 Grad im Schatten (ist sehr schön, wenn man ins Haus kommt und dann die Fenster aufreißen kann, um die 35 Grad „kühle“ Luft hereinzulassen). Sprich: Wir hatten sozusagen Sauna-Verhältnisse. :-/ Nicht sehr angenehm und kaum auszuhalten, aber leider notwendig, denn wenn der Estrich nicht komplett durchgetrocknet ist und es werden zum Beispiel Fliesen angebracht, dann kann es sein, dass die Fliesen Sprünge kriegen, weil der Estrich untendrunter noch „arbeitet“. Ganz wichtig also!
Vor dem Estrich sollte auch die endgültige Haustür montiert werden; ansonsten könnte hier Nachbesserungsbedarf entstehen, weil die Tür vielleicht einen oder zwei Zentimeter weiter vorn sitzt und die dadurch entstehende Fuge aufgefüllt werden muss.
Unsere Kosten für den Estrich: Ca. 5.000 DM
Unsere Kosten für die Haustür: Ca. 6.500 DM
Damit ist das Haus schon fast fertig :-) – es sieht schon fast „wohnlich“ aus.
Innenausbau
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Während der Trocknungsphase für den Estrich kann schon der Fliesenleger anfangen, die Wände im Bad, in der Küche sowie eventuell im Gäste-WC zu fliesen. Auch die Treppen können ggf. jetzt schon gefliest werden.
Parallel könnte man zum Beispiel bereits tapezieren oder Parkett/Laminat verlegen. Diese Arbeiten haben wir selbst gemacht, für die Fliesenlegerarbeiten hatten wir einen Fachmann.
Bei Fliesen gibt es preislich nach oben fast keine Grenzen. Hier entscheidet zum einen der individuelle Geschmack, zum anderen natürlich auch der Geldbeutel ...
Wenn die Bodenbeläge angebracht sind, können die Innentüren montiert werden. Auch hier entscheiden sowohl der individuelle Geschmack als auch der Geldbeutel.
Zwischendurch kommt noch mal der Elektriker und montiert zum Beispiel die Lichtschalter und Steckdosen (also das, was davon dann noch sichtbar ist) sowie die Gegensprechanlage und Türklingel. Auch der Heizungsmonteur kommt noch mal und nimmt die Heizung endgültig in Betrieb (nachdem die Genehmigung vom Schornsteinfeger erteilt wurde).
So, und dann müssen eigentlich nur noch die Möbel rein und ihr könnt einziehen.
Unsere Kosten für Fliesenarbeiten (ohne Fliesen):
Boden/Wand: Ca. 25 Euro/qm
Treppe: Ca. 50 Euro/Stufe.
Der relativ hohe Preis für die Treppe (bei 3 Treppen à 15 Stufen kommen hier allein fast 2.500 Euro zusammen) ist gerechtfertigt, denn eine Treppe hat die Angewohnheit, relativ verwinkelt zu sein, so dass nahezu jede Fliese individuell zugeschnitten werden muss.
Laminat habe ich selbst verlegt, Kostenpunkt für das Material: Ca. 18 DM/qm.
Innentüren: 11 Türen haben incl. Montage ca. 6.500 DM gekostet.
Puuh, das ist wirklich ein extrem langer Bericht. Wer sich bis hierher durchgekämpft hat, den wird mein Dank auf ewig verfolgen. :-)
10 Bewertungen, 1 Kommentar
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22.02.2010, 02:28 Uhr von titusboi
Bewertung: sehr hilfreichGruß Daniel
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