Erfahrungsbericht von Babba
Das zerrt ganz schön an den Nerven
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ein Haus bauen, das ist sicherlich der Wunsch von vielen, doch so einfach ist das gar nicht. Zum einen braucht man dafür das nötige Geld, und dann auch noch jede Menge gute Nerven. Damit sich jeder, der vor hat, ein Haus zu bauen oder zu kaufen, eine Vorstellung machen kann, was er da auf sich nimmt, schreibe ich mal auf, was wir in den letzten Jahren deswegen durchgemacht haben:
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Vorgeschichte:
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Vor sechs Jahren bin ich auch beruflichen Gründen in den Osten Hamburgs mit meiner damals dreiköpfigen Familie gezogen. Obwohl für uns feststand, daß wir noch ein Kind bekommen möchten, haben wir leider nur eine kleine 2,5 Zimmerwohnung bekommen, dann schließlich hatten wir ja nur ein Kind, und meine Frau war zu der Zeit noch nicht schwanger.
Mit einem Kind ging es auch wunderbar und die Wohnung ist günstig. Dann kam unser Sohn und wir hatten erste Bedenken, zwei Kinder in einem Zimmer, und dann unterschiedlichen Geschlechts? Zu dem Zeitpunkt fassten wir zum ersten Mal den Gedanken, daß wir eines Tages bauen würden. Dann starb unser Sohn und ein ein halb Jahre später wurde unsere zeite Tochter geboren. Zwei Mädchen in einem Zimmer, das würde eine Weile gehen, also erkundigten wir uns, wie es aussieht, ein Haus zu kaufen.
Die Antwort war niederschmetternt, wir hatten viel zu wenig Eigengeld, denn meine Frau hatte Erziehungsurlaub und wir somit nur ein Einkommen. Viel ansparen konnten wir zu der Zeit nicht. Also machten wir uns auf die Suche nach einer größeren Wohnung und stehen somit seit drei Jahren auf mehrern Wartelisten, doch nichts tat sich.
Dann wurde meine Frau wieder schwanger und unsere dritte Tochter war unterwegs, nun mußten wir endgültig handeln, für 5 Personen ist die Wohnung nun auf jeden Fall zu klein, doch nichts ergab sich. Also setzten wir uns noch einmal zusammen und prüften unsere finanzielle Situtation, auf einmal waren da nämlich Reserven, an die wir nicht mehr gedacht hatten: Belegschaftsaktien, die ich als VL in der Firma bekam und die verkauft werden konnten, eine Lebenservericherung, die auslief und eine kleine Spende meiner Schwiegereltern verhalfen uns auf einmal zu Eigengeld, das wir vor drei Jahren nicht hatten. Und so machten man uns Hoffnung, daß es mit einem Eigenheim klappen könnte.
Nun hatten wir auch einen großen Vorteil mit drei Kindern, denn in Hamburg wird man hier sehr gut gefördert, es gibt bei der Wohnungsbau Kreditanstalt eine besondere Förderung für junge Familien.
Vorraussetzungen bei der WK:
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Gefördert wird von der WK in Hamburg zu einem günstigen Kredit, wo man 10 Jahre lang 0,5 % Zinsen und 2 % Tilgung zahlt, zumindest für den Großteil des Kredites. Die Summe errechnet sich nach der Höhe des Einkommens, denn da gibt es den 1. und den 2. Förderweg und nach der Anzahl der Kinder. Der Rest der Summe muß weiterhin über eine Bank finanziert werden.
Um diese Förderung zu bekommen, muß man gewissen Kriterien erfüllen, so z.B. eine junge Familie sein, wo die Eltern noch unter 40 Jahre sind, das erfüllen wir. Dann darf man ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten, da sind wir nun gerade noch an der Grenze. Doch es gibt noch weitere Vorraussetzungen, eigentlich darf man nicht länger als 5 Jahre verheiratet sein, doch wenn man eine Sozialwohnung frei macht und zudem noch unzureichend untergebracht ist, dann hat man auf jeden Fall einen Anspruch auf die Förderung, wenn man eben nicht zu viel verdient. Da unsere Wohnsituation auf jeden Fall unzureichend ist, stand schon mal fest, daß wir Förderungsfähig sind.
Förderfähig sind in erster Linie Neubauten, denn der Bau soll ja in Hamburg gefördert werden. Mit drei Kindern hätten wir aber auch eine Förderung für ein altes Haus bekommen, nur da gibt es sehr strenge Vorraussetzungen, so müssen Bäder und Küchen auf jeden Fall neuweritig sein und auch muß das Haus so geändert werden, daß es engeriefreundlich ist. So steckt man in manchen Altbau dann noch einmal doppelt so viel rein, wie man für den Kauf hat zahlen müssen, das würde sich nicht rentieren und durch diese Vorraussetzungen der WK haben wir auch gelernt, daß so manche Preise für ältere Häuser total überzogen sind.
Nun war da aber die Frage des Eigengeldes, denn es muß ausreichend vorhanden sein. So muß man den Notar und die Gerichtskosten auf jeden Fall selber zahlen können. Besser wäre es noch, wenn man auch seine Küche selber zahlen kann und dann noch eine kleine Reserve hat, denn es kommen noch weitere Kosten auf einen zu. Eigenleistungen werden auch mit angrechnet, dazu gehören in erster Linie: Maler und Teppicharbeiten, was eigentlich jeder können sollte, Fliesenarbeiten und die Gartengestaltung. Wer sich ein Haus kauft, der sollte grundsätzlich Handwerklich geschickt sein, oder aber so reich, daß er sich Handwerker leisten kann. Wir haben nun 9.000 Euro eingespart, weil wir die oben genannten Dinge selber machen werden, zwar müssen wir davon noch Material bezahlen, doch das haben wir auch günstiger bekommen, als wir es bei den Firmen bekommen hätten.
Wir wußten nun, daß wir für einen bestimmten Betrag förderfähig waren und mit diesem Wissen durstöberten wir nun die Zeitungen. Schwer machte uns die Suche, weil wir gerne in diesem Stadtteil bleiben wollten, damit unsere älteste Tochter, nicht aus ihrer gewohnten Umgebung geholt wird. In einem weiteren Umkreis hätten wir bestimmt schneller was gefunden und vielleicht auch günstiger.
In den Süden Hamburgs, wo viele Häuser wesentlich günstiger sind, wollte ich nicht ziehen, da ich mit einem Firmenwagen unterwegs bin und keine Lust habe, täglich im Stau den Elbbrücken zu stehen. Aus diesem Grund waren wir ja vor sechs Jahren in den Osten Hamburgs gezogen.
Nach 8 Monaten intensiver Suche und vielen Besichtigungsterminen haben wir endlich unser Haus gefunden, wir hofften, der Stress wäre nun vorerst vorbei, doch weit gefehlt.
Nun hieß es, den Vorvertrag unterschreiben, nach einer Küche suche und die Kredite beantragen. Mit unserer Hausbank waren wir sehr schnell einig, doch die WK ließ sehr lange auf sich warten. Erst im Mai diesen Jahres, ein halbes Jahr nach dem Antrag, aber rechtzeitig zum ersten Spatenstich hatten wir die Bewilligung im Briefkasten. Bis dahin hatten wir aber lange gezittert und unsere Nerven waren total angespannt, auch wenn das Haus unter unserem Limit lag. Viel wurde von der WK noch nachverlangt, auf einmal stimmte unser Eigengeld nicht, und mußten noch 5.000 Euro nachweisen, die sich inzwischen zum Glück angesammelt hatten, da wir uns schon angewöhnt hatten, so zu leben, als würden wir das Haus abbezahlen. Ich muß dazu sagen, daß ich im letzten Jahr aber auch zwei gute Gehaltserhöhungen bekommen hatte, so daß dies möglich war. Jeden Monat kam dann ein neues Schreiben von der WK, daß ich meine Gehaltsabrechnung für den letzten Monat bitte nachreichen müßte, doch dann endlich die erlösende Nachricht, der erste Schritt war geschafft.
Der Hausbau:
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Anfang Juni wurde dann mit drei Monaten Verzögerung der erste Spatenstich gemacht, und die Keller wurden ausgehoben. Ich muß dazu sagen, daß wir ein Mittelreihenhaus gekauft haben, in unserer Siedlung gibt es insgesamt 30 Reihnenhäuser, eine Tiefgarage, einen gemeinschaftlichen Heizungsraum und zwei Fahrradkeller. Die Häuser sind nach modernsten Standart und besonders engergiesparend, was von der WK eine große Vorraussetzung ist. So gibt es je Häuserreihe einen großen Regenwassertank. Das Regenwasser kann für die Toilette und für den Garten genutzt werden, wo man natürlich eine Menge an Wassergeld sparen kann, denn dort braucht man halt kein neues Wasser.
Die Reihenhäuser bestehen aus ingesamt vier Zeilen, zwei mit acht Häusern und zwei mit sechs. Wir haben in der vorletzten Zeile gekauft, weit weg von der Straße, aber mit Kellereingang, was in der letzten Zeile nicht dabei wäre. Zum Glück hatten wir damals noch eine große Auswahl.
In den ersten Wochen ging alles gut, der Keller war schnell ausgehoben und gegossen, nachdem wir aus dem Urlaub nach Hause kamen, standen die Wände schon. Auch das EG wurde schnell aufgebaut, doch damit kamen dann auch die erste Probleme:
Unsere Küche wurde total anders gebaut als im Grundriss, die Fenster wurden um gesamt 50 cm versetzt und verbreitert, somit fehlte uns dies schon mal an geplanter Stellfläche für Küchenunterschränke. An einer anderen Wand fehlen 10 cm, auch hier mußte komplett umgeplant werden. Drei Wochen waren wir damit beschäftigt, daß wir die Küche umgeplant haben, nun endlich haben wir eine Lösung, doch dafür müssen die Elektroanschlüssen geändert werden.
Die Heizungen wurden nach Lust und Laune angebaut, so war auf einmal eine Heizung an der Stelle, wo eigentlich unser Kühlschrank stehen sollte, obwohl diese in einem Plan anderweitig eingezeichnet war.
Der Elektriker, der offensichtlich mit diesem Auftrag überfordert ist, bekam die Änderungen der Steckdosen in unserer Küche nicht auf die Reihe, also haben wir uns die letzten drei Wochen dann mit dem gestritten, daß unsere Küche bitte so gemacht wird, wie wir es nun brauchen. Der Steit ging dann zu unseren Gunsten aus, denn auf einmal durfte ich die Antennen- und Telefondosen selber einbauen und verkabeln, nur eben nicht an die Anlagen anschließen, das darf ich erst, wenn wir das Haus übergeben bekommen haben, doch das ist kein Problem, die Leitungen sind unter Putz und unter dem Estrich verlegt und für fünf Dosen Antenne und Telefon habe ich das gezahlt, was der Elektriker für eine Dose haben wollte.
Ich hoffe mal ehrlich, daß es das nun an Ärger war. Jeder erzählt mir, das wäre normal, doch ich finde es so extrem, vorallem weil es sich bei uns immer auf die Küche beschränkt. Unsere Nachbarn in der Reihe hinter uns, die als erstes fertig gestellt sein soll hat es aber noch härter getroffen, denn bei denen wurde der Estrich gegossen, obwohl die Heizungen im DG noch gar montiert waren. Dabei sollte es doch wohl auffallen, daß dort gar keine Rohre für die Heizungen liegen, aber darauf hat niemand geachtet. Mal sehen, wie es bei uns ausgehen wird.
Trotzdem ist es ein schönes Gefühl, wenn man dann in seinem Haus steht. Heute waren wir dann zum ersten Mal richtig drin, das Dach ist inzwischen mit einer Folie abgedeckt und die Treppe mit Baustellenstufen eingebaut. Die meisten Fenster sind sogar schon eingebaut und es ist einfach schön zu wissen, daß man dort bald wohnen wird, auch wenn es bis dahin immer noch ein weiter Weg ist und wir noch viel Arbeit vor uns haben: Die Wände und das Treppengitter streichen, die Bäder und die Küche fliesen, die Kellertreppe fliesen und die Terrasse herrichten, doch wenn es dann fertig ist, dann wird es bestimmt schön und all die Arbeit wird sich gelohnt haben.
Fazit:
*******
Ein Haus zu bauen kostet mehr als nur Geld, es kostet auch eine Menge Kraft. So manche Ehen wurden deswegen schon geschieden, andere fester mit einander verschweist. Ich kann nur hoffen, daß dieses Haus meine Familie fester zusammenschweißen wird, denn Nerven hat es uns schon reichlich gekostet.
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Vorgeschichte:
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Vor sechs Jahren bin ich auch beruflichen Gründen in den Osten Hamburgs mit meiner damals dreiköpfigen Familie gezogen. Obwohl für uns feststand, daß wir noch ein Kind bekommen möchten, haben wir leider nur eine kleine 2,5 Zimmerwohnung bekommen, dann schließlich hatten wir ja nur ein Kind, und meine Frau war zu der Zeit noch nicht schwanger.
Mit einem Kind ging es auch wunderbar und die Wohnung ist günstig. Dann kam unser Sohn und wir hatten erste Bedenken, zwei Kinder in einem Zimmer, und dann unterschiedlichen Geschlechts? Zu dem Zeitpunkt fassten wir zum ersten Mal den Gedanken, daß wir eines Tages bauen würden. Dann starb unser Sohn und ein ein halb Jahre später wurde unsere zeite Tochter geboren. Zwei Mädchen in einem Zimmer, das würde eine Weile gehen, also erkundigten wir uns, wie es aussieht, ein Haus zu kaufen.
Die Antwort war niederschmetternt, wir hatten viel zu wenig Eigengeld, denn meine Frau hatte Erziehungsurlaub und wir somit nur ein Einkommen. Viel ansparen konnten wir zu der Zeit nicht. Also machten wir uns auf die Suche nach einer größeren Wohnung und stehen somit seit drei Jahren auf mehrern Wartelisten, doch nichts tat sich.
Dann wurde meine Frau wieder schwanger und unsere dritte Tochter war unterwegs, nun mußten wir endgültig handeln, für 5 Personen ist die Wohnung nun auf jeden Fall zu klein, doch nichts ergab sich. Also setzten wir uns noch einmal zusammen und prüften unsere finanzielle Situtation, auf einmal waren da nämlich Reserven, an die wir nicht mehr gedacht hatten: Belegschaftsaktien, die ich als VL in der Firma bekam und die verkauft werden konnten, eine Lebenservericherung, die auslief und eine kleine Spende meiner Schwiegereltern verhalfen uns auf einmal zu Eigengeld, das wir vor drei Jahren nicht hatten. Und so machten man uns Hoffnung, daß es mit einem Eigenheim klappen könnte.
Nun hatten wir auch einen großen Vorteil mit drei Kindern, denn in Hamburg wird man hier sehr gut gefördert, es gibt bei der Wohnungsbau Kreditanstalt eine besondere Förderung für junge Familien.
Vorraussetzungen bei der WK:
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Gefördert wird von der WK in Hamburg zu einem günstigen Kredit, wo man 10 Jahre lang 0,5 % Zinsen und 2 % Tilgung zahlt, zumindest für den Großteil des Kredites. Die Summe errechnet sich nach der Höhe des Einkommens, denn da gibt es den 1. und den 2. Förderweg und nach der Anzahl der Kinder. Der Rest der Summe muß weiterhin über eine Bank finanziert werden.
Um diese Förderung zu bekommen, muß man gewissen Kriterien erfüllen, so z.B. eine junge Familie sein, wo die Eltern noch unter 40 Jahre sind, das erfüllen wir. Dann darf man ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten, da sind wir nun gerade noch an der Grenze. Doch es gibt noch weitere Vorraussetzungen, eigentlich darf man nicht länger als 5 Jahre verheiratet sein, doch wenn man eine Sozialwohnung frei macht und zudem noch unzureichend untergebracht ist, dann hat man auf jeden Fall einen Anspruch auf die Förderung, wenn man eben nicht zu viel verdient. Da unsere Wohnsituation auf jeden Fall unzureichend ist, stand schon mal fest, daß wir Förderungsfähig sind.
Förderfähig sind in erster Linie Neubauten, denn der Bau soll ja in Hamburg gefördert werden. Mit drei Kindern hätten wir aber auch eine Förderung für ein altes Haus bekommen, nur da gibt es sehr strenge Vorraussetzungen, so müssen Bäder und Küchen auf jeden Fall neuweritig sein und auch muß das Haus so geändert werden, daß es engeriefreundlich ist. So steckt man in manchen Altbau dann noch einmal doppelt so viel rein, wie man für den Kauf hat zahlen müssen, das würde sich nicht rentieren und durch diese Vorraussetzungen der WK haben wir auch gelernt, daß so manche Preise für ältere Häuser total überzogen sind.
Nun war da aber die Frage des Eigengeldes, denn es muß ausreichend vorhanden sein. So muß man den Notar und die Gerichtskosten auf jeden Fall selber zahlen können. Besser wäre es noch, wenn man auch seine Küche selber zahlen kann und dann noch eine kleine Reserve hat, denn es kommen noch weitere Kosten auf einen zu. Eigenleistungen werden auch mit angrechnet, dazu gehören in erster Linie: Maler und Teppicharbeiten, was eigentlich jeder können sollte, Fliesenarbeiten und die Gartengestaltung. Wer sich ein Haus kauft, der sollte grundsätzlich Handwerklich geschickt sein, oder aber so reich, daß er sich Handwerker leisten kann. Wir haben nun 9.000 Euro eingespart, weil wir die oben genannten Dinge selber machen werden, zwar müssen wir davon noch Material bezahlen, doch das haben wir auch günstiger bekommen, als wir es bei den Firmen bekommen hätten.
Wir wußten nun, daß wir für einen bestimmten Betrag förderfähig waren und mit diesem Wissen durstöberten wir nun die Zeitungen. Schwer machte uns die Suche, weil wir gerne in diesem Stadtteil bleiben wollten, damit unsere älteste Tochter, nicht aus ihrer gewohnten Umgebung geholt wird. In einem weiteren Umkreis hätten wir bestimmt schneller was gefunden und vielleicht auch günstiger.
In den Süden Hamburgs, wo viele Häuser wesentlich günstiger sind, wollte ich nicht ziehen, da ich mit einem Firmenwagen unterwegs bin und keine Lust habe, täglich im Stau den Elbbrücken zu stehen. Aus diesem Grund waren wir ja vor sechs Jahren in den Osten Hamburgs gezogen.
Nach 8 Monaten intensiver Suche und vielen Besichtigungsterminen haben wir endlich unser Haus gefunden, wir hofften, der Stress wäre nun vorerst vorbei, doch weit gefehlt.
Nun hieß es, den Vorvertrag unterschreiben, nach einer Küche suche und die Kredite beantragen. Mit unserer Hausbank waren wir sehr schnell einig, doch die WK ließ sehr lange auf sich warten. Erst im Mai diesen Jahres, ein halbes Jahr nach dem Antrag, aber rechtzeitig zum ersten Spatenstich hatten wir die Bewilligung im Briefkasten. Bis dahin hatten wir aber lange gezittert und unsere Nerven waren total angespannt, auch wenn das Haus unter unserem Limit lag. Viel wurde von der WK noch nachverlangt, auf einmal stimmte unser Eigengeld nicht, und mußten noch 5.000 Euro nachweisen, die sich inzwischen zum Glück angesammelt hatten, da wir uns schon angewöhnt hatten, so zu leben, als würden wir das Haus abbezahlen. Ich muß dazu sagen, daß ich im letzten Jahr aber auch zwei gute Gehaltserhöhungen bekommen hatte, so daß dies möglich war. Jeden Monat kam dann ein neues Schreiben von der WK, daß ich meine Gehaltsabrechnung für den letzten Monat bitte nachreichen müßte, doch dann endlich die erlösende Nachricht, der erste Schritt war geschafft.
Der Hausbau:
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Anfang Juni wurde dann mit drei Monaten Verzögerung der erste Spatenstich gemacht, und die Keller wurden ausgehoben. Ich muß dazu sagen, daß wir ein Mittelreihenhaus gekauft haben, in unserer Siedlung gibt es insgesamt 30 Reihnenhäuser, eine Tiefgarage, einen gemeinschaftlichen Heizungsraum und zwei Fahrradkeller. Die Häuser sind nach modernsten Standart und besonders engergiesparend, was von der WK eine große Vorraussetzung ist. So gibt es je Häuserreihe einen großen Regenwassertank. Das Regenwasser kann für die Toilette und für den Garten genutzt werden, wo man natürlich eine Menge an Wassergeld sparen kann, denn dort braucht man halt kein neues Wasser.
Die Reihenhäuser bestehen aus ingesamt vier Zeilen, zwei mit acht Häusern und zwei mit sechs. Wir haben in der vorletzten Zeile gekauft, weit weg von der Straße, aber mit Kellereingang, was in der letzten Zeile nicht dabei wäre. Zum Glück hatten wir damals noch eine große Auswahl.
In den ersten Wochen ging alles gut, der Keller war schnell ausgehoben und gegossen, nachdem wir aus dem Urlaub nach Hause kamen, standen die Wände schon. Auch das EG wurde schnell aufgebaut, doch damit kamen dann auch die erste Probleme:
Unsere Küche wurde total anders gebaut als im Grundriss, die Fenster wurden um gesamt 50 cm versetzt und verbreitert, somit fehlte uns dies schon mal an geplanter Stellfläche für Küchenunterschränke. An einer anderen Wand fehlen 10 cm, auch hier mußte komplett umgeplant werden. Drei Wochen waren wir damit beschäftigt, daß wir die Küche umgeplant haben, nun endlich haben wir eine Lösung, doch dafür müssen die Elektroanschlüssen geändert werden.
Die Heizungen wurden nach Lust und Laune angebaut, so war auf einmal eine Heizung an der Stelle, wo eigentlich unser Kühlschrank stehen sollte, obwohl diese in einem Plan anderweitig eingezeichnet war.
Der Elektriker, der offensichtlich mit diesem Auftrag überfordert ist, bekam die Änderungen der Steckdosen in unserer Küche nicht auf die Reihe, also haben wir uns die letzten drei Wochen dann mit dem gestritten, daß unsere Küche bitte so gemacht wird, wie wir es nun brauchen. Der Steit ging dann zu unseren Gunsten aus, denn auf einmal durfte ich die Antennen- und Telefondosen selber einbauen und verkabeln, nur eben nicht an die Anlagen anschließen, das darf ich erst, wenn wir das Haus übergeben bekommen haben, doch das ist kein Problem, die Leitungen sind unter Putz und unter dem Estrich verlegt und für fünf Dosen Antenne und Telefon habe ich das gezahlt, was der Elektriker für eine Dose haben wollte.
Ich hoffe mal ehrlich, daß es das nun an Ärger war. Jeder erzählt mir, das wäre normal, doch ich finde es so extrem, vorallem weil es sich bei uns immer auf die Küche beschränkt. Unsere Nachbarn in der Reihe hinter uns, die als erstes fertig gestellt sein soll hat es aber noch härter getroffen, denn bei denen wurde der Estrich gegossen, obwohl die Heizungen im DG noch gar montiert waren. Dabei sollte es doch wohl auffallen, daß dort gar keine Rohre für die Heizungen liegen, aber darauf hat niemand geachtet. Mal sehen, wie es bei uns ausgehen wird.
Trotzdem ist es ein schönes Gefühl, wenn man dann in seinem Haus steht. Heute waren wir dann zum ersten Mal richtig drin, das Dach ist inzwischen mit einer Folie abgedeckt und die Treppe mit Baustellenstufen eingebaut. Die meisten Fenster sind sogar schon eingebaut und es ist einfach schön zu wissen, daß man dort bald wohnen wird, auch wenn es bis dahin immer noch ein weiter Weg ist und wir noch viel Arbeit vor uns haben: Die Wände und das Treppengitter streichen, die Bäder und die Küche fliesen, die Kellertreppe fliesen und die Terrasse herrichten, doch wenn es dann fertig ist, dann wird es bestimmt schön und all die Arbeit wird sich gelohnt haben.
Fazit:
*******
Ein Haus zu bauen kostet mehr als nur Geld, es kostet auch eine Menge Kraft. So manche Ehen wurden deswegen schon geschieden, andere fester mit einander verschweist. Ich kann nur hoffen, daß dieses Haus meine Familie fester zusammenschweißen wird, denn Nerven hat es uns schon reichlich gekostet.
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04.03.2007, 18:38 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris :-)
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