Erfahrungsbericht von tr.o.p.
Da helfen auch keine Ganztagesschulen!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Zuerst mal Sorrys für die vielleicht etwas unpassende Kategorie, aber ich habe keine bessere gefunden.
Ich selbst gehe zu einer Halbtagesschule. Im Moment wird jedoch diskutiert, ob nicht bei uns in Baden-Württemberg ein System eingeführt wird, in dem die Schüler, sobald sie auf die weiterführenden Schulen kommen, sofort entscheiden welche Fächer ihren restlichen Schulalltag bestimmen sollen.
Dies gibt es zwar im Moment auch schon, allerdings erst ab der 7. Klasse und es betrifft da auch nur ein, zwei Fächer.
Durch das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler bei der PISA-Studie ist das deutsche Schulsystem zu einem heiß diskutierten Thema geworden. Zahlreiche Bildungsmodelle wurden vorgestellt, erörter und teilweise auch schon getestet. Dabei kam auch die Möglichkeit, die Schüler schon früh entscheiden zu lassen, welche Fächer ihr weiteres Schulleben hauptsächlich bestimmen sollten, ins Gespräch.
Der sicherlich größte Vorteil dieses Systems liegt bei den Schülern selbst. Sie sind motivierter, da ihnen ihre selbstgewählten Fächer Spaß machen. Dadurch steigt der Lernerfolg und die Schüler gehen wieder gern in die Schule.
Durch die oben genannte höhere Motivation der Schüler und den konzentrierteren Unterrichtsstoff werden die Schüler zu so etwas wie Experten in \"ihrem\" Fach. Dies hat zu Folge, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder ein Studium steigen. Damit ist die Suche nach einem Arbeitsplatz, auch im Ausland durch höhere Qualifikation leichter.
Desweiteren wird die Schule für die einzelnen Schüler leichter, da der Unterrichtsplan durch die verminderte Anzahl an Fächern nicht mehr so große Differenzen aufweist. Obwohl die Menge an Stoff ja gleich bleibt. Hat man zum Beispiel in \"seinem\" Fach Mathe fünf Themen zu bearbeiten, sind diese leichter zu erlnene als drei Themen Mathe und zwei Themen Biologie, da die beiden ja völlig verschiedenen Herkunft sind.
Ferner könnte durch den kompakteren Unterrichtsstoff die Schulzeit geringfügig verkürzt werden. Das wäre alledrings nur ein kleiner Vorteil, hauptsächlich für das Land und, durch geringere Unterhaltskosten, für die Steuerzahler.
Ziehen wir nun einmal die negativen Seiten des Systems in Betracht:
\"Exotischere\" Fächer wie Musik, die bisher zu dem normalen Unterrichtsplan gehörten, jedoch wenig Anklang finden, könnten aufgrund geringerer Teilnehmerzahl nicht, oder nur auf gesonderten Schulen unterrichtet weden. Dadurch wären Schüler, die das Fach wählen, benachteiligt, weil sie höheren Stress ausgesetzt wären, wenn sie an mehreren Schulen unterrichtet würden.
Weiter müsste die Schule ganztägig werden, weil es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, an einem Stück zu unterrichten (siehe LK-System). Dadurch entstehen neue Kosten. Außerdem können Verein oder AG\'s ihre Aktivitäten nur noch am Wochenende anbieten.
Für die Schüler selbst wird der Schultag einseitiger, da es an Abwechslung mangelt. Hattem man zum Beispiel bisher zwischen einer Stunde Deutsch und einer Stunde chemie noch zwei Stunden Sport, könnten daraus nun zwei Stunden Mathe und zwei Stunden Chemie werden.
Ein weiteres Problem stellt die Allgemeinbildung da. Wichtige Fächer wie Englisch und Deutsch, die Grundlagen für gute Kommunikation darstellen, würden \"entpflichtet\". SO hat man dann zwar zum Beispiel Chemie-experten, die aber im Beruf später scheitern, weil sie kaum Englisch sprechen.
Das wichtigste Gegenargument ist jedoch folgendes:
Dem Schüler fehlt durch die frühe Entscheidung für bestimmte Fächer der nötige Überblick und die Erfahrung die man mit den einzelnen Fächern sammelt. Diese vielleicht falsche Entscheidung für die \"eigenen\" Fächer lässt sich im Nachhinein aber nicht mehr oder nur noch schwer rückgängig machen. Noch schlimmer kommt es dann, wenn der Arbeitsmarkt für die eingeschlagene Berufsrichtung überfüllt ist. Mangels Qualifikationen in anderen Fächern gibt es dann keine ALternative und man steht nach 13 Jahren konzentriertem Unterrichts ohne Perspektive und Aussicht auf eine gute Arbeitsstelle da.
Aus all diesen Gründen kommt für mich das System der frühen Entscheidung nicht in Frage. Eine Entscheidung für bestimmte Fächer erst in der Oberstufe halte ich dagegen für eine sehr gute Lösung, da man bis dahin die nötige Erfahrung gesammelt hat und man die weiteren Berufspläne besser abschätzen kann.
Ich selbst gehe zu einer Halbtagesschule. Im Moment wird jedoch diskutiert, ob nicht bei uns in Baden-Württemberg ein System eingeführt wird, in dem die Schüler, sobald sie auf die weiterführenden Schulen kommen, sofort entscheiden welche Fächer ihren restlichen Schulalltag bestimmen sollen.
Dies gibt es zwar im Moment auch schon, allerdings erst ab der 7. Klasse und es betrifft da auch nur ein, zwei Fächer.
Durch das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler bei der PISA-Studie ist das deutsche Schulsystem zu einem heiß diskutierten Thema geworden. Zahlreiche Bildungsmodelle wurden vorgestellt, erörter und teilweise auch schon getestet. Dabei kam auch die Möglichkeit, die Schüler schon früh entscheiden zu lassen, welche Fächer ihr weiteres Schulleben hauptsächlich bestimmen sollten, ins Gespräch.
Der sicherlich größte Vorteil dieses Systems liegt bei den Schülern selbst. Sie sind motivierter, da ihnen ihre selbstgewählten Fächer Spaß machen. Dadurch steigt der Lernerfolg und die Schüler gehen wieder gern in die Schule.
Durch die oben genannte höhere Motivation der Schüler und den konzentrierteren Unterrichtsstoff werden die Schüler zu so etwas wie Experten in \"ihrem\" Fach. Dies hat zu Folge, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder ein Studium steigen. Damit ist die Suche nach einem Arbeitsplatz, auch im Ausland durch höhere Qualifikation leichter.
Desweiteren wird die Schule für die einzelnen Schüler leichter, da der Unterrichtsplan durch die verminderte Anzahl an Fächern nicht mehr so große Differenzen aufweist. Obwohl die Menge an Stoff ja gleich bleibt. Hat man zum Beispiel in \"seinem\" Fach Mathe fünf Themen zu bearbeiten, sind diese leichter zu erlnene als drei Themen Mathe und zwei Themen Biologie, da die beiden ja völlig verschiedenen Herkunft sind.
Ferner könnte durch den kompakteren Unterrichtsstoff die Schulzeit geringfügig verkürzt werden. Das wäre alledrings nur ein kleiner Vorteil, hauptsächlich für das Land und, durch geringere Unterhaltskosten, für die Steuerzahler.
Ziehen wir nun einmal die negativen Seiten des Systems in Betracht:
\"Exotischere\" Fächer wie Musik, die bisher zu dem normalen Unterrichtsplan gehörten, jedoch wenig Anklang finden, könnten aufgrund geringerer Teilnehmerzahl nicht, oder nur auf gesonderten Schulen unterrichtet weden. Dadurch wären Schüler, die das Fach wählen, benachteiligt, weil sie höheren Stress ausgesetzt wären, wenn sie an mehreren Schulen unterrichtet würden.
Weiter müsste die Schule ganztägig werden, weil es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, an einem Stück zu unterrichten (siehe LK-System). Dadurch entstehen neue Kosten. Außerdem können Verein oder AG\'s ihre Aktivitäten nur noch am Wochenende anbieten.
Für die Schüler selbst wird der Schultag einseitiger, da es an Abwechslung mangelt. Hattem man zum Beispiel bisher zwischen einer Stunde Deutsch und einer Stunde chemie noch zwei Stunden Sport, könnten daraus nun zwei Stunden Mathe und zwei Stunden Chemie werden.
Ein weiteres Problem stellt die Allgemeinbildung da. Wichtige Fächer wie Englisch und Deutsch, die Grundlagen für gute Kommunikation darstellen, würden \"entpflichtet\". SO hat man dann zwar zum Beispiel Chemie-experten, die aber im Beruf später scheitern, weil sie kaum Englisch sprechen.
Das wichtigste Gegenargument ist jedoch folgendes:
Dem Schüler fehlt durch die frühe Entscheidung für bestimmte Fächer der nötige Überblick und die Erfahrung die man mit den einzelnen Fächern sammelt. Diese vielleicht falsche Entscheidung für die \"eigenen\" Fächer lässt sich im Nachhinein aber nicht mehr oder nur noch schwer rückgängig machen. Noch schlimmer kommt es dann, wenn der Arbeitsmarkt für die eingeschlagene Berufsrichtung überfüllt ist. Mangels Qualifikationen in anderen Fächern gibt es dann keine ALternative und man steht nach 13 Jahren konzentriertem Unterrichts ohne Perspektive und Aussicht auf eine gute Arbeitsstelle da.
Aus all diesen Gründen kommt für mich das System der frühen Entscheidung nicht in Frage. Eine Entscheidung für bestimmte Fächer erst in der Oberstufe halte ich dagegen für eine sehr gute Lösung, da man bis dahin die nötige Erfahrung gesammelt hat und man die weiteren Berufspläne besser abschätzen kann.
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