Berufsschule allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von McBommels

Die gymnsiale Oberstufe - Reformierungen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


I.Vorwort
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Ich kann aus eigenen Erfahrungen über die gymnasiale Oberstufe in Thüringen berichten. Das Prinzip ist meines Gutachtens nach nicht schlecht, aber viel zu kompliziert - und weisst weitere starke Defizite auf!
Ich will im folgenden Versuchen, das Prinzip und den Aufbau des Sytems zu erläutern. Besonders meine eigene Meinung soll prägnant dargestellt werden.
Vor allem die Schüler verurteilen das Sytem insgesamt - Und sind daher der Ansicht, dass der Staat reformieren sollte - grundlegend reformieren.


II. Klassifizierung
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Nach der 4. Klassenstufe fordert die Gesellschaft bereits eine folgenreiche Entscheidung von Schüler, wie auch Eltern. Man hat die Möglichkeit zwischen Regelschule und Gymnasium zu wählen. Entscheidend dafür sind und sollten auch die Leistungen sowie das Leistungspensum des betreffenden Schülers sein.

Die Gymnasiale Unterstufe beginnt folglich ab der 5. Klasse. Nun entwickelt sich der Schüler im Klassenverband mit seinen Freunden und Mitschülern. Der Einzug in die Gymnasiale Oberstufe erfolgt ab der 10. Klassenstufe. Doch für den Schüler ändert sich zunächst einmal nichts. Er lernt wie gewohnt im Klassenverband mit seinen (meist) bekannten Freunden ...

Viele Schüler (und natürlich auch Eltern) befürchten immer einen Anstieg des Schwierigkeitsniveaus. Denn das Wort Oberstufe sollte zumindest für ein gehobenes Leistungspensum stehen. Doch ich kann nahezu alle Schüler beruhigen, die noch in den Genuss dieser Klassifizierung kommen. Das erwartete Leistungpensum erhöht sich nur minimal. Verlangt wird vor allem Grundwissen und die Erlernten Fähigkeiten aus den vorrangegangenen Schulstufen. Schüler, die nicht ganz faul gewesen sind, werden die Oberstufe \'spielend\' bestehen!

Aus der Ordnung fliegen lediglich die Schüler, die ohne jeglichen Respekt und Fleißheit das Schuljahr angehen. - Man bekommt nichts geschenkt aber man kann sich auch vieles Erarbeiten.

Doch ein neues Niveau (nämlich das der Obertsufe) soll und wird auch eröffnet werden. Besonderer Wert wird hier auf die genaue Beachtung der jeweiligen Fragestellung bzw. Aufgabestellung gelegt. Ich appelliere deshalb an alle Schüler, sich die Aufgaben konzentriert und vollständig durchzulesen. Ich begründe diese Tatsache damit: Man kann zu einem Themengebiet 5 oder gar 10 Seiten schreiben. - Und das ist zwar auch richtig aber kostet Zeit und muss nicht unbedingt die Aufgabenstellugn erfüllen. Deshalb genauer und vor allem Zeitorientierter schreiben. Denn auch die verfügbare Zeit bei Kontrollarbeiten ist nur noch sehr begrenzt. Sie reicht nicht aus, um einfach das gesamte Wissen zu schreiben. Das Niveau wird demzufolge erhöht. Dieser Anstieg dient vor allem als Vorbereitung auf die folgenden Kursjahre. Denn diese sind ausschlaggebend für die weitere Laufbahn des Schülers. Nach der Schulzeit wird sich keiner mehr für die Klassen 1 bis 10 interressieren. Denn entscheidend sind nunmal die Klasse 11/1 ; 11/2 ; 12/1 ; 12/2.

Wie ich bereits erwähnt hatte, handelt es sich um Kursjahre. Der Klassenverband wird nahezu vollständig aufgelöst. Das ist für viele Schüler sehr bitter. Doch es hat einen positiven Effekt: Es fördert die Selbstständigkeit der Schüler weiter. Und das sage ich, weil die gesamte gymnasiale Oberstufe auf die Selbstständigkeit zielt.

So kommt es nun, dass jeder Schüler zum Halbjahr einen Zettel bekommt. Auf diesem sollte er seine Leistungsstärksten Fächer auswählen. Lesen sie nun die Systematisierung des Kursanwahlsystems.


III. Kurssystem
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Es gibt 4 Kursjahre. Jedes dauert circa 1/2 Schuljahr.
Der Schüler muss zunächst einmal einen der grundlegenden Gebietszweige auswählen. Dabei unterscheidet man:

- Sprachlich
- Gesellschafts Wissenschaftlich
- Naturwissenschaftlich / Technisch

Die Orientierung richtet sich nach der Auswahl des Leistungsfaches. Es gibt 2 Leistungsfächer (LF), sowie 12 Grundfächer (GF). Auf dem Anwahlzettel befinden sich also 3 Spalten. MAn wählt eine der 3 aus - Die beiden anderen Komplexe haben fortan keine weitere Bedeutung.

Das erste Leistungsfach ist entweder Mathematik oder Deutsch. Das wird dem Schüler vorgegeben. Hat er sich für eines entschieden, so ist das andere automatisch das erste Grundfach. Man kann demanch keines der beiden Fächer auf irgendeinem Weg umgehen!
Das ist natürlcih auch in allen 3 Bereichen der Fall. Die Sytematik richtet sich nach der Auswahl des 2. Leistungsfaches. Wählt man Beispielsweise den Gesellschaftswissenschaftlichen Zweig, so werden die Bereiche Technisch und Sprachlich belanglos. Das heisst allerdings nicht, dass die Fächer dieser Bereiche nicht zur Verfügung stehen. Im Gegenteil, sie werden verlangt. Denn der Schüler muss mindestens ein Fach eines der 3 Themenkomplexe auswählen. Doch die \'3 Spalten\' Regelung auf dem Anwahlzettel ist davon unbetroffen. Denn nun hat man einen nahezu vorgegebenes Verfahren. Im Gesellschaftswissenschaftlichen Zweig ist es dann nicht mehr möglich, 3 sprachliche Bereiche oder 3 Technische Bereiche auszuwählen. Im Gegensatz dazu muss man noch 2 weitere Gesellschaftswissenschaftliche Fächer auswählen.

Und genau dieser Fehler ist bei dem System verwerflich. Denn einige Fächer fallen zwangsläufig aus dem Prinzip. Viele Schüler heissen dies gut - aber der Schüler hat keinen Kontakt mehr zu dem Fach. Damit wird nicht nur ein Teil der 10. Klassenstufe unnötig. Denn der Schüler sieht sich nicht gezwungen ein Thema zu wiederholen. Das führt meiner Ansicht nach zu einer Bildungslücke. Ich bin daher der Meinung, dass zunächst einmal die Stundenzahl der Leistungsfächer auf 4h oder 5h in der Woche gesenkt werden sollte. Anstelle dessen könnten weitere Fächer ins System integriert werden.


IV. Bewertung und Resultate
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Das Notensytem wird ab dem Kurssystem 11/1 komplett abgeschafft. Anstelle dessen kommt ein Punktbewertungsystem, was sicherlich seine Vorteile hat. Der Schüler kann maximal 15 Punkte erreichen - das entspräche dann einer 1+.

15 - 1+
14 - 1
13 - 1-
12 - 2+
11 - 2
10 - 2-
9 - 3+
8 - 3
7 - 3-
6 - 4+
5 - 4
4 - 4-
3 - 5+
2 - 5
1 - 5-
0 - 6


Durch diese Regelung wird nun endlich die Ungerechtigkeit einer 2+ oder 3+, aber auch einer 3- abgeschafft. Am Ende des Kursjahres muss der Schüler eine Mindestpunktzahl erreicht haben. Dazu werden sämtliche Punkte addiert. Dadurch errechnet man auch den Gesamtdurchschnitt.

Dasselbe wird am Ende der 12/2 noch einmal getan. Der Schüler kann selbst seine Bewertungskurse einbringen. Dabei unterliegt er natürlich den Vorschriften.
Besonders die Seminarfacharbeit kann dem Schüler einen beträchtlichen Vorteil verschaffen! Bei einer Maximalpunktzahl von 15 erhält der Schüler bereits 60 Gesamtpunkte, da die SEM Arbeit / sowie das Koloquium 4x gewertet wird.
Zum bestehen des Abiturs muss der Schüler ca. 100 Punkte erreichen!



V. Mängel
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Ich habe sehr bewusst in der Einleitung dieses Artikels darauf verwiesen, dass ich über das Thüringer Schulsystem schreibe. Das hat natürlich seinen Grund. Denn die Schulsysteme sind unter den Bundesländern verschieden. Ich finde das es eine schwache Leistung des Staates ist, dass er es nicht schafft eine einheitliche Ordnung - geltend für alle Bundesländer - zu schaffen.
Am schlimmsten find ich immer das Beispiel des Abschlusses. Während es bei erfolgreicher Absolvierung der 10. Klasse bereits einen anerkannten Realschulabschluss für Gymnasiasten in einigen Bundesländern gibt (z.B. Niedersachsen), so gehen die Schüler ind Thüringen noch immer lehr aus. Schafft man weiterhin das Abitur zum Wiederholten Male nicht, so hat man quasie 12 Jahre umsonst in der Schule verbracht - denn man hat keinen Abschluss. Wohin das führen kann, haben wir erst vor kurzem in Erfurt gesehen. Der Schüler erkannt für sich keinen anderen Ausweg - denn er wäre vermutlich der der sozialen Schicht gefallen. Sicherlich haben dort noch andere Motive und Faktoren eine Rolle gespielt - aber grundlegend ist das System schuld.
Übrigens: Aber der 11. Stufe müssen alle Schüler ihre Wegkosten zur Schule (Bus, Bahn) privat tragen. Der Staat übernimmt nichts. Eigentlich auch schwach für einen Sozialstaat, der auf die Bildung der Jugend angewiesen ist.

Ich bin der Ansicht, dass Deutschlandweit das Sytem reformiert werden sollte. Denn einen Punkt hat die Einheit von 1990 stark vergessen: Die Schulordnung.



Ich hoffe, dass ich einigen Lesern einmal einen Einblick verschaffen konnte. Ich stehe natürlich immer für weitere Fragen bezüglich der Thematik zur Verfügen!

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