Erfahrungsbericht von Birgit-Judith
Haut BIRGIT einfach drauf..?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Meine Eltern waren sich über die Erziehung meiner älteren Schwester und mir einig. So konnte es nicht angehen, dass Paps etwas erlaubte, was Mutti im Vorfeld bereits verboten hat. Das war Paragraph 1 der erzieherischen Maßnahmen und ich finde das auch komplett in Ordnung.
Theorie und Praxis
„Mama, ich will ein Eis!“
„Kommt nicht in Frage mein Kind, gleich gibt es Mittagessen und eventuell als Nachtisch dann. Übrigens ist der „ICH WILL“ gestorben“.
„Ich hab aber jetzt Hunger und möchte nur eine Kugel von dem Vanilleeis“.
„Nein und Schluss jetzt“.
Um’s Eck gewetzt und zum zeitungslesenden Papa gerannt.
„Papa, kann ich ein Eis haben, bitte?“ strahlendes Lächeln überhaupt aufgesetzt
„Gibt es nicht gleich Mittagessen?“
„Paps, das dauert noch, nur eine Kugel biiiiiiiitte.“
„Okay, aber wirklich nur ein Kugel.“
Abgewartet bis Mutti die Küche einen Augenblick verließ und ruck-zuck eine Kugel gehascht.
„Birgit, hab ich nicht ausdrücklich gesagt, dass es so kurz vor dem Essen kein Eis gibt?“
„Aber Papa hat es mir doch erlaubt!!!“
„Erich, wie kannst du Hexe (so wurde ich damals liebevoll genannt ausser wenn ich was ausgefressen habe) so knapp vor Tisch ein Eis erlauben?“
„Inge, ich habe sie extra gefragt ob es denn nicht gleich Mittagessen gibt und sie meinte, es dauert noch!)
Während der weiteren Konversationen zwischen meinen Erzeugern aß ich das Eis auf.
Meine Eltern: „Birgit, so geht das schlicht und einfach nicht. Wenn Mama nein sagt dann brauchst du bei Papa nicht nachfragen. Das haben wir dir aber bereits 100 x erklärt, ab in die Ecke.“
Anfangs hätten mich meine Eltern eher totschlagen können, bevor ich mich in die Ecke stellte. Dies änderte sich schlagartig zu einem Zeitpunkt, als ich ausfindig machte, dass Ecke stellen gar nicht so schlimm ist, wenn sich in der gegenüberliegenden Terassenglastür der Fernseher spiegelt. Was sind dann 15 Minuten Ecke stehen?
Ich wurde reifer und entwickelte mich zu einem Teenager, auch Pubertätsbazille genannt.
Papa testete seinen nagelneuen elektrischen Rasenmäher. Der Stecker wurde durch das offene Küchenfenster in eine Steckdose gesteckt und los ging es. Ich also hin an besagte Steckdose und Stecker gezogen. Rasenmäher machte brrrrr brr br br ...aus. Paps hat ihn sich näher angeschaut, ich den Stecker wieder zurück. Weiter ging es mit dem Mähen, aber halt nicht lange. Dasselbe Spiel ein paar Mal wiederholt und zwar genau solange bis der erste Nachbar nachfragte. Na Erich, neuen Rasenmäher? Klappt wohl nicht so das Teil, was? Schließlich erwischte er mich und bis zu dem Zeitpunkt ahnte ich gar nicht wie schnell mein Vater rennen konnte. Ich zur Haustür raus, er hinterher mit solchen Sätzen wie „wenn ich dich erwische schlag ich dich windelweich.“ Unsere Siedlung hatte ihren Spaß, in so einem Kuhkaff und Mama war es einfach nur peinlich, als Chefsekretärin des Bürgermeisters...*lach*.
Mir war’s wurscht, ich rannte und selbst wenn er mich erwischt hätte, niemals hätte er mich geschlagen. Mein Vater hatte durch eine Kriegsverletzung eine steifes rechtes Handgelenk. Würde er mir eine Ohrfeige geben, ich wär wohl im hintersten Eck gelandet. Tat er auch nie. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Rasen zusammenrechen und ebenso gab es eine Woche Taschengeldentzug nebst Hausarrest. Dem widersprach auch Mama nicht, wenngleich ich ein Grinsen bei ihr feststellen konnte. Dies war nun mehr als dämlich, nahte doch der Samstag, mein Ausgehtag. Hausarrest und kein Taschengeld? Na klasse!
Die Freundinnen wurden aktiviert. Punkt 19:00 Uhr klingelten also 3 Mädels an unserer Haustür. Ich öffnete, chic gestylt (kenn doch meinen Paps), die Türe. Lautstark verkündige ich ihnen, dass ich ja Hausarrest habe und nicht mitkann. Ganz erstaunt fragten sie, ebenso laut nach, „echt? Hausarrest noch mit 16 Jahren? Nö, also mein Papa würd sowas nicht machen. Naja Birgit, schade und irgendwie tuste uns leid.“ Zurück ins Wohnzimmer das geknickteste Gesicht aufgesetzt und der Dinge geharrt, die da kommen würden und auch kamen. (Die Freundinnen warteten natürlich um’s Eck).
Papa: „Okay, aber um Mitternacht bist du daheim und fahr mit Keinem, der Alkohol getrunken hat, ruf dann lieber an.“ Ich sprang aus dem Sessel, zog Jacke über, stürzte zur Tür, dreht rum und fragte wovon ich denn bitte meine Colas bezahlen solle ohne Taschengeld? Ein 10-Mark-Schein wechselte die Geldbörse und gut war’s. Mutti bekam wieder mal Nichts mit und die anschließenden Diskussionen über Paragraph 1 interessierten mich nicht mehr, da ich eh schon weg war. Kurz und knapp, ich konnte meinen Paps um den Finger wickeln und es hat mir nicht geschadet, denk ich.
Ich kann mich aber auch gut daran erinnern, dass ich einmal wirklich Prügel bezog. Auf den Hintern und aus heutiger Sicht gesehen nicht einmal zu Unrecht. Das war meine Mutter, als ich mit knapp 11 Jahren im Einkaufsladen (Tante Emma-Laden) einen Kaugummi klaute, direkt vor ihren Augen. Ich fand einfach, dass die Verkäuferin und gleichzeitige Ladenbesitzerin und gleichzeitige Freundin meiner Mutti selbst schuld sei wenn sie denn so „dämlich“ ist und nicht besser aufpasste. Als ich Mum dann noch erklärte, dass dies nicht das erste Mal war hatte ich den Bogen wohl überspannt. Sie dreht mich rum und klatsch, klatsch hatte ich den Hosenboden voll . Meine Mutter, als Chefsekretärin vom Bürgermeister, na wo sind wir denn? *noch mehr lach* Eine klauende Tochter. Ich glaube ich war nie so blamiert wie damals. Immerhin waren noch mindestens 2 weitere Kunden, uns bekannte Kunden anwesend als ich die Prügel bezog.
So nun mal allgemein Etwas zum Thema Bestrafung. Baut man Mist, so muss man auch dafür gerade stehen. Dies ist meine Überzeugung. Die Bestrafung sollte aber nie so hart sein, dass Kinder das Vertrauen zu den Eltern verlieren. Ich kannte da Fälle, wo sich Kinder nicht nach Hause trauten, nur weil sie eine schlechte Note in Mathe hatten. Statt Bestrafung wäre hier ein Gespräch von Nutzen, mit Absicht schreibt kein Kind eine schlechte Note. Was sind die Gründe? Erwarte ich vielleicht zuviel von meinem Kind? Fühlt es sich unter Druck gesetzt?
Bestrafungen müssen sein, kein Thema. Aber wie weit kann/darf ich gehen? Sollen Strafen nicht ein Mittel dafür sein, Jemanden,. und ich rede da nicht nur von Kindern, den richtigen Weg zu weisen, ihn auf den rechten Weg zu bringen? Wieviele Strafen gibt es ungerechtfertigt? Was sehe ich als gerecht an, was ein anderer Mensch?
Ich weiß aus Erzählungen meiner Eltern, dass meine Schwester die Note 3 erhielt für ein sauberes, gesticktes Handtäschchen, das sie in der 4ten Klasse anfertigen musste. Als sie nachfragte meinte die Lehrerin: „Astrid, lila und giftgrün als Farben passen nun mal nicht zusammen. Da wird man ja farbenblind.“ Dies konnte auch meine „strenge“ Mutter nicht als Argument im Raum stehen lassen und hat höflich nachgefragt. Schließlich änderte die Lehrerin ihre Note auf eine 2. 2? Ist ja fast wie hier ein „h“ *ggg*
***FAZIT***
1: Ein Klaps auf den Hintern oder die Finger schadet keinem Kind.
2: Ein Kind schlagen ist ein Zeichen von eigener Schwäche und schadet dem Kind. Man erzieht hier wiederum einen „Schläger“, besonders dann, wenn die wehrlosen Seelen regelmäßig vermöbelt werden.
3: Einen Klaps mit einer Zeitung auf’s Hinterteil des Hundes, der immer noch nicht blickt, dass er sein „Geschäft“ bitte vor der Haustür zu verrichten hat schadet dem Hund nicht.
4: Schweigen ist wohl die schlimmste Strafe und bringt gar nichts. Ob Partner oder Kind, nur Reden kann da ein/das Problem lösen.
5: Wurde Mist gebaut muss man dafür gerade stehen. Hausarrest, Taschengeldentzug und Ähnliches wirkt oftmals Wunder, wenn denn Paragraph 1 wirklich durchgezogen wird. Bei schwereren Vergehen wirken oftmals Sozialstunden, die z. Bsp. meine Schwester hinter sich hat, nachdem sie meinte ohne Führerschein Auto fahren zu müssen und am nächsten Baum kleben blieb. Der Baum kostete noch extra 40 D-Mark ;-)
6: Sollte man immer erst den persönlichen Weg suchen. Das Gespräch. Erst anschließend dann kann es heißen: Wer nicht hören will muss fühlen.
Zum Schluss noch ein Beispiel, als ich meiner jüngsten Tochter mal einen Klaps auf dem Hintern gab. Wenn sie damals im Trotzalter meinte, beleidigt Abziehen zu müssen, nach einem Anpfiff von mir (wo sie das 3. Mal mit den Händen die Nudeln aus der Suppe grabschte) und dies dann noch kundgab mit einem lauten Zuknallen ihrer Zimmertür und sie meinen ständig wiederholten Spruch hörte der da lautete: „Hau die Tür nicht so zu!!“ Unser damaliges Au-pair Mädchen meinte zu mir: „Birgit, sag doch einfach mal Nix, wenn sie wieder die Zimmertür so zuhaut, mal sehen wie sie reagiert.“ Gesagt, getan. Rums machte es und ich schwieg. Töchterchen öffnete Tür aufs Neue und (noch lauter und fester) RUUMMMS... keine Reaktion von mir. Ich schielte aber um’s Eck, sah meine Jüngste, wie sie aus ihrem Zimmer schielte, die Tür nahm und RUUUUUMS, nochmals mit voller Wucht zuhaute. Provokation pur! Von einer knapp 4-Jährigen? Ich? NÖ!!!! Rein ins Zimmer und einen gehörigen Klaps auf den Poppes. Komisch, Türen schlägt sie seitdem nichtmehr zu :-)
Die Bewertung geht um\'s \"Hauen\" allgemien....
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich gegen die Todesstrafe bin?
Birgit :-)
Theorie und Praxis
„Mama, ich will ein Eis!“
„Kommt nicht in Frage mein Kind, gleich gibt es Mittagessen und eventuell als Nachtisch dann. Übrigens ist der „ICH WILL“ gestorben“.
„Ich hab aber jetzt Hunger und möchte nur eine Kugel von dem Vanilleeis“.
„Nein und Schluss jetzt“.
Um’s Eck gewetzt und zum zeitungslesenden Papa gerannt.
„Papa, kann ich ein Eis haben, bitte?“ strahlendes Lächeln überhaupt aufgesetzt
„Gibt es nicht gleich Mittagessen?“
„Paps, das dauert noch, nur eine Kugel biiiiiiiitte.“
„Okay, aber wirklich nur ein Kugel.“
Abgewartet bis Mutti die Küche einen Augenblick verließ und ruck-zuck eine Kugel gehascht.
„Birgit, hab ich nicht ausdrücklich gesagt, dass es so kurz vor dem Essen kein Eis gibt?“
„Aber Papa hat es mir doch erlaubt!!!“
„Erich, wie kannst du Hexe (so wurde ich damals liebevoll genannt ausser wenn ich was ausgefressen habe) so knapp vor Tisch ein Eis erlauben?“
„Inge, ich habe sie extra gefragt ob es denn nicht gleich Mittagessen gibt und sie meinte, es dauert noch!)
Während der weiteren Konversationen zwischen meinen Erzeugern aß ich das Eis auf.
Meine Eltern: „Birgit, so geht das schlicht und einfach nicht. Wenn Mama nein sagt dann brauchst du bei Papa nicht nachfragen. Das haben wir dir aber bereits 100 x erklärt, ab in die Ecke.“
Anfangs hätten mich meine Eltern eher totschlagen können, bevor ich mich in die Ecke stellte. Dies änderte sich schlagartig zu einem Zeitpunkt, als ich ausfindig machte, dass Ecke stellen gar nicht so schlimm ist, wenn sich in der gegenüberliegenden Terassenglastür der Fernseher spiegelt. Was sind dann 15 Minuten Ecke stehen?
Ich wurde reifer und entwickelte mich zu einem Teenager, auch Pubertätsbazille genannt.
Papa testete seinen nagelneuen elektrischen Rasenmäher. Der Stecker wurde durch das offene Küchenfenster in eine Steckdose gesteckt und los ging es. Ich also hin an besagte Steckdose und Stecker gezogen. Rasenmäher machte brrrrr brr br br ...aus. Paps hat ihn sich näher angeschaut, ich den Stecker wieder zurück. Weiter ging es mit dem Mähen, aber halt nicht lange. Dasselbe Spiel ein paar Mal wiederholt und zwar genau solange bis der erste Nachbar nachfragte. Na Erich, neuen Rasenmäher? Klappt wohl nicht so das Teil, was? Schließlich erwischte er mich und bis zu dem Zeitpunkt ahnte ich gar nicht wie schnell mein Vater rennen konnte. Ich zur Haustür raus, er hinterher mit solchen Sätzen wie „wenn ich dich erwische schlag ich dich windelweich.“ Unsere Siedlung hatte ihren Spaß, in so einem Kuhkaff und Mama war es einfach nur peinlich, als Chefsekretärin des Bürgermeisters...*lach*.
Mir war’s wurscht, ich rannte und selbst wenn er mich erwischt hätte, niemals hätte er mich geschlagen. Mein Vater hatte durch eine Kriegsverletzung eine steifes rechtes Handgelenk. Würde er mir eine Ohrfeige geben, ich wär wohl im hintersten Eck gelandet. Tat er auch nie. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Rasen zusammenrechen und ebenso gab es eine Woche Taschengeldentzug nebst Hausarrest. Dem widersprach auch Mama nicht, wenngleich ich ein Grinsen bei ihr feststellen konnte. Dies war nun mehr als dämlich, nahte doch der Samstag, mein Ausgehtag. Hausarrest und kein Taschengeld? Na klasse!
Die Freundinnen wurden aktiviert. Punkt 19:00 Uhr klingelten also 3 Mädels an unserer Haustür. Ich öffnete, chic gestylt (kenn doch meinen Paps), die Türe. Lautstark verkündige ich ihnen, dass ich ja Hausarrest habe und nicht mitkann. Ganz erstaunt fragten sie, ebenso laut nach, „echt? Hausarrest noch mit 16 Jahren? Nö, also mein Papa würd sowas nicht machen. Naja Birgit, schade und irgendwie tuste uns leid.“ Zurück ins Wohnzimmer das geknickteste Gesicht aufgesetzt und der Dinge geharrt, die da kommen würden und auch kamen. (Die Freundinnen warteten natürlich um’s Eck).
Papa: „Okay, aber um Mitternacht bist du daheim und fahr mit Keinem, der Alkohol getrunken hat, ruf dann lieber an.“ Ich sprang aus dem Sessel, zog Jacke über, stürzte zur Tür, dreht rum und fragte wovon ich denn bitte meine Colas bezahlen solle ohne Taschengeld? Ein 10-Mark-Schein wechselte die Geldbörse und gut war’s. Mutti bekam wieder mal Nichts mit und die anschließenden Diskussionen über Paragraph 1 interessierten mich nicht mehr, da ich eh schon weg war. Kurz und knapp, ich konnte meinen Paps um den Finger wickeln und es hat mir nicht geschadet, denk ich.
Ich kann mich aber auch gut daran erinnern, dass ich einmal wirklich Prügel bezog. Auf den Hintern und aus heutiger Sicht gesehen nicht einmal zu Unrecht. Das war meine Mutter, als ich mit knapp 11 Jahren im Einkaufsladen (Tante Emma-Laden) einen Kaugummi klaute, direkt vor ihren Augen. Ich fand einfach, dass die Verkäuferin und gleichzeitige Ladenbesitzerin und gleichzeitige Freundin meiner Mutti selbst schuld sei wenn sie denn so „dämlich“ ist und nicht besser aufpasste. Als ich Mum dann noch erklärte, dass dies nicht das erste Mal war hatte ich den Bogen wohl überspannt. Sie dreht mich rum und klatsch, klatsch hatte ich den Hosenboden voll . Meine Mutter, als Chefsekretärin vom Bürgermeister, na wo sind wir denn? *noch mehr lach* Eine klauende Tochter. Ich glaube ich war nie so blamiert wie damals. Immerhin waren noch mindestens 2 weitere Kunden, uns bekannte Kunden anwesend als ich die Prügel bezog.
So nun mal allgemein Etwas zum Thema Bestrafung. Baut man Mist, so muss man auch dafür gerade stehen. Dies ist meine Überzeugung. Die Bestrafung sollte aber nie so hart sein, dass Kinder das Vertrauen zu den Eltern verlieren. Ich kannte da Fälle, wo sich Kinder nicht nach Hause trauten, nur weil sie eine schlechte Note in Mathe hatten. Statt Bestrafung wäre hier ein Gespräch von Nutzen, mit Absicht schreibt kein Kind eine schlechte Note. Was sind die Gründe? Erwarte ich vielleicht zuviel von meinem Kind? Fühlt es sich unter Druck gesetzt?
Bestrafungen müssen sein, kein Thema. Aber wie weit kann/darf ich gehen? Sollen Strafen nicht ein Mittel dafür sein, Jemanden,. und ich rede da nicht nur von Kindern, den richtigen Weg zu weisen, ihn auf den rechten Weg zu bringen? Wieviele Strafen gibt es ungerechtfertigt? Was sehe ich als gerecht an, was ein anderer Mensch?
Ich weiß aus Erzählungen meiner Eltern, dass meine Schwester die Note 3 erhielt für ein sauberes, gesticktes Handtäschchen, das sie in der 4ten Klasse anfertigen musste. Als sie nachfragte meinte die Lehrerin: „Astrid, lila und giftgrün als Farben passen nun mal nicht zusammen. Da wird man ja farbenblind.“ Dies konnte auch meine „strenge“ Mutter nicht als Argument im Raum stehen lassen und hat höflich nachgefragt. Schließlich änderte die Lehrerin ihre Note auf eine 2. 2? Ist ja fast wie hier ein „h“ *ggg*
***FAZIT***
1: Ein Klaps auf den Hintern oder die Finger schadet keinem Kind.
2: Ein Kind schlagen ist ein Zeichen von eigener Schwäche und schadet dem Kind. Man erzieht hier wiederum einen „Schläger“, besonders dann, wenn die wehrlosen Seelen regelmäßig vermöbelt werden.
3: Einen Klaps mit einer Zeitung auf’s Hinterteil des Hundes, der immer noch nicht blickt, dass er sein „Geschäft“ bitte vor der Haustür zu verrichten hat schadet dem Hund nicht.
4: Schweigen ist wohl die schlimmste Strafe und bringt gar nichts. Ob Partner oder Kind, nur Reden kann da ein/das Problem lösen.
5: Wurde Mist gebaut muss man dafür gerade stehen. Hausarrest, Taschengeldentzug und Ähnliches wirkt oftmals Wunder, wenn denn Paragraph 1 wirklich durchgezogen wird. Bei schwereren Vergehen wirken oftmals Sozialstunden, die z. Bsp. meine Schwester hinter sich hat, nachdem sie meinte ohne Führerschein Auto fahren zu müssen und am nächsten Baum kleben blieb. Der Baum kostete noch extra 40 D-Mark ;-)
6: Sollte man immer erst den persönlichen Weg suchen. Das Gespräch. Erst anschließend dann kann es heißen: Wer nicht hören will muss fühlen.
Zum Schluss noch ein Beispiel, als ich meiner jüngsten Tochter mal einen Klaps auf dem Hintern gab. Wenn sie damals im Trotzalter meinte, beleidigt Abziehen zu müssen, nach einem Anpfiff von mir (wo sie das 3. Mal mit den Händen die Nudeln aus der Suppe grabschte) und dies dann noch kundgab mit einem lauten Zuknallen ihrer Zimmertür und sie meinen ständig wiederholten Spruch hörte der da lautete: „Hau die Tür nicht so zu!!“ Unser damaliges Au-pair Mädchen meinte zu mir: „Birgit, sag doch einfach mal Nix, wenn sie wieder die Zimmertür so zuhaut, mal sehen wie sie reagiert.“ Gesagt, getan. Rums machte es und ich schwieg. Töchterchen öffnete Tür aufs Neue und (noch lauter und fester) RUUMMMS... keine Reaktion von mir. Ich schielte aber um’s Eck, sah meine Jüngste, wie sie aus ihrem Zimmer schielte, die Tür nahm und RUUUUUMS, nochmals mit voller Wucht zuhaute. Provokation pur! Von einer knapp 4-Jährigen? Ich? NÖ!!!! Rein ins Zimmer und einen gehörigen Klaps auf den Poppes. Komisch, Türen schlägt sie seitdem nichtmehr zu :-)
Die Bewertung geht um\'s \"Hauen\" allgemien....
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich gegen die Todesstrafe bin?
Birgit :-)
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