Blutspende Testbericht

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Erfahrungsbericht von Peter16jh

Die erste Spende

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein Bericht eines Blutspenders

An einem Mittwoch Morgen, an dem ich wiedereinmal schulfrei hattet, fuhr ich wie so oft mit dem Rad einfach durch die Gegend, ohne ein bestimmtes Ziel, außer mindestens 70 Kilometer Fahrt hinter mir zu haben. Völlig unverhofft traf ich dann im Nachbarort auf ein Schild mir der Aufschrift : "DRK Heute ist Blutspende. Jeder Mensch braucht durchschnittlich 2 Liter Blut in seinem Leben. Spenden auch sie, damit es andere für sie Tun werden." Außerdem wusste ich, dass im Notfall Blutspender eher mit Blut versorgt werden, als nicht Spender. Grade wenn man eine seltene Blutgruppe hat, kommt es zu Engpässen. Zwar hatte ich schon 2 Operationen, wusste jedoch nicht, welche Blutgruppe ich habe, nur dass es nicht so einfach sei, Blut dieser Art beschaffen zu können. Na ja, dachte ich mir im Stillen, einfach einmal Hineingehen wird jawohl niemanden Schaden können. Die Zeit dafür habe ich schließlich zufällig mitgebracht.

Ich war wirklich überrascht, wie viele Junge Menschen anscheinend spendewillig sind. Außerdem war ich bei manchen Personen überrascht, weil ich sie kannte und grade bei diesen nicht damit gerechnet hätte. Vorallem taten sie alle es nicht um des Geldes willen, denn bei dieser Spende kann man kein Geld bekommen. Dies bekommt man nur bei Medizinischen Firmen oder bei Universitätskliniken. Schon wurde ich von der Seite her angesprochen. Sofort dachte ich, dass man mich versuchen wollte zu überreden. Etwas kritisch drehte ich mich um. Tatsächlich, eine Person vom Blutspendedienst in Düren. Das was sie sagte, war jedoch ganz anders als erwartet. "Guten Tag, sie sind ein Neuspender. Wen sie möchten, dürfen sie überall hinein, wo es keinen Spender stört. Aber ich weiß, dass die Spender einen Mund zum sprechen haben und die Türen schließen können. Des weiteren finden sie hier auf dem Tisch Informationsbroschüren. Wenn sie möchten, können sie sich auch mit mir darüber unterhalten. Bei Fragen wenden sie sich bitte an mich oder den Arzt in Untersuchungszimmer. Es wird ihnen wirklich keiner übel nehmen können, wenn sie aus welchem Grunde auch immer nicht spenden möchten. Sprechen sie und dann jedoch an, vielleicht geschieht dies ja nur durch ein Missverständnisse und das wäre schade."

Ich entschied mich dafür, einfach mal in alle offenen Türen zu sehen. Ganz langsam schlenderte ich an den 10 Stationen vorbei. So schlimm schien das gar nicht auszusehen. Die Schmerzen der Leute waren auch nicht zu sehen. Somit war ich erst einmal positiv überrascht. Dann also an den Informationstisch. Warum sollte ich nicht einmal das kleine Büchlein (a6; 12 Seiten) lesen. Es wurde genau erklärt, was alles untersucht und vorher gemacht werden muss. Wie lange man vorher etwas essen Muss und wie man sich während und nach der Blutspende verhält. Ich suchte jedoch Zielstrebig nach eventuellen Nebenwirkungen oder Begleiterscheinungen. Kreislaufbeschwerden und Blutdruckprobleme (Zu niedrig) sind häufige Probleme. Für mich aber kein _Risiko, da LEICHTE BESCHWERDEN dabei steht. Seltener treten Kollapserscheinungen, Blutarmut und nicht verheilen der Einstichstelle ein. Infektionen können heutzutage nicht mehr auftreten, da nur noch Einmalwerkzeug genutzt werden darf. Dieses ist Steril verpackt und bakterienfrei. Das Personal muss Handschuhe nutzen, so bleibt es sauber. Zum Eingangsfragebogen hatte ich jedoch einige Fragen. Verschiedene Fachbegriffe kannte ich nicht (Tuberkulose, HB, GTYa,...) Also musste ich um Untersuchungszimmer. Frohen Mutes klopfte ich an. Ich hatte das Glück, dass grade keiner in diesem Raum wartete. Gleichzeitig hat er mir erklärt, dass ich vorher Trinken und gegessen haben muss, vor allem vorher einmal bitte die Toilette besuchen gehen. Dann gehen sie einmal zur Anmeldung und ich untersuche sie und werde ihnen dann weitere Auskünfte geben können.

Ich hatte jedoch keinerlei Papiere bei mir und ehrlich gesagt keine besondere Lust, wirklich zu spenden. Also fuhr ich unverrichteter dinge nach Hause. Dort angekommen, Nahm ich doch einfach mal den Personalausweis mit, da ich nicht ohne Papiere weiter fahren wollte. Mit einem Freund aus Merzenich zusammenbin ich dann nochmals hingegangen. Beide haben sich überprüfen lassen, eher in der Hoffnung, nicht spenden zu dürfen, damit man weiterhin ein ruhiges gewissen behalten kann. Er durfte tatsächlich nicht spenden, so ging ich mit ihm zusammen wieder raus. Mittlerweile waren es schon 14:00 Uhr. Bis 19:00 war der Spendesaal noch geöffnet. Auf der Rücktur gegen 17:00 Uhr bin ich dann nochmals vorbei gefahren und habe mich entschlossen, mich an die Nadel hängen zu lassen.

Nochmals wurden Werte wie Blutdruck, Blutzucker und Blutsauerstoff gemessen. Nachdem ich alle Stationen (Auch Fieber,...) hinter mir hatte, wurde es Ernst. Ein wenig Sorgen machte ich mir eigentlich schon, Ich musste ja schließlich noch 5 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen. Außerdem hatte ich am nächsten Tag einen Schultag mit wichtigen Fächern, an dem ich auch nicht fehlen durfte. Ich stand ja schließlich kurz vor dem Abitur. Wiedereinmal ging es mir durch den Kopf, wiedereinmal zweifelte ich, ob ich wirklich grade zu diesem Zeitpunkt spenden sollte. Aber wieso sollte bei diesen vielen Spendern grade ich der erste und wahrscheinlich der einzige sein, der solche Beschwerden bekommen kann. Also Auf die Liege und los geht es. Noch einmal den Ellbogen Desinfiziert, bequem hingelegt, einmal kurz nachgedacht und Nadel rein. Während ich noch mit dem durchlesen der Informationen zum Organspendepass lese, stelle ich fest, dass die Nadel schon eingestochen ist, ohne dass ich etwas gemerkt habe. Dass nenne ich gutes Stechen! Hierhin bringe ich das nächste mal die Röhrchen des Hausarztes mit. Auch diese können an dieser Stelle abgefüllt werden, hoffe ich jedenfalls. Schon habe ich mich wieder in die Informationen vertieft. Nach 15 Minuten schreckte ich durch einen Alarm, der direkt neben mir Piepste, hoch. Von der Seite (War die Schwester etwa weil ich Erstspender war, neben mir stehen geblieben?) kam schon die beruhigende Stimme; „Keine sorge, das Gerät bestätigt lediglich, dass ihr abgegebenes Blutvolumen nun 500 Ml beträgt. Wie schon vorher gesagt, stoppt das Gerät selbsttätig. Das war der Alarm. Den hören wir öfters. Bei Fehlern gibt es ein schlimmeres Geräusch, welches hier im ganzen Gemeindezentrum zu hören wäre. Nun nehme ich ihnen noch Blut zur Untersuchung ab. Dieses geht in Ein Labor. Es werden HIV, Hepatitis und andere Test damit gemacht.“ Nachdem dann die Nadel gezogen wurde, musste ich noch (Natürlich Geheim) ankreuzen, ob mein Blut verwendet werden dürfte. Ich sollte jedoch erst einmal 30 Minuten auf der Liege liegen bleiben (Da ich Erstspender gewesen bin). Nun musste ich nochmals zum Arzt rein (Nachdem Herzkreislauffunktionen ; Puls, Blutdruck, Reaktion) getestet wurden. Dieser stellte noch einige Fragen und schon war ich fertig. Er sagte mir, ich sollte jedoch unbedingt essen und Trinken. Belegte Brötchen mit den verschiedensten Köstlichkeiten, Kekse Trockenkuchen und Getränke standen bereit.

Nach insgesamt 50 Minuten Aufenthalt verließ ich das Zimmer und konnte mit dem rad nachhause fahren. Der Blutdruck und sonstige Werte waren besser, als sie vor der Blutspende gewesen sind. Also Keine Angst


FAZIT: Keine Angst vor der Blutspende und deren Risiken, aber jeder sollte selber entscheiden können, aber gut darüber nachdenken, das er vielleicht auch einmal Blut benötigt!

26 Bewertungen, 6 Kommentare

  • Rhodenberg

    09.04.2003, 14:39 Uhr von Rhodenberg
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. Besser kann man die Leute nicht begeistern. GRUSS RHODI

  • Mr.Albie

    02.04.2003, 21:14 Uhr von Mr.Albie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. ---Cu---Uwe

  • peter-stephan

    05.12.2002, 17:42 Uhr von peter-stephan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht, mal sehen ob ich auch mal Spende... Aber warum fährt man 70 km durch die Gegend... MfG Peter-Stephan

  • wuestenrose

    27.06.2002, 17:31 Uhr von wuestenrose
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wenn ich könnte, würde ich auch Blut spenden, aber ich kippe schon beim Blutabnehmen regelmäßig um. Die ganzen Tricks mit Füße hochlegen, etc. helfen da nix mehr...außerdem wiege ich gerade 50kg und da nehmen die meist

  • Madame

    24.05.2002, 04:21 Uhr von Madame
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich glaube, ich klappe um!

  • anonym

    21.05.2002, 23:29 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    War auch schon zweimal Blut spenden. Halte ich für sehr sinnvoll.